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Coro­na­vi­rus: Neu­es Maßnahmenpaket

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Die Bun­des­kanz­le­rin und die Regie­rungs­chefin­nen und Regie­rungs­chefs der Län­der fas­sen fol­gen­den Beschluss:

  • Der Ver­kauf von Pyro­tech­nik vor Sil­ves­ter wird in die­sem Jahr gene­rell verboten.
  • Der Ver­zehr von alko­ho­li­schen Geträn­ken  im öffent­li­chen Raum wird vom 16. Dezem­ber bis 10. Janu­ar untersagt.
  • Got­tes­diens­te in Kir­chen, Syn­ago­gen und Moscheen sowie die Zusam­men­künf­te ande­rer Glau­bens­ge­mein­schaf­ten sind nur unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen zulässig

1. Die bestehen­den Beschlüs­se der Bun­des­kanz­le­rin und der Regie­rungs­chefin­nen und Regie­rungs­chefs der Län­der blei­ben wei­ter­hin gül­tig. Wie bereits auf der regu­lä­ren Kon­fe­renz am 2. Dezem­ber ver­ein­bart, wer­den die Län­der die bis zum 20. Dezem­ber 2020 befris­te­ten Maß­nah­men im Rah­men der Anpas­sun­gen ihrer Lan­des­ver­ord­nun­gen bis zum 10. Janu­ar 2021 ver­län­gern, sofern die­ser Beschluss kei­ne abwei­chen­den Fest­le­gun­gen trifft.

2. Pri­va­te Zusam­men­künf­te mit Freun­den, Ver­wand­ten und Bekann­ten sind wei­ter­hin auf den eige­nen und einen wei­te­ren Haus­halt, jedoch in jedem Fal­le auf maxi­mal 5 Per­so­nen zu beschrän­ken. Kin­der bis 14 Jah­re sind hier­von ausgenommen.

3. Auch in die­sem beson­de­ren Jahr sol­len die Weih­nachts­ta­ge gemein­sam gefei­ert wer­den kön­nen. Ange­sichts des hohen Infek­ti­ons­ge­sche­hens wird dies jedoch nur in deut­lich klei­ne­rem Rah­men als sonst üblich mög­lich sein. In Abhän­gig­keit von ihrem jewei­li­gen Infek­ti­ons­ge­sche­hen wer­den die Län­der vom 24. Dezem­ber bis zum 26. Dezem­ber 2020 ‑als Aus­nah­me von den sonst gel­ten­den Kon­takt­be­schrän­kun­gen- wäh­rend die­ser Zeit Tref­fen mit 4 über den eige­nen Haus­stand hin­aus­ge­hen­den Per­so­nen zuzüg­lich Kin­dern im Alter bis 14 Jah­re aus dem engs­ten Fami­li­en­kreis, also Ehe­gat­ten, Lebens­part­nern und Part­nern einer nicht­ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaft sowie Ver­wand­ten in gera­der Linie, Geschwis­tern, Geschwis­ter­kin­dern und deren jewei­li­gen Haus­halts­an­ge­hö­ri­gen zulas­sen, auch wenn dies mehr als zwei Haus­stän­de oder 5 Per­so­nen über 14 Jah­ren bedeu­tet. Ange­sichts des anhal­tend hohen Infek­ti­ons­ge­sche­hens wird noch ein­mal ein­drück­lich an die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger appel­liert, Kon­tak­te in den fünf bis sie­ben Tagen vor Fami­li­en­tref­fen auf ein abso­lu­tes Mini­mum zu redu­zie­ren (Schutz­wo­che).

4. Am Sil­ves­ter­tag und Neu­jahrs­tag wird bun­des­weit ein An- und Ver­samm­lungs­ver­bot umge­setzt. Dar­über hin­aus gilt ein Feu­er­werks­ver­bot auf durch die Kom­mu­nen zu defi­nie­ren­den publi­kums­träch­ti­gen Plät­zen. Der Ver­kauf von Pyro­tech­nik vor Sil­ves­ter wird in die­sem Jahr gene­rell ver­bo­ten und vom Zün­den von Sil­ves­ter­feu­er­werk gene­rell drin­gend abge­ra­ten, auch vor dem  Hin­ter­grund der hohen Ver­let­zungs­ge­fahr und der bereits enor­men Belas­tung des Gesundheitssystems.

5. Der Ein­zel­han­del mit Aus­nah­me des Ein­zel­han­dels für Lebens­mit­tel, der Wochen­märk­te für Lebens­mit­tel, Direkt­ver­mark­tern von Lebens­mit­teln, der Abhol- und Lie­fer­diens­te, der Geträn­ke­märk­te, Reform­häu­ser, Baby­fach­märk­te, der Apo­the­ken, der Sani­täts­häu­ser, der Dro­ge­rien, der Opti­ker, der Hör­ge­rä­te­akus­ti­ker, der Tank­stel­len, der Kfz-Werk­stät­ten, der Fahr­rad­werk­stät­ten, der Ban­ken und Spar­kas­sen, der Post­stel­len, der Rei­ni­gun­gen, der Wasch­sa­lons, des Zei­tungs­ver­kaufs, der Tier­be­darfs­märk­te, Fut­ter­mit­tel­märk­te, des Weih­nachts­baum­ver­kaufs und des Groß­han­dels wird ab dem 16. Dezem­ber 2020 bis zum 10. Janu­ar 2021 geschlos­sen. Der Ver­kauf von non-food Pro­duk­ten im Lebens­mit­tel­ein­zel­han­del, die nicht dem täg­li­chen Bedarf zuzu­ord­nen sind, kann eben­falls ein­ge­schränkt wer­den und darf kei­nes­falls aus­ge­wei­tet wer­den. Der Ver­kauf von Pyro­tech­nik vor Sil­ves­ter wird in die­sem Jahr gene­rell verboten.

6. Dienst­leis­tungs­be­trie­be im Bereich der Kör­per­pfle­ge wie Fri­seur­sa­lons, Kos­me­tik­stu­di­os, Mas­sa­ge­pra­xen, Tat­too-Stu­di­os und ähn­li­che Betrie­be wer­den geschlos­sen, weil in die­sem Bereich eine kör­per­li­che Nähe unab­ding­bar ist. Medi­zi­nisch not­wen­di­ge Behand­lun­gen, zum Bei­spiel Physio‑, Ergo und Logo­the­ra­pien sowie Podologie/Fußpflege, blei­ben wei­ter möglich.

7. Auch an den Schu­len sol­len im Zeit­raum vom 16. Dezem­ber 2020 bis 10. Janu­ar 2021 die Kon­tak­te deut­lich ein­ge­schränkt wer­den. Kin­der sol­len die­ser Zeit wann immer mög­lich zu Hau­se betreut wer­den. Daher wer­den in die­sem Zeit­raum die Schu­len grund­sätz­lich geschlos­sen oder die Prä­senz­pflicht wird aus­ge­setzt. Es wird eine Not­fall­be­treu­ung sicher­ge­stellt und Distanz­ler­nen ange­bo­ten. Für Abschluss­klas­sen kön­nen geson­der­te Rege­lun­gen vor­ge­se­hen wer­den. In Kin­der­ta­ges­stät­ten wird ana­log ver­fah­ren. Für Eltern wer­den zusätz­li­che Mög­lich­kei­ten geschaf­fen, für die Betreu­ung der Kin­der im genann­ten Zeit­raum bezahl­ten Urlaub zu nehmen.

8. Arbeit­ge­be­rin­nen und Arbeit­ge­ber wer­den drin­gend gebe­ten zu prü­fen, ob die Betriebs­stät­ten ent­we­der durch Betriebs­fe­ri­en oder groß­zü­gi­ge Home-Office­Lö­sun­gen vom 16. Dezem­ber 2020 bis 10. Janu­ar 2021 geschlos­sen wer­den kön­nen, um bun­des­weit den Grund­satz „Wir blei­ben zuhau­se“ umset­zen zu können.

9. Die Lie­fe­rung und Abho­lung mit­nah­me­fä­hi­ger Spei­sen für den Ver­zehr zu Hau­se durch Gas­tro­no­mie­be­trie­be sowie der Betrieb von Kan­ti­nen blei­ben wei­ter mög­lich. Der Ver­zehr vor Ort wird unter­sagt. Der Ver­zehr von alko­ho­li­schen Geträn­ken  im öffent­li­chen Raum wird vom 16. Dezem­ber bis 10. Janu­ar unter­sagt. Ver­stö­ße wer­den mit einem Buß­geld belegt.

10. Got­tes­diens­te in Kir­chen, Syn­ago­gen und Moscheen sowie die Zusam­men­künf­te ande­rer Glau­bens­ge­mein­schaf­ten sind nur unter fol­gen­den Vor­aus­set­zun­gen zuläs­sig: Der Min­dest­ab­stand von 1,5 Metern wird gewahrt, es gilt Mas­ken­pflicht auch am Platz, der Gemein­de­ge­sang ist unter­sagt. Bei Zusam­men­künf­ten, in der Besu­cher­zah­len erwar­tet wer­den, die zu einer Aus­las­tung der Kapa­zi­tä­ten füh­ren könn­ten, ist ein Anmel­dungs­er­for­der­nis ein­zu­füh­ren. In den kom­men­den Tagen wer­den dar­über hin­aus Gesprä­che inner­halb und mit den Glau­bens­ge­mein­schaf­ten geführt, um im Lich­te des wei­te­ren Infek­ti­ons­ge­sche­hens zu geeig­ne­ten Rege­lun­gen für reli­giö­se Zusam­men­künf­te zu kommen.

11. Für Alten- und Pfle­ge­hei­me sowie mobi­le Pfle­ge­diens­te sind beson­de­re Schutz­maß­nah­men zu tref­fen. Der Bund unter­stützt die­se mit medi­zi­ni­schen Schutz­mas­ken und durch die Über­nah­me der Kos­ten für Anti­gen-Schnell­tests. Neben dem Tra­gen einer FFP2-Mas­ke ist in der aktu­el­len Pha­se hoher Inzi­denz fast im gan­zen Bun­des­ge­biet das Tes­ten des Pfle­ge­per­so­nals wich­tig. Die Län­der wer­den zudem eine ver­pflich­ten­de Tes­tung mehr­mals pro Woche für das Per­so­nal in den Alten- und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen anord­nen. Sol­che regel­mä­ßi­gen Tests sind eben­so für das Per­so­nal in mobi­len Pfle­ge­diens­ten ange­zeigt. In Regio­nen mit erhöh­ter Inzi­denz soll der Nach­weis eines aktu­el­len nega­ti­ven Coro­na­tests für die Besu­che­rin­nen und Besu­cher ver­bind­lich werden.

12. Bund und Län­der beto­nen erneut, dass über die gemein­sa­men Maß­nah­men hin­aus gemäß der Hot­spot­stra­te­gie in allen Hot­spots ab einer Inzi­denz von 50 Neu­in­fek­tio­nen pro 100.000 Ein­woh­nern pro Woche sofort ein kon­se­quen­tes Beschrän­kungs­kon­zept regio­nal umge­setzt wer­den muss. Bei wei­ter stei­gen­dem Infek­ti­ons­ge­sche­hen sind zusätz­li­che Maß­nah­men erfor­der­lich. Bei beson­ders extre­men Infek­ti­ons­la­gen mit einer Inzi­denz von über 200 Neu­in­fek­tio­nen pro 100.000 Ein­woh­nern pro Woche und dif­fu­sem Infek­ti­ons­ge­sche­hen sol­len die umfas­sen­den all­ge­mei­nen Maß­nah­men noch­mals erwei­tert wer­den, um kurz­fris­tig eine deut­li­che Absen­kung des Infek­ti­ons­ge­sche­hens zu errei­chen. Ins­be­son­de­re sol­len in Regio­nen loka­le Maß­nah­men nach § 28a Abs. 2 Inf­SchG spä­tes­tens erwo­gen wer­den, dar­un­ter auch weit­ge­hen­de Aus­gangs­be­schrän­kun­gen, wenn die Inzi­denz von über 200 Neu­in­fek­tio­nen pro 100.000 Ein­woh­nern pro Woche über­schrit­ten wird.

13. Bund und Län­der appel­lie­ren ein­dring­lich an alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in der Zeit bis 10. Janu­ar von nicht zwin­gend not­wen­di­gen Rei­sen im Inland und auch ins Aus­land abzu­se­hen. Sie wei­sen nach­drück­lich dar­auf hin, dass bei Ein­rei­sen aus aus­län­di­schen Risi­ko­ge­bie­ten die Pflicht zur Ein­tra­gung in die digi­ta­le Ein­rei­se­an­mel­dung ver­pflich­tend ist, und dass eine Quarantänepflicht1 für einen Zeit­raum von 10 Tagen nach Rück­kehr besteht. Eine Been­di­gung der Qua­ran­tä­ne nur durch einen nega­ti­ven Test mög­lich, der frü­hes­tens am 5 Tag nach der Ein­rei­se abge­nom­men wurde.

14. Die Maß­nah­men füh­ren dazu, dass eini­ge Wirt­schafts­be­rei­che auch im kom­men­den Jahr wei­ter­hin erheb­li­che Ein­schrän­kun­gen ihres Geschäfts­be­trie­bes hin­neh­men müs­sen. Daher wird der Bund die betrof­fe­nen Unter­neh­men, Solo­selb­stän­di­gen und selb­stän­di­gen Ange­hö­ri­gen der Frei­en Beru­fe auch wei­ter­hin finan­zi­ell unter­stüt­zen. Dafür steht die ver­bes­ser­te Über­brü­ckungs­hil­fe III bereit, die Zuschüs­se zu den Fix­kos­ten vor­sieht. Mit ver­bes­ser­ten Kon­di­tio­nen, ins­be­son­de­re einem höhe­ren monat­li­chen Zuschuss in Höhe von maxi­mal 500.000 Euro für die direkt und indi­rekt von den Schlie­ßun­gen betrof­fe­nen Unter­neh­men, leis­tet der Bund sei­nen Bei­trag, Unter­neh­men und Beschäf­ti­gung zu sichern. Für die von der Schlie­ßung betrof­fe­nen Unter­neh­men soll es Abschlags­zah­lun­gen ähn­lich wie bei den außer­or­dent­li­chen Wirt­schafts­hil­fen geben. Der mit den Schlie­ßungs­an­ord­nun­gen ver­bun­de­ne Wert­ver­lust von Waren und ande­ren Wirt­schafts­gü­tern im Ein­zel­han­del und ande­ren Bran­chen soll auf­ge­fan­gen wer­den, indem Teil­ab­schrei­bun­gen unbü­ro­kra­tisch und schnell mög­lich gemacht wer­den. Zu inven­ta­ri­sie­ren­de Güter kön­nen aus­ge­bucht wer­den. Damit kann der Han­del die inso­weit ent­ste­hen­den Ver­lus­te unmit­tel­bar ver­rech­nen und steu­er­min­dernd anset­zen. Das sichert Liquidität.

15. Für Gewer­be­miet- und Pacht­ver­hält­nis­se, die von staat­li­chen Covid-19 Maß­nah­men betrof­fen sind, wird gesetz­lich ver­mu­tet, dass erheb­li­che (Nut­zungs- ) Beschrän­kun­gen in Fol­ge der Covid-19-Pan­de­mie eine schwer­wie­gen­de Ver­än­de­rung der Geschäfts­grund­la­ge dar­stel­len kön­nen. Damit wer­den Ver­hand­lun­gen zwi­schen Gewer­be­mie­tern bzw. Päch­tern und Eigen­tü­mern vereinfacht.

16. Die Bun­des­kanz­le­rin und die Regie­rungs­chefin­nen und Regie­rungs­chefs der Län­der wer­den im Lich­te der wei­te­ren Infek­ti­ons­ent­wick­lung am 5. Janu­ar 2021 erneut bera­ten und über die Maß­nah­men ab 11. Janu­ar 2021 beschließen.

Archiv­fo­to: Ingo Ton­sor @Lese­r­ECHO Emsland/Papenburg


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Prä­ven­ti­on und Schutz: Das Ems­land wird offi­zi­ell FSME-Risikogebiet

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Zecken­biss: So schüt­zen Sie sich in der Feri­en­zeit richtig

Die Urlaubs­zeit steht vor der Tür, die Tem­pe­ra­tu­ren stei­gen und es zieht uns nach drau­ßen. Doch mit der Wär­me wer­den auch Zecken im Grü­nen aktiv. Ob beim Wan­dern, Cam­ping oder dem ein­fa­chen Spa­zier­gang mit dem Hund – ein Zecken­biss ist nicht nur unan­ge­nehm, son­dern kann auch gesund­heit­li­che Risi­ken wie FSME oder Bor­re­lio­se bergen.

Nie­der­sach­sens Gesund­heits­mi­nis­ter Dr. Andre­as Phil­ip­pi betont: „Hat die Zecke zuge­sto­chen, soll­te man sie schnell ent­fer­nen.“ Wäh­rend Bor­re­lio­se-Bak­te­ri­en oft erst nach eini­gen Stun­den über­tra­gen wer­den, gelan­gen FSME-Viren sofort beim Stich in die Blutbahn.

FSME-Risi­ko­ge­bie­te: Das Ems­land und Cel­le im Fokus

Frü­her galt die Früh­som­mer-Menin­go­en­ze­pha­li­tis (FSME) vor allem als Pro­blem in Süd­deutsch­land. Mitt­ler­wei­le hat sich die Lage ver­än­dert. In Nie­der­sach­sen wur­den bereits zwei Land­krei­se offi­zi­ell zu Risi­ko­ge­bie­ten erklärt:

  • Land­kreis Ems­land 

  • Land­kreis Cel­le 

Wer in die­sen Regio­nen lebt oder dort Urlaub plant, soll­te eine FSME-Imp­fung in Erwä­gung zie­hen. Die Fall­zah­len in Nie­der­sach­sen schwank­ten zuletzt zwi­schen 7 (2021) und 13 Fäl­len (2024).

Bor­re­lio­se und FSME: Die Unterschiede

Merk­mal FSME Bor­re­lio­se
Erre­ger Virus Bak­te­ri­um
Über­tra­gung Sofort beim Stich Meist nach 12–24 Stun­den Saugzeit
Sym­pto­me Grip­pe­ähn­lich, Fie­ber, Ent­zün­dung der Hirn­häu­te möglich Wan­der­rö­te (ring­för­mig), Gelenkschmerzen
Schutz/Therapie Imp­fung ver­füg­bar, kei­ne ursäch­li­che Heilung Kei­ne Imp­fung, Behand­lung mit Anti­bio­ti­ka

Wich­ti­ger Hin­weis: Die soge­nann­te Wan­der­rö­te bei Bor­re­lio­se ist eine münz­gro­ße Rötung, die sich ring­för­mig um den Zecken­biss aus­brei­tet. Soll­ten Sie die­ses Sym­ptom bemer­ken, suchen Sie umge­hend einen Arzt auf.

Prä­ven­ti­on: So ver­mei­den Sie einen Zeckenbiss

Um das Risi­ko von vorn­her­ein zu mini­mie­ren, rät Dr. Masyar Mona­za­hi­an vom Lan­des­ge­sund­heits­amt (NLGA) zu ein­fa­chen, aber effek­ti­ven Maßnahmen:

  1. Die rich­ti­ge Klei­dung: Tra­gen Sie im Unter­holz fes­tes Schuh­werk sowie lan­ge Hosen und Ober­tei­le. Auf hel­ler Klei­dung las­sen sich die dunk­len Zecken viel leich­ter ent­de­cken, bevor sie die Haut erreichen.

  2. Repel­len­ti­en nut­zen: Insek­ten­schutz­mit­tel kön­nen Zecken für eini­ge Stun­den abwehren.

  3. Kör­per absu­chen: Nach jedem Auf­ent­halt in der Natur soll­ten Sie sich und Ihre Kin­der gründ­lich absu­chen. Zecken lie­ben war­me, dün­ne Haut­stel­len wie:

    • Knie­keh­len

    • Ach­sel­höh­len

    • Hals und Kopfbereich

    • Schritt­be­reich

Vor­sor­ge ist der bes­te Reiseschutz

Ein Zecken­biss soll­te nie­mals unter­schätzt wer­den, ist aber kein Grund zur Panik. Wer infor­miert ist, sich pas­send klei­det und gege­be­nen­falls den Impf­schutz mit dem Haus­arzt abklärt, kann die Feri­en­zeit unbe­schwert genie­ßen. Gera­de bei Rei­sen in öst­li­che oder süd­öst­li­che Nach­bar­län­der ist eine erhöh­te Auf­merk­sam­keit rat­sam, da dort vie­le Zecken infi­ziert sind.

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Haus­hal­te gesucht: 90 Euro Prä­mie für digi­ta­le Ausgabenerfassung

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Haus­halt­be­fra­gung 2026: Digi­ta­le Kas­sen­bon-Erfas­sung und 90 Euro Prämie

Das Lan­des­amt für Sta­tis­tik Nie­der­sach­sen (LSN) geht neue Wege bei der Erfas­sung pri­va­ter Haus­halts­aus­ga­ben. Im Rah­men der „Lau­fen­den Wirt­schafts­rech­nun­gen“ (LWR) 2026 wird erst­mals eine inno­va­ti­ve Scan-Funk­ti­on in einer spe­zi­el­len App ange­bo­ten. Teil­neh­men­de Haus­hal­te kön­nen ihre Kas­sen­zet­tel von Super­märk­ten, Dis­coun­tern und Dro­ge­rien nun ein­fach foto­gra­fie­ren oder hoch­la­den. Die App erkennt Arti­kel sowie Prei­se auto­ma­tisch und ord­net sie den pas­sen­den Kate­go­rien zu, was die Doku­men­ta­ti­on erheb­lich beschleunigt.

Wer kann teilnehmen?

Die Befra­gung rich­tet sich an ein brei­tes Spek­trum der Bevöl­ke­rung, um ein reprä­sen­ta­ti­ves Bild der Lebens­hal­tungs­kos­ten in Deutsch­land und der EU zu erhal­ten. Beson­ders gesucht wer­den aktuell:

  • Haus­hal­te mit voll­jäh­ri­gen Kindern

  • Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus­hal­te und Wohngemeinschaften

  • Paa­re mit min­der­jäh­ri­gen Kindern

  • Haus­hal­te von Nichterwerbstätigen

Eine wich­ti­ge Neue­rung: Erst­mals kön­nen auch Haus­hal­te von Selbst­stän­di­gen und Frei­be­ruf­lern teil­neh­men, sofern die Haupt­ein­kom­mens­per­son die­ser Tätig­keit nach­geht. Erfasst wer­den dabei aus­schließ­lich die pri­va­ten Finanzen.

Ablauf und Belohnung

Die teil­neh­men­den Haus­hal­te doku­men­tie­ren einen Monat lang ihre Ein­nah­men und Aus­ga­ben sowie Anga­ben zur Wohn­si­tua­ti­on und Aus­stat­tung. Dies kann wahl­wei­se digi­tal per App oder klas­sisch in Papier­form erfol­gen. Als Aner­ken­nung für die voll­stän­di­ge und gewis­sen­haf­te Mit­wir­kung zahlt das Lan­des­amt eine Auf­wands­ent­schä­di­gung in Höhe von 90 Euro.

Neben der Prä­mie bie­tet die Teil­nah­me den Bür­gern die Chan­ce, einen prä­zi­sen Über­blick über die eige­nen Lebens­hal­tungs­kos­ten zu gewin­nen. Die gewon­ne­nen Daten sind zudem eine wich­ti­ge Grund­la­ge für wirt­schaft­li­che und sozia­le Pla­nun­gen auf natio­na­ler und euro­päi­scher Ebene.

Anmel­dung und Information

Inter­es­sier­te kön­nen sich direkt online unter www.lwr.de/teilnahme bewer­ben. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sowie Ant­wor­ten auf häu­fig gestell­te Fra­gen sind auf der Haupt­sei­te www.lwr.de oder über die Web­site des Lan­des­am­tes für Sta­tis­tik Nie­der­sach­sen ver­füg­bar. Für tele­fo­ni­sche Rück­fra­gen steht das Team unter der Num­mer 0511/9898–1433 zur Verfügung.


Haus­halt­be­fra­gung mit App-Scan: 90 Euro Prä­mie für Teilnehmer 

Das Lan­des­amt für Sta­tis­tik Nie­der­sach­sen sucht Haus­hal­te für eine frei­wil­li­ge Befra­gung zu Ein­nah­men und Aus­ga­ben. Dank einer neu­en Scan-Funk­ti­on las­sen sich Kas­sen­zet­tel jetzt ganz ein­fach per App erfas­sen. Die Teil­nah­me wird mit einer attrak­ti­ven Prä­mie belohnt, wobei erst­mals auch Selbst­stän­di­ge und Frei­be­ruf­ler mit­ma­chen können.

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Dein Move in die Medi­en­welt: Wer­de Crea­tor & Blog­ger beim LeserECHO! 

Du bist in Ost­fries­land, im Ems­land oder den angren­zen­den Land­krei­sen zu Hau­se und hast die Lei­den­schaft, etwas zu bewe­gen? Wir vom Lese­r­ECHO-Ver­lag suchen kei­ne klas­si­schen Ange­stell­ten, son­dern Gesich­ter und Stim­men für unse­re Regi­on. Mit unse­rem Pro­jekt „Cross­me­dia 3.0“ geben wir dir die Platt­form, die du brauchst.

Dein Set­up bei uns:

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Ein­fach mal reinschnuppern!

Du bist dir noch nicht sicher? Komm vor­bei und schau dir an, wie wir arbei­ten. Wir suchen Leu­te mit Dri­ve, die Lust haben, die Medi­en­welt von mor­gen mitzugestalten.

Rea­dy für den nächs­ten Schritt? Schreib uns eine kur­ze Mail (ger­ne ganz locker ohne stei­fes Anschrei­ben) an:

info@leserecho.de     oder

Whats­App: 0160 9339 4636 

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Son­der-Ener­gie­mi­nis­ter­kon­fe­renz: Tur­bo für die Ener­gie­wen­de gefordert!

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Kri­se auf dem Ener­gie­markt: Nie­der­sach­sen beruft Son­der-Ener­gie­mi­nis­ter­kon­fe­renz ein

Die Kom­bi­na­ti­on aus dem andau­ern­den rus­si­schen Angriffs­krieg gegen die Ukrai­ne und dem Iran-Krieg führt aktu­ell zu einer mas­si­ven Zuspit­zung auf den inter­na­tio­na­len Ener­gie­märk­ten. Stei­gen­de Sprit­prei­se und eine spür­ba­re „fos­si­le Infla­ti­on“ belas­ten Bür­ge­rin­nen, Bür­ger, Kom­mu­nen und Unter­neh­men glei­cher­ma­ßen. Vor die­sem Hin­ter­grund hat Nie­der­sach­sens Ener­gie­mi­nis­ter Chris­ti­an Mey­er in sei­ner Funk­ti­on als Vor­sit­zen­der der Ener­gie­mi­nis­ter­kon­fe­renz (EnMK) für Frei­tag, den 27. März 2026, zu einer Son­der­sit­zung nach Ber­lin geladen.


Kri­tik am Bund: For­de­rung nach kon­se­quen­tem Handeln

Nie­der­sach­sen kri­ti­siert die aktu­el­le Stra­te­gie von Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­rin Rei­che deut­lich. Das blo­ße Moni­to­ring der Prei­se und die Ein­rich­tung von Task-Forces rei­chen ange­sichts der Rekord­ge­win­ne der Mine­ral­öl­kon­zer­ne nicht aus. Minis­ter Mey­er for­dert statt­des­sen ent­schlos­se­ne Maßnahmen:

  • Abschöp­fung von Über­ge­win­nen: Die über die Roh­öl- und Gas­prei­se hin­aus­ge­hen­den Extra­pro­fi­te der Kon­zer­ne sol­len ein­ge­zo­gen werden.

  • Direk­te Ent­las­tung: Die­se Mit­tel sol­len voll­stän­dig an die Bevöl­ke­rung zurück­ge­ge­ben wer­den – etwa durch eine dau­er­haf­te Sen­kung der Strom­steu­er um zwei Cent. Dies wür­de einen Durch­schnitts­haus­halt um ca. 100 Euro pro Jahr entlasten.

  • Regu­lie­rungs­be­darf: Die bis­he­ri­ge Rege­lung, Ben­zin­prei­se nur ein­mal täg­lich anhe­ben zu dür­fen, wird als unzu­rei­chen­de Schein­lö­sung bewertet.


Der „Aus­bau­tur­bo“ als Ant­wort auf fos­si­le Abhängigkeiten

Ein zen­tra­ler Schwer­punkt der Son­der­kon­fe­renz ist der Erhalt und die Beschleu­ni­gung der Ener­gie­wen­de. Mey­er warnt davor, den Aus­bau der Erneu­er­ba­ren Ener­gien zuguns­ten fos­si­ler Brü­cken­tech­no­lo­gien wie LNG-Gas aus den USA auszubremsen.

„Wind, Son­ne und Bio­gas sind nicht nur kos­ten­güns­tig, son­dern machen uns auch unab­hän­gig von inter­na­tio­na­len Ent­wick­lun­gen. Die Ant­wort auf die inter­na­tio­na­le Lage bedeu­tet, teu­re fos­si­le Abhän­gig­kei­ten zu been­den und die Ener­gie­wen­de nicht zu stop­pen, son­dern zu beschleunigen.“

Beson­ders für Nie­der­sach­sen steht viel auf dem Spiel: Mit einer Rekord­zahl von 807 geneh­mig­ten Wind­kraft­an­la­gen im Jahr 2025 ist das Land Vor­rei­ter. Ein Stopp des Netz­aus­baus, der Spei­cher­för­de­rung oder des Was­ser­stoff­hoch­laufs wür­de laut Minis­te­ri­um mas­si­ve wirt­schaft­li­che Schä­den ver­ur­sa­chen und Inves­ti­tio­nen in „Rui­nen“ verwandeln.


Ablauf und Zie­le der Konferenz

Am 27. März kom­men die Ener­gie­mi­nis­ter der Län­der in der Lan­des­ver­tre­tung Nie­der­sach­sen in Ber­lin zusam­men. Der geplan­te Ablauf sieht vor:

  1. Input aus der Pra­xis: Ver­tre­ter der Ener­gie­wirt­schaft und der Bran­che der Erneu­er­ba­ren Ener­gien schil­dern die aktu­el­le Lage.

  2. Bericht der Bun­des­re­gie­rung: Minis­te­rin Rei­che ist gela­den, um über geplan­te Maß­nah­men gegen Preis­trei­be­rei und für die Fort­füh­rung der Wär­me­wen­de und Elek­tro­mo­bi­li­tät zu berichten.

  3. Bera­tung & For­de­rungs­ka­ta­log: Die Län­der wol­len eine kla­re Posi­tio­nie­rung des Bun­des zur Kri­sen­re­si­li­enz und Unab­hän­gig­keit durch hei­mi­sche Ener­gie­trä­ger erzwingen.

Die Ergeb­nis­se der Son­der­kon­fe­renz wer­den am spä­ten Nach­mit­tag des 27. März im Rah­men einer Pres­se­kon­fe­renz der Öffent­lich­keit vorgestellt.

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