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Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Leer/Emden 2020
Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Leer/Emden 2020++Historisch höchste Aufklärungsquote
Leer/Emden — Nach der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik durch das Niedersächsische Innenministerium und der Polizeidirektion Osnabrück wird diese nun auch durch die Polizeiinspektion Leer/Emden veröffentlicht.
Die Anzahl der Straftaten bleibt weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau und hat sich im Vergleich zum Jahr 2019 (12.731) auf 12.660 Taten im Landkreis Leer und der Stadt Emden verringert. Die Aufklärungsquote der Polizeiinspektion Leer/Emden konnte im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 2,9% auf 66,3% gesteigert werden. Dies ist der höchste Wert seit Bestehen der Polizeiinspektion Leer/Emden im Jahr 2004.
Johannes Lind, Leiter der Polizeiinspektion Leer/Emden, äußert sich zu diesen Entwicklungen: “Ich freue mich, dass sich der Rückgang der Fallzahlen auch in diesem Jahr fortsetzt und sich die souveräne und engagierte Polizeiarbeit auszahlt. Gerade im letzten Jahr waren die Anforderungen an die Polizei immens und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Polizeiinspektion stärker denn je gefordert. Dennoch konnte die Aufklärungsquote im Vergleich zum Vorjahr nochmals gesteigert werden. Dies ist nicht nur dem Einsatz der Kolleginnen und Kollegen, sondern auch vielen Hinweisen aus der Bevölkerung zu verdanken. Sowohl über den direkten Austausch der Kolleginnen und Kollegen mit den Bürgerinnen und Bürgern, als auch über die sozialen Netzwerke, erhalten wir immer wieder wertvolle Hinweise, die wir in unsere Ermittlungsarbeit einbeziehen. In unserer Polizeiinspektion konnten mehr als 6 von 10 Straftaten aufgeklärt werden. Lassen Sie uns diese bewährte Zusammenarbeit stetig verbessern, damit die Menschen sich in dieser Region weiter behütet fühlen können!”
Durch die Häufigkeitszahl (Hz) wird die Kriminalitätsbelastung einer Region gemessen (Straftaten pro 100.000 Einwohner). Durch diese kann die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden, statistisch dargestellt werden. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Leer/Emden fällt diese um 0,86% auf 5.737 (2019: 5.787) und liegt damit im Vergleich unter dem Landesdurchschnitt von 6.219.
Kernaussagen der PKS 2020
1. Anzahl der Straftaten fortwährend auf niedrigem Niveau
2. Erneuter Anstieg der Aufklärungsquote auf 66,3% (Höchstwert seit Bestehen der Polizeiinspektion)
3. Kriminalitätsbelastung weiterhin unter dem Landesdurchschnitt
4. Starker Rückgang der Eigentumsdelikte (11,8% weniger Straftaten)
5. Weiterhin Anstieg bei der Verbreitung pornografischer Erzeugnisse
6. 27,6% weniger Einbruchsdelikte im Vergleich zum Vorjahr und somit niedrigster Stand seit 2010
7. Weiterhin mehr Straftaten unter Zuhilfenahme des Internets (Anstieg von 30,4%)
8. Erneut starke Zunahme bei Widerständen und tätlichen Angriffen gegen Vollstreckungsbeamte (Anstieg von 42,86%)
9. Weniger tatverdächtige Kinder und Jugendliche (Rückgang von 16,45%)
Diebstahlsdelikte
Dieser Bereich umfasst die sogenannten Eigentumsdelikte wie etwa den Laden‑, Fahrrad‑, oder Taschendiebstahl, aber auch Diebstähle unter erschwerenden Umständen oder Einbruchshandlungen. Letztere werden jedoch gesondert im nachfolgenden Unterpunkt behandelt. Der Trend bei den Diebstahlsdelikten ist durchaus positiv zu betrachten. Im Jahr 2019 wurden 4.525 Straftaten aus diesem Deliktsfeld registriert. Im Jahr 2020 konnten lediglich 3.991 Taten verzeichnet werden, was einen Rückgang von 11,8% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Besonders hervorzuheben ist der Rückgang von Fahrraddiebstählen. Im Vergleich zum Jahr 2019, in dem 1.130 Fahrräder entwendet wurden, sind im Jahr 2020 rund 22,1% weniger Fahrräder widerrechtlich abhandengekommen. Dieser Rückgang markiert den niedrigsten Stand seit Bestehen der Polizeiinspektion Leer/Emden. Dabei konnte die Polizeiinspektion Leer/Emden bei den nunmehr 880 entwendeten Fahrrädern eine Aufklärungsquote von 18,4% erzielen und liegt damit deutlich über dem niedersächsischen Durchschnitt von 14,3%. Mit 29,4% und insgesamt 77 Fällen ist auch ein erheblicher Rückgang im Bereich der Taschendiebstahlsdelikte registriert worden. Im Jahr 2019 wurden noch 109 Straftaten dieser Art aufgenommen.
Thomas Memering, in seiner Funktion als Leiter des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Leer/Emden, begründet diesen Rückgang wie folgt: “Der Rückgang der Taschendiebstähle ist unter anderem auf die fehlenden Tatgelegenheiten zurückzuführen. Durch die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie, wurden hochfrequentierte Großveranstaltungen wie etwa der Galli- oder Weihnachtsmarkt abgesagt. Die großen Menschenmassen, in denen die Täter üblicherweise agieren, blieben aus und somit auch die günstigen Gelegenheiten zur Durchführung einer solchen Tat.”
Einbruchskriminalität
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Wohnungseinbrüche von 232 auf 168 gesunken, dies ist ein Rückgang um 27,6% und der niedrigste Stand der letzten zehn Jahre. 2016 waren es noch 466 Taten. Von den 168 Taten des letzten Jahres endeten 60 im Versuchsstadium. Die Aufklärungsquote beträgt 33,9% und bleibt somit auf einem relativ konstanten Niveau (2019: 37,5%).
Hierzu Johannes Lind: “Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist auf dem niedrigsten Stand der letzten 10 Jahre. In der Vergangenheit war die Bekämpfung der Einbruchskriminalität immer wieder Fokus polizeilicher Arbeit und der Erfolg ist noch heute spürbar. Als es im Jahr 2016 in diesem Deliktsbereich zu einem enormen Anstieg der Fallzahlen kam, haben wir umgehend reagiert und viele personelle Ressourcen eingesetzt. Damals konnten wir innerhalb kürzester Zeit mehrere Personen festnehmen, gegen die anschließend Untersuchungshaft oder Haft angeordnet wurde. Weiterhin ist es das Ergebnis guter Präventionsarbeit im Bereich des Einbruchschutzes, welche die Polizeiinspektion in den letzten Jahren geleistet hat. Im vergangenen Jahr waren die Wohnungseigentümer*innen aufgrund der Corona-Pandemie häufiger Zuhause, welches sich gewiss positiv auf die rückgängigen Zahlen auswirkt. ”
Rohheitsdelikte
Im Jahr 2019 wurden insgesamt 1.878 Rohheitsdelikte polizeilich aufgenommen. Unter Rohheitsdelikten versteht man Straftaten aus dem Bereich der Raub- oder Körperverletzungsdelikte, aber auch Straftaten gegen die persönliche Freiheit. Den überwiegenden Anteil an Rohheitsdelikten machen grundsätzlich einfache Körperverletzungen im Sinne des § 223 StGB aus. Im Jahr 2019 wurden 1.353 Fälle der Körperverletzung registriert, wohingegen im Jahr 2020 insgesamt 1.261 Fälle verzeichnet wurden. Dies bedeutet einen Rückgang von 6,8%. Zusammenfassend wurden im Jahr 2020 insgesamt 1.876 Rohheitsdelikte verzeichnet, das Niveau ist somit konstant.
Sexualdelikte
Als Sexualdelikte werden Straftaten bezeichnet, die sich gegen die sexuelle Selbstbestimmung des Opfers richten. So zählen u.a. sexuelle Nötigungen, exhibitionistische Handlungen, aber auch der Tatbestand der Vergewaltigung oder das Verbreiten bzw. der Besitz und die Herstellung von kinderpornografischen Inhalten zu den sogenannten Sexualdelikten. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 271 Sexualdelikte seitens der Polizeiinspektion Leer/Emden bearbeitet. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem 230 Sexualdelikte registriert wurden, bedeutet dies einen Anstieg von 17,83%. Ursächlich für diesen Anstieg ist dabei vornehmlich der Bereich der Verbreitung bzw. des Besitzes und der Herstellung von Kinderpornografie. Konnten im Jahr 2019 noch 47 Fälle verzeichnet werden, wurden im Jahr 2020 bereits 111 Straftaten dieser Kategorie registriert. Dies bedeutet einen Anstieg von 136,17% im Vergleich zum Vorjahr.
“Durch intensivierte Ermittlungsarbeit seitens der Polizei und weiteren Strafverfolgungsbehörden steigen die Fallzahlen an. So sind beispielsweise US-amerikanische Provider verpflichtet, dort bekannt gewordene strafrechtlich relevante Sachverhalte an die halbstaatliche Organisation National Center For Missing and Exploited Children (NCMEC) weiterzuleiten. Diese Organisation nimmt neben den Informationen der verschiedensten Provider auch Hinweise von Privatpersonen entgegen, analysiert und bewertet diese und leitet sie folglich an die jeweiligen zuständigen Behörden in den USA und ins Ausland weiter. Hinsichtlich der intensivierten Ermittlungsarbeit der Behörden und weiteren gesetzlichen Regelungen zur Bekämpfung dieses Kriminalitätsfeldes, ist auch im kommenden Jahr mit einem starken Anstieg dieser Fallzahlen zu rechnen. Oberstes Gebot ist es, andauernde Missbrauchsfälle zu entdecken, zu sanktionieren und diese Straftaten aus dem Dunkelfeld ins Hellfeld zu holen”, erläutert Thomas Memering diese Entwicklung.
Zudem fügt Thomas Memering noch hinzu, dass auch Kinder und Jugendliche mit dem Besitz solcher strafrechtlich relevanten Inhalte die Tatbestandsmerkmale derartiger Straftaten erfüllen und sich dessen oftmals nicht bewusst seien. Im Zeitalter der Digitalisierung und der Nutzung von zahlreichen Social-Media-Plattformen seien kinderpornografische Inhalte schnell geteilt, gepostet und vervielfacht. Häufig handle es sich um Zufallsfunde derartiger Dateien bei der Ermittlung von Drogendelikten oder der Verbreitung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
“Wir müssen die Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen, aber zwingend auch die der Erziehungsberechtigten stärken. Viele Eltern sind im Unklaren darüber, mit welchen Inhalten ihre Kinder täglich in Berührung kommen”, ergänzt Thomas Memering.
Christa Frigger, Beauftragte für Jugendsachen in der Polizeiinspektion Leer/Emden, informiert und berät zu diesen Themenbereichen. Die Termine für weitere Informationsveranstaltungen werden durch die Polizeiinspektion Leer/Emden rechtzeitig bekannt gegeben.
Tatmittel Internet/ Cybercrime
Unter Internetkriminalität oder auch Cybercrime werden Taten subsumiert, die mittels der Nutzung des Internets begangen werden. Dabei wird zwischen Cybercrime im engeren Sinne, also Delikten, die es nicht offline gibt (z.B. das sog. Hacking) und Cybercrime im weiteren Sinne unterschieden. Letzteres umfasst Delikte, die ebenso offline begangen werden können (z.B. der Kreditkartenmissbrauch bei Verkaufsplattformen). Waren es im Jahr 2019 noch 807 registrierte Fälle, so stieg die Anzahl der Straftaten in diesem Deliktsbereich um 30,4% auf nunmehr insgesamt 1.053 Fälle. Erfreulicherweise stiegen nicht nur die begangenen Straftaten, sondern auch die Aufklärungsquote. Wurden im Jahr 2019 noch 78,31% dieser Fälle aufgeklärt, konnten im Jahr 2020 bereits 81,39% der Straftaten ausermittelt werden.
“Im Internet begangene Straftaten stellen einen wichtigen Aufgabenbereich unserer polizeilichen Ermittlungsarbeit dar. Ich bin dankbar, dass wir in unserer Polizeiinspektion über ein professionelles Cybercrime-Team verfügen und durch intensive Präventionsarbeit immer wieder gute Erfolge erzielen und dadurch eine Aufklärungsquote von 81,39% erreichen konnten”, erklärt Thomas Memering.
Gewalt gegen Polizeibeamte
Unter der Begrifflichkeit “Gewalt gegen Polizeibeamte” werden die Delikte des Widerstandes und des tätlichen Angriffes gegen Vollstreckungsbeamte zusammengefasst. Mit 90 Fällen im Jahr 2020 ist ein Anstieg von 42,86% im Vergleich zum Vorjahr mit 63 Fällen zu verzeichnen. Damit steigen die alljährlich erhobenen Fallzahlen aus diesem Deliktsfeld bereits zum dritten Mal in Folge stark an. Erwähnenswert ist dabei, dass sich dieser Anstieg nicht nur auf die Städte Leer und Emden beschränkte, sondern im gesamten Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Leer/Emden messbar war. Im Bereich der Gemeinden Moormerland und Rhauderfehn war ebenfalls ein Anstieg dieser Fallzahlen zu verzeichnen. In knapp 70% der Fälle standen die Täter unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen.
“Der erneute Anstieg in diesem Deliktsbereich ist nicht zu tolerieren und macht mich wütend. Meine Kolleginnen und Kollegen leisten tagtäglich hervorragende Arbeit zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger und verdienen es mit Respekt behandelt zu werden. Wer Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte angreift, der greift den Rechtsstaat an! Wir werden diese Angriffe auf Rettungskräfte und Polizei nicht dulden und konsequent verfolgen”, so Johannes Lind.
Rauschgiftdelikte
Die registrierten Rauschgiftdelikte, welche u.a. durch Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz begangen werden, stiegen im Vergleich zum Vorjahr (861 Fälle) um 33,22%, sodass im Jahr 2020 1.147 Rauschgiftdelikte in der Polizeiinspektion Leer/Emden verzeichnet wurden.
Jugendkriminalität
Im Jahr 2020 wurden insgesamt 584 Kinder oder Jugendliche im Rahmen der polizeilichen Arbeit als Tatverdächtige ermittelt. Die Anzahl an tatverdächtigen Personen dieser Altersklasse betrug im Vorjahr 699, sodass ein Rückgang um 16,45% registriert werden konnte.
Fazit
Abschließend sagt Inspektionsleiter Johannes Lind: “Der positive Trend der Kriminalstatistik der letzten zwei Jahre hat sich auch 2020 fortgesetzt. Wir haben die historisch höchste Aufklärungsquote. Ein derartiges Ergebnis kann nur durch eine verantwortungsvolle und engagierte Leistung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizeiinspektion Leer/Emden erzielt werden. Ich bedanke mich ganz herzlich für die geleistete Arbeit und die gute Zusammenarbeit mit den Behörden und Institutionen. Allen Bürgerinnen und Bürgern danke ich für das entgegengebrachte Vertrauen und für viele entscheidende Hinweise, die immer wieder zur Aufklärung von Straftaten beitragen. Gemeinsam wollen wir auch zukünftig einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Menschen in unserer Region beschützt und wohl fühlen!”
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Verkehrsunfälle in Ostfriesland: Fußgängerin verletzt – zwei Schwerverletzte bei Unfall
POL-LER: Pressemitteilung der Polizeiinspektion Leer/ Emden für den 24.09.2026
Emden — Fußgängerin nach Verkehrsunfall leicht verletzt
Am 23.09.2026 kam es um 16:10 Uhr in der Neutorstraße in Emden zu einem Verkehrsunfall zwischen einer 29-jährigen Fußgängerin und einer 81-jährigen Mercedesfahrerin.
Die Fußgängerin querte die Fahrbahn bei Grünlicht, wurde jedoch von der Mercedesfahrerin übersehen. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte die 81-Jährige zuvor das Rotlicht ihrer Fahrspur missachtet.
Nach dem Zusammenstoß entfernte sich die Mercedesfahrerin zunächst von der Unfallörtlichkeit, ohne die erforderlichen Feststellungen zu ihrer Person zu ermöglichen. Im Rahmen einer umgehend eingeleiteten Nahbereichsfahndung konnte sie durch die Polizeibeamten festgestellt werden.
Die 29-jährige Fußgängerin erlitt leichte Verletzungen und wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Es entstand bei dem Unfall ein Sachschaden im mittleren dreistelligen Bereich.
Rhauderfehn — Alkoholisiert mit 1,51 Promille am Steuer
Am 23.09.2026 kontrollierten Polizeibeamte gegen 11:00 Uhr einen 44-jährigen Toyota-Fahrer auf der Landesstraße in Rhauderfehn. Im Rahmen der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Fahrer unter Alkoholeinfluss stand. Eine Atemalkoholmessung ergab einen Wert von 1,51 Promille. Bei dem 44-Jährigen wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Die Weiterfahrt wurde ihm untersagt und der Führerschein sichergestellt.
Großefehn — Zwei Personen bei Verkehrsunfall schwer verletzt
Ein schwerer Verkehrsunfall hat sich am Mittwoch in der Gemeinde Großefehn ereignet. Nach derzeitigem Erkenntnisstand fuhr gegen 15.40 Uhr ein 32 Jahre alter Volvo-Fahrer auf der B436 in Fahrtrichtung Wiesmoor. Aus noch ungeklärter Ursache geriet er zwischen Bagband und Strackholt auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem entgegenkommenden 58-jährigen Transporter-Fahrer. Der 32-Jährige und der 58-Jährige wurden schwer verletzt. Beide Fahrer mussten von der Feuerwehr aus ihren Fahrzeugen befreit werden. Sie wurden vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. Im Einsatz waren zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie drei Rettungswagen und zwei Notärzte. Ein Rettungshubschrauber landete noch an der Unfallstelle, kam aber für einen Patiententransport nicht mehr zum Einsatz. Die Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Eine Spezialfirma übernahm die Fahrbahnreinigung. Bis etwa 18.45 Uhr war die Bundesstraße zwischen Strackholt und Bagband vollgesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
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Tankbetrug in Ostfriesland: Polizei sucht Fahrer eines weißen BMW mit auffälligem Kapuzenpullover
Tankbetrügereien in Carolinensiel und Wilhelmshaven: Polizei sucht BMW-Fahrer mit auffälligem Kapuzenpullover
Carolinensiel/Wilhelmshaven. Zweimal soll ein bislang unbekannter Mann an Tankstellen Kraftstoff getankt und anschließend die Bezahlung verweigert haben. In beiden Fällen nutzte der Täter nach Angaben der Polizei einen weißen BMW, an dem jeweils zuvor gestohlene Kennzeichen angebracht waren. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.
Der erste Vorfall ereignete sich am Dienstag, 15. September 2026, kurz vor 22 Uhr, an einer Tankstelle in Carolinensiel im Landkreis Wittmund. Nach Angaben der Polizei hielt dort ein männlicher Täter mit einem weißen BMW an. Der Mann tankte eine größere Menge Kraftstoff und füllte diesen unter anderem in Kanister ab. Anschließend verließ er das Tankstellengelände, ohne die Rechnung zu bezahlen.
Wie sich herausstellte, waren die Kennzeichen am BMW kurz zuvor in Carolinensiel gestohlen worden.
Eine Woche später erneut an einer Tankstelle
Am Dienstag, 22. September, kam es zu einem weiteren Tankbetrug. Diesmal fuhr der Mann gegen 4.28 Uhr mit dem weißen BMW auf das Gelände einer Tankstelle am Banter Weg in Wilhelmshaven. Erneut tankte der Unbekannte Kraftstoff und fuhr anschließend davon, ohne zu bezahlen.
Auch bei diesem Vorfall waren gestohlene Kennzeichen am Fahrzeug angebracht. Diese Kennzeichen waren zuvor in Wilhelmshaven entwendet worden.
Nach Einschätzung der Polizei besteht ein Zusammenhang zwischen den beiden Taten. Bei dem verwendeten Fahrzeug handelt es sich mutmaßlich um einen weißen BMW X2.
Auffälliger Kapuzenpullover könnte bei der Suche helfen
Bei beiden Taten trug der gesuchte Mann einen auffälligen Kapuzenpullover. Dieser ist schwarz und verfügt über einen großen Rückenaufdruck mit einer comicartigen Figur in Weiß, aus deren Mund eine überdimensionierte rote Zunge ragt.
Die Polizei hofft nun auf Hinweise von Personen, denen der beschriebene BMW oder der Mann mit dem auffälligen Pullover aufgefallen ist.
Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 04462 9110 bei der Polizei zu melden.
Die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund veröffentlichte die Fahndungsinformation im Zusammenhang mit den beiden Tankbetrügereien.
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Polizei sucht Zeugen: Graffiti, Diebstähle, Unfallflucht und Fahrzeugbrand in Ostfriesland
POL-LER: Pressemitteilung der Polizeiinspektion Leer/ Emden für den 23.09.2026
Zeugen gesucht zu Sachbeschädigungen, Diebstählen & einer Verkehrsunfallflucht ++ Fahrzeugbrand
+ Rhauderfehn — Unbekannte sprühen Graffiti an Sporthalle +
Im Zeitraum vom 18.09.2026, 10:00 Uhr, bis 21.09.2026, 17:00 Uhr, wurde eine Sporthalle in der Amselstraße in Rhauderfehn von einer bislang unbekannten Täterschaft mit Graffiti besprüht.
Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen.
Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Rhauderfehn zu melden.

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+ Weener — Zwei Sachbeschädigungen im Stadtgebiet — Zeugen gesucht +
Am 14.09.2026 wurden der Polizei zwei Fälle von Sachbeschädigung im Stadtgebiet Weener gemeldet.
In der Wiesenstraße wurde die Fassade einer Grundschule von einer unbekannten Täterschaft mit Graffiti beschmiert. Im Eurajoki Weg wurde zudem festgestellt, dass ein Ahornbaum im dortigen Stadtpark beschädigt wurde.
Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Weener zu melden.
+ Emden — Verkehrsunfallflucht — Zeugen gesucht +
Am 22.09.2026 kam es zwischen 14:30 Uhr und 15:25 Uhr in der Mittelwallstraße in Emden zu einer Verkehrsunfallflucht. Ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer beschädigte beim Parken einen links neben ihm abgestellten weißen Opel Zafira. Anschließend entfernte er sich vom Unfallort, ohne die erforderlichen Feststellungen zu seiner Person zu ermöglichen.
Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Emden zu melden.
+ Borkum — Unbekannter wirft Ziegelstein auf Sonnenschirm +
Am 20.09.2026 warf eine bislang unbekannte Person gegen 12:45 Uhr in der Jann-Berghaus-Straße auf Borkum einen Ziegelstein auf den Sonnenschirm einer dortigen Gaststätte. Der Stein durchbrach den Schirm und verfehlte die darunter sitzenden Gäste. Verletzt wurde niemand. Nach bisherigen Erkenntnissen kann ausgeschlossen werden, dass sich der Ziegelstein zuvor aus der Fassade gelöst hat und selbstständig auf den Sonnenschirm gefallen ist. An dem Sonnenschirm entstand ein Sachschaden in Höhe eines unteren dreistelligen Betrages.
Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Borkum zu melden.
+ Leer & Moormerland — Geldbörse aus Rucksack entwendet +
Am 22.09.2026 entwendete eine unbekannte Täterschaft zwischen 12:00 Uhr und 12:30 Uhr in einer Gastronomie in der Straße “Bahnhofsring” in Leer die Geldbörse einer 68-jährigen Geschädigten aus dem Rucksack. Dabei wurde Diebesgut im mittleren zweistelligen Bereich erlangt.
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich bereits um 10:30 Uhr in einem Lebensmittelmarkt in der Nüttermoorer Straße in Moormerland. Dort entwendete eine unbekannte Täterschaft ebenfalls eine Geldbörse aus der Einkaufstasche einer 74-jährigen Geschädigten. Dabei wurde Diebesgut im niedrigen dreistelligen Bereich erlangt.
Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
+ Detern — Mercedes gerät während der Fahrt in Brand +
Am 22.09.2026 kam es gegen 16:45 Uhr in der Potshauser Straße in Detern zu einem Fahrzeugbrand. Aus bislang ungeklärter Ursache geriet der Motorraum eines Mercedes-Benz während der Fahrt in Vollbrand. Das Fahrzeug brannte nahezu vollständig aus. Der entstandene Sachschaden wird nach ersten Schätzungen auf einen niedrigen fünfstelligen Betrag beziffert. Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Das Auto wurde durch ein Abschleppunternehmen geborgen und anschließend beschlagnahmt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
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