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Land­kreis Leer erhält neu­es Groß­tank­lösch­fahr­zeug mit 26.800 Litern Wasser

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Land­rat Mat­thi­as Groo­te (r.) über­reicht Kreis­brand­meis­ter Ernst Ber­ends den sym­bo­li­schen Fahr­zeug­schlüs­sel für das neue Groß­tank­lösch­fahr­zeug. Foto: J. Bambrowicz

Neu­es Groß­tank­lösch­fahr­zeug für den Land­kreis Leer: 26.800 Liter Was­ser für den Notfall

Land­kreis Leer stärkt Kata­stro­phen­schutz mit Spe­zi­al­fahr­zeug – GTLF kann Trink­was­ser bereit­stel­len und bei Brän­den ein­ge­setzt werden

Leer – Der Land­kreis Leer hat sei­nen Kata­stro­phen­schutz um ein leis­tungs­fä­hi­ges Spe­zi­al­fahr­zeug erwei­tert. Am Diens­tag, 25. August 2026, wur­de bei der Feu­er­wehr­tech­ni­schen Zen­tra­le in Leer ein neu­es Groß­tank­lösch­fahr­zeug (GTLF) offi­zi­ell an die Kreis­feu­er­wehr über­ge­ben. Der Tank des Fahr­zeugs fasst 26.800 Liter Was­ser. Als Zug­ma­schi­ne kommt ein Vol­vo FM mit 420 PS zum Einsatz.

Bei der Über­ga­be mach­te Land­rat Mat­thi­as Groo­te deut­lich, wel­che Bedeu­tung das neue Fahr­zeug für den Land­kreis hat. „Damit schaf­fen wir eine zusätz­li­che Fähig­keit, die im nor­ma­len All­tag kaum sicht­bar ist, im Ernst­fall aber von unschätz­ba­rem Wert sein wird. Kata­stro­phen­schutz bedeu­tet vor allem, vor­be­rei­tet zu sein“, sag­te Groote.

Gro­ßes Was­ser­re­ser­voir für den Katastrophenschutz

Eine der wich­tigs­ten Auf­ga­ben des neu­en Groß­tank­lösch­fahr­zeugs liegt in der Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung mit Trink­was­ser. Je nach Lage kann das GTLF auch ein­ge­setzt wer­den, um die Ver­sor­gung von Tie­ren sicherzustellen.

Beson­ders rele­vant ist das Fahr­zeug für Situa­tio­nen, in denen die regu­lä­re Was­ser­ver­sor­gung aus­fällt. Ein sol­ches Sze­na­rio könn­te bei­spiels­wei­se bei einem lang­an­hal­ten­den Strom­aus­fall, bei Hoch­was­ser oder bei schwe­ren Sturm­la­gen eintreten.

Soll­te die Trink­was­ser­ver­sor­gung zusam­men­bre­chen, kann das GTLF mit sei­nen 26.800 Litern Trink­was­ser zumin­dest vor­über­ge­hend Ver­sor­gungs­lü­cken schlie­ßen. Damit ver­fügt der Land­kreis Leer über eine zusätz­li­che Mög­lich­keit, die Bevöl­ke­rung auch in außer­ge­wöhn­li­chen Not­la­gen mit Was­ser zu versorgen.

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Auch für Brand­ein­sät­ze geeignet

Das neue Spe­zi­al­fahr­zeug ist aller­dings nicht aus­schließ­lich für die Trink­was­ser­ver­sor­gung vor­ge­se­hen. Das GTLF kann auch im Lösch­ein­satz ein­ge­setzt werden.

Das ist ins­be­son­de­re dort von Bedeu­tung, wo kein aus­rei­chen­des Lösch­was­ser über Hydran­ten oder Gewäs­ser zur Ver­fü­gung steht. Als mög­li­che Ein­satz­be­rei­che gel­ten unter ande­rem Brän­de auf oder neben Auto­bah­nen sowie Ein­sät­ze in abge­le­ge­nem Gelän­de.

Die Anschaf­fung des neu­en Fahr­zeugs umfasst die Sat­tel­zug­ma­schi­ne, den Auf­lie­ger sowie eine Dreh­kol­ben­pum­pe. Die Gesamt­kos­ten belau­fen sich auf rund 405.000 Euro.

Feu­er­wehr­leu­te aus dem Milch­ge­wer­be brin­gen beson­de­re Erfah­rung mit

Bei einem Fahr­zeug die­ser Grö­ße kommt es nicht nur auf die tech­ni­sche Aus­stat­tung an. Auch die Aus­bil­dung und Erfah­rung der Fah­rer spie­len eine wich­ti­ge Rolle.

Dabei gibt es beim neu­en GTLF eine beson­de­re Ver­bin­dung zur regio­na­len Milch­wirt­schaft. Wie Kreis­schirr­meis­ter Remon Hafer­mann bei der offi­zi­el­len Über­ga­be berich­te­te, stammt der Tank von einem Her­stel­ler, der unter ande­rem auch die Ammer­land-Mol­ke­rei ausstattet.

Auch bei der Besat­zung des Fahr­zeugs zeigt sich die­se Ver­bin­dung. Für den Ein­satz des GTLF wur­den zehn Feu­er­wehr­an­ge­hö­ri­ge aus ver­schie­de­nen Weh­ren im Land­kreis Leer gefun­den, die beruf­lich Milch­sam­mel­wa­gen fah­ren.

Der stell­ver­tre­ten­de Brand­ab­schnitts­lei­ter Süd, Hol­ger Blei­cher, erläu­ter­te den Vor­teil die­ser Erfah­rung: „Sie brin­gen damit sowohl Fahr­pra­xis als auch Kennt­nis­se im Umgang mit Pum­pen sowie in Hygie­ne und Rei­ni­gung mit.“

Damit ver­fü­gen die Ein­satz­kräf­te nicht nur über Erfah­rung im Umgang mit gro­ßen Fahr­zeu­gen, son­dern brin­gen auch Kennt­nis­se mit, die gera­de bei der Auf­ga­be der Trink­was­ser­ver­sor­gung von beson­de­rer Bedeu­tung sind.

Kreis­feu­er­wehr erhält wei­te­re Fahr­zeu­ge und Ausstattung

Mit der Über­ga­be des Groß­tank­lösch­fahr­zeugs wur­de die Aus­stat­tung des Kata­stro­phen­schut­zes im Land­kreis Leer gleich an meh­re­ren Stel­len erwei­tert. Die „Blau­licht-Fami­lie“ des Land­krei­ses erhielt an die­sem Tag wei­te­re Fahr­zeu­ge und Ausstattung.

Die Kreis­feu­er­wehr bekam zwei Mann­schafts­trans­port­wa­gen. Einer die­ser Trans­port­wa­gen ist für die Was­ser­ret­tung vor­ge­se­hen. Zusätz­lich wur­de ein Anhän­ger mit Kraft­stoff­tank als Reser­ve übergeben.

Auch die Mal­te­ser erhiel­ten neue Aus­stat­tung. Über­ge­ben wur­de ein Betreu­ungs­an­hän­ger, der bei Ein­sät­zen sowohl für die Ver­sor­gung von Ein­satz­kräf­ten als auch für Men­schen mit beson­de­rem Betreu­ungs- und Pfle­ge­be­darf ein­ge­setzt wer­den kann.

Betreu­ungs­an­hän­ger umfang­reich ausgestattet

Der Anhän­ger ver­fügt über eine umfang­rei­che Aus­stat­tung für unter­schied­li­che Ein­satz­la­gen. Dazu gehö­ren unter anderem:

  • ein Not­strom­ag­gre­gat
  • Feld­bet­ten
  • Ret­tungs­de­cken
  • eine Tee­kü­che mit Kaffeebereiter
  • ein Pavil­lon
  • ein Tele­skop-Beleuch­tungs­mast
  • Hygie­ne­ar­ti­kel für Erwach­se­ne, Kin­der und Babys
  • Spiel­zeug
  • Not­fall­kof­fer
  • wei­te­re Aus­rüs­tung für die Betreu­ung und Versorgung

Damit wird der Kata­stro­phen­schutz im Land­kreis Leer nicht nur durch die zusätz­li­che Was­ser­ver­sor­gung gestärkt. Auch für die Betreu­ung und Ver­sor­gung von Men­schen in beson­de­ren Ein­satz- und Not­la­gen ste­hen künf­tig zusätz­li­che Mög­lich­kei­ten zur Verfügung.

Vor­be­rei­tung auf außer­ge­wöhn­li­che Einsatzlagen

Mit dem neu­en Groß­tank­lösch­fahr­zeug und den wei­te­ren über­ge­be­nen Fahr­zeu­gen und Anhän­gern erwei­tert der Land­kreis Leer sei­ne Mög­lich­kei­ten für den Kata­stro­phen­schutz deut­lich. Beson­ders das GTLF schließt dabei eine wich­ti­ge Lücke: Es kann im Ernst­fall gro­ße Men­gen Trink­was­ser trans­por­tie­ren und bereit­stel­len und gleich­zei­tig als leis­tungs­fä­hi­ges Lösch­fahr­zeug ein­ge­setzt werden.

Die Inves­ti­tio­nen zei­gen, dass Kata­stro­phen­schutz weit über den klas­si­schen Feu­er­wehr­ein­satz hin­aus­geht. Gera­de bei län­ger andau­ern­den Strom­aus­fäl­len, Hoch­was­ser, Stür­men oder einem Aus­fall der öffent­li­chen Was­ser­ver­sor­gung kommt es dar­auf an, über ent­spre­chen­de Fahr­zeu­ge, Tech­nik und geschul­te Ein­satz­kräf­te zu verfügen.

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