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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020

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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020++Historisch höchs­te Aufklärungsquote

Leer/Emden — Nach der Vor­stel­lung der Poli­zei­li­chen Kri­mi­nal­sta­tis­tik durch das Nie­der­säch­si­sche Innen­mi­nis­te­ri­um und der Poli­zei­di­rek­ti­on Osna­brück wird die­se nun auch durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden veröffentlicht.

Die Anzahl der Straf­ta­ten bleibt wei­ter­hin auf einem sehr nied­ri­gen Niveau und hat sich im Ver­gleich zum Jahr 2019 (12.731) auf 12.660 Taten im Land­kreis Leer und der Stadt Emden ver­rin­gert. Die Auf­klä­rungs­quo­te der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden konn­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals um 2,9% auf 66,3% gestei­gert wer­den. Dies ist der höchs­te Wert seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden im Jahr 2004.

Johan­nes Lind, Lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, äußert sich zu die­sen Ent­wick­lun­gen: “Ich freue mich, dass sich der Rück­gang der Fall­zah­len auch in die­sem Jahr fort­setzt und sich die sou­ve­rä­ne und enga­gier­te Poli­zei­ar­beit aus­zahlt. Gera­de im letz­ten Jahr waren die Anfor­de­run­gen an die Poli­zei immens und die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on stär­ker denn je gefor­dert. Den­noch konn­te die Auf­klä­rungs­quo­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals gestei­gert wer­den. Dies ist nicht nur dem Ein­satz der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, son­dern auch vie­len Hin­wei­sen aus der Bevöl­ke­rung zu ver­dan­ken. Sowohl über den direk­ten Aus­tausch der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, als auch über die sozia­len Netz­wer­ke, erhal­ten wir immer wie­der wert­vol­le Hin­wei­se, die wir in unse­re Ermitt­lungs­ar­beit ein­be­zie­hen. In unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on konn­ten mehr als 6 von 10 Straf­ta­ten auf­ge­klärt wer­den. Las­sen Sie uns die­se bewähr­te Zusam­men­ar­beit ste­tig ver­bes­sern, damit die Men­schen sich in die­ser Regi­on wei­ter behü­tet füh­len können!”

Durch die Häu­fig­keits­zahl (Hz) wird die Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung einer Regi­on gemes­sen (Straf­ta­ten pro 100.000 Ein­woh­ner). Durch die­se kann die Gefahr, Opfer einer Straf­tat zu wer­den, sta­tis­tisch dar­ge­stellt wer­den. Im Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden fällt die­se um 0,86% auf 5.737 (2019: 5.787) und liegt damit im Ver­gleich unter dem Lan­des­durch­schnitt von 6.219.

Kern­aus­sa­gen der PKS 2020

1. Anzahl der Straf­ta­ten fort­wäh­rend auf nied­ri­gem Niveau

2. Erneu­ter Anstieg der Auf­klä­rungs­quo­te auf 66,3% (Höchst­wert seit Bestehen der Polizeiinspektion)

3. Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung wei­ter­hin unter dem Landesdurchschnitt

4. Star­ker Rück­gang der Eigen­tums­de­lik­te (11,8% weni­ger Straftaten)

5. Wei­ter­hin Anstieg bei der Ver­brei­tung por­no­gra­fi­scher Erzeugnisse

6. 27,6% weni­ger Ein­bruchs­de­lik­te im Ver­gleich zum Vor­jahr und somit nied­rigs­ter Stand seit 2010

7. Wei­ter­hin mehr Straf­ta­ten unter Zuhil­fe­nah­me des Inter­nets (Anstieg von 30,4%)

8. Erneut star­ke Zunah­me bei Wider­stän­den und tät­li­chen Angrif­fen gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te (Anstieg von 42,86%)

9. Weni­ger tat­ver­däch­ti­ge Kin­der und Jugend­li­che (Rück­gang von 16,45%)

Dieb­stahls­de­lik­te

Die­ser Bereich umfasst die soge­nann­ten Eigen­tums­de­lik­te wie etwa den Laden‑, Fahrrad‑, oder Taschen­dieb­stahl, aber auch Dieb­stäh­le unter erschwe­ren­den Umstän­den oder Ein­bruchs­hand­lun­gen. Letz­te­re wer­den jedoch geson­dert im nach­fol­gen­den Unter­punkt behan­delt. Der Trend bei den Dieb­stahls­de­lik­ten ist durch­aus posi­tiv zu betrach­ten. Im Jahr 2019 wur­den 4.525 Straf­ta­ten aus die­sem Delikts­feld regis­triert. Im Jahr 2020 konn­ten ledig­lich 3.991 Taten ver­zeich­net wer­den, was einen Rück­gang von 11,8% im Ver­gleich zum Vor­jahr bedeu­tet. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist der Rück­gang von Fahr­rad­dieb­stäh­len. Im Ver­gleich zum Jahr 2019, in dem 1.130 Fahr­rä­der ent­wen­det wur­den, sind im Jahr 2020 rund 22,1% weni­ger Fahr­rä­der wider­recht­lich abhan­den­ge­kom­men. Die­ser Rück­gang mar­kiert den nied­rigs­ten Stand seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden. Dabei konn­te die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bei den nun­mehr 880 ent­wen­de­ten Fahr­rä­dern eine Auf­klä­rungs­quo­te von 18,4% erzie­len und liegt damit deut­lich über dem nie­der­säch­si­schen Durch­schnitt von 14,3%. Mit 29,4% und ins­ge­samt 77 Fäl­len ist auch ein erheb­li­cher Rück­gang im Bereich der Taschen­dieb­stahls­de­lik­te regis­triert wor­den. Im Jahr 2019 wur­den noch 109 Straf­ta­ten die­ser Art aufgenommen.

Tho­mas Meme­ring, in sei­ner Funk­ti­on als Lei­ter des Zen­tra­len Kri­mi­nal­diens­tes der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, begrün­det die­sen Rück­gang wie folgt: “Der Rück­gang der Taschen­dieb­stäh­le ist unter ande­rem auf die feh­len­den Tat­ge­le­gen­hei­ten zurück­zu­füh­ren. Durch die Maß­nah­men der Regie­rung zur Ein­däm­mung der Coro­na-Pan­de­mie, wur­den hoch­fre­quen­tier­te Groß­ver­an­stal­tun­gen wie etwa der Gal­li- oder Weih­nachts­markt abge­sagt. Die gro­ßen Men­schen­mas­sen, in denen die Täter übli­cher­wei­se agie­ren, blie­ben aus und somit auch die güns­ti­gen Gele­gen­hei­ten zur Durch­füh­rung einer sol­chen Tat.”

Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät

Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che von 232 auf 168 gesun­ken, dies ist ein Rück­gang um 27,6% und der nied­rigs­te Stand der letz­ten zehn Jah­re. 2016 waren es noch 466 Taten. Von den 168 Taten des letz­ten Jah­res ende­ten 60 im Ver­suchs­sta­di­um. Die Auf­klä­rungs­quo­te beträgt 33,9% und bleibt somit auf einem rela­tiv kon­stan­ten Niveau (2019: 37,5%).

Hier­zu Johan­nes Lind: “Die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che ist auf dem nied­rigs­ten Stand der letz­ten 10 Jah­re. In der Ver­gan­gen­heit war die Bekämp­fung der Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät immer wie­der Fokus poli­zei­li­cher Arbeit und der Erfolg ist noch heu­te spür­bar. Als es im Jahr 2016 in die­sem Delikts­be­reich zu einem enor­men Anstieg der Fall­zah­len kam, haben wir umge­hend reagiert und vie­le per­so­nel­le Res­sour­cen ein­ge­setzt. Damals konn­ten wir inner­halb kür­zes­ter Zeit meh­re­re Per­so­nen fest­neh­men, gegen die anschlie­ßend Unter­su­chungs­haft oder Haft ange­ord­net wur­de. Wei­ter­hin ist es das Ergeb­nis guter Prä­ven­ti­ons­ar­beit im Bereich des Ein­bruch­schut­zes, wel­che die Poli­zei­in­spek­ti­on in den letz­ten Jah­ren geleis­tet hat. Im ver­gan­ge­nen Jahr waren die Wohnungseigentümer*innen auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie häu­fi­ger Zuhau­se, wel­ches sich gewiss posi­tiv auf die rück­gän­gi­gen Zah­len auswirkt. ”

Roh­heits­de­lik­te

Im Jahr 2019 wur­den ins­ge­samt 1.878 Roh­heits­de­lik­te poli­zei­lich auf­ge­nom­men. Unter Roh­heits­de­lik­ten ver­steht man Straf­ta­ten aus dem Bereich der Raub- oder Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te, aber auch Straf­ta­ten gegen die per­sön­li­che Frei­heit. Den über­wie­gen­den Anteil an Roh­heits­de­lik­ten machen grund­sätz­lich ein­fa­che Kör­per­ver­let­zun­gen im Sin­ne des § 223 StGB aus. Im Jahr 2019 wur­den 1.353 Fäl­le der Kör­per­ver­let­zung regis­triert, wohin­ge­gen im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.261 Fäl­le ver­zeich­net wur­den. Dies bedeu­tet einen Rück­gang von 6,8%. Zusam­men­fas­send wur­den im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.876 Roh­heits­de­lik­te ver­zeich­net, das Niveau ist somit konstant.

Sexu­al­de­lik­te

Als Sexu­al­de­lik­te wer­den Straf­ta­ten bezeich­net, die sich gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung des Opfers rich­ten. So zäh­len u.a. sexu­el­le Nöti­gun­gen, exhi­bi­tio­nis­ti­sche Hand­lun­gen, aber auch der Tat­be­stand der Ver­ge­wal­ti­gung oder das Ver­brei­ten bzw. der Besitz und die Her­stel­lung von kin­der­por­no­gra­fi­schen Inhal­ten zu den soge­nann­ten Sexu­al­de­lik­ten. Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 271 Sexu­al­de­lik­te sei­tens der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bear­bei­tet. Im Ver­gleich zum Vor­jahr, in dem 230 Sexu­al­de­lik­te regis­triert wur­den, bedeu­tet dies einen Anstieg von 17,83%. Ursäch­lich für die­sen Anstieg ist dabei vor­nehm­lich der Bereich der Ver­brei­tung bzw. des Besit­zes und der Her­stel­lung von Kin­der­por­no­gra­fie. Konn­ten im Jahr 2019 noch 47 Fäl­le ver­zeich­net wer­den, wur­den im Jahr 2020 bereits 111 Straf­ta­ten die­ser Kate­go­rie regis­triert. Dies bedeu­tet einen Anstieg von 136,17% im Ver­gleich zum Vorjahr.

“Durch inten­si­vier­te Ermitt­lungs­ar­beit sei­tens der Poli­zei und wei­te­ren Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den stei­gen die Fall­zah­len an. So sind bei­spiels­wei­se US-ame­ri­ka­ni­sche Pro­vi­der ver­pflich­tet, dort bekannt gewor­de­ne straf­recht­lich rele­van­te Sach­ver­hal­te an die halb­staat­li­che Orga­ni­sa­ti­on Natio­nal Cen­ter For Miss­ing and Exploi­ted Child­ren (NCMEC) wei­ter­zu­lei­ten. Die­se Orga­ni­sa­ti­on nimmt neben den Infor­ma­tio­nen der ver­schie­dens­ten Pro­vi­der auch Hin­wei­se von Pri­vat­per­so­nen ent­ge­gen, ana­ly­siert und bewer­tet die­se und lei­tet sie folg­lich an die jewei­li­gen zustän­di­gen Behör­den in den USA und ins Aus­land wei­ter. Hin­sicht­lich der inten­si­vier­ten Ermitt­lungs­ar­beit der Behör­den und wei­te­ren gesetz­li­chen Rege­lun­gen zur Bekämp­fung die­ses Kri­mi­na­li­täts­fel­des, ist auch im kom­men­den Jahr mit einem star­ken Anstieg die­ser Fall­zah­len zu rech­nen. Obers­tes Gebot ist es, andau­ern­de Miss­brauchs­fäl­le zu ent­de­cken, zu sank­tio­nie­ren und die­se Straf­ta­ten aus dem Dun­kel­feld ins Hell­feld zu holen”, erläu­tert Tho­mas Meme­ring die­se Entwicklung.

Zudem fügt Tho­mas Meme­ring noch hin­zu, dass auch Kin­der und Jugend­li­che mit dem Besitz sol­cher straf­recht­lich rele­van­ten Inhal­te die Tat­be­stands­merk­ma­le der­ar­ti­ger Straf­ta­ten erfül­len und sich des­sen oft­mals nicht bewusst sei­en. Im Zeit­al­ter der Digi­ta­li­sie­rung und der Nut­zung von zahl­rei­chen Social-Media-Platt­for­men sei­en kin­der­por­no­gra­fi­sche Inhal­te schnell geteilt, gepos­tet und ver­viel­facht. Häu­fig hand­le es sich um Zufalls­fun­de der­ar­ti­ger Datei­en bei der Ermitt­lung von Dro­gen­de­lik­ten oder der Ver­brei­tung von Kenn­zei­chen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Organisationen.

“Wir müs­sen die Medi­en­kom­pe­tenz der Kin­der und Jugend­li­chen, aber zwin­gend auch die der Erzie­hungs­be­rech­tig­ten stär­ken. Vie­le Eltern sind im Unkla­ren dar­über, mit wel­chen Inhal­ten ihre Kin­der täg­lich in Berüh­rung kom­men”, ergänzt Tho­mas Memering.

Chris­ta Frig­ger, Beauf­trag­te für Jugend­sa­chen in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, infor­miert und berät zu die­sen The­men­be­rei­chen. Die Ter­mi­ne für wei­te­re Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen wer­den durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden recht­zei­tig bekannt gegeben.

Tat­mit­tel Internet/ Cybercrime

Unter Inter­net­kri­mi­na­li­tät oder auch Cyber­crime wer­den Taten sub­su­miert, die mit­tels der Nut­zung des Inter­nets began­gen wer­den. Dabei wird zwi­schen Cyber­crime im enge­ren Sin­ne, also Delik­ten, die es nicht off­line gibt (z.B. das sog. Hack­ing) und Cyber­crime im wei­te­ren Sin­ne unter­schie­den. Letz­te­res umfasst Delik­te, die eben­so off­line began­gen wer­den kön­nen (z.B. der Kre­dit­kar­ten­miss­brauch bei Ver­kaufs­platt­for­men). Waren es im Jahr 2019 noch 807 regis­trier­te Fäl­le, so stieg die Anzahl der Straf­ta­ten in die­sem Delikts­be­reich um 30,4% auf nun­mehr ins­ge­samt 1.053 Fäl­le. Erfreu­li­cher­wei­se stie­gen nicht nur die began­ge­nen Straf­ta­ten, son­dern auch die Auf­klä­rungs­quo­te. Wur­den im Jahr 2019 noch 78,31% die­ser Fäl­le auf­ge­klärt, konn­ten im Jahr 2020 bereits 81,39% der Straf­ta­ten aus­er­mit­telt werden.

“Im Inter­net began­ge­ne Straf­ta­ten stel­len einen wich­ti­gen Auf­ga­ben­be­reich unse­rer poli­zei­li­chen Ermitt­lungs­ar­beit dar. Ich bin dank­bar, dass wir in unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on über ein pro­fes­sio­nel­les Cyber­crime-Team ver­fü­gen und durch inten­si­ve Prä­ven­ti­ons­ar­beit immer wie­der gute Erfol­ge erzie­len und dadurch eine Auf­klä­rungs­quo­te von 81,39% errei­chen konn­ten”, erklärt Tho­mas Memering.

Gewalt gegen Polizeibeamte

Unter der Begriff­lich­keit “Gewalt gegen Poli­zei­be­am­te” wer­den die Delik­te des Wider­stan­des und des tät­li­chen Angrif­fes gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te zusam­men­ge­fasst. Mit 90 Fäl­len im Jahr 2020 ist ein Anstieg von 42,86% im Ver­gleich zum Vor­jahr mit 63 Fäl­len zu ver­zeich­nen. Damit stei­gen die all­jähr­lich erho­be­nen Fall­zah­len aus die­sem Delikts­feld bereits zum drit­ten Mal in Fol­ge stark an. Erwäh­nens­wert ist dabei, dass sich die­ser Anstieg nicht nur auf die Städ­te Leer und Emden beschränk­te, son­dern im gesam­ten Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden mess­bar war. Im Bereich der Gemein­den Moorm­er­land und Rhau­der­fehn war eben­falls ein Anstieg die­ser Fall­zah­len zu ver­zeich­nen. In knapp 70% der Fäl­le stan­den die Täter unter dem Ein­fluss von Alko­hol oder Drogen.

“Der erneu­te Anstieg in die­sem Delikts­be­reich ist nicht zu tole­rie­ren und macht mich wütend. Mei­ne Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen leis­ten tag­täg­lich her­vor­ra­gen­de Arbeit zum Woh­le unse­rer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und ver­die­nen es mit Respekt behan­delt zu wer­den. Wer Poli­zei­be­am­tin­nen und Poli­zei­be­am­te angreift, der greift den Rechts­staat an! Wir wer­den die­se Angrif­fe auf Ret­tungs­kräf­te und Poli­zei nicht dul­den und kon­se­quent ver­fol­gen”, so Johan­nes Lind.

Rausch­gift­de­lik­te

Die regis­trier­ten Rausch­gift­de­lik­te, wel­che u.a. durch Ver­stö­ße gegen das Betäu­bungs­mit­tel­ge­setz began­gen wer­den, stie­gen im Ver­gleich zum Vor­jahr (861 Fäl­le) um 33,22%, sodass im Jahr 2020 1.147 Rausch­gift­de­lik­te in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden ver­zeich­net wurden.

Jugend­kri­mi­na­li­tät

Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 584 Kin­der oder Jugend­li­che im Rah­men der poli­zei­li­chen Arbeit als Tat­ver­däch­ti­ge ermit­telt. Die Anzahl an tat­ver­däch­ti­gen Per­so­nen die­ser Alters­klas­se betrug im Vor­jahr 699, sodass ein Rück­gang um 16,45% regis­triert wer­den konnte.

Fazit

Abschlie­ßend sagt Inspek­ti­ons­lei­ter Johan­nes Lind: “Der posi­ti­ve Trend der Kri­mi­nal­sta­tis­tik der letz­ten zwei Jah­re hat sich auch 2020 fort­ge­setzt. Wir haben die his­to­risch höchs­te Auf­klä­rungs­quo­te. Ein der­ar­ti­ges Ergeb­nis kann nur durch eine ver­ant­wor­tungs­vol­le und enga­gier­te Leis­tung aller Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden erzielt wer­den. Ich bedan­ke mich ganz herz­lich für die geleis­te­te Arbeit und die gute Zusam­men­ar­beit mit den Behör­den und Insti­tu­tio­nen. Allen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern dan­ke ich für das ent­ge­gen­ge­brach­te Ver­trau­en und für vie­le ent­schei­den­de Hin­wei­se, die immer wie­der zur Auf­klä­rung von Straf­ta­ten bei­tra­gen. Gemein­sam wol­len wir auch zukünf­tig einen Bei­trag dazu leis­ten, dass sich die Men­schen in unse­rer Regi­on beschützt und wohl fühlen!”


 

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Ran­da­le im Gal­li­markt-Fest­zelt, Woh­nungs­brand und Verletzte

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POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 15.10.2026

 
 
 

+ Emden — Geld­bör­se in Tanz­lo­kal entwendet +

Am 15.10.2026 ent­wen­de­te gegen 02:45 Uhr eine bis­lang unbe­kann­te Täter­schaft in einem Tanz­lo­kal in der Stra­ße Am Delft in Emden die Geld­bör­se eines 26-jäh­ri­gen Geschä­dig­ten. Der Wert des Die­bes­gu­tes liegt im unte­ren drei­stel­li­gen Bereich. Zeu­gen, die Hin­wei­se zum Tat­ge­sche­hen geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei Emden zu melden.

+ Emden — Woh­nungs­brand — vier Per­so­nen verletzt +

Am 14.10.2026 geriet gegen 18:50 Uhr aus bis­lang unge­klär­ten Grün­den eine Matrat­ze in einer Woh­nung eines Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses in der Wil­helm-Leu­sch­ner-Stra­ße in Emden in Brand. Vier Bewoh­ner der Woh­nung erlit­ten Ver­let­zun­gen und muss­ten in ein Kran­ken­haus gebracht wer­den. Die Feu­er­wehr führ­te die Lösch­ar­bei­ten durch. Nach bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen beläuft sich der Scha­den auf einen unte­ren fünf­stel­li­gen Betrag.

+ Emden — Ver­kehrs­un­fall auf A31 +

Am 14.10.2026 befuhr ein 45-jäh­ri­ger Opel-Fah­rer gegen 13:20 Uhr den Haupt­fahr­strei­fen der A 31. Auf Höhe der Auf­fahrt Emden-Mit­te beab­sich­tig­te er, nach links auf den Über­hol­fahr­strei­fen zu wech­seln und über­sah dabei den neben ihm fah­ren­den 29-jäh­ri­gen BMW-Fah­rer. Es kam folg­lich zum Zusam­men­stoß. Dabei wur­de der Opel-Fah­rer, sei­ne 55-jäh­ri­ge Bei­fah­re­rin und der BMW-Fah­rer leicht ver­letzt. Anga­ben zur Scha­dens­hö­he kön­nen bis­lang nicht gemacht werden.

+ Leer — Ran­da­lie­rer belei­digt und bedroht Polizeibeamte +

Am 14.10.2026 wur­den Poli­zei­be­am­te gegen 18:00 Uhr in ein Fest­zelt des Gal­li­markts in der Stra­ße Gro­ße Blei­che in Leer geru­fen. Ein 39-jäh­ri­ger Gast ran­da­lier­te im Zelt und soll­te nach einem aus­ge­spro­che­nen Platz­ver­weis das Zelt ver­las­sen. Im Ver­lauf des Ein­sat­zes ver­hielt sich der Mann zuneh­mend reni­ten­ter, belei­dig­te und bedroh­te die ein­ge­setz­ten Poli­zei­be­am­ten. Er muss­te dar­auf­hin in Gewahr­sam genom­men wer­den. Gegen ihn wur­den ent­spre­chen­de Straf- und Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. Per­so­nen wur­den bei dem Ein­satz nicht verletzt.

+ Leer — Ein­bruch in Kleingartenparzelle +

Im Zeit­raum vom 12.10.2026, 18:00 Uhr, bis zum 14.10.2026, 13:40 Uhr, ver­schaff­te sich eine bis­lang unbe­kann­te Täter­schaft Zugang zu einer Klein­gar­ten­par­zel­le in der Stra­ße “Klei­ne Allee” in Leer. Aus einem dor­ti­gen Gerä­te­schup­pen und dem Gar­ten­haus wur­de folg­lich Die­bes­gut in bis­lang unbe­kann­ter Höhe entwendet.

Zeu­gen, die Hin­wei­se zum Tat­ge­sche­hen geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei Leer zu melden.

+ Wee­ner — Ladendiebstahl +

Am 13.10.2026 betrat eine 45-jäh­ri­ge Frau ein Lebens­mit­tel­ge­schäft in der Alten Bahn­hof­stra­ße in Wee­ner. Dort ver­stau­te sie Waren in ihrer mit­ge­führ­ten Hand­ta­sche und ver­deck­te die­se mit einem Klei­dungs­stück. Anschlie­ßend pas­sier­te sie den Kas­sen­be­reich, ohne die Ware zu bezah­len. Der Dieb­stahl wur­de durch einen Mit­ar­bei­ter beob­ach­tet. Ein Straf­ver­fah­ren wur­de eingeleitet.

+ Leer — Werk­zeug­fund — Besit­zer gesucht — Fotos sie­he unten und Beitragsfoto

Am 22.07.2026 konn­ten diver­se Werk­zeu­ge in einem Wald­stück angren­zend an die Log­abir­um­er Stra­ße in Leer auf­ge­fun­den wer­den. Die bis­he­ri­gen Ermitt­lun­gen erga­ben kei­ne Hin­wei­se auf einen mög­li­chen Eigentümer.

Zeu­gen, die Hin­wei­se zum Eigen­tü­mer geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei Leer zu melden.

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Taschen­dieb­stäh­le in Leer, Unfall in Emden und Drogenkontrollen

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POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 14.10.2026

 

+ Emden — E‑Scooterfahrerin unter Drogeneinfluss +

Am 13.10.2026 kon­trol­lier­ten Poli­zei­be­am­te gegen 14:30 Uhr eine 39-jäh­ri­ge E‑Scooterfahrerin in der Pet­ku­mer Stra­ße in Emden. Dabei stell­ten die Beam­ten fest, dass die Frau unter dem Ein­fluss von Metham­phet­amin und Amphet­amin stand. Es wur­de eine Blut­ent­nah­me ver­an­lasst und die Wei­ter­fahrt untersagt.

+ Emden — Fahr­rad­fah­re­rin bei Ver­kehrs­un­fall leicht verletzt +

Am 13.10.2026 befuhr eine 43-jäh­ri­ge Ford-Fah­re­rin die Auricher Stra­ße in Emden. Auf Höhe der Schüt­zen­stra­ße woll­te eine 32-jäh­ri­ge Fahr­rad­fah­re­rin die Fahr­bahn an einer Ampel ord­nungs­ge­mäß que­ren. Auf­grund des sto­cken­den Ver­kehrs über­sah die Auto­fah­re­rin die Rad­fah­re­rin, sodass es zum Zusam­men­stoß kam. Die Rad­fah­re­rin wur­de leicht ver­letzt. Die Höhe des ent­stan­de­nen Sach­scha­dens ist bis­lang nicht bekannt.

+ Leer — Meh­re­re Taschen­dieb­stäh­le im Stadtgebiet +

Am 13.10.2026 kam es im Stadt­ge­biet Leer zu meh­re­ren Taschen­dieb­stäh­len. Gegen 14:45 Uhr wur­de einem 69-jäh­ri­gen Rent­ner wäh­rend eines Restau­rant­be­suchs und auf dem anschlie­ßen­den Weg über die Müh­len­stra­ße zum Bahn­hofs­ring die Geld­bör­se aus dem Ruck­sack sei­ner Ehe­frau entwendet.

Zwi­schen 15:30 Uhr und 17:00 Uhr wur­de einer 86-jäh­ri­gen Frau in der Müh­len­stra­ße die Geld­bör­se aus der Umhän­ge­ta­sche gestoh­len. Das Die­bes­gut hat­te einen Wert im obe­ren zwei­stel­li­gen Euro­be­reich. Bereits zwi­schen 11:00 Uhr und 13:00 Uhr wur­de einer 68-jäh­ri­gen Frau die Geld­bör­se aus ihrer Hand­ta­sche ent­wen­det. Der ent­stan­de­ne Scha­den liegt im mitt­le­ren drei­stel­li­gen Eurobereich.

Zeu­gen, die Hin­wei­se zum Tat­ge­sche­hen geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei Leer zu melden.

Gera­de bei gro­ßen Men­schen­an­samm­lun­gen haben Taschen­die­be oft leich­tes Spiel. Die Poli­zei rät daher, Geld­bör­sen und Wert­sa­chen dicht am Kör­per und in ver­schlos­se­nen Taschen auf­zu­be­wah­ren. Hand­ta­schen und Ruck­sä­cke soll­ten stets im Blick behal­ten und mög­lichst am Kör­per getra­gen wer­den. Neh­men Sie nur so viel Bar­geld mit, wie Sie benö­ti­gen und ach­ten Sie beson­ders in dich­tem Gedrän­ge, wie es in den kom­men­den Tagen auf dem Gal­li­markt herrscht, auf Ihre Wertsachen.

+ Wee­ner — Auto­fah­rer unter Dro­gen­ein­fluss kontrolliert +

Am 14.10.2026 kon­trol­lier­ten Poli­zei­be­am­te gegen 01:20 Uhr einen 33-jäh­ri­gen Sko­da-Fah­rer im Gewer­be­Park Rhei­der­land in Wee­ner. Dabei stell­ten die Beam­ten fest, dass der Fah­rer unter dem Ein­fluss von Can­na­bis und Amphet­amin stand. Es wur­de eine Blut­ent­nah­me wur­de durch­ge­führt und die Wei­ter­fahrt untersagt.

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Blaulicht

Dieb­stahl­se­rie am Emder Bahn­hof, Unfall auf der A28 bei Fils­um und Zeu­gen­auf­ruf aus Weener

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POL-LER: Pres­se­mel­dun­gen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden für Mon­tag den 12.10.2026

 
 

Emden — Dieb­stahl von Fahrradsätteln

Im Zeit­raum zwi­schen Frei­tag, dem 09.10.2026, 18:00 Uhr, und Sonn­tag, dem 11.10.2026, 16:04 Uhr, kam es am Emder Bahn­hofs­platz zu meh­re­ren Dieb­stäh­len. Nach bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen ent­wen­de­te eine bis­lang unbe­kann­te Täter­schaft zunächst den Sat­tel eines ord­nungs­ge­mäß ver­schlos­se­nen und im dor­ti­gen Fahr­rad­stand abge­stell­ten Rades. Im Zuge der anschlie­ßen­den poli­zei­li­chen Sach­ver­halts­auf­nah­me stell­ten die Beam­ten fest, dass an diver­sen wei­te­ren Fahr­rä­dern eben­falls die Sät­tel­fehl­ten. Die Ermitt­ler gehen von einer geziel­ten Serie aus. Die Poli­zei hat Ermitt­lun­gen wegen Dieb­stahls eingeleitet.

Zeu­gen, die im genann­ten Zeit­raum ver­däch­ti­ge Per­so­nen beob­ach­tet haben oder sach­dien­li­che Hin­wei­se geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich mit der zustän­di­gen Poli­zei­dienst­stel­le in Emden in Ver­bin­dung zu setzen.

Fils­um — Ver­kehrs­un­fall auf der A28

Am spä­ten Sonn­tag­nach­mit­tag kam es auf der Auto­bahn 28 in Höhe Fils­um zu einem Ver­kehrs­un­fall mit hohem Sach­scha­den und drei ver­letz­ten Per­so­nen. Gegen 17:25 Uhr befuhr ein Fahr­zeug­füh­rer mit sei­nem Pkw die A28 in Fahrt­rich­tung Olden­burg auf dem Haupt­fahr­strei­fen. Er beab­sich­tig­te auf den Über­hol­fahr­strei­fen zu wech­seln. Dabei über­sah er einen dort bereits fah­ren­den Pkw. Es kam zur seit­li­chen Kol­li­si­on der bei­den Fahr­zeu­ge. Durch die Wucht des Auf­pralls gerie­ten bei­de Autos ins Schleu­dern und prall­ten sowohl gegen die Außen- als auch gegen die Mit­tel­schutz­plan­ke. Bei dem Unfall wur­den ins­ge­samt drei Per­so­nen leicht ver­letzt. Bei­de betei­lig­ten Pkw erlit­ten Total­scha­den und waren nicht mehr fahr­be­reit; sie muss­ten abge­schleppt wer­den. Für die Dau­er der Ret­tungs- und Ber­gungs­maß­nah­men sowie für die Unfall­auf­nah­me muss­te der Haupt­fahr­strei­fen der Auto­bahn zeit­wei­se kom­plett gesperrt werden.

Wee­ner — Kor­rek­tur Verkehrsunfallörtlichkeit

Kor­rek­tur zur gest­ri­gen Pres­se­mit­tei­lung Wee­ner Ver­kehrs­un­fall­flucht. Die Ver­kehrs­un­fal­lört­lich­keit mit der ver­letz­ten Rad­fah­re­rin in Wee­ner. Der Unfall ereig­ne­te sich in dem Püt­ten­bol­len­weg und nicht wie ange­ge­ben auf dem Melk­pad. Per­so­nen die Anga­ben zu dem Gesche­hen täti­gen kön­nen wer­den gebe­ten, sich mit der Poli­zei in Ver­bin­dung zu setzten.

Hin­wei­se bit­te tele­fo­nisch an die zustän­di­gen Dienst­stel­len unter: Poli­zei Leer 0491–976900 Poli­zei Emden 04921–8910 Auto­bahn­po­li­zei Leer 0491–929250 Poli­zei­sta­ti­on Bor­kum 04922–91860 Poli­zei­sta­ti­on Bun­de 04953–921520 Poli­zei­sta­ti­on Fils­um 04957–928120 Poli­zei­sta­ti­on Hesel 04950–995570 Poli­zei­sta­ti­on Jem­gum 04958–910420 Poli­zei­sta­ti­on Moorm­er­land 04954–955450 Poli­zei­sta­ti­on Ost­rhau­der­fehn 04952–829680 Poli­zei­sta­ti­on Rhau­der­fehn 04952–9230 Poli­zei­sta­ti­on Uple­n­gen 04956–927450 Poli­zei­sta­ti­on Wee­ner 04951–914820 Poli­zei­sta­ti­on Wes­t­ov­er­le­din­gen 04955–937920 

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