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Landkreis Leer erhält neues Großtanklöschfahrzeug mit 26.800 Litern Wasser
Landrat Matthias Groote (r.) überreicht Kreisbrandmeister Ernst Berends den symbolischen Fahrzeugschlüssel für das neue Großtanklöschfahrzeug. Foto: J. Bambrowicz
Neues Großtanklöschfahrzeug für den Landkreis Leer: 26.800 Liter Wasser für den Notfall
Landkreis Leer stärkt Katastrophenschutz mit Spezialfahrzeug – GTLF kann Trinkwasser bereitstellen und bei Bränden eingesetzt werden
Leer – Der Landkreis Leer hat seinen Katastrophenschutz um ein leistungsfähiges Spezialfahrzeug erweitert. Am Dienstag, 25. August 2026, wurde bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Leer ein neues Großtanklöschfahrzeug (GTLF) offiziell an die Kreisfeuerwehr übergeben. Der Tank des Fahrzeugs fasst 26.800 Liter Wasser. Als Zugmaschine kommt ein Volvo FM mit 420 PS zum Einsatz.
Bei der Übergabe machte Landrat Matthias Groote deutlich, welche Bedeutung das neue Fahrzeug für den Landkreis hat. „Damit schaffen wir eine zusätzliche Fähigkeit, die im normalen Alltag kaum sichtbar ist, im Ernstfall aber von unschätzbarem Wert sein wird. Katastrophenschutz bedeutet vor allem, vorbereitet zu sein“, sagte Groote.
Großes Wasserreservoir für den Katastrophenschutz
Eine der wichtigsten Aufgaben des neuen Großtanklöschfahrzeugs liegt in der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser. Je nach Lage kann das GTLF auch eingesetzt werden, um die Versorgung von Tieren sicherzustellen.
Besonders relevant ist das Fahrzeug für Situationen, in denen die reguläre Wasserversorgung ausfällt. Ein solches Szenario könnte beispielsweise bei einem langanhaltenden Stromausfall, bei Hochwasser oder bei schweren Sturmlagen eintreten.
Sollte die Trinkwasserversorgung zusammenbrechen, kann das GTLF mit seinen 26.800 Litern Trinkwasser zumindest vorübergehend Versorgungslücken schließen. Damit verfügt der Landkreis Leer über eine zusätzliche Möglichkeit, die Bevölkerung auch in außergewöhnlichen Notlagen mit Wasser zu versorgen.

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Auch für Brandeinsätze geeignet
Das neue Spezialfahrzeug ist allerdings nicht ausschließlich für die Trinkwasserversorgung vorgesehen. Das GTLF kann auch im Löscheinsatz eingesetzt werden.
Das ist insbesondere dort von Bedeutung, wo kein ausreichendes Löschwasser über Hydranten oder Gewässer zur Verfügung steht. Als mögliche Einsatzbereiche gelten unter anderem Brände auf oder neben Autobahnen sowie Einsätze in abgelegenem Gelände.
Die Anschaffung des neuen Fahrzeugs umfasst die Sattelzugmaschine, den Auflieger sowie eine Drehkolbenpumpe. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 405.000 Euro.
Feuerwehrleute aus dem Milchgewerbe bringen besondere Erfahrung mit
Bei einem Fahrzeug dieser Größe kommt es nicht nur auf die technische Ausstattung an. Auch die Ausbildung und Erfahrung der Fahrer spielen eine wichtige Rolle.
Dabei gibt es beim neuen GTLF eine besondere Verbindung zur regionalen Milchwirtschaft. Wie Kreisschirrmeister Remon Hafermann bei der offiziellen Übergabe berichtete, stammt der Tank von einem Hersteller, der unter anderem auch die Ammerland-Molkerei ausstattet.
Auch bei der Besatzung des Fahrzeugs zeigt sich diese Verbindung. Für den Einsatz des GTLF wurden zehn Feuerwehrangehörige aus verschiedenen Wehren im Landkreis Leer gefunden, die beruflich Milchsammelwagen fahren.
Der stellvertretende Brandabschnittsleiter Süd, Holger Bleicher, erläuterte den Vorteil dieser Erfahrung: „Sie bringen damit sowohl Fahrpraxis als auch Kenntnisse im Umgang mit Pumpen sowie in Hygiene und Reinigung mit.“
Damit verfügen die Einsatzkräfte nicht nur über Erfahrung im Umgang mit großen Fahrzeugen, sondern bringen auch Kenntnisse mit, die gerade bei der Aufgabe der Trinkwasserversorgung von besonderer Bedeutung sind.
Kreisfeuerwehr erhält weitere Fahrzeuge und Ausstattung
Mit der Übergabe des Großtanklöschfahrzeugs wurde die Ausstattung des Katastrophenschutzes im Landkreis Leer gleich an mehreren Stellen erweitert. Die „Blaulicht-Familie“ des Landkreises erhielt an diesem Tag weitere Fahrzeuge und Ausstattung.
Die Kreisfeuerwehr bekam zwei Mannschaftstransportwagen. Einer dieser Transportwagen ist für die Wasserrettung vorgesehen. Zusätzlich wurde ein Anhänger mit Kraftstofftank als Reserve übergeben.
Auch die Malteser erhielten neue Ausstattung. Übergeben wurde ein Betreuungsanhänger, der bei Einsätzen sowohl für die Versorgung von Einsatzkräften als auch für Menschen mit besonderem Betreuungs- und Pflegebedarf eingesetzt werden kann.
Betreuungsanhänger umfangreich ausgestattet
Der Anhänger verfügt über eine umfangreiche Ausstattung für unterschiedliche Einsatzlagen. Dazu gehören unter anderem:
- ein Notstromaggregat
- Feldbetten
- Rettungsdecken
- eine Teeküche mit Kaffeebereiter
- ein Pavillon
- ein Teleskop-Beleuchtungsmast
- Hygieneartikel für Erwachsene, Kinder und Babys
- Spielzeug
- Notfallkoffer
- weitere Ausrüstung für die Betreuung und Versorgung
Damit wird der Katastrophenschutz im Landkreis Leer nicht nur durch die zusätzliche Wasserversorgung gestärkt. Auch für die Betreuung und Versorgung von Menschen in besonderen Einsatz- und Notlagen stehen künftig zusätzliche Möglichkeiten zur Verfügung.
Vorbereitung auf außergewöhnliche Einsatzlagen
Mit dem neuen Großtanklöschfahrzeug und den weiteren übergebenen Fahrzeugen und Anhängern erweitert der Landkreis Leer seine Möglichkeiten für den Katastrophenschutz deutlich. Besonders das GTLF schließt dabei eine wichtige Lücke: Es kann im Ernstfall große Mengen Trinkwasser transportieren und bereitstellen und gleichzeitig als leistungsfähiges Löschfahrzeug eingesetzt werden.
Die Investitionen zeigen, dass Katastrophenschutz weit über den klassischen Feuerwehreinsatz hinausgeht. Gerade bei länger andauernden Stromausfällen, Hochwasser, Stürmen oder einem Ausfall der öffentlichen Wasserversorgung kommt es darauf an, über entsprechende Fahrzeuge, Technik und geschulte Einsatzkräfte zu verfügen.
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Kreistagswahl im Landkreis Leer 2026: Diese 54 Politiker ziehen in den Kreistag ein
Frauenpower im Kreistag: Auf dem Foto zu sehen sind Melanie Nonte, Gitta Connemann und Grietje Oldigs-Nannen. Alle drei CDU-Politikerinnen konnten bei der Kreistagswahl beachtliche Stimmergebnisse erzielen und bleiben weiterhin im Kreistag des Landkreises Leer aktiv. Foto: Ingo Tonsor @LeserECHO
Vorläufiges Ergebnis der Kreistagswahl im Landkreis Leer am 13.09.2026
Landkreis Leer, 14. September 2026, 15:41 Uhr: Das vorläufige Ergebnis der Kreistagswahl im Landkreis Leer vom 13. September 2026 liegt vor. Besonders deutlich konnten einige bekannte Politikerinnen und Politiker bei der Wahl punkten.
Die meisten Stimmen unter den gewählten Kreistagskandidaten erhielt Nico Bloem (SPD) im Wahlbereich IV mit 8.315 Stimmen. Auf Platz zwei folgt Matthias Groote (SPD), der im Wahlbereich V 6.776 Stimmen erreichte. Ebenfalls besonders viele Stimmen erhielt Ulf Thiele (CDU) im Wahlbereich III mit 5.103 Stimmen.
Auch Jannik Körte (AfD) erzielte im Wahlbereich V mit 4.254 Stimmen ein starkes Ergebnis. Bei der CDU kam Dieter Baumann im Wahlbereich II auf 3.930 Stimmen, während Gitta Connemann im Wahlbereich I 3.697 Stimmen erreichte.
Weitere besonders hohe persönliche Ergebnisse erzielten Jens de Vries (SPD) mit 1.950 Stimmen, Anja Troff-Schaffarzyk (SPD) mit 2.148 Stimmen, Michael Kolkmann (AfD) mit 2.267 Stimmen sowie Tammo Lenger (GRÜNE) mit 1.849 Stimmen.
Insgesamt sind 263 von 263 Ergebnissen eingegangen. Für den Kreistag des Landkreises Leer wurden 54 Sitze vergeben.
Wahlbeteiligung bei 65,07 Prozent
Im Landkreis Leer waren bei der Kreistagswahl 139.384 Menschen wahlberechtigt. Insgesamt gingen 90.696 Wählerinnen und Wähler zur Wahl. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 65,07 Prozent.
Von den abgegebenen Stimmzetteln waren 2.141 ungültig, was einem Anteil von 2,36 Prozent entspricht. Insgesamt wurden 88.555 gültige Stimmzettel gezählt. Die Zahl der gültigen Stimmen lag bei 259.977.
| Ergebnis | Zahl |
|---|---|
| Wahlberechtigte | 139.384 |
| Wählerinnen und Wähler | 90.696 |
| Wahlbeteiligung | 65,07 % |
| Ungültige Stimmzettel | 2.141 |
| Anteil ungültiger Stimmzettel | 2,36 % |
| Gültige Stimmzettel | 88.555 |
| Anteil gültiger Stimmzettel | 97,64 % |
| Gültige Stimmen | 259.977 |
Die gewählten Kandidatinnen und Kandidaten
SPD
- Serhat Özdemir – Wahlbereich I, direkt – 1.737 Stimmen
- Florian Stoye – Wahlbereich I, Listenplatz 1 – 924 Stimmen
- Ruth Scheffler – Wahlbereich I, Listenplatz 2 – 394 Stimmen
- Jens de Vries – Wahlbereich II, direkt – 1.950 Stimmen
- Ingo Brinker – Wahlbereich II, direkt – 913 Stimmen
- Svenja Rastedt – Wahlbereich II, Listenplatz 1 – 763 Stimmen
- Anja Troff-Schaffarzyk – Wahlbereich III, direkt – 2.148 Stimmen
- Sascha Laaken – Wahlbereich III, Listenplatz 2 – 1.702 Stimmen
- Nico Bloem – Wahlbereich IV, direkt – 8.315 Stimmen
- Markus Stanggassinger – Wahlbereich IV, direkt – 1.595 Stimmen
- Helmut Geuken – Wahlbereich IV, direkt – 1.348 Stimmen
- Lukas Enno Oltrop – Wahlbereich IV, direkt – 981 Stimmen
- Lea Timmer – Wahlbereich IV, Listenplatz 3 – 825 Stimmen
- Matthias Groote – Wahlbereich V, direkt – 6.776 Stimmen
- Laura Kruse – Wahlbereich V, direkt – 1.426 Stimmen
- Dr. Keno Borde – Wahlbereich V, direkt – 979 Stimmen
- Geert Hüser – Wahlbereich V, Listenplatz 2 – 580 Stimmen
CDU
- Gitta Connemann – Wahlbereich I, direkt – 3.697 Stimmen
- Grietje Oldigs-Nannen – Wahlbereich I, Listenplatz 2 – 801 Stimmen
- Dieter Baumann – Wahlbereich II, direkt – 3.930 Stimmen
- Gerd Dählmann – Wahlbereich II, direkt – 1.552 Stimmen
- Melanie Nonte – Wahlbereich II, Listenplatz 1 – 817 Stimmen
- Ulf Thiele – Wahlbereich III, direkt – 5.103 Stimmen
- Johann Sandersfeld – Wahlbereich III, direkt – 1.433 Stimmen
- Rainer Jürgens – Wahlbereich III, direkt – 1.227 Stimmen
- Simone Erdmann – Wahlbereich III, Listenplatz 2 – 530 Stimmen
- Reinhard Schüür – Wahlbereich IV, direkt – 1.312 Stimmen
- Hildegard Hinderks – Wahlbereich IV, Listenplatz 1 – 1.304 Stimmen
- Silke Kuhlemann – Wahlbereich V, direkt – 1.332 Stimmen
- Tim Lauterbach – Wahlbereich V, Listenplatz 2 – 207 Stimmen
GRÜNE
- Engeline Kramer – Wahlbereich I, direkt – 766 Stimmen
- Micha Halfwassen – Wahlbereich I, Listenplatz 2 – 481 Stimmen
- Rainer Kottke – Wahlbereich II, Listenplatz 1 – 317 Stimmen
- Dieter Ertwiens-Buchwald – Wahlbereich III, Listenplatz 1 – 604 Stimmen
- Dr. Walter Eberlei – Wahlbereich IV, direkt – 772 Stimmen
- Tammo Lenger – Wahlbereich V, Listenplatz 1 – 1.849 Stimmen
AfD Niedersachsen
- Arno Arndt – Wahlbereich I, Listenplatz 1 – 643 Stimmen
- Jörn Marschner – Wahlbereich II, direkt – 1.721 Stimmen
- Julijana Eggert – Wahlbereich II, Listenplatz 2 – 406 Stimmen
- Rolf-Dieter Hohmann – Wahlbereich III, direkt – 1.443 Stimmen
- Erhard Eggert – Wahlbereich III, Listenplatz 1 – 759 Stimmen
- Michael Kolkmann – Wahlbereich IV, direkt – 2.267 Stimmen
- Maria Pirrung – Wahlbereich IV, Listenplatz 2 – 671 Stimmen
- Jannik Körte – Wahlbereich V, direkt – 4.254 Stimmen
- Max Klimpel – Wahlbereich V, Listenplatz 1 – 611 Stimmen
- Lars Grünwald – Wahlbereich V, Listenplatz 3 – 1.211 Stimmen
MOIN Landkreis Leer
- Claus Garrels – Wahlbereich III, direkt – 1.465 Stimmen
- Andreas Meinders – Wahlbereich V, direkt – 1.760 Stimmen
BSW Niedersachsen
- Günter Däuber – Wahlbereich II, Listenplatz 1 – 345 Stimmen
Die Linke
- Gulhat Demir – Wahlbereich I, Listenplatz 1 – 546 Stimmen
- Nicole Zirngast – Wahlbereich II, Listenplatz 1 – 567 Stimmen
- Laura Rödiger – Wahlbereich V, Listenplatz 1 – 1.020 Stimmen
MWG
- Torsten Bruns – Wahlbereich II, direkt – 947 Stimmen
Damit liegt das vorläufige Ergebnis der Kreistagswahl vom 13. September 2026 im Landkreis Leer vor. Sämtliche 263 von 263 Ergebnissen sind eingegangen.
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Nordgeorgsfehnkanal: 31,8 Kilometer Geschichte, Schleusen und Freizeit auf Ostfrieslands Wasserstraße
Die MS „Ella“ auf dem Nordgeorgsfehnkanal. Das Foto wurde von Hans-Albert Dirks aufgenommen.
Nordgeorgsfehnkanal: Historische Wasserstraße zwischen Jümme und Ems-Jade-Kanal
Der Nordgeorgsfehnkanal (NGFK) ist eine der bedeutenden historischen Wasserstraßen Ostfrieslands. Auf einer Länge von 31,8 Kilometern verbindet er die Jümme bei Stickhausen mit dem Ems-Jade-Kanal bei Marcardsmoor nördlich von Wiesmoor. Heute ist der Kanal vor allem für Sportbootfahrer, Kanuten, Ausflugsschiffe und Angler von Bedeutung. Ursprünglich wurde er jedoch vor allem für die Entwässerung der Moorgebiete und den Transport von Torf und Kohle gebaut.
31,8 Kilometer Wasserstraße mit acht Schleusen
Der Nordgeorgsfehnkanal ist rund 13 Meter breit und ermöglicht einen Tiefgang von bis zu 1,4 Metern. Die zulässige Durchfahrtshöhe beträgt grundsätzlich etwa 2,2 Meter. Entlang der Strecke befinden sich insgesamt acht Schleusen, außerdem 15 feste und zehn bewegliche Brücken.
Der Kanal befindet sich im Eigentum des Landes Niedersachsen und wird vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) betrieben.
Der endgültige Ausbau des Nordgeorgsfehnkanals wurde 1916 abgeschlossen. Der Kanal zweigt bei Kilometer 42,400 in Marcardsmoor vom Ems-Jade-Kanal ab und stellt auf einer Strecke von 31,8 Kilometern die Verbindung zum Leda-Jümme-Gebiet her.
Geschichte reicht bis in die 1820er-Jahre zurück
Die Geschichte des Nordgeorgsfehnkanals reicht deutlich weiter zurück als bis zu seiner endgültigen Fertigstellung.
Der südliche Abschnitt wurde bereits in den 1820er-Jahren gebaut. Er führte von der Jümme bei Stickhausen durch das Moorgebiet bis nach Nordgeorgsfehn. Dieser Teil war bis 1829 fertiggestellt und wurde zunächst als „Stickhauser Kanal“ bezeichnet.
Die weiteren Abschnitte wurden anschließend nicht in einem zusammenhängenden Bauprojekt errichtet. Die Verlängerung über Remels bis nach Neudorf in der Gemeinde Uplengen sowie später der weitere Ausbau bis zum Ems-Jade-Kanal wurden jeweils in kleineren Teilstücken geplant.
Insbesondere die Moorkolonisten waren am Ausbau beteiligt. Zwischen 1906 und 1916 entstand schließlich der Abschnitt bis zum Ems-Jade-Kanal bei Marcardsmoor nördlich von Wiesmoor. Die schrittweise Umsetzung führte dazu, dass sich die Fertigstellung des gesamten Kanals über viele Jahrzehnte hinzog.
Vom Tidebereich bei Stickhausen bis in die Höhenlage bei Wiesmoor
Der Nordgeorgsfehnkanal beginnt nordöstlich von Stickhausen an der Jümme. Der südwestliche Abschnitt zwischen der Jümme und der Schleuse bei Nordgeorgsfehn steht unter dem Einfluss der Tide.
In diesem Bereich bewegt sich der Wasserstand zwischen einem mittleren Tideniedrigwasser von NN +0,30 Meter und einem mittleren Tidehochwasser von NN +1,20 Meter.
Von Nordgeorgsfehn aus steigt der Wasserspiegel deutlich an. Bis zur Schleuse „NGDFK VI Wiesmoor Zentrum“ erreicht er NN +9,00 Meter. Anschließend fällt der Wasserstand wieder ab. Bei der Schleuse „NGDFK VII Wiesmoor Nord“ liegt der Kanal schließlich auf dem Niveau des Ems-Jade-Kanals bei NN +5,70 Metern.
Eine Besonderheit ist die achte Schleuse „NGDFK VIII Marcardsmoor“. Dort besteht kein Höhenunterschied. Die Schleuse dient ausschließlich der Sicherheit und ist deshalb stets geöffnet.
Früher Torf und Kohle, heute Sportboote und Kanus
Der Ausbau des Nordgeorgsfehnkanals hatte ursprünglich vor allem zwei wichtige Aufgaben: Zum einen sollte er die großen Hochmoorgebiete im südlichen Landkreis Wittmund entwässern, zum anderen sollte er die Verkehrsanbindung der Moorkolonien verbessern, die insbesondere um 1900 im Raum Wiesmoor entstanden.
Der Kanal wurde deshalb auch für den Gütertransport genutzt. Vor allem Torf und Kohle wurden über die Wasserstraße transportiert. Die Kohle diente unter anderem der Versorgung des Kraftwerks in Wiesmoor.
Mit dem Strukturwandel verlor die Wasserstraße ihre Bedeutung für den gewerblichen Güterverkehr. Die Frachtschifffahrt wurde 1962 eingestellt.
Seitdem steht die Freizeitnutzung im Mittelpunkt. Der Nordgeorgsfehnkanal wird von Sportbooten, Kanuten und Ausflugsschiffen genutzt. Außerdem ist er ein beliebtes Angelgewässer.
Der Kanal stellt für die Freizeitschifffahrt eine interessante Verbindung zwischen Weser, Ems und Jade her.
Bedeutung für die Wasserwirtschaft
Neben Schifffahrt und Freizeit hat der Nordgeorgsfehnkanal bis heute eine wichtige wasserwirtschaftliche Funktion.
Eine besondere Aufgabe ist die sogenannte Tauchtiefenbewirtschaftung. Wasser, das durch Pumpwerke an den fünf südlichen Schleusen gewonnen wird, fließt in Richtung Ems-Jade-Kanal. Dort trägt es zur Niedrigwasseraufhöhung bei.
Damit ist der Nordgeorgsfehnkanal nicht nur eine historische Verkehrsverbindung, sondern weiterhin Bestandteil der regionalen Wasserbewirtschaftung.

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Hinweise für Sportbootfahrer
Wer den Nordgeorgsfehnkanal mit einem Sportboot befahren möchte, muss einige Besonderheiten beachten.
Die Schleusen können nur nach vorheriger Anmeldung passiert werden. Dafür stehen die Telefonnummern 04956/1207 und 0170/2291417 zur Verfügung. Die Anmeldung sollte nach Möglichkeit zwei Werktage vor dem geplanten Fahrtantritt erfolgen.
Besondere Aufmerksamkeit ist im südlichen Kanalabschnitt zwischen Stickhausen und Brückenfehn erforderlich. Dieser Bereich steht unter Tideeinfluss.
Die Straßen- und Eisenbahnbrücke in Stickhausen haben bei mittlerem Tideniedrigwasser eine Durchfahrtshöhe von etwa 2,65 Metern. Die tatsächliche Durchfahrtshöhe hängt jedoch vom jeweiligen Ablaufen des Tideniedrigwassers ab.
Mit der Tide richtig planen
Für Sportbootfahrer ist deshalb eine genaue Planung der Fahrtzeiten wichtig.
Wer von Stickhausen in Richtung Wiesmoor unterwegs ist, sollte die Brücken möglichst mit dem letzten Ebbestrom unterqueren. Anschließend empfiehlt es sich, am Warteanleger des NLWKN hinter der Eisenbahnbrücke auf die Flut zu warten.
Eine unmittelbare Weiterfahrt ist in der Regel nicht möglich, weil der Kanal in Richtung Brückenfehn bei Niedrigwasser teilweise nur etwa 30 Zentimeter Wasser führt.
In der Gegenrichtung – also von Wiesmoor kommend – sollten Sportbootfahrer mit dem Hochwasser in Brückenfehn ablegen. Am Warteanleger des NLWKN vor der Eisenbahnbrücke in Stickhausen kann anschließend auf das Niedrigwasser gewartet werden.
Beliebtes Ziel für Freizeit und Angeln
Heute ist der Nordgeorgsfehnkanal vor allem ein ruhiges Revier für die Freizeit auf dem Wasser. Neben Sportbootfahrern nutzen auch Kanuten die historische Wasserstraße. Ausflugsschiffe verkehren ebenfalls auf dem Kanal.
Auch für Angler ist die Strecke interessant. Der Nordgeorgsfehnkanal wird als Angelgewässer genutzt. Gastkarten sind beispielsweise bei der Tourist Information oder beim Camping- und Bungalowpark Ottermeer erhältlich.
So verbindet der Nordgeorgsfehnkanal heute Geschichte, Wasserwirtschaft und Freizeitnutzung. Was einst als Infrastruktur für die Entwässerung der Moore und den Transport von Torf und Kohle entstand, ist inzwischen eine wichtige Wasserverbindung für die Freizeitschifffahrt in Ostfriesland.
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Kommunalwahl in Ostfriesland: CDU bleibt zweitstärkste Kraft – Thiele dankt Kandidaten und Helfern
Ulf Thiele bei der Analyse der Wahlergebnisse im Mariko in Leer. Der Vorsitzende der CDU Ostfriesland kündigte nach der Kommunalwahl eine sorgfältige und selbstkritische Auswertung der Ergebnisse an. Zugleich dankte er den Kandidatinnen und Kandidaten sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz. Foto: Ingo Tonsor
CDU Ostfriesland zieht Bilanz nach Kommunalwahl 2026: Thiele dankt Kandidaten und Ehrenamtlichen
Ulf Thiele: „Dank an alle, die Verantwortung für ihre Heimat übernehmen“ – CDU gratuliert OB Kruithoff sowie den Landräten Heymann und Groote – Respekt für Olaf Bade im Landkreis Leer – Union bleibt zweitstärkste politische Kraft in Ostfriesland
Ostfriesland. Nach den Kommunalwahlen in Niedersachsen hat der Vorsitzende der CDU Ostfriesland, Ulf Thiele MdL, auf Grundlage der vorläufigen amtlichen Endergebnisse eine erste Bilanz gezogen. Thiele gratulierte den gewählten Hauptverwaltungsbeamten, dankte allen Kandidatinnen und Kandidaten für ihren Einsatz und kündigte zugleich eine sorgfältige und selbstkritische Auswertung der Ergebnisse der CDU bei den Kreistags- und Ratswahlen an.
Tim Kruithoff mit 68,72 Prozent als Oberbürgermeister von Emden wiedergewählt
Besonders hob Ulf Thiele den Wahlerfolg von Tim Kruithoff in Emden hervor. Der parteilose und unabhängige Oberbürgermeister wurde mit 68,72 Prozent der Stimmen gegen sieben Mitbewerberinnen und Mitbewerber wiedergewählt.
Die CDU Emden hatte bereits im November 2024 einstimmig beschlossen, Kruithoff für eine zweite Amtszeit zu unterstützen.
Thiele bezeichnete das Ergebnis als herausragend. „Tim Kruithoff hat mit 68,72 Prozent gegen sieben Mitbewerberinnen und Mitbewerber ein herausragendes Ergebnis erzielt“, erklärte der CDU-Ostfriesland-Vorsitzende.
Das Ergebnis sei insbesondere vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen Emdens bemerkenswert. Dabei bewege vor allem die Zukunft des Volkswagen-Standortes viele Menschen in der Stadt.
Kruithoff habe einen sehr engagierten Wahlkampf geführt und zugleich während seiner ersten Amtszeit nach Einschätzung Thieles wichtige Akzente gesetzt. Er habe die Stadt vorangebracht, die Verwaltung hervorragend organisiert und Emden nach außen überzeugend vertreten.
„Dieses klare Votum der Emderinnen und Emder ist eine starke Bestätigung seiner Arbeit und ein großer persönlicher Erfolg“, so Thiele.
Matthias Groote als Landrat im Landkreis Leer bestätigt
Auch im Landkreis Leer ist die Landratswahl entschieden. Matthias Groote (SPD) wurde als Landrat wiedergewählt.
Ulf Thiele gratulierte Groote ebenso wie den weiteren gewählten Hauptverwaltungsbeamten im Namen der CDU Ostfriesland und wünschte ihnen für ihre weitere Arbeit eine glückliche Hand und viel Erfolg im Interesse der Menschen in ihren Kommunen.
Besondere Anerkennung sprach Thiele dem unabhängigen Landratskandidaten Olaf Bade aus, der von der CDU und Wählergemeinschaften unterstützt worden war.
Groote erreichte nach dem vorläufigen Ergebnis gut 51,7 Prozent und entging damit denkbar knapp einer Stichwahl. Olaf Bade kam bei seiner ersten Kandidatur aus dem Stand auf mehr als 40 Prozent der Stimmen.
„Angesichts einer erst sehr kurzfristig begonnenen Kandidatur und eines Wahlkampfes praktisch ohne längeren Vorlauf ist das ein wirklich sehr respektables und gutes Ergebnis“, erklärte Thiele.
Thiele dankt Olaf Bade für intensiven Wahlkampf
Bade habe innerhalb weniger Wochen mit außerordentlichem persönlichem Einsatz einen intensiven Wahlkampf geführt.
„Olaf Bade hat sich mit unfassbar viel Energie in diese Aufgabe gestürzt, war überall im Landkreis unterwegs und hat in kürzester Zeit sehr viele Menschen erreicht und überzeugt“, sagte Thiele.
Dafür wolle er Bade persönlich und im Namen der CDU Ostfriesland ausdrücklich danken.
Das Ergebnis zeige, welches Potenzial in seiner Kandidatur gelegen habe. „Mehr als 40 Prozent aus dem Stand sind unter diesen Voraussetzungen eine bemerkenswerte Leistung“, so Thiele.

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Landratswahl im Landkreis Aurich geht in die Stichwahl
Im Landkreis Aurich ist die Entscheidung über das Landratsamt dagegen noch nicht gefallen. Dort wird der Landrat in einer Stichwahl zwischen Olaf Wiltfang (SPD) und Detlev Krüger (FREIE WÄHLER) bestimmt.
Auch der CDU-Landratskandidatin Dr. Edith Ulferts sprach Ulf Thiele ausdrücklich seinen Dank aus.
„Edith Ulferts hat mit großem persönlichen Engagement für ihre Vorstellungen von der Zukunft des Landkreises Aurich geworben. Auch ihr und ihrem gesamten Wahlkampfteam gilt mein herzlicher Dank“, erklärte Thiele.
Dass es für den Einzug in die Stichwahl nicht gereicht habe, sei enttäuschend. Das schmälere jedoch keineswegs den Einsatz, den Ulferts und ihr Team in den vergangenen Wochen geleistet hätten.
CDU bleibt zweitstärkste politische Kraft in Ostfriesland
Bei den Wahlen zu den drei Kreistagen und zum Rat der Stadt Emden ergibt sich nach Einschätzung der CDU Ostfriesland auf Grundlage der vorläufigen amtlichen Endergebnisse ein klares politisches Bild.
Die CDU bleibt zweitstärkste politische Kraft in Ostfriesland. Mit dem eigenen Ergebnis könne und dürfe die Union allerdings nicht zufrieden sein.
„Wir haben gegenüber der Kommunalwahl 2021 Stimmenanteile verloren. Das werden wir sehr genau und ohne Beschönigung analysieren“, kündigte Ulf Thiele an.
Dabei müssten sowohl die regional unterschiedlichen Entwicklungen als auch gemeinsame Trends betrachtet werden.
Bundespolitische Stimmung beeinflusst Kommunalwahl
Nach Einschätzung Thieles haben auch bundespolitische Entwicklungen die Kommunalwahl überlagert.
„Die Verschiebungen zeigen sich in ähnlicher Weise in sehr unterschiedlichen Kommunen und betreffen nicht nur die CDU. Das spricht dafür, dass neben den kommunalen Themen die bundespolitische Stimmung Einfluss auf die Wahlentscheidung hatte“, erklärte der CDU-Landespolitiker.
Das entbinde die CDU jedoch nicht davon, das eigene Abschneiden kritisch zu betrachten und daraus die richtigen Konsequenzen für die kommunalpolitische Arbeit zu ziehen.
Dank an Kandidaten und ehrenamtliche Helfer
Besonders dankte Thiele den zahlreichen Menschen, die für die CDU bei den Kommunalwahlen angetreten waren.
Sein Dank gelte allen Frauen und Männern, die auf CDU-Listen für die Kreistage, den Rat der Stadt Emden sowie für Stadt‑, Gemeinde- und Samtgemeinderäte kandidiert hatten. Ebenso dankte er den Kandidatinnen und Kandidaten für Bürgermeister- und Landratsämter.
„Sie haben Gesicht gezeigt, Verantwortung übernommen und sich einem demokratischen Wettbewerb gestellt“, so Thiele.
Der Wahlkampf sei unter nicht einfachen politischen Rahmenbedingungen mit großem persönlichem Einsatz geführt worden.
Thiele würdigte dabei ausdrücklich auch die Arbeit der Orts‑, Gemeinde‑, Stadt- und Kreisverbände sowie der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.
Sie seien an Haustüren und Wahlkampfständen unterwegs gewesen, hätten Veranstaltungen organisiert, Plakate aufgehängt und wieder abgenommen, Gespräche geführt und bis zuletzt um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler geworben.
„Dieser überwältigende ehrenamtliche Einsatz verdient meinen größten Respekt und meinen herzlichen Dank“, erklärte Thiele.
Dank gilt auch Kandidaten anderer demokratischer Parteien
Der Dank des CDU-Vorsitzenden beschränkt sich ausdrücklich nicht auf die eigene Partei.
„Kommunale Demokratie lebt davon, dass Menschen bereit sind, einen erheblichen Teil ihrer Freizeit für ihre Stadt, ihre Gemeinde oder ihren Landkreis einzusetzen“, betonte Thiele.
Deshalb danke er auch den Kandidatinnen und Kandidaten der anderen demokratischen Parteien und Wählergemeinschaften, die sich zur Wahl gestellt hätten und in den kommenden fünf Jahren Verantwortung übernehmen würden.
Thiele kritisiert fehlende Kandidaten der AfD für errungene Mandate
Mit Sorge betrachtet Ulf Thiele eine konkrete Folge der starken Stimmenzuwächse der AfD. In mehreren Städten und Gemeinden in Ostfriesland könne die Partei nach den vorläufigen amtlichen Endergebnissen nicht alle Mandate besetzen, die ihr aufgrund ihres Wahlergebnisses zustehen.
„Die personelle Aufstellung der AfD in Ostfriesland ist offenkundig deutlich schwächer als ihre Wahlergebnisse“, erklärte Thiele.
Dies führe dazu, dass die AfD in verschiedenen Städten und Gemeinden errungene Sitze nicht besetzen könne.
Nach Einschätzung Thieles sei die Konsequenz nicht nur eine kleinere kommunale Vertretung. Gleichzeitig seien dadurch weniger ehrenamtlich engagierte Menschen in den Räten und deren Gremien vertreten, die sich um konkrete Anliegen der Bürger kümmern und gemeinsam über die Entwicklung ihrer Kommune beraten könnten.
Andere Kandidatinnen und Kandidaten, die zur Mitarbeit bereit seien, könnten diese unbesetzten Sitze nicht übernehmen.
„Eine derart defizitäre personelle Aufstellung schwächt deshalb am Ende das ehrenamtliche kommunale Engagement insgesamt“, so Thiele.
CDU Ostfriesland kündigt genaue Analyse der Wahlergebnisse an
Mit dem Vorliegen der vorläufigen amtlichen Endergebnisse beginnt für die CDU Ostfriesland nun die detaillierte Analyse der Kommunalwahlergebnisse.
Dabei sollen sowohl die regional unterschiedlichen Entwicklungen als auch gemeinsame Trends betrachtet werden.
„Wir werden nichts schönreden. Aber wir haben auch keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen“, erklärte Ulf Thiele abschließend.
Die CDU bleibe eine starke kommunalpolitische Kraft in Ostfriesland. Vor allem verfüge die Union über viele engagierte Frauen und Männer, die bereit seien, vor Ort Verantwortung zu übernehmen.
„Ihnen gilt heute mein Dank. Und ab morgen geht es darum, das Vertrauen, das uns die Menschen gegeben haben, durch gute und verlässliche kommunalpolitische Arbeit zu rechtfertigen – und dort Vertrauen zurückzugewinnen, wo wir es bei dieser Wahl verloren haben“, so Thiele.
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