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Kitas öff­nen am 8. März in fes­ten Gruppen

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Schritt­wei­se wei­te­re Schul­öff­nun­gen ab 15. März — Ton­ne: „Gro­ßer Schritt nach vor­ne bei den Kleins­ten, bis Ostern besu­chen alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler ihre Schule”

In Nie­der­sach­sen ste­hen nach den Bund-Län­der-Bera­tun­gen am (gest­ri­gen) Mitt­woch wei­te­re Schrit­te zur Öff­nung des Bil­dungs­be­rei­ches an.

Die Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen wer­den bereits ab Mon­tag, 08.03.2021, geöff­net für den ein­ge­schränk­ten Regel­be­trieb („Kita-Sze­na­rio B”). Die Kitas sind damit im Grund­satz geöff­net und bie­ten Betreu­ung in Regel­grup­pen­grö­ße an, aber ohne Gruppenmischung.

Zwei Ände­run­gen im Schul­be­reich wer­den eben­falls am 08.03.2021 vor­ge­nom­men: So ist im Unter­richt auch am Sitz­platz grund­sätz­lich in allen Jahr­gän­gen der Sekun­dar­be­rei­che I und II eine Mund-Nasen-Bede­ckung zu tra­gen. Zudem gilt wie­der, dass die Prä­senz­pflicht — mit Aus­nah­me der Risi­ko­grup­pen — wie­der­her­ge­stellt ist.

Eine Woche spä­ter, ab 15.03.2021, wird der Schul­be­reich geöff­net für Unter­richt im Wech­sel­mo­dell nach Sze­na­rio B für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Schul­jahr­gän­ge 5–7 im Sekun­dar­be­reich I sowie den Schul­jahr­gang 12 im Sekun­dar­be­reich II. Außer­dem wer­den die Berufs­ein­stiegs­schu­len sowie Berufs­schul­klas­sen für Jugend­li­che mit son­der­päd­ago­gi­schem Unter­stüt­zungs­be­darf ohne Aus­bil­dungs­ver­hält­nis und die För­der­schu­len im För­der­schwer­punkt kör­per­li­che und moto­ri­sche Ent­wick­lung und in För­der­schwer­punk­ten Hören und Sehen (Taub­blin­de) für Unter­richt nach Sze­na­rio B geöffnet.

Ab 22.03.2021 und damit noch vor den Oster­fe­ri­en kom­men dann alle Schu­len und Schul­jahr­gän­ge zurück in Sze­na­rio B.

Nie­der­sach­sens Kul­tus­mi­nis­ter Grant Hen­drik Ton­ne zur Kita-Öff­nung: „Die letz­ten Wochen und Mona­te waren für vie­le Kin­der und Eltern eine gro­ße Belas­tung. Psy­cho­so­zi­al und auch öko­no­misch hat die Schlie­ßung der Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen vie­le Fami­li­en unter Druck gesetzt. Es ist auch ein kaum mach­ba­rer Spa­gat, im Home­of­fice zu arbei­ten und gleich­zei­tig klei­ne Kin­der zu betreu­en. Und wir alle mer­ken natür­lich, dass es den Kin­dern nicht gut­tut, wenn sozia­le Kon­tak­te feh­len; spie­len, malen, toben mit ande­ren dür­fen nicht dau­er­haft feh­len. Daher bin ich sehr froh, dass wir bei den Kleins­ten einen gro­ßen Schritt nach vor­ne machen. Der ein­ge­schränk­te Betrieb sieht ein Betreu­ungs­an­ge­bot für alle Kin­der vor, die in der jewei­li­gen Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung einen Betreu­ungs­platz haben.  Das bedeu­tet, die Kitas kön­nen in gewohn­tem Umfang früh­kind­li­che Bil­dung und Betreu­ung anbie­ten. Das sind gute Bot­schaf­ten für Kin­der und Eltern. Um den Gesund­heits­schutz zu gewähr­leis­ten und die Hygie­ne­plä­ne ein­hal­ten zu kön­nen, sind offe­ne Grup­pen­kon­zep­te sowie die Durch­mi­schung von Grup­pen nicht zuläs­sig. Die­se päd­ago­gisch-qua­li­ta­ti­ve Ein­schrän­kung ist not­wen­dig und ver­tret­bar mit Blick auf den Infek­ti­ons- und Gesundheitsschutz.”

Die Schul-Öff­nung kom­men­tiert der Kul­tus­mi­nis­ter: „Wir wol­len und wir wer­den vor Ostern allen Schü­le­rin­nen und Schü­lern Prä­senz­un­ter­richt im Wech­sel­mo­dell nach Sze­na­rio B anbie­ten. Mit Blick auf die Gesamt­ge­menge­la­ge — dif­fu­ses Infek­ti­ons­ge­sche­hen, Muta­tio­nen, Sta­gna­ti­on bei Inzi­denz —  bin ich froh, dass wir heu­te die­sen wei­te­ren Öff­nungs­schritt machen kön­nen. Wir befin­den uns nach wie vor im Span­nungs­feld zwi­schen Kin­des­wohl, Bil­dungs­chan­cen und Fami­li­en­freund­lich­keit einer­seits und Pan­de­mie-Bekämp­fung andererseits.

Ich habe mich immer dafür aus­ge­spro­chen, dass wir die­se Abwä­gung ver­ant­wort­bar im Sin­ne der Kin­der und Jugend­li­chen vor­neh­men — das haben wir ein­mal mehr getan und kom­men unterm Strich dazu, die Schu­len für deut­lich mehr Kin­der zu öff­nen. Wir machen das aller­dings behut­sam und acht­sam. Alle sol­len sicher Tritt fas­sen und die Schu­len sich nach und nach fül­len. Wir set­zen damit unse­re Linie fort, erst die Jün­ge­ren und die mit bald anste­hen­den Abschlüs­sen in die Schu­len zu holen. Das hat sich bewährt und wird ausgebaut.

Par­al­lel zu die­sen Schrit­ten flan­kie­ren wir über Imp­fen und Testen.

Ich gehe davon aus, dass noch im März die ers­ten Imp­fun­gen ange­bo­ten wer­den kön­nen. Die Impf­zen­tren gehen auf die Schu­len zu und bit­ten um Daten­über­mitt­lung, denn die Erhe­bung der Impf­da­ten ist der ers­te not­wen­di­ge Schritt.

Das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um hat ein Test-Kon­zept erar­bei­tet und in Abstim­mung mit den ande­ren Res­sorts hier­für auch die nöti­gen Wei­chen gestellt. Wir wer­den aller Vor­aus­sicht nach in der letz­ten Schul­wo­che vor den Oster­fe­ri­en eine „Test­wo­che” an den nie­der­säch­si­schen Schu­len anbie­ten, um den Umgang mit den Selbst­tests ein­zu­üben. Nach den Oster­fe­ri­en wer­den wir wochen­wei­se und bei bestimm­ten Anläs­sen wei­te­re Tes­tun­gen vor­se­hen. Bei betrof­fe­nen Klas­sen gel­ten ohne­hin die Anord­nun­gen der ört­li­chen Gesund­heits­äm­ter mit Qua­ran­tä­ne und Tes­tun­gen, auch für die Kon­takt­per­so­nen, die kom­men dann noch dazu.

Wir sind also auf einem guten Weg und wer­den das Tem­po wei­ter hochhalten.

Mit der Kom­bi­na­ti­on aus Tes­ten, Imp­fen, Mas­ken plus Abstand, Hygie­ne und Lüf­ten erhö­hen wir die Sicher­heit immer wei­ter und schüt­zen Kin­der und Beschäftigte.”

Die Maß­nah­men für die Zeit ab dem 08.03.2021 bis zum Ende der Oster­fe­ri­en am 09.04.2021 im Überblick:

 

Sze­na­rio B in Kindertageseinrichtungen:

Die Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen wech­seln in das Sze­na­rio B und sind damit im Grund­satz geöff­net. Es gilt damit der ein­ge­schränk­te Regel­be­trieb: Betreu­ung in Regel­grup­pen­grö­ße, aber kei­ne Gruppenmischung.

 

Sze­na­rio B in Schulen:

Ab dem 15. März 2021 gilt das Sze­na­rio B für

Ø die Schul­jahr­gän­ge 5–7 und die Abschluss­klas­sen des Sekun­dar­be­reichs I

Ø die Schul­jahr­gän­ge 12 und 13 des Sekun­dar­be­reichs II, Abschluss­klas­sen an BBS

Ø die För­der­schu­len GE, KME, Taub­blin­de (alle Jahrgänge)

Ø Tages­bil­dungs­stät­ten

Ø Berufs­ein­stiegs­schu­len und Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit einem son­der­päd­ago­gi­schen För­der­be­darf ohne Ausbildungsstelle

Ø den Primarbereich

Ab dem 22. März 2021 gilt das Sze­na­rio B für

Ø alle Schü­le­rin­nen und Schüler

 

Prä­senz­pflicht:

Ab dem 8. März 2021 gilt wie­der, dass kein frei­wil­li­ges Distanz­ler­nen mög­lich ist. Die Rege­lun­gen für vul­nerable Per­so­nen blei­ben wei­ter­hin bestehen.

Mas­ken­pflicht:
Ab dem 8. März 2021 ist im Unter­richt auch am Sitz­platz grund­sätz­lich in allen Jahr­gän­gen der Sekun­dar­be­rei­che I und II eine Mund-Nasen-Bede­ckung zu tragen.

 

Not­be­treu­ung Schule:

Not­be­treu­ung wird ange­bo­ten für die Kin­der der Schul­jahr­gän­ge 1–6 in der Regel zwi­schen 08:00 Uhr und 13:00 Uhr.

 

Hot-Spot-Rege­lung:

Die beschrie­be­nen Öff­nun­gen von Kita und Schu­le gel­ten aus­schließ­lich für Ein­rich­tun­gen in Kreisen/kreisfreien Städ­ten, bei denen eine Sie­ben-Tage-Inzi­denz von bis zu 100 fest­ge­stellt wird. Bei über 100 kön­nen kei­ne wei­te­ren Öff­nungs­schrit­te gemacht wer­den, bis die Inzi­denz dann sta­bil — min­des­tens drei Tage — wie­der unter 100 gefal­len ist: Bei drei Tagen unun­ter­bro­chen unter 100 erfolgt der Wech­sel in Sze­na­rio B.


 

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Senio­ren­zen­trum Pro­Se­nis: Tack im Aus­tausch über die aktu­el­len Herausforderungen

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Die Teil­neh­men­den beim Tref­fen am 11. Juni 2026 im Senio­ren­zen­trum am Julia­nen­park in Leer. v.l.n.r.: hin­ten: Julia Kös­ter, Ste­fan Wilts, Hen­ning Fietz – vor­ne: Dana Knip­per, Hei­ke Kam­pen, Kers­tin Tack, Ste­fan Kamer, Ste­fa­nie Akwa, Anja von Bülow, Ange­li­ka Olthoff.

Kers­tin Tack besucht Senio­ren­zen­trum am Julia­nen­park in Leer – Aus­tausch über Pfle­ge, All­tag und Rahmenbedingungen

Am 11. Juni 2026 besuch­te die Vor­stands­vor­sit­zen­de des Pari­tä­ti­scher Nie­der­sach­sen, Kers­tin Tack, den Kreis­ver­band Leer und infor­mier­te sich im Senio­ren­zen­trum am Julia­nen­park der Pro­Se­nis GmbH über die Arbeit vor Ort. Der Besuch fand vor­mit­tags statt und wur­de durch ein gemein­sa­mes Essen im Anschluss abge­run­det. Im Mit­tel­punkt stand der direk­te Aus­tausch mit Lei­tung, Mit­ar­bei­ten­den und Trä­ger über die Situa­ti­on in der sta­tio­nä­ren Pflege.

Beglei­tet wur­de der Ter­min vom Pari­tä­ti­scher Wohl­fahrts­ver­band Nie­der­sach­sen e.V. sowie Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern des Kreis­ver­ban­des Leer.

Stand­ort, Ent­wick­lung und Struktur

Das Senio­ren­zen­trum am Julia­nen­park hat sei­nen Ursprung in den Ost­frie­si­schen Behin­der­ten­werk­stät­ten und wur­de bereits in den 1980er-Jah­ren errich­tet. Seit­dem wur­de die Ein­rich­tung kon­ti­nu­ier­lich erwei­tert und an die Anfor­de­run­gen der Alten­pfle­ge angepasst.

Heu­te besteht das Ensem­ble aus dem Haus Julia­nen­park sowie dem 2016 errich­te­ten Haus Loga. Die Ein­rich­tung liegt direkt am Leera­ner Julia­nen­park und ist von altem Baum­be­stand umge­ben, der dem Stand­ort eine ruhi­ge und zugleich zen­tra­le Lage im Stadt­teil Loga verleiht.

Ins­ge­samt leben hier 121 Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner sowie zusätz­lich 21 Per­so­nen in Alten­woh­nun­gen. Das Durch­schnitts­al­ter der Bewoh­ner liegt bei 88 Jah­ren. Die Unter­brin­gung erfolgt über­wie­gend in Ein­zel­zim­mern sowie in Ehe­a­part­ments, die Paa­ren ein gemein­sa­mes Leben im Pfle­ge­all­tag ermöglichen.

Ver­sor­gung und All­tag in der Einrichtung

Im Gespräch mit Ein­rich­tungs­lei­tung Hei­ke Kam­pen wur­de deut­lich, dass die Nach­fra­ge nach sta­tio­nä­ren Pfle­ge­plät­zen wei­ter­hin hoch ist und in den kom­men­den Jah­ren wei­ter stei­gen wird. Gleich­zei­tig erschwe­ren der anhal­ten­de Fach­kräf­te­man­gel sowie die hohen Bau­kos­ten, umfang­rei­che büro­kra­ti­sche Auf­la­gen und feh­len­de unkom­pli­zier­te För­der­mög­lich­kei­ten für Erwei­te­rungs­bau­ten die Rah­men­be­din­gun­gen erheb­lich. Dadurch könn­te sich die ohne­hin ange­spann­te Situa­ti­on in der sta­tio­nä­ren Pfle­ge wei­ter verschärfen.

Hei­ke Kam­pen beton­te den­noch, dass in der Ein­rich­tung mit gro­ßem Ein­satz gear­bei­tet wer­de. „Wir ver­su­chen hier vor Ort alles Mög­li­che umzu­set­zen“, so die Ein­rich­tungs­lei­tung. Auch in schwie­ri­gen Situa­tio­nen habe man bereits unbü­ro­kra­ti­sche Lösun­gen fin­den kön­nen – getra­gen von einem star­ken Team und engem Zusam­men­halt im Alltag.

Zusam­men­ar­beit und Teamarbeit

Kreis­ver­bands­ge­schäfts­füh­rung Ste­fan Kamer vom Pari­tä­ti­scher Wohl­fahrts­ver­band Regi­on Ost­fries­land hob im Gespräch her­vor, wie wich­tig ein ver­läss­li­ches Netz­werk in der Pfle­ge ist. Ein­rich­tun­gen stün­den vor ähn­li­chen Her­aus­for­de­run­gen und sei­en letzt­lich „alle im glei­chen Boot“. Gera­de in der heu­ti­gen Zeit sei es ent­schei­dend, eng zusam­men­zu­ar­bei­ten und sich gegen­sei­tig zu unterstützen.

Ein Bei­spiel dafür sei die gemein­sa­me Orga­ni­sa­ti­on von Fort­bil­dun­gen über meh­re­re Ein­rich­tun­gen hin­weg. So kön­ne Wis­sen gebün­delt und die Pfle­ge vor Ort gestärkt wer­den. Ins­ge­samt gehe es dar­um, die Pfle­ge zukunfts­fä­hig auf­zu­stel­len und gemein­sam Ver­ant­wor­tung zu übernehmen.

All­tag, Ver­pfle­gung und Atmosphäre

Hei­ke Kam­pen und Ste­fan Wilts (Pfle­ge­dienst­lei­tung)  mach­ten im Rah­men des Besuchs deut­lich, dass die Ver­pfle­gung im All­tag eine zen­tra­le Rol­le spielt – auch wenn sie oft unter­schätzt wird. Das Essen sei täg­lich eines der wich­tigs­ten Gesprächs­the­men bei den Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern, aber auch im Aus­tausch mit den Pfle­ge­kräf­ten. Häu­fig begin­ne der Tag bereits mit der Fra­ge: „Was gibt es heu­te?“. Danach rücken The­men wie Ange­bo­te, Pro­gram­me und Ver­an­stal­tun­gen in den Vor­der­grund, bevor es um pfle­ge­ri­sche Inhal­te gehe.

Beim Rund­gang durch die Ein­rich­tung wur­de deut­lich, dass vie­le Mit­ar­bei­ten­de bereits seit Jah­ren im Haus tätig sind. Die­se Kon­ti­nui­tät prägt das Mit­ein­an­der und sorgt für ein sta­bi­les Team­ge­fü­ge. Zwi­schen Bewoh­nern und Pfle­ge­kräf­ten war eine ruhi­ge, respekt­vol­le und zugleich herz­li­che Atmo­sphä­re spür­bar. Der Umgang ist geprägt von Nähe, Ver­trau­en und einem hohen Maß an per­sön­li­chem Engagement.

 

Beim Besuch der Demenz-Sta­ti­on erläu­tert Ein­rich­tungs­lei­tung Hei­ke Kam­pen, wie All­tags­ge­gen­stän­de ver­gan­ge­ner Jahr­zehn­te – von Pup­pen über Bücher bis hin zu klas­si­schem Geschirr – gezielt genutzt wer­den, um Erin­ne­run­gen zu wecken. Kers­tin Tack ver­folgt das Gespräch mit gro­ßem Inter­es­se und zeigt sich beein­druckt davon, wie die­se behut­sa­me Bio­gra­fie­ar­beit den Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern Sicher­heit und einen wert­vol­len Zugang zu ihrer eige­nen Lebens­ge­schich­te schenkt.

Wohn- und Betreuungskonzept

Im Haus Julia­nen­park leben 70 Men­schen auf drei Eta­gen. Dort ste­hen ein Restau­rant, ein Club­raum, ein Krea­tiv­raum sowie meh­re­re Grup­pen- und Auf­ent­halts­be­rei­che zur Ver­fü­gung. Im Haus Loga fin­den 51 Bewoh­ner ein Zuhau­se. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist das Café im Erd­ge­schoss, das mit täg­lich fri­schem, haus­ge­ba­cke­nem Kuchen aus eige­ner Back­stu­be ein zen­tra­ler Treff­punkt ist.

Die gesam­te Ein­rich­tung ist bar­rie­re­frei gestal­tet. Alle Eta­gen sind per Auf­zug erreich­bar. Ergän­zend gibt es geschütz­te Wohn­be­rei­che für Men­schen mit Demenz sowie ein seh­be­hin­der­ten­freund­li­ches Beleuch­tungs- und Orientierungskonzept.

Zusam­men­ar­beit mit dem Land­kreis Leer

Beson­ders posi­tiv hob Ein­rich­tungs­lei­tung Hei­ke Kam­pen die Zusam­men­ar­beit mit dem Land­kreis Leer her­vor. Die Mit­ar­bei­ten­den des Land­krei­ses stell­ten, wo immer mög­lich, finan­zi­el­le Mit­tel unbü­ro­kra­tisch zur Ver­fü­gung und ermög­lich­ten damit schnel­le und prag­ma­ti­sche Lösun­gen im Ein­zel­fall. Wäh­rend es in ande­ren Regio­nen teil­wei­se zu län­ge­ren Ver­zö­ge­run­gen bei Abrech­nun­gen kom­me, funk­tio­nie­re die Koope­ra­ti­on vor Ort sehr gut und lösungsorientiert.

Nach ihren Anga­ben wer­de in enger Abstim­mung stets nach prak­ti­ka­blen Lösun­gen gesucht. Dadurch sei es der Ein­rich­tung in bestimm­ten Fäl­len auch mög­lich, kurz­fris­ti­ge finan­zi­el­le Über­brü­ckun­gen zu orga­ni­sie­ren – etwa für Heim­kos­ten, Pfle­ge­leis­tun­gen oder Taschen­geld für Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner. Die­se Beträ­ge wür­den, sofern erfor­der­lich, zu einem spä­te­ren Zeit­punkt ent­spre­chend ver­rech­net, bei­spiels­wei­se im Zusam­men­hang mit einem Immobilienverkauf.

Auch Kers­tin Tack beton­te in die­sem Zusam­men­hang, dass man dank­bar für die­se gut funk­tio­nie­ren­de Zusam­men­ar­beit sein kön­ne. Aus ihrer Erfah­rung gebe es zahl­rei­che Regio­nen, in denen die Abstim­mungs­pro­zes­se deut­lich schwie­ri­ger und lang­wie­ri­ger verlaufen.

 

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Poli­ti­sche Ein­ord­nung und Kri­tik an der Pflegereform

Im Rah­men des Besuchs äußer­te Kers­tin Tack deut­li­che Kri­tik am Refe­ren­ten­ent­wurf des soge­nann­ten Pfle­ge­neu­ord­nungs­ge­set­zes. Aus ihrer Sicht sei der Ent­wurf nicht geeig­net, die grund­le­gen­den struk­tu­rel­len Pro­ble­me der Pfle­ge­ver­si­che­rung zu lösen.

Statt­des­sen droh­ten stei­gen­de Eigen­an­tei­le für pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen, sin­ken­de Leis­tun­gen für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge sowie zusätz­li­che Belas­tun­gen für die Tarif­bin­dung in der Pfle­ge. Als zen­tra­le Gegen­po­si­ti­on ver­wies sie auf seit Jah­ren dis­ku­tier­te Reform­an­sät­ze, dar­un­ter die Nut­zung des Pfle­ge­vor­sor­ge­fonds, die Rück­füh­rung pan­de­mie­be­ding­ter Bun­des­mit­tel sowie eine stär­ke­re steu­er­fi­nan­zier­te Absi­che­rung gesell­schaft­li­cher Aufgaben.

Ziel müs­se aus Sicht des Pari­tä­ti­schen Nie­der­sach­sen eine soli­da­ri­sche Pfle­ge­voll­ver­si­che­rung sein, die Ver­sor­gungs­si­cher­heit und fai­re Finan­zie­rung lang­fris­tig gewährleistet.

Resü­mee des Besuchs

Der Besuch im Senio­ren­zen­trum am Julia­nen­park mach­te deut­lich, dass die sta­tio­nä­re Pfle­ge unter zuneh­men­dem Druck steht. Gleich­zei­tig wur­de sicht­bar, dass durch ein­ge­spiel­te Teams, lang­jäh­ri­ge Mit­ar­bei­ten­de und ein star­kes Mit­ein­an­der im All­tag eine sta­bi­le und mensch­li­che Ver­sor­gung gewähr­leis­tet wird.

Die Ein­rich­tung zeigt damit bei­spiel­haft, wie Pfle­ge im All­tag funk­tio­nie­ren kann – geprägt von Ver­ant­wor­tung, Kon­ti­nui­tät und einem respekt­vol­len Umgang zwi­schen Mit­ar­bei­ten­den und Bewohnern.

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Digi­ta­li­sie­rung und Besol­dung: Jus­tiz­ge­werk­schaft for­dert Kurskorrektur

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(Am Gespräch teil­neh­men­de Vor­stands­mit­glie­der und Gäs­te: Manue­la Has­sel, Hel­mut Leu, Mai­ke Preuss, Nico Blo­em, Elke Kosic, Clau­dia Dirks-Fischer, Karin Vry und Anke Kunert.)

Digi­ta­li­sie­rung und Besol­dung: Jus­tiz­ge­werk­schaft for­dert Nach­bes­se­rung bei Arbeitsstrukturen

Aus­tausch zwi­schen Nico Blo­em (SPD) und der Deut­schen Jus­tiz-Gewerk­schaft (DJG) in Leer

LEER – Die Schlag­kraft der nie­der­säch­si­schen Jus­tiz steht vor einer Zer­reiß­pro­be. Anlass für die­sen Befund ist ein inten­si­ver Dia­log zwi­schen dem Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Nico Blo­em (SPD) und dem Vor­stand des DJG-Bezirks­ver­eins Aurich, in dem die drän­gen­den Her­aus­for­de­run­gen der Jus­tiz­be­schäf­tig­ten unge­schönt auf den Tisch gelegt wurden.

Die Digi­ta­li­sie­rung, einst als Befrei­ungs­schlag für die Ver­wal­tung gedacht, erweist sich in der Pra­xis der­zeit als Belas­tungs­pro­be. „Grund­sätz­lich begrü­ßen wir die Digi­ta­li­sie­rung. Doch es muss deut­lich mehr inves­tiert wer­den – sowohl in die tech­ni­sche Infra­struk­tur von Jus­tiz­cloud und digi­ta­ler Akten­füh­rung als auch in das Per­so­nal“, mahn­te die DJG-Bezirks­vor­sit­zen­de Mai­ke Preuss. Die Zustän­de an der Basis sei­en geprägt von einer hohen Fluk­tua­ti­on, besorg­nis­er­re­gen­den Kran­ken­stän­den und einer wach­sen­den Zahl an Überlastungsanzeigen.

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Blo­em ver­spricht Klä­rung in Hannover

Nico Blo­em, der die Situa­ti­on aus einem vor­he­ri­gen Tref­fen bereits als kri­tisch iden­ti­fi­ziert hat­te, zeig­te sich besorgt über den auf­ge­stau­ten Frust in der Beleg­schaft. „Wir müs­sen dafür sor­gen, dass die Pro­zes­se rei­bungs­los funk­tio­nie­ren. Dass hier noch erheb­li­cher Nach­hol­be­darf besteht, ist offen­kun­dig“, unter­strich der Abge­ord­ne­te. Er sicher­te zu, die Pro­ble­ma­tik zeit­nah mit der Jus­tiz­mi­nis­te­rin zu erörtern.

Neu­jus­tie­rung des Besol­dungs­ge­fü­ges gefordert

Neben den IT-Struk­tu­ren domi­nier­te die Besol­dungs­de­bat­te das Tref­fen im Wahl­kreis­bü­ro. Die DJG sieht hier drin­gen­den Reform­be­darf, um dem Grund­satz „glei­ches Geld für glei­che Arbeit“ Rech­nung zu tra­gen. So for­dert die Gewerk­schaft eine Anhe­bung des Ein­gangs­am­tes im ehe­ma­li­gen mitt­le­ren Dienst auf die Besol­dungs­grup­pe A8. Eine sol­che Anpas­sung sei nicht nur ein Gebot der Gerech­tig­keit, son­dern auch ein ent­schei­den­der Hebel für eine erfolg­rei­che Nach­wuchs­ge­win­nung in einem hart umkämpf­ten Arbeitsmarkt.

Hoff­nungs­schim­mer bei der Ausbildung

Einen Erfolg konn­te die Gewerk­schaft im Bereich der Jus­tiz­wacht­meis­ter ver­bu­chen: Die Bil­dung von Arbeits­grup­pen durch das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um zur Eta­blie­rung einer zwei­jäh­ri­gen Aus­bil­dung sowie die Über­füh­rung vom ein­fa­chen in den mitt­le­ren Jus­tiz­dienst wer­den von der DJG aus­drück­lich begrüßt. Die­se lang­jäh­ri­ge For­de­rung der Gewerk­schaft scheint nun end­lich auf eine poli­ti­sche Umset­zung zuzusteuern.

Zum Abschluss des Gesprächs wür­dig­te Blo­em das Enga­ge­ment der Jus­tiz­mit­ar­bei­ter. „Die­se Beschäf­tig­ten ste­hen sel­ten im Ram­pen­licht, hal­ten aber mit ihrem Fach­wis­sen und ihrem täg­li­chen Ein­satz die Jus­tiz am Lau­fen. Die­ser Ein­satz ver­dient Aner­ken­nung und funk­tio­nie­ren­de Rah­men­be­din­gun­gen“, so Bloem.

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Droh­nen-Know-how in Leer: Ost­frie­si­scher Droh­nen-Stamm­tisch am 16. Juni!

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Netz­werk für Luft­fahrt-Enthu­si­as­ten: Ost­frie­si­scher Droh­nen-Stamm­tisch lädt nach Leer ein

LEER. Ob für die moder­ne Land­wirt­schaft, indus­tri­el­le Über­wa­chung oder tech­ni­sche Inno­va­tio­nen – Droh­nen sind längst kein rei­nes Hob­by mehr, son­dern ein wach­sen­des Werk­zeug in vie­len Wirt­schafts­zwei­gen. Um die­sen Aus­tausch in der Regi­on zu för­dern, fin­det am Diens­tag, 16. Juni 2026, um 19:30 Uhr der nächs­te ost­frie­si­sche Droh­nen-Stamm­tisch statt. Ver­an­stal­tungs­ort ist der Digi­tal Hub Ost­fries­land in der Gas­werk­stra­ße 18 in Leer.

Pra­xis­wis­sen aus ers­ter Hand

Die Ver­an­stal­tung bie­tet ein Forum für Droh­nen­be­geis­ter­te, Fach­leu­te und Inter­es­sier­te aus den Berei­chen Land­wirt­schaft, Wirt­schaft und Tech­nik. Als beson­de­res High­light konn­te für den fach­li­chen Impuls des Abends Lukas Abeln gewon­nen werden.

Abeln ist haupt­be­ruf­li­cher Droh­nen­pi­lot und ver­fügt über einen beein­dru­cken­den Erfah­rungs­schatz: Mit über 7.000 Starts hat er ins­be­son­de­re im Agrar­be­reich umfas­sen­de Exper­ti­se gesam­melt. Als DJI-Part­ner der Fir­ma Solec­tric ist er zudem in der Schu­lung von Anwen­dern tätig und kennt sowohl die tech­ni­schen Fines­sen als auch die regu­la­to­ri­schen Her­aus­for­de­run­gen des Droh­nen­flugs aus dem Effeff.

Raum für Fachgespräche

Nach dem Fach­vor­trag von Lukas Abeln steht der Stamm­tisch ganz im Zei­chen des Dia­logs. Die Teil­neh­mer haben aus­rei­chend Gele­gen­heit, Erfah­run­gen aus­zu­tau­schen, offe­ne Fra­gen zu klä­ren und gemein­sam über künf­ti­ge Ein­satz­mög­lich­kei­ten der Tech­no­lo­gie zu fachsimpeln.

Anmel­dung

Um eine bes­se­re Pla­nung der Ver­an­stal­tung zu ermög­li­chen, wird um eine vor­he­ri­ge Anmel­dung gebe­ten. Inter­es­sier­te kön­nen sich bequem online unter www.landkreis-leer.de/drohnen-stammtisch regis­trie­ren. Der Stamm­tisch bie­tet damit eine idea­le Gele­gen­heit, Teil der wach­sen­den ost­frie­si­schen Com­mu­ni­ty rund um das The­ma unbe­mann­te Flug­sys­te­me zu werden.

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