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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020

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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020++Historisch höchs­te Aufklärungsquote

Leer/Emden — Nach der Vor­stel­lung der Poli­zei­li­chen Kri­mi­nal­sta­tis­tik durch das Nie­der­säch­si­sche Innen­mi­nis­te­ri­um und der Poli­zei­di­rek­ti­on Osna­brück wird die­se nun auch durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden veröffentlicht.

Die Anzahl der Straf­ta­ten bleibt wei­ter­hin auf einem sehr nied­ri­gen Niveau und hat sich im Ver­gleich zum Jahr 2019 (12.731) auf 12.660 Taten im Land­kreis Leer und der Stadt Emden ver­rin­gert. Die Auf­klä­rungs­quo­te der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden konn­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals um 2,9% auf 66,3% gestei­gert wer­den. Dies ist der höchs­te Wert seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden im Jahr 2004.

Johan­nes Lind, Lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, äußert sich zu die­sen Ent­wick­lun­gen: “Ich freue mich, dass sich der Rück­gang der Fall­zah­len auch in die­sem Jahr fort­setzt und sich die sou­ve­rä­ne und enga­gier­te Poli­zei­ar­beit aus­zahlt. Gera­de im letz­ten Jahr waren die Anfor­de­run­gen an die Poli­zei immens und die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on stär­ker denn je gefor­dert. Den­noch konn­te die Auf­klä­rungs­quo­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals gestei­gert wer­den. Dies ist nicht nur dem Ein­satz der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, son­dern auch vie­len Hin­wei­sen aus der Bevöl­ke­rung zu ver­dan­ken. Sowohl über den direk­ten Aus­tausch der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, als auch über die sozia­len Netz­wer­ke, erhal­ten wir immer wie­der wert­vol­le Hin­wei­se, die wir in unse­re Ermitt­lungs­ar­beit ein­be­zie­hen. In unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on konn­ten mehr als 6 von 10 Straf­ta­ten auf­ge­klärt wer­den. Las­sen Sie uns die­se bewähr­te Zusam­men­ar­beit ste­tig ver­bes­sern, damit die Men­schen sich in die­ser Regi­on wei­ter behü­tet füh­len können!”

Durch die Häu­fig­keits­zahl (Hz) wird die Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung einer Regi­on gemes­sen (Straf­ta­ten pro 100.000 Ein­woh­ner). Durch die­se kann die Gefahr, Opfer einer Straf­tat zu wer­den, sta­tis­tisch dar­ge­stellt wer­den. Im Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden fällt die­se um 0,86% auf 5.737 (2019: 5.787) und liegt damit im Ver­gleich unter dem Lan­des­durch­schnitt von 6.219.

Kern­aus­sa­gen der PKS 2020

1. Anzahl der Straf­ta­ten fort­wäh­rend auf nied­ri­gem Niveau

2. Erneu­ter Anstieg der Auf­klä­rungs­quo­te auf 66,3% (Höchst­wert seit Bestehen der Polizeiinspektion)

3. Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung wei­ter­hin unter dem Landesdurchschnitt

4. Star­ker Rück­gang der Eigen­tums­de­lik­te (11,8% weni­ger Straftaten)

5. Wei­ter­hin Anstieg bei der Ver­brei­tung por­no­gra­fi­scher Erzeugnisse

6. 27,6% weni­ger Ein­bruchs­de­lik­te im Ver­gleich zum Vor­jahr und somit nied­rigs­ter Stand seit 2010

7. Wei­ter­hin mehr Straf­ta­ten unter Zuhil­fe­nah­me des Inter­nets (Anstieg von 30,4%)

8. Erneut star­ke Zunah­me bei Wider­stän­den und tät­li­chen Angrif­fen gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te (Anstieg von 42,86%)

9. Weni­ger tat­ver­däch­ti­ge Kin­der und Jugend­li­che (Rück­gang von 16,45%)

Dieb­stahls­de­lik­te

Die­ser Bereich umfasst die soge­nann­ten Eigen­tums­de­lik­te wie etwa den Laden‑, Fahrrad‑, oder Taschen­dieb­stahl, aber auch Dieb­stäh­le unter erschwe­ren­den Umstän­den oder Ein­bruchs­hand­lun­gen. Letz­te­re wer­den jedoch geson­dert im nach­fol­gen­den Unter­punkt behan­delt. Der Trend bei den Dieb­stahls­de­lik­ten ist durch­aus posi­tiv zu betrach­ten. Im Jahr 2019 wur­den 4.525 Straf­ta­ten aus die­sem Delikts­feld regis­triert. Im Jahr 2020 konn­ten ledig­lich 3.991 Taten ver­zeich­net wer­den, was einen Rück­gang von 11,8% im Ver­gleich zum Vor­jahr bedeu­tet. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist der Rück­gang von Fahr­rad­dieb­stäh­len. Im Ver­gleich zum Jahr 2019, in dem 1.130 Fahr­rä­der ent­wen­det wur­den, sind im Jahr 2020 rund 22,1% weni­ger Fahr­rä­der wider­recht­lich abhan­den­ge­kom­men. Die­ser Rück­gang mar­kiert den nied­rigs­ten Stand seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden. Dabei konn­te die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bei den nun­mehr 880 ent­wen­de­ten Fahr­rä­dern eine Auf­klä­rungs­quo­te von 18,4% erzie­len und liegt damit deut­lich über dem nie­der­säch­si­schen Durch­schnitt von 14,3%. Mit 29,4% und ins­ge­samt 77 Fäl­len ist auch ein erheb­li­cher Rück­gang im Bereich der Taschen­dieb­stahls­de­lik­te regis­triert wor­den. Im Jahr 2019 wur­den noch 109 Straf­ta­ten die­ser Art aufgenommen.

Tho­mas Meme­ring, in sei­ner Funk­ti­on als Lei­ter des Zen­tra­len Kri­mi­nal­diens­tes der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, begrün­det die­sen Rück­gang wie folgt: “Der Rück­gang der Taschen­dieb­stäh­le ist unter ande­rem auf die feh­len­den Tat­ge­le­gen­hei­ten zurück­zu­füh­ren. Durch die Maß­nah­men der Regie­rung zur Ein­däm­mung der Coro­na-Pan­de­mie, wur­den hoch­fre­quen­tier­te Groß­ver­an­stal­tun­gen wie etwa der Gal­li- oder Weih­nachts­markt abge­sagt. Die gro­ßen Men­schen­mas­sen, in denen die Täter übli­cher­wei­se agie­ren, blie­ben aus und somit auch die güns­ti­gen Gele­gen­hei­ten zur Durch­füh­rung einer sol­chen Tat.”

Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät

Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che von 232 auf 168 gesun­ken, dies ist ein Rück­gang um 27,6% und der nied­rigs­te Stand der letz­ten zehn Jah­re. 2016 waren es noch 466 Taten. Von den 168 Taten des letz­ten Jah­res ende­ten 60 im Ver­suchs­sta­di­um. Die Auf­klä­rungs­quo­te beträgt 33,9% und bleibt somit auf einem rela­tiv kon­stan­ten Niveau (2019: 37,5%).

Hier­zu Johan­nes Lind: “Die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che ist auf dem nied­rigs­ten Stand der letz­ten 10 Jah­re. In der Ver­gan­gen­heit war die Bekämp­fung der Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät immer wie­der Fokus poli­zei­li­cher Arbeit und der Erfolg ist noch heu­te spür­bar. Als es im Jahr 2016 in die­sem Delikts­be­reich zu einem enor­men Anstieg der Fall­zah­len kam, haben wir umge­hend reagiert und vie­le per­so­nel­le Res­sour­cen ein­ge­setzt. Damals konn­ten wir inner­halb kür­zes­ter Zeit meh­re­re Per­so­nen fest­neh­men, gegen die anschlie­ßend Unter­su­chungs­haft oder Haft ange­ord­net wur­de. Wei­ter­hin ist es das Ergeb­nis guter Prä­ven­ti­ons­ar­beit im Bereich des Ein­bruch­schut­zes, wel­che die Poli­zei­in­spek­ti­on in den letz­ten Jah­ren geleis­tet hat. Im ver­gan­ge­nen Jahr waren die Wohnungseigentümer*innen auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie häu­fi­ger Zuhau­se, wel­ches sich gewiss posi­tiv auf die rück­gän­gi­gen Zah­len auswirkt. ”

Roh­heits­de­lik­te

Im Jahr 2019 wur­den ins­ge­samt 1.878 Roh­heits­de­lik­te poli­zei­lich auf­ge­nom­men. Unter Roh­heits­de­lik­ten ver­steht man Straf­ta­ten aus dem Bereich der Raub- oder Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te, aber auch Straf­ta­ten gegen die per­sön­li­che Frei­heit. Den über­wie­gen­den Anteil an Roh­heits­de­lik­ten machen grund­sätz­lich ein­fa­che Kör­per­ver­let­zun­gen im Sin­ne des § 223 StGB aus. Im Jahr 2019 wur­den 1.353 Fäl­le der Kör­per­ver­let­zung regis­triert, wohin­ge­gen im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.261 Fäl­le ver­zeich­net wur­den. Dies bedeu­tet einen Rück­gang von 6,8%. Zusam­men­fas­send wur­den im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.876 Roh­heits­de­lik­te ver­zeich­net, das Niveau ist somit konstant.

Sexu­al­de­lik­te

Als Sexu­al­de­lik­te wer­den Straf­ta­ten bezeich­net, die sich gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung des Opfers rich­ten. So zäh­len u.a. sexu­el­le Nöti­gun­gen, exhi­bi­tio­nis­ti­sche Hand­lun­gen, aber auch der Tat­be­stand der Ver­ge­wal­ti­gung oder das Ver­brei­ten bzw. der Besitz und die Her­stel­lung von kin­der­por­no­gra­fi­schen Inhal­ten zu den soge­nann­ten Sexu­al­de­lik­ten. Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 271 Sexu­al­de­lik­te sei­tens der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bear­bei­tet. Im Ver­gleich zum Vor­jahr, in dem 230 Sexu­al­de­lik­te regis­triert wur­den, bedeu­tet dies einen Anstieg von 17,83%. Ursäch­lich für die­sen Anstieg ist dabei vor­nehm­lich der Bereich der Ver­brei­tung bzw. des Besit­zes und der Her­stel­lung von Kin­der­por­no­gra­fie. Konn­ten im Jahr 2019 noch 47 Fäl­le ver­zeich­net wer­den, wur­den im Jahr 2020 bereits 111 Straf­ta­ten die­ser Kate­go­rie regis­triert. Dies bedeu­tet einen Anstieg von 136,17% im Ver­gleich zum Vorjahr.

“Durch inten­si­vier­te Ermitt­lungs­ar­beit sei­tens der Poli­zei und wei­te­ren Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den stei­gen die Fall­zah­len an. So sind bei­spiels­wei­se US-ame­ri­ka­ni­sche Pro­vi­der ver­pflich­tet, dort bekannt gewor­de­ne straf­recht­lich rele­van­te Sach­ver­hal­te an die halb­staat­li­che Orga­ni­sa­ti­on Natio­nal Cen­ter For Miss­ing and Exploi­ted Child­ren (NCMEC) wei­ter­zu­lei­ten. Die­se Orga­ni­sa­ti­on nimmt neben den Infor­ma­tio­nen der ver­schie­dens­ten Pro­vi­der auch Hin­wei­se von Pri­vat­per­so­nen ent­ge­gen, ana­ly­siert und bewer­tet die­se und lei­tet sie folg­lich an die jewei­li­gen zustän­di­gen Behör­den in den USA und ins Aus­land wei­ter. Hin­sicht­lich der inten­si­vier­ten Ermitt­lungs­ar­beit der Behör­den und wei­te­ren gesetz­li­chen Rege­lun­gen zur Bekämp­fung die­ses Kri­mi­na­li­täts­fel­des, ist auch im kom­men­den Jahr mit einem star­ken Anstieg die­ser Fall­zah­len zu rech­nen. Obers­tes Gebot ist es, andau­ern­de Miss­brauchs­fäl­le zu ent­de­cken, zu sank­tio­nie­ren und die­se Straf­ta­ten aus dem Dun­kel­feld ins Hell­feld zu holen”, erläu­tert Tho­mas Meme­ring die­se Entwicklung.

Zudem fügt Tho­mas Meme­ring noch hin­zu, dass auch Kin­der und Jugend­li­che mit dem Besitz sol­cher straf­recht­lich rele­van­ten Inhal­te die Tat­be­stands­merk­ma­le der­ar­ti­ger Straf­ta­ten erfül­len und sich des­sen oft­mals nicht bewusst sei­en. Im Zeit­al­ter der Digi­ta­li­sie­rung und der Nut­zung von zahl­rei­chen Social-Media-Platt­for­men sei­en kin­der­por­no­gra­fi­sche Inhal­te schnell geteilt, gepos­tet und ver­viel­facht. Häu­fig hand­le es sich um Zufalls­fun­de der­ar­ti­ger Datei­en bei der Ermitt­lung von Dro­gen­de­lik­ten oder der Ver­brei­tung von Kenn­zei­chen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Organisationen.

“Wir müs­sen die Medi­en­kom­pe­tenz der Kin­der und Jugend­li­chen, aber zwin­gend auch die der Erzie­hungs­be­rech­tig­ten stär­ken. Vie­le Eltern sind im Unkla­ren dar­über, mit wel­chen Inhal­ten ihre Kin­der täg­lich in Berüh­rung kom­men”, ergänzt Tho­mas Memering.

Chris­ta Frig­ger, Beauf­trag­te für Jugend­sa­chen in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, infor­miert und berät zu die­sen The­men­be­rei­chen. Die Ter­mi­ne für wei­te­re Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen wer­den durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden recht­zei­tig bekannt gegeben.

Tat­mit­tel Internet/ Cybercrime

Unter Inter­net­kri­mi­na­li­tät oder auch Cyber­crime wer­den Taten sub­su­miert, die mit­tels der Nut­zung des Inter­nets began­gen wer­den. Dabei wird zwi­schen Cyber­crime im enge­ren Sin­ne, also Delik­ten, die es nicht off­line gibt (z.B. das sog. Hack­ing) und Cyber­crime im wei­te­ren Sin­ne unter­schie­den. Letz­te­res umfasst Delik­te, die eben­so off­line began­gen wer­den kön­nen (z.B. der Kre­dit­kar­ten­miss­brauch bei Ver­kaufs­platt­for­men). Waren es im Jahr 2019 noch 807 regis­trier­te Fäl­le, so stieg die Anzahl der Straf­ta­ten in die­sem Delikts­be­reich um 30,4% auf nun­mehr ins­ge­samt 1.053 Fäl­le. Erfreu­li­cher­wei­se stie­gen nicht nur die began­ge­nen Straf­ta­ten, son­dern auch die Auf­klä­rungs­quo­te. Wur­den im Jahr 2019 noch 78,31% die­ser Fäl­le auf­ge­klärt, konn­ten im Jahr 2020 bereits 81,39% der Straf­ta­ten aus­er­mit­telt werden.

“Im Inter­net began­ge­ne Straf­ta­ten stel­len einen wich­ti­gen Auf­ga­ben­be­reich unse­rer poli­zei­li­chen Ermitt­lungs­ar­beit dar. Ich bin dank­bar, dass wir in unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on über ein pro­fes­sio­nel­les Cyber­crime-Team ver­fü­gen und durch inten­si­ve Prä­ven­ti­ons­ar­beit immer wie­der gute Erfol­ge erzie­len und dadurch eine Auf­klä­rungs­quo­te von 81,39% errei­chen konn­ten”, erklärt Tho­mas Memering.

Gewalt gegen Polizeibeamte

Unter der Begriff­lich­keit “Gewalt gegen Poli­zei­be­am­te” wer­den die Delik­te des Wider­stan­des und des tät­li­chen Angrif­fes gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te zusam­men­ge­fasst. Mit 90 Fäl­len im Jahr 2020 ist ein Anstieg von 42,86% im Ver­gleich zum Vor­jahr mit 63 Fäl­len zu ver­zeich­nen. Damit stei­gen die all­jähr­lich erho­be­nen Fall­zah­len aus die­sem Delikts­feld bereits zum drit­ten Mal in Fol­ge stark an. Erwäh­nens­wert ist dabei, dass sich die­ser Anstieg nicht nur auf die Städ­te Leer und Emden beschränk­te, son­dern im gesam­ten Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden mess­bar war. Im Bereich der Gemein­den Moorm­er­land und Rhau­der­fehn war eben­falls ein Anstieg die­ser Fall­zah­len zu ver­zeich­nen. In knapp 70% der Fäl­le stan­den die Täter unter dem Ein­fluss von Alko­hol oder Drogen.

“Der erneu­te Anstieg in die­sem Delikts­be­reich ist nicht zu tole­rie­ren und macht mich wütend. Mei­ne Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen leis­ten tag­täg­lich her­vor­ra­gen­de Arbeit zum Woh­le unse­rer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und ver­die­nen es mit Respekt behan­delt zu wer­den. Wer Poli­zei­be­am­tin­nen und Poli­zei­be­am­te angreift, der greift den Rechts­staat an! Wir wer­den die­se Angrif­fe auf Ret­tungs­kräf­te und Poli­zei nicht dul­den und kon­se­quent ver­fol­gen”, so Johan­nes Lind.

Rausch­gift­de­lik­te

Die regis­trier­ten Rausch­gift­de­lik­te, wel­che u.a. durch Ver­stö­ße gegen das Betäu­bungs­mit­tel­ge­setz began­gen wer­den, stie­gen im Ver­gleich zum Vor­jahr (861 Fäl­le) um 33,22%, sodass im Jahr 2020 1.147 Rausch­gift­de­lik­te in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden ver­zeich­net wurden.

Jugend­kri­mi­na­li­tät

Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 584 Kin­der oder Jugend­li­che im Rah­men der poli­zei­li­chen Arbeit als Tat­ver­däch­ti­ge ermit­telt. Die Anzahl an tat­ver­däch­ti­gen Per­so­nen die­ser Alters­klas­se betrug im Vor­jahr 699, sodass ein Rück­gang um 16,45% regis­triert wer­den konnte.

Fazit

Abschlie­ßend sagt Inspek­ti­ons­lei­ter Johan­nes Lind: “Der posi­ti­ve Trend der Kri­mi­nal­sta­tis­tik der letz­ten zwei Jah­re hat sich auch 2020 fort­ge­setzt. Wir haben die his­to­risch höchs­te Auf­klä­rungs­quo­te. Ein der­ar­ti­ges Ergeb­nis kann nur durch eine ver­ant­wor­tungs­vol­le und enga­gier­te Leis­tung aller Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden erzielt wer­den. Ich bedan­ke mich ganz herz­lich für die geleis­te­te Arbeit und die gute Zusam­men­ar­beit mit den Behör­den und Insti­tu­tio­nen. Allen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern dan­ke ich für das ent­ge­gen­ge­brach­te Ver­trau­en und für vie­le ent­schei­den­de Hin­wei­se, die immer wie­der zur Auf­klä­rung von Straf­ta­ten bei­tra­gen. Gemein­sam wol­len wir auch zukünf­tig einen Bei­trag dazu leis­ten, dass sich die Men­schen in unse­rer Regi­on beschützt und wohl fühlen!”


 

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Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden (04.08.2026)

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POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 04.08.2026

 
 

Raub zum Nach­teil eines Jugendlichen++Frau an Bus­hal­te­stel­le ange­gan­gen++ Rol­ler­fah­re­rin bei Aus­weich­ma­nö­ver leicht verletzt++Mehrere Hun­dert Liter Die­sel von Bau­stel­le entwendet++Gegenstände aus Kel­ler entwendet++Alkoholisierter Fahr­rad­fah­rer bei Sturz verletzt++Strohballen fal­len von Anhänger

 

Westoverledingen/ Flachs­meer — Raub zum Nach­teil eines Jugendlichen

Am 02.08.2026 kam es gegen 20:50 Uhr in der Stra­ße “Zu den Plät­zen” zu einer Raub­tat. Der Tat­ort befand sich auf einem befes­tig­ten Fuß­weg im Bereich des dor­ti­gen Sport­platz­ge­län­des. Der frei zugäng­li­che Weg ver­läuft zwi­schen dem Sport­platz und dem angren­zen­den Tennisplatz.

Ein bis­lang unbe­kann­ter Täter ver­letz­te einen 14-jäh­ri­gen Jun­gen zunächst leicht und for­der­te ihn zur Her­aus­ga­be per­sön­li­cher Gegen­stän­de auf. Anschlie­ßend nahm der Täter eine Tasche des Jugend­li­chen samt Inhalt an sich und flüch­te­te fuß­läu­fig in Rich­tung Grenzweg.

Der Täter wur­de als jun­ger Erwach­se­ner bzw. Jugend­li­cher und mit brau­nen Haa­ren beschrie­ben. Er trug eine schwar­ze Jacke, eine schwar­ze Hose sowie eine schwar­ze Cap. Auf­fäl­lig war sein unrun­der bezie­hungs­wei­se schlur­fen­der Gang.

Zeu­gin­nen und Zeu­gen, die Hin­wei­se zu der Tat oder dem beschrie­be­nen Täter geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich mit der Poli­zei in Ver­bin­dung zu setzen.

Leer — Frau an Bus­hal­te­stel­le angegangen

Am 02.08.2026 kam es gegen 06:00 Uhr an einer Bus­hal­te­stel­le in der Stra­ße Oster­steg zu einer Körperverletzung.

Eine 26-jäh­ri­ge Frau wur­de dort von einer mehr­köp­fi­gen Per­so­nen­grup­pe kör­per­lich ange­gan­gen und leicht verletzt.

Drei männ­li­che Per­so­nen aus der Grup­pe konn­ten wie folgt beschrie­ben werden:

Eine Per­son war etwa 30 Jah­re alt, cir­ca 1,80 Meter groß und von schlan­ker bis mus­ku­lö­ser Sta­tur. Sie hat­te kur­ze brau­ne Haa­re, brau­ne Augen sowie einen Drei­ta­ge­bart und sprach akzent­frei­es Deutsch.

Eine wei­te­re Per­son war etwa 25 Jah­re alt, hat­te län­ge­re blon­de Haa­re und eine sport­li­che bezie­hungs­wei­se mus­ku­lö­se Statur.

Die drit­te beschrie­be­ne Per­son war etwa 45 Jah­re alt und trug ein T‑Shirt mit USA-Auf­druck sowie ein Hemd.

Zu den bei­den übri­gen Per­so­nen lie­gen kei­ne nähe­ren Beschrei­bun­gen vor.

Zeu­gin­nen und Zeu­gen, die den Vor­fall beob­ach­tet haben oder Hin­wei­se zu den beschrie­be­nen Per­so­nen geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.

Emden — Rol­ler­fah­re­rin bei Aus­weich­ma­nö­ver leicht verletzt

Am 03.08.2026 kam es gegen 11.30 Uhr in der Pet­ku­mer Stra­ße / Am Ton­nen­hof zu einem Ver­kehrs­un­fall, bei dem eine 55-jäh­ri­ge Fah­re­rin eines Motor­rol­lers leicht ver­letzt wurde.

Nach bis­he­ri­gem Ermitt­lungs­stand fuhr die 55-Jäh­ri­ge bei Grün­licht der Ampel an, als ein neben ihr bis­lang unbe­kann­ter Auto­fah­rer von der Rechts­ab­bie­ger­spur in Rich­tung Ton­nen­hof plötz­lich eben­falls gera­de­aus wei­ter in Rich­tung Bors­sum fuhr und der Rol­ler­fah­re­rin den Weg abschnitt. Die 55-Jäh­ri­ge konn­te den Zusam­men­stoß durch Aus­wei­chen ver­hin­dern, muss­te sich im Anschluss abstüt­zen und ver­letz­te sich dabei leicht am Fuß. Der Auto­fah­rer fuhr fort, ohne sich um wei­te­re Maß­nah­men zu kümmern.

Bei dem gesuch­ten Fahr­zeug soll es sich um einen hel­len, ver­mut­lich beige­far­be­nen Opel Kom­bi handeln.

Zeu­gin­nen und Zeu­gen, die Hin­wei­se zum Unfall­her­gang oder zu dem gesuch­ten Fahr­zeug geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.

Emden — Meh­re­re Hun­dert Liter Die­sel von Bau­stel­le entwendet

In der Zeit zwi­schen dem 31.07.2026, 14:30 Uhr, und dem 03.08.2026, 07:00 Uhr, kam es im Klapp­weg im Emder Orts­teil Hilmarsum/Widdelswehr/Petkum zu einem Diebstahl.

Eine bis­lang unbe­kann­te Täter­schaft ent­wen­de­te von einer dor­ti­gen Bau­stel­le meh­re­re Hun­dert Liter Diesel.

Zeu­gin­nen und Zeu­gen, die im genann­ten Zeit­raum ver­däch­ti­ge Per­so­nen oder Fahr­zeu­ge im Bereich der Bau­stel­le beob­ach­tet haben oder sons­ti­ge Hin­wei­se geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.

Emden — Gegen­stän­de aus Kel­ler entwendet

In der Zeit zwi­schen dem 31.07.2026, 20:30 Uhr, und dem 03.08.2026, 15:00 Uhr, kam es in der Gorch-Fock-Stra­ße zu einem Diebstahl.

Eine bis­lang unbe­kann­te Täter­schaft gelang­te auf noch unge­klär­te Wei­se in den Kel­ler eines dor­ti­gen Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses und ent­wen­de­te meh­re­re Gegen­stän­de einer 53-jäh­ri­gen Frau und eines 55-jäh­ri­gen Man­nes. Die genaue Scha­dens­hö­he ist Gegen­stand der lau­fen­den Ermittlungen.

Zeu­gin­nen und Zeu­gen, die im genann­ten Zeit­raum ver­däch­ti­ge Per­so­nen oder Fahr­zeu­ge im Bereich der Gorch-Fock-Stra­ße beob­ach­tet haben oder sons­ti­ge Hin­wei­se geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.

Rhau­der­fehn — Alko­ho­li­sier­ter Fahr­rad­fah­rer bei Sturz verletzt

Am 03.08.2026 kam es gegen 15:30 Uhr in der 1. Süd­wie­ke zu einem Ver­kehrs­un­fall. Ein allein­be­tei­lig­ter 67-jäh­ri­ger Fahr­rad­fah­rer stürz­te und erlitt Kopf­ver­let­zun­gen. Er wur­de zur wei­te­ren Behand­lung in ein Kran­ken­haus gebracht.

Bei dem Mann wur­de eine Atem­al­ko­hol­kon­zen­tra­ti­on fest­ge­stellt, die einem Wert von 2,58 Pro­mil­le entsprach.

Zeu­gin­nen und Zeu­gen, die den Unfall beob­ach­tet haben oder Anga­ben zum vor­he­ri­gen Fahr­ver­hal­ten des Man­nes machen kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.

Die Poli­zei weist dar­auf hin, dass auch das Fah­ren mit einem Fahr­rad unter Alko­hol­ein­fluss straf­bar sein kann. Bereits ab einem Wert von 0,3 Pro­mil­le kann eine Straf­tat vor­lie­gen, wenn alko­hol­be­ding­te Aus­fall­erschei­nun­gen, Fahr­feh­ler oder ein Unfall hin­zu­kom­men. Ab 1,6 Pro­mil­le gel­ten Fahr­rad­fah­ren­de unab­hän­gig von kon­kre­ten Aus­fall­erschei­nun­gen als abso­lut fahruntüchtig.

Alko­hol beein­träch­tigt unter ande­rem das Reak­ti­ons­ver­mö­gen, die Wahr­neh­mung und den Gleich­ge­wichts­sinn. Wer Alko­hol getrun­ken hat, soll­te daher auch das Fahr­rad ste­hen las­sen und auf eine siche­re Alter­na­ti­ve zurückgreifen.

Weener/ Möh­len­warf — Stroh­bal­len fal­len von Anhänger

Am 03.08.2026 kam es gegen 20:30 Uhr in der Boens­ter Stra­ße zu einem Einsatz.

Ein 24-jäh­ri­ger Fah­rer bog mit einem land­wirt­schaft­li­chen Gespann vom Gelän­de eines dor­ti­gen Mark­tes nach links auf die Boens­ter Stra­ße ein. Dabei lös­te sich min­des­tens einer der zur Ladungs­si­che­rung ver­wen­de­ten Spann­gur­te. In der Fol­ge fie­len meh­re­re Stroh­bal­len vom Anhän­ger in die Berme.

Durch die her­ab­fal­len­den Stroh­bal­len wur­den ein Ver­kehrs­zei­chen am dor­ti­gen Bahn­über­gang sowie eine Stra­ßen­la­ter­ne beschädigt.

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Blaulicht

Land­kreis Leer: Schnel­les Ein­grei­fen von sie­ben Orts­feu­er­weh­ren ver­hin­dert Schlimmeres

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Groß­ein­satz in Ihr­ho­ve: Rund 100 Ein­satz­kräf­te stop­pen Wohn­haus­brand im Lüdeweg

WESTOVERLEDINGEN / IHRHOVE – Ein mas­si­ver Gebäu­de­brand hat am Mon­tag­mor­gen die Ein­satz­kräf­te der Feu­er­wehr in der Gemein­de Wes­t­ov­er­le­din­gen in Atem gehal­ten. Im Lüde­weg im Orts­teil Ihr­ho­ve stand ein Wohn­ge­bäu­de in Voll­brand. Durch das rasche und koor­di­nier­te Ein­grei­fen von ins­ge­samt sie­ben Orts­feu­er­weh­ren sowie Spe­zi­al­kräf­ten der Kreis­feu­er­wehr Leer konn­te das Feu­er bis zum Mit­tag weit­ge­hend unter Kon­trol­le gebracht werden.

Groß­alarm am Vor­mit­tag: Stich­wort „F3“

Um 09:16 Uhr schlug die Koope­ra­ti­ve Regio­nal­leit­stel­le Ost­fries­land Alarm. Unter dem drin­gen­den Ein­satz­stich­wort „F3 – Wohn­ge­bäu­de­brand mit Men­schen­le­ben in Gefahr“ wur­den umge­hend zahl­rei­che Ret­tungs­ein­hei­ten in den Lüde­weg ent­sandt. Bereits auf der Anfahrt war eine weit­hin sicht­ba­re Rauch­wol­ke über Ihr­ho­ve erkenn­bar. Beim Ein­tref­fen der ers­ten Lösch­fahr­zeu­ge bestä­tig­te sich die Lage: Das Wohn­haus brann­te bereits auf gan­zer Flä­che in vol­ler Aus­deh­nung.

Umfang­rei­cher Lösch­ein­satz unter Atemschutz

Da zu Ein­satz­be­ginn nicht aus­ge­schlos­sen wer­den konn­te, dass sich noch Per­so­nen im bren­nen­den Gebäu­de befin­de, lei­te­ten die Ret­tungs­kräf­te unver­züg­lich Such- und Brand­be­kämp­fungs­maß­nah­men ein. Meh­re­re Trupps dran­gen unter schwe­rem Atem­schutz vor, um nach Bewoh­nern zu suchen und die Flam­men gezielt einzudämmen.

Auf­grund der enor­men Hitzent­wick­lung und der raschen Brand­aus­brei­tung ver­an­lass­te die Ein­satz­lei­tung die Nach­alar­mie­rung wei­te­rer Ein­hei­ten aus dem gesam­ten Gemein­de­ge­biet. Neben den Kräf­ten aus Ihr­ho­ve kamen die Orts­feu­er­weh­ren Brei­ner­moor, Flachs­meer, Folm­husen, Groß­wol­de, Ihren und Steen­fel­de an der Ein­satz­stel­le zum Ein­satz. Ins­ge­samt waren rund 100 Kräf­te von Feu­er­wehr, Poli­zei und Ret­tungs­dienst gebun­den.

Logis­tik­zug sichert Verpflegung

Die kräf­te­zeh­ren­den Lösch­ar­bei­ten unter schwe­rem Atem­schutz ver­lang­ten den Ein­satz­kräf­ten alles ab. Um die Ver­sor­gung der Mann­schaft sicher­zu­stel­len, wur­de der Logis­tik­zug der Kreis­feu­er­wehr Leer nach­alar­miert. Die Spe­zi­al­kräf­te rich­te­ten vor Ort eine Ver­sor­gungs­sta­ti­on ein und ver­sorg­ten die Hel­fer kon­ti­nu­ier­lich mit Kalt­ge­trän­ken und Snacks.

Brand am Mit­tag unter Kontrolle

Gegen Mit­tag zeig­te der inten­si­ve Lösch­ein­satz Erfolg: Der Brand konn­te soweit ein­ge­dämmt wer­den, dass kei­ne Gefahr der wei­te­ren Aus­brei­tung mehr bestand. Die Ein­satz­kräf­te wid­men sich aktu­ell den zeit­auf­wen­di­gen Nach­lösch­ar­bei­ten, um ver­blie­be­ne Glut­nes­ter in der Dach­kon­struk­ti­on und in den Zwi­schen­wän­den abzulöschen.

Zur genau­en Brand­ur­sa­che sowie zur Scha­dens­hö­he lie­gen der­zeit noch kei­ne veri­fi­zier­ten Anga­ben vor. Die Poli­zei hat vor Ort die Ermitt­lun­gen aufgenommen.

Ein­satz­über­sicht

  • Alar­mie­rung: 03.08.2026 um 09:16 Uhr

  • Ein­satz­ort: Lüde­weg, Ihr­ho­ve (Gemein­de Westoverledingen)

  • Stich­wort: F3 – Wohn­ge­bäu­de­brand mit Men­schen­le­ben in Gefahr

  • Ein­ge­setz­te Einheiten:

    • Orts­feu­er­weh­ren: Brei­ner­moor, Flachs­meer, Folm­husen, Groß­wol­de, Ihren, Ihr­ho­ve, Steenfelde

    • Logis­tik­zug der Kreis­feu­er­wehr Leer

    • Stadt Leer mit Drehleiter 
    • Poli­zei & Rettungsdienst

  • Stär­ke: ca. 100 Einsatzkräfte

Wei­te­re Mel­dun­gen / Fotos fin­den Sie auf unse­rer Face­vook­sei­te “Wir Leeraner”

F3 – Wohn­ge­bäu­de­brand mit Men­schen­le­ben in Gefahr: Alarm­stu­fe für einen Großeinsatz

Ein Alarm der Stu­fe F3 – Wohn­ge­bäu­de­brand mit Men­schen­le­ben in Gefahr zählt in vie­len Feu­er­weh­ren Nie­der­sach­sens zu den schwer­wie­gen­den Ein­satz­la­gen. Bereits mit der Alar­mie­rung ist klar: Hier besteht der Ver­dacht, dass sich noch Men­schen in einem bren­nen­den oder stark ver­rauch­ten Gebäu­de befin­den. Ent­spre­chend schnell und umfang­reich rücken die Ein­satz­kräf­te aus.

Umfang­rei­che Alarmierung

Bei einem F3-Ein­satz wer­den nach der jewei­li­gen Alarm- und Aus­rü­cke­ord­nung (AAO) meh­re­re Feu­er­weh­ren gleich­zei­tig alar­miert. Hin­zu kom­men Ein­satz­leit­wa­gen, Füh­rungs­diens­te sowie der Ret­tungs­dienst mit meh­re­ren Ret­tungs­wa­gen und einem Not­arzt. Auch eine Dreh­lei­ter sowie zusätz­li­che Atem­schutz­ge­rä­te­trä­ger gehö­ren in der Regel zum Ein­satz­kon­zept. Die genaue Anzahl der Fahr­zeu­ge und Ein­satz­kräf­te rich­tet sich nach den ört­li­chen Vor­ga­ben des jewei­li­gen Land­krei­ses oder der Stadt.

Men­schen­ret­tung hat obers­te Priorität

Nach dem Ein­tref­fen beginnt sofort die Men­schen­ret­tung. Meh­re­re Atem­schutz­trupps durch­su­chen das Gebäu­de nach ver­miss­ten Per­so­nen und brin­gen die­se in Sicher­heit. Die Ret­tung von Men­schen hat dabei immer Vor­rang vor der eigent­li­chen Brandbekämpfung.

Brand­be­kämp­fung läuft parallel

Wäh­rend die ers­ten Trupps im Gebäu­de nach Per­so­nen suchen, bau­en wei­te­re Ein­satz­kräf­te die Was­ser­ver­sor­gung auf. Das Feu­er wird gleich­zei­tig im Innen- und Außen­an­griff bekämpft, um den Brand mög­lichst schnell unter Kon­trol­le zu brin­gen und ein Über­grei­fen auf benach­bar­te Gebäu­de zu verhindern.

Höchs­te Kon­zen­tra­ti­on im Einsatz

Ein Woh­nungs- oder Gebäu­de­brand mit Men­schen­le­ben in Gefahr gehört zu den anspruchs­volls­ten Ein­sät­zen der Feu­er­wehr. Jeder Hand­griff muss sit­zen, denn oft ent­schei­den weni­ge Minu­ten über Leben und Tod. Des­halb trai­nie­ren die Feu­er­weh­ren sol­che Ein­satz­la­gen regel­mä­ßig, damit im Ernst­fall jeder Trupp sei­ne Auf­ga­ben sicher und rou­ti­niert aus­füh­ren kann.

War­um die Heiß­aus­bil­dung so wich­tig ist

Grup­pen­fo­to vor der Brand­si­mu­la­ti­ons­an­la­ge in Leer: (v. l.) Alwin Stamm, Spar­ten­lei­ter der Kreis­feu­er­wehr Leer, Sascha Jöhnk („Brand­stif­ter“) von der Fir­ma Blaul & Sei­fert GmbH aus Gan­der­ke­see , Land­rat Mat­thi­as Groo­te sowie zwei Teil­neh­mer der Heiß­aus­bil­dung unter vol­ler Schutz­mon­tur und Atem­schutz.

Für die Bevöl­ke­rung ist es eine erfreu­li­che Ent­wick­lung: In den letz­ten Jah­ren ist die Zahl der Haus­brän­de deut­lich zurück­ge­gan­gen. Rauch­mel­der sor­gen zudem dafür, dass Bewoh­ner gefähr­de­te Gebäu­de meist recht­zei­tig ver­las­sen kön­nen. Das hat jedoch zur Fol­ge, dass Feu­er­wehr­leu­te sel­te­ner Gele­gen­heit haben, im Innen­an­griff prak­ti­sche Erfah­run­gen zu sam­meln. Rou­ti­ne und siche­re Hand­lungs­ab­läu­fe müs­sen des­halb gezielt trai­niert wer­den – unter rea­lis­ti­schen Bedingungen.

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Neue Her­aus­for­de­run­gen für Atemschutzgeräteträger

Vie­les hat sich für Feu­er­wehr­leu­te im Atem­schutz­ein­satz ver­än­dert. Moder­ne Ein­satz­klei­dung schützt deut­lich bes­ser als frü­her, ver­mit­telt aber manch­mal eine trü­ge­ri­sche Sicher­heit. Denn die Beklei­dung hält zwar gro­ße Hit­ze zunächst ab – dringt die­se aber durch, kann es für den Trä­ger lebens­ge­fähr­lich wer­den. Des­halb ist es wich­tig, dass Feu­er­wehr­leu­te die Gren­zen ihrer Schutz­aus­rüs­tung in einem siche­ren Umfeld kennenlernen.

Hin­zu kommt: Durch moder­ne Bau­wei­sen und Mate­ria­li­en hat sich das Brand­ver­hal­ten ver­än­dert. Brän­de ent­wi­ckeln sich heu­te oft schwe­lend, pro­du­zie­ren gif­ti­ge Gase und kön­nen beim Öff­nen von Türen explo­si­ons­ar­tig durch­zün­den. Sol­che Sze­na­ri­en stel­len höchs­te Anfor­de­run­gen an Tak­tik, Team­ar­beit und das rich­ti­ge Vorgehen.

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UPDATE: Wohn­haus­brand in Ihr­ho­ve – Ursa­che unklar, Lüde­weg vor­sorg­lich gesperrt! 

Nach dem Groß­ein­satz der Feu­er­weh­ren im Lüde­weg liegt nun die offi­zi­el­le Mel­dung der Poli­zei Leer/Emden vor:

Gegen 09:15 Uhr brach das Feu­er aus bis­lang unge­klär­ter Ursa­che aus. Glück im Unglück: Der 31-jäh­ri­ge Bewoh­ner befand sich zum Brand­aus­bruch nicht im Gebäu­de. Auch wei­te­re Per­so­nen wur­den im Haus nicht angetroffen.

⚠️ Ach­tung Ver­kehrs­teil­neh­mer: Der Lüde­weg ist im betrof­fe­nen Bereich aktu­ell vor­sorg­lich gesperrt! Es besteht die Gefahr, dass der Gie­bel des beschä­dig­ten Hau­ses auf die Fahr­bahn stürzt.

Der ent­stan­de­ne Sach­scha­den wird von der Poli­zei vor­läu­fig im unte­ren sechs­stel­li­gen Bereich geschätzt. Die Ermitt­lun­gen zur Ursa­che laufen.

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Blaulicht

Heli­ko­pter-Jagd in Nort­moor, Ran­da­le in Bun­de und Unfall­flucht in Leer

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am

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden für Sonn­tag, den 02.08.2026

 
 

Dieb­stahl in Emden

Am Sams­tag den 01.08.2026, zur Tages­zeit, wur­de das hin­te­re Kenn­zei­chen eines am Siel­weg in Emden abge­park­ten Pkw ent­wen­det. Die Poli­zei bit­tet mög­li­che Zeu­gen des Vor­falls, sich bei der Poli­zei in Emden zu melden.

Trun­ken­heit im Ver­kehr / Fah­ren ohne Fahr­erlaub­nis in Bunde

Den Lee­ge Weg in Bun­de befuhr in der Nacht zu Sonn­tag ein 49-Jäh­ri­ger, obwohl er in Fol­ge des Genus­ses alko­ho­li­scher Geträn­ke dazu nicht mehr in der Lage war. Im Wei­tern wur­de fest­ge­stellt, dass er nicht im Besitz einer gül­ti­gen Fahr­erlaub­nis ist. Der Mann wur­de zur Poli­zei­dienst­stel­le ver­bracht, um eine Blut­ent­nah­me durch­zu­füh­ren. Hier­bei wider­setz­te sich der Mann kör­per­lich als auch ver­bal gegen­über den ein­ge­setz­ten Beamten.

Ille­ga­les Kraftfahrzeugrennen

In der Sonn­tag­nacht, gegen 01:00 Uhr, woll­ten Poli­zei­be­am­te einen beschä­dig­ten Pkw kon­trol­lie­ren. Die­ser stopp­te zunächst nach Auf­for­de­rung und ent­zog sich jedoch durch star­ke Beschleu­ni­gung unver­mit­telt der Kon­trol­le. Die Beam­ten nah­men die Ver­fol­gung auf. Das Fahr­zeug befuhr mit über­höh­ter Geschwin­dig­keit u.a. die Haupt­stra­ße in Hesel, über die Mai­bur­ger Stra­ße in Leer, im Wei­te­ren die Dorf­stra­ße in Nort­moor. Zudem wur­de zwi­schen­zeit­lich das Fahr­zeug­licht aus­ge­schal­tet. Zur Fahn­dungs­un­ter­stüt­zung wur­de neben wei­te­ren Kräf­ten ein Heli­ko­pter hin­zu­ge­zo­gen. Im Pap­pel­weg in Nort­moor konn­te das Fahr­zeug letzt­lich abge­stellt auf­ge­fun­den wer­den, von den Insas­sen fehl­te jede Spur. Zeu­gen die Hin­wei­se zu dem Vor­fall täti­gen kön­nen, wer­den gebe­ten sich mit der Poli­zei in Ver­bin­dung zu setzten.

Ver­kehrs­un­fall Park­platz Leer

Am 01.08.2026, gegen 13:10 Uhr, ereig­ne­te sich ein Ver­kehrs­un­fall auf dem Park­platz des Ems Park, Nüt­ter­moorer Stra­ße, in Leer. Dem­nach wur­de ein in Höhe des Media Mark­tes abge­park­ter Pkw im Heck­be­reich beschä­digt. Zur Klä­rung der Ver­ur­sa­chung wer­den Zeu­gen gesucht, die Anga­ben hier­zu täti­gen kön­nen. Die­se mögen sich mit der Poli­zei in Ver­bin­dung setzen.

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Musi­ka­li­sche Grenz­über­schrei­tung in der Luther­kir­che Leer: „Beatz’n’Pipes – Orgel trifft Hip-Hop“
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