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Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Leer/Emden 2020
Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Leer/Emden 2020++Historisch höchste Aufklärungsquote
Leer/Emden — Nach der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik durch das Niedersächsische Innenministerium und der Polizeidirektion Osnabrück wird diese nun auch durch die Polizeiinspektion Leer/Emden veröffentlicht.
Die Anzahl der Straftaten bleibt weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau und hat sich im Vergleich zum Jahr 2019 (12.731) auf 12.660 Taten im Landkreis Leer und der Stadt Emden verringert. Die Aufklärungsquote der Polizeiinspektion Leer/Emden konnte im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 2,9% auf 66,3% gesteigert werden. Dies ist der höchste Wert seit Bestehen der Polizeiinspektion Leer/Emden im Jahr 2004.
Johannes Lind, Leiter der Polizeiinspektion Leer/Emden, äußert sich zu diesen Entwicklungen: “Ich freue mich, dass sich der Rückgang der Fallzahlen auch in diesem Jahr fortsetzt und sich die souveräne und engagierte Polizeiarbeit auszahlt. Gerade im letzten Jahr waren die Anforderungen an die Polizei immens und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Polizeiinspektion stärker denn je gefordert. Dennoch konnte die Aufklärungsquote im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigert werden. Dies ist nicht nur dem Einsatz der Kolleginnen und Kollegen, sondern auch vielen Hinweisen aus der Bevölkerung zu verdanken. Sowohl über den direkten Austausch der Kolleginnen und Kollegen mit den Bürgerinnen und Bürgern, als auch über die sozialen Netzwerke, erhalten wir immer wieder wertvolle Hinweise, die wir in unsere Ermittlungsarbeit einbeziehen. In unserer Polizeiinspektion konnten mehr als 6 von 10 Straftaten aufgeklärt werden. Lassen Sie uns diese bewährte Zusammenarbeit stetig verbessern, damit die Menschen sich in dieser Region weiter behütet fühlen können!”
Durch die Häufigkeitszahl (Hz) wird die Kriminalitätsbelastung einer Region gemessen (Straftaten pro 100.000 Einwohner). Durch diese kann die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden, statistisch dargestellt werden. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Leer/Emden fällt diese um 0,86% auf 5.737 (2019: 5.787) und liegt damit im Vergleich unter dem Landesdurchschnitt von 6.219.
Kernaussagen der PKS 2020
1. Anzahl der Straftaten fortwährend auf niedrigem Niveau
2. Erneuter Anstieg der Aufklärungsquote auf 66,3% (Höchstwert seit Bestehen der Polizeiinspektion)
3. Kriminalitätsbelastung weiterhin unter dem Landesdurchschnitt
4. Starker Rückgang der Eigentumsdelikte (11,8% weniger Straftaten)
5. Weiterhin Anstieg bei der Verbreitung pornografischer Erzeugnisse
6. 27,6% weniger Einbruchsdelikte im Vergleich zum Vorjahr und somit niedrigster Stand seit 2010
7. Weiterhin mehr Straftaten unter Zuhilfenahme des Internets (Anstieg von 30,4%)
8. Erneut starke Zunahme bei Widerständen und tätlichen Angriffen gegen Vollstreckungsbeamte (Anstieg von 42,86%)
9. Weniger tatverdächtige Kinder und Jugendliche (Rückgang von 16,45%)
Diebstahlsdelikte
Dieser Bereich umfasst die sogenannten Eigentumsdelikte wie etwa den Laden‑, Fahrrad‑, oder Taschendiebstahl, aber auch Diebstähle unter erschwerenden Umständen oder Einbruchshandlungen. Letztere werden jedoch gesondert im nachfolgenden Unterpunkt behandelt. Der Trend bei den Diebstahlsdelikten ist durchaus positiv zu betrachten. Im Jahr 2019 wurden 4.525 Straftaten aus diesem Deliktsfeld registriert. Im Jahr 2020 konnten lediglich 3.991 Taten verzeichnet werden, was einen Rückgang von 11,8% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Besonders hervorzuheben ist der Rückgang von Fahrraddiebstählen. Im Vergleich zum Jahr 2019, in dem 1.130 Fahrräder entwendet wurden, sind im Jahr 2020 rund 22,1% weniger Fahrräder widerrechtlich abhandengekommen. Dieser Rückgang markiert den niedrigsten Stand seit Bestehen der Polizeiinspektion Leer/Emden. Dabei konnte die Polizeiinspektion Leer/Emden bei den nunmehr 880 entwendeten Fahrrädern eine Aufklärungsquote von 18,4% erzielen und liegt damit deutlich über dem niedersächsischen Durchschnitt von 14,3%. Mit 29,4% und insgesamt 77 Fällen ist auch ein erheblicher Rückgang im Bereich der Taschendiebstahlsdelikte registriert worden. Im Jahr 2019 wurden noch 109 Straftaten dieser Art aufgenommen.
Thomas Memering, in seiner Funktion als Leiter des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Leer/Emden, begründet diesen Rückgang wie folgt: “Der Rückgang der Taschendiebstähle ist unter anderem auf die fehlenden Tatgelegenheiten zurückzuführen. Durch die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie, wurden hochfrequentierte Großveranstaltungen wie etwa der Galli- oder Weihnachtsmarkt abgesagt. Die großen Menschenmassen, in denen die Täter üblicherweise agieren, blieben aus und somit auch die günstigen Gelegenheiten zur Durchführung einer solchen Tat.”
Einbruchskriminalität
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Wohnungseinbrüche von 232 auf 168 gesunken, dies ist ein Rückgang um 27,6% und der niedrigste Stand der letzten zehn Jahre. 2016 waren es noch 466 Taten. Von den 168 Taten des letzten Jahres endeten 60 im Versuchsstadium. Die Aufklärungsquote beträgt 33,9% und bleibt somit auf einem relativ konstanten Niveau (2019: 37,5%).
Hierzu Johannes Lind: “Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist auf dem niedrigsten Stand der letzten 10 Jahre. In der Vergangenheit war die Bekämpfung der Einbruchskriminalität immer wieder Fokus polizeilicher Arbeit und der Erfolg ist noch heute spürbar. Als es im Jahr 2016 in diesem Deliktsbereich zu einem enormen Anstieg der Fallzahlen kam, haben wir umgehend reagiert und viele personelle Ressourcen eingesetzt. Damals konnten wir innerhalb kürzester Zeit mehrere Personen festnehmen, gegen die anschließend Untersuchungshaft oder Haft angeordnet wurde. Weiterhin ist es das Ergebnis guter Präventionsarbeit im Bereich des Einbruchschutzes, welche die Polizeiinspektion in den letzten Jahren geleistet hat. Im vergangenen Jahr waren die Wohnungseigentümer*innen aufgrund der Corona-Pandemie häufiger Zuhause, welches sich gewiss positiv auf die rückgängigen Zahlen auswirkt. ”
Rohheitsdelikte
Im Jahr 2019 wurden insgesamt 1.878 Rohheitsdelikte polizeilich aufgenommen. Unter Rohheitsdelikten versteht man Straftaten aus dem Bereich der Raub- oder Körperverletzungsdelikte, aber auch Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Den überwiegenden Anteil an Rohheitsdelikten machen grundsätzlich einfache Körperverletzungen im Sinne des § 223 StGB aus. Im Jahr 2019 wurden 1.353 Fälle der Körperverletzung registriert, wohingegen im Jahr 2020 insgesamt 1.261 Fälle verzeichnet wurden. Dies bedeutet einen Rückgang von 6,8%. Zusammenfassend wurden im Jahr 2020 insgesamt 1.876 Rohheitsdelikte verzeichnet, das Niveau ist somit konstant.
Sexualdelikte
Als Sexualdelikte werden Straftaten bezeichnet, die sich gegen die sexuelle Selbstbestimmung des Opfers richten. So zählen u.a. sexuelle Nötigungen, exhibitionistische Handlungen, aber auch der Tatbestand der Vergewaltigung oder das Verbreiten bzw. der Besitz und die Herstellung von kinderpornografischen Inhalten zu den sogenannten Sexualdelikten. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 271 Sexualdelikte seitens der Polizeiinspektion Leer/Emden bearbeitet. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem 230 Sexualdelikte registriert wurden, bedeutet dies einen Anstieg von 17,83%. Ursächlich für diesen Anstieg ist dabei vornehmlich der Bereich der Verbreitung bzw. des Besitzes und der Herstellung von Kinderpornografie. Konnten im Jahr 2019 noch 47 Fälle verzeichnet werden, wurden im Jahr 2020 bereits 111 Straftaten dieser Kategorie registriert. Dies bedeutet einen Anstieg von 136,17% im Vergleich zum Vorjahr.
“Durch intensivierte Ermittlungsarbeit seitens der Polizei und weiteren Strafverfolgungsbehörden steigen die Fallzahlen an. So sind beispielsweise US-amerikanische Provider verpflichtet, dort bekannt gewordene strafrechtlich relevante Sachverhalte an die halbstaatliche Organisation National Center For Missing and Exploited Children (NCMEC) weiterzuleiten. Diese Organisation nimmt neben den Informationen der verschiedensten Provider auch Hinweise von Privatpersonen entgegen, analysiert und bewertet diese und leitet sie folglich an die jeweiligen zuständigen Behörden in den USA und ins Ausland weiter. Hinsichtlich der intensivierten Ermittlungsarbeit der Behörden und weiteren gesetzlichen Regelungen zur Bekämpfung dieses Kriminalitätsfeldes, ist auch im kommenden Jahr mit einem starken Anstieg dieser Fallzahlen zu rechnen. Oberstes Gebot ist es, andauernde Missbrauchsfälle zu entdecken, zu sanktionieren und diese Straftaten aus dem Dunkelfeld ins Hellfeld zu holen”, erläutert Thomas Memering diese Entwicklung.
Zudem fügt Thomas Memering noch hinzu, dass auch Kinder und Jugendliche mit dem Besitz solcher strafrechtlich relevanten Inhalte die Tatbestandsmerkmale derartiger Straftaten erfüllen und sich dessen oftmals nicht bewusst seien. Im Zeitalter der Digitalisierung und der Nutzung von zahlreichen Social-Media-Plattformen seien kinderpornografische Inhalte schnell geteilt, gepostet und vervielfacht. Häufig handle es sich um Zufallsfunde derartiger Dateien bei der Ermittlung von Drogendelikten oder der Verbreitung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
“Wir müssen die Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen, aber zwingend auch die der Erziehungsberechtigten stärken. Viele Eltern sind im Unklaren darüber, mit welchen Inhalten ihre Kinder täglich in Berührung kommen”, ergänzt Thomas Memering.
Christa Frigger, Beauftragte für Jugendsachen in der Polizeiinspektion Leer/Emden, informiert und berät zu diesen Themenbereichen. Die Termine für weitere Informationsveranstaltungen werden durch die Polizeiinspektion Leer/Emden rechtzeitig bekannt gegeben.
Tatmittel Internet/ Cybercrime
Unter Internetkriminalität oder auch Cybercrime werden Taten subsumiert, die mittels der Nutzung des Internets begangen werden. Dabei wird zwischen Cybercrime im engeren Sinne, also Delikten, die es nicht offline gibt (z.B. das sog. Hacking) und Cybercrime im weiteren Sinne unterschieden. Letzteres umfasst Delikte, die ebenso offline begangen werden können (z.B. der Kreditkartenmissbrauch bei Verkaufsplattformen). Waren es im Jahr 2019 noch 807 registrierte Fälle, so stieg die Anzahl der Straftaten in diesem Deliktsbereich um 30,4% auf nunmehr insgesamt 1.053 Fälle. Erfreulicherweise stiegen nicht nur die begangenen Straftaten, sondern auch die Aufklärungsquote. Wurden im Jahr 2019 noch 78,31% dieser Fälle aufgeklärt, konnten im Jahr 2020 bereits 81,39% der Straftaten ausermittelt werden.
“Im Internet begangene Straftaten stellen einen wichtigen Aufgabenbereich unserer polizeilichen Ermittlungsarbeit dar. Ich bin dankbar, dass wir in unserer Polizeiinspektion über ein professionelles Cybercrime-Team verfügen und durch intensive Präventionsarbeit immer wieder gute Erfolge erzielen und dadurch eine Aufklärungsquote von 81,39% erreichen konnten”, erklärt Thomas Memering.
Gewalt gegen Polizeibeamte
Unter der Begrifflichkeit “Gewalt gegen Polizeibeamte” werden die Delikte des Widerstandes und des tätlichen Angriffes gegen Vollstreckungsbeamte zusammengefasst. Mit 90 Fällen im Jahr 2020 ist ein Anstieg von 42,86% im Vergleich zum Vorjahr mit 63 Fällen zu verzeichnen. Damit steigen die alljährlich erhobenen Fallzahlen aus diesem Deliktsfeld bereits zum dritten Mal in Folge stark an. Erwähnenswert ist dabei, dass sich dieser Anstieg nicht nur auf die Städte Leer und Emden beschränkte, sondern im gesamten Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Leer/Emden messbar war. Im Bereich der Gemeinden Moormerland und Rhauderfehn war ebenfalls ein Anstieg dieser Fallzahlen zu verzeichnen. In knapp 70% der Fälle standen die Täter unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen.
“Der erneute Anstieg in diesem Deliktsbereich ist nicht zu tolerieren und macht mich wütend. Meine Kolleginnen und Kollegen leisten tagtäglich hervorragende Arbeit zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger und verdienen es mit Respekt behandelt zu werden. Wer Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte angreift, der greift den Rechtsstaat an! Wir werden diese Angriffe auf Rettungskräfte und Polizei nicht dulden und konsequent verfolgen”, so Johannes Lind.
Rauschgiftdelikte
Die registrierten Rauschgiftdelikte, welche u.a. durch Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz begangen werden, stiegen im Vergleich zum Vorjahr (861 Fälle) um 33,22%, sodass im Jahr 2020 1.147 Rauschgiftdelikte in der Polizeiinspektion Leer/Emden verzeichnet wurden.
Jugendkriminalität
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 584 Kinder oder Jugendliche im Rahmen der polizeilichen Arbeit als Tatverdächtige ermittelt. Die Anzahl an tatverdächtigen Personen dieser Altersklasse betrug im Vorjahr 699, sodass ein Rückgang um 16,45% registriert werden konnte.
Fazit
Abschließend sagt Inspektionsleiter Johannes Lind: “Der positive Trend der Kriminalstatistik der letzten zwei Jahre hat sich auch 2020 fortgesetzt. Wir haben die historisch höchste Aufklärungsquote. Ein derartiges Ergebnis kann nur durch eine verantwortungsvolle und engagierte Leistung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizeiinspektion Leer/Emden erzielt werden. Ich bedanke mich ganz herzlich für die geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit mit den Behörden und Institutionen. Allen Bürgerinnen und Bürgern danke ich für das entgegengebrachte Vertrauen und für viele entscheidende Hinweise, die immer wieder zur Aufklärung von Straftaten beitragen. Gemeinsam wollen wir auch zukünftig einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Menschen in unserer Region beschützt und wohl fühlen!”
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Aktuelle Polizeimeldungen aus Leer und Emden
POL-LER: Pressemitteilung der Polizeiinspektion Leer/ Emden für den 04.06.2026
Gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr ++ Betrugsanrufe ++ Verkehrsunfall
Moormerland — Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr
Zwei Jugendliche stehen im Verdacht, am 01.06.2026 zwischen 21:30 und 22:30 Uhr Gegenstände von der Autobahnüberführung “Kapellenweg” in Moormerland Gegenstände auf die Fahrbahn der Autobahn 31 geworfen zu haben. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall geben können. Ebenso werden Verkehrsteilnehmende gesucht, die möglicherweise gefährdet oder geschädigt wurden.
Emden — Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr
Am 29.05.2026 wurde der Polizei gegen 16:15 Uhr gemeldet, dass eine Frau aus dem Fenster eines Hauses in der Hansastraße eine Glasflasche in den fließenden Verkehr geworfen haben soll. Die Polizei sucht nun Zeugen, die Hinweise zu dem Vorfall geben können. Ebenso werden Verkehrsteilnehmende gesucht, die möglicherweise gefährdet oder geschädigt wurden.
Bereich Leer/Emden — Betrugsanrufe
In den vergangenen Tagen kam es im Bereich der Polizeiinspektion Leer/Emden vermehrt zu Anrufen von Personen, die sich fälschlicherweise als Polizeibeamte oder Mitarbeiter von Kliniken ausgaben.
So erhielt beispielsweise eine 75-jährige Frau am 3. Juni 2026 gegen 12:30 Uhr einen Anruf von einem bislang noch unbekannten Mann, der angab, Polizeibeamter zu sein. Der Unbekannte teilte mit, dass die Tochter der 75-Jährigen in einen Unfall verwickelt gewesen sei und im Zuge dessen festgenommen worden sei. Zur Freilassung sei eine Geldzahlung nötig. Die 75-Jährige beendete das Gespräch umgehend, ohne Daten preiszugeben. Es kam zu keinem Schaden.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang eindringlich darauf hin, dass Polizeibeamte niemals telefonisch nach Bargeld, Wertgegenständen oder Vermögensverhältnissen fragen. Legen Sie sofort auf. Geben Sie keine persönlichen Daten, Angaben über Wertgegenstände, Kontoinformationen oder PINs weiter. Rufen Sie anschließend selbst die 110 an (nicht über die Rückruftaste). Bitte informieren Sie außerdem Ihre Familie, Freunde und Nachbarn über diese sogenannten Schockanrufe.
Weener — Verkehrsunfall
Am 03.06.2026 befuhr eine 51-jährige Fahrerin eines Toyota s Toyota Yaris gegen 16:25 Uhr die Weenermoorer Straße in Richtung Möhlenwarf. Sie bremste ab, um rückwärts auf eine Auffahrt zu fahren. Das bemerkte ein 21-jähriger Fahrer eines BMW, der hinter ihr fuhr, zu spät. Er versuchte auszuweichen, es kam allerdings dennoch zu einer Kollision. Dabei erlitt die 51-Jährige schwere Verletzungen, der 21-Jährige wurde leicht verletzt. An beiden PKW entstand ein Sachschaden.
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Polizei sucht Besitzer von sichergestelltem Grabschmuck
Ermittlungserfolg nach Diebstahlserie: Polizei sucht Besitzer von sichergestelltem Grabschmuck
Nach einer Reihe von Diebstählen auf Friedhöfen in Leer und Moormerland im September 2025 konnte die Polizei einen 45-jährigen Tatverdächtigen ermitteln. Bei den polizeilichen Maßnahmen wurde eine beträchtliche Menge an Diebesgut sichergestellt, das bisher nur teilweise den rechtmäßigen Eigentümern zugeordnet werden konnte.
Die Polizei bittet nun weitere Geschädigte, die vermisste Gegenstände von Gräbern identifizieren können, sich bei den zuständigen Dienststellen zu melden. Eine Zuordnung der sichergestellten Stücke ist durch detaillierte Beschreibungen, Fotos oder entsprechende Eigentumsnachweise möglich.
Kontakt für Betroffene:
-
Polizei Leer: 0491–976900
-
Polizeistation Moormerland: 04954–955450
Fotos der sichergestellten Gegenstände gibt es unter diesem Link: https://www.pd-os.polizei-nds.de/startseite/fahndung/sachen/leer-moormerland-diebstahl-von-grabschmuck-118668.html
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Baustellendiebstahl in Moormerland und mehrere Unfälle auf der A 28 bei Starkregen
POL-LER: Pressemitteilung der Polizeiinspektion Leer/ Emden für den 03.06.2026
Diebstahl ++ Verkehrsunfälle
Moormerland — Diebstahl
Zwischen dem 26.05.2026 gegen 17 Uhr und dem 27.05.2026 gegen 8 Uhr drang eine unbekannte Täterschaft unerlaubt auf eine Baustelle in der Ahornstraße in Moormerland ein. Dort entwendete sie einen Teleskoplader im Wert eines unteren fünfstelligen Betrags und verließ anschließend das Gelände. Zeugen, die Hinweise zu diesem Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
A 28/Bereich Leer — Verkehrsunfälle
Am Abend des 02.06.2026 kam es auf der Autobahn 28 im Bereich Leer aufgrund von Starkregen zu mehreren Verkehrsunfällen:
Gegen 19:40 Uhr befuhr eine 21-jährige Fahrerin eines BMW 318d die A 28 in Richtung Leer. Im Bereich Filsum kam sie aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit in Verbindung mit Aquaplaning nach rechts von der Fahrbahn ab. Hierbei wurden neben dem PKW auch ein Verkehrszeichen und die Berme beschädigt. Es entstand ein Sachschaden im hohen vierstelligen Bereich. Der PKW war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die 21-Jährige blieb unverletzt. Die Fahrbahn war für die Dauer der Unfallaufnahme halbseitig gesperrt.
Gegen 20 Uhr befuhr ein 19-jähriger Fahrer eines VW Golf die A 28 in Richtung Leer. Im Bereich Leer verlor er aufgrund von nicht angepasster Geschwindigkeit in Verbindung mit Aquaplaning die Kontrolle über das Fahrzeug. Er kollidierte mit der Mittelschutzplanke und der Außenschutzplanke. Am PKW entstand ein Sachschaden im unteren vierstelligen Bereich. Der 19-Jährige blieb unverletzt.
Gegen 20:35 Uhr befuhr ein 45-jähriger Fahrer eines VW Golf die A 28 in Richtung Leer. Im Bereich Uplengen verlor er aufgrund von nicht angepasster Geschwindigkeit in Verbindung mit Aquaplaning die Kontrolle über das Fahrzeug. Der PKW kollidierte mit der Mittelschutzplanke und der Außenschutzplanke. Die 42-jährige Beifahrerin des 45-Jährigen erlitt leichte Verletzungen. An den Schutzplanken und dem PKW entstand ein Sachschaden im insgesamt hohen vierstelligen Bereich. Der VW war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.
Die Polizei empfiehlt, bei Starkregen die Geschwindigkeit deutlich zu reduzieren und das Fahren in Spurrillen möglichst zu vermeiden, um Aquaplaning vorzubeugen. Zudem sollte auf eine gute Bereifung mit ausreichender Profiltiefe und dem richtigen Reifendruck geachtet werden, um das Risiko weiter zu verringern. Tritt dennoch Aquaplaning auf, sollten Verkehrsteilnehmende keine hektischen Fahrmanöver durchführen, sondern das Lenkrad möglichst gerade halten, den Fuß vom Gas nehmen und starke Brems- oder Lenkbewegungen vermeiden.
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