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Win­ter­dienst im Land­kreis Leer ver­zeich­net deut­li­chen Anstieg der Einsätze

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Win­ter­dienst im Dau­er­ein­satz: Deut­lich mehr Ein­sät­ze als in Vorjahren

LANDKREIS LEER – Der Win­ter­dienst des Land­krei­ses Leer blickt auf eine außer­ge­wöhn­lich arbeits­in­ten­si­ve Sai­son zurück. Seit über drei Mona­ten sind die Räum- und Streu­fahr­zeu­ge uner­müd­lich im Ein­satz, um ins­ge­samt 376 Kilo­me­ter Kreis­stra­ßen und 250 Kilo­me­ter Rad­we­ge befahr­bar zu hal­ten. Eine aktu­el­le Bilanz ver­deut­licht nun das Aus­maß der Her­aus­for­de­run­gen in die­sem Jahr.


Ein­satz­re­kord am Bau­hof Logabirum

Vom Bau­hof des Stra­ßen- und Tief­bau­am­tes in Leer-Log­abir­um star­te­ten die Mit­ar­bei­ter bis zum 6. Febru­ar bereits zu 55 Ein­sät­zen. Zum Ver­gleich: Im gesam­ten vor­he­ri­gen Win­ter 2024/25 waren es ledig­lich 39, in der Sai­son davor sogar nur 32 Ein­sät­ze. Beson­ders die ers­ten Wochen des aktu­el­len Jah­res for­der­ten das Team mit 45 Aus­fahr­ten fast täglich.

Salz­ver­brauch über­steigt Vor­jah­res­wer­te deutlich

Land­rat Mat­thi­as Groo­te spricht von einem Win­ter, wie man ihn lan­ge nicht mehr erlebt habe. Amts­lei­ter Uwe Wel­zel unter­mau­ert dies mit Zah­len: Bis Anfang Febru­ar wur­den bereits 1.100 Ton­nen Salz aus­ge­bracht. Damit liegt der Ver­brauch schon jetzt weit über dem Gesamt­ni­veau der letz­ten vier Jah­re, das sich meist zwi­schen 700 und 900 Ton­nen beweg­te. Nur der Win­ter 2020/21 bil­de­te mit rund 1.430 Ton­nen eine noch grö­ße­re Ausnahme.

Beson­ders extrem war die Lage am Mitt­woch, den 4. Febru­ar: Wegen Eis­re­gens und gefähr­li­cher Glät­te muss­ten die Fahr­zeu­ge gleich drei­mal aus­rü­cken und allein an die­sem Tag 75 Ton­nen Salz streuen.

Her­aus­for­de­run­gen bei der Logistik

Obwohl der Land­kreis in Log­abir­um Kapa­zi­tä­ten für ins­ge­samt 460 Ton­nen Streu­salz vor­hält, kam es auf­grund der hohen Nach­fra­ge zu Lie­fer­ver­zö­ge­run­gen. Da das regio­na­le Zwi­schen­la­ger in Lin­gen leer­ge­fah­ren ist, erfolgt der Nach­schub der­zeit direkt aus den Berg­wer­ken, was zu län­ge­ren Trans­port­we­gen führt. Den­noch konn­te der Land­kreis vor Kur­zem eine neue Lie­fe­rung entgegennehmen.

Dank an Ein­satz­kräf­te und Landwirtschaft

Land­rat Groo­te dank­te aus­drück­lich allen Win­ter­diens­ten für ihre Arbeit unter oft gefähr­li­chen Bedingungen:

„Bei Eis­re­gen und Blitz­eis ist es auch für die Mit­ar­bei­ter gefähr­lich, wenn sie mit ihren ton­nen­schwe­ren Fahr­zeu­gen auf spie­gel­glat­ten Stra­ßen unter­wegs sind.“

Ein beson­de­res Lob galt zudem den ört­li­chen Land­wir­ten, die in Not­la­gen unbü­ro­kra­tisch hal­fen und fest­sit­zen­de Streu­fahr­zeu­ge mit ihren Trak­to­ren befrei­ten. Die Bevöl­ke­rung wird wei­ter­hin um Ver­ständ­nis gebe­ten, dass der Win­ter­dienst ange­sichts der Stre­cken­län­ge nicht über­all gleich­zei­tig prä­sent sein kann.

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