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Wahlpanne in Leer-Loga: CDU fordert Aufklärung nach 138 falschen Stimmzetteln
CDU kritisiert Wahlpanne in Leer-Loga: „Das darf bei einer demokratischen Wahl nicht passieren“
138 falsche Stimmzettel im Wahllokal Daalerschule ausgegeben – CDU fordert vollständige Aufklärung und zuverlässige Kontrollen
Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Leer zeigt sich angesichts der bekannt gewordenen Wahlpanne im Wahllokal 021 in der Daalerschule in Leer-Loga deutlich verärgert und fassungslos. Bei der Kommunalwahl am 13. September 2026 waren dort insgesamt 138 falsche Stimmzettel für die Wahl des Rates der Stadt Leer ausgegeben worden.
Statt der für den Wahlbereich 2 vorgesehenen Stimmzettel erhielten Wählerinnen und Wähler zunächst Stimmzettel für den Wahlbereich 1. Der Fehler wurde erst im Laufe des Wahltages bemerkt. Anschließend wurde die Ausgabe der Stimmzettel korrigiert.
CDU: Grundlegende Abläufe müssen bei einer Wahl funktionieren
„Bei einer demokratischen Wahl muss man erwarten können, dass die grundlegendsten Dinge funktionieren: Die Wahlberechtigung wird festgestellt und anschließend wird der richtige Stimmzettel ausgegeben. Das ist keine besondere Herausforderung, sondern eine absolute Selbstverständlichkeit einer ordnungsgemäßen Wahl“, erklärt Ulf-Fabian Heinrichsdorff, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Leer.
Besonders schwer wiegt nach Ansicht der CDU, dass die Panne möglicherweise weitreichende Folgen haben könnte. Durch die fehlerhafte Ausgabe der Stimmzettel könnte eine Teilwiederholungswahl für 999 Wahlberechtigte erforderlich werden.
„Dass ein solcher Fehler überhaupt passieren konnte, ist schon schwer genug nachzuvollziehen. Dass dadurch nun möglicherweise eine Teilwiederholungswahl für 999 Wahlberechtigte erforderlich wird, macht die Angelegenheit noch gravierender“, so Heinrichsdorff.
Auswirkungen auf Kandidaten und Parteien
Nach Einschätzung der CDU sind die möglichen Folgen nicht allein organisatorischer Natur. Die Kandidatinnen und Kandidaten hätten über Monate Wahlkampf geführt und um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger geworben.
Sollte es zu einer Teilwiederholungswahl kommen, würde dieser Wettbewerb in einem Teil des Wahlgebiets erneut beginnen. Dabei gehe es nach Ansicht der CDU nicht nur um einen erneuten Wettbewerb zwischen den Parteien.
Gerade bei einer Personenwahl mit mehreren Kandidatinnen und Kandidaten auf den jeweiligen Listen könne auch innerhalb einer Partei ein zusätzlicher Wettbewerb entstehen. Das könne sich letztlich auf die Zusammensetzung des Rates der Stadt Leer auswirken.
„Bei einer Personenwahl mit mehreren Kandidatinnen und Kandidaten auf den Listen entsteht automatisch auch ein zusätzlicher Wettbewerb innerhalb der eigenen Partei. Das kann am Ende konkrete Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Rates haben. Das ist eine ausgesprochen schwierige Situation für alle Beteiligten“, erklärt Heinrichsdorff.
CDU fordert vollständige Aufklärung der Wahlpanne
Die CDU-Fraktion erwartet deshalb eine umfassende Aufklärung des Vorgangs. Die bisherige Erklärung, dass derzeit nicht nachvollzogen werden könne, ob der Fehler bereits bei der externen Anlieferung der Stimmzettel oder erst bei deren interner Verteilung entstanden sei, reicht der CDU nach eigenen Angaben nicht aus.
Es müsse geklärt werden, an welcher Stelle die vorgesehenen Kontrollmechanismen versagt hätten. Gleichzeitig müsse sichergestellt werden, dass sich ein vergleichbarer Fehler bei zukünftigen Wahlen nicht wiederholen könne.
„Es muss geklärt werden, an welcher Stelle die Kontrollmechanismen versagt haben und wie ein solcher Fehler künftig zuverlässig verhindert werden kann“, fordert Heinrichsdorff.
Vertrauen in demokratische Wahlen
Für die CDU steht dabei auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die ordnungsgemäße Durchführung von Wahlen im Mittelpunkt. Gerade bei demokratischen Wahlen müsse größtmögliche Sorgfalt gewährleistet sein.
„Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in unsere Demokratie hängt auch davon ab, dass Wahlen korrekt, zuverlässig und nachvollziehbar durchgeführt werden. Einen Fehler dieser Größenordnung darf man deshalb nicht als bloßes Versehen abtun“, betont der CDU-Fraktionsvorsitzende.
Die CDU-Fraktion will das weitere Wahlprüfungsverfahren aufmerksam begleiten. Sollte eine Teilwiederholungswahl erforderlich werden, müsse diese nach Auffassung der CDU transparent vorbereitet und durchgeführt werden.
„Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass beim zweiten Mal wirklich alles stimmt“, so Heinrichsdorff.
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