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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020

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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020++Historisch höchs­te Aufklärungsquote

Leer/Emden — Nach der Vor­stel­lung der Poli­zei­li­chen Kri­mi­nal­sta­tis­tik durch das Nie­der­säch­si­sche Innen­mi­nis­te­ri­um und der Poli­zei­di­rek­ti­on Osna­brück wird die­se nun auch durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden veröffentlicht.

Die Anzahl der Straf­ta­ten bleibt wei­ter­hin auf einem sehr nied­ri­gen Niveau und hat sich im Ver­gleich zum Jahr 2019 (12.731) auf 12.660 Taten im Land­kreis Leer und der Stadt Emden ver­rin­gert. Die Auf­klä­rungs­quo­te der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden konn­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals um 2,9% auf 66,3% gestei­gert wer­den. Dies ist der höchs­te Wert seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden im Jahr 2004.

Johan­nes Lind, Lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, äußert sich zu die­sen Ent­wick­lun­gen: “Ich freue mich, dass sich der Rück­gang der Fall­zah­len auch in die­sem Jahr fort­setzt und sich die sou­ve­rä­ne und enga­gier­te Poli­zei­ar­beit aus­zahlt. Gera­de im letz­ten Jahr waren die Anfor­de­run­gen an die Poli­zei immens und die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on stär­ker denn je gefor­dert. Den­noch konn­te die Auf­klä­rungs­quo­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals gestei­gert wer­den. Dies ist nicht nur dem Ein­satz der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, son­dern auch vie­len Hin­wei­sen aus der Bevöl­ke­rung zu ver­dan­ken. Sowohl über den direk­ten Aus­tausch der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, als auch über die sozia­len Netz­wer­ke, erhal­ten wir immer wie­der wert­vol­le Hin­wei­se, die wir in unse­re Ermitt­lungs­ar­beit ein­be­zie­hen. In unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on konn­ten mehr als 6 von 10 Straf­ta­ten auf­ge­klärt wer­den. Las­sen Sie uns die­se bewähr­te Zusam­men­ar­beit ste­tig ver­bes­sern, damit die Men­schen sich in die­ser Regi­on wei­ter behü­tet füh­len können!”

Durch die Häu­fig­keits­zahl (Hz) wird die Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung einer Regi­on gemes­sen (Straf­ta­ten pro 100.000 Ein­woh­ner). Durch die­se kann die Gefahr, Opfer einer Straf­tat zu wer­den, sta­tis­tisch dar­ge­stellt wer­den. Im Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden fällt die­se um 0,86% auf 5.737 (2019: 5.787) und liegt damit im Ver­gleich unter dem Lan­des­durch­schnitt von 6.219.

Kern­aus­sa­gen der PKS 2020

1. Anzahl der Straf­ta­ten fort­wäh­rend auf nied­ri­gem Niveau

2. Erneu­ter Anstieg der Auf­klä­rungs­quo­te auf 66,3% (Höchst­wert seit Bestehen der Polizeiinspektion)

3. Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung wei­ter­hin unter dem Landesdurchschnitt

4. Star­ker Rück­gang der Eigen­tums­de­lik­te (11,8% weni­ger Straftaten)

5. Wei­ter­hin Anstieg bei der Ver­brei­tung por­no­gra­fi­scher Erzeugnisse

6. 27,6% weni­ger Ein­bruchs­de­lik­te im Ver­gleich zum Vor­jahr und somit nied­rigs­ter Stand seit 2010

7. Wei­ter­hin mehr Straf­ta­ten unter Zuhil­fe­nah­me des Inter­nets (Anstieg von 30,4%)

8. Erneut star­ke Zunah­me bei Wider­stän­den und tät­li­chen Angrif­fen gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te (Anstieg von 42,86%)

9. Weni­ger tat­ver­däch­ti­ge Kin­der und Jugend­li­che (Rück­gang von 16,45%)

Dieb­stahls­de­lik­te

Die­ser Bereich umfasst die soge­nann­ten Eigen­tums­de­lik­te wie etwa den Laden‑, Fahrrad‑, oder Taschen­dieb­stahl, aber auch Dieb­stäh­le unter erschwe­ren­den Umstän­den oder Ein­bruchs­hand­lun­gen. Letz­te­re wer­den jedoch geson­dert im nach­fol­gen­den Unter­punkt behan­delt. Der Trend bei den Dieb­stahls­de­lik­ten ist durch­aus posi­tiv zu betrach­ten. Im Jahr 2019 wur­den 4.525 Straf­ta­ten aus die­sem Delikts­feld regis­triert. Im Jahr 2020 konn­ten ledig­lich 3.991 Taten ver­zeich­net wer­den, was einen Rück­gang von 11,8% im Ver­gleich zum Vor­jahr bedeu­tet. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist der Rück­gang von Fahr­rad­dieb­stäh­len. Im Ver­gleich zum Jahr 2019, in dem 1.130 Fahr­rä­der ent­wen­det wur­den, sind im Jahr 2020 rund 22,1% weni­ger Fahr­rä­der wider­recht­lich abhan­den­ge­kom­men. Die­ser Rück­gang mar­kiert den nied­rigs­ten Stand seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden. Dabei konn­te die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bei den nun­mehr 880 ent­wen­de­ten Fahr­rä­dern eine Auf­klä­rungs­quo­te von 18,4% erzie­len und liegt damit deut­lich über dem nie­der­säch­si­schen Durch­schnitt von 14,3%. Mit 29,4% und ins­ge­samt 77 Fäl­len ist auch ein erheb­li­cher Rück­gang im Bereich der Taschen­dieb­stahls­de­lik­te regis­triert wor­den. Im Jahr 2019 wur­den noch 109 Straf­ta­ten die­ser Art aufgenommen.

Tho­mas Meme­ring, in sei­ner Funk­ti­on als Lei­ter des Zen­tra­len Kri­mi­nal­diens­tes der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, begrün­det die­sen Rück­gang wie folgt: “Der Rück­gang der Taschen­dieb­stäh­le ist unter ande­rem auf die feh­len­den Tat­ge­le­gen­hei­ten zurück­zu­füh­ren. Durch die Maß­nah­men der Regie­rung zur Ein­däm­mung der Coro­na-Pan­de­mie, wur­den hoch­fre­quen­tier­te Groß­ver­an­stal­tun­gen wie etwa der Gal­li- oder Weih­nachts­markt abge­sagt. Die gro­ßen Men­schen­mas­sen, in denen die Täter übli­cher­wei­se agie­ren, blie­ben aus und somit auch die güns­ti­gen Gele­gen­hei­ten zur Durch­füh­rung einer sol­chen Tat.”

Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät

Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che von 232 auf 168 gesun­ken, dies ist ein Rück­gang um 27,6% und der nied­rigs­te Stand der letz­ten zehn Jah­re. 2016 waren es noch 466 Taten. Von den 168 Taten des letz­ten Jah­res ende­ten 60 im Ver­suchs­sta­di­um. Die Auf­klä­rungs­quo­te beträgt 33,9% und bleibt somit auf einem rela­tiv kon­stan­ten Niveau (2019: 37,5%).

Hier­zu Johan­nes Lind: “Die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che ist auf dem nied­rigs­ten Stand der letz­ten 10 Jah­re. In der Ver­gan­gen­heit war die Bekämp­fung der Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät immer wie­der Fokus poli­zei­li­cher Arbeit und der Erfolg ist noch heu­te spür­bar. Als es im Jahr 2016 in die­sem Delikts­be­reich zu einem enor­men Anstieg der Fall­zah­len kam, haben wir umge­hend reagiert und vie­le per­so­nel­le Res­sour­cen ein­ge­setzt. Damals konn­ten wir inner­halb kür­zes­ter Zeit meh­re­re Per­so­nen fest­neh­men, gegen die anschlie­ßend Unter­su­chungs­haft oder Haft ange­ord­net wur­de. Wei­ter­hin ist es das Ergeb­nis guter Prä­ven­ti­ons­ar­beit im Bereich des Ein­bruch­schut­zes, wel­che die Poli­zei­in­spek­ti­on in den letz­ten Jah­ren geleis­tet hat. Im ver­gan­ge­nen Jahr waren die Wohnungseigentümer*innen auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie häu­fi­ger Zuhau­se, wel­ches sich gewiss posi­tiv auf die rück­gän­gi­gen Zah­len auswirkt. ”

Roh­heits­de­lik­te

Im Jahr 2019 wur­den ins­ge­samt 1.878 Roh­heits­de­lik­te poli­zei­lich auf­ge­nom­men. Unter Roh­heits­de­lik­ten ver­steht man Straf­ta­ten aus dem Bereich der Raub- oder Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te, aber auch Straf­ta­ten gegen die per­sön­li­che Frei­heit. Den über­wie­gen­den Anteil an Roh­heits­de­lik­ten machen grund­sätz­lich ein­fa­che Kör­per­ver­let­zun­gen im Sin­ne des § 223 StGB aus. Im Jahr 2019 wur­den 1.353 Fäl­le der Kör­per­ver­let­zung regis­triert, wohin­ge­gen im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.261 Fäl­le ver­zeich­net wur­den. Dies bedeu­tet einen Rück­gang von 6,8%. Zusam­men­fas­send wur­den im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.876 Roh­heits­de­lik­te ver­zeich­net, das Niveau ist somit konstant.

Sexu­al­de­lik­te

Als Sexu­al­de­lik­te wer­den Straf­ta­ten bezeich­net, die sich gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung des Opfers rich­ten. So zäh­len u.a. sexu­el­le Nöti­gun­gen, exhi­bi­tio­nis­ti­sche Hand­lun­gen, aber auch der Tat­be­stand der Ver­ge­wal­ti­gung oder das Ver­brei­ten bzw. der Besitz und die Her­stel­lung von kin­der­por­no­gra­fi­schen Inhal­ten zu den soge­nann­ten Sexu­al­de­lik­ten. Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 271 Sexu­al­de­lik­te sei­tens der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bear­bei­tet. Im Ver­gleich zum Vor­jahr, in dem 230 Sexu­al­de­lik­te regis­triert wur­den, bedeu­tet dies einen Anstieg von 17,83%. Ursäch­lich für die­sen Anstieg ist dabei vor­nehm­lich der Bereich der Ver­brei­tung bzw. des Besit­zes und der Her­stel­lung von Kin­der­por­no­gra­fie. Konn­ten im Jahr 2019 noch 47 Fäl­le ver­zeich­net wer­den, wur­den im Jahr 2020 bereits 111 Straf­ta­ten die­ser Kate­go­rie regis­triert. Dies bedeu­tet einen Anstieg von 136,17% im Ver­gleich zum Vorjahr.

“Durch inten­si­vier­te Ermitt­lungs­ar­beit sei­tens der Poli­zei und wei­te­ren Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den stei­gen die Fall­zah­len an. So sind bei­spiels­wei­se US-ame­ri­ka­ni­sche Pro­vi­der ver­pflich­tet, dort bekannt gewor­de­ne straf­recht­lich rele­van­te Sach­ver­hal­te an die halb­staat­li­che Orga­ni­sa­ti­on Natio­nal Cen­ter For Miss­ing and Exploi­ted Child­ren (NCMEC) wei­ter­zu­lei­ten. Die­se Orga­ni­sa­ti­on nimmt neben den Infor­ma­tio­nen der ver­schie­dens­ten Pro­vi­der auch Hin­wei­se von Pri­vat­per­so­nen ent­ge­gen, ana­ly­siert und bewer­tet die­se und lei­tet sie folg­lich an die jewei­li­gen zustän­di­gen Behör­den in den USA und ins Aus­land wei­ter. Hin­sicht­lich der inten­si­vier­ten Ermitt­lungs­ar­beit der Behör­den und wei­te­ren gesetz­li­chen Rege­lun­gen zur Bekämp­fung die­ses Kri­mi­na­li­täts­fel­des, ist auch im kom­men­den Jahr mit einem star­ken Anstieg die­ser Fall­zah­len zu rech­nen. Obers­tes Gebot ist es, andau­ern­de Miss­brauchs­fäl­le zu ent­de­cken, zu sank­tio­nie­ren und die­se Straf­ta­ten aus dem Dun­kel­feld ins Hell­feld zu holen”, erläu­tert Tho­mas Meme­ring die­se Entwicklung.

Zudem fügt Tho­mas Meme­ring noch hin­zu, dass auch Kin­der und Jugend­li­che mit dem Besitz sol­cher straf­recht­lich rele­van­ten Inhal­te die Tat­be­stands­merk­ma­le der­ar­ti­ger Straf­ta­ten erfül­len und sich des­sen oft­mals nicht bewusst sei­en. Im Zeit­al­ter der Digi­ta­li­sie­rung und der Nut­zung von zahl­rei­chen Social-Media-Platt­for­men sei­en kin­der­por­no­gra­fi­sche Inhal­te schnell geteilt, gepos­tet und ver­viel­facht. Häu­fig hand­le es sich um Zufalls­fun­de der­ar­ti­ger Datei­en bei der Ermitt­lung von Dro­gen­de­lik­ten oder der Ver­brei­tung von Kenn­zei­chen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Organisationen.

“Wir müs­sen die Medi­en­kom­pe­tenz der Kin­der und Jugend­li­chen, aber zwin­gend auch die der Erzie­hungs­be­rech­tig­ten stär­ken. Vie­le Eltern sind im Unkla­ren dar­über, mit wel­chen Inhal­ten ihre Kin­der täg­lich in Berüh­rung kom­men”, ergänzt Tho­mas Memering.

Chris­ta Frig­ger, Beauf­trag­te für Jugend­sa­chen in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, infor­miert und berät zu die­sen The­men­be­rei­chen. Die Ter­mi­ne für wei­te­re Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen wer­den durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden recht­zei­tig bekannt gegeben.

Tat­mit­tel Internet/ Cybercrime

Unter Inter­net­kri­mi­na­li­tät oder auch Cyber­crime wer­den Taten sub­su­miert, die mit­tels der Nut­zung des Inter­nets began­gen wer­den. Dabei wird zwi­schen Cyber­crime im enge­ren Sin­ne, also Delik­ten, die es nicht off­line gibt (z.B. das sog. Hack­ing) und Cyber­crime im wei­te­ren Sin­ne unter­schie­den. Letz­te­res umfasst Delik­te, die eben­so off­line began­gen wer­den kön­nen (z.B. der Kre­dit­kar­ten­miss­brauch bei Ver­kaufs­platt­for­men). Waren es im Jahr 2019 noch 807 regis­trier­te Fäl­le, so stieg die Anzahl der Straf­ta­ten in die­sem Delikts­be­reich um 30,4% auf nun­mehr ins­ge­samt 1.053 Fäl­le. Erfreu­li­cher­wei­se stie­gen nicht nur die began­ge­nen Straf­ta­ten, son­dern auch die Auf­klä­rungs­quo­te. Wur­den im Jahr 2019 noch 78,31% die­ser Fäl­le auf­ge­klärt, konn­ten im Jahr 2020 bereits 81,39% der Straf­ta­ten aus­er­mit­telt werden.

“Im Inter­net began­ge­ne Straf­ta­ten stel­len einen wich­ti­gen Auf­ga­ben­be­reich unse­rer poli­zei­li­chen Ermitt­lungs­ar­beit dar. Ich bin dank­bar, dass wir in unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on über ein pro­fes­sio­nel­les Cyber­crime-Team ver­fü­gen und durch inten­si­ve Prä­ven­ti­ons­ar­beit immer wie­der gute Erfol­ge erzie­len und dadurch eine Auf­klä­rungs­quo­te von 81,39% errei­chen konn­ten”, erklärt Tho­mas Memering.

Gewalt gegen Polizeibeamte

Unter der Begriff­lich­keit “Gewalt gegen Poli­zei­be­am­te” wer­den die Delik­te des Wider­stan­des und des tät­li­chen Angrif­fes gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te zusam­men­ge­fasst. Mit 90 Fäl­len im Jahr 2020 ist ein Anstieg von 42,86% im Ver­gleich zum Vor­jahr mit 63 Fäl­len zu ver­zeich­nen. Damit stei­gen die all­jähr­lich erho­be­nen Fall­zah­len aus die­sem Delikts­feld bereits zum drit­ten Mal in Fol­ge stark an. Erwäh­nens­wert ist dabei, dass sich die­ser Anstieg nicht nur auf die Städ­te Leer und Emden beschränk­te, son­dern im gesam­ten Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden mess­bar war. Im Bereich der Gemein­den Moorm­er­land und Rhau­der­fehn war eben­falls ein Anstieg die­ser Fall­zah­len zu ver­zeich­nen. In knapp 70% der Fäl­le stan­den die Täter unter dem Ein­fluss von Alko­hol oder Drogen.

“Der erneu­te Anstieg in die­sem Delikts­be­reich ist nicht zu tole­rie­ren und macht mich wütend. Mei­ne Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen leis­ten tag­täg­lich her­vor­ra­gen­de Arbeit zum Woh­le unse­rer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und ver­die­nen es mit Respekt behan­delt zu wer­den. Wer Poli­zei­be­am­tin­nen und Poli­zei­be­am­te angreift, der greift den Rechts­staat an! Wir wer­den die­se Angrif­fe auf Ret­tungs­kräf­te und Poli­zei nicht dul­den und kon­se­quent ver­fol­gen”, so Johan­nes Lind.

Rausch­gift­de­lik­te

Die regis­trier­ten Rausch­gift­de­lik­te, wel­che u.a. durch Ver­stö­ße gegen das Betäu­bungs­mit­tel­ge­setz began­gen wer­den, stie­gen im Ver­gleich zum Vor­jahr (861 Fäl­le) um 33,22%, sodass im Jahr 2020 1.147 Rausch­gift­de­lik­te in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden ver­zeich­net wurden.

Jugend­kri­mi­na­li­tät

Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 584 Kin­der oder Jugend­li­che im Rah­men der poli­zei­li­chen Arbeit als Tat­ver­däch­ti­ge ermit­telt. Die Anzahl an tat­ver­däch­ti­gen Per­so­nen die­ser Alters­klas­se betrug im Vor­jahr 699, sodass ein Rück­gang um 16,45% regis­triert wer­den konnte.

Fazit

Abschlie­ßend sagt Inspek­ti­ons­lei­ter Johan­nes Lind: “Der posi­ti­ve Trend der Kri­mi­nal­sta­tis­tik der letz­ten zwei Jah­re hat sich auch 2020 fort­ge­setzt. Wir haben die his­to­risch höchs­te Auf­klä­rungs­quo­te. Ein der­ar­ti­ges Ergeb­nis kann nur durch eine ver­ant­wor­tungs­vol­le und enga­gier­te Leis­tung aller Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden erzielt wer­den. Ich bedan­ke mich ganz herz­lich für die geleis­te­te Arbeit und die gute Zusam­men­ar­beit mit den Behör­den und Insti­tu­tio­nen. Allen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern dan­ke ich für das ent­ge­gen­ge­brach­te Ver­trau­en und für vie­le ent­schei­den­de Hin­wei­se, die immer wie­der zur Auf­klä­rung von Straf­ta­ten bei­tra­gen. Gemein­sam wol­len wir auch zukünf­tig einen Bei­trag dazu leis­ten, dass sich die Men­schen in unse­rer Regi­on beschützt und wohl fühlen!”


 

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Ver­kehrs­un­fäl­le in Ost­fries­land: Fuß­gän­ge­rin ver­letzt – zwei Schwer­ver­letz­te bei Unfall

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POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 24.09.2026

 

Emden — Fuß­gän­ge­rin nach Ver­kehrs­un­fall leicht verletzt 

Am 23.09.2026 kam es um 16:10 Uhr in der Neu­tor­stra­ße in Emden zu einem Ver­kehrs­un­fall zwi­schen einer 29-jäh­ri­gen Fuß­gän­ge­rin und einer 81-jäh­ri­gen Mercedesfahrerin.

Die Fuß­gän­ge­rin quer­te die Fahr­bahn bei Grün­licht, wur­de jedoch von der Mer­ce­des­fah­re­rin über­se­hen. Nach bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen hat­te die 81-Jäh­ri­ge zuvor das Rot­licht ihrer Fahr­spur missachtet.

Nach dem Zusam­men­stoß ent­fern­te sich die Mer­ce­des­fah­re­rin zunächst von der Unfal­lört­lich­keit, ohne die erfor­der­li­chen Fest­stel­lun­gen zu ihrer Per­son zu ermög­li­chen. Im Rah­men einer umge­hend ein­ge­lei­te­ten Nah­be­reichs­fahn­dung konn­te sie durch die Poli­zei­be­am­ten fest­ge­stellt werden.

Die 29-jäh­ri­ge Fuß­gän­ge­rin erlitt leich­te Ver­let­zun­gen und wur­de zur wei­te­ren Behand­lung in ein Kran­ken­haus gebracht. Es ent­stand bei dem Unfall ein Sach­scha­den im mitt­le­ren drei­stel­li­gen Bereich.

Rhau­der­fehn — Alko­ho­li­siert mit 1,51 Pro­mil­le am Steuer 

Am 23.09.2026 kon­trol­lier­ten Poli­zei­be­am­te gegen 11:00 Uhr einen 44-jäh­ri­gen Toyo­ta-Fah­rer auf der Lan­des­stra­ße in Rhau­der­fehn. Im Rah­men der Kon­trol­le stell­ten die Beam­ten fest, dass der Fah­rer unter Alko­hol­ein­fluss stand. Eine Atem­al­ko­hol­mes­sung ergab einen Wert von 1,51 Pro­mil­le. Bei dem 44-Jäh­ri­gen wur­de eine Blut­ent­nah­me durch­ge­führt. Die Wei­ter­fahrt wur­de ihm unter­sagt und der Füh­rer­schein sichergestellt.

Große­fehn — Zwei Per­so­nen bei Ver­kehrs­un­fall schwer verletzt

Ein schwe­rer Ver­kehrs­un­fall hat sich am Mitt­woch in der Gemein­de Große­fehn ereig­net. Nach der­zei­ti­gem Erkennt­nis­stand fuhr gegen 15.40 Uhr ein 32 Jah­re alter Vol­vo-Fah­rer auf der B436 in Fahrt­rich­tung Wies­moor. Aus noch unge­klär­ter Ursa­che geriet er zwi­schen Bag­band und Strack­holt auf die Gegen­fahr­bahn und kol­li­dier­te mit einem ent­ge­gen­kom­men­den 58-jäh­ri­gen Trans­por­ter-Fah­rer. Der 32-Jäh­ri­ge und der 58-Jäh­ri­ge wur­den schwer ver­letzt. Bei­de Fah­rer muss­ten von der Feu­er­wehr aus ihren Fahr­zeu­gen befreit wer­den. Sie wur­den vom Ret­tungs­dienst in umlie­gen­de Kran­ken­häu­ser gebracht. Im Ein­satz waren zahl­rei­che Ein­satz­kräf­te der Feu­er­wehr sowie drei Ret­tungs­wa­gen und zwei Not­ärz­te. Ein Ret­tungs­hub­schrau­ber lan­de­te noch an der Unfall­stel­le, kam aber für einen Pati­en­ten­trans­port nicht mehr zum Ein­satz. Die Fahr­zeu­ge muss­ten abge­schleppt wer­den. Eine Spe­zi­al­fir­ma über­nahm die Fahr­bahn­rei­ni­gung. Bis etwa 18.45 Uhr war die Bun­des­stra­ße zwi­schen Strack­holt und Bag­band voll­ge­sperrt. Die Poli­zei hat die Ermitt­lun­gen zur Unfall­ur­sa­che aufgenommen.

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Tank­be­trug in Ost­fries­land: Poli­zei sucht Fah­rer eines wei­ßen BMW mit auf­fäl­li­gem Kapuzenpullover

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Tank­be­trü­ge­rei­en in Caro­li­nen­siel und Wil­helms­ha­ven: Poli­zei sucht BMW-Fah­rer mit auf­fäl­li­gem Kapuzenpullover

Carolinensiel/Wilhelmshaven. Zwei­mal soll ein bis­lang unbe­kann­ter Mann an Tank­stel­len Kraft­stoff getankt und anschlie­ßend die Bezah­lung ver­wei­gert haben. In bei­den Fäl­len nutz­te der Täter nach Anga­ben der Poli­zei einen wei­ßen BMW, an dem jeweils zuvor gestoh­le­ne Kenn­zei­chen ange­bracht waren. Die Poli­zei sucht nun nach Zeugen.

Der ers­te Vor­fall ereig­ne­te sich am Diens­tag, 15. Sep­tem­ber 2026, kurz vor 22 Uhr, an einer Tank­stel­le in Caro­li­nen­siel im Land­kreis Witt­mund. Nach Anga­ben der Poli­zei hielt dort ein männ­li­cher Täter mit einem wei­ßen BMW an. Der Mann tank­te eine grö­ße­re Men­ge Kraft­stoff und füll­te die­sen unter ande­rem in Kanis­ter ab. Anschlie­ßend ver­ließ er das Tank­stel­len­ge­län­de, ohne die Rech­nung zu bezahlen.

Wie sich her­aus­stell­te, waren die Kenn­zei­chen am BMW kurz zuvor in Caro­li­nen­siel gestoh­len worden.

Eine Woche spä­ter erneut an einer Tankstelle

Am Diens­tag, 22. Sep­tem­ber, kam es zu einem wei­te­ren Tank­be­trug. Dies­mal fuhr der Mann gegen 4.28 Uhr mit dem wei­ßen BMW auf das Gelän­de einer Tank­stel­le am Ban­ter Weg in Wil­helms­ha­ven. Erneut tank­te der Unbe­kann­te Kraft­stoff und fuhr anschlie­ßend davon, ohne zu bezahlen.

Auch bei die­sem Vor­fall waren gestoh­le­ne Kenn­zei­chen am Fahr­zeug ange­bracht. Die­se Kenn­zei­chen waren zuvor in Wil­helms­ha­ven ent­wen­det worden.

Nach Ein­schät­zung der Poli­zei besteht ein Zusam­men­hang zwi­schen den bei­den Taten. Bei dem ver­wen­de­ten Fahr­zeug han­delt es sich mut­maß­lich um einen wei­ßen BMW X2.

Auf­fäl­li­ger Kapu­zen­pull­over könn­te bei der Suche helfen

Bei bei­den Taten trug der gesuch­te Mann einen auf­fäl­li­gen Kapu­zen­pull­over. Die­ser ist schwarz und ver­fügt über einen gro­ßen Rücken­auf­druck mit einer comic­ar­ti­gen Figur in Weiß, aus deren Mund eine über­di­men­sio­nier­te rote Zun­ge ragt.

Die Poli­zei hofft nun auf Hin­wei­se von Per­so­nen, denen der beschrie­be­ne BMW oder der Mann mit dem auf­fäl­li­gen Pull­over auf­ge­fal­len ist.

Zeu­gen wer­den gebe­ten, sich unter der Tele­fon­num­mer 04462 9110 bei der Poli­zei zu melden.

Die Poli­zei­in­spek­ti­on Aurich/Wittmund ver­öf­fent­lich­te die Fahn­dungs­in­for­ma­ti­on im Zusam­men­hang mit den bei­den Tankbetrügereien.

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San­ders­feld Sicher­heits­tech­nik GmbH
Am Nüt­ter­moorer Siel­tief 2
26789 Leer
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Blaulicht

Poli­zei sucht Zeu­gen: Graf­fi­ti, Dieb­stäh­le, Unfall­flucht und Fahr­zeug­brand in Ostfriesland

Veröffentlicht

am

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 23.09.2026

 

Zeu­gen gesucht zu Sach­be­schä­di­gun­gen, Dieb­stäh­len & einer Ver­kehrs­un­fall­flucht ++ Fahrzeugbrand 

 

+ Rhau­der­fehn — Unbe­kann­te sprü­hen Graf­fi­ti an Sporthalle +

Im Zeit­raum vom 18.09.2026, 10:00 Uhr, bis 21.09.2026, 17:00 Uhr, wur­de eine Sport­hal­le in der Amsel­stra­ße in Rhau­der­fehn von einer bis­lang unbe­kann­ten Täter­schaft mit Graf­fi­ti besprüht.

Die Poli­zei hat die Ermitt­lun­gen wegen Sach­be­schä­di­gung aufgenommen.

Zeu­gen, die Hin­wei­se zum Tat­ge­sche­hen geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei in Rhau­der­fehn zu melden.

 

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+ Wee­ner — Zwei Sach­be­schä­di­gun­gen im Stadt­ge­biet — Zeu­gen gesucht +

Am 14.09.2026 wur­den der Poli­zei zwei Fäl­le von Sach­be­schä­di­gung im Stadt­ge­biet Wee­ner gemeldet.

In der Wie­sen­stra­ße wur­de die Fas­sa­de einer Grund­schu­le von einer unbe­kann­ten Täter­schaft mit Graf­fi­ti beschmiert. Im Eura­jo­ki Weg wur­de zudem fest­ge­stellt, dass ein Ahorn­baum im dor­ti­gen Stadt­park beschä­digt wurde.

Zeu­gen, die Hin­wei­se zum Tat­ge­sche­hen geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei in Wee­ner zu melden.

+ Emden — Ver­kehrs­un­fall­flucht — Zeu­gen gesucht +

Am 22.09.2026 kam es zwi­schen 14:30 Uhr und 15:25 Uhr in der Mit­tel­wall­stra­ße in Emden zu einer Ver­kehrs­un­fall­flucht. Ein bis­lang unbe­kann­ter Ver­kehrs­teil­neh­mer beschä­dig­te beim Par­ken einen links neben ihm abge­stell­ten wei­ßen Opel Zafi­ra. Anschlie­ßend ent­fern­te er sich vom Unfall­ort, ohne die erfor­der­li­chen Fest­stel­lun­gen zu sei­ner Per­son zu ermöglichen.

Zeu­gen, die Hin­wei­se zum Tat­ge­sche­hen geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei in Emden zu melden.

+ Bor­kum — Unbe­kann­ter wirft Zie­gel­stein auf Sonnenschirm +

Am 20.09.2026 warf eine bis­lang unbe­kann­te Per­son gegen 12:45 Uhr in der Jann-Berg­haus-Stra­ße auf Bor­kum einen Zie­gel­stein auf den Son­nen­schirm einer dor­ti­gen Gast­stät­te. Der Stein durch­brach den Schirm und ver­fehl­te die dar­un­ter sit­zen­den Gäs­te. Ver­letzt wur­de nie­mand. Nach bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen kann aus­ge­schlos­sen wer­den, dass sich der Zie­gel­stein zuvor aus der Fas­sa­de gelöst hat und selbst­stän­dig auf den Son­nen­schirm gefal­len ist. An dem Son­nen­schirm ent­stand ein Sach­scha­den in Höhe eines unte­ren drei­stel­li­gen Betrages.

Zeu­gen, die Hin­wei­se zum Tat­ge­sche­hen geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei Bor­kum zu melden.

+ Leer & Moorm­er­land — Geld­bör­se aus Ruck­sack entwendet +

Am 22.09.2026 ent­wen­de­te eine unbe­kann­te Täter­schaft zwi­schen 12:00 Uhr und 12:30 Uhr in einer Gas­tro­no­mie in der Stra­ße “Bahn­hofs­ring” in Leer die Geld­bör­se einer 68-jäh­ri­gen Geschä­dig­ten aus dem Ruck­sack. Dabei wur­de Die­bes­gut im mitt­le­ren zwei­stel­li­gen Bereich erlangt.

Ein ähn­li­cher Vor­fall ereig­ne­te sich bereits um 10:30 Uhr in einem Lebens­mit­tel­markt in der Nüt­ter­moorer Stra­ße in Moorm­er­land. Dort ent­wen­de­te eine unbe­kann­te Täter­schaft eben­falls eine Geld­bör­se aus der Ein­kaufs­ta­sche einer 74-jäh­ri­gen Geschä­dig­ten. Dabei wur­de Die­bes­gut im nied­ri­gen drei­stel­li­gen Bereich erlangt.

Zeu­gen, die Hin­wei­se zum Tat­ge­sche­hen geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.

+ Detern — Mer­ce­des gerät wäh­rend der Fahrt in Brand +

Am 22.09.2026 kam es gegen 16:45 Uhr in der Pots­hau­ser Stra­ße in Detern zu einem Fahr­zeug­brand. Aus bis­lang unge­klär­ter Ursa­che geriet der Motor­raum eines Mer­ce­des-Benz wäh­rend der Fahrt in Voll­brand. Das Fahr­zeug brann­te nahe­zu voll­stän­dig aus. Der ent­stan­de­ne Sach­scha­den wird nach ers­ten Schät­zun­gen auf einen nied­ri­gen fünf­stel­li­gen Betrag bezif­fert. Per­so­nen wur­den bei dem Brand nicht ver­letzt. Das Auto wur­de durch ein Abschlepp­un­ter­neh­men gebor­gen und anschlie­ßend beschlag­nahmt. Die Poli­zei hat die Ermitt­lun­gen zur Brand­ur­sa­che aufgenommen.

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