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Wun­der­line und Frie­sen­brü­cke: Schie­nen­ver­kehr im Nord­wes­ten vor Meilenstein

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Grup­pen­fo­to: Die SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Anja Troff-Schaffar­zyk und die Kon­zern­be­voll­mäch­tig­te der Deut­schen Bahn AG, Ute Plam­beck (unte­re Rei­he, 2. und 3. von links) tra­fen sich mit den Bür­ger­meis­te­rin­nen und Bür­ger­meis­tern aus den Land­krei­sen Leer und Ems­land zu einem offe­nen Dia­log. An dem Gespräch nah­men auch Mit­ar­bei­ten­de der DB sowie wei­te­re Kom­mu­nal­po­li­ti­ker teil. Foto: SPD-Büro Leer

Wun­der­line und Frie­sen­brü­cke: Groß­pro­jek­te auf der Zielgeraden

Die Wei­chen für die Mobi­li­tät der Zukunft im Nord­wes­ten sind gestellt. Auf Ein­la­dung der SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Anja Troff-Schaffar­zyk, stell­ver­tre­ten­de ver­kehrs­po­li­ti­sche Spre­che­rin ihrer Frak­ti­on, kam es im Rat­haus Wes­t­ov­er­le­din­gen zu einem ent­schei­den­den Dia­log über zwei der wich­tigs­ten Infra­struk­tur­vor­ha­ben der Regi­on: die Wun­der­line und den Neu­bau der Frie­sen­brü­cke.

An dem Tref­fen nah­men neben der Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ten der Deut­schen Bahn AG, Ute Plam­beck, auch Land­rat Mat­thi­as Groo­te sowie zahl­rei­che Bür­ger­meis­te­rin­nen und Bür­ger­meis­ter aus den Land­krei­sen Leer und Ems­land teil. Ziel war es, Trans­pa­renz zu schaf­fen und nach sys­te­mi­schen Her­aus­for­de­run­gen und kom­mu­na­lem Unmut eine kla­re Per­spek­ti­ve für die Fer­tig­stel­lung aufzuzeigen.


Inbe­trieb­nah­me im Som­mer 2026 wei­ter­hin geplant

Die zen­tra­le Bot­schaft des Dia­logs sorgt für Erleich­te­rung in der Regi­on: Die Bau­vor­ha­ben mit grenz­über­schrei­ten­der Bedeu­tung befin­den sich auf der Zielgeraden.

  • Zug­ver­kehr: Die Inbe­trieb­nah­me für den Schie­nen­ver­kehr im Som­mer 2026 bleibt laut DB-Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ter haltbar.

  • Stell­werks­tech­nik: Die neu­en Stell­wer­ke sol­len bereits im zwei­ten Quar­tal 2026 in Betrieb gehen.

  • Rad- und Fuß­weg: Bereits seit Sep­tem­ber 2025 ist die Über­que­rung der Ems für Fuß­gän­ger und Rad­fah­ren­de wie­der möglich.

Wirt­schafts­fak­tor Schie­ne: Lebens­ader für den Nordwesten

Anja Troff-Schaffar­zyk unter­strich die enor­me wirt­schaft­li­che Rele­vanz der Pro­jek­te. „Die Bahn ist für unse­re Regi­on kein Rand­the­ma, son­dern die Lebens­ader für Mobi­li­tät, Wirt­schaft und Tou­ris­mus“, so die Abge­ord­ne­te. Exper­ten­pro­gno­sen unter­mau­ern die­se Ein­schät­zung: Grenz­re­gio­nen ohne leis­tungs­star­ke Schie­nen­an­bin­dun­gen dro­hen Ein­bu­ßen beim Wirt­schafts­wachs­tum von bis zu 8 Pro­zent. Die Wun­der­line soll die­se Lücke schlie­ßen und die Ver­bin­dung zwi­schen Nord­west­deutsch­land und den Nie­der­lan­den kli­ma­freund­lich stärken.


 

Tech­nik-Check an der Frie­sen­brü­cke: Beein­dru­cken­de Drehmechanik

Ein Höhe­punkt des Tref­fens war die Besich­ti­gung der Frie­sen­brü­cke vor Ort. Unter fach­li­cher Lei­tung von Inge­nieur Hen­ning Loh­mann (IBL) wur­de den Teil­neh­men­den das Herz­stück der Brü­cke erläu­tert: der Dreh­pfei­ler im Fluss­bett.

  • Dimen­sio­nen: Der Über­bau misst stol­ze 145 Meter.

  • Mecha­nik: Die Brü­cke wird über ein kom­ple­xes Sys­tem aus Hub­zy­lin­dern und Dreh­mo­to­ren bewegt.

  • Live-Ein­druck: Die Teil­neh­men­den konn­ten einen der Hebe- und Dreh­tests haut­nah mit­er­le­ben und sich von der Prä­zi­si­on der Maschi­nen­tech­nik überzeugen.


Kom­mu­ni­ka­ti­on als Schlüs­sel zum Vertrauen

Trotz der tech­ni­schen Fort­schrit­te for­der­ten Land­rat Mat­thi­as Groo­te und die kom­mu­na­len Ver­tre­ter eine ver­läss­li­che­re Kom­mu­ni­ka­ti­on und mehr Pla­nungs­si­cher­heit sei­tens der Deut­schen Bahn ein. Um die Akzep­tanz in den betrof­fe­nen Gemein­den zu sichern, sei ein trans­pa­ren­ter Aus­tausch zwi­schen Bund, Bahn und Kom­mu­nen unerlässlich.

„Der Aus­tausch hat gezeigt, dass wir trotz Bau­stel­len und Ver­zö­ge­run­gen ein kla­res Ziel für die Schie­ne im Nord­wes­ten haben“, resü­mier­te Troff-Schaffar­zyk den Dialog.

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