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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020

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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020++Historisch höchs­te Aufklärungsquote

Leer/Emden — Nach der Vor­stel­lung der Poli­zei­li­chen Kri­mi­nal­sta­tis­tik durch das Nie­der­säch­si­sche Innen­mi­nis­te­ri­um und der Poli­zei­di­rek­ti­on Osna­brück wird die­se nun auch durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden veröffentlicht.

Die Anzahl der Straf­ta­ten bleibt wei­ter­hin auf einem sehr nied­ri­gen Niveau und hat sich im Ver­gleich zum Jahr 2019 (12.731) auf 12.660 Taten im Land­kreis Leer und der Stadt Emden ver­rin­gert. Die Auf­klä­rungs­quo­te der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden konn­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals um 2,9% auf 66,3% gestei­gert wer­den. Dies ist der höchs­te Wert seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden im Jahr 2004.

Johan­nes Lind, Lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, äußert sich zu die­sen Ent­wick­lun­gen: “Ich freue mich, dass sich der Rück­gang der Fall­zah­len auch in die­sem Jahr fort­setzt und sich die sou­ve­rä­ne und enga­gier­te Poli­zei­ar­beit aus­zahlt. Gera­de im letz­ten Jahr waren die Anfor­de­run­gen an die Poli­zei immens und die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on stär­ker denn je gefor­dert. Den­noch konn­te die Auf­klä­rungs­quo­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals gestei­gert wer­den. Dies ist nicht nur dem Ein­satz der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, son­dern auch vie­len Hin­wei­sen aus der Bevöl­ke­rung zu ver­dan­ken. Sowohl über den direk­ten Aus­tausch der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, als auch über die sozia­len Netz­wer­ke, erhal­ten wir immer wie­der wert­vol­le Hin­wei­se, die wir in unse­re Ermitt­lungs­ar­beit ein­be­zie­hen. In unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on konn­ten mehr als 6 von 10 Straf­ta­ten auf­ge­klärt wer­den. Las­sen Sie uns die­se bewähr­te Zusam­men­ar­beit ste­tig ver­bes­sern, damit die Men­schen sich in die­ser Regi­on wei­ter behü­tet füh­len können!”

Durch die Häu­fig­keits­zahl (Hz) wird die Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung einer Regi­on gemes­sen (Straf­ta­ten pro 100.000 Ein­woh­ner). Durch die­se kann die Gefahr, Opfer einer Straf­tat zu wer­den, sta­tis­tisch dar­ge­stellt wer­den. Im Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden fällt die­se um 0,86% auf 5.737 (2019: 5.787) und liegt damit im Ver­gleich unter dem Lan­des­durch­schnitt von 6.219.

Kern­aus­sa­gen der PKS 2020

1. Anzahl der Straf­ta­ten fort­wäh­rend auf nied­ri­gem Niveau

2. Erneu­ter Anstieg der Auf­klä­rungs­quo­te auf 66,3% (Höchst­wert seit Bestehen der Polizeiinspektion)

3. Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung wei­ter­hin unter dem Landesdurchschnitt

4. Star­ker Rück­gang der Eigen­tums­de­lik­te (11,8% weni­ger Straftaten)

5. Wei­ter­hin Anstieg bei der Ver­brei­tung por­no­gra­fi­scher Erzeugnisse

6. 27,6% weni­ger Ein­bruchs­de­lik­te im Ver­gleich zum Vor­jahr und somit nied­rigs­ter Stand seit 2010

7. Wei­ter­hin mehr Straf­ta­ten unter Zuhil­fe­nah­me des Inter­nets (Anstieg von 30,4%)

8. Erneut star­ke Zunah­me bei Wider­stän­den und tät­li­chen Angrif­fen gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te (Anstieg von 42,86%)

9. Weni­ger tat­ver­däch­ti­ge Kin­der und Jugend­li­che (Rück­gang von 16,45%)

Dieb­stahls­de­lik­te

Die­ser Bereich umfasst die soge­nann­ten Eigen­tums­de­lik­te wie etwa den Laden‑, Fahrrad‑, oder Taschen­dieb­stahl, aber auch Dieb­stäh­le unter erschwe­ren­den Umstän­den oder Ein­bruchs­hand­lun­gen. Letz­te­re wer­den jedoch geson­dert im nach­fol­gen­den Unter­punkt behan­delt. Der Trend bei den Dieb­stahls­de­lik­ten ist durch­aus posi­tiv zu betrach­ten. Im Jahr 2019 wur­den 4.525 Straf­ta­ten aus die­sem Delikts­feld regis­triert. Im Jahr 2020 konn­ten ledig­lich 3.991 Taten ver­zeich­net wer­den, was einen Rück­gang von 11,8% im Ver­gleich zum Vor­jahr bedeu­tet. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist der Rück­gang von Fahr­rad­dieb­stäh­len. Im Ver­gleich zum Jahr 2019, in dem 1.130 Fahr­rä­der ent­wen­det wur­den, sind im Jahr 2020 rund 22,1% weni­ger Fahr­rä­der wider­recht­lich abhan­den­ge­kom­men. Die­ser Rück­gang mar­kiert den nied­rigs­ten Stand seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden. Dabei konn­te die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bei den nun­mehr 880 ent­wen­de­ten Fahr­rä­dern eine Auf­klä­rungs­quo­te von 18,4% erzie­len und liegt damit deut­lich über dem nie­der­säch­si­schen Durch­schnitt von 14,3%. Mit 29,4% und ins­ge­samt 77 Fäl­len ist auch ein erheb­li­cher Rück­gang im Bereich der Taschen­dieb­stahls­de­lik­te regis­triert wor­den. Im Jahr 2019 wur­den noch 109 Straf­ta­ten die­ser Art aufgenommen.

Tho­mas Meme­ring, in sei­ner Funk­ti­on als Lei­ter des Zen­tra­len Kri­mi­nal­diens­tes der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, begrün­det die­sen Rück­gang wie folgt: “Der Rück­gang der Taschen­dieb­stäh­le ist unter ande­rem auf die feh­len­den Tat­ge­le­gen­hei­ten zurück­zu­füh­ren. Durch die Maß­nah­men der Regie­rung zur Ein­däm­mung der Coro­na-Pan­de­mie, wur­den hoch­fre­quen­tier­te Groß­ver­an­stal­tun­gen wie etwa der Gal­li- oder Weih­nachts­markt abge­sagt. Die gro­ßen Men­schen­mas­sen, in denen die Täter übli­cher­wei­se agie­ren, blie­ben aus und somit auch die güns­ti­gen Gele­gen­hei­ten zur Durch­füh­rung einer sol­chen Tat.”

Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät

Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che von 232 auf 168 gesun­ken, dies ist ein Rück­gang um 27,6% und der nied­rigs­te Stand der letz­ten zehn Jah­re. 2016 waren es noch 466 Taten. Von den 168 Taten des letz­ten Jah­res ende­ten 60 im Ver­suchs­sta­di­um. Die Auf­klä­rungs­quo­te beträgt 33,9% und bleibt somit auf einem rela­tiv kon­stan­ten Niveau (2019: 37,5%).

Hier­zu Johan­nes Lind: “Die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che ist auf dem nied­rigs­ten Stand der letz­ten 10 Jah­re. In der Ver­gan­gen­heit war die Bekämp­fung der Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät immer wie­der Fokus poli­zei­li­cher Arbeit und der Erfolg ist noch heu­te spür­bar. Als es im Jahr 2016 in die­sem Delikts­be­reich zu einem enor­men Anstieg der Fall­zah­len kam, haben wir umge­hend reagiert und vie­le per­so­nel­le Res­sour­cen ein­ge­setzt. Damals konn­ten wir inner­halb kür­zes­ter Zeit meh­re­re Per­so­nen fest­neh­men, gegen die anschlie­ßend Unter­su­chungs­haft oder Haft ange­ord­net wur­de. Wei­ter­hin ist es das Ergeb­nis guter Prä­ven­ti­ons­ar­beit im Bereich des Ein­bruch­schut­zes, wel­che die Poli­zei­in­spek­ti­on in den letz­ten Jah­ren geleis­tet hat. Im ver­gan­ge­nen Jahr waren die Wohnungseigentümer*innen auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie häu­fi­ger Zuhau­se, wel­ches sich gewiss posi­tiv auf die rück­gän­gi­gen Zah­len auswirkt. ”

Roh­heits­de­lik­te

Im Jahr 2019 wur­den ins­ge­samt 1.878 Roh­heits­de­lik­te poli­zei­lich auf­ge­nom­men. Unter Roh­heits­de­lik­ten ver­steht man Straf­ta­ten aus dem Bereich der Raub- oder Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te, aber auch Straf­ta­ten gegen die per­sön­li­che Frei­heit. Den über­wie­gen­den Anteil an Roh­heits­de­lik­ten machen grund­sätz­lich ein­fa­che Kör­per­ver­let­zun­gen im Sin­ne des § 223 StGB aus. Im Jahr 2019 wur­den 1.353 Fäl­le der Kör­per­ver­let­zung regis­triert, wohin­ge­gen im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.261 Fäl­le ver­zeich­net wur­den. Dies bedeu­tet einen Rück­gang von 6,8%. Zusam­men­fas­send wur­den im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.876 Roh­heits­de­lik­te ver­zeich­net, das Niveau ist somit konstant.

Sexu­al­de­lik­te

Als Sexu­al­de­lik­te wer­den Straf­ta­ten bezeich­net, die sich gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung des Opfers rich­ten. So zäh­len u.a. sexu­el­le Nöti­gun­gen, exhi­bi­tio­nis­ti­sche Hand­lun­gen, aber auch der Tat­be­stand der Ver­ge­wal­ti­gung oder das Ver­brei­ten bzw. der Besitz und die Her­stel­lung von kin­der­por­no­gra­fi­schen Inhal­ten zu den soge­nann­ten Sexu­al­de­lik­ten. Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 271 Sexu­al­de­lik­te sei­tens der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bear­bei­tet. Im Ver­gleich zum Vor­jahr, in dem 230 Sexu­al­de­lik­te regis­triert wur­den, bedeu­tet dies einen Anstieg von 17,83%. Ursäch­lich für die­sen Anstieg ist dabei vor­nehm­lich der Bereich der Ver­brei­tung bzw. des Besit­zes und der Her­stel­lung von Kin­der­por­no­gra­fie. Konn­ten im Jahr 2019 noch 47 Fäl­le ver­zeich­net wer­den, wur­den im Jahr 2020 bereits 111 Straf­ta­ten die­ser Kate­go­rie regis­triert. Dies bedeu­tet einen Anstieg von 136,17% im Ver­gleich zum Vorjahr.

“Durch inten­si­vier­te Ermitt­lungs­ar­beit sei­tens der Poli­zei und wei­te­ren Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den stei­gen die Fall­zah­len an. So sind bei­spiels­wei­se US-ame­ri­ka­ni­sche Pro­vi­der ver­pflich­tet, dort bekannt gewor­de­ne straf­recht­lich rele­van­te Sach­ver­hal­te an die halb­staat­li­che Orga­ni­sa­ti­on Natio­nal Cen­ter For Miss­ing and Exploi­ted Child­ren (NCMEC) wei­ter­zu­lei­ten. Die­se Orga­ni­sa­ti­on nimmt neben den Infor­ma­tio­nen der ver­schie­dens­ten Pro­vi­der auch Hin­wei­se von Pri­vat­per­so­nen ent­ge­gen, ana­ly­siert und bewer­tet die­se und lei­tet sie folg­lich an die jewei­li­gen zustän­di­gen Behör­den in den USA und ins Aus­land wei­ter. Hin­sicht­lich der inten­si­vier­ten Ermitt­lungs­ar­beit der Behör­den und wei­te­ren gesetz­li­chen Rege­lun­gen zur Bekämp­fung die­ses Kri­mi­na­li­täts­fel­des, ist auch im kom­men­den Jahr mit einem star­ken Anstieg die­ser Fall­zah­len zu rech­nen. Obers­tes Gebot ist es, andau­ern­de Miss­brauchs­fäl­le zu ent­de­cken, zu sank­tio­nie­ren und die­se Straf­ta­ten aus dem Dun­kel­feld ins Hell­feld zu holen”, erläu­tert Tho­mas Meme­ring die­se Entwicklung.

Zudem fügt Tho­mas Meme­ring noch hin­zu, dass auch Kin­der und Jugend­li­che mit dem Besitz sol­cher straf­recht­lich rele­van­ten Inhal­te die Tat­be­stands­merk­ma­le der­ar­ti­ger Straf­ta­ten erfül­len und sich des­sen oft­mals nicht bewusst sei­en. Im Zeit­al­ter der Digi­ta­li­sie­rung und der Nut­zung von zahl­rei­chen Social-Media-Platt­for­men sei­en kin­der­por­no­gra­fi­sche Inhal­te schnell geteilt, gepos­tet und ver­viel­facht. Häu­fig hand­le es sich um Zufalls­fun­de der­ar­ti­ger Datei­en bei der Ermitt­lung von Dro­gen­de­lik­ten oder der Ver­brei­tung von Kenn­zei­chen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Organisationen.

“Wir müs­sen die Medi­en­kom­pe­tenz der Kin­der und Jugend­li­chen, aber zwin­gend auch die der Erzie­hungs­be­rech­tig­ten stär­ken. Vie­le Eltern sind im Unkla­ren dar­über, mit wel­chen Inhal­ten ihre Kin­der täg­lich in Berüh­rung kom­men”, ergänzt Tho­mas Memering.

Chris­ta Frig­ger, Beauf­trag­te für Jugend­sa­chen in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, infor­miert und berät zu die­sen The­men­be­rei­chen. Die Ter­mi­ne für wei­te­re Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen wer­den durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden recht­zei­tig bekannt gegeben.

Tat­mit­tel Internet/ Cybercrime

Unter Inter­net­kri­mi­na­li­tät oder auch Cyber­crime wer­den Taten sub­su­miert, die mit­tels der Nut­zung des Inter­nets began­gen wer­den. Dabei wird zwi­schen Cyber­crime im enge­ren Sin­ne, also Delik­ten, die es nicht off­line gibt (z.B. das sog. Hack­ing) und Cyber­crime im wei­te­ren Sin­ne unter­schie­den. Letz­te­res umfasst Delik­te, die eben­so off­line began­gen wer­den kön­nen (z.B. der Kre­dit­kar­ten­miss­brauch bei Ver­kaufs­platt­for­men). Waren es im Jahr 2019 noch 807 regis­trier­te Fäl­le, so stieg die Anzahl der Straf­ta­ten in die­sem Delikts­be­reich um 30,4% auf nun­mehr ins­ge­samt 1.053 Fäl­le. Erfreu­li­cher­wei­se stie­gen nicht nur die began­ge­nen Straf­ta­ten, son­dern auch die Auf­klä­rungs­quo­te. Wur­den im Jahr 2019 noch 78,31% die­ser Fäl­le auf­ge­klärt, konn­ten im Jahr 2020 bereits 81,39% der Straf­ta­ten aus­er­mit­telt werden.

“Im Inter­net began­ge­ne Straf­ta­ten stel­len einen wich­ti­gen Auf­ga­ben­be­reich unse­rer poli­zei­li­chen Ermitt­lungs­ar­beit dar. Ich bin dank­bar, dass wir in unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on über ein pro­fes­sio­nel­les Cyber­crime-Team ver­fü­gen und durch inten­si­ve Prä­ven­ti­ons­ar­beit immer wie­der gute Erfol­ge erzie­len und dadurch eine Auf­klä­rungs­quo­te von 81,39% errei­chen konn­ten”, erklärt Tho­mas Memering.

Gewalt gegen Polizeibeamte

Unter der Begriff­lich­keit “Gewalt gegen Poli­zei­be­am­te” wer­den die Delik­te des Wider­stan­des und des tät­li­chen Angrif­fes gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te zusam­men­ge­fasst. Mit 90 Fäl­len im Jahr 2020 ist ein Anstieg von 42,86% im Ver­gleich zum Vor­jahr mit 63 Fäl­len zu ver­zeich­nen. Damit stei­gen die all­jähr­lich erho­be­nen Fall­zah­len aus die­sem Delikts­feld bereits zum drit­ten Mal in Fol­ge stark an. Erwäh­nens­wert ist dabei, dass sich die­ser Anstieg nicht nur auf die Städ­te Leer und Emden beschränk­te, son­dern im gesam­ten Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden mess­bar war. Im Bereich der Gemein­den Moorm­er­land und Rhau­der­fehn war eben­falls ein Anstieg die­ser Fall­zah­len zu ver­zeich­nen. In knapp 70% der Fäl­le stan­den die Täter unter dem Ein­fluss von Alko­hol oder Drogen.

“Der erneu­te Anstieg in die­sem Delikts­be­reich ist nicht zu tole­rie­ren und macht mich wütend. Mei­ne Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen leis­ten tag­täg­lich her­vor­ra­gen­de Arbeit zum Woh­le unse­rer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und ver­die­nen es mit Respekt behan­delt zu wer­den. Wer Poli­zei­be­am­tin­nen und Poli­zei­be­am­te angreift, der greift den Rechts­staat an! Wir wer­den die­se Angrif­fe auf Ret­tungs­kräf­te und Poli­zei nicht dul­den und kon­se­quent ver­fol­gen”, so Johan­nes Lind.

Rausch­gift­de­lik­te

Die regis­trier­ten Rausch­gift­de­lik­te, wel­che u.a. durch Ver­stö­ße gegen das Betäu­bungs­mit­tel­ge­setz began­gen wer­den, stie­gen im Ver­gleich zum Vor­jahr (861 Fäl­le) um 33,22%, sodass im Jahr 2020 1.147 Rausch­gift­de­lik­te in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden ver­zeich­net wurden.

Jugend­kri­mi­na­li­tät

Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 584 Kin­der oder Jugend­li­che im Rah­men der poli­zei­li­chen Arbeit als Tat­ver­däch­ti­ge ermit­telt. Die Anzahl an tat­ver­däch­ti­gen Per­so­nen die­ser Alters­klas­se betrug im Vor­jahr 699, sodass ein Rück­gang um 16,45% regis­triert wer­den konnte.

Fazit

Abschlie­ßend sagt Inspek­ti­ons­lei­ter Johan­nes Lind: “Der posi­ti­ve Trend der Kri­mi­nal­sta­tis­tik der letz­ten zwei Jah­re hat sich auch 2020 fort­ge­setzt. Wir haben die his­to­risch höchs­te Auf­klä­rungs­quo­te. Ein der­ar­ti­ges Ergeb­nis kann nur durch eine ver­ant­wor­tungs­vol­le und enga­gier­te Leis­tung aller Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden erzielt wer­den. Ich bedan­ke mich ganz herz­lich für die geleis­te­te Arbeit und die gute Zusam­men­ar­beit mit den Behör­den und Insti­tu­tio­nen. Allen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern dan­ke ich für das ent­ge­gen­ge­brach­te Ver­trau­en und für vie­le ent­schei­den­de Hin­wei­se, die immer wie­der zur Auf­klä­rung von Straf­ta­ten bei­tra­gen. Gemein­sam wol­len wir auch zukünf­tig einen Bei­trag dazu leis­ten, dass sich die Men­schen in unse­rer Regi­on beschützt und wohl fühlen!”


 

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Dieb­stahl, Unfall­flucht und Glät­teun­fall auf A31

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POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 27.03.2026

 
 

Räu­be­ri­scher Dieb­stahl ++ Dieb­stahl vom Boot ++ Ver­kehrs­un­fall­flucht ++ Ver­kehrs­un­fall ++ Glät­teun­fall auf der Autobahn 

 

Leer — Räu­be­ri­scher Diebstahl

Am Don­ners­tag gab es in einem Lebens­mit­tel­ge­schäft in der Ubbo-Emmi­us-Stra­ße in Leer einen Poli­zei­ein­satz. Gegen 15:40 Uhr wur­de durch Mit­ar­bei­ter des Mark­tes eine 22-jäh­ri­ge Frau fest­ge­stellt, die sich auf­grund eines bestehen­den Haus­ver­bo­tes nicht im Geschäft hät­te auf­hal­ten dür­fen. Als eine 24-jäh­ri­ge Mit­ar­bei­te­rin die Frau dar­auf hin­wies, flüch­te­te die 22-Jäh­ri­ge. Hier­bei schubs­te sie die 24-Jäh­ri­ge zu Boden, wel­che dadurch leicht ver­letzt wur­de. Die 22-jäh­ri­ge Beschul­dig­te konn­te jedoch durch wei­te­res Per­so­nal an der Fort­set­zung der Flucht gehin­dert wer­den. Bei der Frau konn­te letzt­lich gering­wer­ti­ges Die­bes­gut fest­ge­stellt wer­den. Sie wur­de durch Poli­zei­kräf­te zur Poli­zei­dienst­stel­le gebracht, um wei­te­re Maß­nah­men durch­zu­füh­ren. Die Frau erwar­tet nun ein Strafverfahren.

Leer — Dieb­stahl vom Boot

Im Zeit­raum zwi­schen Diens­tag­abend bis Don­ners­tag­mor­gen kam es zu einem Dieb­stahl in der Leda­stra­ße in Leer. Der­zeit noch unbe­kann­te Täter ver­schaff­ten sich unbe­rech­tigt Zugang zu einem an einer Anle­ge­stel­le befes­tig­ten Boot. Im Inne­ren des Boo­tes wur­den diver­se Gegen­stän­de ent­wen­det. Die Scha­dens­hö­he ist aktu­ell noch unbe­kannt. Ein Ermitt­lungs­ver­fah­ren wur­de eingeleitet.

Wee­ner — Verkehrsunfallflucht

In Wee­ner kam es am Don­ners­tag gegen 14:00 Uhr zu einer Ver­kehrs­straf­tat. Eine unbe­kann­te Fahr­zeug­füh­re­rin eines Pkw’s mit dun­kel­grü­ner Far­be woll­te von einem Grund­stück auf die Alte Bahn­hof­stra­ße fah­ren, über­sah hier­bei jedoch die von rechts kom­men­de, bevor­rech­tig­te 16-jäh­ri­ge Fahr­rad­fah­re­rin. Es kam zu einem Zusam­men­stoß, wodurch die 16-Jäh­ri­ge stürz­te. Nach einem kur­zen Gespräch setz­te die Auto­fah­re­rin ihre Fahrt fort, ohne sich um die leicht ver­letz­te Fahr­rad­fah­re­rin und eine Scha­dens­re­gu­lie­rung zu bemü­hen. Wer Hin­wei­se zu dem Pkw oder dem Unfall geben kann wird gebe­ten, die Poli­zei in Wee­ner zu kontaktieren.

Moorm­er­land — Verkehrsunfall

Am Don­ners­tag ereig­ne­te sich gegen 14:40 Uhr ein Ver­kehrs­un­fall in der Hein­rich-Lüb­ke-Stra­ße in Moorm­er­land. Eine 72-jäh­ri­ge Fahr­zeug­füh­re­rin eines Pkw Mer­ce­des beab­sich­tig­te aus einer Park­lü­cke her­aus­zu­fah­ren. Sie betä­tig­te ver­se­hent­lich den Vor­wärts­gang und fuhr infol­ge­des­sen über eine Mau­er und gegen ein Ver­kehrs­schild. Wei­ter­hin fuhr der Pkw gegen einen Strom­kas­ten. Die Fahr­zeug­füh­re­rin und ein 67-jäh­ri­ger Bei­fah­rer wur­den durch den Unfall nicht ver­letzt. Das Fahr­zeug war jedoch nicht mehr fahr­be­reit und muss­te durch ein Abschlepp­un­ter­neh­men gebor­gen werden.

Moorm­er­land — Glät­teun­fall auf der Autobahn

Am Don­ners­tag kam es kurz vor Mit­ter­nacht zu einem Ver­kehrs­un­fall auf der A31 in Fahrt­rich­tung Bot­trop kurz vor der Anschluss­stel­le Neer­moor. Ein 25-jäh­ri­ger Fahr­zeug­füh­rer befuhr die A31 mit einem Pkw Mer­ce­des-Benz, als er auf­grund plötz­lich auf­tre­ten­den Schnee­falls und dadurch ent­stan­de­ner Glät­te die Kon­trol­le über das Fahr­zeug ver­lor. Der Pkw kam von der Fahr­bahn ab, kol­li­dier­te mit Schutz­plan­ken und letzt­lich mit einem Ret­tungs­wa­gen Mer­ce­des-Benz. Da der Ret­tungs­wa­gen nicht mehr fahr­be­reit war und sich mit­tig der Fahr­bahn befand, wur­de für die Ver­kehrs­un­fall­auf­nah­me und die Ber­gung des Fahr­zeu­ges eine Voll­sper­rung ein­ge­rich­tet. Die Sper­rung blieb für ca. 1,5 Stun­den bestehen. Eine Bei­fah­re­rin in dem Ret­tungs­wa­gen wur­de durch den Unfall leicht ver­letzt. An den Fahr­zeu­gen sowie den Schutz­plan­ken ent­stand Sach­scha­den in der­zeit noch unbe­kann­ter Höhe.

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Kri­mi­nal­sta­tis­tik 2025: Hohe Auf­klä­rungs­quo­te bei leicht stei­gen­der Kriminalität

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Kri­mi­nal­sta­tis­tik 2025: Hohe Auf­klä­rungs­quo­te bei leicht stei­gen­der Kriminalität

Leer/Emden. Die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden hat ihre Kri­mi­nal­sta­tis­tik für das Jahr 2025 vor­ge­stellt. Das Gesamt­bild zeigt eine weit­ge­hend sta­bi­le Sicher­heits­la­ge bei leicht stei­gen­den Fall­zah­len – bei gleich­zei­tig erneut sehr hoher Aufklärungsquote.

Gesamt­ent­wick­lung: Leich­ter Anstieg, lang­fris­tig rückläufig

Im Jahr 2025 regis­trier­te die Poli­zei ins­ge­samt 13.472 Straf­ta­ten. Das ent­spricht einem Anstieg um 3,09 Pro­zent (+404 Fäl­le) gegen­über 2024 (13.068 Fälle).

Trotz die­ser Ent­wick­lung bleibt der lang­fris­ti­ge Trend rück­läu­fig:
2015 wur­den noch 14.532 Straf­ta­ten erfasst.

Auch die soge­nann­te Häu­fig­keits­zahl – also Straf­ta­ten pro 100.000 Ein­woh­ner – stieg leicht von 5.819 auf 6.171 (+6,05 %). Damit liegt die Regi­on leicht über dem nie­der­säch­si­schen Durch­schnitt (6.134).

Im Zustän­dig­keits­be­reich leben rund 218.300 Men­schen.

Ent­wick­lung in Emden

Für die Stadt Emden ergibt sich ein gegen­läu­fi­ger Trend:

  • 4.154 Straf­ta­ten (–3,82 %)
  • Häu­fig­keits­zahl leicht gesun­ken: 8.443 (2024: 8.526)

Hohe Auf­klä­rungs­quo­te bleibt stabil

Die Auf­klä­rungs­quo­te liegt bei 70,69 Pro­zent und damit nahe­zu auf dem Niveau des Vor­jah­res. Im lan­des­wei­ten Ver­gleich gehört die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden damit erneut zur Spitzengruppe.

Als wesent­li­cher Fak­tor für den leich­ten Anstieg der Fall­zah­len wer­den ver­stärk­te Grenz­kon­trol­len im Bereich Bun­de genannt.


Roh­heits­de­lik­te: Zunah­me ins­be­son­de­re bei Raub

Die soge­nann­ten Roh­heits­de­lik­te stie­gen auf 2.574 Fäl­le (+4,25 %). Dazu zäh­len unter anderem:

  • Kör­per­ver­let­zung
  • Raub
  • Bedro­hung und Nötigung

Die Auf­klä­rungs­quo­te ist mit 90,40 Pro­zent sehr hoch.

Auf­fäl­li­ge Entwicklungen:

  • Kör­per­ver­let­zung: 1.654 Fäl­le (weit­ge­hend stabil)
  • Raub­de­lik­te: deut­li­cher Anstieg auf 88 Fäl­le (2024: 53)
  • Stra­ßen­raub: mehr als ver­dop­pelt (31 Fäl­le, zuvor 14)
  • Bedrohung/Nötigung: leicht rückläufig

Mes­ser­an­grif­fe: Wei­ter­hin erhöh­tes Niveau

2025 wur­den 83 Mes­ser­an­grif­fe regis­triert (2024: 79).
Ein Groß­teil ent­fiel auf:

  • Kör­per­ver­let­zung
  • Bedro­hung
  • Raub

Beson­ders relevant:

  • 5 schwe­re Straf­ta­ten gegen Leben oder sexu­el­le Selbst­be­stim­mung unter Ein­satz eines Messers
  • 46 Fäl­le in Emden (deut­lich mehr als 2024: 33)

Häus­li­che Gewalt: Zah­len sta­gnie­ren auf hohem Niveau

Die Fall­zah­len im Bereich häus­li­che Gewalt blei­ben nahe­zu konstant:

  • 814 Fäl­le (2024: 820)

Struk­tur der Delikte:

  • 683 Roh­heits­de­lik­te bzw. Freiheitsdelikte
  • 37 Sexu­al­straf­ta­ten

Wei­te­re Erkenntnisse:

  • 80,34 % der Tat­ver­däch­ti­gen männlich
  • 17,94 % unter Alkoholeinfluss

Lang­fris­tig ist wei­ter­hin ein stei­gen­der Trend erkennbar.


Gewalt gegen Poli­zei­kräf­te nimmt zu

Die Zahl der Angrif­fe auf Poli­zei­be­am­tin­nen und ‑beam­te stieg auf:

  • 104 Fäl­le (+10,64 %)

Zusätz­lich wur­den erfasst:

  • 1 gefähr­li­che Körperverletzung
  • 1 ver­such­tes Tötungsdelikt
  • meh­re­re Bedro­hun­gen und Nötigungen

Fast die Hälf­te der Tat­ver­däch­ti­gen stand unter Alko­hol- oder Drogeneinfluss.


Dieb­stahl: Deut­li­cher Anstieg, sin­ken­de Aufklärung

Die Dieb­stahls­de­lik­te nah­men deut­lich zu:

  • 3.670 Fäl­le (2024: 3.332)

Die Auf­klä­rungs­quo­te sank leicht:

  • 38,04 % (2024: 40,97 %)

Ein­zel­be­rei­che:

  • Fahr­rad­dieb­stahl: star­ker Anstieg auf 716 Fälle
  • Taschen­dieb­stahl: leicht gestiegen

In Emden fällt die Ent­wick­lung mode­ra­ter aus:

  • 286 Fahr­rad­dieb­stäh­le (+2,88 %)

Woh­nungs­ein­bruch: Wei­ter­hin nied­ri­ges Niveau

  • 75 Fäl­le (+5,63 %)
  • Deut­lich unter frü­he­ren Wer­ten (2016: 301 Fälle)

Auf­klä­rungs­quo­te:

  • 22,67 %

Tages­woh­nungs­ein­brü­che:

  • 39 Fäl­le (+25,81 %)
  • Auf­klä­rungs­quo­te deut­lich gestie­gen auf 41,03 %

Sexu­al­de­lik­te: Hohe Auf­klä­rungs­quo­te, digi­ta­le Delik­te neh­men zu

  • 442 Fäl­le (+0,68 %)
  • Auf­klä­rungs­quo­te: 93,67 %

Auf­fäl­lig:

  • 230 Fäl­le Ver­brei­tung por­no­gra­fi­scher Inhal­te (+16,75 %)
  • 211 Fäl­le mit kin­der- und jugend­por­no­gra­fi­schen Inhal­ten (Anstieg)

Rück­gän­ge gab es bei:

  • sexu­el­ler Nötigung
  • sexu­el­lem Miss­brauch von Kindern
  • exhi­bi­tio­nis­ti­schen Delikten

Vie­le die­ser Straf­ta­ten fin­den im digi­ta­len Raum statt.


Rausch­gift­kri­mi­na­li­tät: Rück­gang durch Cannabis-Teillegalisierung

  • 879 Fäl­le (–5,38 %)
  • Auf­klä­rungs­quo­te: 90,33 %

Der Rück­gang hängt maß­geb­lich mit der Teil­le­ga­li­sie­rung von Can­na­bis zusam­men. Gleich­zei­tig bleibt der ille­ga­le Dro­gen­markt wei­ter­hin relevant.


Tat­ver­däch­ti­ge: Mehr Fäl­le, sta­bi­le Struktur

2025 wur­den 7.005 Tat­ver­däch­ti­ge ermittelt:

  • 5.306 männ­lich
  • 1.699 weib­lich

Wei­te­re Merkmale:

  • 4.731 deut­sche Staatsangehörige
  • 2.274 nicht­deut­sche Tatverdächtige

Alters­struk­tur:

  • 5.624 Erwach­se­ne
  • 491 Her­an­wach­sen­de
  • 604 Jugend­li­che
  • 286 Kin­der

Rund zwei Drit­tel der Tat­ver­däch­ti­gen stam­men aus der Region.


Jugend­kri­mi­na­li­tät: Beson­ders Emden im Fokus

Die Zahl jun­ger Tat­ver­däch­ti­ger blieb nahe­zu konstant:

  • 1.381 Per­so­nen (+2,30 %)
  • Anteil: etwa 20 %

Auf­fäl­lig:

  • Zunah­me bei Kin­dern und Jugendlichen
  • Beson­ders stark in Emden: 
    • Kin­der: +79,41 % (von 68 auf 122)

Hin­ter­grund ist eine iden­ti­fi­zier­te Jugend­grup­pie­rung, die inzwi­schen nicht mehr aktiv ist.

Schwer­punk­te:

  • Roh­heits­de­lik­te
  • Sach­be­schä­di­gung
  • Laden­dieb­stahl

Betrug zum Nach­teil von Senio­ren: Deut­li­cher Anstieg

Ein beson­ders besorg­nis­er­re­gen­der Trend zeigt sich bei Betrugs­de­lik­ten gegen älte­re Menschen:

  • 225 Fäl­le (2024: 155)

Typi­sche Maschen:

  • „Schock­an­ru­fe“
  • fal­sche Poli­zei­be­am­te oder Amtspersonen
  • Enkel­trick

Vie­le Taten blie­ben im Ver­suchs­sta­di­um, zei­gen jedoch die hohe Gefährdungslage.


 

Die Kri­mi­na­li­täts­la­ge in Leer und Emden bleibt ins­ge­samt sta­bil. Der leich­te Anstieg der Fall­zah­len wird vor allem auf ver­stärk­te Kon­trol­len zurück­ge­führt. Gleich­zei­tig unter­streicht die wei­ter­hin sehr hohe Auf­klä­rungs­quo­te die effek­ti­ve Polizeiarbeit.

Beson­de­re Her­aus­for­de­run­gen zei­gen sich in ein­zel­nen Deliktsfeldern:

  • Zunah­me von Raubdelikten
  • stei­gen­de Gewalt gegen Einsatzkräfte
  • wach­sen­der Betrug zulas­ten älte­rer Menschen
  • zuneh­men­de digi­ta­le Kriminalität

Par­al­lel dazu bestä­ti­gen lang­fris­ti­ge Trends – etwa beim Woh­nungs­ein­bruch – die Wirk­sam­keit prä­ven­ti­ver Maßnahmen.

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Blaulicht

Betrug durch Love Scamming – hohe Geld­sum­me verloren

Veröffentlicht

am

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 26.03.2026 — Betrug Love Scamming

 
 

Betrug Love Scamming ++ Sach­be­schä­di­gung ++ Ver­kehrs­un­fall ++ Ver­kehrs­un­fall­flucht mit Fahrrad 

 

Rhau­der­fehn — Betrug Love Scamming

In den letz­ten Mona­ten kam es zu einem Vor­fall von Love Scamming. Eine 53-jäh­ri­ge geschä­dig­te Frau aus Rhau­der­fehn wur­de hier­bei durch eine Inter­net­be­kannt­schaft über Face­book der­art getäuscht, dass sie Geld­be­trä­ge im hohen fünf­stel­li­gen Bereich über­wies. Zunächst ent­wi­ckel­te sich im Lau­fe der Zeit eine schein­bar gute Bekannt­schaft. Das Gegen­über zeig­te sich nah­bar. In dem wei­te­ren Ver­lauf inten­si­vier­te der der­zeit noch unbe­kann­te Täter die Bezie­hung durch emo­tio­na­le Annä­he­rung. Letzt­lich behaup­te­te der Täter über einen Zeit­raum von meh­re­ren Wochen, dass ver­schie­de­ne Not­si­tua­tio­nen vor­lie­gen wür­den, bei wel­chen er Unter­stüt­zung bräuch­te. Die Geschä­dig­te über­wies dar­auf­hin mehr­fach und auf unter­schied­li­che Kon­ten hohe Geldbeträge.

Die Poli­zei Leer/Emden warnt erneut vor Bekannt­schaf­ten im Inter­net, wel­che über den Auf­bau einer Ver­bin­dung ver­su­chen, die Geschä­dig­ten zu Leis­tun­gen oder Hand­lun­gen zu drän­gen. Die Täter sind meist geschult und gehen pro­fes­sio­nell vor, sodass sich eine emo­tio­na­le Abhän­gig­keit auf­baut. Oft­mals über­neh­men die Täter hier­bei tat­säch­lich exis­tie­ren­de Iden­ti­tä­ten mit reel­len Bil­dern ande­rer Per­so­nen oder nut­zen eine täu­schend echt erschei­nen­de, mit­tels KI gene­rier­te, Iden­ti­tät. Manch­mal dau­ert es Wochen, manch­mal Jah­re, bis ers­te Geld­for­de­run­gen ein­ge­hen. Das Gegen­über täuscht Not­la­gen aus unter­schied­lichs­ten Grün­den vor:

   - Man benötige Geld für erkrankte oder an Notsituationen leidenden
     Familienmitglieder und/oder Bekannte,
   - Man sei selber erkrankt oder verunfallt,
   - Man leide unter Schulden,
   - Man würde gerne zu Besuch kommen, brauche jedoch Geld für den 
     Flug,
   - Man sei Opfer von Diebstahl geworden.

Der emo­tio­na­le Druck wird hier­bei wei­ter­hin stark erhöht. Nicht sel­ten wer­de gefor­dert, dem Gegen­über aus Lie­be finan­zi­ell zu hel­fen. Wird den For­de­run­gen nicht mehr ent­spro­chen, wird der Kon­takt schlag­ar­tig been­det. Die ‘Per­son’ ver­schwin­det, als hät­te es sie nie gegeben.

Die Poli­zei emp­fiehlt, nie­mals per­so­nen­be­zo­ge­ne Infor­ma­tio­nen und pri­va­te Erreich­bar­kei­ten mit­zu­tei­len. Wer­den Sie bei emo­tio­na­len Annä­he­run­gen wach­sam und sen­den Sie nie­mals Geld an Per­so­nen, die Sie nicht per­sön­lich ken­nen­ge­lernt haben. Spre­chen Sie bei dem gerings­ten Ver­dacht mit Ihnen ver­trau­ten Per­so­nen. Es besteht nicht nur die Gefahr, Ver­mö­gen zu ver­lie­ren, son­dern auch psy­chisch schwer unter dem Erleb­ten zu lei­den. Hier erhal­ten Sie aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen und Hil­fe­stel­lun­gen zu der The­ma­tik Love-Scamming: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/.

Leer — Sachbeschädigung

Am Mitt­woch­abend, gegen 19:40 Uhr mel­de­te ein Zeu­ge der Poli­zei, dass meh­re­re Per­so­nen auf einem Grund­stück in der Rem­brandt­stra­ße in Leer ver­su­chen wür­den, eine Schei­be eines Ein­fa­mi­li­en­hau­ses ein­zu­schla­gen. Bei Ein­tref­fen der Poli­zei­kräf­te waren die Per­so­nen bereits geflüch­tet. Bei der Sach­ver­halts­auf­nah­me konn­te fest­ge­stellt wer­den, dass eine Fens­ter­schei­be beschä­digt wur­de. Der Scha­den wird auf ca. 500,-EUR geschätzt. Wer Hin­wei­se zu den Per­so­nen geben kann wird gebe­ten, die Poli­zei in Leer zu kontaktieren.

Emden — Verkehrsunfall

In der Nacht zu Mitt­woch kam es gegen 03:50 Uhr zu einem Ver­kehrs­un­fall in der Bol­ten­tor­stra­ße in Emden. Ein 21-jäh­ri­ger Mann befuhr mit sei­nem Pkw Seat den Stein­weg in Fahrt­rich­tung Bol­ten­tor­stra­ße. In einer dor­ti­gen Links­kur­ve kam er nach rechts von der Fahr­bahn ab und stieß mit einem Brü­cken­ge­län­der zusam­men. Das Gelän­der wur­de teil­wei­se zer­stört und muss­te durch den zustän­di­gen Bau­hof gesi­chert wer­den. Eben­so wur­de der Pkw mas­siv beschä­digt, die­ser wur­de durch ein Abschlepp­un­ter­neh­men geborgen.

Wes­t­ov­er­le­din­gen — Ver­kehrs­un­fall­flucht mit Fahrrad

Eine 38-jäh­ri­ge Fahr­rad­fah­re­rin befuhr am gest­ri­gen Mit­tag mit einem Fahr­rad und einem Kin­der­an­hän­ger den Rad­weg der Papen­bur­ger Stra­ße in Fahrt­rich­tung Papen­burg. Im Anhän­ger befan­den sich ein 5‑jähriges und ein 2‑jähriges Kind. Gegen 12:50 Uhr kam ihr ein der­zeit noch unbe­kann­ter Fahr­rad­fah­rer mit einem dunk­len Pedelec ent­ge­gen. Kurz vor der Ein­mün­dung Fehnt­jer Stra­ße über­sah der augen­schein­lich jun­ge Fahr­rad­fah­rer die ent­ge­gen­kom­men­de 38-Jäh­ri­ge, sodass bei­de Fahr­rä­der zusam­men­stie­ßen. Der Unbe­kann­te tou­chier­te zunächst das Fahr­rad der Geschä­dig­ten und fuhr dann in den Kin­der­an­hän­ger. Die Dame fiel dar­auf­hin zu Boden und ver­letz­te sich leicht. Eben­so wur­de das 2‑jährige Kind im Anhän­ger leicht ver­letzt. Der jun­ge Mann ent­fern­te sich dar­auf­hin mit sei­nem Fahr­rad, ohne sei­ne Per­so­nal­da­ten mit­zu­tei­len. Wer Anga­ben zu dem Vor­fall oder zu dem Fahr­rad­fah­rer machen kann, wird gebe­ten, die Poli­zei in Rhau­der­fehn oder Leer zu kontaktieren.

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