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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020

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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020++Historisch höchs­te Aufklärungsquote

Leer/Emden — Nach der Vor­stel­lung der Poli­zei­li­chen Kri­mi­nal­sta­tis­tik durch das Nie­der­säch­si­sche Innen­mi­nis­te­ri­um und der Poli­zei­di­rek­ti­on Osna­brück wird die­se nun auch durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden veröffentlicht.

Die Anzahl der Straf­ta­ten bleibt wei­ter­hin auf einem sehr nied­ri­gen Niveau und hat sich im Ver­gleich zum Jahr 2019 (12.731) auf 12.660 Taten im Land­kreis Leer und der Stadt Emden ver­rin­gert. Die Auf­klä­rungs­quo­te der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden konn­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals um 2,9% auf 66,3% gestei­gert wer­den. Dies ist der höchs­te Wert seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden im Jahr 2004.

Johan­nes Lind, Lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, äußert sich zu die­sen Ent­wick­lun­gen: “Ich freue mich, dass sich der Rück­gang der Fall­zah­len auch in die­sem Jahr fort­setzt und sich die sou­ve­rä­ne und enga­gier­te Poli­zei­ar­beit aus­zahlt. Gera­de im letz­ten Jahr waren die Anfor­de­run­gen an die Poli­zei immens und die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on stär­ker denn je gefor­dert. Den­noch konn­te die Auf­klä­rungs­quo­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals gestei­gert wer­den. Dies ist nicht nur dem Ein­satz der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, son­dern auch vie­len Hin­wei­sen aus der Bevöl­ke­rung zu ver­dan­ken. Sowohl über den direk­ten Aus­tausch der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, als auch über die sozia­len Netz­wer­ke, erhal­ten wir immer wie­der wert­vol­le Hin­wei­se, die wir in unse­re Ermitt­lungs­ar­beit ein­be­zie­hen. In unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on konn­ten mehr als 6 von 10 Straf­ta­ten auf­ge­klärt wer­den. Las­sen Sie uns die­se bewähr­te Zusam­men­ar­beit ste­tig ver­bes­sern, damit die Men­schen sich in die­ser Regi­on wei­ter behü­tet füh­len können!”

Durch die Häu­fig­keits­zahl (Hz) wird die Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung einer Regi­on gemes­sen (Straf­ta­ten pro 100.000 Ein­woh­ner). Durch die­se kann die Gefahr, Opfer einer Straf­tat zu wer­den, sta­tis­tisch dar­ge­stellt wer­den. Im Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden fällt die­se um 0,86% auf 5.737 (2019: 5.787) und liegt damit im Ver­gleich unter dem Lan­des­durch­schnitt von 6.219.

Kern­aus­sa­gen der PKS 2020

1. Anzahl der Straf­ta­ten fort­wäh­rend auf nied­ri­gem Niveau

2. Erneu­ter Anstieg der Auf­klä­rungs­quo­te auf 66,3% (Höchst­wert seit Bestehen der Polizeiinspektion)

3. Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung wei­ter­hin unter dem Landesdurchschnitt

4. Star­ker Rück­gang der Eigen­tums­de­lik­te (11,8% weni­ger Straftaten)

5. Wei­ter­hin Anstieg bei der Ver­brei­tung por­no­gra­fi­scher Erzeugnisse

6. 27,6% weni­ger Ein­bruchs­de­lik­te im Ver­gleich zum Vor­jahr und somit nied­rigs­ter Stand seit 2010

7. Wei­ter­hin mehr Straf­ta­ten unter Zuhil­fe­nah­me des Inter­nets (Anstieg von 30,4%)

8. Erneut star­ke Zunah­me bei Wider­stän­den und tät­li­chen Angrif­fen gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te (Anstieg von 42,86%)

9. Weni­ger tat­ver­däch­ti­ge Kin­der und Jugend­li­che (Rück­gang von 16,45%)

Dieb­stahls­de­lik­te

Die­ser Bereich umfasst die soge­nann­ten Eigen­tums­de­lik­te wie etwa den Laden‑, Fahrrad‑, oder Taschen­dieb­stahl, aber auch Dieb­stäh­le unter erschwe­ren­den Umstän­den oder Ein­bruchs­hand­lun­gen. Letz­te­re wer­den jedoch geson­dert im nach­fol­gen­den Unter­punkt behan­delt. Der Trend bei den Dieb­stahls­de­lik­ten ist durch­aus posi­tiv zu betrach­ten. Im Jahr 2019 wur­den 4.525 Straf­ta­ten aus die­sem Delikts­feld regis­triert. Im Jahr 2020 konn­ten ledig­lich 3.991 Taten ver­zeich­net wer­den, was einen Rück­gang von 11,8% im Ver­gleich zum Vor­jahr bedeu­tet. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist der Rück­gang von Fahr­rad­dieb­stäh­len. Im Ver­gleich zum Jahr 2019, in dem 1.130 Fahr­rä­der ent­wen­det wur­den, sind im Jahr 2020 rund 22,1% weni­ger Fahr­rä­der wider­recht­lich abhan­den­ge­kom­men. Die­ser Rück­gang mar­kiert den nied­rigs­ten Stand seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden. Dabei konn­te die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bei den nun­mehr 880 ent­wen­de­ten Fahr­rä­dern eine Auf­klä­rungs­quo­te von 18,4% erzie­len und liegt damit deut­lich über dem nie­der­säch­si­schen Durch­schnitt von 14,3%. Mit 29,4% und ins­ge­samt 77 Fäl­len ist auch ein erheb­li­cher Rück­gang im Bereich der Taschen­dieb­stahls­de­lik­te regis­triert wor­den. Im Jahr 2019 wur­den noch 109 Straf­ta­ten die­ser Art aufgenommen.

Tho­mas Meme­ring, in sei­ner Funk­ti­on als Lei­ter des Zen­tra­len Kri­mi­nal­diens­tes der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, begrün­det die­sen Rück­gang wie folgt: “Der Rück­gang der Taschen­dieb­stäh­le ist unter ande­rem auf die feh­len­den Tat­ge­le­gen­hei­ten zurück­zu­füh­ren. Durch die Maß­nah­men der Regie­rung zur Ein­däm­mung der Coro­na-Pan­de­mie, wur­den hoch­fre­quen­tier­te Groß­ver­an­stal­tun­gen wie etwa der Gal­li- oder Weih­nachts­markt abge­sagt. Die gro­ßen Men­schen­mas­sen, in denen die Täter übli­cher­wei­se agie­ren, blie­ben aus und somit auch die güns­ti­gen Gele­gen­hei­ten zur Durch­füh­rung einer sol­chen Tat.”

Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät

Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che von 232 auf 168 gesun­ken, dies ist ein Rück­gang um 27,6% und der nied­rigs­te Stand der letz­ten zehn Jah­re. 2016 waren es noch 466 Taten. Von den 168 Taten des letz­ten Jah­res ende­ten 60 im Ver­suchs­sta­di­um. Die Auf­klä­rungs­quo­te beträgt 33,9% und bleibt somit auf einem rela­tiv kon­stan­ten Niveau (2019: 37,5%).

Hier­zu Johan­nes Lind: “Die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che ist auf dem nied­rigs­ten Stand der letz­ten 10 Jah­re. In der Ver­gan­gen­heit war die Bekämp­fung der Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät immer wie­der Fokus poli­zei­li­cher Arbeit und der Erfolg ist noch heu­te spür­bar. Als es im Jahr 2016 in die­sem Delikts­be­reich zu einem enor­men Anstieg der Fall­zah­len kam, haben wir umge­hend reagiert und vie­le per­so­nel­le Res­sour­cen ein­ge­setzt. Damals konn­ten wir inner­halb kür­zes­ter Zeit meh­re­re Per­so­nen fest­neh­men, gegen die anschlie­ßend Unter­su­chungs­haft oder Haft ange­ord­net wur­de. Wei­ter­hin ist es das Ergeb­nis guter Prä­ven­ti­ons­ar­beit im Bereich des Ein­bruch­schut­zes, wel­che die Poli­zei­in­spek­ti­on in den letz­ten Jah­ren geleis­tet hat. Im ver­gan­ge­nen Jahr waren die Wohnungseigentümer*innen auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie häu­fi­ger Zuhau­se, wel­ches sich gewiss posi­tiv auf die rück­gän­gi­gen Zah­len auswirkt. ”

Roh­heits­de­lik­te

Im Jahr 2019 wur­den ins­ge­samt 1.878 Roh­heits­de­lik­te poli­zei­lich auf­ge­nom­men. Unter Roh­heits­de­lik­ten ver­steht man Straf­ta­ten aus dem Bereich der Raub- oder Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te, aber auch Straf­ta­ten gegen die per­sön­li­che Frei­heit. Den über­wie­gen­den Anteil an Roh­heits­de­lik­ten machen grund­sätz­lich ein­fa­che Kör­per­ver­let­zun­gen im Sin­ne des § 223 StGB aus. Im Jahr 2019 wur­den 1.353 Fäl­le der Kör­per­ver­let­zung regis­triert, wohin­ge­gen im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.261 Fäl­le ver­zeich­net wur­den. Dies bedeu­tet einen Rück­gang von 6,8%. Zusam­men­fas­send wur­den im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.876 Roh­heits­de­lik­te ver­zeich­net, das Niveau ist somit konstant.

Sexu­al­de­lik­te

Als Sexu­al­de­lik­te wer­den Straf­ta­ten bezeich­net, die sich gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung des Opfers rich­ten. So zäh­len u.a. sexu­el­le Nöti­gun­gen, exhi­bi­tio­nis­ti­sche Hand­lun­gen, aber auch der Tat­be­stand der Ver­ge­wal­ti­gung oder das Ver­brei­ten bzw. der Besitz und die Her­stel­lung von kin­der­por­no­gra­fi­schen Inhal­ten zu den soge­nann­ten Sexu­al­de­lik­ten. Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 271 Sexu­al­de­lik­te sei­tens der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bear­bei­tet. Im Ver­gleich zum Vor­jahr, in dem 230 Sexu­al­de­lik­te regis­triert wur­den, bedeu­tet dies einen Anstieg von 17,83%. Ursäch­lich für die­sen Anstieg ist dabei vor­nehm­lich der Bereich der Ver­brei­tung bzw. des Besit­zes und der Her­stel­lung von Kin­der­por­no­gra­fie. Konn­ten im Jahr 2019 noch 47 Fäl­le ver­zeich­net wer­den, wur­den im Jahr 2020 bereits 111 Straf­ta­ten die­ser Kate­go­rie regis­triert. Dies bedeu­tet einen Anstieg von 136,17% im Ver­gleich zum Vorjahr.

“Durch inten­si­vier­te Ermitt­lungs­ar­beit sei­tens der Poli­zei und wei­te­ren Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den stei­gen die Fall­zah­len an. So sind bei­spiels­wei­se US-ame­ri­ka­ni­sche Pro­vi­der ver­pflich­tet, dort bekannt gewor­de­ne straf­recht­lich rele­van­te Sach­ver­hal­te an die halb­staat­li­che Orga­ni­sa­ti­on Natio­nal Cen­ter For Miss­ing and Exploi­ted Child­ren (NCMEC) wei­ter­zu­lei­ten. Die­se Orga­ni­sa­ti­on nimmt neben den Infor­ma­tio­nen der ver­schie­dens­ten Pro­vi­der auch Hin­wei­se von Pri­vat­per­so­nen ent­ge­gen, ana­ly­siert und bewer­tet die­se und lei­tet sie folg­lich an die jewei­li­gen zustän­di­gen Behör­den in den USA und ins Aus­land wei­ter. Hin­sicht­lich der inten­si­vier­ten Ermitt­lungs­ar­beit der Behör­den und wei­te­ren gesetz­li­chen Rege­lun­gen zur Bekämp­fung die­ses Kri­mi­na­li­täts­fel­des, ist auch im kom­men­den Jahr mit einem star­ken Anstieg die­ser Fall­zah­len zu rech­nen. Obers­tes Gebot ist es, andau­ern­de Miss­brauchs­fäl­le zu ent­de­cken, zu sank­tio­nie­ren und die­se Straf­ta­ten aus dem Dun­kel­feld ins Hell­feld zu holen”, erläu­tert Tho­mas Meme­ring die­se Entwicklung.

Zudem fügt Tho­mas Meme­ring noch hin­zu, dass auch Kin­der und Jugend­li­che mit dem Besitz sol­cher straf­recht­lich rele­van­ten Inhal­te die Tat­be­stands­merk­ma­le der­ar­ti­ger Straf­ta­ten erfül­len und sich des­sen oft­mals nicht bewusst sei­en. Im Zeit­al­ter der Digi­ta­li­sie­rung und der Nut­zung von zahl­rei­chen Social-Media-Platt­for­men sei­en kin­der­por­no­gra­fi­sche Inhal­te schnell geteilt, gepos­tet und ver­viel­facht. Häu­fig hand­le es sich um Zufalls­fun­de der­ar­ti­ger Datei­en bei der Ermitt­lung von Dro­gen­de­lik­ten oder der Ver­brei­tung von Kenn­zei­chen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Organisationen.

“Wir müs­sen die Medi­en­kom­pe­tenz der Kin­der und Jugend­li­chen, aber zwin­gend auch die der Erzie­hungs­be­rech­tig­ten stär­ken. Vie­le Eltern sind im Unkla­ren dar­über, mit wel­chen Inhal­ten ihre Kin­der täg­lich in Berüh­rung kom­men”, ergänzt Tho­mas Memering.

Chris­ta Frig­ger, Beauf­trag­te für Jugend­sa­chen in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, infor­miert und berät zu die­sen The­men­be­rei­chen. Die Ter­mi­ne für wei­te­re Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen wer­den durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden recht­zei­tig bekannt gegeben.

Tat­mit­tel Internet/ Cybercrime

Unter Inter­net­kri­mi­na­li­tät oder auch Cyber­crime wer­den Taten sub­su­miert, die mit­tels der Nut­zung des Inter­nets began­gen wer­den. Dabei wird zwi­schen Cyber­crime im enge­ren Sin­ne, also Delik­ten, die es nicht off­line gibt (z.B. das sog. Hack­ing) und Cyber­crime im wei­te­ren Sin­ne unter­schie­den. Letz­te­res umfasst Delik­te, die eben­so off­line began­gen wer­den kön­nen (z.B. der Kre­dit­kar­ten­miss­brauch bei Ver­kaufs­platt­for­men). Waren es im Jahr 2019 noch 807 regis­trier­te Fäl­le, so stieg die Anzahl der Straf­ta­ten in die­sem Delikts­be­reich um 30,4% auf nun­mehr ins­ge­samt 1.053 Fäl­le. Erfreu­li­cher­wei­se stie­gen nicht nur die began­ge­nen Straf­ta­ten, son­dern auch die Auf­klä­rungs­quo­te. Wur­den im Jahr 2019 noch 78,31% die­ser Fäl­le auf­ge­klärt, konn­ten im Jahr 2020 bereits 81,39% der Straf­ta­ten aus­er­mit­telt werden.

“Im Inter­net began­ge­ne Straf­ta­ten stel­len einen wich­ti­gen Auf­ga­ben­be­reich unse­rer poli­zei­li­chen Ermitt­lungs­ar­beit dar. Ich bin dank­bar, dass wir in unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on über ein pro­fes­sio­nel­les Cyber­crime-Team ver­fü­gen und durch inten­si­ve Prä­ven­ti­ons­ar­beit immer wie­der gute Erfol­ge erzie­len und dadurch eine Auf­klä­rungs­quo­te von 81,39% errei­chen konn­ten”, erklärt Tho­mas Memering.

Gewalt gegen Polizeibeamte

Unter der Begriff­lich­keit “Gewalt gegen Poli­zei­be­am­te” wer­den die Delik­te des Wider­stan­des und des tät­li­chen Angrif­fes gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te zusam­men­ge­fasst. Mit 90 Fäl­len im Jahr 2020 ist ein Anstieg von 42,86% im Ver­gleich zum Vor­jahr mit 63 Fäl­len zu ver­zeich­nen. Damit stei­gen die all­jähr­lich erho­be­nen Fall­zah­len aus die­sem Delikts­feld bereits zum drit­ten Mal in Fol­ge stark an. Erwäh­nens­wert ist dabei, dass sich die­ser Anstieg nicht nur auf die Städ­te Leer und Emden beschränk­te, son­dern im gesam­ten Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden mess­bar war. Im Bereich der Gemein­den Moorm­er­land und Rhau­der­fehn war eben­falls ein Anstieg die­ser Fall­zah­len zu ver­zeich­nen. In knapp 70% der Fäl­le stan­den die Täter unter dem Ein­fluss von Alko­hol oder Drogen.

“Der erneu­te Anstieg in die­sem Delikts­be­reich ist nicht zu tole­rie­ren und macht mich wütend. Mei­ne Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen leis­ten tag­täg­lich her­vor­ra­gen­de Arbeit zum Woh­le unse­rer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und ver­die­nen es mit Respekt behan­delt zu wer­den. Wer Poli­zei­be­am­tin­nen und Poli­zei­be­am­te angreift, der greift den Rechts­staat an! Wir wer­den die­se Angrif­fe auf Ret­tungs­kräf­te und Poli­zei nicht dul­den und kon­se­quent ver­fol­gen”, so Johan­nes Lind.

Rausch­gift­de­lik­te

Die regis­trier­ten Rausch­gift­de­lik­te, wel­che u.a. durch Ver­stö­ße gegen das Betäu­bungs­mit­tel­ge­setz began­gen wer­den, stie­gen im Ver­gleich zum Vor­jahr (861 Fäl­le) um 33,22%, sodass im Jahr 2020 1.147 Rausch­gift­de­lik­te in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden ver­zeich­net wurden.

Jugend­kri­mi­na­li­tät

Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 584 Kin­der oder Jugend­li­che im Rah­men der poli­zei­li­chen Arbeit als Tat­ver­däch­ti­ge ermit­telt. Die Anzahl an tat­ver­däch­ti­gen Per­so­nen die­ser Alters­klas­se betrug im Vor­jahr 699, sodass ein Rück­gang um 16,45% regis­triert wer­den konnte.

Fazit

Abschlie­ßend sagt Inspek­ti­ons­lei­ter Johan­nes Lind: “Der posi­ti­ve Trend der Kri­mi­nal­sta­tis­tik der letz­ten zwei Jah­re hat sich auch 2020 fort­ge­setzt. Wir haben die his­to­risch höchs­te Auf­klä­rungs­quo­te. Ein der­ar­ti­ges Ergeb­nis kann nur durch eine ver­ant­wor­tungs­vol­le und enga­gier­te Leis­tung aller Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden erzielt wer­den. Ich bedan­ke mich ganz herz­lich für die geleis­te­te Arbeit und die gute Zusam­men­ar­beit mit den Behör­den und Insti­tu­tio­nen. Allen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern dan­ke ich für das ent­ge­gen­ge­brach­te Ver­trau­en und für vie­le ent­schei­den­de Hin­wei­se, die immer wie­der zur Auf­klä­rung von Straf­ta­ten bei­tra­gen. Gemein­sam wol­len wir auch zukünf­tig einen Bei­trag dazu leis­ten, dass sich die Men­schen in unse­rer Regi­on beschützt und wohl fühlen!”


 

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Groß­brand in Jem­gum, Betrugs­ma­sche in Ost­fries­land und meh­re­re Unfallfluchten

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POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 23.07.2026

 

Wee­ner — Kör­per­li­che Auseinandersetzung

Am 22.07.2026 kam es gegen 20 Uhr in der Nor­der­stra­ße in Wee­ner zunächst zu ver­ba­len Strei­tig­kei­ten zwi­schen meh­re­ren unter­ein­an­der bekann­ten Per­so­nen, die schließ­lich in eine kör­per­li­che Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen einem 26-Jäh­ri­gen und einem 31-Jäh­ri­gen mün­de­ten. Der 26-Jäh­ri­ge erlitt dabei leich­te Ver­let­zun­gen. Der 31-Jäh­ri­ge blieb unverletzt.

Im Rah­men der poli­zei­li­chen Maß­nah­men stell­te sich her­aus, dass die Betei­lig­ten unter Alko­hol­ein­fluss stan­den. Ein Atem­al­ko­hol­test ergab bei dem 26-Jäh­ri­gen einen Wert von 2,42 Pro­mil­le, bei dem 31-Jäh­ri­gen einen Wert von 1,34 Promille.

Zur Ver­hin­de­rung wei­te­rer Straf­ta­ten kam der 26-Jäh­ri­ge in Gewahr­sam. Wei­te­re Ermitt­lun­gen dau­ern an.

Bun­de — Verkehrsunfallflucht

Am 23.07.2026 befuhr ein der­zeit noch unbe­kann­ter Fah­rer eines VW gegen 00:30 Uhr die Neu­schan­zer Stra­ße in Bun­de in Rich­tung Ween­er­stra­ße. In Höhe der Lade­stra­ße kam er nach links von der Fahr­bahn ab. Dabei tou­chier­te er das Pedelec eines auf dem Bür­ger­steig ste­hen­den 22-Jäh­ri­gen. Es ent­stand ein Sach­scha­den im mitt­le­ren drei­stel­li­gen Bereich.

Der Unfall­ver­ur­sa­cher ent­fern­te sich anschlie­ßend uner­laubt vom Unfall­ort, ohne sich um den ent­stan­de­nen Scha­den zu kümmern.

Zeu­gen des Vor­falls wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.

Leer — Trun­ken­heit im Verkehr

Am 23.07.2026 befuhr ein 61-jäh­ri­ger Fah­rer eines 3er-BMW gegen 2:40 Uhr die Frie­sen­stra­ße in Leer. Im Kreu­zungs­be­reich Bahn­hofs­ring über­fuhr er eine rote Ampel. Dabei wur­de er von Poli­zei­be­am­ten beob­ach­tet. In der Frie­sen­stra­ße kon­trol­lier­ten die Beam­ten den BMW-Fahrer.

Bei der anschlie­ßen­den Kon­trol­le stell­te sich her­aus, dass er unter Alko­hol­ein­fluss stand. Ein Atem­al­ko­hol­test ergab einen Wert von 1,15 Pro­mil­le. Es wur­de eine Blut­ent­nah­me durch­ge­führt. Dem 61-Jäh­ri­gen wur­de die Wei­ter­fahrt unter­sagt. Die Poli­zei stell­te den Fahr­zeug­schlüs­sel sowie den Füh­rer­schein sicher und lei­te­te ent­spre­chen­de Ver­fah­ren ein.

Jem­gum — Brand

Am 23.07.2026 geriet gegen 9:35 Uhr eine als Auto­werk­statt genutz­te ehe­ma­li­ge Scheu­ne in der Stra­ße Holt­gas­te in Jem­gum aus bis­her unge­klär­ter Ursa­che in Brand.

Beim Ein­tref­fen der Ein­satz­kräf­te stand das Gebäu­de bereits in Voll­brand. Das Feu­er beschä­dig­te zudem teil­wei­se angren­zen­de Gebäu­de. Die Feu­er­wehr ist mit umfang­rei­chen Lösch­maß­nah­men im Ein­satz. Die Holt­gas­ter Stra­ße ist für die Dau­er der Lösch­ar­bei­ten voll gesperrt.

Zum Zeit­punkt des Brand­aus­bruchs befan­den sich vier Per­so­nen auf dem Gelän­de. Ein 64-jäh­ri­ger Mann erlitt leich­te Ver­let­zun­gen. Die drei wei­te­ren Per­so­nen blie­ben unverletzt.

 

Poli­zei warnt vor fal­schen Gewinn­ver­spre­chen in Ostfriesland

AURICH / WITTMUND. Die Poli­zei warnt aktu­ell vor einer Betrugs­ma­sche am Tele­fon, die in die­ser Woche ver­mehrt in den Land­krei­sen Aurich und Witt­mund auf­ge­tre­ten ist. Meh­re­re Bür­ge­rin­nen und Bür­ger erhiel­ten Anru­fe, in denen ihnen vor­ge­täuscht wur­de, sie hät­ten eine hohe Geld­sum­me bei einem Gewinn­spiel gewonnen.

Um die angeb­li­che Gewinn­sum­me aus­ge­zahlt zu bekom­men, for­der­ten die Betrü­ger die Preis­ga­be von Bank­ver­bin­dun­gen oder die Über­nah­me angeb­li­cher Notar­kos­ten. In allen den bei der Poli­zei gemel­de­ten Fäl­len reagier­ten die Ange­ru­fe­nen auf­merk­sam, erkann­ten den Betrugs­ver­such recht­zei­tig und ver­stän­dig­ten die Einsatzkräfte.

Masche beruht auf Druck und Vorleistungen

Bei die­ser Betrugs­form ver­spre­chen die Täter am Tele­fon hohe Gewin­ne wie Bar­geld, Luxus­au­tos oder Rei­sen. Bedin­gung für die Aus­zah­lung ist jedoch stets eine finan­zi­el­le Vor­leis­tung der Betrof­fe­nen. Um ihren For­de­run­gen Nach­druck zu ver­lei­hen, bau­en die Anru­fer häu­fig erheb­li­chen Druck auf. In nach­fol­gen­den Tele­fo­na­ten geben sie sich zudem oft als Nota­re, Rechts­an­wäl­te, Poli­zei­be­am­te oder Staats­an­wäl­te aus. Zu einer tat­säch­li­chen Aus­zah­lung des ver­spro­che­nen Gewinns kommt es nie.

Ver­hal­tens­tipps der Polizei

Die Poli­zei gibt fol­gen­de Emp­feh­lun­gen zum Schutz vor der Betrugsmasche:

  • Teil­nah­me prü­fen: Wer an kei­ner Lot­te­rie teil­ge­nom­men hat, kann auch nichts gewon­nen haben.

  • Kei­ne Zah­lun­gen leis­ten: Nie­mals Geld über­wei­sen, Gebüh­ren zah­len oder gebüh­ren­pflich­ti­ge Son­der­num­mern anru­fen (z. B. mit den Vor­wah­len 0900…, 0180…, 0137…).

  • Kei­ne Zusa­gen machen: Am Tele­fon kei­ner­lei Ver­ein­ba­run­gen oder Zusa­gen eingehen.

  • Daten schüt­zen: Kei­ne per­sön­li­chen Infor­ma­tio­nen wie Adres­sen, Tele­fon­num­mern, Kon­to­da­ten, Bank­leit­zah­len oder Kre­dit­kar­ten­num­mern preisgeben.

  • Anru­fer hin­ter­fra­gen: Nach Name, Adres­se und Tele­fon­num­mer des Ver­ant­wort­li­chen sowie genau­en Details zum Gewinn­spiel fra­gen und die Ant­wor­ten notieren.

  • Poli­zei ver­stän­di­gen: Bei ver­däch­ti­gen Anru­fen umge­hend die Poli­zei unter dem Not­ruf 110 informieren.

 
 

Esens — Betrun­ke­ne Auto­fah­re­rin ver­ur­sacht Unfall

Eine betrun­ke­ne Auto­fah­re­rin hat am Mitt­woch in Esens einen Ver­kehrs­un­fall ver­ur­sacht. Gegen 18.40 Uhr fuhr eine 69-jäh­ri­ge Frau mit dem Auto auf der Stra­ße Tad­digs­hörn und kam nach rechts von der Fahr­bahn ab. Sie kol­li­dier­te am Stra­ßen­rand mit der offe­nen Tür eines gepark­ten VW. Eine 33-jäh­ri­ge Frau, die sich gera­de an dem VW befand, wur­de zwi­schen Tür und Auto ein­ge­klemmt und leicht ver­letzt. Die 69-jäh­ri­ge Auto­fah­re­rin flüch­te­te zunächst von der Ört­lich­keit, konn­te aber wenig spä­ter ermit­telt wer­den. Die Beam­ten stell­ten bei ihr einen Atem­al­ko­hol­wert von fast 2,4 Pro­mil­le fest. Der Füh­rer­schein der Frau wur­de beschlag­nahmt und ein Straf­ver­fah­ren eingeleitet.

 

Süd­brook­mer­land — Auffahrunfall

Auf der B72 in Enger­ha­fe (Süd­brook­mer­land) kam es am Mitt­woch zu einem Auf­fahr­un­fall. Ein 26-jäh­ri­ger Renault-Fah­rer war gegen 13.15 Uhr auf der Nor­der Stra­ße (B72) in Fahrt­rich­tung Georgs­heil unter­wegs. Auf­grund eines Rück­staus muss­te vor ihm eine 44-jäh­ri­ge Mitsu­bi­shi-Fah­re­rin ver­kehrs­be­dingt abbrem­sen. Dies erkann­te der Renault-Fah­rer zu spät und fuhr auf das Heck des Mitsu­bi­shi auf. In dem Mitsu­bi­shi wur­de ein Kind leicht ver­letzt und vom Ret­tungs­dienst medi­zi­nisch ver­sorgt. Der ent­stan­de­ne Sach­scha­den liegt im vier­stel­li­gen Euro-Bereich.

Wies­moor — Auto­fah­rer geflüchtet

Ein Auto­fah­rer ist am Don­ners­tag nach einem Ver­kehrs­un­fall in Wies­moor geflüch­tet. Gegen 10.30 Uhr kol­li­dier­te der bis­lang unbe­kann­te Auto­fah­rer beim Anfah­ren auf dem Park­platz eines Dis­coun­ters am Tul­pen­weg mit einer 62-jäh­ri­gen Fuß­gän­ge­rin. Die Frau wur­de leicht ver­letzt. Der Ver­ur­sa­cher küm­mer­te sich nicht um die ver­letz­te Frau und fuhr uner­laubt davon. Er soll einen wei­ßen Renault gefah­ren haben. Die Poli­zei Wies­moor bit­tet um sach­dien­li­che Hin­wei­se unter 04944 914050.

Mari­en­ha­fe — E‑S­coo­ter-Fah­re­rin verletzt

Bei einem Ver­kehrs­un­fall in Mari­en­ha­fe ist am Mitt­woch eine E‑S­coo­ter-Fah­re­rin leicht ver­letzt wor­den. Eine 44-jäh­ri­ge Auto­fah­re­rin woll­te gegen 21.25 Uhr vom Gelän­de einer Tank­stel­le auf die Burg­stra­ße ein­fah­ren. Sie über­sah dabei jedoch eine 45-jäh­ri­ge E‑S­coo­ter-Fah­re­rin, die von der Burg­stra­ße zur Tank­stel­le ein­bog, und stieß mit ihr zusam­men. Die Frau auf dem E‑Scooter stürz­te und ver­letz­te sich leicht.

Aurich — Unfallflucht

Eine Unfall­flucht hat sich am Mon­tag in Aurich ereig­net. In der Schu­bert­stra­ße tou­chier­te zwi­schen 10.40 Uhr und 12.40 Uhr die Fah­rer­sei­te eines grau­en Sko­da Yeti. Der ent­stan­de­ne Scha­den liegt im drei­stel­li­gen Euro-Bereich. Der Ver­ur­sa­cher flüch­te­te uner­laubt. Hin­wei­se nimmt die Poli­zei unter 04941 606215 entgegen.

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Poli­zei­mel­dun­gen & Fahn­dungs­er­fol­ge: Die Bun­des­po­li­zei in unse­rer Region!

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Schlag gegen Schleu­ser­kri­mi­na­li­tät in Ham­burg: Bun­des­po­li­zei nimmt 54-Jäh­ri­gen fest

HAMBURG / HANNOVER. In den frü­hen Mor­gen­stun­den hat die Bun­des­po­li­zei im Ham­bur­ger Stadt­ge­biet einen umfas­sen­den Zugriff gegen gewerbs­mä­ßi­ge Schleu­sungs­kri­mi­na­li­tät durch­ge­führt. Im Auf­trag der Staats­an­walt­schaft Ham­burg durch­such­ten Ein­satz­kräf­te meh­re­re Objek­te im gesam­ten Stadt­ge­biet. Dabei konn­te ein voll­streck­ba­rer Unter­su­chungs­haft­be­fehl gegen den Haupt­be­schul­dig­ten, einen 54-jäh­ri­gen ita­lie­ni­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen, erfolg­reich voll­streckt werden.

Dem Fest­ge­nom­me­nen wird vor­ge­wor­fen, Frau­en aus Süd­ame­ri­ka sys­te­ma­tisch und gewerbs­mä­ßig nach Deutsch­land ein­ge­schleust zu haben, um sie hier der Pro­sti­tu­ti­on zuzu­füh­ren. Nach ers­ten Erkennt­nis­sen der Ermitt­lungs­be­hör­den ver­schaff­te sich der Beschul­dig­te durch die ille­ga­len Schleu­sun­gen einen nicht uner­heb­li­chen Ver­mö­gens­vor­teil. Die genaue Höhe der gene­rier­ten Ein­nah­men sowie wei­te­re Details zur Vor­ge­hens­wei­se des Netz­werks sind Gegen­stand der lau­fen­den Ermittlungen.

Die Bun­des­po­li­zei­di­rek­ti­on Han­no­ver kün­dig­te an, im Lau­fe des Tages im Rah­men einer wei­te­ren Pres­se­mit­tei­lung detail­lier­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Ermitt­lungs­er­geb­nis­sen und dem Umfang der Durch­su­chungs­maß­nah­men bekanntzugeben.

BPOL-Bad­Bent­heim: Rei­sen­der mit gefälsch­tem Aus­weis­do­ku­ment bei Grenz­kon­trol­le festgestellt 

 
Bad Bent­heim (ots) — Bei der grenz­po­li­zei­li­chen Ein­rei­se­kon­trol­le an der
deutsch-nie­der­län­di­schen Gren­ze hat die Bun­des­po­li­zei Mitt­woch­abend einen
40-jäh­ri­gen Mann mit einem gefälsch­ten Aus­weis­do­ku­ment fest­ge­stellt. Den Mann
erwar­tet nun eine Straf­an­zei­ge. Außer­dem prüft die zustän­di­ge Ausländerbehörde
auf­ent­halts­be­en­den­de Maß­nah­men gegen den Mann.
 
Der 40-Jäh­ri­ge war mit einem inter­na­tio­nal ver­keh­ren­den Rei­se­bus über die
Auto­bahn 30 aus den Nie­der­lan­den nach Deutsch­land ein­ge­reist. Im Rah­men der
vor­über­ge­hend wie­der­ein­ge­führ­ten Bin­nen­grenz­kon­trol­len hat­ten Bundespolizisten
den Fern­rei­se­bus gegen 21 Uhr auf dem Rast­platz Bent­hei­mer Wald gestoppt und die
Fahr­gäs­te kontrolliert.
 
Gegen­über den Beam­ten wies sich der 40-Jäh­ri­ge mit einer rumänischen
Iden­ti­täts­kar­te aus. Bei der genaue­ren Über­prü­fung stell­ten die Einsatzkräfte
fest, dass es sich dabei um eine Total­fäl­schung han­del­te. Der Mann ist
tat­säch­lich alba­ni­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger. Außer­dem besteht gegen den Mann eine
Ein­rei­se­ver­wei­ge­rung in das Schengengebiet.
 
Gegen den 40-Jäh­ri­gen besteht der Ver­dacht der uner­laub­ten Ein­rei­se sowie der
Urkun­den­fäl­schung. Die Bun­des­po­li­zei lei­te­te ent­spre­chen­de Ermittlungsverfahren
ein und stell­te das gefälsch­te Doku­ment sicher.
 
Der Mann wur­de vor­läu­fig fest­ge­nom­men und ver­brach­te die Nacht im
Poli­zei­ge­wahr­sam. Die zustän­di­ge Aus­län­der­be­hör­de prüft derzeit
auf­ent­halts­be­en­den­de Maßnahmen.
 
Des Wei­te­ren inter­es­sier­te sich die Jus­tiz für den der­zei­ti­gen Auf­ent­halt des
Man­nes. Sie hat­te den 40-Jäh­ri­gen auf­grund exhi­bi­tio­nis­ti­scher Hand­lun­gen zur
Auf­ent­halts­er­mitt­lung ausgeschrieben.
 
 

BPOL-Bad­Bent­heim: Mehr­fach regis­trier­ter Asyl­be­wer­ber bei

Grenz­kon­trol­le fest­ge­stellt — Haft­be­fehl vollstreckt

 
Bad Bent­heim (ots) — Die Bun­des­po­li­zei hat am Mitt­woch an der
deutsch-nie­der­län­di­schen Gren­ze einen 32-Jäh­ri­gen fest­ge­stellt, der noch eine
Haft­stra­fe von 15 Tagen ver­bü­ßen muss. Außer­dem war der Mann in drei Staa­ten als
Flücht­ling registriert.
 
Der 32-Jäh­ri­ge war mit einem inter­na­tio­nal ver­keh­ren­den Rei­se­bus über die
Auto­bahn 30 aus den Nie­der­lan­den nach Deutsch­land ein­ge­reist. Im Rah­men der
vor­über­ge­hend wie­der­ein­ge­führ­ten Bin­nen­grenz­kon­trol­len hat­ten Bundespolizisten
den Fern­rei­se­bus kurz vor 19 Uhr auf dem Rast­platz Bent­hei­mer Wald gestoppt und
die Fahr­gäs­te kontrolliert.
 
Die Fahn­dungs­über­prü­fung des 32-Jäh­ri­gen ergab, dass gegen ihn ein
Voll­stre­ckungs­haft­be­fehl der Jus­tiz vor­lag. Er hat­te eine gegen ihn verhängte
Geld­stra­fe wegen Betru­ges in Höhe von 600,- Euro bis­lang nicht begli­chen und
konn­te den Betrag auch vor Ort nicht bezah­len. Daher wur­de die noch zu
ver­bü­ßen­de Ersatz­frei­heits­stra­fe von 15 Tagen vollstreckt.
 
Bei der Grenz­kon­trol­le leg­te der 32-jäh­ri­ge Paläs­ti­nen­ser einen gültigen
grie­chi­schen Flücht­lings­pass vor. Bei der Über­prü­fung der Per­so­na­li­en stellten
die Beam­ten fest, dass der Mann neben sei­nem Schutz­sta­tus in Grie­chen­land zudem
bereits in Deutsch­land sowie in den Nie­der­lan­den als Asyl­be­wer­ber registriert
ist, bezie­hungs­wei­se ein Schutz­er­su­chen gestellt hat.
 
Die Bun­des­po­li­zis­ten erho­ben eine Sicher­heits­leis­tung und lei­te­ten ein
Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen des Ver­dachts des Ver­sto­ßes gegen das Asyl­ge­setz und
Betru­ges ein.
 
Nach Abschluss der poli­zei­li­chen Maß­nah­men wur­de der Mann zum Antritt der
Ersatz­frei­heits­stra­fe in eine Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt eingeliefert.
 

Sicher­heits­ga­rant in der Regi­on und welt­weit: Die Auf­ga­ben der Bundespolizei 

WESER-EMS / REGION. Mit etwa 55.000 Beschäf­tig­ten, dar­un­ter rund 48.500 Poli­zei­voll­zugs­be­am­te, stellt die Bun­des­po­li­zei eine bun­des­weit ein­satz­star­ke und fle­xi­bel ver­füg­ba­re Poli­zei­be­hör­de dar. Sie ist an mehr als ein­hun­dert Stand­or­ten ver­tre­ten und an allen zen­tra­len Ver­kehrs­in­fra­struk­tur­punk­ten in Deutsch­land prä­sent. Durch die­se brei­te Auf­stel­lung ist die Bun­des­po­li­zei in der Lage, schnell auf Groß­la­gen zu reagie­ren und ihre viel­fäl­ti­gen Auf­ga­ben flä­chen­de­ckend zu erfül­len. Damit leis­tet sie einen unver­zicht­ba­ren Bei­trag zur Wah­rung der inne­ren Sicher­heit in Deutschland.

Für die Regi­on Ost­fries­land sowie den gesam­ten Raum Weser-Ems tra­gen ins­be­son­de­re die über­ge­ord­ne­ten Dienst­stel­len der Bun­des­po­li­zei­in­spek­tio­nen in Bad Bent­heim und Olden­burg die Ver­ant­wor­tung für die Sicher­heit an den Gren­zen, auf den Bahn­hö­fen und im Bahnverkehr.

Prä­senz vor Ort: Die Revie­re und Inspek­tio­nen für Ostfriesland

Direkt in der Regi­on und für das Küs­ten­ge­biet sind ver­schie­de­ne Dienst­stel­len der Bun­des­po­li­zei aktiv:

  • Bun­des­po­li­zei­re­vier Emden: Haupt­säch­lich zustän­dig für bahn­po­li­zei­li­che Auf­ga­ben (z. B. auf Bahn­hö­fen und Schie­nen­stre­cken) sowie für grenz­po­li­zei­li­che Ange­le­gen­hei­ten im Bereich des Emder Hafens.

  • Bun­des­po­li­zei­re­vier Bun­de: Liegt direkt an der Gren­ze zu den Nie­der­lan­den und ist pri­mär für die Über­wa­chung der West­gren­ze, Grenz­kon­trol­len auf der Auto­bahn A280 (Anschluss zur nie­der­län­di­schen A7) sowie die Bekämp­fung der Schleu­sungs­kri­mi­na­li­tät zuständig.

  • Bun­des­po­li­zei­in­spek­ti­on Bad Bent­heim: Dies ist die über­ge­ord­ne­te Haupt­dienst­stel­le im Lan­des­in­ne­ren, zu der die Revie­re Emden und Bun­de orga­ni­sa­to­risch gehören.

  • Bun­des­po­li­zei­in­spek­ti­on See Cux­ha­ven: Sie ist für die Über­wa­chung der gesam­ten deut­schen Nord­see­küs­te zustän­dig. Ihre Ein­satz­schif­fe kon­trol­lie­ren auch die Gewäs­ser rund um die Ost­frie­si­schen Inseln.

Ver­läss­li­cher Part­ner im natio­na­len und inter­na­tio­na­len Sicherheitsverbund

Inner­halb des bestehen­den Sicher­heits­ver­bun­des arbei­tet die Bun­des­po­li­zei eng mit den Lan­des­po­li­zei­en sowie wei­te­ren Sicher­heits­be­hör­den von Bund und Län­dern zusam­men. Ergänzt wird die­se Koope­ra­ti­on durch eine inten­si­ve part­ner­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit mit zahl­rei­chen aus­län­di­schen Grenz­be­hör­den, um grenz­über­schrei­ten­de Kri­mi­na­li­tät wirk­sam zu bekämpfen.

Welt­wei­ter Ein­satz für Frie­den und Sicherheit

Auch über die Bun­des­gren­zen hin­aus nimmt die Bun­des­po­li­zei wich­ti­ge Auf­ga­ben wahr. Im Auf­trag inter­na­tio­na­ler Orga­ni­sa­tio­nen wie den Ver­ein­ten Natio­nen (UN) oder der Euro­päi­schen Uni­on (EU) ist sie welt­weit im Ein­satz. Zudem unter­stützt sie das Aus­wär­ti­ge Amt beim Schutz deut­scher diplo­ma­ti­scher und kon­su­la­ri­scher Ver­tre­tun­gen im Ausland.

Der­zeit befin­den sich knapp 1.800 Beam­tin­nen und Beam­te als Bera­ter und Exper­ten in Ost­eu­ro­pa, dem Nahen Osten, Afri­ka sowie in inter­na­tio­na­len Kri­sen­ge­bie­ten im Ein­satz, um vor Ort zur Sta­bi­li­tät und Sicher­heit beizutragen.

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Blaulicht

Zusam­men­stö­ße und Ver­letz­te in Leer, Ost­rhau­der­fehn und Filsum

Veröffentlicht

am

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 22.07.2026

 

 

Leer — Verkehrsunfall

Am 21.07.2026 befuhr ein 65-jäh­ri­ger Fahr­rad­fah­rer gegen 8:45 Uhr den Rad­weg der Chris­ti­ne-Char­lot­ten-Stra­ße n Leer. Er woll­te nach rechts auf den Rad­weg der Heis­fel­der Stra­ße in Rich­tung stadt­aus­wärts ein­bie­gen. Zur glei­chen Zeit war ein 25-jäh­ri­ger Pedelec-Fah­rer auf dem Rad­weg der Heis­fel­der Stra­ße stadt­ein­wärts auf der lin­ken und damit fal­schen Fahr­bahn­sei­te unterwegs.

Im Ein­mün­dungs­be­reich kam es zu einem Zusam­men­stoß zwi­schen den bei­den Fah­rern. Der 65-Jäh­ri­ge erlitt dabei leich­te Ver­let­zun­gen. Der 25-Jäh­ri­ge blieb unverletzt.

Ost­rhau­der­fehn — Verkehrsunfall

Am 21.07.2026 befuhr ein 33-jäh­ri­ger E‑S­coo­ter-Fah­rer gegen 20:35 Uhr die Schif­fer­stra­ße in Ost­rhau­der­fehn in Rich­tung Lang­hol­ter Stra­ße, als er aus bis­lang noch unge­klär­ter Ursa­che stürz­te. Dabei erlitt er schwe­re Ver­let­zun­gen. Er wur­de in ein umlie­gen­des Kran­ken­haus gebracht.

Ein Atem­al­ko­hol­test ergab bei dem Mann einen Wert von 0,57 Pro­mil­le. Eine Blut­ent­nah­me wur­de durchgeführt.

Fils­um — Verkehrsunfall

Am 21.07.2026 befuhr eine 55-jäh­ri­ge Fah­re­rin eines Ford C‑Max gegen 18:40 Uhr die Bun­des­stra­ße 72 aus Fils­um kom­mend und woll­te nach links auf die Auf­fahrt zur Auto­bahn 28 in Rich­tung Olden­burg auffahren.

Dabei über­sah sie einen vor­fahrts­be­rech­tig­ten 74-jäh­ri­gen Fah­rer eines Ford EcoS­port, der die B 72 in Rich­tung Hesel befuhr. Es kam zu einem Zusammenstoß.

Neben der 55-jäh­ri­gen Fah­re­rin erlit­ten auch ihre Mit­in­sas­sen (eine 33-Jäh­ri­ge und zwei Kin­der) leich­te Ver­let­zun­gen. Eben­so wur­den der 74-jäh­ri­ge Fah­rer und sei­ne 73-jäh­ri­ge Mit­fah­re­rin leicht ver­letzt. Ret­tungs­wa­gen brach­ten die Ver­letz­ten in umlie­gen­de Krankenhäuser.

Die PKW waren nicht mehr fahr­be­reit und muss­ten abge­schleppt wer­den. Es ent­stand ein Sach­scha­den im unte­ren fünf­stel­li­gen Bereich.

Die Bun­des­stra­ße war für die Dau­er der Ber­gungs­ar­bei­ten voll gesperrt.

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Lokal

Fest der Kul­tu­ren in Leer: Ein Tag vol­ler Musik, Tanz und Begegnungen!

Das Orga­ni­sa­ti­ons­team des Arbeits­krei­ses für inter­kul­tu­rel­le Ver­stän­di­gung (v.l.: Katha­ri­na Birch, Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst, Jörg Ken­ter, Tom­ke Hamer, Hei­ke Leim­ke, Gerd...

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Feri­en-Modus an: Das „Out for Sum­mer Fes­ti­val“ kommt nach Leer in die Fetenscheue

Som­mer, Son­ne, Urlaubs­fee­ling: „Out for Sum­mer Fes­ti­val“ in der Feten­scheu­ne Leer Leer. Der Start in die Som­mer­fe­ri­en steht vor der Tür, und...

Veranstaltung

Fach­tag Digi­ta­le Bil­dung in Leer: Jetzt anmel­den und mitdiskutieren!

Ver­an­stal­tungs­ort des 8. Fach­tags Digi­ta­le Bil­dung: Das Spar­kas­sen­fo­rum in Leer steht am 9. Sep­tem­ber ganz im Zei­chen der digi­ta­len Zukunft...

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Public Vie­w­ing in der Feten­scheu­ne Leer: Gemein­sam zum Achtelfinale

Fuß­ball­fie­ber in Leer: Fans berei­ten sich auf Deutsch­land gegen Ecua­dor vor Die Fuß­ball-WM 2026 sorgt bei den Fans in Leer für...

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Die Nacht gehört euch: Die gro­ße Ü30/Ü40-Par­ty in der Feten­scheu­ne Leer!

Fei­ern wie frü­her: Die gro­ße Ü30/Ü40-Par­ty in der Feten­scheu­ne Leer am 27. Juni Die Ü30/Ü40-Par­ty in der Feten­scheu­ne Leer! Leer. Mar­kie­ren Sie...

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