Blaulicht

Wee­ner — Feu­er­wehr setzt auf inno­va­ti­ve Hochwasser-Abwehr

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Neu­er Hoch­was­ser­schutz: Feu­er­wehr-Füh­rungs­kräf­te der Kreis­be­reit­schaft Süd in Wee­ner geschult

Wee­ner – Der Kata­stro­phen­schutz in Nie­der­sach­sen setzt beim Hoch­was­ser­schutz auf Inno­va­ti­on statt auf Mus­kel­kraft: Um für künf­ti­ge Hoch­was­ser­la­gen opti­mal gerüs­tet zu sein, wur­den heu­te die Füh­rungs­kräf­te der Kreis­be­reit­schaft Süd auf dem Gelän­de des Bau­hofs in Wee­ner inten­siv im Umgang mit dem moder­nen „NOAQ Flood Fight­ing Sys­tem“ geschult.

Effi­zi­en­te Alter­na­ti­ve zum Sandsack

Das mobi­le Schutz­sys­tem mar­kiert einen deut­li­chen Fort­schritt in der Deich­ver­tei­di­gung und beim Objekt­schutz. Anstatt wie bis­her auf das arbeits­in­ten­si­ve und kräf­te­zeh­ren­de Schlep­pen von Tau­sen­den Sand­sä­cken ange­wie­sen zu sein, bie­tet das Sys­tem eine schnel­le und hoch­ef­fi­zi­en­te Lösung.

Unter der Lei­tung der erfah­re­nen Aus­bil­der Hol­ger Blei­cher, Ewald Spen­gel, Ralf Ecken, Jens Buß und Ingo Jel­ting lern­ten die anwe­sen­den Zug- und Grup­pen­füh­rer der Kreis­be­reit­schaft Süd den siche­ren Auf­bau und die tak­ti­sche Anwen­dung der mobi­len Wände.

Sta­bi­li­tät durch das eige­ne Gewicht des Wassers

Das Prin­zip des „Flood Fight­ing Sys­tems“ ist eben­so ein­fach wie geni­al: Die Ele­men­te wer­den am Boden ver­an­kert. Sobald das Hoch­was­ser ansteigt, nutzt das Sys­tem den anste­hen­den Was­ser­druck, um sich selbst zu sta­bi­li­sie­ren. Das Gewicht des Was­sers sorgt somit für den nöti­gen Halt und eine dich­te Abdich­tung gegen gefähr­de­te Berei­che. Der Vor­teil für die Ein­satz­kräf­te liegt auf der Hand: Die not­wen­di­ge Zeit und der kör­per­li­che Ein­satz bis zur vol­len Schutz­wir­kung wer­den mas­siv reduziert.

Stra­te­gi­sche Sta­tio­nie­rung im Landkreis

Damit die Schutz­wän­de im Ernst­fall kei­ne lan­gen Anfahrts­we­ge haben, sind sie stra­te­gisch auf ver­schie­de­ne Stand­or­te im Land­kreis Leer ver­teilt. Allein am Bau­hof in Wee­ner sind zwei Gebin­de mit ins­ge­samt 14 Ele­men­ten sta­tio­niert, die im Alarm­fall sofort abruf­be­reit sind.

„Mit die­ser Aus­bil­dung inves­tiert die Kreis­feu­er­wehr wei­ter kon­se­quent in den moder­nen Kata­stro­phen­schutz“, beton­te Kreis­brand­meis­ter Ernst Ber­ends anläss­lich der Übung. Ziel sei es, die Regi­on auch bei sich ändern­den kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen effek­tiv und zeit­nah vor Hoch­was­ser­ge­fah­ren schüt­zen zu können.

Foto: Kreis­feu­er­wehr Leer

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