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Kommunalwahl in Ostfriesland: CDU bleibt zweitstärkste Kraft – Thiele dankt Kandidaten und Helfern
Ulf Thiele bei der Analyse der Wahlergebnisse im Mariko in Leer. Der Vorsitzende der CDU Ostfriesland kündigte nach der Kommunalwahl eine sorgfältige und selbstkritische Auswertung der Ergebnisse an. Zugleich dankte er den Kandidatinnen und Kandidaten sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz. Foto: Ingo Tonsor
CDU Ostfriesland zieht Bilanz nach Kommunalwahl 2026: Thiele dankt Kandidaten und Ehrenamtlichen
Ulf Thiele: „Dank an alle, die Verantwortung für ihre Heimat übernehmen“ – CDU gratuliert OB Kruithoff sowie den Landräten Heymann und Groote – Respekt für Olaf Bade im Landkreis Leer – Union bleibt zweitstärkste politische Kraft in Ostfriesland
Ostfriesland. Nach den Kommunalwahlen in Niedersachsen hat der Vorsitzende der CDU Ostfriesland, Ulf Thiele MdL, auf Grundlage der vorläufigen amtlichen Endergebnisse eine erste Bilanz gezogen. Thiele gratulierte den gewählten Hauptverwaltungsbeamten, dankte allen Kandidatinnen und Kandidaten für ihren Einsatz und kündigte zugleich eine sorgfältige und selbstkritische Auswertung der Ergebnisse der CDU bei den Kreistags- und Ratswahlen an.
Tim Kruithoff mit 68,72 Prozent als Oberbürgermeister von Emden wiedergewählt
Besonders hob Ulf Thiele den Wahlerfolg von Tim Kruithoff in Emden hervor. Der parteilose und unabhängige Oberbürgermeister wurde mit 68,72 Prozent der Stimmen gegen sieben Mitbewerberinnen und Mitbewerber wiedergewählt.
Die CDU Emden hatte bereits im November 2024 einstimmig beschlossen, Kruithoff für eine zweite Amtszeit zu unterstützen.
Thiele bezeichnete das Ergebnis als herausragend. „Tim Kruithoff hat mit 68,72 Prozent gegen sieben Mitbewerberinnen und Mitbewerber ein herausragendes Ergebnis erzielt“, erklärte der CDU-Ostfriesland-Vorsitzende.
Das Ergebnis sei insbesondere vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen Emdens bemerkenswert. Dabei bewege vor allem die Zukunft des Volkswagen-Standortes viele Menschen in der Stadt.
Kruithoff habe einen sehr engagierten Wahlkampf geführt und zugleich während seiner ersten Amtszeit nach Einschätzung Thieles wichtige Akzente gesetzt. Er habe die Stadt vorangebracht, die Verwaltung hervorragend organisiert und Emden nach außen überzeugend vertreten.
„Dieses klare Votum der Emderinnen und Emder ist eine starke Bestätigung seiner Arbeit und ein großer persönlicher Erfolg“, so Thiele.
Matthias Groote als Landrat im Landkreis Leer bestätigt
Auch im Landkreis Leer ist die Landratswahl entschieden. Matthias Groote (SPD) wurde als Landrat wiedergewählt.
Ulf Thiele gratulierte Groote ebenso wie den weiteren gewählten Hauptverwaltungsbeamten im Namen der CDU Ostfriesland und wünschte ihnen für ihre weitere Arbeit eine glückliche Hand und viel Erfolg im Interesse der Menschen in ihren Kommunen.
Besondere Anerkennung sprach Thiele dem unabhängigen Landratskandidaten Olaf Bade aus, der von der CDU und Wählergemeinschaften unterstützt worden war.
Groote erreichte nach dem vorläufigen Ergebnis gut 51,7 Prozent und entging damit denkbar knapp einer Stichwahl. Olaf Bade kam bei seiner ersten Kandidatur aus dem Stand auf mehr als 40 Prozent der Stimmen.
„Angesichts einer erst sehr kurzfristig begonnenen Kandidatur und eines Wahlkampfes praktisch ohne längeren Vorlauf ist das ein wirklich sehr respektables und gutes Ergebnis“, erklärte Thiele.
Thiele dankt Olaf Bade für intensiven Wahlkampf
Bade habe innerhalb weniger Wochen mit außerordentlichem persönlichem Einsatz einen intensiven Wahlkampf geführt.
„Olaf Bade hat sich mit unfassbar viel Energie in diese Aufgabe gestürzt, war überall im Landkreis unterwegs und hat in kürzester Zeit sehr viele Menschen erreicht und überzeugt“, sagte Thiele.
Dafür wolle er Bade persönlich und im Namen der CDU Ostfriesland ausdrücklich danken.
Das Ergebnis zeige, welches Potenzial in seiner Kandidatur gelegen habe. „Mehr als 40 Prozent aus dem Stand sind unter diesen Voraussetzungen eine bemerkenswerte Leistung“, so Thiele.

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Landratswahl im Landkreis Aurich geht in die Stichwahl
Im Landkreis Aurich ist die Entscheidung über das Landratsamt dagegen noch nicht gefallen. Dort wird der Landrat in einer Stichwahl zwischen Olaf Wiltfang (SPD) und Detlev Krüger (FREIE WÄHLER) bestimmt.
Auch der CDU-Landratskandidatin Dr. Edith Ulferts sprach Ulf Thiele ausdrücklich seinen Dank aus.
„Edith Ulferts hat mit großem persönlichen Engagement für ihre Vorstellungen von der Zukunft des Landkreises Aurich geworben. Auch ihr und ihrem gesamten Wahlkampfteam gilt mein herzlicher Dank“, erklärte Thiele.
Dass es für den Einzug in die Stichwahl nicht gereicht habe, sei enttäuschend. Das schmälere jedoch keineswegs den Einsatz, den Ulferts und ihr Team in den vergangenen Wochen geleistet hätten.
CDU bleibt zweitstärkste politische Kraft in Ostfriesland
Bei den Wahlen zu den drei Kreistagen und zum Rat der Stadt Emden ergibt sich nach Einschätzung der CDU Ostfriesland auf Grundlage der vorläufigen amtlichen Endergebnisse ein klares politisches Bild.
Die CDU bleibt zweitstärkste politische Kraft in Ostfriesland. Mit dem eigenen Ergebnis könne und dürfe die Union allerdings nicht zufrieden sein.
„Wir haben gegenüber der Kommunalwahl 2021 Stimmenanteile verloren. Das werden wir sehr genau und ohne Beschönigung analysieren“, kündigte Ulf Thiele an.
Dabei müssten sowohl die regional unterschiedlichen Entwicklungen als auch gemeinsame Trends betrachtet werden.
Bundespolitische Stimmung beeinflusst Kommunalwahl
Nach Einschätzung Thieles haben auch bundespolitische Entwicklungen die Kommunalwahl überlagert.
„Die Verschiebungen zeigen sich in ähnlicher Weise in sehr unterschiedlichen Kommunen und betreffen nicht nur die CDU. Das spricht dafür, dass neben den kommunalen Themen die bundespolitische Stimmung Einfluss auf die Wahlentscheidung hatte“, erklärte der CDU-Landespolitiker.
Das entbinde die CDU jedoch nicht davon, das eigene Abschneiden kritisch zu betrachten und daraus die richtigen Konsequenzen für die kommunalpolitische Arbeit zu ziehen.
Dank an Kandidaten und ehrenamtliche Helfer
Besonders dankte Thiele den zahlreichen Menschen, die für die CDU bei den Kommunalwahlen angetreten waren.
Sein Dank gelte allen Frauen und Männern, die auf CDU-Listen für die Kreistage, den Rat der Stadt Emden sowie für Stadt‑, Gemeinde- und Samtgemeinderäte kandidiert hatten. Ebenso dankte er den Kandidatinnen und Kandidaten für Bürgermeister- und Landratsämter.
„Sie haben Gesicht gezeigt, Verantwortung übernommen und sich einem demokratischen Wettbewerb gestellt“, so Thiele.
Der Wahlkampf sei unter nicht einfachen politischen Rahmenbedingungen mit großem persönlichem Einsatz geführt worden.
Thiele würdigte dabei ausdrücklich auch die Arbeit der Orts‑, Gemeinde‑, Stadt- und Kreisverbände sowie der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.
Sie seien an Haustüren und Wahlkampfständen unterwegs gewesen, hätten Veranstaltungen organisiert, Plakate aufgehängt und wieder abgenommen, Gespräche geführt und bis zuletzt um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler geworben.
„Dieser überwältigende ehrenamtliche Einsatz verdient meinen größten Respekt und meinen herzlichen Dank“, erklärte Thiele.
Dank gilt auch Kandidaten anderer demokratischer Parteien
Der Dank des CDU-Vorsitzenden beschränkt sich ausdrücklich nicht auf die eigene Partei.
„Kommunale Demokratie lebt davon, dass Menschen bereit sind, einen erheblichen Teil ihrer Freizeit für ihre Stadt, ihre Gemeinde oder ihren Landkreis einzusetzen“, betonte Thiele.
Deshalb danke er auch den Kandidatinnen und Kandidaten der anderen demokratischen Parteien und Wählergemeinschaften, die sich zur Wahl gestellt hätten und in den kommenden fünf Jahren Verantwortung übernehmen würden.
Thiele kritisiert fehlende Kandidaten der AfD für errungene Mandate
Mit Sorge betrachtet Ulf Thiele eine konkrete Folge der starken Stimmenzuwächse der AfD. In mehreren Städten und Gemeinden in Ostfriesland könne die Partei nach den vorläufigen amtlichen Endergebnissen nicht alle Mandate besetzen, die ihr aufgrund ihres Wahlergebnisses zustehen.
„Die personelle Aufstellung der AfD in Ostfriesland ist offenkundig deutlich schwächer als ihre Wahlergebnisse“, erklärte Thiele.
Dies führe dazu, dass die AfD in verschiedenen Städten und Gemeinden errungene Sitze nicht besetzen könne.
Nach Einschätzung Thieles sei die Konsequenz nicht nur eine kleinere kommunale Vertretung. Gleichzeitig seien dadurch weniger ehrenamtlich engagierte Menschen in den Räten und deren Gremien vertreten, die sich um konkrete Anliegen der Bürger kümmern und gemeinsam über die Entwicklung ihrer Kommune beraten könnten.
Andere Kandidatinnen und Kandidaten, die zur Mitarbeit bereit seien, könnten diese unbesetzten Sitze nicht übernehmen.
„Eine derart defizitäre personelle Aufstellung schwächt deshalb am Ende das ehrenamtliche kommunale Engagement insgesamt“, so Thiele.
CDU Ostfriesland kündigt genaue Analyse der Wahlergebnisse an
Mit dem Vorliegen der vorläufigen amtlichen Endergebnisse beginnt für die CDU Ostfriesland nun die detaillierte Analyse der Kommunalwahlergebnisse.
Dabei sollen sowohl die regional unterschiedlichen Entwicklungen als auch gemeinsame Trends betrachtet werden.
„Wir werden nichts schönreden. Aber wir haben auch keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen“, erklärte Ulf Thiele abschließend.
Die CDU bleibe eine starke kommunalpolitische Kraft in Ostfriesland. Vor allem verfüge die Union über viele engagierte Frauen und Männer, die bereit seien, vor Ort Verantwortung zu übernehmen.
„Ihnen gilt heute mein Dank. Und ab morgen geht es darum, das Vertrauen, das uns die Menschen gegeben haben, durch gute und verlässliche kommunalpolitische Arbeit zu rechtfertigen – und dort Vertrauen zurückzugewinnen, wo wir es bei dieser Wahl verloren haben“, so Thiele.
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B 70 bei Leer: Ledabrücke am 20. und 21. Oktober wegen Bauwerksprüfung gesperrt
B 70 bei Leer: Ledabrücke am 20. und 21. Oktober jeweils von 9 bis 16 Uhr gesperrt
Die Ledabrücke an der Bundesstraße 70 nahe Leer wird am Dienstag, 20. Oktober, und Mittwoch, 21. Oktober 2026, jeweils von 9 bis 16 Uhr für den Verkehr gesperrt. Grund ist die turnusmäßige Überprüfung des Bauwerkszustandes. Verkehrsteilnehmer müssen während dieser Zeit eine ausgeschilderte Umleitung nutzen.
Ledabrücke an der B 70: Umleitungen für den Verkehr
Die Sperrung der Ledabrücke betrifft den Kraftfahrzeugverkehr. Die Ein- und Ausfahrt in den Südring bleibt jederzeit befahrbar. Auch für Fußgänger und Radfahrer gibt es Einschränkungen: Sie sind von der Sperrung nicht betroffen und können die Brücke einseitig überqueren. Die Durchfahrt für Rettungsdienste ist ebenfalls gewährleistet.
Für Verkehrsteilnehmer aus Richtung Papenburg wird eine Umleitung über die Bundesstraße 438 in Richtung Rhauderfehn, die B 72, die Autobahn 28 und die B 436 nach Leer eingerichtet. Diese Strecke ist als U 1 ausgeschildert.
Wer von Leer in Richtung Papenburg unterwegs ist, nutzt bitte die Gegenrichtung über die B 436, die A 28, die B 72 und die B 438. Diese Umleitung ist als U 2 gekennzeichnet.
Warum wird die Ledabrücke überprüft?
Die turnusmäßige Bauwerksprüfung dient der Sicherheit und dem langfristigen Erhalt der Brücke. Brücken an Bundesfernstraßen werden in regelmäßigen Abständen nach einem systematisierten Verfahren untersucht. Dabei werden der Zustand des Bauwerks beurteilt und festgestellte Schäden nach den Kriterien Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit bewertet.
Die Prüfung nach DIN 1076 wird von einem erfahrenen und besonders geschulten Ingenieur durchgeführt. Dieser beurteilt nicht nur sichtbare Schäden, sondern berücksichtigt auch die statischen und konstruktiven Verhältnisse des Bauwerks.
Bauwerksprüfungen sind wichtig für die Verkehrssicherheit
Die regelmäßige Kontrolle von Brücken gewinnt zunehmend an Bedeutung. Gründe dafür sind der älter werdende Bestand an Bauwerken und das weiter steigende Verkehrsaufkommen auf den Bundesfernstraßen.
Die Bauwerksprüfung ist ein wesentlicher Bestandteil des Qualitätsmanagements bei der Erhaltung von Brücken. Sie hilft dabei, Schäden frühzeitig zu erkennen, den Zustand der Bauwerke fachgerecht einzuschätzen und notwendige Maßnahmen für ihre Sicherheit und Dauerhaftigkeit abzuleiten.
Verkehrsteilnehmer sollten die Sperrung der Ledabrücke am 20. und 21. Oktober 2026 bei ihrer Routenplanung berücksichtigen und den ausgeschilderten Umleitungen folgen.
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Gallimarkt 2026 in Leer: Alle Straßensperrungen, Haltverbote und Verkehrsänderungen im Überblick
Gallimarkt 2026 in Leer: Diese Straßen werden gesperrt und hier gelten Haltverbote
Verkehrsregelungen vom 3. bis zum 21. Oktober – Zufahrten, Einbahnstraßen und zusätzliche Parkplätze für Menschen mit Behinderungen im Überblick
Wenn vom 14. bis zum 18. Oktober 2026 der Gallimarkt und der Galliviehmarkt in Leer stattfinden, gelten im Stadtgebiet umfangreiche Verkehrsregelungen. Die Stadt hat dafür zusätzliche Straßensperrungen, Haltverbote und Änderungen bei den Zufahrtsmöglichkeiten angeordnet. Die Maßnahmen betreffen sowohl den Bereich rund um den Gallimarktsplatz als auch mehrere Straßen in der Innenstadt und im Umfeld des Veranstaltungsgeländes.
Autofahrer sollten die geänderte Verkehrsführung beachten und sich rechtzeitig auf Einschränkungen einstellen. Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge, die den Verkehrsablauf behindern oder Rettungswege versperren, werden konsequent abgeschleppt.
Gallimarkt 2026: Diese Straßen werden gesperrt
Die verkehrsbehördlich angeordneten Straßensperrungen gelten grundsätzlich vom 9. bis zum 21. Oktober 2026. Für die Dr.-vom-Bruch-Brücke und die Neue Straße gelten gesonderte Regelungen.
Folgende Straßen und Straßenabschnitte sind betroffen:
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Königstraße
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Schmiedestraße
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Garrelsstraße
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Pferdemarktstraße: ab Süderhammrich in Richtung Große Bleiche
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Blinke: ab dem Ende der Bushaltebucht vor dem Theater in Richtung Große Bleiche
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Luth. Schulgang
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Süderkreuzstraße
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Kampstraße
Die Dr.-vom-Bruch-Brücke (Rathausbrücke) wird ab dem 14. Oktober 2026 gegen 7 Uhr gesperrt.
In der Neuen Straße kommt es am Eröffnungstag, Mittwoch, 14. Oktober, zu einer temporären Sperrung. Betroffen ist der Abschnitt von der Zufahrt zum Waageparkplatz bis zur Einmündung in die Königstraße.
Haltverbote in zahlreichen Straßen ab dem 5. Oktober
Zusätzliche Haltverbote und eingeschränkte Haltverbote gelten bereits ab Montag, 5. Oktober, und dauern bis zum 21. Oktober 2026. Die Regelungen betreffen folgende Straßen und Bereiche:
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Industriestraße
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Blinke
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Westerende
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Hafenstraße
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Hirtenweg
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Plytenbergstraße
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Nessestraße
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Süderkreuzstraße
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Schmiedestraße
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Dr.-vom-Bruch-Brücke
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Steinburgsgang
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Luth. Schulgang
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Neue Straße
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Bgm.-Pustau-Straße
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Pferdemarktstraße
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Groninger Straße
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Bgm.-Dieckmann-Straße
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Garrelsstraße
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Patersgang
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Bullenkamp
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Breslauer Straße
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Königstraße
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Süderhammrich
Autofahrer sollten die vor Ort aufgestellten Verkehrszeichen beachten. Diese legen fest, wo das Parken beziehungsweise Halten untersagt oder nur eingeschränkt erlaubt ist.
Geänderte Zufahrten und Einbahnstraßenregelungen
Auch für Anlieger gelten während des Gallimarktes besondere Verkehrsregelungen. In der Neuen Straße wird für Anlieger ein Zweirichtungsverkehr eingerichtet. Die Zufahrt ist allerdings ausschließlich über die Groninger Straße möglich.
Der Anliegerverkehr zur Blinke kann nur aus Richtung der Ubbo-Emmius-Straße erfolgen.
Im Bereich Westerende/Plytenbergstraße wird eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet.
Die Zufahrt zum Hirtenweg und zum Bullenkamp erfolgt über die Groninger Straße und den Süderhammrich.
Anlieger sollten diese Änderungen bei der Planung ihrer Fahrten berücksichtigen.
Taxi- und Behindertenparkplätze werden eingerichtet
Für Besucher des Gallimarktes werden zusätzliche Verkehrsangebote geschaffen. An der Dr.-vom-Bruch-Brücke, auch als Rathausbrücke bekannt, werden Taxenplätze eingerichtet.
Weitere Parkmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen entstehen auf dem Waageparkplatz sowie vor der Aula der BBS II. Damit werden zusätzliche Stellplätze in der Nähe des Veranstaltungsgeschehens ausgewiesen.
Gallimarktsplatz und BBS-Parkplatz werden früher gesperrt
Bereits vor dem offiziellen Beginn des Gallimarktes kommt es zu Einschränkungen auf wichtigen Parkflächen.
Der Gallimarktsplatz wird ab Samstag, 3. Oktober 2026, gegen 6 Uhr für jeglichen Verkehr gesperrt.
Der Parkplatz der BBS wird ab Freitag, 9. Oktober 2026, um 6 Uhr ebenfalls für jeglichen Verkehr gesperrt.
Die Sperrungen sind im Zusammenhang mit den Vorbereitungen und dem Aufbau für den Gallimarkt und den Galliviehmarkt zu beachten.
Verkehrszeichen sind maßgeblich – Falschparker werden abgeschleppt
Die angeordneten Verkehrsmaßnahmen treten mit der Anbringung beziehungsweise Aufstellung der entsprechenden Verkehrszeichen in Kraft.
Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass widerrechtlich abgestellte Kraftfahrzeuge, die den Verkehrsablauf beeinträchtigen oder Rettungswege versperren, konsequent abgeschleppt werden.
Besucher, Anlieger und Verkehrsteilnehmer sollten deshalb auf die Beschilderung achten, ausgewiesene Haltverbote einhalten und Rettungswege unbedingt freihalten.
Mit den umfangreichen Verkehrsregelungen soll der Verkehr während des Gallimarktes und des Galliviehmarktes 2026 geordnet werden. Gerade an den Veranstaltungstagen ist mit einem erhöhten Besucheraufkommen und entsprechendem Verkehrsaufkommen im Stadtgebiet von Leer zu rechnen.
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Neue Straße in Leer: Historische Häuser und die Geschichte der Altstadt
Neue Straße in Leer: Historische Häuser erzählen die Geschichte der ostfriesischen Handelsstadt
Leer. Die Neue Straße gehört zu den historisch bedeutsamen Straßen der Leeraner Altstadt. Mit ihren alten Wohn- und Handwerkerhäusern, historischen Packhäusern und charakteristischen Fassaden vermittelt sie bis heute das Bild einer kleinen ostfriesischen Handels- und Hafenstadt. Teile des Gebäudebestands reichen im Kern bis ins 16. und 17. Jahrhundert zurück. Die gesamte historische Gebäudegruppe ist im Denkmalverzeichnis des Landes Niedersachsen eingetragen.
Historische Altstadt mit denkmalgeschütztem Gebäudebestand
Die Neue Straße liegt im Süden der Leeraner Altstadt und setzt den Verlauf der Rathausstraße nach Südwesten fort. Von der Waage führt sie am historischen Marktplatz am Ufer der Leda vorbei und verläuft parallel zum früheren Handelshafen. Nach Westen zweigen die Garrelstraße und die Kampstraße ab. Weiter südlich knickt die Neue Straße nach Südwesten ab und mündet schließlich in den Straßenzug Pferdemarktstraße und Groninger Straße.
Der südliche Abschnitt ist durch einen weitgehend geschlossenen historischen Gebäudebestand geprägt. Die Häuser stehen auf einer alten Parzellenstruktur und säumen den Straßenraum in dichter Folge. Schmale Grundstücke, unterschiedliche Gebäudehöhen und vielfältige Fassadengestaltungen verleihen der Straße ihren besonderen Charakter.
Die Gebäudegruppe „Neue Straße“ ist im Denkmalatlas Niedersachsen als Gruppe baulicher Anlagen gemäß § 3 Absatz 3 Satz 1 des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes erfasst. Ihre Bedeutung wird sowohl aus geschichtlicher als auch aus städtebaulicher Sicht begründet.
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Wohn- und Handwerkerhäuser aus mehreren Jahrhunderten
Das Straßenbild wird von ein- bis zweigeschossigen Wohnhäusern mit Steildächern bestimmt. Die Gebäude stehen entweder mit ihrem Giebel oder mit ihrer Traufseite zur Straße. Viele der älteren Häuser wurden im Laufe der Jahrhunderte umgestaltet, sodass sich unterschiedliche Bauphasen und Baustile miteinander verbinden.
Zu den ältesten Gebäuden zählen eingeschossige, giebelständige Wohn- und Handwerkerhäuser, deren bauliche Ursprünge teilweise im 16. und 17. Jahrhundert liegen. Im 18. und 19. Jahrhundert erhielten mehrere dieser Häuser neue, verputzte Straßenfassaden. Beispiele dafür finden sich unter anderem bei den Häusern Neue Straße 45, 46, 48, 51 und 57.
Die jüngeren historischen Gebäude entstanden überwiegend zwischen dem späten 18. und dem späten 19. Jahrhundert. Viele von ihnen sind zweigeschossig und traufständig ausgerichtet. Architektonisch spiegeln sie insbesondere den Klassizismus und den Historismus wider.
Als qualitätvolle klassizistische Beispiele nennt der Denkmalatlas die Wohnhäuser Neue Straße 39, 49 und 52. Das Wohnhaus Neue Straße 56 steht beispielhaft für den späten Historismus. Sichtbares Backsteinmauerwerk und verputzte Fassaden wechseln sich ab und sorgen für ein abwechslungsreiches, zugleich regionaltypisches Straßenbild.
Historische Packhäuser erinnern an den Handel über die Leda
Die Lage am ehemaligen Handelshafen prägte die Nutzung der Grundstücke entlang der Neuen Straße. Insbesondere die östliche, dem Hafen zugewandte Straßenseite bot einen direkten Zugang zum Wasser. Neben Handwerkern siedelten sich deshalb auch Kaufmannsfamilien an.
Die historischen Packhäuser erinnern an die wirtschaftliche Bedeutung des Groß- und Seehandels. Dazu gehören die Packhäuser Neue Straße 41 und 57 sowie das stattliche Wohn-Packhaus Neue Straße 63.
Das Wohn-Packhaus mit der Hausnummer 63 wurde im Jahr 1757 errichtet. Es zählt zu den besonders markanten Gebäuden der Straße und dokumentiert die Verbindung von Wohnen und Warenlagerung, wie sie für historische Handelsorte typisch war.
Auch das Haus Neue Straße 44 nimmt eine besondere Stellung ein. Es wurde 1811 als Gastwirtschaft und Hotel gebaut. Aufgrund seiner Größe hebt es sich deutlich von der übrigen Bebauung ab und erinnert an die einstige Bedeutung der Neuen Straße als eine der Hauptstraßen der Leeraner Altstadt.
Ergänzt wird das Gebäudeensemble durch weitere Pack- und Hinterhäuser, die teilweise von der Straße aus weniger stark in Erscheinung treten.
AnzeigeDie Entstehung der Neuen Straße vor 1700
Die Geschichte der Neuen Straße ist eng mit der Entwicklung Leers zu einem bedeutenden Handelsplatz verbunden. Der älteste Siedlungskern lag im Bereich Kaakspütte und Alte Marktstraße. Am westlichen Ortsrand befand sich die Kirche St. Liudger. Von ihr ist auf dem reformierten Friedhof noch die um das Jahr 1200 in Steinbauweise errichtete Krypta erhalten.
Mit der zunehmenden Bedeutung von Handel und Schifffahrt verlagerte sich der Schwerpunkt des Ortes im 15. und 16. Jahrhundert nach Südosten in Richtung Leda. Am dortigen Anleger entstand ein neuer Marktplatz. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde auch die Waage verlegt, die sich zuvor im Turm der Liudgerkirche befunden hatte.
Die Neue Straße entstand vor dem Jahr 1700. Sie stellte die Verbindung zwischen dem Markt- und Handelsplatz an der Waage und der Landstraße nach Leerort her. Von dort führten überregionale Handelswege weiter, wobei Fähren über die Ems und die Leda eine wichtige Rolle spielten.
Die Entwicklung Leers wurde im 18. Jahrhundert durch wirtschaftliche Veränderungen zusätzlich begünstigt. Nach der Übernahme des Fürstentums Ostfriesland durch das Königreich Preußen im Jahr 1744 und der schrittweisen Einschränkung des Emder Stapelrechts gewann Leer in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts weiter an Bedeutung und entwickelte sich zu einem wichtigen Seehafen.
Im Jahr 1823 erhielt Leer die Stadtrechte. Mit dem Anschluss an die Hannoversche Westbahn im Jahr 1854 setzte eine weitere Phase der Stadtentwicklung ein. Das Geschäftszentrum verlagerte sich im Laufe des 19. Jahrhunderts zunehmend nach Osten in Richtung Bahnhof. Entlang der Brunnen- und Mühlenstraße entstanden gründerzeitliche Wohn- und Geschäftshäuser.
Für die Neue Straße hatte diese Entwicklung eine besondere Folge: Da sich der Einzelhandel zunehmend an anderer Stelle konzentrierte, blieb der historische Charakter der Straße weitgehend erhalten. Tiefgreifende Abbrüche sowie umfangreiche Um- und Neubauten, wie sie andernorts durch die Ausweitung des Geschäftsbetriebs entstanden, blieben hier größtenteils aus.
„Auf dem Kamp“: Ein Straßenabschnitt mit eigener Geschichte
Der südliche Teil der Neuen Straße wurde ursprünglich ab der Kampstraße als „Auf dem Kamp“ bezeichnet. Bis zum Jahr 1967 trug dieser Abschnitt die Bezeichnung „Kamp“.
Auch die heutige Platzanlage an der Einmündung der Kampstraße entstand erst vergleichsweise spät. Mitte der 1960er-Jahre wurde dort ein Wohnhaus abgebrochen, das unmittelbar nördlich des Gebäudes Neue Straße 45 gestanden hatte. Durch diesen Abriss entstand die kleine Platzfläche, die das Straßenbild heute mitprägt.
Weiter südlich schwenkt die Neue Straße nach Südwesten. Zusammen mit den unterschiedlichen Gebäudeausrichtungen, den historischen Fassaden und der dichten Bebauung entsteht dadurch ein abwechslungsreicher Straßenverlauf, der für das Erscheinungsbild der historischen Altstadt charakteristisch ist.

Altstadtsanierung: Bürgerinitiative bewirkte ein Umdenken
In den 1960er-Jahren plante die Stadt Leer eine umfassende Flächensanierung in der Altstadt, um städtebauliche Missstände zu beseitigen. Die Neue Straße war von diesen Planungen zwar nicht unmittelbar betroffen, dennoch kam es auch dort vereinzelt zum Abbruch historischer Bausubstanz.
Ein entscheidender Wendepunkt war die Gründung der Bürgerinitiative „Altstadtsanierung Leer“ im Juli 1973. Der öffentlichkeitswirksame Protest der Initiative führte im Laufe des Jahres 1974 zu einem Umdenken bei den politischen Entscheidungsträgern.
In der Folge setzte sich zunehmend eine erhaltende, auf einzelne Gebäude ausgerichtete Stadtsanierung durch. Auch in der Neuen Straße wurde damit der historische Gebäudebestand stärker berücksichtigt.
Diese Entwicklung trug dazu bei, dass die Straße ihren kleinstädtischen Charakter bewahren konnte. Das Zusammenspiel aus historischen Wohnhäusern, ehemaligen Handelshäusern, Packhäusern und unterschiedlichen Fassadengestaltungen blieb weitgehend erhalten.
Warum die Neue Straße unter Denkmalschutz steht
Die Denkmalbegründung hebt insbesondere die geschichtliche Bedeutung der Straße für die Orts‑, Siedlungs- und Stadtbaugeschichte Leers hervor. Der historische Gebäudebestand auf der überkommenen Grundstücksstruktur dokumentiert die städtebauliche Entwicklung und die regionale Baugeschichte vom 16. bis ins 20. Jahrhundert.
Darüber hinaus vermitteln die unterschiedlichen Gebäudetypen, Baustile und Nutzungen wichtige Einblicke in die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Stadt. Wohn- und Handwerkerhäuser stehen neben ehemaligen Kaufmannshäusern und Packhäusern, die an den früheren Hafen- und Warenhandel erinnern.
Die Neue Straße ist damit mehr als eine historische Häuserzeile. Sie veranschaulicht, wie sich Leer von einem älteren Siedlungskern zu einer bedeutenden Handels- und Hafenstadt entwickelte und wie sich wirtschaftliche Veränderungen auf die Stadtstruktur auswirkten.
Die Verlagerung des Geschäftszentrums im 19. Jahrhundert und die Erfolge der erhaltenden Altstadtsanierung seit Mitte der 1970er-Jahre trugen wesentlich dazu bei, dass das historische Straßenbild bis heute erlebbar ist.
Aus diesen Gründen liegt die Erhaltung der gesamten Gebäudegruppe „Neue Straße“ im öffentlichen Interesse.
Quelle: Denkmalatlas Niedersachsen, Landesamt für Denkmalpflege – Denkmalthema „Leer_Altstadt“, Objekt „Neue Straße“, Landkreis Leer.
Bildnachweis: Hans-Albert Dirks
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