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Ölwehr­übung im Hafen Pogum: Land­kreis Leer und NLWKN pro­ben den Ernstfall

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Gemein­sa­me Ölwehr­übung im Hafen Pogum: Ein­satz­kräf­te pro­ben den Ernstfall

Land­kreis Leer und NLWKN trai­nie­ren gemein­sam die Bekämp­fung einer grö­ße­ren Ölverschmutzung

Pogum – Wie lässt sich bei einer Schiff­sa­va­rie schnell und wir­kungs­voll auf eine grö­ße­re Ölver­schmut­zung reagie­ren? Die­ser Fra­ge gin­gen der Land­kreis Leer und die Dienst­stel­le Nor­den des Nie­der­säch­si­schen Lan­des­be­triebs für Was­ser­wirt­schaft, Küs­ten- und Natur­schutz (NLWKN) am 19. Sep­tem­ber 2026 bei einer umfas­sen­den gemein­sa­men Ölwehr­übung im Hafen Pogum nach.

Als fik­ti­ves Sze­na­rio wur­de die Hava­rie eines Schif­fes ange­nom­men, bei der eine gro­ße Men­ge Öl aus­ge­tre­ten war. Zwi­schen 9 und 14 Uhr trai­nier­ten die betei­lig­ten Ein­satz­kräf­te unter rea­lis­ti­schen Bedin­gun­gen ver­schie­de­ne Ver­fah­ren zur Auf­nah­me und Zwi­schen­la­ge­rung des simu­lier­ten Öls. Dabei kam Spe­zi­al­ge­rät der Part­ner­ge­mein­schaft der Küs­ten­län­der und des Bun­des vom Ölwehr­stütz­punkt Hil­gen­rie­der­siel zum Einsatz.

Pra­xis­na­he Schu­lun­gen mit Spezialgerät

Im Ver­lauf der fünf­stün­di­gen Übung durch­lie­fen die Ein­satz­kräf­te meh­re­re pra­xis­na­he Schu­lungs­sta­tio­nen. Das Exper­ten-Team des NLWKN über­nahm dabei die Ein­wei­sung in die ver­schie­de­nen Gerä­te und deren fach­ge­rech­te Inbetriebnahme.

Geschult wur­de unter ande­rem der Ein­satz von Bürs­ten- und Trogs­kim­mern. Die­se Gerä­te die­nen dazu, Öl von der Was­ser­ober­flä­che auf­zu­neh­men. Für den Betrieb wur­den auch die erfor­der­li­chen Schläu­che und Schlauch­was­ser­pum­pen eingesetzt.

Dar­über hin­aus übten die Ein­satz­kräf­te den fach­ge­rech­ten Umgang mit einer Dick­stoff­pum­pe ein­schließ­lich Zube­hör. Auch eine Vaku­um­an­la­ge wur­de prak­tisch ein­ge­setzt. Die­se arbei­te­te mit einem Saug­rohr sowie einer Saugschaufel.

Für die Zwi­schen­spei­che­rung des auf­ge­nom­me­nen und im Übungs­sze­na­rio simu­lier­ten Öls kam ein Schnell­mon­ta­ge­be­häl­ter mit einem Fas­sungs­ver­mö­gen von 50 Kubik­me­tern zum Einsatz.

Rund 50 Ein­satz­kräf­te aus dem Land­kreis Leer beteiligt

Die Kreis­be­reit­schaft des Land­krei­ses Leer für den Küs­ten- und Hoch­was­ser­schutz war mit rund 50 Ein­satz­kräf­ten an der Groß­übung betei­ligt. Zusätz­lich stell­te die Was­ser­ret­tung der Kreis­feu­er­wehr Leer ein Ein­satz­boot bereit. Die­ses sicher­te die Arbei­ten im Hafen­be­reich ab.

Die betei­lig­ten Kräf­te absol­vier­ten die ein­zel­nen Schu­lungs­sta­tio­nen mit gro­ßem Erfolg. Nach fünf Stun­den inten­si­ver prak­ti­scher Zusam­men­ar­beit ende­te die Übung am frü­hen Nachmittag.

Die Maß­nah­me zeig­te dabei die Bedeu­tung einer abge­stimm­ten Zusam­men­ar­beit im Küs­ten­schutz. Land­kreis, ört­li­che Feu­er­weh­ren und der NLWKN konn­ten unter rea­lis­ti­schen Bedin­gun­gen die vor­han­de­nen Abläu­fe, Gerä­te und Ein­satz­mög­lich­kei­ten gemein­sam erproben.

Ver­ant­wort­li­che und Ausbilder

Für die Vor­be­rei­tung und Durch­füh­rung der Übung waren der stell­ver­tre­ten­de Brand­schutz­ab­schnitts­lei­ter Süd Hol­ger Blei­cher sowie Jens Buß und Ralf Ecken von der Kreis­feu­er­wehr­be­reit­schaft des Land­krei­ses Leer verantwortlich.

Sei­tens des NLWKN und des Ölwehr­stütz­punk­tes Hil­gen­rie­der­siel lei­te­ten Ger­rit Groon, Mar­kus Fahl­ke und wei­te­re Aus­bil­der die Schu­lun­gen und wie­sen die Ein­satz­kräf­te in die Spe­zi­al­tech­nik ein.

Land­rat und Füh­rungs­kräf­te vor Ort

Auch meh­re­re Gäs­te mach­ten sich per­sön­lich ein Bild von der Übung und der Leis­tungs­fä­hig­keit der ein­ge­setz­ten Ein­hei­ten. Vor Ort waren unter ande­rem Land­rat Mat­thi­as Groo­te, Kreis­brand­meis­ter Ernst Ber­ends, der stell­ver­tre­ten­de Kreis­brand­meis­ter Mar­co Schmidt sowie der stell­ver­tre­ten­de Ord­nungs­amts­lei­ter Ger­rit Gathen.

Für die Ver­pfle­gung der rund 60 Teil­neh­mer sorg­te der Logis­tik­zug der Kreis­feu­er­wehr Leer. Neben war­men und kal­ten Geträn­ken wur­de zur Mit­tags­zeit eine Lin­sen- und Erb­sen­sup­pe ausgegeben.

Die gemein­sa­me Ölwehr­übung im Hafen Pogum bot damit nicht nur die Mög­lich­keit, Spe­zi­al­tech­nik unter rea­lis­ti­schen Bedin­gun­gen ein­zu­set­zen. Sie dien­te zugleich dazu, die Zusam­men­ar­beit der ver­schie­de­nen für den Küs­ten- und Gewäs­ser­schutz zustän­di­gen Ein­satz­kräf­te wei­ter zu festigen.

Foto: Joa­chim Rand

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