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Kom­mu­nal­wahl in Ost­fries­land: CDU bleibt zweit­stärks­te Kraft – Thie­le dankt Kan­di­da­ten und Helfern

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Ulf Thie­le bei der Ana­ly­se der Wahl­er­geb­nis­se im Mari­ko in Leer. Der Vor­sit­zen­de der CDU Ost­fries­land kün­dig­te nach der Kom­mu­nal­wahl eine sorg­fäl­ti­ge und selbst­kri­ti­sche Aus­wer­tung der Ergeb­nis­se an. Zugleich dank­te er den Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten sowie den zahl­rei­chen ehren­amt­li­chen Hel­fe­rin­nen und Hel­fern für ihren Ein­satz. Foto: Ingo Tonsor

CDU Ost­fries­land zieht Bilanz nach Kom­mu­nal­wahl 2026: Thie­le dankt Kan­di­da­ten und Ehrenamtlichen

Ulf Thie­le: „Dank an alle, die Ver­ant­wor­tung für ihre Hei­mat über­neh­men“ – CDU gra­tu­liert OB Krui­thoff sowie den Land­rä­ten Heymann und Groo­te – Respekt für Olaf Bade im Land­kreis Leer – Uni­on bleibt zweit­stärks­te poli­ti­sche Kraft in Ostfriesland

Ost­fries­land. Nach den Kom­mu­nal­wah­len in Nie­der­sach­sen hat der Vor­sit­zen­de der CDU Ost­fries­land, Ulf Thie­le MdL, auf Grund­la­ge der vor­läu­fi­gen amt­li­chen End­ergeb­nis­se eine ers­te Bilanz gezo­gen. Thie­le gra­tu­lier­te den gewähl­ten Haupt­ver­wal­tungs­be­am­ten, dank­te allen Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten für ihren Ein­satz und kün­dig­te zugleich eine sorg­fäl­ti­ge und selbst­kri­ti­sche Aus­wer­tung der Ergeb­nis­se der CDU bei den Kreis­tags- und Rats­wah­len an.

Tim Krui­thoff mit 68,72 Pro­zent als Ober­bür­ger­meis­ter von Emden wiedergewählt

Beson­ders hob Ulf Thie­le den Wahl­er­folg von Tim Krui­thoff in Emden her­vor. Der par­tei­lo­se und unab­hän­gi­ge Ober­bür­ger­meis­ter wur­de mit 68,72 Pro­zent der Stim­men gegen sie­ben Mit­be­wer­be­rin­nen und Mit­be­wer­ber wiedergewählt.

Die CDU Emden hat­te bereits im Novem­ber 2024 ein­stim­mig beschlos­sen, Krui­thoff für eine zwei­te Amts­zeit zu unterstützen.

Thie­le bezeich­ne­te das Ergeb­nis als her­aus­ra­gend. „Tim Krui­thoff hat mit 68,72 Pro­zent gegen sie­ben Mit­be­wer­be­rin­nen und Mit­be­wer­ber ein her­aus­ra­gen­des Ergeb­nis erzielt“, erklär­te der CDU-Ostfriesland-Vorsitzende.

Das Ergeb­nis sei ins­be­son­de­re vor dem Hin­ter­grund der wirt­schaft­li­chen und struk­tu­rel­len Her­aus­for­de­run­gen Emdens bemer­kens­wert. Dabei bewe­ge vor allem die Zukunft des Volks­wa­gen-Stand­or­tes vie­le Men­schen in der Stadt.

Krui­thoff habe einen sehr enga­gier­ten Wahl­kampf geführt und zugleich wäh­rend sei­ner ers­ten Amts­zeit nach Ein­schät­zung Thie­les wich­ti­ge Akzen­te gesetzt. Er habe die Stadt vor­an­ge­bracht, die Ver­wal­tung her­vor­ra­gend orga­ni­siert und Emden nach außen über­zeu­gend vertreten.

„Die­ses kla­re Votum der Emde­rin­nen und Emder ist eine star­ke Bestä­ti­gung sei­ner Arbeit und ein gro­ßer per­sön­li­cher Erfolg“, so Thiele.

Mat­thi­as Groo­te als Land­rat im Land­kreis Leer bestätigt

Auch im Land­kreis Leer ist die Land­rats­wahl ent­schie­den. Mat­thi­as Groo­te (SPD) wur­de als Land­rat wiedergewählt.

Ulf Thie­le gra­tu­lier­te Groo­te eben­so wie den wei­te­ren gewähl­ten Haupt­ver­wal­tungs­be­am­ten im Namen der CDU Ost­fries­land und wünsch­te ihnen für ihre wei­te­re Arbeit eine glück­li­che Hand und viel Erfolg im Inter­es­se der Men­schen in ihren Kommunen.

Beson­de­re Aner­ken­nung sprach Thie­le dem unab­hän­gi­gen Land­rats­kan­di­da­ten Olaf Bade aus, der von der CDU und Wäh­ler­ge­mein­schaf­ten unter­stützt wor­den war.

Groo­te erreich­te nach dem vor­läu­fi­gen Ergeb­nis gut 51,7 Pro­zent und ent­ging damit denk­bar knapp einer Stich­wahl. Olaf Bade kam bei sei­ner ers­ten Kan­di­da­tur aus dem Stand auf mehr als 40 Pro­zent der Stim­men.

„Ange­sichts einer erst sehr kurz­fris­tig begon­ne­nen Kan­di­da­tur und eines Wahl­kamp­fes prak­tisch ohne län­ge­ren Vor­lauf ist das ein wirk­lich sehr respek­ta­bles und gutes Ergeb­nis“, erklär­te Thiele.

Thie­le dankt Olaf Bade für inten­si­ven Wahlkampf

Bade habe inner­halb weni­ger Wochen mit außer­or­dent­li­chem per­sön­li­chem Ein­satz einen inten­si­ven Wahl­kampf geführt.

„Olaf Bade hat sich mit unfass­bar viel Ener­gie in die­se Auf­ga­be gestürzt, war über­all im Land­kreis unter­wegs und hat in kür­zes­ter Zeit sehr vie­le Men­schen erreicht und über­zeugt“, sag­te Thiele.

Dafür wol­le er Bade per­sön­lich und im Namen der CDU Ost­fries­land aus­drück­lich danken.

Das Ergeb­nis zei­ge, wel­ches Poten­zi­al in sei­ner Kan­di­da­tur gele­gen habe. „Mehr als 40 Pro­zent aus dem Stand sind unter die­sen Vor­aus­set­zun­gen eine bemer­kens­wer­te Leis­tung“, so Thiele.

 

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Land­rats­wahl im Land­kreis Aurich geht in die Stichwahl

Im Land­kreis Aurich ist die Ent­schei­dung über das Land­rats­amt dage­gen noch nicht gefal­len. Dort wird der Land­rat in einer Stich­wahl zwi­schen Olaf Wilt­fang (SPD) und Det­lev Krü­ger (FREIE WÄHLER) bestimmt.

Auch der CDU-Land­rats­kan­di­da­tin Dr. Edith Ulferts sprach Ulf Thie­le aus­drück­lich sei­nen Dank aus.

„Edith Ulferts hat mit gro­ßem per­sön­li­chen Enga­ge­ment für ihre Vor­stel­lun­gen von der Zukunft des Land­krei­ses Aurich gewor­ben. Auch ihr und ihrem gesam­ten Wahl­kampf­team gilt mein herz­li­cher Dank“, erklär­te Thiele.

Dass es für den Ein­zug in die Stich­wahl nicht gereicht habe, sei ent­täu­schend. Das schmä­le­re jedoch kei­nes­wegs den Ein­satz, den Ulferts und ihr Team in den ver­gan­ge­nen Wochen geleis­tet hätten.

CDU bleibt zweit­stärks­te poli­ti­sche Kraft in Ostfriesland

Bei den Wah­len zu den drei Kreis­ta­gen und zum Rat der Stadt Emden ergibt sich nach Ein­schät­zung der CDU Ost­fries­land auf Grund­la­ge der vor­läu­fi­gen amt­li­chen End­ergeb­nis­se ein kla­res poli­ti­sches Bild.

Die CDU bleibt zweit­stärks­te poli­ti­sche Kraft in Ost­fries­land. Mit dem eige­nen Ergeb­nis kön­ne und dür­fe die Uni­on aller­dings nicht zufrie­den sein.

„Wir haben gegen­über der Kom­mu­nal­wahl 2021 Stim­men­an­tei­le ver­lo­ren. Das wer­den wir sehr genau und ohne Beschö­ni­gung ana­ly­sie­ren“, kün­dig­te Ulf Thie­le an.

Dabei müss­ten sowohl die regio­nal unter­schied­li­chen Ent­wick­lun­gen als auch gemein­sa­me Trends betrach­tet werden.

Bun­des­po­li­ti­sche Stim­mung beein­flusst Kommunalwahl

Nach Ein­schät­zung Thie­les haben auch bun­des­po­li­ti­sche Ent­wick­lun­gen die Kom­mu­nal­wahl überlagert.

„Die Ver­schie­bun­gen zei­gen sich in ähn­li­cher Wei­se in sehr unter­schied­li­chen Kom­mu­nen und betref­fen nicht nur die CDU. Das spricht dafür, dass neben den kom­mu­na­len The­men die bun­des­po­li­ti­sche Stim­mung Ein­fluss auf die Wahl­ent­schei­dung hat­te“, erklär­te der CDU-Landespolitiker.

Das ent­bin­de die CDU jedoch nicht davon, das eige­ne Abschnei­den kri­tisch zu betrach­ten und dar­aus die rich­ti­gen Kon­se­quen­zen für die kom­mu­nal­po­li­ti­sche Arbeit zu ziehen.

Dank an Kan­di­da­ten und ehren­amt­li­che Helfer

Beson­ders dank­te Thie­le den zahl­rei­chen Men­schen, die für die CDU bei den Kom­mu­nal­wah­len ange­tre­ten waren.

Sein Dank gel­te allen Frau­en und Män­nern, die auf CDU-Lis­ten für die Kreis­ta­ge, den Rat der Stadt Emden sowie für Stadt‑, Gemein­de- und Samt­ge­mein­de­rä­te kan­di­diert hat­ten. Eben­so dank­te er den Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten für Bür­ger­meis­ter- und Landratsämter.

„Sie haben Gesicht gezeigt, Ver­ant­wor­tung über­nom­men und sich einem demo­kra­ti­schen Wett­be­werb gestellt“, so Thiele.

Der Wahl­kampf sei unter nicht ein­fa­chen poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen mit gro­ßem per­sön­li­chem Ein­satz geführt worden.

Thie­le wür­dig­te dabei aus­drück­lich auch die Arbeit der Orts‑, Gemeinde‑, Stadt- und Kreis­ver­bän­de sowie der vie­len ehren­amt­li­chen Hel­fe­rin­nen und Helfer.

Sie sei­en an Haus­tü­ren und Wahl­kampf­stän­den unter­wegs gewe­sen, hät­ten Ver­an­stal­tun­gen orga­ni­siert, Pla­ka­te auf­ge­hängt und wie­der abge­nom­men, Gesprä­che geführt und bis zuletzt um das Ver­trau­en der Wäh­le­rin­nen und Wäh­ler geworben.

„Die­ser über­wäl­ti­gen­de ehren­amt­li­che Ein­satz ver­dient mei­nen größ­ten Respekt und mei­nen herz­li­chen Dank“, erklär­te Thiele.

Dank gilt auch Kan­di­da­ten ande­rer demo­kra­ti­scher Parteien

Der Dank des CDU-Vor­sit­zen­den beschränkt sich aus­drück­lich nicht auf die eige­ne Partei.

„Kom­mu­na­le Demo­kra­tie lebt davon, dass Men­schen bereit sind, einen erheb­li­chen Teil ihrer Frei­zeit für ihre Stadt, ihre Gemein­de oder ihren Land­kreis ein­zu­set­zen“, beton­te Thiele.

Des­halb dan­ke er auch den Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten der ande­ren demo­kra­ti­schen Par­tei­en und Wäh­ler­ge­mein­schaf­ten, die sich zur Wahl gestellt hät­ten und in den kom­men­den fünf Jah­ren Ver­ant­wor­tung über­neh­men würden.

Thie­le kri­ti­siert feh­len­de Kan­di­da­ten der AfD für errun­ge­ne Mandate

Mit Sor­ge betrach­tet Ulf Thie­le eine kon­kre­te Fol­ge der star­ken Stim­men­zu­wäch­se der AfD. In meh­re­ren Städ­ten und Gemein­den in Ost­fries­land kön­ne die Par­tei nach den vor­läu­fi­gen amt­li­chen End­ergeb­nis­sen nicht alle Man­da­te beset­zen, die ihr auf­grund ihres Wahl­er­geb­nis­ses zustehen.

„Die per­so­nel­le Auf­stel­lung der AfD in Ost­fries­land ist offen­kun­dig deut­lich schwä­cher als ihre Wahl­er­geb­nis­se“, erklär­te Thiele.

Dies füh­re dazu, dass die AfD in ver­schie­de­nen Städ­ten und Gemein­den errun­ge­ne Sit­ze nicht beset­zen könne.

Nach Ein­schät­zung Thie­les sei die Kon­se­quenz nicht nur eine klei­ne­re kom­mu­na­le Ver­tre­tung. Gleich­zei­tig sei­en dadurch weni­ger ehren­amt­lich enga­gier­te Men­schen in den Räten und deren Gre­mi­en ver­tre­ten, die sich um kon­kre­te Anlie­gen der Bür­ger küm­mern und gemein­sam über die Ent­wick­lung ihrer Kom­mu­ne bera­ten könnten.

Ande­re Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten, die zur Mit­ar­beit bereit sei­en, könn­ten die­se unbe­setz­ten Sit­ze nicht übernehmen.

„Eine der­art defi­zi­tä­re per­so­nel­le Auf­stel­lung schwächt des­halb am Ende das ehren­amt­li­che kom­mu­na­le Enga­ge­ment ins­ge­samt“, so Thiele.

CDU Ost­fries­land kün­digt genaue Ana­ly­se der Wahl­er­geb­nis­se an

Mit dem Vor­lie­gen der vor­läu­fi­gen amt­li­chen End­ergeb­nis­se beginnt für die CDU Ost­fries­land nun die detail­lier­te Ana­ly­se der Kommunalwahlergebnisse.

Dabei sol­len sowohl die regio­nal unter­schied­li­chen Ent­wick­lun­gen als auch gemein­sa­me Trends betrach­tet werden.

„Wir wer­den nichts schön­re­den. Aber wir haben auch kei­nen Grund, den Kopf hän­gen zu las­sen“, erklär­te Ulf Thie­le abschließend.

Die CDU blei­be eine star­ke kom­mu­nal­po­li­ti­sche Kraft in Ost­fries­land. Vor allem ver­fü­ge die Uni­on über vie­le enga­gier­te Frau­en und Män­ner, die bereit sei­en, vor Ort Ver­ant­wor­tung zu übernehmen.

„Ihnen gilt heu­te mein Dank. Und ab mor­gen geht es dar­um, das Ver­trau­en, das uns die Men­schen gege­ben haben, durch gute und ver­läss­li­che kom­mu­nal­po­li­ti­sche Arbeit zu recht­fer­ti­gen – und dort Ver­trau­en zurück­zu­ge­win­nen, wo wir es bei die­ser Wahl ver­lo­ren haben“, so Thiele.

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B 70 bei Leer: Leda­brü­cke am 20. und 21. Okto­ber wegen Bau­werks­prü­fung gesperrt

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B 70 bei Leer: Leda­brü­cke am 20. und 21. Okto­ber jeweils von 9 bis 16 Uhr gesperrt

Die Leda­brü­cke an der Bun­des­stra­ße 70 nahe Leer wird am Diens­tag, 20. Okto­ber, und Mitt­woch, 21. Okto­ber 2026, jeweils von 9 bis 16 Uhr für den Ver­kehr gesperrt. Grund ist die tur­nus­mä­ßi­ge Über­prü­fung des Bau­werks­zu­stan­des. Ver­kehrs­teil­neh­mer müs­sen wäh­rend die­ser Zeit eine aus­ge­schil­der­te Umlei­tung nutzen.

Leda­brü­cke an der B 70: Umlei­tun­gen für den Verkehr

Die Sper­rung der Leda­brü­cke betrifft den Kraft­fahr­zeug­ver­kehr. Die Ein- und Aus­fahrt in den Süd­ring bleibt jeder­zeit befahr­bar. Auch für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer gibt es Ein­schrän­kun­gen: Sie sind von der Sper­rung nicht betrof­fen und kön­nen die Brü­cke ein­sei­tig über­que­ren. Die Durch­fahrt für Ret­tungs­diens­te ist eben­falls gewährleistet.

Für Ver­kehrs­teil­neh­mer aus Rich­tung Papen­burg wird eine Umlei­tung über die Bun­des­stra­ße 438 in Rich­tung Rhau­der­fehn, die B 72, die Auto­bahn 28 und die B 436 nach Leer ein­ge­rich­tet. Die­se Stre­cke ist als U 1 ausgeschildert.

Wer von Leer in Rich­tung Papen­burg unter­wegs ist, nutzt bit­te die Gegen­rich­tung über die B 436, die A 28, die B 72 und die B 438. Die­se Umlei­tung ist als U 2 gekennzeichnet.

War­um wird die Leda­brü­cke überprüft?

Die tur­nus­mä­ßi­ge Bau­werks­prü­fung dient der Sicher­heit und dem lang­fris­ti­gen Erhalt der Brü­cke. Brü­cken an Bun­des­fern­stra­ßen wer­den in regel­mä­ßi­gen Abstän­den nach einem sys­te­ma­ti­sier­ten Ver­fah­ren unter­sucht. Dabei wer­den der Zustand des Bau­werks beur­teilt und fest­ge­stell­te Schä­den nach den Kri­te­ri­en Stand­si­cher­heit, Ver­kehrs­si­cher­heit und Dau­er­haf­tig­keit bewertet.

Die Prü­fung nach DIN 1076 wird von einem erfah­re­nen und beson­ders geschul­ten Inge­nieur durch­ge­führt. Die­ser beur­teilt nicht nur sicht­ba­re Schä­den, son­dern berück­sich­tigt auch die sta­ti­schen und kon­struk­ti­ven Ver­hält­nis­se des Bauwerks.

Bau­werks­prü­fun­gen sind wich­tig für die Verkehrssicherheit

Die regel­mä­ßi­ge Kon­trol­le von Brü­cken gewinnt zuneh­mend an Bedeu­tung. Grün­de dafür sind der älter wer­den­de Bestand an Bau­wer­ken und das wei­ter stei­gen­de Ver­kehrs­auf­kom­men auf den Bundesfernstraßen.

Die Bau­werks­prü­fung ist ein wesent­li­cher Bestand­teil des Qua­li­täts­ma­nage­ments bei der Erhal­tung von Brü­cken. Sie hilft dabei, Schä­den früh­zei­tig zu erken­nen, den Zustand der Bau­wer­ke fach­ge­recht ein­zu­schät­zen und not­wen­di­ge Maß­nah­men für ihre Sicher­heit und Dau­er­haf­tig­keit abzuleiten.

Ver­kehrs­teil­neh­mer soll­ten die Sper­rung der Leda­brü­cke am 20. und 21. Okto­ber 2026 bei ihrer Rou­ten­pla­nung berück­sich­ti­gen und den aus­ge­schil­der­ten Umlei­tun­gen folgen.

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Gal­li­markt 2026 in Leer: Alle Stra­ßen­sper­run­gen, Halt­ver­bo­te und Ver­kehrs­än­de­run­gen im Überblick

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Gal­li­markt 2026 in Leer: Die­se Stra­ßen wer­den gesperrt und hier gel­ten Haltverbote

Ver­kehrs­re­ge­lun­gen vom 3. bis zum 21. Okto­ber – Zufahr­ten, Ein­bahn­stra­ßen und zusätz­li­che Park­plät­ze für Men­schen mit Behin­de­run­gen im Überblick

Wenn vom 14. bis zum 18. Okto­ber 2026 der Gal­li­markt und der Gal­li­vi­eh­markt in Leer statt­fin­den, gel­ten im Stadt­ge­biet umfang­rei­che Ver­kehrs­re­ge­lun­gen. Die Stadt hat dafür zusätz­li­che Stra­ßen­sper­run­gen, Halt­ver­bo­te und Ände­run­gen bei den Zufahrts­mög­lich­kei­ten ange­ord­net. Die Maß­nah­men betref­fen sowohl den Bereich rund um den Gal­li­markts­platz als auch meh­re­re Stra­ßen in der Innen­stadt und im Umfeld des Veranstaltungsgeländes.

Auto­fah­rer soll­ten die geän­der­te Ver­kehrs­füh­rung beach­ten und sich recht­zei­tig auf Ein­schrän­kun­gen ein­stel­len. Wider­recht­lich abge­stell­te Fahr­zeu­ge, die den Ver­kehrs­ab­lauf behin­dern oder Ret­tungs­we­ge ver­sper­ren, wer­den kon­se­quent abgeschleppt.

Gal­li­markt 2026: Die­se Stra­ßen wer­den gesperrt

Die ver­kehrs­be­hörd­lich ange­ord­ne­ten Stra­ßen­sper­run­gen gel­ten grund­sätz­lich vom 9. bis zum 21. Okto­ber 2026. Für die Dr.-vom-Bruch-Brücke und die Neue Stra­ße gel­ten geson­der­te Regelungen.

Fol­gen­de Stra­ßen und Stra­ßen­ab­schnit­te sind betroffen:

  • König­stra­ße

  • Schmie­de­stra­ße

  • Gar­rels­stra­ße

  • Pfer­de­markt­stra­ße: ab Süd­er­hamm­rich in Rich­tung Gro­ße Bleiche

  • Blin­ke: ab dem Ende der Bus­hal­te­bucht vor dem Thea­ter in Rich­tung Gro­ße Bleiche

  • Luth. Schul­gang

  • Süd­er­kreuz­stra­ße

  • Kamp­stra­ße

Die Dr.-vom-Bruch-Brücke (Rat­haus­brü­cke) wird ab dem 14. Okto­ber 2026 gegen 7 Uhr gesperrt.

In der Neu­en Stra­ße kommt es am Eröff­nungs­tag, Mitt­woch, 14. Okto­ber, zu einer tem­po­rä­ren Sper­rung. Betrof­fen ist der Abschnitt von der Zufahrt zum Waa­ge­park­platz bis zur Ein­mün­dung in die Königstraße.

Halt­ver­bo­te in zahl­rei­chen Stra­ßen ab dem 5. Oktober

Zusätz­li­che Halt­ver­bo­te und ein­ge­schränk­te Halt­ver­bo­te gel­ten bereits ab Mon­tag, 5. Okto­ber, und dau­ern bis zum 21. Okto­ber 2026. Die Rege­lun­gen betref­fen fol­gen­de Stra­ßen und Bereiche:

  • Indus­trie­stra­ße

  • Blin­ke

  • Wes­ter­en­de

  • Hafen­stra­ße

  • Hir­ten­weg

  • Ply­ten­berg­stra­ße

  • Ness­e­stra­ße

  • Süd­er­kreuz­stra­ße

  • Schmie­de­stra­ße

  • Dr.-vom-Bruch-Brücke

  • Stein­burg­s­gang

  • Luth. Schul­gang

  • Neue Stra­ße

  • Bgm.-Pustau-Straße

  • Pfer­de­markt­stra­ße

  • Gro­nin­ger Straße

  • Bgm.-Dieckmann-Straße

  • Gar­rels­stra­ße

  • Paters­gang

  • Bul­len­kamp

  • Bres­lau­er Straße

  • König­stra­ße

  • Süd­er­hamm­rich

Auto­fah­rer soll­ten die vor Ort auf­ge­stell­ten Ver­kehrs­zei­chen beach­ten. Die­se legen fest, wo das Par­ken bezie­hungs­wei­se Hal­ten unter­sagt oder nur ein­ge­schränkt erlaubt ist.

Geän­der­te Zufahr­ten und Einbahnstraßenregelungen

Auch für Anlie­ger gel­ten wäh­rend des Gal­li­mark­tes beson­de­re Ver­kehrs­re­ge­lun­gen. In der Neu­en Stra­ße wird für Anlie­ger ein Zwei­rich­tungs­ver­kehr ein­ge­rich­tet. Die Zufahrt ist aller­dings aus­schließ­lich über die Gro­nin­ger Stra­ße möglich.

Der Anlie­ger­ver­kehr zur Blin­ke kann nur aus Rich­tung der Ubbo-Emmi­us-Stra­ße erfolgen.

Im Bereich Westerende/Plytenbergstraße wird eine Ein­bahn­stra­ßen­re­ge­lung eingerichtet.

Die Zufahrt zum Hir­ten­weg und zum Bul­len­kamp erfolgt über die Gro­nin­ger Stra­ße und den Süderhammrich.

Anlie­ger soll­ten die­se Ände­run­gen bei der Pla­nung ihrer Fahr­ten berücksichtigen.

Taxi- und Behin­der­ten­park­plät­ze wer­den eingerichtet

Für Besu­cher des Gal­li­mark­tes wer­den zusätz­li­che Ver­kehrs­an­ge­bo­te geschaf­fen. An der Dr.-vom-Bruch-Brücke, auch als Rat­haus­brü­cke bekannt, wer­den Taxen­plät­ze eingerichtet.

Wei­te­re Park­mög­lich­kei­ten für Men­schen mit Behin­de­run­gen ent­ste­hen auf dem Waa­ge­park­platz sowie vor der Aula der BBS II. Damit wer­den zusätz­li­che Stell­plät­ze in der Nähe des Ver­an­stal­tungs­ge­sche­hens ausgewiesen.

Gal­li­markts­platz und BBS-Park­platz wer­den frü­her gesperrt

Bereits vor dem offi­zi­el­len Beginn des Gal­li­mark­tes kommt es zu Ein­schrän­kun­gen auf wich­ti­gen Parkflächen.

Der Gal­li­markts­platz wird ab Sams­tag, 3. Okto­ber 2026, gegen 6 Uhr für jeg­li­chen Ver­kehr gesperrt.

Der Park­platz der BBS wird ab Frei­tag, 9. Okto­ber 2026, um 6 Uhr eben­falls für jeg­li­chen Ver­kehr gesperrt.

Die Sper­run­gen sind im Zusam­men­hang mit den Vor­be­rei­tun­gen und dem Auf­bau für den Gal­li­markt und den Gal­li­vi­eh­markt zu beachten.

Ver­kehrs­zei­chen sind maß­geb­lich – Falsch­par­ker wer­den abgeschleppt

Die ange­ord­ne­ten Ver­kehrs­maß­nah­men tre­ten mit der Anbrin­gung bezie­hungs­wei­se Auf­stel­lung der ent­spre­chen­den Ver­kehrs­zei­chen in Kraft.

Die Stadt weist aus­drück­lich dar­auf hin, dass wider­recht­lich abge­stell­te Kraft­fahr­zeu­ge, die den Ver­kehrs­ab­lauf beein­träch­ti­gen oder Ret­tungs­we­ge ver­sper­ren, kon­se­quent abge­schleppt wer­den.

Besu­cher, Anlie­ger und Ver­kehrs­teil­neh­mer soll­ten des­halb auf die Beschil­de­rung ach­ten, aus­ge­wie­se­ne Halt­ver­bo­te ein­hal­ten und Ret­tungs­we­ge unbe­dingt freihalten.

Mit den umfang­rei­chen Ver­kehrs­re­ge­lun­gen soll der Ver­kehr wäh­rend des Gal­li­mark­tes und des Gal­li­vi­eh­mark­tes 2026 geord­net wer­den. Gera­de an den Ver­an­stal­tungs­ta­gen ist mit einem erhöh­ten Besu­cher­auf­kom­men und ent­spre­chen­dem Ver­kehrs­auf­kom­men im Stadt­ge­biet von Leer zu rechnen.

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Neue Stra­ße in Leer: His­to­ri­sche Häu­ser und die Geschich­te der Altstadt

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Neue Stra­ße in Leer: His­to­ri­sche Häu­ser erzäh­len die Geschich­te der ost­frie­si­schen Handelsstadt

Leer. Die Neue Stra­ße gehört zu den his­to­risch bedeut­sa­men Stra­ßen der Leera­ner Alt­stadt. Mit ihren alten Wohn- und Hand­wer­ker­häu­sern, his­to­ri­schen Pack­häu­sern und cha­rak­te­ris­ti­schen Fas­sa­den ver­mit­telt sie bis heu­te das Bild einer klei­nen ost­frie­si­schen Han­dels- und Hafen­stadt. Tei­le des Gebäu­de­be­stands rei­chen im Kern bis ins 16. und 17. Jahr­hun­dert zurück. Die gesam­te his­to­ri­sche Gebäu­de­grup­pe ist im Denk­mal­ver­zeich­nis des Lan­des Nie­der­sach­sen eingetragen.

His­to­ri­sche Alt­stadt mit denk­mal­ge­schütz­tem Gebäudebestand

Die Neue Stra­ße liegt im Süden der Leera­ner Alt­stadt und setzt den Ver­lauf der Rat­haus­stra­ße nach Süd­wes­ten fort. Von der Waa­ge führt sie am his­to­ri­schen Markt­platz am Ufer der Leda vor­bei und ver­läuft par­al­lel zum frü­he­ren Han­dels­ha­fen. Nach Wes­ten zwei­gen die Garr­el­stra­ße und die Kamp­stra­ße ab. Wei­ter süd­lich knickt die Neue Stra­ße nach Süd­wes­ten ab und mün­det schließ­lich in den Stra­ßen­zug Pfer­de­markt­stra­ße und Gro­nin­ger Straße.

Der süd­li­che Abschnitt ist durch einen weit­ge­hend geschlos­se­nen his­to­ri­schen Gebäu­de­be­stand geprägt. Die Häu­ser ste­hen auf einer alten Par­zel­len­struk­tur und säu­men den Stra­ßen­raum in dich­ter Fol­ge. Schma­le Grund­stü­cke, unter­schied­li­che Gebäu­de­hö­hen und viel­fäl­ti­ge Fas­sa­den­ge­stal­tun­gen ver­lei­hen der Stra­ße ihren beson­de­ren Charakter.

Die Gebäu­de­grup­pe „Neue Stra­ße“ ist im Denk­mal­at­las Nie­der­sach­sen als Grup­pe bau­li­cher Anla­gen gemäß § 3 Absatz 3 Satz 1 des Nie­der­säch­si­schen Denk­mal­schutz­ge­set­zes erfasst. Ihre Bedeu­tung wird sowohl aus geschicht­li­cher als auch aus städ­te­bau­li­cher Sicht begründet.

 

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Wohn- und Hand­wer­ker­häu­ser aus meh­re­ren Jahrhunderten

Das Stra­ßen­bild wird von ein- bis zwei­ge­schos­si­gen Wohn­häu­sern mit Steil­dä­chern bestimmt. Die Gebäu­de ste­hen ent­we­der mit ihrem Gie­bel oder mit ihrer Trauf­sei­te zur Stra­ße. Vie­le der älte­ren Häu­ser wur­den im Lau­fe der Jahr­hun­der­te umge­stal­tet, sodass sich unter­schied­li­che Bau­pha­sen und Bau­sti­le mit­ein­an­der verbinden.

Zu den ältes­ten Gebäu­den zäh­len ein­ge­schos­si­ge, gie­bel­stän­di­ge Wohn- und Hand­wer­ker­häu­ser, deren bau­li­che Ursprün­ge teil­wei­se im 16. und 17. Jahr­hun­dert lie­gen. Im 18. und 19. Jahr­hun­dert erhiel­ten meh­re­re die­ser Häu­ser neue, ver­putz­te Stra­ßen­fas­sa­den. Bei­spie­le dafür fin­den sich unter ande­rem bei den Häu­sern Neue Stra­ße 45, 46, 48, 51 und 57.

Die jün­ge­ren his­to­ri­schen Gebäu­de ent­stan­den über­wie­gend zwi­schen dem spä­ten 18. und dem spä­ten 19. Jahr­hun­dert. Vie­le von ihnen sind zwei­ge­schos­sig und trauf­stän­dig aus­ge­rich­tet. Archi­tek­to­nisch spie­geln sie ins­be­son­de­re den Klas­si­zis­mus und den His­to­ris­mus wider.

Als qua­li­tät­vol­le klas­si­zis­ti­sche Bei­spie­le nennt der Denk­mal­at­las die Wohn­häu­ser Neue Stra­ße 39, 49 und 52. Das Wohn­haus Neue Stra­ße 56 steht bei­spiel­haft für den spä­ten His­to­ris­mus. Sicht­ba­res Back­stein­mau­er­werk und ver­putz­te Fas­sa­den wech­seln sich ab und sor­gen für ein abwechs­lungs­rei­ches, zugleich regio­nal­ty­pi­sches Straßenbild.

His­to­ri­sche Pack­häu­ser erin­nern an den Han­del über die Leda

Die Lage am ehe­ma­li­gen Han­dels­ha­fen präg­te die Nut­zung der Grund­stü­cke ent­lang der Neu­en Stra­ße. Ins­be­son­de­re die öst­li­che, dem Hafen zuge­wand­te Stra­ßen­sei­te bot einen direk­ten Zugang zum Was­ser. Neben Hand­wer­kern sie­del­ten sich des­halb auch Kauf­manns­fa­mi­li­en an.

Die his­to­ri­schen Pack­häu­ser erin­nern an die wirt­schaft­li­che Bedeu­tung des Groß- und See­han­dels. Dazu gehö­ren die Pack­häu­ser Neue Stra­ße 41 und 57 sowie das statt­li­che Wohn-Pack­haus Neue Stra­ße 63.

Das Wohn-Pack­haus mit der Haus­num­mer 63 wur­de im Jahr 1757 errich­tet. Es zählt zu den beson­ders mar­kan­ten Gebäu­den der Stra­ße und doku­men­tiert die Ver­bin­dung von Woh­nen und Waren­la­ge­rung, wie sie für his­to­ri­sche Han­dels­or­te typisch war.

Auch das Haus Neue Stra­ße 44 nimmt eine beson­de­re Stel­lung ein. Es wur­de 1811 als Gast­wirt­schaft und Hotel gebaut. Auf­grund sei­ner Grö­ße hebt es sich deut­lich von der übri­gen Bebau­ung ab und erin­nert an die eins­ti­ge Bedeu­tung der Neu­en Stra­ße als eine der Haupt­stra­ßen der Leera­ner Altstadt.

Ergänzt wird das Gebäu­de­en­sem­ble durch wei­te­re Pack- und Hin­ter­häu­ser, die teil­wei­se von der Stra­ße aus weni­ger stark in Erschei­nung treten.

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Neue Stra­ße 21 in Leer: His­to­ri­sche Sub­stanz trifft moder­nes Wohnen

Die Ent­ste­hung der Neu­en Stra­ße vor 1700

Die Geschich­te der Neu­en Stra­ße ist eng mit der Ent­wick­lung Leers zu einem bedeu­ten­den Han­dels­platz ver­bun­den. Der ältes­te Sied­lungs­kern lag im Bereich Kaak­spüt­te und Alte Markt­stra­ße. Am west­li­chen Orts­rand befand sich die Kir­che St. Liud­ger. Von ihr ist auf dem refor­mier­ten Fried­hof noch die um das Jahr 1200 in Stein­bau­wei­se errich­te­te Kryp­ta erhalten.

Mit der zuneh­men­den Bedeu­tung von Han­del und Schiff­fahrt ver­la­ger­te sich der Schwer­punkt des Ortes im 15. und 16. Jahr­hun­dert nach Süd­os­ten in Rich­tung Leda. Am dor­ti­gen Anle­ger ent­stand ein neu­er Markt­platz. Mit­te des 16. Jahr­hun­derts wur­de auch die Waa­ge ver­legt, die sich zuvor im Turm der Liud­ger­kir­che befun­den hatte.

Die Neue Stra­ße ent­stand vor dem Jahr 1700. Sie stell­te die Ver­bin­dung zwi­schen dem Markt- und Han­dels­platz an der Waa­ge und der Land­stra­ße nach Leer­ort her. Von dort führ­ten über­re­gio­na­le Han­dels­we­ge wei­ter, wobei Fäh­ren über die Ems und die Leda eine wich­ti­ge Rol­le spielten.

Die Ent­wick­lung Leers wur­de im 18. Jahr­hun­dert durch wirt­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen zusätz­lich begüns­tigt. Nach der Über­nah­me des Fürs­ten­tums Ost­fries­land durch das König­reich Preu­ßen im Jahr 1744 und der schritt­wei­sen Ein­schrän­kung des Emder Sta­pel­rechts gewann Leer in der zwei­ten Hälf­te des Jahr­hun­derts wei­ter an Bedeu­tung und ent­wi­ckel­te sich zu einem wich­ti­gen Seehafen.

Im Jahr 1823 erhielt Leer die Stadt­rech­te. Mit dem Anschluss an die Han­no­ver­sche West­bahn im Jahr 1854 setz­te eine wei­te­re Pha­se der Stadt­ent­wick­lung ein. Das Geschäfts­zen­trum ver­la­ger­te sich im Lau­fe des 19. Jahr­hun­derts zuneh­mend nach Osten in Rich­tung Bahn­hof. Ent­lang der Brun­nen- und Müh­len­stra­ße ent­stan­den grün­der­zeit­li­che Wohn- und Geschäftshäuser.

Für die Neue Stra­ße hat­te die­se Ent­wick­lung eine beson­de­re Fol­ge: Da sich der Ein­zel­han­del zuneh­mend an ande­rer Stel­le kon­zen­trier­te, blieb der his­to­ri­sche Cha­rak­ter der Stra­ße weit­ge­hend erhal­ten. Tief­grei­fen­de Abbrü­che sowie umfang­rei­che Um- und Neu­bau­ten, wie sie andern­orts durch die Aus­wei­tung des Geschäfts­be­triebs ent­stan­den, blie­ben hier größ­ten­teils aus.

„Auf dem Kamp“: Ein Stra­ßen­ab­schnitt mit eige­ner Geschichte

Der süd­li­che Teil der Neu­en Stra­ße wur­de ursprüng­lich ab der Kamp­stra­ße als „Auf dem Kamp“ bezeich­net. Bis zum Jahr 1967 trug die­ser Abschnitt die Bezeich­nung „Kamp“.

Auch die heu­ti­ge Platz­an­la­ge an der Ein­mün­dung der Kamp­stra­ße ent­stand erst ver­gleichs­wei­se spät. Mit­te der 1960er-Jah­re wur­de dort ein Wohn­haus abge­bro­chen, das unmit­tel­bar nörd­lich des Gebäu­des Neue Stra­ße 45 gestan­den hat­te. Durch die­sen Abriss ent­stand die klei­ne Platz­flä­che, die das Stra­ßen­bild heu­te mitprägt.

Wei­ter süd­lich schwenkt die Neue Stra­ße nach Süd­wes­ten. Zusam­men mit den unter­schied­li­chen Gebäu­de­aus­rich­tun­gen, den his­to­ri­schen Fas­sa­den und der dich­ten Bebau­ung ent­steht dadurch ein abwechs­lungs­rei­cher Stra­ßen­ver­lauf, der für das Erschei­nungs­bild der his­to­ri­schen Alt­stadt cha­rak­te­ris­tisch ist.

Neue Stra­ße — Stadt Leer Ostfriesland 

Alt­stadt­sa­nie­rung: Bür­ger­initia­ti­ve bewirk­te ein Umdenken

In den 1960er-Jah­ren plan­te die Stadt Leer eine umfas­sen­de Flä­chen­sa­nie­rung in der Alt­stadt, um städ­te­bau­li­che Miss­stän­de zu besei­ti­gen. Die Neue Stra­ße war von die­sen Pla­nun­gen zwar nicht unmit­tel­bar betrof­fen, den­noch kam es auch dort ver­ein­zelt zum Abbruch his­to­ri­scher Bausubstanz.

Ein ent­schei­den­der Wen­de­punkt war die Grün­dung der Bür­ger­initia­ti­ve „Alt­stadt­sa­nie­rung Leer“ im Juli 1973. Der öffent­lich­keits­wirk­sa­me Pro­test der Initia­ti­ve führ­te im Lau­fe des Jah­res 1974 zu einem Umden­ken bei den poli­ti­schen Entscheidungsträgern.

In der Fol­ge setz­te sich zuneh­mend eine erhal­ten­de, auf ein­zel­ne Gebäu­de aus­ge­rich­te­te Stadt­sa­nie­rung durch. Auch in der Neu­en Stra­ße wur­de damit der his­to­ri­sche Gebäu­de­be­stand stär­ker berücksichtigt.

Die­se Ent­wick­lung trug dazu bei, dass die Stra­ße ihren klein­städ­ti­schen Cha­rak­ter bewah­ren konn­te. Das Zusam­men­spiel aus his­to­ri­schen Wohn­häu­sern, ehe­ma­li­gen Han­dels­häu­sern, Pack­häu­sern und unter­schied­li­chen Fas­sa­den­ge­stal­tun­gen blieb weit­ge­hend erhalten.

War­um die Neue Stra­ße unter Denk­mal­schutz steht

Die Denk­mal­be­grün­dung hebt ins­be­son­de­re die geschicht­li­che Bedeu­tung der Stra­ße für die Orts‑, Sied­lungs- und Stadt­bau­ge­schich­te Leers her­vor. Der his­to­ri­sche Gebäu­de­be­stand auf der über­kom­me­nen Grund­stücks­struk­tur doku­men­tiert die städ­te­bau­li­che Ent­wick­lung und die regio­na­le Bau­ge­schich­te vom 16. bis ins 20. Jahrhundert.

Dar­über hin­aus ver­mit­teln die unter­schied­li­chen Gebäu­de­ty­pen, Bau­sti­le und Nut­zun­gen wich­ti­ge Ein­bli­cke in die Sozi­al- und Wirt­schafts­ge­schich­te der Stadt. Wohn- und Hand­wer­ker­häu­ser ste­hen neben ehe­ma­li­gen Kauf­manns­häu­sern und Pack­häu­sern, die an den frü­he­ren Hafen- und Waren­han­del erinnern.

Die Neue Stra­ße ist damit mehr als eine his­to­ri­sche Häu­ser­zei­le. Sie ver­an­schau­licht, wie sich Leer von einem älte­ren Sied­lungs­kern zu einer bedeu­ten­den Han­dels- und Hafen­stadt ent­wi­ckel­te und wie sich wirt­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen auf die Stadt­struk­tur auswirkten.

Die Ver­la­ge­rung des Geschäfts­zen­trums im 19. Jahr­hun­dert und die Erfol­ge der erhal­ten­den Alt­stadt­sa­nie­rung seit Mit­te der 1970er-Jah­re tru­gen wesent­lich dazu bei, dass das his­to­ri­sche Stra­ßen­bild bis heu­te erleb­bar ist.

Aus die­sen Grün­den liegt die Erhal­tung der gesam­ten Gebäu­de­grup­pe „Neue Stra­ße“ im öffent­li­chen Interesse.

Quel­le: Denk­mal­at­las Nie­der­sach­sen, Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge – Denk­mal­the­ma „Leer_Altstadt“, Objekt „Neue Stra­ße“, Land­kreis Leer.

Bild­nach­weis: Hans-Albert Dirks

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Neue Stra­ße — Stadt Leer — Ostfriesland
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