Blaulicht

Ein­brü­che, Dieb­stäh­le und ein schwe­rer Ver­stoß auf der A31

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POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 16.01.2026

 
 

Laden­dieb­stäh­le++ Dieb­stahl aus Selbst­be­die­nungs­stand++ ver­such­ter Woh­nungs­ein­bruch­dieb­stahl++ Gewichtsüberschreitung++Sachbeschädigung Abfalleimer++Pkw-Brand++ Verkehrsunfall

Leer — Ladendiebstähle

Am 07.01.2026 gegen 10:25 Uhr kam es in einer Dro­ge­rie in der Müh­len­stra­ße in Leer zu einem Laden­dieb­stahl. Die bis­lang unbe­kann­ten Per­so­nen lie­fen durch das Geschäft und ent­wen­de­ten Ware im mitt­le­ren vier­stel­li­gen Bereich.

Am 10.01.2026 gegen 17:05 Uhr kam es in der­sel­ben Dro­ge­rie zu einem wei­te­ren Laden­dieb­stahl. Ein 50-jäh­ri­ger Mann ent­wen­de­te Die­bes­gut im unte­ren vier­stel­li­gen Wert.

Zu bei­den Vor­fäl­len wur­den die wei­te­ren Ermitt­lun­gen aufgenommen.

Rhau­der­fehn — Dieb­stahl aus Selbstbedienungsstand

Zuletzt war es am 20.12.2025 gegen 15:00 Uhr, am 29.12.2025 gegen 17:50 Uhr und am 07.01.2026 gegen 09:45 Uhr zu Dieb­stäh­len durch eine unbe­kann­te Täter­schaft in einem Selbst­be­die­nungs­stand in der 1. Süd­wie­ke in Rhau­der­fehn gekom­men. Hier ist ins­ge­samt ein Scha­den im unte­ren drei­stel­li­gen Bereich ent­stan­den. Am 14.01.2026 gegen 18:00 Uhr kam es an die­sem Selbst­be­die­nungs­stand erneut zu einem Dieb­stahl. Die bis­lang unbe­kann­te Täter­schaft begab sich zu der Ört­lich­keit zum Selbst­be­die­nungs­stand und ent­wen­de­te Die­bes­gut im unte­ren zwei­stel­li­gen Bereich. Ob ein Zusam­men­hang zwi­schen den ein­zel­nen Taten besteht, ist Gegen­stand der lau­fen­den Ermitt­lun­gen. Zeu­gen, die Beob­ach­tun­gen gemacht haben oder wei­te­re sach­dien­li­che Hin­wei­se geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.

Hesel — ver­such­ter Wohnungseinbruchdiebstahl

In der Zeit zwi­schen dem 10.01.2026 gegen 16:00 Uhr und dem 12.01.2026 gegen 16:00 Uhr kam es in Hesel, in einer Woh­nung Im Brink, zu einem ver­such­ten Ein­bruch­dieb­stahl. Die bis­lang unbe­kann­te Täter­schaft ver­schaff­te sich auf bis­lang unbe­kann­te Art und Wei­se Zutritt zu dem dor­ti­gen Mehr­fa­mi­li­en­haus. Dort gelang­te sie in die Woh­nung eines orts­ab­we­sen­den 34-jäh­ri­gen Man­nes. Es ist bis­lang nicht bekannt, dass Die­bes­gut erlangt wur­de. Zeu­gen, die Beob­ach­tun­gen gemacht haben oder wei­te­re sach­dien­li­che Hin­wei­se geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.

A31/ Jem­gum — Gewichtsüberschreitung

Am 15.01.2026 um 12:03 Uhr wur­de auf der A31, in Fahrt­rich­tung Emden (km 201,292), ein Sat­tel­zug aus den Nie­der­lan­den kon­trol­liert. Es stell­te sich her­aus, dass der 57-jäh­ri­ge Fah­rer die­sen zur Beför­de­rung von Dün­ge­mit­teln führ­te, obwohl das zuläs­si­ge Gesamt­ge­wicht um eine Kilo­gramm­zahl im unte­ren fünf­stel­li­gen Bereich über­schrit­ten war. Die Wei­ter­fahrt wur­de unter­sagt und es wur­de eine Umla­dung ange­ord­net. Zudem wur­de ein ent­spre­chen­des Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­ver­fah­ren eingeleitet.

Hesel — Sach­be­schä­di­gung Abfalleimer

Am 31.12.2025 in der Zeit zwi­schen 20:00 Uhr und 22:55 Uhr kam es in Hesel, im Kaark­pad, zu einer Sach­be­schä­di­gung. Die bis­lang unbe­kann­te Täter­schaft zer­stör­te einen dor­ti­gen oran­ge­far­be­nen Abfall­ei­mer der Gemein­de. Zeu­gen, die Beob­ach­tun­gen gemacht haben oder wei­te­re sach­dien­li­che Hin­wei­se geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.

Emden — Pkw-Brand

Am 15.01.2026 gegen 17:25 Uhr kam es in Emden, auf einem Park­platz in der Lise-Meit­ner-Stra­ße, zu einem Pkw-Brand. Ein Hyun­dai Tuc­son einer 39-jäh­ri­gen Frau fing aus bis­lang unge­klär­ter Ursa­che Feu­er. Das Feu­er konn­te durch die Anwoh­ner bereits vor Ein­tref­fen der Feu­er­wehr wei­test­ge­hend gelöscht wer­den. Der Pkw wur­de beschlag­nahmt und die wei­te­ren Ermitt­lun­gen wur­den eingeleitet.

Emden — Verkehrsunfall

Am 15.01.2026 gegen 19:30 Uhr kam es in Emden, in der Pet­ku­mer Stra­ße in Höhe der Haus­num­mer 176, zu einem Ver­kehrs­un­fall. Eine 79-jäh­ri­ge Fah­re­rin eines VW Beet­le befuhr die Pet­ku­mer Stra­ße stadt­aus­wärts. Unmit­tel­bar nach der Juist­stra­ße kol­li­dier­te ihr Pkw mit einer links­sei­ti­gen Ver­kehrs­in­sel. Auf die­ser Ver­kehrs­in­sel kam der Pkw nach dem einem Zusam­men­stoß mit der Licht­zei­chen­an­la­ge zum Ste­hen. Die 79-jäh­ri­ge Frau wur­de leicht ver­letzt. Es ent­stand ein Scha­den im unte­ren fünf­stel­li­gen Bereich.

Bei­trags­bild: Ingo Ton­sor @LeserECHO

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Stoppt den Laden­dieb­stahl: Ein­zel­han­del for­dert kon­se­quen­te Strafverfolgung

Die wirt­schaft­li­chen Schä­den durch Laden­dieb­stahl haben in Deutsch­land ein Rekord­ni­veau erreicht. Wäh­rend die Fall­zah­len mas­siv stei­gen, wächst im Ein­zel­han­del die Frus­tra­ti­on über eine man­geln­de Rechts­durch­set­zung. Eine Initia­ti­ve des Han­dels­ver­ban­des Deutsch­land (HDE) for­dert nun deut­li­che Maß­nah­men des Gesetzgebers.

Der deut­sche Ein­zel­han­del sieht sich mit einer alar­mie­ren­den Ent­wick­lung kon­fron­tiert. Laut der aktu­el­len Stu­die des Han­dels­for­schungs­in­sti­tu­tes EHI ist der wirt­schaft­li­che Scha­den durch ent­wen­de­te Waren im Jahr 2024 auf fast drei Mil­li­ar­den Euro ange­stie­gen – ein Zuwachs von rund 20 Pro­zent gegen­über dem Jahr 2022. Par­al­lel dazu weist die Kri­mi­nal­sta­tis­tik des Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­ums für das Jahr 2024 ins­ge­samt 404.907 Fäl­le aus, was einer Stei­ge­rung von 17,5 Pro­zent entspricht.

Orga­ni­sier­te Kri­mi­na­li­tät und Preis­druck für Verbraucher

Beson­ders besorg­nis­er­re­gend ist der Anteil der orga­ni­sier­ten Kri­mi­na­li­tät: Ein Drit­tel der Gesamt­schä­den wird mitt­ler­wei­le durch ban­den­mä­ßig koor­di­nier­te Täter ver­ur­sacht. Ent­wen­det wird dabei vor­zugs­wei­se hoch­prei­si­ge, leicht trans­por­ta­ble Ware. Zu den Schwer­punk­ten zäh­len alko­ho­li­sche Geträn­ke, modi­sche Acces­soires sowie akku­be­trie­be­ne Werk­zeu­ge und Speichermedien.

Die­se Ent­wick­lung ist kein rein unter­neh­me­ri­sches Pro­blem. Die mas­si­ven Ver­lus­te wir­ken ten­den­zi­ell preis­stei­gernd, da die Aus­fäl­le kal­ku­la­to­risch berück­sich­tigt wer­den müs­sen. Somit tra­gen letzt­lich die ehr­li­chen Ver­brau­cher die finan­zi­el­le Last der Kri­mi­na­li­tät mit.

Hohe Dun­kel­zif­fer durch büro­kra­ti­sche Hürden

In der Bran­che herrscht zuneh­mend der Ein­druck, dass der Staat die not­wen­di­ge Kon­se­quenz bei der Straf­ver­fol­gung ver­mis­sen lässt. Vie­le Händ­ler berich­ten von Ver­fah­ren, die trotz kla­rer Beweis­la­ge ein­ge­stellt wer­den. Die­ser Umstand führt zu einer gefähr­li­chen Resi­gna­ti­on: Um sich den hohen büro­kra­ti­schen Auf­wand einer Anzei­ge zu erspa­ren, ver­zich­ten vie­le Betrie­be auf eine Mel­dung, sofern kei­ne Aus­sicht auf Sank­tio­nie­rung besteht. Exper­ten schät­zen die Dun­kel­zif­fer im Bereich des Laden­dieb­stahls daher auf über 90 Prozent.

For­de­run­gen an die Poli­tik: Schutz des Eigen­tums sicherstellen

Der HDE betont, dass eine spür­ba­re Prä­ven­ti­ons­wir­kung nur durch eine zuver­läs­si­ge und effi­zi­en­te Jus­tiz erreicht wer­den kann. Ins­be­son­de­re der gewerbs­mä­ßi­ge Dieb­stahl müs­se nach­drück­lich bekämpft werden.

Zwar sieht der „Pakt für den Rechts­staat“ Ver­bes­se­run­gen bei der per­so­nel­len Aus­stat­tung und Digi­ta­li­sie­rung der Jus­tiz vor, doch aus Sicht des Ein­zel­han­dels rei­chen die­se Schrit­te bei wei­tem nicht aus. Die Bran­che erwar­tet in der lau­fen­den Legis­la­tur­pe­ri­ode deut­li­che gesetz­ge­be­ri­sche Impul­se, um den Schutz des Eigen­tums wie­der flä­chen­de­ckend zu gewähr­leis­ten und die Hemm­schwel­le für Täter nach­hal­tig zu erhöhen.

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