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Prä­ven­ti­on und Schutz: Das Ems­land wird offi­zi­ell FSME-Risikogebiet

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Zecken­biss: So schüt­zen Sie sich in der Feri­en­zeit richtig

Die Urlaubs­zeit steht vor der Tür, die Tem­pe­ra­tu­ren stei­gen und es zieht uns nach drau­ßen. Doch mit der Wär­me wer­den auch Zecken im Grü­nen aktiv. Ob beim Wan­dern, Cam­ping oder dem ein­fa­chen Spa­zier­gang mit dem Hund – ein Zecken­biss ist nicht nur unan­ge­nehm, son­dern kann auch gesund­heit­li­che Risi­ken wie FSME oder Bor­re­lio­se bergen.

Nie­der­sach­sens Gesund­heits­mi­nis­ter Dr. Andre­as Phil­ip­pi betont: „Hat die Zecke zuge­sto­chen, soll­te man sie schnell ent­fer­nen.“ Wäh­rend Bor­re­lio­se-Bak­te­ri­en oft erst nach eini­gen Stun­den über­tra­gen wer­den, gelan­gen FSME-Viren sofort beim Stich in die Blutbahn.

FSME-Risi­ko­ge­bie­te: Das Ems­land und Cel­le im Fokus

Frü­her galt die Früh­som­mer-Menin­go­en­ze­pha­li­tis (FSME) vor allem als Pro­blem in Süd­deutsch­land. Mitt­ler­wei­le hat sich die Lage ver­än­dert. In Nie­der­sach­sen wur­den bereits zwei Land­krei­se offi­zi­ell zu Risi­ko­ge­bie­ten erklärt:

  • Land­kreis Ems­land 

  • Land­kreis Cel­le 

Wer in die­sen Regio­nen lebt oder dort Urlaub plant, soll­te eine FSME-Imp­fung in Erwä­gung zie­hen. Die Fall­zah­len in Nie­der­sach­sen schwank­ten zuletzt zwi­schen 7 (2021) und 13 Fäl­len (2024).

Bor­re­lio­se und FSME: Die Unterschiede

Merk­mal FSME Bor­re­lio­se
Erre­ger Virus Bak­te­ri­um
Über­tra­gung Sofort beim Stich Meist nach 12–24 Stun­den Saugzeit
Sym­pto­me Grip­pe­ähn­lich, Fie­ber, Ent­zün­dung der Hirn­häu­te möglich Wan­der­rö­te (ring­för­mig), Gelenkschmerzen
Schutz/Therapie Imp­fung ver­füg­bar, kei­ne ursäch­li­che Heilung Kei­ne Imp­fung, Behand­lung mit Anti­bio­ti­ka

Wich­ti­ger Hin­weis: Die soge­nann­te Wan­der­rö­te bei Bor­re­lio­se ist eine münz­gro­ße Rötung, die sich ring­för­mig um den Zecken­biss aus­brei­tet. Soll­ten Sie die­ses Sym­ptom bemer­ken, suchen Sie umge­hend einen Arzt auf.

Prä­ven­ti­on: So ver­mei­den Sie einen Zeckenbiss

Um das Risi­ko von vorn­her­ein zu mini­mie­ren, rät Dr. Masyar Mona­za­hi­an vom Lan­des­ge­sund­heits­amt (NLGA) zu ein­fa­chen, aber effek­ti­ven Maßnahmen:

  1. Die rich­ti­ge Klei­dung: Tra­gen Sie im Unter­holz fes­tes Schuh­werk sowie lan­ge Hosen und Ober­tei­le. Auf hel­ler Klei­dung las­sen sich die dunk­len Zecken viel leich­ter ent­de­cken, bevor sie die Haut erreichen.

  2. Repel­len­ti­en nut­zen: Insek­ten­schutz­mit­tel kön­nen Zecken für eini­ge Stun­den abwehren.

  3. Kör­per absu­chen: Nach jedem Auf­ent­halt in der Natur soll­ten Sie sich und Ihre Kin­der gründ­lich absu­chen. Zecken lie­ben war­me, dün­ne Haut­stel­len wie:

    • Knie­keh­len

    • Ach­sel­höh­len

    • Hals und Kopfbereich

    • Schritt­be­reich

Vor­sor­ge ist der bes­te Reiseschutz

Ein Zecken­biss soll­te nie­mals unter­schätzt wer­den, ist aber kein Grund zur Panik. Wer infor­miert ist, sich pas­send klei­det und gege­be­nen­falls den Impf­schutz mit dem Haus­arzt abklärt, kann die Feri­en­zeit unbe­schwert genie­ßen. Gera­de bei Rei­sen in öst­li­che oder süd­öst­li­che Nach­bar­län­der ist eine erhöh­te Auf­merk­sam­keit rat­sam, da dort vie­le Zecken infi­ziert sind.

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