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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020

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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020++Historisch höchs­te Aufklärungsquote

Leer/Emden — Nach der Vor­stel­lung der Poli­zei­li­chen Kri­mi­nal­sta­tis­tik durch das Nie­der­säch­si­sche Innen­mi­nis­te­ri­um und der Poli­zei­di­rek­ti­on Osna­brück wird die­se nun auch durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden veröffentlicht.

Die Anzahl der Straf­ta­ten bleibt wei­ter­hin auf einem sehr nied­ri­gen Niveau und hat sich im Ver­gleich zum Jahr 2019 (12.731) auf 12.660 Taten im Land­kreis Leer und der Stadt Emden ver­rin­gert. Die Auf­klä­rungs­quo­te der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden konn­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals um 2,9% auf 66,3% gestei­gert wer­den. Dies ist der höchs­te Wert seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden im Jahr 2004.

Johan­nes Lind, Lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, äußert sich zu die­sen Ent­wick­lun­gen: “Ich freue mich, dass sich der Rück­gang der Fall­zah­len auch in die­sem Jahr fort­setzt und sich die sou­ve­rä­ne und enga­gier­te Poli­zei­ar­beit aus­zahlt. Gera­de im letz­ten Jahr waren die Anfor­de­run­gen an die Poli­zei immens und die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on stär­ker denn je gefor­dert. Den­noch konn­te die Auf­klä­rungs­quo­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals gestei­gert wer­den. Dies ist nicht nur dem Ein­satz der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, son­dern auch vie­len Hin­wei­sen aus der Bevöl­ke­rung zu ver­dan­ken. Sowohl über den direk­ten Aus­tausch der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, als auch über die sozia­len Netz­wer­ke, erhal­ten wir immer wie­der wert­vol­le Hin­wei­se, die wir in unse­re Ermitt­lungs­ar­beit ein­be­zie­hen. In unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on konn­ten mehr als 6 von 10 Straf­ta­ten auf­ge­klärt wer­den. Las­sen Sie uns die­se bewähr­te Zusam­men­ar­beit ste­tig ver­bes­sern, damit die Men­schen sich in die­ser Regi­on wei­ter behü­tet füh­len können!”

Durch die Häu­fig­keits­zahl (Hz) wird die Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung einer Regi­on gemes­sen (Straf­ta­ten pro 100.000 Ein­woh­ner). Durch die­se kann die Gefahr, Opfer einer Straf­tat zu wer­den, sta­tis­tisch dar­ge­stellt wer­den. Im Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden fällt die­se um 0,86% auf 5.737 (2019: 5.787) und liegt damit im Ver­gleich unter dem Lan­des­durch­schnitt von 6.219.

Kern­aus­sa­gen der PKS 2020

1. Anzahl der Straf­ta­ten fort­wäh­rend auf nied­ri­gem Niveau

2. Erneu­ter Anstieg der Auf­klä­rungs­quo­te auf 66,3% (Höchst­wert seit Bestehen der Polizeiinspektion)

3. Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung wei­ter­hin unter dem Landesdurchschnitt

4. Star­ker Rück­gang der Eigen­tums­de­lik­te (11,8% weni­ger Straftaten)

5. Wei­ter­hin Anstieg bei der Ver­brei­tung por­no­gra­fi­scher Erzeugnisse

6. 27,6% weni­ger Ein­bruchs­de­lik­te im Ver­gleich zum Vor­jahr und somit nied­rigs­ter Stand seit 2010

7. Wei­ter­hin mehr Straf­ta­ten unter Zuhil­fe­nah­me des Inter­nets (Anstieg von 30,4%)

8. Erneut star­ke Zunah­me bei Wider­stän­den und tät­li­chen Angrif­fen gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te (Anstieg von 42,86%)

9. Weni­ger tat­ver­däch­ti­ge Kin­der und Jugend­li­che (Rück­gang von 16,45%)

Dieb­stahls­de­lik­te

Die­ser Bereich umfasst die soge­nann­ten Eigen­tums­de­lik­te wie etwa den Laden‑, Fahrrad‑, oder Taschen­dieb­stahl, aber auch Dieb­stäh­le unter erschwe­ren­den Umstän­den oder Ein­bruchs­hand­lun­gen. Letz­te­re wer­den jedoch geson­dert im nach­fol­gen­den Unter­punkt behan­delt. Der Trend bei den Dieb­stahls­de­lik­ten ist durch­aus posi­tiv zu betrach­ten. Im Jahr 2019 wur­den 4.525 Straf­ta­ten aus die­sem Delikts­feld regis­triert. Im Jahr 2020 konn­ten ledig­lich 3.991 Taten ver­zeich­net wer­den, was einen Rück­gang von 11,8% im Ver­gleich zum Vor­jahr bedeu­tet. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist der Rück­gang von Fahr­rad­dieb­stäh­len. Im Ver­gleich zum Jahr 2019, in dem 1.130 Fahr­rä­der ent­wen­det wur­den, sind im Jahr 2020 rund 22,1% weni­ger Fahr­rä­der wider­recht­lich abhan­den­ge­kom­men. Die­ser Rück­gang mar­kiert den nied­rigs­ten Stand seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden. Dabei konn­te die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bei den nun­mehr 880 ent­wen­de­ten Fahr­rä­dern eine Auf­klä­rungs­quo­te von 18,4% erzie­len und liegt damit deut­lich über dem nie­der­säch­si­schen Durch­schnitt von 14,3%. Mit 29,4% und ins­ge­samt 77 Fäl­len ist auch ein erheb­li­cher Rück­gang im Bereich der Taschen­dieb­stahls­de­lik­te regis­triert wor­den. Im Jahr 2019 wur­den noch 109 Straf­ta­ten die­ser Art aufgenommen.

Tho­mas Meme­ring, in sei­ner Funk­ti­on als Lei­ter des Zen­tra­len Kri­mi­nal­diens­tes der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, begrün­det die­sen Rück­gang wie folgt: “Der Rück­gang der Taschen­dieb­stäh­le ist unter ande­rem auf die feh­len­den Tat­ge­le­gen­hei­ten zurück­zu­füh­ren. Durch die Maß­nah­men der Regie­rung zur Ein­däm­mung der Coro­na-Pan­de­mie, wur­den hoch­fre­quen­tier­te Groß­ver­an­stal­tun­gen wie etwa der Gal­li- oder Weih­nachts­markt abge­sagt. Die gro­ßen Men­schen­mas­sen, in denen die Täter übli­cher­wei­se agie­ren, blie­ben aus und somit auch die güns­ti­gen Gele­gen­hei­ten zur Durch­füh­rung einer sol­chen Tat.”

Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät

Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che von 232 auf 168 gesun­ken, dies ist ein Rück­gang um 27,6% und der nied­rigs­te Stand der letz­ten zehn Jah­re. 2016 waren es noch 466 Taten. Von den 168 Taten des letz­ten Jah­res ende­ten 60 im Ver­suchs­sta­di­um. Die Auf­klä­rungs­quo­te beträgt 33,9% und bleibt somit auf einem rela­tiv kon­stan­ten Niveau (2019: 37,5%).

Hier­zu Johan­nes Lind: “Die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che ist auf dem nied­rigs­ten Stand der letz­ten 10 Jah­re. In der Ver­gan­gen­heit war die Bekämp­fung der Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät immer wie­der Fokus poli­zei­li­cher Arbeit und der Erfolg ist noch heu­te spür­bar. Als es im Jahr 2016 in die­sem Delikts­be­reich zu einem enor­men Anstieg der Fall­zah­len kam, haben wir umge­hend reagiert und vie­le per­so­nel­le Res­sour­cen ein­ge­setzt. Damals konn­ten wir inner­halb kür­zes­ter Zeit meh­re­re Per­so­nen fest­neh­men, gegen die anschlie­ßend Unter­su­chungs­haft oder Haft ange­ord­net wur­de. Wei­ter­hin ist es das Ergeb­nis guter Prä­ven­ti­ons­ar­beit im Bereich des Ein­bruch­schut­zes, wel­che die Poli­zei­in­spek­ti­on in den letz­ten Jah­ren geleis­tet hat. Im ver­gan­ge­nen Jahr waren die Wohnungseigentümer*innen auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie häu­fi­ger Zuhau­se, wel­ches sich gewiss posi­tiv auf die rück­gän­gi­gen Zah­len auswirkt. ”

Roh­heits­de­lik­te

Im Jahr 2019 wur­den ins­ge­samt 1.878 Roh­heits­de­lik­te poli­zei­lich auf­ge­nom­men. Unter Roh­heits­de­lik­ten ver­steht man Straf­ta­ten aus dem Bereich der Raub- oder Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te, aber auch Straf­ta­ten gegen die per­sön­li­che Frei­heit. Den über­wie­gen­den Anteil an Roh­heits­de­lik­ten machen grund­sätz­lich ein­fa­che Kör­per­ver­let­zun­gen im Sin­ne des § 223 StGB aus. Im Jahr 2019 wur­den 1.353 Fäl­le der Kör­per­ver­let­zung regis­triert, wohin­ge­gen im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.261 Fäl­le ver­zeich­net wur­den. Dies bedeu­tet einen Rück­gang von 6,8%. Zusam­men­fas­send wur­den im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.876 Roh­heits­de­lik­te ver­zeich­net, das Niveau ist somit konstant.

Sexu­al­de­lik­te

Als Sexu­al­de­lik­te wer­den Straf­ta­ten bezeich­net, die sich gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung des Opfers rich­ten. So zäh­len u.a. sexu­el­le Nöti­gun­gen, exhi­bi­tio­nis­ti­sche Hand­lun­gen, aber auch der Tat­be­stand der Ver­ge­wal­ti­gung oder das Ver­brei­ten bzw. der Besitz und die Her­stel­lung von kin­der­por­no­gra­fi­schen Inhal­ten zu den soge­nann­ten Sexu­al­de­lik­ten. Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 271 Sexu­al­de­lik­te sei­tens der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bear­bei­tet. Im Ver­gleich zum Vor­jahr, in dem 230 Sexu­al­de­lik­te regis­triert wur­den, bedeu­tet dies einen Anstieg von 17,83%. Ursäch­lich für die­sen Anstieg ist dabei vor­nehm­lich der Bereich der Ver­brei­tung bzw. des Besit­zes und der Her­stel­lung von Kin­der­por­no­gra­fie. Konn­ten im Jahr 2019 noch 47 Fäl­le ver­zeich­net wer­den, wur­den im Jahr 2020 bereits 111 Straf­ta­ten die­ser Kate­go­rie regis­triert. Dies bedeu­tet einen Anstieg von 136,17% im Ver­gleich zum Vorjahr.

“Durch inten­si­vier­te Ermitt­lungs­ar­beit sei­tens der Poli­zei und wei­te­ren Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den stei­gen die Fall­zah­len an. So sind bei­spiels­wei­se US-ame­ri­ka­ni­sche Pro­vi­der ver­pflich­tet, dort bekannt gewor­de­ne straf­recht­lich rele­van­te Sach­ver­hal­te an die halb­staat­li­che Orga­ni­sa­ti­on Natio­nal Cen­ter For Miss­ing and Exploi­ted Child­ren (NCMEC) wei­ter­zu­lei­ten. Die­se Orga­ni­sa­ti­on nimmt neben den Infor­ma­tio­nen der ver­schie­dens­ten Pro­vi­der auch Hin­wei­se von Pri­vat­per­so­nen ent­ge­gen, ana­ly­siert und bewer­tet die­se und lei­tet sie folg­lich an die jewei­li­gen zustän­di­gen Behör­den in den USA und ins Aus­land wei­ter. Hin­sicht­lich der inten­si­vier­ten Ermitt­lungs­ar­beit der Behör­den und wei­te­ren gesetz­li­chen Rege­lun­gen zur Bekämp­fung die­ses Kri­mi­na­li­täts­fel­des, ist auch im kom­men­den Jahr mit einem star­ken Anstieg die­ser Fall­zah­len zu rech­nen. Obers­tes Gebot ist es, andau­ern­de Miss­brauchs­fäl­le zu ent­de­cken, zu sank­tio­nie­ren und die­se Straf­ta­ten aus dem Dun­kel­feld ins Hell­feld zu holen”, erläu­tert Tho­mas Meme­ring die­se Entwicklung.

Zudem fügt Tho­mas Meme­ring noch hin­zu, dass auch Kin­der und Jugend­li­che mit dem Besitz sol­cher straf­recht­lich rele­van­ten Inhal­te die Tat­be­stands­merk­ma­le der­ar­ti­ger Straf­ta­ten erfül­len und sich des­sen oft­mals nicht bewusst sei­en. Im Zeit­al­ter der Digi­ta­li­sie­rung und der Nut­zung von zahl­rei­chen Social-Media-Platt­for­men sei­en kin­der­por­no­gra­fi­sche Inhal­te schnell geteilt, gepos­tet und ver­viel­facht. Häu­fig hand­le es sich um Zufalls­fun­de der­ar­ti­ger Datei­en bei der Ermitt­lung von Dro­gen­de­lik­ten oder der Ver­brei­tung von Kenn­zei­chen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Organisationen.

“Wir müs­sen die Medi­en­kom­pe­tenz der Kin­der und Jugend­li­chen, aber zwin­gend auch die der Erzie­hungs­be­rech­tig­ten stär­ken. Vie­le Eltern sind im Unkla­ren dar­über, mit wel­chen Inhal­ten ihre Kin­der täg­lich in Berüh­rung kom­men”, ergänzt Tho­mas Memering.

Chris­ta Frig­ger, Beauf­trag­te für Jugend­sa­chen in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, infor­miert und berät zu die­sen The­men­be­rei­chen. Die Ter­mi­ne für wei­te­re Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen wer­den durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden recht­zei­tig bekannt gegeben.

Tat­mit­tel Internet/ Cybercrime

Unter Inter­net­kri­mi­na­li­tät oder auch Cyber­crime wer­den Taten sub­su­miert, die mit­tels der Nut­zung des Inter­nets began­gen wer­den. Dabei wird zwi­schen Cyber­crime im enge­ren Sin­ne, also Delik­ten, die es nicht off­line gibt (z.B. das sog. Hack­ing) und Cyber­crime im wei­te­ren Sin­ne unter­schie­den. Letz­te­res umfasst Delik­te, die eben­so off­line began­gen wer­den kön­nen (z.B. der Kre­dit­kar­ten­miss­brauch bei Ver­kaufs­platt­for­men). Waren es im Jahr 2019 noch 807 regis­trier­te Fäl­le, so stieg die Anzahl der Straf­ta­ten in die­sem Delikts­be­reich um 30,4% auf nun­mehr ins­ge­samt 1.053 Fäl­le. Erfreu­li­cher­wei­se stie­gen nicht nur die began­ge­nen Straf­ta­ten, son­dern auch die Auf­klä­rungs­quo­te. Wur­den im Jahr 2019 noch 78,31% die­ser Fäl­le auf­ge­klärt, konn­ten im Jahr 2020 bereits 81,39% der Straf­ta­ten aus­er­mit­telt werden.

“Im Inter­net began­ge­ne Straf­ta­ten stel­len einen wich­ti­gen Auf­ga­ben­be­reich unse­rer poli­zei­li­chen Ermitt­lungs­ar­beit dar. Ich bin dank­bar, dass wir in unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on über ein pro­fes­sio­nel­les Cyber­crime-Team ver­fü­gen und durch inten­si­ve Prä­ven­ti­ons­ar­beit immer wie­der gute Erfol­ge erzie­len und dadurch eine Auf­klä­rungs­quo­te von 81,39% errei­chen konn­ten”, erklärt Tho­mas Memering.

Gewalt gegen Polizeibeamte

Unter der Begriff­lich­keit “Gewalt gegen Poli­zei­be­am­te” wer­den die Delik­te des Wider­stan­des und des tät­li­chen Angrif­fes gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te zusam­men­ge­fasst. Mit 90 Fäl­len im Jahr 2020 ist ein Anstieg von 42,86% im Ver­gleich zum Vor­jahr mit 63 Fäl­len zu ver­zeich­nen. Damit stei­gen die all­jähr­lich erho­be­nen Fall­zah­len aus die­sem Delikts­feld bereits zum drit­ten Mal in Fol­ge stark an. Erwäh­nens­wert ist dabei, dass sich die­ser Anstieg nicht nur auf die Städ­te Leer und Emden beschränk­te, son­dern im gesam­ten Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden mess­bar war. Im Bereich der Gemein­den Moorm­er­land und Rhau­der­fehn war eben­falls ein Anstieg die­ser Fall­zah­len zu ver­zeich­nen. In knapp 70% der Fäl­le stan­den die Täter unter dem Ein­fluss von Alko­hol oder Drogen.

“Der erneu­te Anstieg in die­sem Delikts­be­reich ist nicht zu tole­rie­ren und macht mich wütend. Mei­ne Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen leis­ten tag­täg­lich her­vor­ra­gen­de Arbeit zum Woh­le unse­rer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und ver­die­nen es mit Respekt behan­delt zu wer­den. Wer Poli­zei­be­am­tin­nen und Poli­zei­be­am­te angreift, der greift den Rechts­staat an! Wir wer­den die­se Angrif­fe auf Ret­tungs­kräf­te und Poli­zei nicht dul­den und kon­se­quent ver­fol­gen”, so Johan­nes Lind.

Rausch­gift­de­lik­te

Die regis­trier­ten Rausch­gift­de­lik­te, wel­che u.a. durch Ver­stö­ße gegen das Betäu­bungs­mit­tel­ge­setz began­gen wer­den, stie­gen im Ver­gleich zum Vor­jahr (861 Fäl­le) um 33,22%, sodass im Jahr 2020 1.147 Rausch­gift­de­lik­te in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden ver­zeich­net wurden.

Jugend­kri­mi­na­li­tät

Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 584 Kin­der oder Jugend­li­che im Rah­men der poli­zei­li­chen Arbeit als Tat­ver­däch­ti­ge ermit­telt. Die Anzahl an tat­ver­däch­ti­gen Per­so­nen die­ser Alters­klas­se betrug im Vor­jahr 699, sodass ein Rück­gang um 16,45% regis­triert wer­den konnte.

Fazit

Abschlie­ßend sagt Inspek­ti­ons­lei­ter Johan­nes Lind: “Der posi­ti­ve Trend der Kri­mi­nal­sta­tis­tik der letz­ten zwei Jah­re hat sich auch 2020 fort­ge­setzt. Wir haben die his­to­risch höchs­te Auf­klä­rungs­quo­te. Ein der­ar­ti­ges Ergeb­nis kann nur durch eine ver­ant­wor­tungs­vol­le und enga­gier­te Leis­tung aller Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden erzielt wer­den. Ich bedan­ke mich ganz herz­lich für die geleis­te­te Arbeit und die gute Zusam­men­ar­beit mit den Behör­den und Insti­tu­tio­nen. Allen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern dan­ke ich für das ent­ge­gen­ge­brach­te Ver­trau­en und für vie­le ent­schei­den­de Hin­wei­se, die immer wie­der zur Auf­klä­rung von Straf­ta­ten bei­tra­gen. Gemein­sam wol­len wir auch zukünf­tig einen Bei­trag dazu leis­ten, dass sich die Men­schen in unse­rer Regi­on beschützt und wohl fühlen!”


 

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Poli­zei mel­det Brand, Unfall und Schwerlastverstöße

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POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 16.04.2026

 
 
 
Moorm­er­land — PKW-Brand

Am 15.04.2026 befuhr ein 48-jäh­ri­ger Fah­rer eines Mer­ce­des-Benz E 220 gegen 19:26 Uhr die Auto­bahn 31 in Fahrt­rich­tung Emden. Im Bereich der Gemein­de Moorm­er­land begann der Motor­raum des PKWs zu qual­men, wor­auf­hin der 48-Jäh­ri­ge das Fahr­zeug auf den Sei­ten­strei­fen lenk­te. Kurz dar­auf stand der Mer­ce­des-Benz in Voll­brand. Der PKW brann­te kom­plett aus. Die Feu­er­wehr lösch­te den Brand, anschlie­ßend wur­de die Fahr­bahn durch eine Spe­zi­al­fir­ma gerei­nigt. Die Auto­bahn war für cir­ca 20 Minu­ten voll­ge­sperrt. Ins­ge­samt ent­stand ein Sach­scha­den im unte­ren fünf­stel­li­gen Bereich.

Wes­t­ov­er­le­din­gen — Verkehrsunfall

Am 15.04.2026 befuhr eine 38-jäh­ri­ge Fah­re­rin eines Opel Insi­gnia gegen 15:40 Uhr die Grü­ne Stra­ße in Wes­t­ov­er­le­din­gen und woll­te nach rechts auf die Groß­wol­der Stra­ße abbie­gen. Dabei über­sah sie eine vor­fahrts­be­rech­tig­te 27-jäh­ri­ge Pedelec-Fah­re­rin, die den angren­zen­den Fahr­rad­weg befuhr. Es kam zum Zusam­men­stoß, bei dem die Pedelec-Fah­re­rin leich­te Ver­let­zun­gen erlitt. Sie wur­de in ein Kran­ken­haus trans­por­tiert. Ins­ge­samt ent­stand ein Sach­scha­den im unte­ren vier­stel­li­gen Bereich.

Inspek­ti­ons­be­reich Leer/Emden — Schwer­last­kon­trol­len (sie­he Beitragsfoto )

Am 15.04.2026 führ­ten Poli­zei­be­am­te eine Kon­trol­le des Schwer­last­ver­kehrs auf den Auto­bah­nen im Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden durch. Von den ins­ge­samt sie­ben kon­trol­lier­ten Sat­tel­zü­gen wur­de die Wei­ter­fahrt von drei Fahr­zeu­gen unter­sagt. Dies ent­spricht einer Bean­stan­dungs­quo­te von knapp 43 Prozent.

Gegen 10:46 Uhr stopp­te die Poli­zei bei Jem­gum einen 55-jäh­ri­gen Fah­rer eines Sat­tel­zu­ges, der die A 31 in Rich­tung Emden befuhr. Bei der Kon­trol­le wur­de fest­ge­stellt, dass das Fahr­zeug die zuläs­si­ge Gesamt­hö­he über­schrit­ten hat­te. Bei erlaub­ten 4 Meter maß der Sat­tel­zug 4,16 Meter und konn­te bau­art­be­dingt nur auf 4,09 Meter abge­senkt wer­den. Die Wei­ter­fahrt wur­de unter­sagt, dar­über hin­aus muss der Fah­rer mit einem Buß­geld­ver­fah­ren rechnen.

Gegen 13:14 Uhr kon­trol­lier­te die Poli­zei bei Brin­kum einen 49-jäh­ri­gen Fah­rer eines Sat­tel­zu­ges, der die A 28 in Rich­tung Leer befuhr. Dabei stell­te sich her­aus, dass der Fah­rer kei­ne Geneh­mi­gung für einen Schwer­trans­port vor­le­gen konn­te, die auf­grund des Ladungs­ge­wichts not­wen­dig gewe­sen wäre. Die Über­la­dung betrug 7400 Kilo­gramm bezie­hungs­wei­se 18,5 Prozent.

Gegen 15:35 Uhr kon­trol­lier­te die Poli­zei bei Jem­gum einen 49-jäh­ri­gen Fah­rer eines Sat­tel­zu­ges, der die A 31 in Rich­tung Emden befuhr. Die Beam­ten stell­ten fest, dass der Fah­rer, der aus einem Dritt­staat stammt, nicht über die erfor­der­li­che Fah­rer­be­schei­ni­gung oder einen dau­er­haf­ten EU-Auf­ent­halts­ti­tel ver­fügt. Unter die­sen Umstän­den hät­te er für die­se Fahrt nicht ein­ge­setzt wer­den dür­fen. Die Spe­di­ti­on muss sich wegen uner­laub­ter Beschäf­ti­gung ver­ant­wor­ten. Der Vor­fall wur­de an das Bun­des­amt für Logis­tik und Mobi­li­tät über­ge­ben. Die Poli­zei unter­sag­te dem 49-Jäh­ri­gen die Weiterfahrt.

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Rauch­ent­wick­lung an Pkw auf K27 nach tech­ni­schem Defekt

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Rauch­ent­wick­lung an Pkw: Feu­er­wehr­ein­satz auf der Kreis­stra­ße nach tech­ni­schem Defekt

Ein tech­ni­scher Defekt an einem Fahr­zeug hat am Mitt­woch­mor­gen zu einem Ein­satz der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Ober­rhei­der­land geführt. Dank des beson­ne­nen Han­delns des Fah­rers konn­te Schlim­me­res ver­hin­dert werden.


Geis­tes­ge­gen­wär­ti­ge Reak­ti­on auf der Autobahn

Gegen 08:50 Uhr bemerk­te ein Pkw-Fah­rer wäh­rend der Fahrt auf der Auto­bahn A31 eine deut­li­che Rauch­ent­wick­lung, die aus dem Motor­raum sei­nes Wagens auf­stieg. Anstatt in Panik zu gera­ten, reagier­te der Fah­rer vor­bild­lich: Er ver­ließ die Auto­bahn umge­hend an der nächs­ten Aus­fahrt und steu­er­te sein Fahr­zeug auf den Sei­ten­strei­fen der Kreis­stra­ße K27, um den flie­ßen­den Ver­kehr nicht zu gefährden.

Nach­dem er den Wagen gestoppt hat­te, stell­te er zudem fest, dass das Fahr­zeug Betriebs­mit­tel ver­lor und eine Ölspur hin­ter­ließ. Er wähl­te dar­auf­hin sofort den Notruf.

Feu­er­wehr gibt schnell Entwarnung

Die alar­mier­te Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Ober­rhei­der­land rück­te mit drei Ein­satz­fahr­zeu­gen und meh­re­ren Ein­satz­kräf­ten aus. Vor Ort wur­de der Motor­raum sofort unter die Lupe genommen:

  • Kon­trol­le: Die Ein­satz­kräf­te such­ten gezielt nach Glut­nes­tern oder Brandstellen.

  • Ergeb­nis: Glück­li­cher­wei­se wur­de kein offe­nes Feu­er gefunden.

  • Ursa­che: Die Rauch­ent­wick­lung war nach ers­ten Ein­schät­zun­gen auf einen rein tech­ni­schen Defekt zurückzuführen.

Ein­satz­lei­ter Den­nis Mod­der bestä­tig­te nach der Kon­trol­le, dass ein akti­ves Ein­grei­fen zur Brand­be­kämp­fung nicht mehr erfor­der­lich war. Die Haupt­auf­ga­be der Feu­er­wehr kon­zen­trier­te sich somit auf die Absi­che­rung der Einsatzstelle.


Rei­ni­gung der Fahrbahn

Da Öl und ande­re Betriebs­stof­fe aus dem defek­ten Pkw aus­ge­tre­ten waren, muss­te die Fahr­bahn gerei­nigt wer­den. Die­se Auf­ga­be sowie das Abschlep­pen des fahr­un­taug­li­chen Wagens über­nahm ein spe­zia­li­sier­tes Fachunternehmen.

Neben der Feu­er­wehr war auch die Poli­zei vor Ort, um den Ein­satz zu koor­di­nie­ren und den Ver­kehr an der Ein­satz­stel­le vor­bei­zu­lei­ten. Dank des schnel­len Ein­sat­zes und der umsich­ti­gen Reak­ti­on des Fah­rers blieb es bei einem Sach­scha­den, Per­so­nen kamen nicht zu Schaden.


Foto: Joa­chim Rand

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Feu­er­wehr­übung Wee­ner: Rea­lis­ti­scher Brand­ein­satz in der Bahnhofstraße

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Groß­übung in Wee­ner: Feu­er­wehr probt den Ernst­fall in der Bahnhofstraße

Am spä­ten Diens­tag­nach­mit­tag, den 14. April 2029, heul­ten in Wee­ner die Sire­nen. Um 17:13 Uhr wur­den die Mit­glie­der der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Wee­ner zu einem ver­meint­li­chen Brand­ein­satz in die Bahn­hof­stra­ße geru­fen. Was zunächst wie ein dra­ma­ti­scher Ernst­fall wirk­te, ent­pupp­te sich glück­li­cher­wei­se schnell als eine kom­plex ange­leg­te Ein­satz­übung in einem leer ste­hen­den Gebäu­de. Die­se rea­lis­ti­sche Übung dien­te dazu, die Ein­satz­be­reit­schaft und das Zusam­men­spiel der Kräf­te zu proben.

Anspruchs­vol­les Sze­na­rio: Ver­puf­fung in Tief­ga­ra­ge mit star­ker Rauchentwicklung

Das Übungs­sze­na­rio war anspruchs­voll gewählt: Eine Ver­puf­fung in einer Tief­ga­ra­ge hat­te einen Brand aus­ge­löst, der zu einer mas­si­ven Rauch­ent­wick­lung führ­te. Schon bei der Ankunft der ers­ten Ein­satz­kräf­te drang dich­ter Rauch aus den Lüf­tungs­schäch­ten, was die Rea­li­täts­nä­he der Situa­ti­on unter­strich. Der pri­mä­re Fokus der Übung lag auf der Men­schen­ret­tung von ins­ge­samt vier ver­miss­ten Per­so­nen. Eine Per­son befand sich in der stark ver­qualm­ten Tief­ga­ra­ge, wäh­rend drei wei­te­re im zwei­ten Ober­ge­schoss des angren­zen­den Gebäu­des ein­ge­schlos­sen waren.

Gleich­zei­ti­ge Men­schen­ret­tung und Brandbekämpfung

Die Ein­satz­kräf­te der Feu­er­wehr Wee­ner zöger­ten nicht lan­ge und lei­te­ten umge­hend die Men­schen­ret­tung und die fik­ti­ve Brand­be­kämp­fung ein. Par­al­lel dazu wur­den umfas­sen­de Schlauch­lei­tun­gen zur Sicher­stel­lung der Was­ser­ver­sor­gung ver­legt. Meh­re­re Trupps unter schwe­rem Atem­schutz dran­gen unter schwie­ri­gen Bedin­gun­gen in die Gara­ge und das Gebäu­de vor, um nach den Ver­miss­ten zu suchen. Gleich­zei­tig wur­de die moder­ne Hub­ret­tungs­büh­ne (HRB 32) in Stel­lung gebracht, um die Eva­ku­ie­rung der Per­so­nen aus den obe­ren Stock­wer­ken über die Fens­ter sicher­zu­stel­len. Die­se kom­bi­nier­te Vor­ge­hens­wei­se ist ent­schei­dend für den Erfolg sol­cher Einsätze.

Unter­stüt­zung und Beob­ach­tung der Großübung

Unter­stüt­zung erhielt die Feu­er­wehr Wee­ner durch die Feu­er­wehr Ober­rhei­der­land, die spe­zi­ell für die Sicher­stel­lung der Ein­satz­stel­len­hy­gie­ne ver­ant­wort­lich war. Die­se Kom­po­nen­te ist ins­be­son­de­re bei Atem­schutz­ein­sät­zen von gro­ßer Bedeu­tung, um die Gesund­heit der Ein­satz­kräf­te vor Kon­ta­mi­na­tio­nen zu schüt­zen. Die gesam­te Groß­übung, wel­che die wich­ti­gen Kom­po­nen­ten Atem­schutz­ein­satz und tech­ni­sche Men­schen­ret­tung kom­bi­nier­te, wur­de auf­merk­sam von Stadt­brand­meis­ter Jörg Fis­ser und sei­nem Stell­ver­tre­ter Stef­fen Voss beob­ach­tet und bewertet.

Nach rund ein­ein­halb Stun­den har­ter Arbeit konn­ten alle Ver­miss­ten erfolg­reich geret­tet wer­den. Auch das fik­ti­ve Feu­er in der Tief­ga­ra­ge wur­de gelöscht, wor­auf­hin die Übung erfolg­reich been­det wurde.

Ein­ge­setz­te Kräf­te und Fahrzeuge

Die Feu­er­wehr Wee­ner war mit einem Groß­auf­ge­bot vor Ort, bestehend aus fol­gen­den Fahrzeugen:

  • Lösch­grup­pen­fahr­zeug LF 16

  • Ein­satz­leit­wa­gen ELW

  • Hil­fe­leis­tungs­lösch­grup­pen­fahr­zeug HLF 20

  • Lösch­grup­pen­fahr­zeug für den Kata­stro­phen­schutz LF KatS

  • Mann­schafts­trans­port­fahr­zeug MTF

  • Hub­ret­tungs­büh­ne HRB 32

Die Feu­er­wehr Ober­rhei­der­land unter­stütz­te den Ein­satz mit:

  • Trag­kraft­sprit­zen­fahr­zeug TSF‑W

  • Hygie­ne­an­hän­ger

Die­se rea­lis­ti­sche Übung zeig­te ein­mal mehr die Leis­tungs­fä­hig­keit, den hohen Aus­bil­dungs­stand und die Ein­satz­be­reit­schaft der Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren in der Regi­on Wee­ner. Durch regel­mä­ßi­ge Trai­nings wie die­ses stel­len sie sicher, dass sie im Ernst­fall schnell, koor­di­niert und effek­tiv Hil­fe leis­ten können.

Fotos: Joa­chim Rand

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