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Eis­ret­tung unter Real­be­din­gun­gen: Feu­er­wehr Leer trai­niert den Ernst­fall in Esklum!

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Eis­ret­tung unter Real­be­din­gun­gen: Feu­er­wehr Land­kreis Leer trai­niert in Esklum den Ernstfall

ESKLUM – Die eisi­gen Tem­pe­ra­tu­ren der letz­ten Tage haben den Ein­satz­kräf­ten der Feu­er­wehr im Land­kreis Leer eine sel­te­ne, aber wert­vol­le Gele­gen­heit gebo­ten: Eine groß­an­ge­leg­te Gemein­schafts­übung zur Eis­ret­tung fand am Abend des 12. Janu­ar in Esklum statt. Die Was­ser­ret­tung der Kreis­feu­er­wehr Leer und die Orts­feu­er­wehr Esklum nutz­ten die sta­bi­len Eis­be­din­gun­gen für ein Trai­ning unter nahe­zu rea­len Verhältnissen.

Ange­sichts der sel­te­nen Gele­gen­heit, ver­läss­li­che Eis­flä­chen in der Regi­on vor­zu­fin­den, ent­schie­den die Ver­ant­wort­li­chen kurz­fris­tig, den regu­lä­ren Aus­bil­dungs­dienst auf ein Gewäs­ser in Esklum zu ver­le­gen. Der Clou: Die geschlos­se­ne Eis­de­cke konn­te für die Übungs­zwe­cke gezielt prä­pa­riert und zer­stört wer­den, um rea­li­täts­na­he Ret­tungs­sze­na­ri­en zu simulieren.

Inten­si­ve Aus­bil­dung bei mini­ma­ler Eigengefährdung

„Es ist sel­ten mög­lich, eine Eis­flä­che so mas­siv zu bear­bei­ten, ohne spä­ter eine Gefahr für die Öffent­lich­keit zu hin­ter­las­sen“, erklärt Mat­thi­as Nett­hö­fel, stell­ver­tre­ten­der Zug­füh­rer der Was­ser­ret­tung. Die gerin­ge Was­ser­tie­fe des aus­ge­wähl­ten Gewäs­sers bot den Ein­satz­kräf­ten zudem eine mini­ma­le Eigen­ge­fähr­dung, was einen beson­ders inten­si­ven Lern­ef­fekt ermöglichte.

Aus­ge­stat­tet mit spe­zi­el­len Tro­cken­an­zü­gen und dem soge­nann­ten Eis­ret­ter – einem auf­blas­ba­ren Spe­zi­al­ge­rät für die Eis­ret­tung – trai­nier­ten die Kame­ra­den den Ernst­fall. Im Fokus stan­den dabei vor allem zwei zen­tra­le Aspek­te: Das kor­rek­te und zügi­ge Anle­gen der umfas­sen­den Schutz­aus­rüs­tung unter dem Druck der Zeit, sowie der fach­ge­rech­te Auf­bau und Ein­satz des Eis­ret­ters auf insta­bi­len und nach­ge­stell­ten Bruch­stel­len im Eis.

Erfolg­rei­che Koope­ra­ti­on und wich­ti­ge Warnung

Die Übung schul­te die Ein­satz­kräf­te effek­tiv dar­in, im Not­fall sicher über das Eis vor­zu­drin­gen, um Per­so­nen zu ret­ten, ohne selbst ein­zu­bre­chen. Die enge Koope­ra­ti­on zwi­schen der Was­ser­ret­tung der Kreis­feu­er­wehr und der ört­li­chen Orts­feu­er­wehr unter­strich ein­mal mehr die essen­zi­el­le Bedeu­tung der behör­den­über­grei­fen­den Zusammenarbeit.

Trotz der pro­fes­sio­nel­len Übung weist die Feu­er­wehr ein­dring­lich dar­auf hin, dass Eis­flä­chen auf öffent­li­chen Gewäs­sern wei­ter­hin unbe­re­chen­bar und gefähr­lich sind. Das Betre­ten ist und bleibt lebensgefährlich!

Face­book­sei­te @WirLeeraner

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