Lokal
Christdemokraten schicken Ulf Thiele ins Rennen um das Landtagsmandat im Wahlkreis Leer

Erste hybride Nominierungsversammlung zu einer Landtagswahl in der Geschichte Niedersachsens
Er ist “Een van uns” und unser Stimme in Hannover. Und 96,4 Prozent der CDU-Mitglieder, die an der Wahlkreismitgliedervollversammlung für den Wahlkreis 83 (Leer) teilgenommen haben, sind sich sicher: das soll auch so bleiben. Ulf Thiele ist seit diesem Wochenende zum fünften Mal Direktkandidat der CDU für den Niedersächsischen Landtag. An der Abstimmung nahmen 112 Wählerinnen und Wähler teil. 108 Mitglieder stimmten für Ulf Thiele, bei vier Nein-Stimmen.
Wegen der Corona-Lage hatte sich der CDU-Kreisverband entschieden, die Aufstellungsversammlung in hybrider Form durchzuführen – mit einer digital aus dem Zollhaus in Leer übertragenen Veranstaltung am Freitagabend, einer Urnenwahl am Samstagvormittag und einer wiederum digital aus dem Schöne Aussichten in Leer übertragenen Ergebnis-Feststellung am Samstagnachmittag. Es war die erste hybride Kandidatenaufstellung eines Landtagskandidaten überhaupt in der Geschichte des Landes Niedersachsen.
Der 50-jährige Ulf Thiele (Stallbrüggerfeld) war einziger Kandidat. Er vertritt den Wahlkreis seit 2003 als stets direkt gewählter Abgeordneter. Seit 2017 ist er stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und dort zuständig für die Bereiche Haushalt und Finanzen sowie Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. Zuvor war der gelernte Verlagskaufmann, der dem Kreistag des Landkreises Leer seit 1991 und seit der letzten Kommunalwahl auch dem Gemeinderat Filsum angehört, elf Jahre lang Generalsekretär der CDU in Niedersachsen. Er führt seit 2020 auch den CDU-Bezirksverband Ostfriesland.
Zu den ersten Gratulanten gehörten die CDU-Kreisvorsitzende Melanie Nonte, die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann, die Landtagsabgeordnete Tatjana Maier-Keil, CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Grietje Oldigs-Nannen und natürlich seine Ehefrau Olga.
Am Freitagabend hatte Ulf Thiele sich und seine Agenda für die kommenden Jahre im Zollhaus den Mitgliedern der CDU aus der Stadt Leer, den Samtgemeinden Hesel und Jümme, den Gemeinden Ostrhauderfehn, Rhauderfehn und Uplengen vorgestellt. Im Rahmen der Versammlung, bei der ein 25 Mitglieder auf Abstand und mit FFP2-Maske unter 2G+ Bedingungen in Präsenz im Zollhaus und weitere Mitglieder virtuell per Videokonferenz teilnahmen, hielt Björn Thümler, niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur und langjähriger politischer Weggefährte von Ulf Thiele, ein Impulsreferat zum Wahlkampfjahr 2022. Der CDU-Landesvorsitzende und stellvertretende Ministerpräsident Bernd Althusmann hatte eine Video-Botschaft geschickt, und die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann hielt ein Grußwort.
In seiner Vorstellungsrede stellte Ulf Thiele sich persönlich vor, ging auf Erfolge der aktuellen Legislaturperiode und auf das Corona-Krisenmanagement ein, und er gab einen Ausblick auf seine politische Agenda für die kommenden Jahre. „Die Arbeit am Ostfrieslandplan hat gerade erst begonnen. Wir können es schaffen, unsere Heimat Ostfriesland zu einer hoch-innovativen Region zu entwickeln, die auch führend in der Wasserstoff-Technologie ist. Damit können wir neue Arbeitsplätze, Wohlstand für die Menschen und Zukunftsperspektiven für unsere Jugendlichen schaffen“, gab sich Ulf Thiele überzeugt. Er wolle sich für den Erhalt der Förderschule Lernen in Leer, für eine weitere Stärkung der Hochschule Emden-Leer, für ein Gelingen der Energiewende „gemeinsam mit den Menschen und nicht gegen sie“, für ein gutes Miteinander von Landwirtschaft und Umwelt‑, Natur‑, Arten‑, Tier- und Verbraucherschutz einsetzen.
„Für unsere Landwirte und den ländlichen Raum wird die Landtagswahl zur Schicksalswahl. „Denn nach der Bundestagswahl ist klar, dass nur die CDU die Existenz der Betriebe und ihr Eigentum schützt“, rief Thiele in den Konferenzsaal der Zollhauses und in die Kamera. Energiewende, Moorschutz und Tierschutz könnten nur gemeinsam mit und nicht gegen die Landwirte erreicht werden. Die CDU wolle dies mit einem Gesellschaftsvertrag zwischen allen Bereichen schaffen.
Zudem wolle er sich für eine starke Polizei und für flächendeckende Präventionsnetzwerke einsetzen, um Kriminalität bereits im Entstehen zu bekämpfen. Im sozialen Bereich solle die Ausbildung von Ärzten und medizinischer Assistenzkräfte in der Region gestärkt werden. Der Landkreis Leer müsse endlich eine Neurologie bekommen.
Die Urwahl des Kandidaten fand in einem zweiten Teil im Rahmen einer schriftlichen Schlussabstimmung als Urnenwahl statt. Dafür hatte die CDU Urnenwahl-Stationen in allen sechs Städten, Gemeinden und Samtgemeinden des Wahlkreises eingerichtet.
Ulf Thiele dankte den Mitgliedern für das eindeutige Votum und den Rückenwind: “Das ist ein guter Start in dieses Jahr 2022. Jetzt müssen wir gemeinsam hart arbeiten und die Menschen davon überzeugen, dass wir als CDU für Niedersachsen, für Ostfriesland und für den Landkreis Leer die besseren Ideen, den größeren Einsatz, mehr Herzblut und Energie und auch den größeren Willen haben”.
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Lokal
Zukunft der Leeraner Innenstadt: Neue Ideen und moderate Mieten!

Bürgermeister Claus-Peter Horst (links) und Stadtentwicklungsexperte Klaus Mensing präsentieren ihre Ideen zur Zukunft der Innenstadt vor mehr als 140 Gästen im Festsaal des Rathauses.
Moderate Mieten und neue Ideen: Expertenforum zur Zukunft der Leeraner Innenstadt
Leer. Wie soll die Innenstadt der Zukunft aussehen? Um diese Frage zu diskutieren, kamen auf Einladung der Stadt Leer mehr als 140 Eigentümer und Geschäftstreibende am Mittwochabend im Festsaal des Rathauses zusammen. Im Mittelpunkt des ersten “Forum Innenstadt” stand der renommierte Stadtentwicklungsexperte Klaus Mensing, der seine Vision für eine lebendige und multifunktionale City präsentierte.
Bereits bei einem vorherigen Rundgang durch Leer zeigte sich Mensing beeindruckt von der kleinen Hafencity und der belebten Meile mit der Nordbar. Doch es gab auch kritische Töne: “Es gibt Ecken, da brummt das Geschäft, in anderen ist es eher ruhig. Und es gibt Bereiche, an denen dringend etwas passieren muss.”
Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
Eine erfolgreiche Innenstadtentwicklung erfordert eine enge Zusammenarbeit der drei zentralen Akteure: Eigentümer, Geschäftsleute und die Stadtverwaltung. Mensing betonte, dass der Einzelhandel keinesfalls “tot” sei. Laut einem Gutachten aus 2024 sind die drei wichtigsten Besuchsanlässe in niedersächsischen Innenstädten weiterhin Shopping, Gastronomie sowie das Bummeln und Treffen mit Menschen. Allerdings müssten Innenstädte künftig noch multifunktionaler und erlebnisorientierter werden.
Neue Frequenzpartner könnten dabei helfen, mehr Menschen in die City zu locken. Neben klassischem Einzelhandel gewinnen Gesundheitsdienstleistungen, Bildungsangebote oder Handwerksbetriebe mit gläsernen Werkstätten zunehmend an Bedeutung. Auch die Konkurrenz durch Online-Handel sieht Mensing nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung: “Es geht nicht darum, mit Amazon & Co. zu konkurrieren, sondern die eigenen Stärken auszuspielen. Offline-Kompetenzen machen den Unterschied.” Gleichzeitig seien digitale Tools essenziell, um analoge Erlebnisse in der Stadt zu unterstützen.
Chancen in Leerstand und moderaten Mieten
Leerstehende Geschäftsflächen seien weniger ein Problem als vielmehr eine Chance für neue, belebende Nutzungen. Hier appellierte Mensing an die Eigentümer, mit moderateren Mieten neuen Formaten, wie beispielsweise Pop-up-Stores, eine Chance zu geben. “Eine niedrige Startmiete kann den Standort und die Immobilie langfristig aufwerten”, so Mensing.
Seine Empfehlung für Leer: Strategische Leitfragen klären. Welche Geschäfte gibt es 2027 noch? Welche könnten hinzukommen? Welche Zielgruppen nutzen die Innenstadt zukünftig? Welche neuen Konzepte würden die Frequenz erhöhen? In diesem Zusammenhang sollten Eigentümer und Stadtverwaltung Gespräche über Mietreduzierungen, Umbaumaßnahmen oder potenzielle Verkäufe führen.
Große Zustimmung und neue Impulse
Bürgermeister Claus-Peter Horst hatte das Forum ins Leben gerufen, um alle Beteiligten miteinander in den Dialog zu bringen – ein Vorhaben, das vollends aufging. In der anschließenden Diskussionsrunde gab es zahlreiche positive Wortmeldungen. Das große Potenzial der Altstadt wurde hervorgehoben, ebenso der Wunsch nach mehr Grünflächen, besseren Vernetzungsmöglichkeiten und gezielter Unterstützung für Geschäftsleute.
Jan-Wilhelm Dörries von der Werbegemeinschaft nutzte die Gelegenheit, um für mehr Beteiligung an den regelmäßigen “After-Work-Treffen” zu werben, die dem Austausch und der Vernetzung dienen. Bürgermeister Horst schlug vor, das Forum fortzusetzen und in kleineren Runden konkrete Themen gezielt anzugehen. Viele Anwesende signalisierten ihre Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit – ein starkes Zeichen für den Willen zur positiven Gestaltung der Leeraner Innenstadt.
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Lokal
Sport verbindet – CDU Leer plant „Tag des Sports in der Leeraner Innenstadt!

Archivfoto LeserECHO @Ingo Tonsor
CDU-Fraktion beantragt die Einführung eines “Tag des Sports” in Leer
Leer — Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Leer hat einen Antrag zur Einführung eines “Tag des Sports” eingereicht. Ziel dieses Events ist es, die Bedeutung des Sports für die Gesellschaft hervorzuheben und die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Leer zu mehr Bewegung zu motivieren.
Sport ist ein essenzieller Bestandteil unserer Gesellschaft und fördert Gesundheit, Teamgeist und soziale Integration. Zahlreiche Vereine und ehrenamtliche Organisationen leisten in diesem Bereich wertvolle Arbeit und tragen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei. Überall in der Stadt Leer engagieren sich zahlreiche Sportfreunde in ihrer Freizeit, organisieren Vereinsleben, veranstalten Turniere oder trainieren den Nachwuchs. Ihr Einsatz ist unersetzlich, um die Vielfalt des Sports in der Stadt zu erhalten.
Dennoch sinkt die Zahl der aktiven Mitglieder in vielen Sportvereinen, insbesondere Kinder und Jugendliche bewegen sich zunehmend weniger. Dieser Entwicklung möchte die CDU-Fraktion entgegenwirken und beantragt daher die Einführung eines “Tag des Sports” in der Stadt Leer.
Konzept des “Tag des Sports”
Dieses Event soll in der Innenstadt und im Leeraner Hafen durchgeführt werden und allen Interessierten die Vielfalt des Sports sowie die Möglichkeiten zur Vereinsmitgliedschaft aufzeigen. Der “Tag des Sports” soll dabei alle zwei Jahre stattfinden und sich mit dem ebenfalls geplanten “Blaulichttag” abwechseln.
Zur Umsetzung dieses Projekts soll die Verwaltung beauftragt werden, in Zusammenarbeit mit den Sportvereinen, Schulen und weiteren relevanten Institutionen ein Konzept zu entwickeln. Besonders wichtig ist es, möglichst viele Akteure mit einzubeziehen.
Breite Beteiligung und Zusammenarbeit
Es wird vorgeschlagen, den Landkreis, den Kreissportbund, die Werbegemeinschaft, das Freizeitbad Plytje und die Schulen aktiv einzubinden, um eine möglichst große Reichweite zu erzielen. Zur besseren Koordination der verschiedenen Beteiligten könnte ein “Runder Tisch” eingerichtet werden, analog zum Blaulichttag.
Darüber hinaus würde die CDU-Fraktion es begrüßen, wenn die Politik sowie der Sportausschuss aktiv in die Planungen eingebunden werden, um eine bestmögliche Umsetzung sicherzustellen.
Der Antrag wurde dem Bürgermeister Claus-Peter Horst sowie den Fraktionen im Stadtrat vorgelegt. Nun liegt es an der Stadtverwaltung und den politischen Gremien, die Möglichkeiten zur Umsetzung zu prüfen.
Lokal
Dank und Abschied: Dr. Daniel Schüler verlässt die Kinderklinik Leer

Abschied nach 15 Jahren: Chefarzt Dr. Daniel Schüler verlässt das Klinikum Leer
Leer/Ostfriesland – Nach beeindruckenden 15 Jahren als Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Leer verabschiedet sich Dr. Daniel Schüler zum Monatsende aus persönlichen Gründen. Das Klinikum Leer dankt ihm für seine herausragende Arbeit und sein unermüdliches Engagement für junge Patientinnen und Patienten.
Dr. Schüler hat in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten nicht nur die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in der Region entscheidend geprägt, sondern auch innovative Konzepte eingeführt, die das Klinikum Leer zu einer anerkannten Adresse in der Kinder- und Jugendmedizin gemacht haben. Insbesondere seine Spezialisierungen in der Kinderpneumologie und Kinderallergologie haben das Behandlungsangebot der Klinik nachhaltig bereichert.
Geschäftsführerin Daniela Kamp betont die Verdienste des geschätzten Mediziners: „Wir schätzen Dr. Schülers unermüdliches Engagement und danken ihm für seine langjährige Treue. Er hat die Kinderklinik mit Herzblut geführt und zahlreiche junge Leben positiv beeinflusst. Für seinen weiteren Weg wünschen wir ihm alles erdenklich Gute.“
Trotz der bevorstehenden Herausforderungen in der Übergangsphase bleibt die Kinderklinik am Klinikum Leer weiterhin uneingeschränkt erhalten. Die stationären Leistungen werden in vollem Umfang weitergeführt. Allerdings fällt vorerst das spezialisierte ambulante Angebot im Bereich der Kinderpneumologie und Kinderallergologie weg. Das Klinikum Leer arbeitet bereits mit Hochdruck an der Nachbesetzung der Chefarztstelle, um die Versorgung der jungen Patientinnen und Patienten auf gewohnt hohem Niveau zu sichern.
Mit dem Abschied von Dr. Schüler endet eine Ära, die von Fachkompetenz, Menschlichkeit und Innovationskraft geprägt war. Das Klinikum Leer und die Region verlieren einen geschätzten Mediziner – doch sein Vermächtnis wird in der exzellenten Betreuung der Kinderklinik weiterleben.