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Ost­fries­land: Feu­er­wehr Aurich probt digi­ta­len Ernst­fall bei gro­ßen Flächenlagen

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Stadt­brand­meis­ter Heinz Holl­we­del eröff­ne­te die Nach­be­spre­chung im Anschluss an den groß ange­leg­ten Pra­xis­test und dank­te den rund 100 Ein­satz­kräf­ten für die erfolg­rei­che Erpro­bung der neu­en digi­ta­len Ein­satz­struk­tur im Stadt­ge­biet Aurich. Foto: Sön­ke Geiken/Freiwillige Feu­er­wehr Aurich

Digi­ta­li­sie­rung im Ein­satz: Feu­er­wehr Aurich probt den Ernst­fall bei Flächenlagen

Mit rund 100 Ein­satz­kräf­ten und allen zehn Orts­feu­er­weh­ren hat die Stadt Aurich am ver­gan­ge­nen Sams­tag ein zukunfts­wei­sen­des Kon­zept zur Bewäl­ti­gung von Groß­scha­dens­la­gen getes­tet. Im Fokus der groß ange­leg­ten Pra­xis­übung stand die digi­ta­le Koor­di­na­ti­on bei soge­nann­ten Flä­chen­la­gen – Sze­na­ri­en wie schwe­re Stür­me oder Hoch­was­ser, bei denen eine Viel­zahl von Ein­sät­zen gleich­zei­tig koor­di­niert wer­den muss.


Opti­mie­rung nach Stark­re­gen­er­eig­nis 2024

Aus­lö­ser für die Neu­aus­rich­tung war das schwe­re Stark­re­gen­er­eig­nis im August 2024. Eine dar­auf­hin gegrün­de­te Arbeits­grup­pe ent­wi­ckel­te ein opti­mier­tes Kon­zept, um die Effi­zi­enz und Kom­mu­ni­ka­ti­on in Kri­sen­si­tua­tio­nen zu stei­gern. Die Übung am Sams­tag dien­te als Belas­tungs­test für die neu beschaff­ten Tablets in den Ein­satz­fahr­zeu­gen und die über­ar­bei­te­te Arbeitsstruktur.

Die Ört­li­che Ein­satz­lei­tung (ÖEL) als Herzstück

Zen­tra­les Ele­ment bei Unwet­ter­la­gen ist die Ört­li­che Ein­satz­lei­tung (ÖEL) im Feu­er­wehr­haus Sand­horst. Besetzt durch Spe­zia­lis­ten der Ein­satz­leit­wa­gen-Besat­zun­gen aus Aurich und Sand­horst, über­nimmt die­se Ein­heit die Sich­tung und Prio­ri­sie­rung der Hilfeersuchen.

  • Effi­zi­en­te Dis­po­si­ti­on: Über die Fach­soft­ware Fire­board wer­den Ein­sät­ze nach Dring­lich­keit sortiert.

  • Geziel­ter Mit­tel­ein­satz: Jedem Not­ruf wird das am bes­ten geeig­ne­te und am nächs­ten gele­ge­ne Ret­tungs­mit­tel zugewiesen.

Ent­las­tung des Funk­ver­kehrs durch digi­ta­le Rückmeldung

Ein ent­schei­den­der Vor­teil der neu­en digi­ta­len Stra­te­gie ist die Ent­las­tung der Funk­ka­nä­le. Wäh­rend der Übung wur­den ab 09:15 Uhr ins­ge­samt 180 fik­ti­ve Sze­na­ri­en direkt auf die Tablets in den Fahr­zeu­gen übermittelt.

  1. Auf­trags­über­nah­me: Ein­satz­kräf­te erhal­ten alle Details digital.

  2. Sta­tus­mel­dun­gen: Rück­mel­dun­gen zur Lage vor Ort erfol­gen per Software-Klick.

  3. Frei­er Funk: Die Funk­fre­quen­zen blei­ben somit für lebens­be­droh­li­che Not­fäl­le und drin­gen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on frei.

Dank der inte­grier­ten Mobil­funk­an­bin­dung ist zudem eine Echt­zeit-Stand­ort­lo­ka­li­sie­rung der Fahr­zeu­ge mög­lich, was die Wege­zei­ten im Ernst­fall verkürzt.

Posi­ti­ves Fazit nach inten­si­vem Testlauf

Nach gut zwei Stun­den inten­si­ven Test­be­triebs zogen Übungs­lei­tung und Teil­neh­mer im Feu­er­wehr­haus Sand­horst ein posi­ti­ves Fazit. Die gesetz­ten Zie­le wur­den voll­um­fäng­lich erreicht. Die gesam­mel­ten Daten und das Feed­back der Ein­satz­kräf­te wer­den in den kom­men­den Wochen aus­ge­wer­tet, um das Sys­tem wei­ter zu verfeinern.

„Die Funk­tio­na­li­tät muss im Ernst­fall auf Anhieb gewähr­leis­tet sein, um vie­len Men­schen gleich­zei­tig schnellst­mög­lich hel­fen zu können.“

Durch die­sen Pra­xis­test ist die Feu­er­wehr Aurich tech­nisch und orga­ni­sa­to­risch bes­tens gerüs­tet, um künf­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen durch Extrem­wet­ter­er­eig­nis­se pro­fes­sio­nell zu begegnen.

Wei­te­re Fotos fin­den Sie auf der Face­book­sei­te “Wir Leeraner”

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