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Bund för­dert Sanie­rung des Tra­di­ti­ons­kut­ters HINDERK in Ditzum

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Finanz­sprit­ze aus Ber­lin: Bun­des­för­de­rung ret­tet den Tra­di­ti­ons­kut­ter „HINDERK“

JEMGUM / DITZUM – Gute Nach­rich­ten für die mari­ti­me Kul­tur in Ost­fries­land: Der his­to­ri­sche Holz­kut­ter „HINDERK“ kann saniert wer­den. Dank einer För­de­rung in Höhe von knapp 78.000 Euro aus dem Denk­mal­schutz-Son­der­pro­gramm des Bun­des ist der Fort­be­stand des 1969 gebau­ten Schif­fes gesichert.

Von Was­ser und Wet­ter gezeich­net, steht dem Tra­di­ti­ons­kut­ter „HINDERK“ eine umfas­sen­de Ver­jün­gungs­kur bevor. Wie die CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Git­ta Con­ne­mann nun mit­teil­te, unter­stützt der Bund die not­wen­di­gen Instand­set­zungs­ar­bei­ten mit einer Sum­me von exakt 77.933,10 Euro. Für die Betrei­ber, die Dit­zu­mer Hafen- und Kut­ter­ge­meens­kupp, ist dies ein ent­schei­den­der Durch­bruch, da die anste­hen­den Kos­ten die Kapa­zi­tä­ten des Ver­eins allein über­stie­gen hätten.

Ein Zeu­ge der Dit­zu­mer Schiffbaukunst

Die „HINDERK“ ist tief in der Regi­on ver­wur­zelt. Sie lief im Jahr 1969 auf der renom­mier­ten Bült­jer-Werft in Ditz­um vom Sta­pel. Über Jahr­zehn­te hin­weg präg­te der Kut­ter das Bild auf der Ems und vor den Ost­frie­si­schen Inseln, wo er als Fisch- und Krab­ben­kut­ter im har­ten Ein­satz war. Heu­te dient er als schwim­men­des Kul­tur­gut und ermög­licht bei Ems- und Fang­fahr­ten einen leben­di­gen Ein­blick in die tra­di­tio­nel­le Seefahrt.

Umfang­rei­che Sanie­rungs­maß­nah­men erforderlich

Nach 57 Jah­ren im Dienst haben die Ele­men­te dem Holz­rumpf zuge­setzt. Die Män­gel­lis­te ist lang und eine Sanie­rung zwin­gend erfor­der­lich, um die See­tüch­tig­keit dau­er­haft zu erhalten:

  • Struk­tur: Umfang­rei­che Holz­ar­bei­ten an der Steu­er­bord­wand sowie die Erneue­rung der Vor­der­ste­ven sind geplant.

  • Ver­sie­ge­lung: Das Ober­deck muss kom­plett neu ver­sie­gelt wer­den, um das Schiff gegen ein­drin­gen­de Feuch­tig­keit zu schützen.

  • Optik und Schutz: Die Mas­ten erhal­ten einen neu­en Schutzanstrich.

Aner­ken­nung von natio­na­ler Bedeutung

Die Mit­tel für das Pro­jekt stam­men aus dem Denk­mal­schutz-Son­der­pro­gramm, das seit 2009 bun­des­weit bedeu­ten­de Kul­tur­denk­mä­ler för­dert. Dass die „HINDERK“ in die­ses Pro­gramm auf­ge­nom­men wur­de, ist auch eine Auszeichnung.

„HINDERK ist mehr als nur ein ‘alter Kut­ter’. Er hat viel erlebt, trägt Geschich­te und Geschich­ten in sich“, unter­streicht Git­ta Con­ne­mann. Die Zusa­ge aus Ber­lin sei laut der Abge­ord­ne­ten ein Sie­gel dafür, dass das Schiff von natio­na­ler Bedeu­tung ist. Mit der nun gesi­cher­ten Finan­zie­rung kön­ne die Sanie­rung zeit­nah begin­nen. Ziel ist es, dass der Kut­ter bald wie­der in sei­nem alten Glanz erstrahlt und sicher in See ste­chen kann.

Das mari­ti­me Erbe der Ems­re­gi­on erhält damit einen wich­ti­gen Rück­halt, damit es auch für künf­ti­ge Gene­ra­tio­nen erleb­bar bleibt.

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