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Kommunalwahl in Ostfriesland: CDU bleibt zweitstärkste Kraft – Thiele dankt Kandidaten und Helfern
Ulf Thiele bei der Analyse der Wahlergebnisse im Mariko in Leer. Der Vorsitzende der CDU Ostfriesland kündigte nach der Kommunalwahl eine sorgfältige und selbstkritische Auswertung der Ergebnisse an. Zugleich dankte er den Kandidatinnen und Kandidaten sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz. Foto: Ingo Tonsor
CDU Ostfriesland zieht nach Kommunalwahl Bilanz: Dank an alle, die Verantwortung übernehmen
Ostfriesland. Nach den Kommunalwahlen in Niedersachsen hat der Vorsitzende der CDU Ostfriesland, Ulf Thiele MdL, den gewählten Hauptverwaltungsbeamten in der Region gratuliert und zugleich allen Kandidatinnen und Kandidaten für ihren Einsatz im Kommunalwahlkampf gedankt. Gleichzeitig kündigte Thiele eine sorgfältige und selbstkritische Analyse des Abschneidens der CDU bei den Kreistags- und Ratswahlen an.
Glückwünsche an Heymann, Kruithoff und Groote
„Zunächst gratuliere ich den gewählten Hauptverwaltungsbeamten sehr herzlich zu ihrem persönlichen Wahlerfolg“, erklärte Ulf Thiele.
Holger Heymann wurde im Landkreis Wittmund mit einem deutlichen Ergebnis als Landrat bestätigt. Auch Tim Kruithoff konnte sich erneut als Oberbürgermeister der Stadt Emden durchsetzen. Im Landkreis Leer wurde Matthias Groote (SPD) erneut zum Landrat gewählt.
„Ihnen gratuliere ich im Namen der CDU Ostfriesland und wünsche ihnen für ihre weitere Arbeit eine glückliche Hand und viel Erfolg im Interesse der Menschen in ihren Kommunen“, so Thiele.
CDU würdigt Olaf Bade für Ergebnis bei der Landratswahl im Landkreis Leer
Besondere Anerkennung sprach Thiele dem unabhängigen Landratskandidaten Olaf Bade im Landkreis Leer aus, der von der CDU und Wählergemeinschaften unterstützt worden war.
Landrat Matthias Groote erreichte gut 51,7 Prozent der Stimmen und verfehlte damit nur knapp eine Stichwahl. Olaf Bade kam bei seiner ersten Kandidatur auf mehr als 40 Prozent der Stimmen.
„Angesichts einer erst sehr kurzfristig begonnenen Kandidatur und eines Wahlkampfes praktisch ohne längeren Vorlauf ist das ein wirklich sehr respektables und gutes Ergebnis“, erklärte Thiele.
Bade habe innerhalb weniger Wochen mit großem persönlichem Einsatz einen intensiven Wahlkampf geführt und zahlreiche Termine im gesamten Landkreis wahrgenommen.
„Olaf Bade hat sich mit unfassbar viel Energie in diese Aufgabe gestürzt, war überall im Landkreis unterwegs und hat in kürzester Zeit sehr viele Menschen erreicht und überzeugt. Dafür möchte ich ihm persönlich und im Namen der CDU Ostfriesland ausdrücklich danken“, sagte Thiele.
Das Ergebnis zeige, welches Potenzial in der Kandidatur gelegen habe. Mehr als 40 Prozent aus dem Stand seien unter den gegebenen Voraussetzungen eine bemerkenswerte Leistung.
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Edith Ulferts verpasst Stichwahl im Landkreis Aurich
Im Landkreis Aurich ist die Entscheidung über das Landratsamt noch nicht gefallen. Dort kommt es zur Stichwahl zwischen Olaf Wiltfang (SPD) und Detlev Krüger (FREIE WÄHLER).
Auch der CDU-Landratskandidatin Dr. Edith Ulferts sprach Thiele seinen ausdrücklichen Dank für ihren Einsatz aus.
„Edith Ulferts hat mit großem persönlichen Engagement für ihre Vorstellungen von der Zukunft des Landkreises Aurich geworben. Auch ihr und ihrem gesamten Wahlkampfteam gilt mein herzlicher Dank“, erklärte der CDU-Landespolitiker.
Dass Ulferts den Einzug in die Stichwahl nicht geschafft habe, sei enttäuschend. Dies schmälere jedoch nicht ihren persönlichen Einsatz während des Wahlkampfes.
CDU bleibt zweitstärkste politische Kraft in Ostfriesland
Mit Blick auf die Wahlen zu den drei Kreistagen und zum Rat der Stadt Emden zeichnet sich nach Einschätzung der CDU Ostfriesland ein klares politisches Bild ab: Die CDU bleibt nach dem derzeitigen Stand zweitstärkste politische Kraft in Ostfriesland.
Mit dem eigenen Ergebnis könne und dürfe die Union allerdings nicht zufrieden sein.
„Wir haben gegenüber der Kommunalwahl 2021 Stimmenanteile verloren. Das werden wir nach Vorliegen der vollständigen Ergebnisse sehr genau und ohne Beschönigung analysieren“, kündigte Thiele an.
Dabei müssten sowohl die regional unterschiedlichen Entwicklungen als auch gemeinsame Trends betrachtet werden.
Bundespolitische Stimmung beeinflusst Kommunalwahl
Nach Einschätzung Thieles haben auch bundespolitische Entwicklungen die Kommunalwahl überlagert. Die Verschiebungen hätten sich in ähnlicher Weise in unterschiedlichen Kommunen gezeigt und seien nicht ausschließlich bei der CDU zu beobachten.
„Das spricht dafür, dass neben den kommunalen Themen die bundespolitische Stimmung Einfluss auf die Wahlentscheidung hatte“, so Thiele.
Dies entbinde die CDU jedoch nicht davon, das eigene Abschneiden kritisch zu bewerten und daraus Konsequenzen für die kommunalpolitische Arbeit zu ziehen.
Dank an Kandidaten und ehrenamtliche Wahlkampfhelfer
Besonders dankte Thiele den zahlreichen Kandidatinnen und Kandidaten, die für die CDU angetreten waren. Sie hatten für die Kreistage, den Rat der Stadt Emden sowie für Stadt‑, Gemeinde- und Samtgemeinderäte kandidiert. Hinzu kamen die Bewerberinnen und Bewerber für Bürgermeister- und Landratsämter.
„Sie haben Gesicht gezeigt, Verantwortung übernommen und sich einem demokratischen Wettbewerb gestellt“, betonte Thiele.
Auch den Orts‑, Gemeinde‑, Stadt- und Kreisverbänden sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sprach er seinen Respekt aus.
Der Wahlkampf sei unter schwierigen politischen Rahmenbedingungen mit großem persönlichen Einsatz geführt worden. Die Helfer seien an Haustüren und Wahlkampfständen unterwegs gewesen, hätten Veranstaltungen organisiert, Plakate aufgehängt und wieder abgenommen, Gespräche geführt und bis zuletzt um das Vertrauen der Wähler geworben.
„Dieser überwältigende ehrenamtliche Einsatz verdient meinen größten Respekt und meinen herzlichen Dank“, erklärte Thiele.
Dank gilt auch Kandidaten anderer Parteien
Thiele betonte, dass sein Dank ausdrücklich über die CDU hinausgehe. Die kommunale Demokratie lebe davon, dass Menschen bereit seien, einen erheblichen Teil ihrer Freizeit für ihre Stadt, Gemeinde oder ihren Landkreis einzusetzen.
Deshalb dankte er auch den Kandidatinnen und Kandidaten anderer demokratischer Parteien und Wählergemeinschaften, die sich zur Wahl gestellt haben und in den kommenden fünf Jahren kommunale Verantwortung übernehmen werden.
Thiele äußert Sorge über mögliche unbesetzte AfD-Mandate
Mit Sorge betrachtet der CDU-Ostfriesland-Vorsitzende zugleich die starken Stimmenzuwächse der AfD. In mehreren Kommunen zeichne sich demnach ab, dass die Partei möglicherweise nicht alle Mandate besetzen könne, die ihr aufgrund des Wahlergebnisses zustehen.
Grund sei eine nicht ausreichende Zahl von Kandidatinnen und Kandidaten.
„Wo errungene Mandate mangels Kandidatinnen und Kandidaten unbesetzt bleiben, bedeutet das am Ende kleinere kommunale Vertretungen“, erklärte Thiele. Dadurch gebe es künftig weniger ehrenamtlich engagierte Menschen, die sich in den Räten um die konkreten Belange der Bürgerinnen und Bürger kümmern könnten.
Die personelle Aufstellung der AfD halte nach seiner Einschätzung nicht überall mit ihrem Wahlergebnis Schritt. Andere Kandidatinnen und Kandidaten, die zur Mitarbeit bereit wären, könnten die unbesetzten Sitze nicht übernehmen.
„Das schwächt am Ende die ehrenamtliche kommunale Selbstverwaltung insgesamt“, so Thiele.
CDU will Wahlergebnis ohne Beschönigung analysieren
Für die CDU Ostfriesland beginnt nach Abschluss der Auszählung die detaillierte Analyse der Kommunalwahlergebnisse. Dabei sollen sowohl regionale Unterschiede als auch gemeinsame Entwicklungen betrachtet werden.
„Wir werden nichts schönreden. Aber wir haben auch keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen“, erklärte Ulf Thiele abschließend.
Die CDU bleibe eine starke kommunalpolitische Kraft in Ostfriesland. Vor allem verfüge die Partei über zahlreiche engagierte Frauen und Männer, die bereit seien, vor Ort Verantwortung zu übernehmen.
„Ihnen gilt heute mein Dank. Und ab morgen geht es darum, das Vertrauen, das uns die Menschen gegeben haben, durch gute und verlässliche kommunalpolitische Arbeit zu rechtfertigen – und dort Vertrauen zurückzugewinnen, wo wir es bei dieser Wahl verloren haben“, sagte Thiele.
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