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Zukunft des Kran­ken­hau­ses Wee­ner: Minis­ter Phil­ip­pi gibt kla­re Signale

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Vol­les Haus im Kran­ken­haus Rhei­der­land – am Tisch vor­ne: Land­rat Mat­thi­as Groo­te und Nico Bloem.

Rücken­wind aus Han­no­ver: Gesund­heits­mi­nis­ter setzt auf Psych­ia­trie-Fach­kli­nik in Weener

WEENER – Die Zukunft des Kran­ken­h­aus­stand­orts Wee­ner nimmt immer kon­kre­te­re For­men an. Auf der Mit­glie­der­ver­samm­lung des Kran­ken­haus­ver­eins mach­te der nie­der­säch­si­sche Gesund­heits­mi­nis­ter Dr. Andre­as Phil­ip­pi (SPD) den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern im Rhei­der­land gro­ße Hoff­nung: Er rech­net fest mit der Eta­blie­rung eines Fach­kran­ken­hau­ses für Psych­ia­trie am Stand­ort des Leera­ner Klinikums.

„In den Hafen eingelaufen“

Vor über 100 erschie­ne­nen Mit­glie­dern im Rhei­der­land beton­te Phil­ip­pi die hohe Wahr­schein­lich­keit die­ser Ent­schei­dung. Auch wenn die offi­zi­el­le Ver­kün­dung noch zwei bis drei Mona­te auf sich war­ten lässt, ist die Rich­tung klar vor­ge­ge­ben. Der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Nico Blo­em fand für den aktu­el­len Stand ein pas­sen­des Bild: „Wir sind in den Hafen ein­ge­lau­fen, aber wir haben noch nicht festgemacht.“

Gemein­sam mit Land­rat Mat­thi­as Groo­te und dem Ver­eins­vor­sit­zen­den Jako­bus Bau­mann unter­mau­er­te der Minis­ter die star­ken Argu­men­te für Wee­ner. Neben dem ste­tig zuneh­men­den Bedarf an psych­ia­tri­schen Behand­lungs­plät­zen punk­tet der Stand­ort vor allem mit bereits vor­han­de­nem, hoch­qua­li­fi­zier­tem Per­so­nal und einem bereits sanier­ten Gebäu­de, das idea­le Vor­aus­set­zun­gen bietet.

Wider­stand aus Emden als letz­te Hürde

Trotz der opti­mis­ti­schen Stim­mung bleibt ein poli­ti­scher Wer­muts­trop­fen: Die Stadt Emden hat Wider­stand gegen die Plä­ne ange­kün­digt und erwägt recht­li­che Schrit­te. Hin­ter­grund ist der geplan­te Kli­nik-Neu­bau in Georgs­heil, der ab 2029 die Stand­or­te Emden, Aurich und Nor­den zen­tra­li­sie­ren soll.

Dass aus­ge­rech­net aus Emden Gegen­wind kommt, stieß bei den Ver­samm­lungs­teil­neh­mern in Wee­ner auf wenig Ver­ständ­nis. Minis­ter Phil­ip­pi ver­si­cher­te jedoch, dass man der­zeit mit Hoch­druck dar­an arbei­te, eine gericht­li­che Aus­ein­an­der­set­zung zu ver­mei­den und eine ein­ver­nehm­li­che Lösung herbeizuführen.

Ent­schlos­sen­heit im Rheiderland

Nico Blo­em unter­strich in einem emo­tio­na­len Appell die Ent­schlos­sen­heit der Regi­on: „Wir wol­len unser Kran­ken­haus sichern. Wir haben einen kla­ren Plan und wer­den so lan­ge kämp­fen, bis das Ziel erreicht ist.“

Für die Men­schen in Wee­ner und die Beschäf­tig­ten des Kli­ni­kums wäre die Umwand­lung in eine Fach­kli­nik weit mehr als nur ein Struk­tur­wan­del – es wäre die lang­fris­ti­ge Siche­rung einer medi­zi­ni­schen Insti­tu­ti­on und ein wich­ti­ges Signal für die regio­na­le Versorgungssicherheit.

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