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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020

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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020++Historisch höchs­te Aufklärungsquote

Leer/Emden — Nach der Vor­stel­lung der Poli­zei­li­chen Kri­mi­nal­sta­tis­tik durch das Nie­der­säch­si­sche Innen­mi­nis­te­ri­um und der Poli­zei­di­rek­ti­on Osna­brück wird die­se nun auch durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden veröffentlicht.

Die Anzahl der Straf­ta­ten bleibt wei­ter­hin auf einem sehr nied­ri­gen Niveau und hat sich im Ver­gleich zum Jahr 2019 (12.731) auf 12.660 Taten im Land­kreis Leer und der Stadt Emden ver­rin­gert. Die Auf­klä­rungs­quo­te der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden konn­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals um 2,9% auf 66,3% gestei­gert wer­den. Dies ist der höchs­te Wert seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden im Jahr 2004.

Johan­nes Lind, Lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, äußert sich zu die­sen Ent­wick­lun­gen: “Ich freue mich, dass sich der Rück­gang der Fall­zah­len auch in die­sem Jahr fort­setzt und sich die sou­ve­rä­ne und enga­gier­te Poli­zei­ar­beit aus­zahlt. Gera­de im letz­ten Jahr waren die Anfor­de­run­gen an die Poli­zei immens und die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on stär­ker denn je gefor­dert. Den­noch konn­te die Auf­klä­rungs­quo­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals gestei­gert wer­den. Dies ist nicht nur dem Ein­satz der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, son­dern auch vie­len Hin­wei­sen aus der Bevöl­ke­rung zu ver­dan­ken. Sowohl über den direk­ten Aus­tausch der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, als auch über die sozia­len Netz­wer­ke, erhal­ten wir immer wie­der wert­vol­le Hin­wei­se, die wir in unse­re Ermitt­lungs­ar­beit ein­be­zie­hen. In unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on konn­ten mehr als 6 von 10 Straf­ta­ten auf­ge­klärt wer­den. Las­sen Sie uns die­se bewähr­te Zusam­men­ar­beit ste­tig ver­bes­sern, damit die Men­schen sich in die­ser Regi­on wei­ter behü­tet füh­len können!”

Durch die Häu­fig­keits­zahl (Hz) wird die Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung einer Regi­on gemes­sen (Straf­ta­ten pro 100.000 Ein­woh­ner). Durch die­se kann die Gefahr, Opfer einer Straf­tat zu wer­den, sta­tis­tisch dar­ge­stellt wer­den. Im Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden fällt die­se um 0,86% auf 5.737 (2019: 5.787) und liegt damit im Ver­gleich unter dem Lan­des­durch­schnitt von 6.219.

Kern­aus­sa­gen der PKS 2020

1. Anzahl der Straf­ta­ten fort­wäh­rend auf nied­ri­gem Niveau

2. Erneu­ter Anstieg der Auf­klä­rungs­quo­te auf 66,3% (Höchst­wert seit Bestehen der Polizeiinspektion)

3. Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung wei­ter­hin unter dem Landesdurchschnitt

4. Star­ker Rück­gang der Eigen­tums­de­lik­te (11,8% weni­ger Straftaten)

5. Wei­ter­hin Anstieg bei der Ver­brei­tung por­no­gra­fi­scher Erzeugnisse

6. 27,6% weni­ger Ein­bruchs­de­lik­te im Ver­gleich zum Vor­jahr und somit nied­rigs­ter Stand seit 2010

7. Wei­ter­hin mehr Straf­ta­ten unter Zuhil­fe­nah­me des Inter­nets (Anstieg von 30,4%)

8. Erneut star­ke Zunah­me bei Wider­stän­den und tät­li­chen Angrif­fen gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te (Anstieg von 42,86%)

9. Weni­ger tat­ver­däch­ti­ge Kin­der und Jugend­li­che (Rück­gang von 16,45%)

Dieb­stahls­de­lik­te

Die­ser Bereich umfasst die soge­nann­ten Eigen­tums­de­lik­te wie etwa den Laden‑, Fahrrad‑, oder Taschen­dieb­stahl, aber auch Dieb­stäh­le unter erschwe­ren­den Umstän­den oder Ein­bruchs­hand­lun­gen. Letz­te­re wer­den jedoch geson­dert im nach­fol­gen­den Unter­punkt behan­delt. Der Trend bei den Dieb­stahls­de­lik­ten ist durch­aus posi­tiv zu betrach­ten. Im Jahr 2019 wur­den 4.525 Straf­ta­ten aus die­sem Delikts­feld regis­triert. Im Jahr 2020 konn­ten ledig­lich 3.991 Taten ver­zeich­net wer­den, was einen Rück­gang von 11,8% im Ver­gleich zum Vor­jahr bedeu­tet. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist der Rück­gang von Fahr­rad­dieb­stäh­len. Im Ver­gleich zum Jahr 2019, in dem 1.130 Fahr­rä­der ent­wen­det wur­den, sind im Jahr 2020 rund 22,1% weni­ger Fahr­rä­der wider­recht­lich abhan­den­ge­kom­men. Die­ser Rück­gang mar­kiert den nied­rigs­ten Stand seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden. Dabei konn­te die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bei den nun­mehr 880 ent­wen­de­ten Fahr­rä­dern eine Auf­klä­rungs­quo­te von 18,4% erzie­len und liegt damit deut­lich über dem nie­der­säch­si­schen Durch­schnitt von 14,3%. Mit 29,4% und ins­ge­samt 77 Fäl­len ist auch ein erheb­li­cher Rück­gang im Bereich der Taschen­dieb­stahls­de­lik­te regis­triert wor­den. Im Jahr 2019 wur­den noch 109 Straf­ta­ten die­ser Art aufgenommen.

Tho­mas Meme­ring, in sei­ner Funk­ti­on als Lei­ter des Zen­tra­len Kri­mi­nal­diens­tes der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, begrün­det die­sen Rück­gang wie folgt: “Der Rück­gang der Taschen­dieb­stäh­le ist unter ande­rem auf die feh­len­den Tat­ge­le­gen­hei­ten zurück­zu­füh­ren. Durch die Maß­nah­men der Regie­rung zur Ein­däm­mung der Coro­na-Pan­de­mie, wur­den hoch­fre­quen­tier­te Groß­ver­an­stal­tun­gen wie etwa der Gal­li- oder Weih­nachts­markt abge­sagt. Die gro­ßen Men­schen­mas­sen, in denen die Täter übli­cher­wei­se agie­ren, blie­ben aus und somit auch die güns­ti­gen Gele­gen­hei­ten zur Durch­füh­rung einer sol­chen Tat.”

Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät

Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che von 232 auf 168 gesun­ken, dies ist ein Rück­gang um 27,6% und der nied­rigs­te Stand der letz­ten zehn Jah­re. 2016 waren es noch 466 Taten. Von den 168 Taten des letz­ten Jah­res ende­ten 60 im Ver­suchs­sta­di­um. Die Auf­klä­rungs­quo­te beträgt 33,9% und bleibt somit auf einem rela­tiv kon­stan­ten Niveau (2019: 37,5%).

Hier­zu Johan­nes Lind: “Die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che ist auf dem nied­rigs­ten Stand der letz­ten 10 Jah­re. In der Ver­gan­gen­heit war die Bekämp­fung der Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät immer wie­der Fokus poli­zei­li­cher Arbeit und der Erfolg ist noch heu­te spür­bar. Als es im Jahr 2016 in die­sem Delikts­be­reich zu einem enor­men Anstieg der Fall­zah­len kam, haben wir umge­hend reagiert und vie­le per­so­nel­le Res­sour­cen ein­ge­setzt. Damals konn­ten wir inner­halb kür­zes­ter Zeit meh­re­re Per­so­nen fest­neh­men, gegen die anschlie­ßend Unter­su­chungs­haft oder Haft ange­ord­net wur­de. Wei­ter­hin ist es das Ergeb­nis guter Prä­ven­ti­ons­ar­beit im Bereich des Ein­bruch­schut­zes, wel­che die Poli­zei­in­spek­ti­on in den letz­ten Jah­ren geleis­tet hat. Im ver­gan­ge­nen Jahr waren die Wohnungseigentümer*innen auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie häu­fi­ger Zuhau­se, wel­ches sich gewiss posi­tiv auf die rück­gän­gi­gen Zah­len auswirkt. ”

Roh­heits­de­lik­te

Im Jahr 2019 wur­den ins­ge­samt 1.878 Roh­heits­de­lik­te poli­zei­lich auf­ge­nom­men. Unter Roh­heits­de­lik­ten ver­steht man Straf­ta­ten aus dem Bereich der Raub- oder Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te, aber auch Straf­ta­ten gegen die per­sön­li­che Frei­heit. Den über­wie­gen­den Anteil an Roh­heits­de­lik­ten machen grund­sätz­lich ein­fa­che Kör­per­ver­let­zun­gen im Sin­ne des § 223 StGB aus. Im Jahr 2019 wur­den 1.353 Fäl­le der Kör­per­ver­let­zung regis­triert, wohin­ge­gen im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.261 Fäl­le ver­zeich­net wur­den. Dies bedeu­tet einen Rück­gang von 6,8%. Zusam­men­fas­send wur­den im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.876 Roh­heits­de­lik­te ver­zeich­net, das Niveau ist somit konstant.

Sexu­al­de­lik­te

Als Sexu­al­de­lik­te wer­den Straf­ta­ten bezeich­net, die sich gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung des Opfers rich­ten. So zäh­len u.a. sexu­el­le Nöti­gun­gen, exhi­bi­tio­nis­ti­sche Hand­lun­gen, aber auch der Tat­be­stand der Ver­ge­wal­ti­gung oder das Ver­brei­ten bzw. der Besitz und die Her­stel­lung von kin­der­por­no­gra­fi­schen Inhal­ten zu den soge­nann­ten Sexu­al­de­lik­ten. Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 271 Sexu­al­de­lik­te sei­tens der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bear­bei­tet. Im Ver­gleich zum Vor­jahr, in dem 230 Sexu­al­de­lik­te regis­triert wur­den, bedeu­tet dies einen Anstieg von 17,83%. Ursäch­lich für die­sen Anstieg ist dabei vor­nehm­lich der Bereich der Ver­brei­tung bzw. des Besit­zes und der Her­stel­lung von Kin­der­por­no­gra­fie. Konn­ten im Jahr 2019 noch 47 Fäl­le ver­zeich­net wer­den, wur­den im Jahr 2020 bereits 111 Straf­ta­ten die­ser Kate­go­rie regis­triert. Dies bedeu­tet einen Anstieg von 136,17% im Ver­gleich zum Vorjahr.

“Durch inten­si­vier­te Ermitt­lungs­ar­beit sei­tens der Poli­zei und wei­te­ren Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den stei­gen die Fall­zah­len an. So sind bei­spiels­wei­se US-ame­ri­ka­ni­sche Pro­vi­der ver­pflich­tet, dort bekannt gewor­de­ne straf­recht­lich rele­van­te Sach­ver­hal­te an die halb­staat­li­che Orga­ni­sa­ti­on Natio­nal Cen­ter For Miss­ing and Exploi­ted Child­ren (NCMEC) wei­ter­zu­lei­ten. Die­se Orga­ni­sa­ti­on nimmt neben den Infor­ma­tio­nen der ver­schie­dens­ten Pro­vi­der auch Hin­wei­se von Pri­vat­per­so­nen ent­ge­gen, ana­ly­siert und bewer­tet die­se und lei­tet sie folg­lich an die jewei­li­gen zustän­di­gen Behör­den in den USA und ins Aus­land wei­ter. Hin­sicht­lich der inten­si­vier­ten Ermitt­lungs­ar­beit der Behör­den und wei­te­ren gesetz­li­chen Rege­lun­gen zur Bekämp­fung die­ses Kri­mi­na­li­täts­fel­des, ist auch im kom­men­den Jahr mit einem star­ken Anstieg die­ser Fall­zah­len zu rech­nen. Obers­tes Gebot ist es, andau­ern­de Miss­brauchs­fäl­le zu ent­de­cken, zu sank­tio­nie­ren und die­se Straf­ta­ten aus dem Dun­kel­feld ins Hell­feld zu holen”, erläu­tert Tho­mas Meme­ring die­se Entwicklung.

Zudem fügt Tho­mas Meme­ring noch hin­zu, dass auch Kin­der und Jugend­li­che mit dem Besitz sol­cher straf­recht­lich rele­van­ten Inhal­te die Tat­be­stands­merk­ma­le der­ar­ti­ger Straf­ta­ten erfül­len und sich des­sen oft­mals nicht bewusst sei­en. Im Zeit­al­ter der Digi­ta­li­sie­rung und der Nut­zung von zahl­rei­chen Social-Media-Platt­for­men sei­en kin­der­por­no­gra­fi­sche Inhal­te schnell geteilt, gepos­tet und ver­viel­facht. Häu­fig hand­le es sich um Zufalls­fun­de der­ar­ti­ger Datei­en bei der Ermitt­lung von Dro­gen­de­lik­ten oder der Ver­brei­tung von Kenn­zei­chen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Organisationen.

“Wir müs­sen die Medi­en­kom­pe­tenz der Kin­der und Jugend­li­chen, aber zwin­gend auch die der Erzie­hungs­be­rech­tig­ten stär­ken. Vie­le Eltern sind im Unkla­ren dar­über, mit wel­chen Inhal­ten ihre Kin­der täg­lich in Berüh­rung kom­men”, ergänzt Tho­mas Memering.

Chris­ta Frig­ger, Beauf­trag­te für Jugend­sa­chen in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, infor­miert und berät zu die­sen The­men­be­rei­chen. Die Ter­mi­ne für wei­te­re Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen wer­den durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden recht­zei­tig bekannt gegeben.

Tat­mit­tel Internet/ Cybercrime

Unter Inter­net­kri­mi­na­li­tät oder auch Cyber­crime wer­den Taten sub­su­miert, die mit­tels der Nut­zung des Inter­nets began­gen wer­den. Dabei wird zwi­schen Cyber­crime im enge­ren Sin­ne, also Delik­ten, die es nicht off­line gibt (z.B. das sog. Hack­ing) und Cyber­crime im wei­te­ren Sin­ne unter­schie­den. Letz­te­res umfasst Delik­te, die eben­so off­line began­gen wer­den kön­nen (z.B. der Kre­dit­kar­ten­miss­brauch bei Ver­kaufs­platt­for­men). Waren es im Jahr 2019 noch 807 regis­trier­te Fäl­le, so stieg die Anzahl der Straf­ta­ten in die­sem Delikts­be­reich um 30,4% auf nun­mehr ins­ge­samt 1.053 Fäl­le. Erfreu­li­cher­wei­se stie­gen nicht nur die began­ge­nen Straf­ta­ten, son­dern auch die Auf­klä­rungs­quo­te. Wur­den im Jahr 2019 noch 78,31% die­ser Fäl­le auf­ge­klärt, konn­ten im Jahr 2020 bereits 81,39% der Straf­ta­ten aus­er­mit­telt werden.

“Im Inter­net began­ge­ne Straf­ta­ten stel­len einen wich­ti­gen Auf­ga­ben­be­reich unse­rer poli­zei­li­chen Ermitt­lungs­ar­beit dar. Ich bin dank­bar, dass wir in unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on über ein pro­fes­sio­nel­les Cyber­crime-Team ver­fü­gen und durch inten­si­ve Prä­ven­ti­ons­ar­beit immer wie­der gute Erfol­ge erzie­len und dadurch eine Auf­klä­rungs­quo­te von 81,39% errei­chen konn­ten”, erklärt Tho­mas Memering.

Gewalt gegen Polizeibeamte

Unter der Begriff­lich­keit “Gewalt gegen Poli­zei­be­am­te” wer­den die Delik­te des Wider­stan­des und des tät­li­chen Angrif­fes gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te zusam­men­ge­fasst. Mit 90 Fäl­len im Jahr 2020 ist ein Anstieg von 42,86% im Ver­gleich zum Vor­jahr mit 63 Fäl­len zu ver­zeich­nen. Damit stei­gen die all­jähr­lich erho­be­nen Fall­zah­len aus die­sem Delikts­feld bereits zum drit­ten Mal in Fol­ge stark an. Erwäh­nens­wert ist dabei, dass sich die­ser Anstieg nicht nur auf die Städ­te Leer und Emden beschränk­te, son­dern im gesam­ten Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden mess­bar war. Im Bereich der Gemein­den Moorm­er­land und Rhau­der­fehn war eben­falls ein Anstieg die­ser Fall­zah­len zu ver­zeich­nen. In knapp 70% der Fäl­le stan­den die Täter unter dem Ein­fluss von Alko­hol oder Drogen.

“Der erneu­te Anstieg in die­sem Delikts­be­reich ist nicht zu tole­rie­ren und macht mich wütend. Mei­ne Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen leis­ten tag­täg­lich her­vor­ra­gen­de Arbeit zum Woh­le unse­rer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und ver­die­nen es mit Respekt behan­delt zu wer­den. Wer Poli­zei­be­am­tin­nen und Poli­zei­be­am­te angreift, der greift den Rechts­staat an! Wir wer­den die­se Angrif­fe auf Ret­tungs­kräf­te und Poli­zei nicht dul­den und kon­se­quent ver­fol­gen”, so Johan­nes Lind.

Rausch­gift­de­lik­te

Die regis­trier­ten Rausch­gift­de­lik­te, wel­che u.a. durch Ver­stö­ße gegen das Betäu­bungs­mit­tel­ge­setz began­gen wer­den, stie­gen im Ver­gleich zum Vor­jahr (861 Fäl­le) um 33,22%, sodass im Jahr 2020 1.147 Rausch­gift­de­lik­te in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden ver­zeich­net wurden.

Jugend­kri­mi­na­li­tät

Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 584 Kin­der oder Jugend­li­che im Rah­men der poli­zei­li­chen Arbeit als Tat­ver­däch­ti­ge ermit­telt. Die Anzahl an tat­ver­däch­ti­gen Per­so­nen die­ser Alters­klas­se betrug im Vor­jahr 699, sodass ein Rück­gang um 16,45% regis­triert wer­den konnte.

Fazit

Abschlie­ßend sagt Inspek­ti­ons­lei­ter Johan­nes Lind: “Der posi­ti­ve Trend der Kri­mi­nal­sta­tis­tik der letz­ten zwei Jah­re hat sich auch 2020 fort­ge­setzt. Wir haben die his­to­risch höchs­te Auf­klä­rungs­quo­te. Ein der­ar­ti­ges Ergeb­nis kann nur durch eine ver­ant­wor­tungs­vol­le und enga­gier­te Leis­tung aller Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden erzielt wer­den. Ich bedan­ke mich ganz herz­lich für die geleis­te­te Arbeit und die gute Zusam­men­ar­beit mit den Behör­den und Insti­tu­tio­nen. Allen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern dan­ke ich für das ent­ge­gen­ge­brach­te Ver­trau­en und für vie­le ent­schei­den­de Hin­wei­se, die immer wie­der zur Auf­klä­rung von Straf­ta­ten bei­tra­gen. Gemein­sam wol­len wir auch zukünf­tig einen Bei­trag dazu leis­ten, dass sich die Men­schen in unse­rer Regi­on beschützt und wohl fühlen!”


 

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Poli­zei­mel­dun­gen vom 27.04.2026 – Unfall, Flucht und Fan-Auseinandersetzung

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POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 27.04.2026

 
 

A 28/Uplengen — Verkehrsunfall

Am 26.04.2026 befuhr ein 30-jäh­ri­ger Fah­rer eines VW UP! gegen 16:35 Uhr die Aus­fahrt der Anschluss­stel­le Apen/Remels der Auto­bahn 28 in Rich­tung Olden­burg. Am Ende der Aus­fahrt woll­te der 30-Jäh­ri­ge nach rechts auf die August­feh­ner Stra­ße abbie­gen, muss­te aller­dings ver­kehrs­be­dingt abbremsen.

Dies bemerk­te ein 26-jäh­ri­ger Fah­rer eines Kraft­rads, der hin­ter dem VW fuhr, zu spät. Es kam zu einer Kol­li­si­on, bei der sich der 26-Jäh­ri­ge schwe­re Ver­let­zun­gen zuzog. Er wur­de mit einem Ret­tungs­wa­gen in eine Kli­nik gebracht.

Das Kraft­rad war nach dem Unfall nicht mehr fahr­be­reit. Ins­ge­samt ent­stand ein Sach­scha­den im mitt­le­ren vier­stel­li­gen Bereich.

Leer — Verkehrsunfallflucht

Zwi­schen dem 25.05.2026 gegen 15 Uhr und dem 17.04.2026 gegen 10:30 Uhr beschä­dig­te ein unbe­kann­ter Ver­kehrs­teil­neh­mer in der Jahn­stra­ße in Leer einen ord­nungs­ge­mäß am Stra­ßen­rand abge­stell­ten schwar­zen Renault Kadjar. Dabei ent­stand ein Sach­scha­den im unte­ren vier­stel­li­gen Bereich. Der Unfall­ver­ur­sa­cher ent­fern­te sich anschlie­ßend uner­laubt vom Unfall­ort, ohne sich um den ent­stan­de­nen Scha­den zu küm­mern. Zeu­gen des Vor­falls wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.

Emden — Aus­ein­an­der­set­zung im Zusam­men­hang mit Fußballspiel

Im Rah­men eines Fuß­ball­spiels in Emden kam es am 26.04.2026 gegen 11 Uhr zu einer Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen Ange­hö­ri­gen riva­li­sie­ren­der Fan­grup­pen vor einer Loka­li­tät in der Stra­ße “Am Stadt­gar­ten” in Emden. Es kam zu Hand­greif­lich­kei­ten zwi­schen den Grup­pen, in des­sen Ver­lauf Gegen­stän­de und Pyro­tech­nik gewor­fen wur­den. Die Poli­zei, die mit star­ken Kräf­ten vor Ort war, trenn­te die Grup­pen unter ande­rem mit dem Ein­satz von Pfefferspray.

Wäh­rend des Spiels selbst blieb die Lage im Sta­di­on nach aktu­el­lem Stand weit­ge­hend ruhig. Ver­ein­zel­te Vor­fäl­le außer­halb des Sta­di­ons oder im Umfeld wer­den durch die Poli­zei geprüft.

Die Abrei­se der Fans ver­lief über­wie­gend geord­net. Wie bei Spie­len mit erhöh­tem Fan­auf­kom­men üblich, kam es zu poli­zei­li­chen Begleit­maß­nah­men, um Fan­strö­me zu len­ken und riva­li­sie­ren­de Grup­pen zu trennen

Im Zusam­men­hang mit dem Ein­satz­ge­sche­hen wur­den Ermitt­lungs­ver­fah­ren, unter ande­rem wegen Land­frie­dens­bruchs, gegen die fest­ge­stell­ten Per­so­nen ein­ge­lei­tet und dau­ern der­zeit an. Wei­te­re Maß­nah­men, wie Platz­ver­wei­se oder Iden­ti­täts­fest­stel­lun­gen, wur­den lage­ab­hän­gig durch­ge­führt. Ziel sol­cher Maß­nah­men ist unter ande­rem, mög­li­che Tat­be­tei­li­gun­gen zu klä­ren und Beweis­ma­te­ri­al zu sichern.

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Was­ser­rohr­bruch in Heid­jer Stra­ße ver­hin­dert Überflutung

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Feu­er­wehr ver­hin­dert Über­flu­tung nach Was­ser­rohr­bruch in der Heid­jer Straße

Ein mas­si­ver Was­ser­rohr­bruch auf einem Pri­vat­grund­stück an der Heid­jer Stra­ße führ­te am frü­hen Mon­tag­mor­gen zu einem groß­an­ge­leg­ten Ein­satz der Feu­er­wehr Ober­rhei­der­land. Durch das schnel­le Ein­grei­fen der Ret­tungs­kräf­te konn­ten schwe­re Was­ser­schä­den an angren­zen­den Wohn­ge­bäu­den ver­hin­dert werden.

Dra­ma­ti­sche Lage am Einsatzort

Gegen 0:10 Uhr ging der Alarm bei der Feu­er­wehr ein. Im vor­de­ren Gar­ten­be­reich eines Grund­stücks war eine Was­ser­lei­tung geplatzt. Die dar­aus resul­tie­ren­den Was­ser­mas­sen ström­ten unkon­trol­liert über die Fahr­bahn und füll­ten einen benach­bar­ten Ent­wäs­se­rungs­gra­ben inner­halb kür­zes­ter Zeit bis zum Rand. Da das Was­ser bereits unmit­tel­bar davor­stand, in die tie­fer gele­ge­nen Haus­ein­gän­ge der umlie­gen­den Wohn­ge­bäu­de ein­zu­drin­gen, wur­de umge­hend eine umfas­sen­de Alar­mie­rung der Feu­er­wehr, der Poli­zei sowie des Was­ser­ver­sor­gungs­ver­ban­des eingeleitet.

Tech­ni­sche Maß­nah­men und Straßensperrung

Die Wucht des aus­tre­ten­den Was­sers war so enorm, dass gro­ße Men­gen Sand aus dem Unter­grund auf die Stra­ße gespült wur­den. Zur Siche­rung der Ein­satz­stel­le und auf­grund der Ver­schmut­zung muss­te die Heid­jer Stra­ße für den Ver­kehr voll gesperrt werden.

Unter der Lei­tung von Ein­satz­lei­ter Sieg­fried Butt­jes fokus­sier­ten sich die Maß­nah­men der Feu­er­wehr pri­mär auf den Schutz der Immo­bi­li­en. Mit meh­re­ren Tauch­pum­pen wur­de das Was­ser aus dem über­füll­ten Gra­ben kon­trol­liert in die Kana­li­sa­ti­on abge­lei­tet, um den Pegel zu sen­ken und die Häu­ser zu entlasten.

Zusam­men­ar­beit der Fachkräfte

Wäh­rend der Was­ser­ver­sor­gungs­ver­band die beschä­dig­te Lei­tung abschob, begann eine spe­zia­li­sier­te Fach­fir­ma noch in der Nacht mit den Repa­ra­tur­ar­bei­ten. Par­al­lel dazu for­der­te die Ein­satz­lei­tung die Stra­ßen­meis­te­rei an, um die mas­si­ven Sand­ab­la­ge­run­gen von der Fahr­bahn zu ent­fer­nen und die Ver­kehrs­si­cher­heit wiederherzustellen.

Ein­satz­kräf­te vor Ort

Die Feu­er­wehr Ober­rhei­der­land war mit einem star­ken Auf­ge­bot an der Ein­satz­stel­le ver­tre­ten. Zum Ein­satz kamen die Fahrzeuge:

  • HLF 10 (Hil­fe­leis­tungs­lösch­grup­pen­fahr­zeug)

  • LF 8 (Lösch­grup­pen­fahr­zeug)

  • TSF‑W (Trag­kraft­sprit­zen­fahr­zeug mit Wasser)

In enger Abstim­mung mit der Poli­zei konn­te der Ein­satz erfolg­reich been­det wer­den, sobald die Gefahr einer Über­flu­tung gebannt und die Instand­set­zung ein­ge­lei­tet war.


Fotos: Joa­chim Rand

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Damit der schöns­te Tag nicht baden geht: Eure Traum­hoch­zeit in Ostfriesland

Wäh­rend die Feu­er­wehr in der Heid­jer Stra­ße zum Glück alles im Griff hat­te, sor­gen wir dafür, dass bei euch höchs­tens die Freu­den­trä­nen flie­ßen! Wer in Ost­fries­land hei­ra­tet, weiß: Ein biss­chen Was­ser gehört dazu – aber bit­te­schön nur in Form einer stei­fen Bri­se am Deich oder als pri­ckeln­der Sekt im Glas.

 

Kei­ne Sor­ge vor „Land unter“ am Altar!

Ob in einer uri­gen Gulfscheu­ne, direkt am Meer oder im eige­nen Gar­ten: Mari­on Schoor­mann sorgt dafür, dass die freie Trau­ung genau die rich­ti­ge Wel­len­län­ge hat. Als freie Red­ne­rin und Sän­ge­rin in Per­so­nal­uni­on beglei­tet sie Paa­re mit Herz, ost­frie­si­schem Humor und einer Stim­me, die Gän­se­haut garantiert.

War­um Mari­on Schoor­mann die per­fek­te „Bran­dungs-Siche­rung“ ist:

  • Wort­ge­wal­tig statt was­ser­ge­wal­tig: Indi­vi­du­el­le Trau­re­den, die eine ganz per­sön­li­che Geschich­te erzäh­len – so authen­tisch wie die Nordseeküste.

  • Alles aus einer Hand: Gefühl­vol­ler Live-Gesang und die pas­sen­den Wor­te flie­ßen har­mo­nisch inein­an­der über.

  • Sturm­er­probt: Mit Ruhe und Erfah­rung behält sie den Über­blick, damit das Braut­paar sich ent­spannt zurück­leh­nen und den Moment genie­ßen kann.

Gemein­sam wird dafür gesorgt, dass die Hoch­zeit nicht ins Was­ser fällt, son­dern zum glanz­vol­len Höhe­punkt wird.


Jetzt Ter­min für 2026/2027 anfra­gen! Mari­on Schoor­mannFreie Red­ne­rin & Sän­ge­rin für das ech­te Ostfriesland-Gefühl.

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Blaulicht

Poli­zei­mel­dun­gen vom 26.04.2026 – Ein­bruch und Unfall mit Verletzten

Veröffentlicht

am

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden für Sonn­tag, 26.04.2026

 
 

Ein­bruch in Ein­fa­mi­li­en­haus mit Zeugensuche++Verkehrsunfall mit meh­re­ren Verletzten

 

Emden — Ein­bruch in Ein­fa­mi­li­en­haus –Zeu­gen­su­che-

Ein bis­her unbe­kann­ter Täter ist in der Nacht von Frei­tag auf Sams­tag in ein Ein­fa­mi­li­en­haus im Nel­ken­weg im Orts­teil Hars­weg ein­ge­bro­chen und hat dort das gan­ze Haus nach Wert­ge­gen­stän­den durch­sucht. Zum erbeu­te­ten Die­bes­gut kön­nen noch kei­ne genau­en Anga­ben gemacht wer­den. Die Eigen­tü­mer waren zur Tat­zeit orts­ab­we­send. Die Poli­zei in Emden hat die Ermitt­lun­gen auf­ge­nom­men, Zeu­gen mit Hin­wei­sen zu Tat und/oder Täter mel­den sich bit­te dort.

Uple­n­gen — Ver­kehrs­un­fall mit meh­re­ren Verletzten

Gegen 17 Uhr des Sams­ta­ges ereig­ne­te sich auf A 28 nahe der Anschluss­stel­le Apen/Remels ein Ver­kehrs­un­fall, bei der die Ver­ur­sa­che­rin als auch zwei wei­te­re Per­so­nen leicht ver­letzt wur­den. Die 18-jäh­ri­ge Ver­ur­sa­che­rin aus Olden­burg hat­te mit ihrem Pkw die o.g. Anschluss­stel­le befah­ren und woll­te in Rich­tung Olden­burg auf die Auto­bahn auf­fah­ren. Hier­bei fuhr sie direkt nach dem Auf­fah­ren auf die Über­hol­spur, um einen auf dem Haupt­fahr­strei­fen fah­ren­den Pkw zu über­ho­len. Hier­bei erkann­te sie aber nicht, dass sich auf der Über­hol­spur schon ein Pkw näher­te, besetzt mit dem 30-jäh­ri­gen Fah­rer und einem 29-jäh­ri­gen Bei­fah­rer, bei­de aus dem Raum Süd­brook­mer­land. Der letzt­ge­nann­te Fah­rer konn­te ein Auf­fah­ren auf das Fahr­zeug der Über­ho­len­den nicht mehr ver­mei­den. Bei­de Fahr­zeu­ge wur­den durch den Unfall schwer beschä­digt, waren nicht mehr fahr­be­reit und wur­den abgeschleppt.

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