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Grenz­kon­trol­len zwi­schen Deutsch­land und den Nie­der­lan­den: Bun­des­po­li­zei mel­det 3.293 uner­laub­te Einreisen

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Grenz­kon­trol­len zwi­schen Nie­der­sach­sen und den Nie­der­lan­den: Bun­des­po­li­zei zieht Bilanz

Seit Sep­tem­ber 2024 wur­den an der deutsch-nie­der­län­di­schen Gren­ze in Nie­der­sach­sen mehr als 3.200 uner­laub­te Ein­rei­sen fest­ge­stellt – 2.144 Per­so­nen zurückgewiesen

Bad Bentheim/Hannover – Die Bun­des­po­li­zei hat eine Bilanz der vor­über­ge­hend wie­der­ein­ge­führ­ten Bin­nen­grenz­kon­trol­len an der deutsch-nie­der­län­di­schen Gren­ze in Nie­der­sach­sen ver­öf­fent­licht. Seit dem 16. Sep­tem­ber 2024 kon­trol­liert die Bun­des­po­li­zei den grenz­über­schrei­ten­den Ver­kehr an den deut­schen Land­gren­zen. Für den Bereich zwi­schen Nie­der­sach­sen und den Nie­der­lan­den ist die Bun­des­po­li­zei­di­rek­ti­on Han­no­ver zuständig.

Im Zeit­raum vom 16. Sep­tem­ber 2024 bis ein­schließ­lich 30. Sep­tem­ber 2026 wur­den im Zustän­dig­keits­be­reich der Bun­des­po­li­zei­in­spek­ti­on Bad Bent­heim ins­ge­samt 3.293 uner­laub­te Ein­rei­sen ein­schließ­lich Ver­su­chen festgestellt.

Dar­über hin­aus wur­den 2.144 ein­rei­se­ver­hin­dern­de Maß­nah­men bezie­hungs­wei­se Zurück­wei­sun­gen voll­zo­gen. Die Bun­des­po­li­zei nahm außer­dem 134 Schleu­ser fest. Bei 149 Per­so­nen wur­de eine Wie­der­ein­rei­se­sper­re festgestellt.

814 offe­ne Haft­be­feh­le vollstreckt

Die Kon­trol­len führ­ten auch zu zahl­rei­chen Fahn­dungs­tref­fern. Ins­ge­samt konn­ten 814 offe­ne Haft­be­feh­le voll­streckt werden.

Dar­über hin­aus wur­den 96 Per­so­nen aus dem links‑, rechts- und aus­län­der­ex­tre­mis­ti­schen oder dem isla­mis­ti­schen Spek­trum im Rah­men der Fahn­dung festgestellt.

Ent­wick­lung seit Mai 2025

Für den Zeit­raum vom 8. Mai 2025 bis ein­schließ­lich 30. Sep­tem­ber 2026 weist die Bun­des­po­li­zei fol­gen­de Zah­len aus:

  • 2.142 uner­laub­te Ein­rei­sen ein­schließ­lich Ver­su­chen nach dem Aufenthaltsgesetz
  • 1.381 voll­zo­ge­ne ein­rei­se­ver­hin­dern­de Maß­nah­men bezie­hungs­wei­se Zurückweisungen
  • dar­un­ter 5 Zurück­wei­sun­gen gemäß § 18 Abs. 2 Nr. 1 Asylgesetz
  • 12 Per­so­nen aus vul­ner­ablen Grup­pen mit Asylgesuch
  • 89 fest­ge­nom­me­ne Schleuser
  • 85 Per­so­nen mit Wiedereinreisesperre
  • 514 Fest­stel­lun­gen von Per­so­nen mit offe­nen Haftbefehlen
  • 76 Per­so­nen aus dem links‑, rechts- und aus­län­der­ex­tre­mis­ti­schen oder dem isla­mis­ti­schen Spek­trum als Fahndungstreffer

Die Zah­len ab Mai 2025 ste­hen im Zusam­men­hang mit einer Ände­rung der Kon­troll­maß­nah­men an den deut­schen Binnengrenzen.

Kon­trol­len seit Sep­tem­ber 2024

Die vor­über­ge­hen­den Bin­nen­grenz­kon­trol­len wur­den auf Anord­nung des dama­li­gen Bun­des­mi­nis­te­ri­ums des Innern zum 16. Sep­tem­ber 2024 an allen land­sei­ti­gen Schen­gen­bin­nen­gren­zen ein­ge­führt und wer­den wei­ter­hin fortgesetzt.

Seit dem 7. Mai 2025 erfol­gen die Kon­trol­len auf Wei­sung des Bun­des­mi­nis­ters des Innern zusätz­lich unter Anwen­dung der Rege­lun­gen des § 18 Abs. 2 Nr. 1 und Abs. 3 Asyl­ge­setz.

Die­se Rege­lun­gen ermög­li­chen es der Grenz­be­hör­de, Schutz­su­chen­den bei der Ein­rei­se aus einem siche­ren Dritt­staat unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen die Ein­rei­se zu ver­wei­gern bezie­hungs­wei­se nach erfolg­ter Ein­rei­se eine Zurück­schie­bung in den siche­ren Dritt­staat anzu­ord­nen. In Deutsch­land gel­ten der­zeit unter ande­rem alle Mit­glied­staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on als siche­re Dritt­staa­ten.

Gleich­zei­tig weist die Bun­des­po­li­zei dar­auf hin, dass erkenn­bar vul­nerable Per­so­nen wei­ter­hin an zustän­di­ge Stel­len oder Erst­auf­nah­me­ein­rich­tun­gen wei­ter­ge­lei­tet wer­den kön­nen. Dazu zäh­len bei­spiels­wei­se Frau­en mit Klein­kin­dern, hoch­schwan­ge­re Frau­en oder sicht­bar schwer erkrank­te Men­schen.

 

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Bun­des­po­li­zei kon­trol­liert rund um die Uhr

Der Grenz­schutz gehört zu den dau­er­haf­ten Kern­auf­ga­ben der Bun­des­po­li­zei. Die erfor­der­li­chen Maß­nah­men zur Durch­füh­rung der vor­über­ge­hend ein­ge­führ­ten Bin­nen­grenz­kon­trol­len wer­den des­halb wei­ter­hin umgesetzt.

Wenn es die Ein­satz­la­ge erfor­dert, wer­den die zustän­di­gen Dienst­stel­len der Bun­des­po­li­zei durch Unter­stüt­zungs­kräf­te ver­stärkt. Dazu gehö­ren ins­be­son­de­re Kräf­te der Direk­ti­on Bun­des­be­reit­schafts­po­li­zei.

Die Bun­des­po­li­zei prüft nach eige­nen Anga­ben fort­lau­fend, ob eine tem­po­rä­re Ver­stär­kung der ein­ge­setz­ten Kräf­te erfor­der­lich ist. Zu kon­kre­ten Ein­satz­stär­ken macht die Behör­de aus ein­satz­tak­ti­schen Grün­den wei­ter­hin kei­ne Angaben.

Kon­trol­len fle­xi­bel und auch in Zivil

Die Kon­trol­len an den deut­schen Schen­gen­bin­nen­gren­zen erfol­gen lage­an­ge­passt sowie zeit­lich und ört­lich fle­xi­bel. Die Bun­des­po­li­zei setzt dabei sowohl uni­for­mier­te als auch zivi­le Kräf­te ein.

Die Maß­nah­men fin­den zu Lan­de, zu Was­ser und in der Luft sowie rund um die Uhr statt. Dass an einem Grenz­über­gang augen­schein­lich kei­ne uni­for­mier­ten Ein­satz­kräf­te zu sehen sind, bedeu­tet daher laut Bun­des­po­li­zei nicht zwangs­läu­fig, dass dort kei­ne Kräf­te prä­sent sind.

Die Maß­nah­men wer­den wei­ter­hin eng mit den Poli­zei­en der angren­zen­den Staa­ten, den Poli­zei­en der Bun­des­län­der sowie dem Zoll abgestimmt.

Für die deutsch-nie­der­län­di­sche Gren­ze in Nie­der­sach­sen bedeu­tet die Bilanz: Seit Beginn der vor­über­ge­hend wie­der­ein­ge­führ­ten Kon­trol­len wur­den zahl­rei­che uner­laub­te Ein­rei­sen fest­ge­stellt und Ein­rei­sen ver­hin­dert. Gleich­zei­tig führ­ten die Kon­trol­len zu zahl­rei­chen wei­te­ren Fahn­dungs­tref­fern, dar­un­ter fest­ge­stell­te Schleu­ser, Per­so­nen mit Wie­der­ein­rei­se­sper­ren und Men­schen mit offe­nen Haftbefehlen.

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