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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020

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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020++Historisch höchs­te Aufklärungsquote

Leer/Emden — Nach der Vor­stel­lung der Poli­zei­li­chen Kri­mi­nal­sta­tis­tik durch das Nie­der­säch­si­sche Innen­mi­nis­te­ri­um und der Poli­zei­di­rek­ti­on Osna­brück wird die­se nun auch durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden veröffentlicht.

Die Anzahl der Straf­ta­ten bleibt wei­ter­hin auf einem sehr nied­ri­gen Niveau und hat sich im Ver­gleich zum Jahr 2019 (12.731) auf 12.660 Taten im Land­kreis Leer und der Stadt Emden ver­rin­gert. Die Auf­klä­rungs­quo­te der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden konn­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals um 2,9% auf 66,3% gestei­gert wer­den. Dies ist der höchs­te Wert seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden im Jahr 2004.

Johan­nes Lind, Lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, äußert sich zu die­sen Ent­wick­lun­gen: “Ich freue mich, dass sich der Rück­gang der Fall­zah­len auch in die­sem Jahr fort­setzt und sich die sou­ve­rä­ne und enga­gier­te Poli­zei­ar­beit aus­zahlt. Gera­de im letz­ten Jahr waren die Anfor­de­run­gen an die Poli­zei immens und die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on stär­ker denn je gefor­dert. Den­noch konn­te die Auf­klä­rungs­quo­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals gestei­gert wer­den. Dies ist nicht nur dem Ein­satz der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, son­dern auch vie­len Hin­wei­sen aus der Bevöl­ke­rung zu ver­dan­ken. Sowohl über den direk­ten Aus­tausch der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, als auch über die sozia­len Netz­wer­ke, erhal­ten wir immer wie­der wert­vol­le Hin­wei­se, die wir in unse­re Ermitt­lungs­ar­beit ein­be­zie­hen. In unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on konn­ten mehr als 6 von 10 Straf­ta­ten auf­ge­klärt wer­den. Las­sen Sie uns die­se bewähr­te Zusam­men­ar­beit ste­tig ver­bes­sern, damit die Men­schen sich in die­ser Regi­on wei­ter behü­tet füh­len können!”

Durch die Häu­fig­keits­zahl (Hz) wird die Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung einer Regi­on gemes­sen (Straf­ta­ten pro 100.000 Ein­woh­ner). Durch die­se kann die Gefahr, Opfer einer Straf­tat zu wer­den, sta­tis­tisch dar­ge­stellt wer­den. Im Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden fällt die­se um 0,86% auf 5.737 (2019: 5.787) und liegt damit im Ver­gleich unter dem Lan­des­durch­schnitt von 6.219.

Kern­aus­sa­gen der PKS 2020

1. Anzahl der Straf­ta­ten fort­wäh­rend auf nied­ri­gem Niveau

2. Erneu­ter Anstieg der Auf­klä­rungs­quo­te auf 66,3% (Höchst­wert seit Bestehen der Polizeiinspektion)

3. Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung wei­ter­hin unter dem Landesdurchschnitt

4. Star­ker Rück­gang der Eigen­tums­de­lik­te (11,8% weni­ger Straftaten)

5. Wei­ter­hin Anstieg bei der Ver­brei­tung por­no­gra­fi­scher Erzeugnisse

6. 27,6% weni­ger Ein­bruchs­de­lik­te im Ver­gleich zum Vor­jahr und somit nied­rigs­ter Stand seit 2010

7. Wei­ter­hin mehr Straf­ta­ten unter Zuhil­fe­nah­me des Inter­nets (Anstieg von 30,4%)

8. Erneut star­ke Zunah­me bei Wider­stän­den und tät­li­chen Angrif­fen gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te (Anstieg von 42,86%)

9. Weni­ger tat­ver­däch­ti­ge Kin­der und Jugend­li­che (Rück­gang von 16,45%)

Dieb­stahls­de­lik­te

Die­ser Bereich umfasst die soge­nann­ten Eigen­tums­de­lik­te wie etwa den Laden‑, Fahrrad‑, oder Taschen­dieb­stahl, aber auch Dieb­stäh­le unter erschwe­ren­den Umstän­den oder Ein­bruchs­hand­lun­gen. Letz­te­re wer­den jedoch geson­dert im nach­fol­gen­den Unter­punkt behan­delt. Der Trend bei den Dieb­stahls­de­lik­ten ist durch­aus posi­tiv zu betrach­ten. Im Jahr 2019 wur­den 4.525 Straf­ta­ten aus die­sem Delikts­feld regis­triert. Im Jahr 2020 konn­ten ledig­lich 3.991 Taten ver­zeich­net wer­den, was einen Rück­gang von 11,8% im Ver­gleich zum Vor­jahr bedeu­tet. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist der Rück­gang von Fahr­rad­dieb­stäh­len. Im Ver­gleich zum Jahr 2019, in dem 1.130 Fahr­rä­der ent­wen­det wur­den, sind im Jahr 2020 rund 22,1% weni­ger Fahr­rä­der wider­recht­lich abhan­den­ge­kom­men. Die­ser Rück­gang mar­kiert den nied­rigs­ten Stand seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden. Dabei konn­te die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bei den nun­mehr 880 ent­wen­de­ten Fahr­rä­dern eine Auf­klä­rungs­quo­te von 18,4% erzie­len und liegt damit deut­lich über dem nie­der­säch­si­schen Durch­schnitt von 14,3%. Mit 29,4% und ins­ge­samt 77 Fäl­len ist auch ein erheb­li­cher Rück­gang im Bereich der Taschen­dieb­stahls­de­lik­te regis­triert wor­den. Im Jahr 2019 wur­den noch 109 Straf­ta­ten die­ser Art aufgenommen.

Tho­mas Meme­ring, in sei­ner Funk­ti­on als Lei­ter des Zen­tra­len Kri­mi­nal­diens­tes der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, begrün­det die­sen Rück­gang wie folgt: “Der Rück­gang der Taschen­dieb­stäh­le ist unter ande­rem auf die feh­len­den Tat­ge­le­gen­hei­ten zurück­zu­füh­ren. Durch die Maß­nah­men der Regie­rung zur Ein­däm­mung der Coro­na-Pan­de­mie, wur­den hoch­fre­quen­tier­te Groß­ver­an­stal­tun­gen wie etwa der Gal­li- oder Weih­nachts­markt abge­sagt. Die gro­ßen Men­schen­mas­sen, in denen die Täter übli­cher­wei­se agie­ren, blie­ben aus und somit auch die güns­ti­gen Gele­gen­hei­ten zur Durch­füh­rung einer sol­chen Tat.”

Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät

Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che von 232 auf 168 gesun­ken, dies ist ein Rück­gang um 27,6% und der nied­rigs­te Stand der letz­ten zehn Jah­re. 2016 waren es noch 466 Taten. Von den 168 Taten des letz­ten Jah­res ende­ten 60 im Ver­suchs­sta­di­um. Die Auf­klä­rungs­quo­te beträgt 33,9% und bleibt somit auf einem rela­tiv kon­stan­ten Niveau (2019: 37,5%).

Hier­zu Johan­nes Lind: “Die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che ist auf dem nied­rigs­ten Stand der letz­ten 10 Jah­re. In der Ver­gan­gen­heit war die Bekämp­fung der Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät immer wie­der Fokus poli­zei­li­cher Arbeit und der Erfolg ist noch heu­te spür­bar. Als es im Jahr 2016 in die­sem Delikts­be­reich zu einem enor­men Anstieg der Fall­zah­len kam, haben wir umge­hend reagiert und vie­le per­so­nel­le Res­sour­cen ein­ge­setzt. Damals konn­ten wir inner­halb kür­zes­ter Zeit meh­re­re Per­so­nen fest­neh­men, gegen die anschlie­ßend Unter­su­chungs­haft oder Haft ange­ord­net wur­de. Wei­ter­hin ist es das Ergeb­nis guter Prä­ven­ti­ons­ar­beit im Bereich des Ein­bruch­schut­zes, wel­che die Poli­zei­in­spek­ti­on in den letz­ten Jah­ren geleis­tet hat. Im ver­gan­ge­nen Jahr waren die Wohnungseigentümer*innen auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie häu­fi­ger Zuhau­se, wel­ches sich gewiss posi­tiv auf die rück­gän­gi­gen Zah­len auswirkt. ”

Roh­heits­de­lik­te

Im Jahr 2019 wur­den ins­ge­samt 1.878 Roh­heits­de­lik­te poli­zei­lich auf­ge­nom­men. Unter Roh­heits­de­lik­ten ver­steht man Straf­ta­ten aus dem Bereich der Raub- oder Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te, aber auch Straf­ta­ten gegen die per­sön­li­che Frei­heit. Den über­wie­gen­den Anteil an Roh­heits­de­lik­ten machen grund­sätz­lich ein­fa­che Kör­per­ver­let­zun­gen im Sin­ne des § 223 StGB aus. Im Jahr 2019 wur­den 1.353 Fäl­le der Kör­per­ver­let­zung regis­triert, wohin­ge­gen im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.261 Fäl­le ver­zeich­net wur­den. Dies bedeu­tet einen Rück­gang von 6,8%. Zusam­men­fas­send wur­den im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.876 Roh­heits­de­lik­te ver­zeich­net, das Niveau ist somit konstant.

Sexu­al­de­lik­te

Als Sexu­al­de­lik­te wer­den Straf­ta­ten bezeich­net, die sich gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung des Opfers rich­ten. So zäh­len u.a. sexu­el­le Nöti­gun­gen, exhi­bi­tio­nis­ti­sche Hand­lun­gen, aber auch der Tat­be­stand der Ver­ge­wal­ti­gung oder das Ver­brei­ten bzw. der Besitz und die Her­stel­lung von kin­der­por­no­gra­fi­schen Inhal­ten zu den soge­nann­ten Sexu­al­de­lik­ten. Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 271 Sexu­al­de­lik­te sei­tens der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bear­bei­tet. Im Ver­gleich zum Vor­jahr, in dem 230 Sexu­al­de­lik­te regis­triert wur­den, bedeu­tet dies einen Anstieg von 17,83%. Ursäch­lich für die­sen Anstieg ist dabei vor­nehm­lich der Bereich der Ver­brei­tung bzw. des Besit­zes und der Her­stel­lung von Kin­der­por­no­gra­fie. Konn­ten im Jahr 2019 noch 47 Fäl­le ver­zeich­net wer­den, wur­den im Jahr 2020 bereits 111 Straf­ta­ten die­ser Kate­go­rie regis­triert. Dies bedeu­tet einen Anstieg von 136,17% im Ver­gleich zum Vorjahr.

“Durch inten­si­vier­te Ermitt­lungs­ar­beit sei­tens der Poli­zei und wei­te­ren Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den stei­gen die Fall­zah­len an. So sind bei­spiels­wei­se US-ame­ri­ka­ni­sche Pro­vi­der ver­pflich­tet, dort bekannt gewor­de­ne straf­recht­lich rele­van­te Sach­ver­hal­te an die halb­staat­li­che Orga­ni­sa­ti­on Natio­nal Cen­ter For Miss­ing and Exploi­ted Child­ren (NCMEC) wei­ter­zu­lei­ten. Die­se Orga­ni­sa­ti­on nimmt neben den Infor­ma­tio­nen der ver­schie­dens­ten Pro­vi­der auch Hin­wei­se von Pri­vat­per­so­nen ent­ge­gen, ana­ly­siert und bewer­tet die­se und lei­tet sie folg­lich an die jewei­li­gen zustän­di­gen Behör­den in den USA und ins Aus­land wei­ter. Hin­sicht­lich der inten­si­vier­ten Ermitt­lungs­ar­beit der Behör­den und wei­te­ren gesetz­li­chen Rege­lun­gen zur Bekämp­fung die­ses Kri­mi­na­li­täts­fel­des, ist auch im kom­men­den Jahr mit einem star­ken Anstieg die­ser Fall­zah­len zu rech­nen. Obers­tes Gebot ist es, andau­ern­de Miss­brauchs­fäl­le zu ent­de­cken, zu sank­tio­nie­ren und die­se Straf­ta­ten aus dem Dun­kel­feld ins Hell­feld zu holen”, erläu­tert Tho­mas Meme­ring die­se Entwicklung.

Zudem fügt Tho­mas Meme­ring noch hin­zu, dass auch Kin­der und Jugend­li­che mit dem Besitz sol­cher straf­recht­lich rele­van­ten Inhal­te die Tat­be­stands­merk­ma­le der­ar­ti­ger Straf­ta­ten erfül­len und sich des­sen oft­mals nicht bewusst sei­en. Im Zeit­al­ter der Digi­ta­li­sie­rung und der Nut­zung von zahl­rei­chen Social-Media-Platt­for­men sei­en kin­der­por­no­gra­fi­sche Inhal­te schnell geteilt, gepos­tet und ver­viel­facht. Häu­fig hand­le es sich um Zufalls­fun­de der­ar­ti­ger Datei­en bei der Ermitt­lung von Dro­gen­de­lik­ten oder der Ver­brei­tung von Kenn­zei­chen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Organisationen.

“Wir müs­sen die Medi­en­kom­pe­tenz der Kin­der und Jugend­li­chen, aber zwin­gend auch die der Erzie­hungs­be­rech­tig­ten stär­ken. Vie­le Eltern sind im Unkla­ren dar­über, mit wel­chen Inhal­ten ihre Kin­der täg­lich in Berüh­rung kom­men”, ergänzt Tho­mas Memering.

Chris­ta Frig­ger, Beauf­trag­te für Jugend­sa­chen in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, infor­miert und berät zu die­sen The­men­be­rei­chen. Die Ter­mi­ne für wei­te­re Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen wer­den durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden recht­zei­tig bekannt gegeben.

Tat­mit­tel Internet/ Cybercrime

Unter Inter­net­kri­mi­na­li­tät oder auch Cyber­crime wer­den Taten sub­su­miert, die mit­tels der Nut­zung des Inter­nets began­gen wer­den. Dabei wird zwi­schen Cyber­crime im enge­ren Sin­ne, also Delik­ten, die es nicht off­line gibt (z.B. das sog. Hack­ing) und Cyber­crime im wei­te­ren Sin­ne unter­schie­den. Letz­te­res umfasst Delik­te, die eben­so off­line began­gen wer­den kön­nen (z.B. der Kre­dit­kar­ten­miss­brauch bei Ver­kaufs­platt­for­men). Waren es im Jahr 2019 noch 807 regis­trier­te Fäl­le, so stieg die Anzahl der Straf­ta­ten in die­sem Delikts­be­reich um 30,4% auf nun­mehr ins­ge­samt 1.053 Fäl­le. Erfreu­li­cher­wei­se stie­gen nicht nur die began­ge­nen Straf­ta­ten, son­dern auch die Auf­klä­rungs­quo­te. Wur­den im Jahr 2019 noch 78,31% die­ser Fäl­le auf­ge­klärt, konn­ten im Jahr 2020 bereits 81,39% der Straf­ta­ten aus­er­mit­telt werden.

“Im Inter­net began­ge­ne Straf­ta­ten stel­len einen wich­ti­gen Auf­ga­ben­be­reich unse­rer poli­zei­li­chen Ermitt­lungs­ar­beit dar. Ich bin dank­bar, dass wir in unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on über ein pro­fes­sio­nel­les Cyber­crime-Team ver­fü­gen und durch inten­si­ve Prä­ven­ti­ons­ar­beit immer wie­der gute Erfol­ge erzie­len und dadurch eine Auf­klä­rungs­quo­te von 81,39% errei­chen konn­ten”, erklärt Tho­mas Memering.

Gewalt gegen Polizeibeamte

Unter der Begriff­lich­keit “Gewalt gegen Poli­zei­be­am­te” wer­den die Delik­te des Wider­stan­des und des tät­li­chen Angrif­fes gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te zusam­men­ge­fasst. Mit 90 Fäl­len im Jahr 2020 ist ein Anstieg von 42,86% im Ver­gleich zum Vor­jahr mit 63 Fäl­len zu ver­zeich­nen. Damit stei­gen die all­jähr­lich erho­be­nen Fall­zah­len aus die­sem Delikts­feld bereits zum drit­ten Mal in Fol­ge stark an. Erwäh­nens­wert ist dabei, dass sich die­ser Anstieg nicht nur auf die Städ­te Leer und Emden beschränk­te, son­dern im gesam­ten Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden mess­bar war. Im Bereich der Gemein­den Moorm­er­land und Rhau­der­fehn war eben­falls ein Anstieg die­ser Fall­zah­len zu ver­zeich­nen. In knapp 70% der Fäl­le stan­den die Täter unter dem Ein­fluss von Alko­hol oder Drogen.

“Der erneu­te Anstieg in die­sem Delikts­be­reich ist nicht zu tole­rie­ren und macht mich wütend. Mei­ne Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen leis­ten tag­täg­lich her­vor­ra­gen­de Arbeit zum Woh­le unse­rer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und ver­die­nen es mit Respekt behan­delt zu wer­den. Wer Poli­zei­be­am­tin­nen und Poli­zei­be­am­te angreift, der greift den Rechts­staat an! Wir wer­den die­se Angrif­fe auf Ret­tungs­kräf­te und Poli­zei nicht dul­den und kon­se­quent ver­fol­gen”, so Johan­nes Lind.

Rausch­gift­de­lik­te

Die regis­trier­ten Rausch­gift­de­lik­te, wel­che u.a. durch Ver­stö­ße gegen das Betäu­bungs­mit­tel­ge­setz began­gen wer­den, stie­gen im Ver­gleich zum Vor­jahr (861 Fäl­le) um 33,22%, sodass im Jahr 2020 1.147 Rausch­gift­de­lik­te in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden ver­zeich­net wurden.

Jugend­kri­mi­na­li­tät

Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 584 Kin­der oder Jugend­li­che im Rah­men der poli­zei­li­chen Arbeit als Tat­ver­däch­ti­ge ermit­telt. Die Anzahl an tat­ver­däch­ti­gen Per­so­nen die­ser Alters­klas­se betrug im Vor­jahr 699, sodass ein Rück­gang um 16,45% regis­triert wer­den konnte.

Fazit

Abschlie­ßend sagt Inspek­ti­ons­lei­ter Johan­nes Lind: “Der posi­ti­ve Trend der Kri­mi­nal­sta­tis­tik der letz­ten zwei Jah­re hat sich auch 2020 fort­ge­setzt. Wir haben die his­to­risch höchs­te Auf­klä­rungs­quo­te. Ein der­ar­ti­ges Ergeb­nis kann nur durch eine ver­ant­wor­tungs­vol­le und enga­gier­te Leis­tung aller Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden erzielt wer­den. Ich bedan­ke mich ganz herz­lich für die geleis­te­te Arbeit und die gute Zusam­men­ar­beit mit den Behör­den und Insti­tu­tio­nen. Allen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern dan­ke ich für das ent­ge­gen­ge­brach­te Ver­trau­en und für vie­le ent­schei­den­de Hin­wei­se, die immer wie­der zur Auf­klä­rung von Straf­ta­ten bei­tra­gen. Gemein­sam wol­len wir auch zukünf­tig einen Bei­trag dazu leis­ten, dass sich die Men­schen in unse­rer Regi­on beschützt und wohl fühlen!”


 

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Poli­zei in Ost­fries­land: Kel­ler­auf­brü­che, E‑S­coo­ter-Flucht, Brän­de und schwe­re Verkehrsunfälle

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POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 01.10.2026

 

Kel­ler­auf­brü­che ++ Flucht­ver­such vor Poli­zei­kon­trol­le ++ Brand einer land­wirt­schaft­li­chen Maschi­ne ++ Vor­sicht vor gefälsch­ten Schrei­ben ++ Sach­be­schä­di­gung einer Toi­let­ten­an­la­ge ++ Ver­kehrs­un­fäl­le mit ver­letz­ten Personen 

 

+ Emden — Kel­ler­auf­brü­che durch durs­ti­ge Täterschaft +

In der Zeit vom 29.09.2026, 07:00 Uhr, bis zum 30.09.2026, 14:05 Uhr, ver­schaff­te sich eine bis­lang unbe­kann­te Täter­schaft Zugang zum Kel­ler eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses in der Folk­mar-Allena-Stra­ße in Emden. Im wei­te­ren Ver­lauf drang die Täter­schaft unbe­fugt in zwei Kel­ler­ab­tei­le von Anwoh­nern ein. Unter ande­rem wur­de dabei Alko­hol ent­wen­det. Der ent­stan­de­ne Scha­den durch das Die­bes­gut wird auf einen Betrag im obe­ren zwei­stel­li­gen Bereich geschätzt.

Zeu­gen, die Hin­wei­se zum Tat­ge­sche­hen geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei Emden zu melden.

+ Emden — Flucht­ver­such eines E‑S­coo­ter-Fah­rers +

Am 30.09.2026 beab­sich­tig­ten Poli­zei­be­am­te gegen 11:00 Uhr einen E‑S­coo­ter-Fah­rer in der Teu­to­nen­stra­ße in Emden zu kon­trol­lie­ren. Grund hier­für war ein ungül­ti­ges Ver­si­che­rungs­kenn­zei­chen. Der 23-Jäh­ri­ge ent­zog sich der Kon­trol­le und flüch­te­te. Die Poli­zei­be­am­ten nah­men dar­auf­hin die Ver­fol­gung auf und konn­ten den Mann im wei­te­ren Ver­lauf stel­len. Bei der anschlie­ßen­den Kon­trol­le erga­ben sich Hin­wei­se dar­auf, dass der 23-Jäh­ri­ge unter dem Ein­fluss von Can­na­bis stand. Es wur­de eine Blut­ent­nah­me durch­ge­führt. Die Ermitt­lun­gen dau­ern an.

+ Emden — Land­wirt­schaft­li­che Maschi­ne gerät in Brand +

Am 30.09.2026 kam es gegen 21:30 Uhr zu einem Brand einer land­wirt­schaft­li­chen Maschi­ne im Schlie­k­weg in Emden. Nach bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen geriet die Rund­bal­len­pres­se auf­grund eines tech­ni­schen Defekts in Brand und brann­te voll­stän­dig aus. Die alar­mier­te Feu­er­wehr lösch­te den Brand. Per­so­nen wur­den nach bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen nicht ver­letzt. Anga­ben zur Höhe des ent­stan­de­nen Scha­dens kön­nen der­zeit noch nicht gemacht werden.

+ Emden — Vor­sicht vor gefälsch­ten Schrei­ben angeb­li­cher Polizeidienststellen +

Am 29.09.2026 erhielt ein 72-jäh­ri­ger Mann aus Emden eine E‑Mail, die angeb­lich von der Poli­zei Ber­lin stamm­te. In der E‑Mail wur­de dem Seni­or unter ande­rem ein angeb­li­cher Durch­su­chungs­be­fehl über­mit­telt und er wur­de über ein ver­meint­lich damit ver­bun­de­nes Gerichts­ver­fah­ren informiert.

Bei der­ar­ti­gen Schrei­ben han­delt es sich häu­fig um eine Betrugs­ma­sche. Die Täter ver­su­chen, durch die ver­meint­li­che Betei­li­gung von Poli­zei und Jus­tiz Angst zu erzeu­gen und die Betrof­fe­nen zu einer schnel­len Reak­ti­on zu bewegen.

Die Poli­zei rät:

Öff­nen Sie kei­ne unbe­kann­ten Anhän­ge und kli­cken Sie nicht auf ent­hal­te­ne Links. Über­wei­sen Sie kein Geld und geben Sie kei­ne per­sön­li­chen Daten oder Zugangs­da­ten wei­ter. Las­sen Sie sich nicht unter Druck set­zen. Im Zwei­fel kon­tak­tie­ren Sie die Poli­zei über die offi­zi­ell bekann­te Tele­fon­num­mer Ihrer ört­li­chen Poli­zei­dienst­stel­le — nicht über die Kon­takt­da­ten aus dem ver­däch­ti­gen Schreiben.

Mer­ke: Ech­te Behör­den for­dern nicht per E‑Mail oder Mes­sen­ger zu Zah­lun­gen von Geld auf und set­zen Betrof­fe­ne nicht auf die­se Wei­se unter Druck.

Im vor­lie­gen­den Fall wur­den kei­ne per­sön­li­chen Daten wei­ter­ge­ge­ben. Ein finan­zi­el­ler Scha­den ist nicht entstanden.

+ Jem­gum — Beschä­di­gung an einer Toilettenanlage +

In der Zeit vom 26.09.2026, 18:00 Uhr bis zum 28.09.2026, 07:45 Uhr, kam es in der Markt­stra­ße in Jem­gum zu einer Sach­be­schä­di­gung an der dor­ti­gen öffent­li­chen Toi­let­ten­an­la­ge. Eine unbe­kann­te Täter­schaft mani­pu­lier­te die Anla­ge der­art, dass dau­er­haft Was­ser aus einer Toi­let­te floss. Hier­durch ent­stand ein bis­lang noch nicht näher bezif­fer­ba­rer Sach­scha­den. Zeu­gen, die Hin­wei­se zum Tat­ge­sche­hen geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.

+ Leer — Ver­kehrs­un­fall zwi­schen Rad­fah­rer und Pkw +

Am 30.09.2026 befuhr ein 72-jäh­ri­ger Opel-Fah­rer gegen 13:30 Uhr die Heis­fel­der Stra­ße in Leer. Auf Höhe der Chris­ti­ne-Char­lot­ten-Stra­ße beab­sich­tig­te er in die­se ein­zu­bie­gen. Dabei über­sah er einen 33-jäh­ri­gen Fahr­rad­fah­rer, der den dor­ti­gen Rad­weg befuhr. Es kam folg­lich zur Kol­li­si­on. Der Fahr­rad­fah­rer stürz­te und erlitt leich­te Ver­let­zun­gen. An den betei­lig­ten Fahr­zeu­gen ent­stand ein Sach­scha­den im nied­ri­gen drei­stel­li­gen Bereich.

+ Moorm­er­land — Pkw kol­li­diert fron­tal mit Lkw — Fah­rer schwer verletzt +

Am 01.10.2026 befuhr ein 53-jäh­ri­ger Ford-Fah­rer gegen 06:10 Uhr die Alte Land­stra­ße in Moorm­er­land. In einer lang­ge­zo­ge­nen Rechts­kur­ve geriet er aus bis­lang unge­klär­ter Ursa­che auf die Gegen­fahr­bahn. Dort kol­li­dier­te der Ford fron­tal mit einem ent­ge­gen­kom­men­den Lkw, der von einem 52-jäh­ri­gen Fah­rer gelenkt wur­de. Die­ser konn­te dem Pkw nicht mehr aus­wei­chen. Durch die Kol­li­si­on wur­de der Ford auf ein angren­zen­des Feld geschleu­dert. Der 53-jäh­ri­ge muss­te von der Feu­er­wehr aus dem Fahr­zeug gebor­gen wer­den und erlitt bei dem Ver­kehrs­un­fall schwe­re Ver­let­zun­gen. Der Lkw-Fah­rer erlitt einen Schock. Bei­de Fahr­zeu­ge waren nicht mehr fahr­be­reit und muss­ten abge­schleppt wer­den. Die Scha­dens­hö­he kann zum jet­zi­gen Zeit­punkt noch nicht bezif­fert werden.

+ Wes­t­ov­er­le­din­gen — Auf­fahr­un­fall mit Lini­en­bus — zwei Per­so­nen leicht verletzt +

Am 01.10.2026 befuhr ein 38-jäh­ri­ger Bus­fah­rer gegen 07:40 Uhr die Papen­bur­ger Stra­ße in Wes­t­ov­er­le­din­gen. Wäh­rend der Fahrt über­sah er den Abbie­ge­vor­gang eines vor­aus­fah­ren­den 67-jäh­ri­gen Dacia-Fah­rers. Der Bus­fah­rer konn­te nicht mehr recht­zei­tig anhal­ten und fuhr auf den Pkw auf. Dabei erlit­ten der 67-jäh­ri­ge Pkw-Fah­rer und sei­ne 70-jäh­ri­ge Bei­fah­re­rin leich­te Ver­let­zun­gen. Die Insas­sen des Bus­ses blie­ben unver­letzt. Der Dacia war nicht mehr fahr­be­reit und muss­te abge­schleppt wer­den. Die Scha­dens­hö­he kann zum jet­zi­gen Zeit­punkt noch nicht benannt werden.

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Blaulicht

Poli­zei Leer/Emden: Zwei­fa­cher Brand in Uple­n­gen, Pkw brennt auf A31 aus

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am

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 30.09.2026

 

+ Uple­n­gen — Zwei­fa­cher Brand in Dachgeschosswohnung +

Am 29.09.2026 geriet gegen 23:25 Uhr eine Dach­ge­schoss­woh­nung in einem Mehr­fa­mi­li­en­haus in der Groß­san­der Stra­ße in Uple­n­gen in Brand. Die ein­ge­setz­ten Kräf­te der Feu­er­wehr konn­ten das Feu­er zunächst löschen. Am Fol­ge­tag, dem 30.09.2026, kam es gegen 06:35 Uhr erneut zu einem Brand in der betref­fen­den Dach­ge­schoss­woh­nung. Per­so­nen wur­den bei den Brän­den nicht ver­letzt. Der ent­stan­de­ne Sach­scha­den wird der­zeit auf einen unte­ren sechs­stel­li­gen Betrag geschätzt. Anga­ben zur Brand­ur­sa­che der bei­den Brän­de kön­nen zum jet­zi­gen Zeit­punkt nicht gemacht wer­den. Die Poli­zei hat die Ermitt­lun­gen aufgenommen.

+ Leer — Pkw gerät auf A31 in Brand +

Am 29.09.2026 geriet gegen 19:50 Uhr wäh­rend der Fahrt auf der A31 bei Leer der Motor­raum eines Peu­geot aus bis­lang unbe­kann­ter Ursa­che in Brand. Ein 31-jäh­ri­ger Fah­rer konn­te das Fahr­zeug noch recht­zei­tig auf dem Stand­strei­fen abstel­len und den Pkw unver­letzt ver­las­sen. Die alar­mier­te Feu­er­wehr führ­te die Lösch­ar­bei­ten durch. Das Fahr­zeug brann­te jedoch voll­stän­dig aus. Die Höhe des ent­stan­de­nen Sach­scha­dens kann der­zeit noch nicht bezif­fert werden.

+ Emden — Ver­kehrs­un­fall zwi­schen Fahr­rad- und Pedelec-Fahrer +

Am 29.09.2026 befuhr ein 42-jäh­ri­ger Fahr­rad­fah­rer gegen 11:25 Uhr die Nor­man­nen­stra­ße in Emden in ent­ge­gen­ge­setz­ter Fahrt­rich­tung. Auf Höhe der Nor­man­nen­stra­ße beab­sich­ti­ge er nach links in die­se ein­zu­fah­ren. Dabei über­sah er einen ent­ge­gen­kom­men­den 54-jäh­ri­gen Pedelec-Fah­rer. Es kam zur Kol­li­si­on zwi­schen den bei­den Fahr­zeu­gen. Der 54-jäh­ri­ge Pedelec-Fah­rer wur­de bei dem Ver­kehrs­un­fall leicht ver­letzt. Es ent­stand ein Sach­scha­den im mitt­le­ren drei­stel­li­gen Bereich.

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Blaulicht

Bahn­hof Leer: Bun­des­po­li­zei nimmt 34-Jäh­ri­gen mit Haft­be­fehl fest

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am

Bun­des­po­li­zei nimmt gesuch­ten Mann am Bahn­hof Leer fest

Leer – Die Bun­des­po­li­zei hat am Diens­tag einen 34-jäh­ri­gen Mann am Bahn­hof Leer fest­ge­nom­men. Bei einer Kon­trol­le stell­te sich her­aus, dass gegen den Mann ein Haft­be­fehl wegen gewerbs­mä­ßi­gen Dieb­stahls in drei Fäl­len vorlag.

Der 34-jäh­ri­ge rumä­ni­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge wur­de gegen 13 Uhr am Bahn­hof Leer von der Bun­des­po­li­zei kon­trol­liert. Bei der Über­prü­fung sei­ner Per­so­na­li­en stell­ten die Ein­satz­kräf­te fest, dass er von der Jus­tiz gesucht wurde.

65 Tage Haft oder 2.600 Euro Zahlung

Der bestehen­de Haft­be­fehl sah eine Frei­heits­stra­fe von 65 Tagen vor. Die­se hät­te der Mann durch die Zah­lung von 2.600 Euro abwen­den kön­nen. Dazu war er jedoch nicht in der Lage.

Dar­über hin­aus bestand in einem wei­te­ren Fall ein Inter­es­se der Jus­tiz am Auf­ent­halt des 34-Jährigen.

Die Bun­des­po­li­zei nahm den Mann dar­auf­hin fest. Anschlie­ßend wur­de er in eine Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt gebracht, wo er nun die Haft­stra­fe ver­bü­ßen muss.

Quel­le: Bun­des­po­li­zei­in­spek­ti­on Bad Bentheim

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