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Demo gegen Tier­trans­por­te: VOST ver­ur­teilt ein­sei­ti­ge Berichterstattung

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Das Bei­trags­bild zeigt Poli­ti­ker, Exper­ten und Ver­an­stal­ter der Akti­on “Schluss mit Tier­trans­por­ten”. Foto: Ingo Tonsor@LeserECHO

Demo gegen Tier­trans­por­te: VOST ver­ur­teilt ein­sei­ti­ge Berichterstattung

Pres­se­mit­tei­lung: Ver­ein Ost­frie­si­scher Stamm­vieh­züch­ter, Ness­estr. 1,  26789 Leer

Am 9. April 2022 fand in Aurich eine Demons­tra­ti­on der Akti­vis­ten „Ost­frie­sen gegen Tier­leid“ mit anschlie­ßen­der Podi­ums­dis­kus­si­on statt. Die Akti­vis­ten for­der­ten die Abschaf­fung von Tier­trans­por­ten. Der Ver­ein Ost­frie­si­scher Stamm­vieh­züch­ter (VOST) spricht sich ent­schie­den gegen die ein­sei­ti­ge und vor­ein­ge­nom­me­ne Bericht­erstat­tung aus und ver­ur­teilt die ideo­lo­gisch moti­vier­te und emo­tio­nal geführ­te Diskussion.

Prin­zi­pi­ell ist jede Kri­tik an Tier­trans­por­ten berech­tigt, sofern fak­ten­ba­siert auf Miss­stän­de und Ver­stö­ße auf­merk­sam gemacht und das Wohl der Tie­re nach­hal­tig ver­bes­sert wird. Die rein emo­tio­na­len Argu­men­te der gela­de­nen NGOs für angeb­li­ches Tier­leid auf Zucht­rin­der­trans­por­ten ent­behr­ten hin­ge­gen jeder Grund­la­ge. Bis­lang fehlt jeg­li­cher Beweis, dass auf Zucht­rin­der­trans­por­ten aus Aurich gegen gel­ten­des Recht und Tier­wohl ver­sto­ßen wur­de. Soll­te es dar­auf einen Hin­weis geben, wür­de der VOST alles in sei­ner Macht ste­hen­de unter­neh­men, um Ver­sto­ße zu ahn­den und zu verhindern.

Damit sich Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter aus Poli­tik und Wirt­schaft sowie Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ein eige­nes Bild der Trans­por­te und des gesam­ten Ablaufs machen kön­nen, hat­te der VOST eine Woche vor der Demons­tra­ti­on am 02.04.2022 einen The­men­tag „Zucht­rin­der­ex­port“ ver­an­stal­tet. Ins­be­son­de­re die Ver­sor­gung der Tie­re wäh­rend und die Kon­trol­len vor, wäh­rend und nach den Trans­por­ten wur­den offen und trans­pa­rent vorgestellt.

In Zusam­men­ar­beit mit dem Bun­des­ver­band Rind und Schwein (BRS) wur­de zudem der Tier­wohl­stan­dard Trans­port ent­wi­ckelt, der die Trans­pa­renz ent­lang des gesam­ten Trans­port­we­ges gewähr­leis­tet und das Tier­wohl sicher­stellt. Die erfass­ten Daten ermög­li­chen es auch, Fehl­ver­hal­ten und Ver­stö­ße zu doku­men­tie­ren und ent­spre­chen­de Sank­tio­nie­run­gen einzuleiten.

Zucht­rin­der aus Deutsch­land wer­den inner­halb der EU und in Dritt­län­der zum nach­hal­ti­gen Auf­bau gesun­der Tier­be­stän­de ver­kauft. „Die deut­sche und vor allem die ost­frie­si­sche Rin­der­zucht ist seit vie­len Jah­ren auf eine lan­ge Lebens­dau­er auf hohem Gesund­heits­ni­veau aus­ge­rich­tet. Die guten Auf­zucht­be­din­gun­gen der Jung­tie­re machen die ost­frie­si­schen Tie­re im Aus­land sehr beliebt. Es besteht eine gro­ße Nach­fra­ge nach unse­ren Zucht­rin­dern im Aus­land. Schlacht­rin­der wer­den vom VOST nicht expor­tiert und Zucht­rin­der nicht als Schlacht­rin­der umde­kla­riert erklärt Herr Dr. Cord-Hin­nerk Thies, Geschäfts­füh­rer des VOST. Der VOST wünscht sich künf­tig einen beid­sei­ti­gen Dia­log und einen kon­struk­ti­ven Aus­tausch zur Sicher­stel­lung von Tier­wohl auf den Zuchtrindertransporten.

Bei­trags­fo­to: Ingo Tonsor@LeserECHO.de
Wei­te­re Fotos zur Akti­on “Schluss mit Tier­trans­por­ten” fin­den Sie auf unse­rer Face­book­sei­te “Wir Leeraner”
 

 

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