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Ver­ein Stra­ßen­an­ker hilft Bedürf­ti­gen in der Regi­on – Nico Blo­em zeigt sich beeindruckt

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Zum Bild: Beim Ver­ein Stra­ßen­an­ker in Steen­fel­de (von links): Ilo­na van San­ten, Micha­el Lake­berg, Nico Blo­em und Ger­hard Wie­chers. Foto: privat

Stra­ßen­an­ker hilft Bedürf­ti­gen in der Regi­on: Nico Blo­em beein­druckt von ehren­amt­li­chem Engagement

Westoverledingen/Leer/Weener – Beim Ver­ein Stra­ßen­an­ker ste­hen Men­schen im Mit­tel­punkt, die häu­fig am Rand der Gesell­schaft ste­hen. Obdach­lo­se, Bedürf­ti­ge und alters­ar­me Men­schen erhal­ten Unter­stüt­zung, Essen und vor allem eine Anlauf­stel­le. Bei sei­ner Som­mer­rei­se infor­mier­te sich der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Nico Blo­em aus Wee­ner über die Arbeit des Ver­eins und zeig­te sich beeindruckt.

„Hier wird von Ehren­amt­li­chen Außer­ge­wöhn­li­ches für die Schwächs­ten in unse­rer Gesell­schaft geleis­tet. Dafür kann ich mich nur bedan­ken“, sag­te Nico Blo­em bei sei­nem Besuch beim Ver­ein Stra­ßen­an­ker. An dem Ter­min nahm auch der SPD-Rats­frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Ger­hard Wie­chers teil.

Der Ver­ein wird von zwölf Ehren­amt­li­chen getra­gen und steht unter der Lei­tung von Ilo­na van San­ten und Micha­el Lake­berg. Stra­ßen­an­ker küm­mert sich um Men­schen, die Unter­stüt­zung benö­ti­gen – ins­be­son­de­re um Obdach­lo­se, Bedürf­ti­ge und alters­ar­me Men­schen aus der gesam­ten Region.

Der Ver­ein ist mit zwei Stand­or­ten in Steen­fel­de und Leer aktiv und finan­ziert sei­ne Arbeit aus­schließ­lich über Spen­den.

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Hil­fe unab­hän­gig von Berechtigungsscheinen

Ein wich­ti­ger Bestand­teil der Arbeit sind die Essens­aus­ga­ben in Leer und Wee­ner. Dar­über hin­aus arbei­tet Stra­ßen­an­ker mit der Leera­ner Sup­pen­kü­che und der Begeg­nungs­stät­te „Kopf an“ zusammen.

Dabei setzt der Ver­ein bewusst auf einen nied­rig­schwel­li­gen Zugang. „Bei uns wird jeder bedient, egal ob er einen Berech­ti­gungs­schein hat oder nicht“, erklärt Ilo­na van Santen.

Wie groß der Bedarf ist, zei­gen die Besu­cher­zah­len. In Leer erreicht der Ver­ein regel­mä­ßig zwi­schen 60 und 80 Bedürf­ti­ge, in Wee­ner sind es etwa 30 bis 40 Men­schen.

Für vie­le Besu­cher ist die Unter­stüt­zung längst zu einem fes­ten Bestand­teil ihres All­tags gewor­den. „Wir haben einen fes­ten Kreis von Men­schen, die regel­mä­ßig zu uns kom­men – für sie sind wir tat­säch­lich ein Anker“, sagt van Santen.

Wunsch nach weni­ger Büro­kra­tie und mehr Zusammenarbeit

Im Gespräch mit Nico Blo­em mach­ten Ilo­na van San­ten und Micha­el Lake­berg auch deut­lich, wo sie Ver­bes­se­rungs­be­darf sehen. Sie wün­schen sich ins­be­son­de­re weni­ger Büro­kra­tie und eine stär­ke­re Zusam­men­ar­beit zwi­schen den ver­schie­de­nen Initia­ti­ven, die sich in der Regi­on um Men­schen in schwie­ri­gen Lebens­si­tua­tio­nen kümmern.

Denn die Her­aus­for­de­run­gen sind viel­fäl­tig. Nicht alle Men­schen, die Unter­stüt­zung benö­ti­gen, errei­chen die bestehen­den Hilfs­an­ge­bo­te. Bei man­chen rei­chen die staat­li­chen Leis­tun­gen nicht aus, bei ande­ren kom­men die vor­han­de­nen sozia­len Hil­fen aus unter­schied­li­chen Grün­den nicht an.

Nico Blo­em: „Es muss sich poli­tisch was tun“

Auch Nico Blo­em sieht hier Hand­lungs­be­darf. „Es gibt auch bei uns in der Regi­on vie­le Men­schen, denen es nicht gut geht. Bei denen die sozia­len Hil­fen, die unser Sozi­al­staat bie­tet, nicht ankom­men oder ein­fach nicht rei­chen – aus wel­chen Grün­den auch immer. Das ist eine Situa­ti­on, die kei­ner akzep­tie­ren darf“, beton­te der SPD-Landtagsabgeordnete.

Aus sei­ner Sicht müs­se des­halb auch auf poli­ti­scher Ebe­ne nach Lösun­gen gesucht wer­den. Gleich­zei­tig hob Blo­em die Bedeu­tung des ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments hervor.

„Es muss sich poli­tisch was tun, kei­ne Fra­ge. Ich bin sehr froh, dass es in unse­rer Regi­on Initia­ti­ven wie den Ver­ein Stra­ßen­an­ker gibt, der mit viel Lei­den­schaft und Herz­blut hilft. Respekt und herz­li­chen Dank für die­sen beein­dru­cken­den Ein­satz“, sag­te Bloem.

Stra­ßen­an­ker als wich­ti­ger Anlaufpunkt

Der Besuch mach­te deut­lich, wel­che Bedeu­tung ehren­amt­li­che Hilfs­an­ge­bo­te für Men­schen in schwie­ri­gen Lebens­si­tua­tio­nen haben. Mit sei­nen Stand­or­ten und den zahl­rei­chen Koope­ra­tio­nen leis­tet der Ver­ein Stra­ßen­an­ker einen wich­ti­gen Bei­trag zur Unter­stüt­zung von Bedürf­ti­gen in Leer, Wee­ner, Wes­t­ov­er­le­din­gen und der gesam­ten Regi­on.

Finan­ziert wird die Arbeit aus­schließ­lich durch Spen­den. Das Enga­ge­ment der zwölf Ehren­amt­li­chen ermög­licht es dem Ver­ein, Men­schen unab­hän­gig von büro­kra­ti­schen Hür­den Unter­stüt­zung und eine Anlauf­stel­le zu bieten.

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