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Leser­brief — Stadtbusfahrten

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Leser­brief* zum The­ma Stadtbusfahrten

Sehr geehr­te Redak­ti­on vom Lese­r­ECHO, zu Ihrem Arti­kel im Lese­r­echo und zu o.a. The­ma, möch­te ich als über­zeug­te Bus­fah­re­rin, zu mei­nen dies­be­züg­li­chen Erfah­run­gen in Leer und ins­ge­samt zu die­sem The­ma, eini­ge Anmer­kun­gen machen. Ähn­li­ches hat­te ich mal der Par­tei der Grü­nen geschrie­ben, aber offen­sicht­lich mit wenig Erfolg.

Ich woh­ne seit eini­gen Jah­ren in Leer. Zu Beginn fiel es mir schwer, mich in die­sem Bus­sys­tem über­haupt zu ori­en­tie­ren, da:

  • an den Bus­hal­te­stel­len kei­ne oder ver­al­te­te Fahr­plä­ne aushängen
  • es kei­ne Über­sicht zur Gesamt-Fahr­ten­rou­te (incl. Umstei­ge­punk­te) der ein­zel­ne Bus­li­ni­en an den Hal­te­stel­len gibt
  • man oft nicht erken­nen kann, wie die Hal­te­stel­le heißt
  • manch­mal Hal­te­stel­len, wie z.B. am Bahn­hof auf der einen Sei­te Unkel und auf der ande­ren Sei­te Post heißen
  • vie­le Bus­hal­te­stel­len für mich Namen ohne ersicht­li­chen Bezug hat­ten (z.B. Leding-Wil­ken, Stak­lies, Unkel etc.) und man erst her­aus fin­den muss, wo ein­zel­ne Hal­te­stel­len liegen

Dazu kom­men Rou­ten, die es schwie­rig machen, so ein­fa­che Zie­le wie z. B. Mul­ti-Süd oder das Rat­haus zu erreichen.

Selbst wenn es jetzt an den Hal­te­stel­le Post/Unkel einen Kno­ten­punkt zum erleich­ter­ten Umstei­gen geben soll­te, bleibt dies für Orts­frem­de schwie­rig, da z.B. die Zeh­ner-Fahr­kar­ten nur mit Datum abge­zeich­net (vom Fah­rer) wer­den. Es gibt kei­ne Uhr­zeit, die nach­weist, wann ich in den ers­ten Bus ein­ge­stie­gen bin. Also muss ich dem Bus­fah­rer Bescheid sagen, dass ich umstei­gen möch­te. Anders müss­te man im zwei­ten Bus noch ein­mal bezah­len, da der neue Bus­fah­rer ja nicht wüss­te, dass man nur umge­stie­gen ist. Ganz schön schwie­rig für Orts­frem­de und Urlauber.

In den meis­ten Städ­ten ist der Kno­ten­punkt am Bahn­hof, der dann auch so benannt wird, damit jeder weiß, dass er hier in die Bahn, auf ande­re nicht-städ­ti­sche Bus­li­ni­en und in städ­ti­sche Bus­se umstei­gen kann.

Damit sind wir bereits beim nächs­ten Pro­blem. Es ist schön, wenn jetzt die Schul­bus­se auf­ein­an­der abge­stimmt sind. Aber wer z.B. als Feri­en­gast mit der Bahn abrei­sen möch­te„ wird schnell bemer­ken, dass er mor­gens weder ein Taxi bekommt (die Schul­kin­der wer­den trans­por­tiert), noch die Bus­li­ni­en auf die Abfahrts­zei­ten der Züge abge­stimmt sind. Das soll­te eigent­lich in einer Tou­ris­mus Regi­on mög­lich sein.

Bis­her muss­te man z.B. als Feri­en­gast in Leer, der zum Bahn­hof möch­te, erst ein­mal im Inter­net her­aus­fin­den, wel­che Bus­se um wel­che Uhr­zeit dort hin fah­ren. Dann muss­te man oben­drein noch her­aus­fin­den, dass Unkel die Bezeich­nung für die Hal­te­stel­le in der Nähe des Bahn­hofs ist und von dort zum Bahn­hof zurück lau­fen. Dies ist in einer Feri­en­re­gi­on etwas destruktiv.

Da ich Tages­frei­zeit habe und ger­ne spa­zie­ren gehe, begeg­nen mir durch­aus Tou­ris­ten, alte, aber auch jun­ge Leu­te, die mit dem Sys­tem in Leer nicht klar kommen.

Ein wei­te­rer Punkt ist, dass nicht vie­le Bus­se fah­ren. Das ist in vie­ler­lei Hin­sicht ein Pro­blem. Zum einen sind Hin- und Rück­fahr­ten nicht auf­ein­an­der abge­stimmt. Wenn ich z.B. und 8:51 bei Leding-Wil­ken ein­stei­ge, bin ich ca. 9:10h in der Innen­stadt. Wenn ich dort nur eine Klei­nig­keit zu erle­di­gen habe, muss ich aber bis 11:20h war­ten, bis ein Bus zurück nach Loga fährt. Die Alter­na­ti­ve ist sich ein ein Taxi zu neh­men. Genau­so geht es einem abends oder am Wochen­en­de. Ein Essen mit Freun­den ist nicht drin, da der letz­te Bus Rich­tung Loga bereits um 19:00h fährt. Sams­tags fährt um 14:00h der letz­te Bus Rich­tung Loga. Sonn­tags fah­ren kei­ne Bus­se. Immer ist die Alter­na­ti­ve ein Fahrt mit dem Taxi. Inso­fern kauft man sich bes­ser kei­ne Monats­kar­te, da man immer zwi­schen Bus und Taxi hin und her wech­seln muss. Ein auf die Dau­er teu­res Ver­gnü­gen. Das ist für eine Stadt – in der nicht alle ein hohes Ein­kom­men haben – eigent­lich so nicht hin­nehm­bar. Eine regel­mä­ßi­ge Tak­tung der Bus­se an allen Tagen wäre zumin­dest hilfreich.

Erschwe­rend hin­zu kommt, dass die Bus­se zu unter­schied­li­chen Uhr­zei­ten jeweils ande­re Rou­ten fah­ren. Wohl­ge­merkt: ein und die­sel­be Linie hat unter­schied­li­che Fahrt­rou­ten. Man muss immer einen Fahr­plan bei sich haben, um zu sehen, ob man evtl. zu einer ande­ren Hal­te­stel­le gehen muss. Das macht das Bus­fah­ren in Leer nicht attraktiver.

Auch das Zahl­sys­tem ist sehr undurch­sich­tig. Weder im Bus selbst, noch im Inter­net erhält man eine Über­sicht, was wel­che Stre­cken kos­ten. Man muss immer den Fah­rer fra­gen und hat kei­ne Mög­lich­keit zur Kon­trol­le. Als ich nach Leer-Loga gezo­gen war, habe ich erst nach einem hal­ben Jahr zufäl­lig bemerkt, dass ich an der Hal­te­stel­le Leding-Wil­ken noch einen höhe­ren Fahr­preis zah­len muss, wäh­rend ich beim Ein­stieg an der Hal­te­stel­le Stak­lies nur einen gerin­ge­ren Fahr­preis zah­le. Bei­de Hal­te­stel­len lie­gen in Loga. Für mich eine unver­ständ­li­che Preisgestaltung.

Dann fehlt m.E. auch die Mög­lich­keit ein Ticket für Kurz­stre­cken zu erwer­ben. In den meis­ten Städ­ten gibt es die­se Mög­lich­keit; ein­fach für einen güns­ti­gen Preis 2–3 Hal­te­stel­len zu fah­ren. Dies bedeu­tet i.d.R eine zusätz­li­che Aus­las­tung der Busse.

Anzei­ge:

Heut­zu­ta­ge gibt es doch viel­fäl­ti­ge Wege finan­zi­el­le Mit­tel zu rekru­tie­ren. Man könn­te anstel­le Hal­te­stel­len nach Läden zu benen­nen, die es schon seit Jahr­zehn­ten nicht mehr gibt, Hal­te­stel­len mit einem Namen z.B. nach Stra­ßen oder Plät­zen benen­nen. So könn­te z.B. die Hal­te­stel­le Unkel in Bahn­hof umbe­nannt wer­den. Gleich­zei­tig könn­te gegen Zah­lung eines ent­spre­chen­den Ent­gel­tes der Zusatz Bahn­hof – Kauf­haus Lef­fers genannt wer­den. Eine schö­ne Rekla­me, wenn dies im Bus so ange­zeigt oder benannt wird. Ande­re Städ­te sind in der Rekru­tie­rung von Gel­dern weit­aus fin­di­ger. An jeder Hal­te­stel­le könn­te man eine Wer­be­flä­che gestal­ten, usw. .

In Stoß­zei­ten kom­men die Bus­se oft mit viel Ver­spä­tung an den Hal­te­stel­len an. Man steht dumm in der Gegend rum und weiß nicht, ob und wann der Bus kommt. Das ist sehr ärger­lich, wenn man an vie­len Hal­te­stel­len noch zu allen Jah­res­zei­ten ohne Unter­stand dem Wet­ter aus­ge­setzt ist und es kei­ne Sitz­ge­le­gen­heit an den Hal­te­stel­len gibt. Gera­de für älte­re Mit­bür­ger ist dies beschwer­lich. Ein Infor­ma­ti­ons­sys­tem (evtl. Inter­net, App., etc.) gibt es nicht. Selbst eine App. kann man gewinn­brin­gend vermarkten.

Wenn ich mich mit älte­ren Leu­ten unter­hal­te, scheu­en die­se (obwohl sie nicht mehr in der Lage sind mit dem Rad zu fah­ren) die Bus­fahrt, da sie schlicht­weg kei­nen Durch­blick beim Sys­tem in Leer haben.

Ein nicht nur juris­tisch bedenk­li­che Zustand. Es drängt sich einem der Ein­druck auf, dass bei dem The­ma Bus­fah­ren in Leer fort­lau­fend Per­so­nen mit­be­stim­men, die das Bus­sys­tem in Leer nie nut­zen. Andern­falls wären sol­che Zustän­de nicht über Jah­re mög­lich. Ande­re Städ­te geben sich Mühe den Bus­ver­kehr für alle Ein­woh­ner attrak­tiv zu gestalten.

Ich habe nur noch wenig Hoff­nung, dass es mög­lich sein soll­te, die­se seit Jah­ren ver­trau­ten Pfa­de zu ver­las­sen und das Bus­fah­ren in Leer zeit­ge­mäß zu gestalten.

Mit freund­li­chen Grüßen

Elke Mül­ler


Hin­weis der Redaktion

*Leser­brie­fe geben nicht unbe­dingt die Mei­nung der Redak­ti­on wie­der. Die Redak­ti­on behält sich Kür­zun­gen vor. Sie haben eine ande­re Mei­nung zu die­sem The­ma oder möch­ten etwas dazu ergän­zen? Dann schrei­ben Sie Ihren Kom­men­tar oder eige­nen Leser­brief an: info@leserecho.de — Betr. Leserbrief

Links zu die­sem The­ma — her­aus­ge­sucht von der Lese­r­ECHO Redaktion:

Nah­ver­kehrs­plan 2019 — 2023  für den Land­kreis Leer

Stadt­bus­ver­kehr ab 2021 – Vertragsunterzeichnung

Jacobs Rei­se­dienst


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FDP Leer: Pro Bür­ger­initia­ti­ve und his­to­ri­sche Auf­klä­rung statt Namensänderung

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Schul­ter­schluss für den Erhalt: Gün­ter Pod­lich und Sven Albert von der FDP-Frak­ti­on (es fehlt Susan­ne Smit) unter­stüt­zen die neu gegrün­de­te Bür­ger­initia­ti­ve in Loga. Trotz des knap­pen Rats­be­schlus­ses vom Sep­tem­ber 2025 zur Namens­än­de­rung set­zen sich die Libe­ra­len gemein­sam mit der BI wei­ter­hin für his­to­ri­sche Auf­klä­rung vor Ort ein.

FDP Leer unter­stützt Bür­ger­initia­ti­ve: „Erin­ne­rung durch Auf­klä­rung bewahren“

LEER / LOGA. Die FDP-Frak­ti­on im Rat der Stadt Leer begrüßt die Grün­dung der Bür­ger­initia­ti­ve (BI) zum Erhalt der Hin­den­burg­stra­ße in Loga aus­drück­lich. Die Libe­ra­len, die bereits im Vor­feld des knap­pen Rats­be­schlus­ses gegen eine Umbe­nen­nung gestimmt hat­ten, sehen in dem bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ment eine wich­ti­ge Stär­kung der demo­kra­ti­schen Mit­be­stim­mung vor Ort.

His­to­ri­sche Iden­ti­tät und Beständigkeit

Für die FDP-Frak­ti­on ist die Hin­den­burg­stra­ße weit mehr als nur eine Adres­se. Seit fast 100 Jah­ren ist der Name fes­ter Bestand­teil des Lebens­um­fel­des der Anwoh­ner. In einer sich rasant wan­deln­den Welt benö­tig­ten Men­schen Bestän­dig­keit und Ver­läss­lich­keit in ihrem direk­ten Umfeld, so die Fraktion.

Beson­ders hebt die FDP den loka­len Bezug her­vor: Im Mai 1927 besuch­te der dama­li­ge Reichs­prä­si­dent Paul von Hin­den­burg die Even­burg in Loga und die Vieh­markt­hal­le in Leer. „In die­sem posi­ti­ven Geist der Iden­ti­fi­ka­ti­on wur­de 1928 der Weg an der Frie­dens­kir­che umbe­nannt“, erläu­tert die Frak­ti­on. Eine Umbe­nen­nung gegen den erklär­ten Wil­len der Mehr­heit der betrof­fe­nen Bür­ger wer­de daher als tief­grei­fen­der Ein­griff in den All­tag und das Gemein­schafts­le­ben wahrgenommen.

„Reflek­tier­te Erin­ne­rungs­po­li­tik“ statt blo­ßem Verwaltungsakt

Die FDP betont, dass eine Ableh­nung der Umbe­nen­nung kei­nes­falls eine Ver­harm­lo­sung der geschicht­li­chen Rol­le Hin­den­burgs bedeu­tet. Die Frak­ti­ons­mit­glie­der Gün­ter Pod­lich, Sven Albert und Susan­ne Smit plä­die­ren statt­des­sen für eine „reflek­tier­te Erinnerungspolitik“.

  • Sicht­ba­rer Kon­text: Ziel sei es, die Geschich­te kri­tisch zu ver­mit­teln, ohne sie unsicht­bar zu machen.

  • Kon­kre­ter Vor­schlag: Die FDP setzt sich wei­ter­hin für das Auf­stel­len einer deut­lich sicht­ba­ren Hin­weis­ta­fel ein, die die his­to­risch kom­ple­xe und zwie­späl­ti­ge Per­son Hin­den­burgs ein­ord­net. Hier­für stün­de bereits ein Grund­stück der Frie­dens­kir­che zur Verfügung.

Kri­tik an der knap­pen Entscheidung

Der Rats­be­schluss vom 25. Sep­tem­ber 2025, der mit einer hauch­dün­nen Mehr­heit von 15 zu 14 Stim­men die Umbe­nen­nung besie­gel­te, wird von der FDP kri­tisch hin­ter­fragt. Die Frak­ti­on zitiert in die­sem Zusam­men­hang den ehe­ma­li­gen Bun­des­prä­si­den­ten Roman Her­zog: „Ohne Erin­ne­rung gibt es weder Über­win­dung des Bösen noch Leh­ren für die Zukunft.“ Nach Ansicht der Libe­ra­len leis­te eine rei­ne Namens­än­de­rung kei­nen Bei­trag zur ech­ten Aufarbeitung.

Die FDP wünscht der Grün­dungs­ver­samm­lung der Bür­ger­initia­ti­ve einen guten Ver­lauf und kün­dig­te an, den Weg der BI kon­struk­tiv zu begleiten.

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Debat­te um Hin­den­burg­stra­ße: CDU unter­stützt neue Bürgerinitiative

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LEER / LOGA. Die Dis­kus­si­on um die Umbe­nen­nung der Hin­den­burg­stra­ße im Stadt­teil Loga gewinnt an Dyna­mik. Die CDU-Frak­ti­on im Rat der Stadt Leer hat sich nun offi­zi­ell zur Grün­dung der neu­en Bür­ger­initia­ti­ve (BI) geäu­ßert, die sich für den Erhalt des Stra­ßen­na­mens ein­setzt. Die Christ­de­mo­kra­ten wer­ten den Zusam­men­schluss der Bür­ger als ein „star­kes Zei­chen geleb­ter Demokratie“.

Kri­tik an SPD und Grünen

In einer aktu­el­len Stel­lung­nah­me spart die CDU-Frak­ti­on nicht mit Kri­tik an den Rats­frak­tio­nen von SPD und Grü­nen. Die Grün­dung der Bür­ger­initia­ti­ve sei die „rich­ti­ge und not­wen­di­ge Ant­wort auf die Igno­ranz“ gegen­über dem Bür­ger­wil­len. Nach Ansicht der CDU beschä­di­ge das Über­ge­hen klar geäu­ßer­ter Mei­nun­gen das Ver­trau­en in poli­ti­sche Ver­fah­ren massiv.

„Wer Betei­li­gung ver­spricht und das Ergeb­nis dann ein­fach über­geht, beschä­digt das Ver­trau­en in Poli­tik“, so die Frak­ti­on. Man ver­weist dar­auf, dass sich neben der Mehr­heit der direk­ten Anwoh­ner auch ein gro­ßer Teil der Bevöl­ke­rung in Loga und im gesam­ten Stadt­ge­biet gegen die Umbe­nen­nung aus­ge­spro­chen habe.

Iden­ti­tät kon­tra „Ein­griff von oben“

Für vie­le Bür­ger sei der Stra­ßen­na­me ein Teil der gewach­se­nen Iden­ti­tät Logas. Eine Ände­rung des Namens wer­de daher nicht als wert­vol­le geschicht­li­che Auf­ar­bei­tung emp­fun­den, son­dern als ein bevor­mun­den­der Ein­griff „von oben her­ab“. Die CDU betont, dass die Ableh­nung der Umbe­nen­nung tief in der Stadt­ge­sell­schaft ver­an­kert sei und es sich kei­nes­falls um eine Ein­zel­mei­nung handele.

Ein­ord­nung statt Til­gung der Geschichte

Die CDU stellt klar, dass ihre Hal­tung nicht als Ver­harm­lo­sung der his­to­ri­schen Rol­le Paul von Hin­den­burgs zu ver­ste­hen sei. Viel­mehr gehe es um einen ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit der Historie:

  • Sicht­bar­keit: Geschich­te sol­le nicht getilgt, son­dern erklärt werden.

  • Kon­tex­tua­li­sie­rung: Die Frak­ti­on spricht sich wei­ter­hin für das Auf­stel­len von Hin­weis­schil­dern aus, die den his­to­ri­schen Kon­text vor Ort einordnen.

  • Bür­ger­nä­he: Erin­ne­rungs­kul­tur kön­ne laut CDU nur im Dia­log mit den Men­schen funk­tio­nie­ren, nicht gegen sie.

Die CDU-Frak­ti­on kün­dig­te an, das Enga­ge­ment der Bür­ger­initia­ti­ve aus­drück­lich zu unter­stüt­zen, um sicher­zu­stel­len, dass Bür­ger­be­tei­li­gung in Leer ernst genom­men wird.

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Exklu­si­ve Sonn­tags­füh­rung: Das Kunst­haus Leer öff­net sei­ne Türen

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Hil­ke Deut­scher, Ost­frie­si­sche Moti­ve, 2020, Aqua­rell auf Papier, 66 x 75 cm, Foto: Jür­gen Bam­bro­wicz, © Kunst­haus Leer

Finis­sa­ge im Kunst­haus Leer: Ein letz­ter Blick auf die „Neu­en Werke“

Ein beson­de­rer Ter­min für Kunst­lieb­ha­ber: Am Sonn­tag, den 11. Janu­ar 2026, lädt das Kunst­haus Leer zur fei­er­li­chen Abschluss­füh­rung der aktu­el­len Aus­stel­lung ein. Ab 15 Uhr führt die Lei­te­rin Susan­ne Augat per­sön­lich durch die „Samm­lungs­prä­sen­ta­ti­on – Neue Wer­ke II“.

Wer die viel­sei­ti­ge Schau bis­her ver­passt hat, bekommt an die­sem Sonn­tag die letz­te Gele­gen­heit: Die Aus­stel­lung endet mit die­sem Tag. Im Mit­tel­punkt ste­hen bedeu­ten­de Neu­zu­gän­ge und fas­zi­nie­ren­de Posi­tio­nen regio­na­ler Kunst, die die Viel­falt der nord­west­deut­schen Kunst­sze­ne widerspiegeln.

Von idyl­li­schen Land­schaf­ten bis zu indus­tri­el­ler Abstraktion

Die Besu­cher erwar­tet ein span­nen­der Quer­schnitt durch ver­schie­de­ne Sti­le und Techniken:

  • Hil­ke Deut­scher: Ihre Land­schafts­aqua­rel­le bestechen durch Leich­tig­keit und fan­gen die beson­de­re Atmo­sphä­re unse­rer Regi­on ein.

  • Her­bert Mül­ler: Sei­ne Wer­ke wid­men sich den klas­si­schen Moti­ven Ost­fries­lands – von his­to­ri­schen Gehöf­ten über ver­träum­te Dör­fer bis hin zu mar­kan­ten Stadtansichten.

  • Uwe Schier­holz: Einen moder­nen Kon­trast bil­den sei­ne Arbei­ten über Indus­trie­an­la­gen, die er gekonnt in Struk­tu­ren und Farb­flä­chen zergliedert.

Kunst zum Blät­tern und Verschicken

Neben der klas­si­schen Male­rei beleuch­tet die Füh­rung auch die inti­me­ren For­ma­te der Samm­lung. Susan­ne Augat wird Ein­bli­cke in die Künst­ler­bü­cher und die Welt der Mail Art von Ahl­rich van Ohlen geben. Die­se Expo­na­te zei­gen, wie Kunst über den Rah­men hin­aus­geht und als kom­mu­ni­ka­ti­ves Netz­werk funktioniert.


Eck­da­ten zur Veranstaltung

  • Ter­min: Sonn­tag, 11. Janu­ar 2026

  • Beginn: 15:00 Uhr

  • Ort: Kunst­haus Leer

  • Lei­tung: Susan­ne Augat

  • Ein­tritt: Frei

Nut­zen Sie die Gele­gen­heit, den Sonn­tag bei einer inspi­rie­ren­den Füh­rung aus­klin­gen zu las­sen und mehr über die Hin­ter­grün­de der Wer­ke und die Künst­ler der Regi­on zu erfahren.

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Auf­trä­ge für Hand­werks­be­trie­be — bauwole.de bringt neue Kunden!

Das Wind­hund­prin­zip bei bauwole.de: Exklu­si­vi­tät und Seriö­si­tät für Handwerksbetriebe Das Hand­wer­ker­por­tal bauwole.de setzt auf das Wind­hund­prin­zip, also “Wer zuerst kommt,...

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Ja-Wort in Sicht? Inspi­ra­ti­on auf der 23. Leera­ner Hochzeitsmesse

Alles für den schöns­ten Tag: Die 23. Leera­ner Hoch­zeits­mes­se öff­net ihre Tore LEER – Ob die ganz gro­ße „Grü­ne“ Hoch­zeit, die...

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Platt­deut­sche Poe­sie im Kul­tur­spei­cher: Jan Cor­ne­li­us prä­sen­tiert „All­tied weer“

„All­tied weer“: Jan Cor­ne­li­us und Ensem­ble „Dree­klang“ laden zum Neu­jahrs­kon­zert im Kulturspeicher LEER – Es ist eine lieb­ge­won­ne­ne Tra­di­ti­on, die...

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MOTORRAD SHOW Olden­burg 2026: Wenn Moto­ren den Sai­son­start markieren

MOTORRAD SHOW Olden­burg star­tet mit Voll­gas in die neue Sai­son 2026 Die MOTORRAD SHOW Olden­burg ist auch 2026 der tra­di­tio­nel­le Sai­son­auf­takt...

Veranstaltung

„Lütt­je Wieh­nachts­markt“ in Hol­len – Advents­stim­mung für Groß und Klein

 Sym­bol­fo­to — LeserECHO-Archiv Lütt­je Wieh­nachts­markt in Hol­len – Ein fest­li­cher Nach­mit­tag für Groß und Klein Sonn­tag, 14.12.2025, 15:00 – 20:00 Uhr Die...

Lokal

Kunst­haus Leer zeigt facet­ten­rei­che Wer­ke ost­frie­si­scher Künstler

Am 14. Dezem­ber um 15 Uhr — Sonn­tags­füh­rung im Kunst­haus Leer. Am Sonn­tag, dem 14. Dezem­ber, lädt das Kunst­haus Leer zu...

Veranstaltung

Petrus­kir­che Loga: Advents­kon­zert der Gitarren­ju­gend Loga

🎶 Advents­kon­zert der Gitarren­ju­gend Loga Sams­tag, 6. Dezem­ber – 18:00 Uhr · Petrus­kir­che Loga Die Gitarren­ju­gend Loga prä­sen­tiert auch in die­sem Jahr...

Veranstaltung

Ehe­ma­li­ge Leera­ner Syn­ago­ge — archäo­lo­gi­sche Ein­bli­cke in Leer

Archäo­lo­gi­sche Ein­bli­cke: Vor­trag zu Gra­bun­gen auf dem Gelän­de der ehe­ma­li­gen Leera­ner Synagoge Leer. Am kom­men­den Diens­tag, den 2. Dezem­ber, lädt...

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Andre­as Küm­mert & The Elec­tric Cir­cus live in Emden!

Andre­as Küm­mert gewann 2013 „The Voice of Ger­ma­ny“ und kommt am 29. Novem­ber ins LMC. Andre­as Küm­mert & The Elec­tric Cir­cus...

Veranstaltung

Mut für die Demo­kra­tie: Das Reichs­ban­ner Schwarz-Rot-Gold in Leer

„Für Frei­heit und Repu­blik!“ – Aus­stel­lung des Reichs­ban­ners im Leera­ner Zollhaus Leer. Unter dem Titel „Für Frei­heit und Repu­blik! Das...

Veranstaltung

Advents­sin­gen der Gitarren­ju­gend Loga – Musik, die von Her­zen kommt

Advents­sin­gen der Gitarren­ju­gend Loga in der Petruskirche Besinn­li­che Klän­ge und fest­li­che Stim­mung am Nikolausabend Am Sams­tag, 6. Dezem­ber 2025, lädt...