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Groß­brand in Leer: Mehr als 250 Ein­satz­kräf­te bekämp­fen Feu­er auf Schrottplatz

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Groß­brand auf Schrott­platz in Leer: Mehr als 250 Ein­satz­kräf­te im Dauereinsatz

Leer. Der Groß­brand auf dem Gelän­de einer Recy­cling­fir­ma im Bereich des Indus­trie­ha­fens in Leer beschäf­tigt die Ein­satz­kräf­te wei­ter­hin. Seit Mitt­woch­abend gegen 23 Uhr sind Feu­er­wehr und zahl­rei­che wei­te­re Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen im Ein­satz. Auch am Don­ners­tag­abend lau­fen die Lösch­ar­bei­ten noch.

Mehr als 250 Ein­satz­kräf­te sind inzwi­schen an der Groß­la­ge betei­ligt. Neben Feu­er­weh­ren aus dem Land­kreis Leer unter­stüt­zen unter ande­rem das Tech­ni­sche Hilfs­werk (THW), das Deut­sche Rote Kreuz, der Kata­stro­phen­schutz des Land­krei­ses Leer, die Stadt­wer­ke, die Poli­zei sowie wei­te­re ört­li­che und über­ört­li­che Ein­hei­ten die Arbei­ten an der Einsatzstelle.

Schrott­hau­fen wer­den mit zwei Krä­nen umgeschichtet

Die beson­de­re Her­aus­for­de­rung für die Ein­satz­kräf­te liegt in den gro­ßen Schrott­men­gen auf dem Gelän­de. In den teil­wei­se hohen Schrott­hau­fen befin­den sich wei­ter­hin zahl­rei­che Glut­nes­ter und Brand­her­de, die von außen nur schwer zu errei­chen sind.

Am Don­ners­tag­vor­mit­tag wur­den des­halb zwei Krä­ne ein­ge­setzt. Mit ihnen wer­den die Schrott­hau­fen Stück für Stück aus­ein­an­der­ge­zo­gen und umge­schich­tet. Sobald ein­zel­ne Berei­che frei­ge­legt wer­den, kön­nen die Ein­satz­kräf­te die dort ent­ste­hen­den Brand­stel­len gezielt ablöschen.

Die Arbei­ten sind äußerst auf­wen­dig und müs­sen kon­trol­liert durch­ge­führt wer­den. Erst nach­dem ein Bereich geöff­net und abge­löscht wur­de, kann der nächs­te Abschnitt bear­bei­tet werden.

Zuneh­men­der Wind ver­stärkt Rauchentwicklung

Gegen Mit­tag nahm der Wind zu. Durch das Umschich­ten der Schrott­hau­fen gelang­te gleich­zei­tig mehr Sau­er­stoff an die noch bren­nen­den und glim­men­den Berei­che. In der Fol­ge wur­den die Flam­men zeit­wei­se grö­ßer und die Rauch­ent­wick­lung nahm deut­lich zu.

Die dadurch ent­stan­de­ne Rauch­wol­ke war am Don­ners­tag weit­hin über Leer zu sehen. Die Ein­satz­kräf­te arbei­ten wei­ter­hin dar­an, die ein­zel­nen Brand­her­de in den Schrott­hau­fen frei­zu­le­gen und abzulöschen.

Ein­satz­kräf­te wer­den nach und nach ausgetauscht

Für zahl­rei­che Feu­er­wehr­leu­te ist der Ein­satz inzwi­schen zu einer außer­ge­wöhn­lich lan­gen Belas­tung gewor­den. Eini­ge Ein­satz­kräf­te waren am Don­ners­tag bereits rund 17 Stun­den an der Einsatzstelle.

Um die Kräf­te zu ent­las­ten, wer­den die ein­ge­setz­ten Ein­hei­ten nach und nach aus­ge­tauscht. Im Lau­fe des Tages traf des­halb wei­te­re Ver­stär­kung ein, unter ande­rem aus Emden und Wiesmoor.

Die Ablö­sung ist bei einem Ein­satz die­ser Grö­ßen­ord­nung beson­ders wich­tig, da die Arbei­ten unter teil­wei­se hoher kör­per­li­cher Belas­tung statt­fin­den. Eini­ge Ein­satz­kräf­te arbei­ten zudem unter Atemschutz.

 

Wei­te­re Fotos, ein Live­vi­deo vom Brand­ge­sche­hen vor Ort sowie Droh­nen­auf­nah­men fin­den Sie auf der Leera­ner Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“. Ein Ser­vice des Lese­r­ECHO-Ver­lags – News aus der Regi­on, ohne Abo­kos­ten und ohne Bezahlschranken

Ver­sor­gungs­camp für die Hel­fer eingerichtet

Für die Ver­sor­gung der Ein­satz­kräf­te wur­de an der Ein­satz­stel­le ein eige­nes Ver­sor­gungs­camp ein­ge­rich­tet. Dort kön­nen die Hel­fer mit Essen und Geträn­ken ver­sorgt wer­den und sich zwi­schen den ein­zel­nen Ein­satz­ab­schnit­ten kurz erholen.

Anschlie­ßend geht es für die abge­lös­ten Kräf­te wie­der zurück in den Ein­satz oder für neu ein­ge­trof­fe­ne Ein­hei­ten direkt an die Brandbekämpfung.

Zahl­rei­che Spe­zi­al- und Fach­ein­hei­ten beteiligt

Auch meh­re­re Spe­zi­al- und Fach­ein­hei­ten der Kreis­feu­er­wehr Leer sind in die Ein­satz­maß­nah­men ein­ge­bun­den. Dazu gehö­ren der Gefahr­gut­zug, der Was­ser­ret­tungs­zug und der Logis­tik­zug der Kreis­feu­er­wehr. Hin­zu kom­men wei­te­re Ein­hei­ten und Führungsorgane.

Unter­stüt­zung kommt außer­dem von der Werk­feu­er­wehr der Mey­er Werft, dem Tech­ni­schen Hilfs­werk, dem Deut­schen Roten Kreuz sowie zahl­rei­chen ört­li­chen und über­ört­li­chen Feuerwehren.

Lösch­ar­bei­ten dau­ern wei­ter an

Ein schnel­les Ende des Ein­sat­zes ist der­zeit nicht abseh­bar. Die Schrott­hau­fen müs­sen wei­ter­hin mit den bei­den Krä­nen kon­trol­liert aus­ein­an­der­ge­zo­gen wer­den. Dabei wer­den immer wie­der neue Glut­nes­ter und Brand­stel­len frei­ge­legt, die anschlie­ßend von den Ein­satz­kräf­ten abge­löscht werden.

Die Lösch­ar­bei­ten wer­den daher noch meh­re­re Stun­den in Anspruch neh­men. Für die Ein­satz­kräf­te bleibt es ein auf­wen­di­ger und kräf­te­zeh­ren­der Groß­ein­satz auf dem Gelän­de der Recy­cling­fir­ma in Leer.

Wei­te­re Bil­der und Vide­os auf „Wir Leeraner“

Noch mehr Ein­drü­cke vom Groß­ein­satz in Leer gibt es auf der Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“. Dort fin­den Sie wei­te­re aktu­el­le Fotos, ein Live­vi­deo direkt von der Ein­satz­stel­le sowie Droh­nen­auf­nah­men, die das Aus­maß des Brand­ge­sche­hens aus der Luft zeigen.

Schau­en Sie ger­ne auf Wir Leera­ner vor­bei und ver­fol­gen Sie die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen rund um den Ein­satz. Ein Ser­vice des Lese­r­ECHO-Ver­lags – News aus der Regi­on, ohne Abo­kos­ten und ohne Bezahlschranke.

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