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178-facher Online-Betrug: 45-jäh­ri­ger Ost­frie­se vor der Strafkammer

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178-facher Betrug: Emder steht vor der 4. Gro­ßen Strafkammer

Es ist eine Masche, die den Online-Han­del mas­siv belas­tet und letzt­lich alle ehr­li­chen Käu­fer trifft: Wer­den Waren bestellt, um sie nie­mals zu bezah­len, schwin­det das Ver­trau­en der Händ­ler – die Fol­ge sind oft stren­ge­re Vor­kas­se-Rege­lun­gen. Man kann die Betrei­ber fast ver­ste­hen, die sich vor sol­chen Ver­lus­ten schüt­zen wollen. 

Sys­te­ma­ti­scher Betrug unter fal­schem Namen

Im Mit­tel­punkt des Ver­fah­rens vor dem Land­ge­richt steht ein 45-jäh­ri­ger Mann aus Emden. Die Staats­an­walt­schaft wirft ihm ein gewerbs­mä­ßi­ges Vor­ge­hen vor: Zwi­schen 2023 und 2024 soll er in 178 Fäl­len Online-Shops getäuscht haben. Dabei nutz­te er laut Ankla­ge sys­te­ma­tisch frei erfun­de­ne Per­so­na­li­en, um sich Waren zu erschleichen.

Das Beson­de­re an die­sem Fall ist die hohe Fre­quenz der Taten. Die Ermitt­ler gehen davon aus, dass der Ange­klag­te bereits zum Zeit­punkt der Bestel­lung fest ein­ge­plant hat­te, die Rech­nun­gen nie­mals zu begleichen.

Die Ver­hand­lung: Scha­dens­sum­men und Prozessauftakt

Die 4. Gro­ße Straf­kam­mer hat nun die Auf­ga­be, die­se enor­me Anzahl an Ein­zel­ta­ten juris­tisch auf­zu­ar­bei­ten. Das finan­zi­el­le Aus­maß der Taten ist beachtlich:

  • Gesamt­vo­lu­men der Bestel­lun­gen: Knapp 28.000 €

  • Rea­ler Scha­den (nach Retou­ren): Rund 9.000 €

Zum ers­ten Haupt­ver­hand­lungs­tag wur­den zunächst kei­ne Zeu­gen gela­den. In die­ser Pha­se des Pro­zes­ses steht zumeist die Ver­le­sung der Ankla­ge­schrift sowie die Klä­rung von For­ma­li­en und mög­li­chen Ein­las­sun­gen des Ange­klag­ten im Vordergrund. 

Face­book­sei­te: @Wir Leeraner

Sym­bol­bild: Zur Ver­an­schau­li­chung des The­mas wur­de die­ses Bild von einer KI generiert.

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