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Olaf Lies zur Hochwasserkatastrophe

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Olaf Lies zur Hoch­was­ser­ka­ta­stro­phe: „Hoch­was­ser­schutz und Pro­gno­se­fä­hig­keit für die Zukunft entscheidend”

Der Nie­der­säch­si­sche Umwelt­mi­nis­ter Olaf Lies zur Hoch­was­ser­ka­ta­stro­phe in Tei­len Nord­rhein-West­fa­lens und in Rhein­land-Pfalz: „Die Ereig­nis­se in NRW füh­ren uns ein­mal mehr auf trau­ri­ge und gleich­zei­tig beun­ru­hi­gen­de Art und Wei­se vor Augen, dass der Kli­ma­wan­del Rea­li­tät ist. Unser Mit­ge­fühl ist bei den Betrof­fe­nen und den Ange­hö­ri­gen. Die­se hohe Zahl von Toten und Ver­letz­ten ist erschre­ckend. Und mit ihm nimmt die Wahr­schein­lich­keit für sol­che extre­men Wet­ter­ereig­nis­se wei­ter zu. Wir müs­sen daher nicht nur die Kli­ma­wan­del bekämp­fen, son­dern auch unser Land wider­stands­fä­hi­ger machen gegen die Fol­gen des Klimawandels.

Das bedeu­tet: noch mehr tun für den Küs­ten­schutz und für den Schutz vor Hoch­was­ser im Bin­nen­land. Seit den hef­ti­gen Ereig­nis­sen vor 4 Jah­ren haben wir hier in Nie­der­sach­sen eine Men­ge inves­tiert. Die­se Mil­lio­nen sind an der rich­ti­gen Stel­le inves­tier­tes Geld. Wir müs­sen aber gera­de bei den Ver­fah­ren noch schnel­ler werden. 

Und die Ereig­nis­se in NRW und im Süd­wes­ten Deutsch­lands zei­gen auch, wie wich­tig die Pro­gno­se­fä­hig­keit ist. Die Fra­ge, ob sol­che Gefah­ren früh genug erkannt wer­den kön­nen, kann am Ende über Men­schen­le­ben ent­schei­den. Auch hier haben wir in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in Nie­der­sach­sen zahl­rei­che Pro­jek­te initi­iert. So bau­en wir unse­re Hoch­was­ser­vor­her­sa­ge­sys­te­me kon­se­quent wei­ter aus. Durch die Auf­nah­me neu­er, auch klei­ne­rer Fluss­ge­bie­te wird eine Pro­gno­se so immer detail­lier­ter möglich.

Fest steht aber auch: der Kli­ma­wan­del bleibt die Haupt­ur­sa­che und damit die Wur­zel des Pro­blems. Ihn müs­sen wir wei­ter bekämp­fen. Sol­che schreck­li­chen Ereig­nis­se, wie wir sie in den letz­ten Tagen erlebt haben, sind auch für Nie­der­sach­sen nicht aus­zu­schlie­ßen. Ent­schei­dend ist eine mög­lichst gute Vorbereitung.”

Links und Hintergrund:

Aktu­el­le Infos zum Hoch­was­ser­ge­sche­hen in Nie­der­sach­sen fin­den sich hier auf der Sei­te der Hoch­was­ser­vor­her­sa­ge­zen­tra­le, ins­be­son­de­re zu den aktu­el­len Pegel­stän­den: www.pegelonline.nlwkn.niedersachsen.de

Neu ist außer­dem das Hoch­was­ser­kom­pe­tenz­zen­trum im NLWKN   Hoch­was­ser­kom­pe­tenz­zen­trum (HWK) | Nds. Lan­des­be­trieb für Was­ser­wirt­schaft, Küs­ten- und Natur­schutz (niedersachsen.de)

o   Schwer­punk­te sind hier:

  • Hoch­was­ser­schutz-Bera­tung - vor allem für die Kommunen,
  • die Bera­tung zum Son­der­ver­mö­gen Hoch­was­ser­schutz,
  • die Umset­zung der Hoch­was­ser­ri­si­ko­ma­nage­mentrichtli­nie (HWRM-RL) — Aus­wei­sung von Über­schwem­mungs­ge­bie­ten
  • sowie die zen­tra­le Koor­di­nie­rung der lan­des­wei­ten Fra­ge­stel­lun­gen rund um die Ermitt­lung von Über­schwem­mungs­ge­bie­ten (ÜSG).

Bau- und Finan­zie­rungs­pro­gramm „Hoch­was­ser­schutz im Binnenland”

Mit dem Bau- und Finan­zie­rungs­pro­gramm „Hoch­was­ser­schutz im Bin­nen­land” wer­den jähr­lich För­der­mit­tel zur Ver­fü­gung gestellt.  Im Zeit­raum 2017 bis ein­schließ­lich 2020 wur­den ins­ge­samt 146 Hoch­was­ser­schutz-Vor­ha­ben mit För­der­mit­teln von ins­ge­samt 75,771 Mio. Euro rea­li­siert. Die Haus­halts­mit­tel stam­men aus natio­na­len För­der­quel­len (Rah­men­plan Hoch­was­ser­schutz, Son­der­rah­men­plan, Lan­des­mit­tel) sowie aus EU-Haus­halts­mit­teln (ELER).

Die För­der­mit­tel wur­den im Wesent­li­chen für fol­gen­de was­ser­wirt­schaft­li­che Vor­ha­ben, die der Abwehr von Natur­ka­ta­stro­phen im spe­zi­el­len vor Hoch­was­ser im Bin­nen­land sowie der Erhö­hung der Sicher­heit vor Über­flu­tung durch Hoch­was­ser die­nen, verwendet:

  • Neu­bau und Erwei­te­rung von Hoch­was­ser­schutz­an­la­gen, ins­be­son­de­re von Dei­chen ein­schließ­lich der zuge­hö­ri­gen Deich­ver­tei­di­gungs­we­ge, Däm­men, Tal­sper­ren und Schöpfwerken,
  • der Rück­bau von Dei­chen zur Ver­bes­se­rung des Hoch­was­ser­schut­zes, ins­be­son­de­re zur              Wie­der­ge­win­nung von Überschwemmungsgebieten,
  • die Grund­in­stand­set­zung vor­han­de­ner Schöpfwerke,
  • kon­zep­tio­nel­le Vor­ar­bei­ten und Erhe­bun­gen sowie beglei­ten­de Vor- und Nach­ar­bei­ten im Zusam­men­hang mit den vor­ste­hend genann­ten Vor­ha­ben, wie z.B. Pla­nun­gen (wie z.B. Mach­bar­keits­stu­di­en, Vari­an­ten­un­ter­su­chun­gen, Hoch­was­ser­schutz­plä­ne, Geneh­mi­gungs- und Ausführungsplanungen),
  • Ein­zel­fall­un­ter­su­chun­gen (wie z. B. Beweissicherungen),
  • die Bera­tung von ört­li­chen Akteu­ren durch das Land im Hin­blick auf eine fluss­ge­biets­wei­se Betrach­tung des Hoch­was­ser­schut­zes sowie
  • ein­zugs­ge­biets­be­zo­ge­ne Kon­zep­tio­nen zum Umgang mit den Hoch­was­ser­ri­si­ken auf der Grund­la­ge von Zusam­men­schlüs­sen meh­re­rer zustän­di­ger Kom­mu­nen und/oder Verbänden.

Im Bau- und Finan­zie­rungs­pro­gramm Hoch­was­ser­schutz im Bin­nen­land des Jah­res 2021 sind ins­ge­samt 149 Vor­ha­ben ent­hal­ten, für deren Umset­zung nach aktu­el­lem Stand in 2021 För­der­mit­tel in Höhe von rund 32 Mio. Euro aus natio­na­len Mit­teln und EU-Mit­teln ver­wen­det wer­den sollen.


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