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Boxen: Weser-Ems-Meisterschaft 2023

Das Foto zeigt den aktiven Kader mit Trainern der Boxabteilung “Shake Hands”.
Die Boxabteilung Shake Hands des TV Leer von 1860 e.V. stellte dieses Jahr 6 Leeraner Boxer für die Weser-Ems-Meisterschaft vom 11.02.2023 bis zum 04.03.2023. Insgesamt wurden für die Meisterschaft 4 Runden angesetzt.
Der Leeraner Kader für die Weser-Ems-Meisterschaft 2023 setzte sich aus folgenden 6 Boxern zusammen: In der Altersklasse der Junioren (U17) startet Miroglu Tatar Acay im Federgewicht (-54 kg), Boran Acay im Halbweltergewicht (-60 kg), Egson Guga im Weltergewicht (-63 kg), Leart Murati im Halbschwergewicht (-75 kg). In der Jugend (U19) startet Jarek Middendorf im Halbmittelgewicht (-71 kg). Kevin Vincent Aden im Mittelgewicht (-75 kg) der Männerklasse.
Im Ergebnis konnte die Boxabteilung Shake Hands 2x Gold und 2x Silber gewinnen: Egson Guga: Weser-Ems-Meister, Jarek Middendorf: Weser-Ems-Meister, Miroglu Tatar Acar: Vize-Weser-Ems-Meister, Kevin Vincent Aden: Vize-Weser-Ems-Meister.
Viel Pech hatte der Leeraner Boxer Baba Boran Acay: aufgrund mangelnder gemeldeter Gegner in der seiner Alters- und Gewichtsklasse hätte Boran bereits in der Vorrunde seinen vorgezogenen Finalkampf um die Weser-Ems-Meisterschaft bestritten. Leider hat sein Gegner vom TuS Syke, Hezbullah Khan, eine Krankmeldung eingereicht, sodass der Kampf, das Finale und die Möglichkeit auf eine Medaille für Boran damit beendet waren. Sehr Schade, aber ohne Kampf ist auch leider keine Siegerehrung möglich.
Kevin Vincent Aden traf im Mittelgewicht der Männer in seiner Vorrunde auf Muharrem Maliqi vom Raspo Osnabrück. Kevin konnte sich mit seiner Reichweite und harten geraden Schlägen behaupten und Siegte nach Punkten. Damit war er für das Finale Qualifiziert, welches breits am nächsten Tag direkt auf der Zwischenrunde durchgeführt wurde. Hier stand er Malik-Can Isik vom BW Lohne gegenüber. Nach einer guten und ausgeglichenen ersten Runde machte sich Kevins Kampf am Vortag bemerkbar und seine Kondition und Kraft schien am Ende. Nachdem Kevin noch ein paar starke Aktionen setzten konnte, wurde er von seinem Gegner stark unter Druck gesetzt, sodass die Ecke das Handtuch warf, um unseren Boxer zu schützen. Abbruch durch Aufgabe in der 2. Runde und Vize-Weser-Ems-Meister.
Ebenfalls im Finale stand der jüngste der Leeraner Boxer Miroglu Acay dem erfahrenen Jason Lackmann vom Weser Boxring Bremerhaven gegenüber. Nach einer technisch sehr guten und ausgeglichenen Runde, musste Miroglu durch einen konditionellen Einbruch den Kampf leider nach Punkten abgeben und erlange den Titel des Vize-Weser-Ems-Meister.
Einen längeren Weg dagegen hatte Jarek Middendorf vor sich. In seinem Viertelfinale stand er dem Boxer Vladislav Cheryakov vom BW Lohne gegenüber, welchen er mit seinen starken Geraden und stets vorwärts marschierend, in der 3. Runde durch RSC bezwingen konnte. In seinem Halbfinalkampf war Jarek Middendorf gegen den starken Rechtsausleger Dominik Wittich vom BO Saterland an der Reihe. Nach einer guten ersten Runde mit starken Angriffen und Treffern, verlief der Beginn der 2. Runde etwas verhalten. Jedoch konnte Jarek sich im Verlauf der 2. Runde wieder orientieren und setzte seinen Gegner aus Saterland fortlaufend unter Druck, sodass gegen Ende der 2. Runde dieser Angezählt wurde und das Duell vom Kampfrichter beendet wurde. In der Endrunde musste Jarek sich dann dem äußerst schnellen und wendigen Majed Shuaib vom BW Lohne gegenüber stellen. In einem äußerst spannenden Duell auf Augenhöhe und kräftigen Schlagabtausch konnte Jarek sich nach 3 Runden durchsetzen und sich somit den Titel sichern.
Im Halbfinale stieg Leart Murati in den Ring und trat auf den deutlich erfahreneren Max Wagner vom Weser Boxring Bremerhaven. Aufgrund mangelnder Sportler in der Alters- und Gewichtsklasse musste sich Leart mit seinen 0 Kämpfen dem bereits an der Deutschen Meisterschaft teilnehmenden Boxer Max Wagner stellen. Die Aufregung bei Learts Ring-Debüt war ihm anzumerken, aber er stellte sich seinem Kampf und machte es dem Boxer vom WBR nicht gerade einfach. Nach einem spannenden und starken Kampf, verhalf Learts Gegner dann doch die Ringerfahrung und konnte sich nach Punkten durchsetzen.
In einem vorgezogenen Finalkampf stieg Egson Guga mit Cihan Sönmez vom Leon Fightclub Bremen in den Boxring. Egson zeigte in diesem spannenden Duell seinen technisch hervorragenden Boxstil, punktete immer wieder durch blitzschnelle Angriffe und elegante Ausweichaktionen. Nach 3 temporeichen und technisch hohen Runden siegte Egson nach Punkten und verdiente sich die Medaille.
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Zukunft der Leeraner Innenstadt: Neue Ideen und moderate Mieten!

Bürgermeister Claus-Peter Horst (links) und Stadtentwicklungsexperte Klaus Mensing präsentieren ihre Ideen zur Zukunft der Innenstadt vor mehr als 140 Gästen im Festsaal des Rathauses.
Moderate Mieten und neue Ideen: Expertenforum zur Zukunft der Leeraner Innenstadt
Leer. Wie soll die Innenstadt der Zukunft aussehen? Um diese Frage zu diskutieren, kamen auf Einladung der Stadt Leer mehr als 140 Eigentümer und Geschäftstreibende am Mittwochabend im Festsaal des Rathauses zusammen. Im Mittelpunkt des ersten “Forum Innenstadt” stand der renommierte Stadtentwicklungsexperte Klaus Mensing, der seine Vision für eine lebendige und multifunktionale City präsentierte.
Bereits bei einem vorherigen Rundgang durch Leer zeigte sich Mensing beeindruckt von der kleinen Hafencity und der belebten Meile mit der Nordbar. Doch es gab auch kritische Töne: “Es gibt Ecken, da brummt das Geschäft, in anderen ist es eher ruhig. Und es gibt Bereiche, an denen dringend etwas passieren muss.”
Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
Eine erfolgreiche Innenstadtentwicklung erfordert eine enge Zusammenarbeit der drei zentralen Akteure: Eigentümer, Geschäftsleute und die Stadtverwaltung. Mensing betonte, dass der Einzelhandel keinesfalls “tot” sei. Laut einem Gutachten aus 2024 sind die drei wichtigsten Besuchsanlässe in niedersächsischen Innenstädten weiterhin Shopping, Gastronomie sowie das Bummeln und Treffen mit Menschen. Allerdings müssten Innenstädte künftig noch multifunktionaler und erlebnisorientierter werden.
Neue Frequenzpartner könnten dabei helfen, mehr Menschen in die City zu locken. Neben klassischem Einzelhandel gewinnen Gesundheitsdienstleistungen, Bildungsangebote oder Handwerksbetriebe mit gläsernen Werkstätten zunehmend an Bedeutung. Auch die Konkurrenz durch Online-Handel sieht Mensing nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung: “Es geht nicht darum, mit Amazon & Co. zu konkurrieren, sondern die eigenen Stärken auszuspielen. Offline-Kompetenzen machen den Unterschied.” Gleichzeitig seien digitale Tools essenziell, um analoge Erlebnisse in der Stadt zu unterstützen.
Chancen in Leerstand und moderaten Mieten
Leerstehende Geschäftsflächen seien weniger ein Problem als vielmehr eine Chance für neue, belebende Nutzungen. Hier appellierte Mensing an die Eigentümer, mit moderateren Mieten neuen Formaten, wie beispielsweise Pop-up-Stores, eine Chance zu geben. “Eine niedrige Startmiete kann den Standort und die Immobilie langfristig aufwerten”, so Mensing.
Seine Empfehlung für Leer: Strategische Leitfragen klären. Welche Geschäfte gibt es 2027 noch? Welche könnten hinzukommen? Welche Zielgruppen nutzen die Innenstadt zukünftig? Welche neuen Konzepte würden die Frequenz erhöhen? In diesem Zusammenhang sollten Eigentümer und Stadtverwaltung Gespräche über Mietreduzierungen, Umbaumaßnahmen oder potenzielle Verkäufe führen.
Große Zustimmung und neue Impulse
Bürgermeister Claus-Peter Horst hatte das Forum ins Leben gerufen, um alle Beteiligten miteinander in den Dialog zu bringen – ein Vorhaben, das vollends aufging. In der anschließenden Diskussionsrunde gab es zahlreiche positive Wortmeldungen. Das große Potenzial der Altstadt wurde hervorgehoben, ebenso der Wunsch nach mehr Grünflächen, besseren Vernetzungsmöglichkeiten und gezielter Unterstützung für Geschäftsleute.
Jan-Wilhelm Dörries von der Werbegemeinschaft nutzte die Gelegenheit, um für mehr Beteiligung an den regelmäßigen “After-Work-Treffen” zu werben, die dem Austausch und der Vernetzung dienen. Bürgermeister Horst schlug vor, das Forum fortzusetzen und in kleineren Runden konkrete Themen gezielt anzugehen. Viele Anwesende signalisierten ihre Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit – ein starkes Zeichen für den Willen zur positiven Gestaltung der Leeraner Innenstadt.
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Sport verbindet – CDU Leer plant „Tag des Sports in der Leeraner Innenstadt!

Archivfoto LeserECHO @Ingo Tonsor
CDU-Fraktion beantragt die Einführung eines “Tag des Sports” in Leer
Leer — Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Leer hat einen Antrag zur Einführung eines “Tag des Sports” eingereicht. Ziel dieses Events ist es, die Bedeutung des Sports für die Gesellschaft hervorzuheben und die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Leer zu mehr Bewegung zu motivieren.
Sport ist ein essenzieller Bestandteil unserer Gesellschaft und fördert Gesundheit, Teamgeist und soziale Integration. Zahlreiche Vereine und ehrenamtliche Organisationen leisten in diesem Bereich wertvolle Arbeit und tragen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Überall in der Stadt Leer engagieren sich zahlreiche Sportfreunde in ihrer Freizeit, organisieren Vereinsleben, veranstalten Turniere oder trainieren den Nachwuchs. Ihr Einsatz ist unersetzlich, um die Vielfalt des Sports in der Stadt zu erhalten.
Dennoch sinkt die Zahl der aktiven Mitglieder in vielen Sportvereinen, insbesondere Kinder und Jugendliche bewegen sich zunehmend weniger. Dieser Entwicklung möchte die CDU-Fraktion entgegenwirken und beantragt daher die Einführung eines “Tag des Sports” in der Stadt Leer.
Konzept des “Tag des Sports”
Dieses Event soll in der Innenstadt und im Leeraner Hafen durchgeführt werden und allen Interessierten die Vielfalt des Sports sowie die Möglichkeiten zur Vereinsmitgliedschaft aufzeigen. Der “Tag des Sports” soll dabei alle zwei Jahre stattfinden und sich mit dem ebenfalls geplanten “Blaulichttag” abwechseln.
Zur Umsetzung dieses Projekts soll die Verwaltung beauftragt werden, in Zusammenarbeit mit den Sportvereinen, Schulen und weiteren relevanten Institutionen ein Konzept zu entwickeln. Besonders wichtig ist es, möglichst viele Akteure mit einzubeziehen.
Breite Beteiligung und Zusammenarbeit
Es wird vorgeschlagen, den Landkreis, den Kreissportbund, die Werbegemeinschaft, das Freizeitbad Plytje und die Schulen aktiv einzubinden, um eine möglichst große Reichweite zu erzielen. Zur besseren Koordination der verschiedenen Beteiligten könnte ein “Runder Tisch” eingerichtet werden, analog zum Blaulichttag.
Darüber hinaus würde die CDU-Fraktion es begrüßen, wenn die Politik sowie der Sportausschuss aktiv in die Planungen eingebunden werden, um eine bestmögliche Umsetzung sicherzustellen.
Der Antrag wurde dem Bürgermeister Claus-Peter Horst sowie den Fraktionen im Stadtrat vorgelegt. Nun liegt es an der Stadtverwaltung und den politischen Gremien, die Möglichkeiten zur Umsetzung zu prüfen.
Lokal
Dank und Abschied: Dr. Daniel Schüler verlässt die Kinderklinik Leer

Abschied nach 15 Jahren: Chefarzt Dr. Daniel Schüler verlässt das Klinikum Leer
Leer/Ostfriesland – Nach beeindruckenden 15 Jahren als Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Leer verabschiedet sich Dr. Daniel Schüler zum Monatsende aus persönlichen Gründen. Das Klinikum Leer dankt ihm für seine herausragende Arbeit und sein unermüdliches Engagement für junge Patientinnen und Patienten.
Dr. Schüler hat in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten nicht nur die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der Region entscheidend geprägt, sondern auch innovative Konzepte eingeführt, die das Klinikum Leer zu einer anerkannten Adresse in der Kinder- und Jugendmedizin gemacht haben. Insbesondere seine Spezialisierungen in der Kinderpneumologie und Kinderallergologie haben das Behandlungsangebot der Klinik nachhaltig bereichert.
Geschäftsführerin Daniela Kamp betont die Verdienste des geschätzten Mediziners: „Wir schätzen Dr. Schülers unermüdliches Engagement und danken ihm für seine langjährige Treue. Er hat die Kinderklinik mit Herzblut geführt und zahlreiche junge Leben positiv beeinflusst. Für seinen weiteren Weg wünschen wir ihm alles erdenklich Gute.“
Trotz der bevorstehenden Herausforderungen in der Übergangsphase bleibt die Kinderklinik am Klinikum Leer weiterhin uneingeschränkt erhalten. Die stationären Leistungen werden in vollem Umfang weitergeführt. Allerdings fällt vorerst das spezialisierte ambulante Angebot im Bereich der Kinderpneumologie und Kinderallergologie weg. Das Klinikum Leer arbeitet bereits mit Hochdruck an der Nachbesetzung der Chefarztstelle, um die Versorgung der jungen Patientinnen und Patienten auf gewohnt hohem Niveau zu sichern.
Mit dem Abschied von Dr. Schüler endet eine Ära, die von Fachkompetenz, Menschlichkeit und Innovationskraft geprägt war. Das Klinikum Leer und die Region verlieren einen geschätzten Mediziner – doch sein Vermächtnis wird in der exzellenten Betreuung der Kinderklinik weiterleben.