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Kitas öff­nen am 8. März in fes­ten Gruppen

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Schritt­wei­se wei­te­re Schul­öff­nun­gen ab 15. März — Ton­ne: „Gro­ßer Schritt nach vor­ne bei den Kleins­ten, bis Ostern besu­chen alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler ihre Schule”

In Nie­der­sach­sen ste­hen nach den Bund-Län­der-Bera­tun­gen am (gest­ri­gen) Mitt­woch wei­te­re Schrit­te zur Öff­nung des Bil­dungs­be­rei­ches an.

Die Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen wer­den bereits ab Mon­tag, 08.03.2021, geöff­net für den ein­ge­schränk­ten Regel­be­trieb („Kita-Sze­na­rio B”). Die Kitas sind damit im Grund­satz geöff­net und bie­ten Betreu­ung in Regel­grup­pen­grö­ße an, aber ohne Gruppenmischung.

Zwei Ände­run­gen im Schul­be­reich wer­den eben­falls am 08.03.2021 vor­ge­nom­men: So ist im Unter­richt auch am Sitz­platz grund­sätz­lich in allen Jahr­gän­gen der Sekun­dar­be­rei­che I und II eine Mund-Nasen-Bede­ckung zu tra­gen. Zudem gilt wie­der, dass die Prä­senz­pflicht — mit Aus­nah­me der Risi­ko­grup­pen — wie­der­her­ge­stellt ist.

Eine Woche spä­ter, ab 15.03.2021, wird der Schul­be­reich geöff­net für Unter­richt im Wech­sel­mo­dell nach Sze­na­rio B für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Schul­jahr­gän­ge 5–7 im Sekun­dar­be­reich I sowie den Schul­jahr­gang 12 im Sekun­dar­be­reich II. Außer­dem wer­den die Berufs­ein­stiegs­schu­len sowie Berufs­schul­klas­sen für Jugend­li­che mit son­der­päd­ago­gi­schem Unter­stüt­zungs­be­darf ohne Aus­bil­dungs­ver­hält­nis und die För­der­schu­len im För­der­schwer­punkt kör­per­li­che und moto­ri­sche Ent­wick­lung und in För­der­schwer­punk­ten Hören und Sehen (Taub­blin­de) für Unter­richt nach Sze­na­rio B geöffnet.

Ab 22.03.2021 und damit noch vor den Oster­fe­ri­en kom­men dann alle Schu­len und Schul­jahr­gän­ge zurück in Sze­na­rio B.

Nie­der­sach­sens Kul­tus­mi­nis­ter Grant Hen­drik Ton­ne zur Kita-Öff­nung: „Die letz­ten Wochen und Mona­te waren für vie­le Kin­der und Eltern eine gro­ße Belas­tung. Psy­cho­so­zi­al und auch öko­no­misch hat die Schlie­ßung der Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen vie­le Fami­li­en unter Druck gesetzt. Es ist auch ein kaum mach­ba­rer Spa­gat, im Home­of­fice zu arbei­ten und gleich­zei­tig klei­ne Kin­der zu betreu­en. Und wir alle mer­ken natür­lich, dass es den Kin­dern nicht gut­tut, wenn sozia­le Kon­tak­te feh­len; spie­len, malen, toben mit ande­ren dür­fen nicht dau­er­haft feh­len. Daher bin ich sehr froh, dass wir bei den Kleins­ten einen gro­ßen Schritt nach vor­ne machen. Der ein­ge­schränk­te Betrieb sieht ein Betreu­ungs­an­ge­bot für alle Kin­der vor, die in der jewei­li­gen Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung einen Betreu­ungs­platz haben.  Das bedeu­tet, die Kitas kön­nen in gewohn­tem Umfang früh­kind­li­che Bil­dung und Betreu­ung anbie­ten. Das sind gute Bot­schaf­ten für Kin­der und Eltern. Um den Gesund­heits­schutz zu gewähr­leis­ten und die Hygie­ne­plä­ne ein­hal­ten zu kön­nen, sind offe­ne Grup­pen­kon­zep­te sowie die Durch­mi­schung von Grup­pen nicht zuläs­sig. Die­se päd­ago­gisch-qua­li­ta­ti­ve Ein­schrän­kung ist not­wen­dig und ver­tret­bar mit Blick auf den Infek­ti­ons- und Gesundheitsschutz.”

Die Schul-Öff­nung kom­men­tiert der Kul­tus­mi­nis­ter: „Wir wol­len und wir wer­den vor Ostern allen Schü­le­rin­nen und Schü­lern Prä­senz­un­ter­richt im Wech­sel­mo­dell nach Sze­na­rio B anbie­ten. Mit Blick auf die Gesamt­ge­menge­la­ge — dif­fu­ses Infek­ti­ons­ge­sche­hen, Muta­tio­nen, Sta­gna­ti­on bei Inzi­denz —  bin ich froh, dass wir heu­te die­sen wei­te­ren Öff­nungs­schritt machen kön­nen. Wir befin­den uns nach wie vor im Span­nungs­feld zwi­schen Kin­des­wohl, Bil­dungs­chan­cen und Fami­li­en­freund­lich­keit einer­seits und Pan­de­mie-Bekämp­fung andererseits.

Ich habe mich immer dafür aus­ge­spro­chen, dass wir die­se Abwä­gung ver­ant­wort­bar im Sin­ne der Kin­der und Jugend­li­chen vor­neh­men — das haben wir ein­mal mehr getan und kom­men unterm Strich dazu, die Schu­len für deut­lich mehr Kin­der zu öff­nen. Wir machen das aller­dings behut­sam und acht­sam. Alle sol­len sicher Tritt fas­sen und die Schu­len sich nach und nach fül­len. Wir set­zen damit unse­re Linie fort, erst die Jün­ge­ren und die mit bald anste­hen­den Abschlüs­sen in die Schu­len zu holen. Das hat sich bewährt und wird ausgebaut.

Par­al­lel zu die­sen Schrit­ten flan­kie­ren wir über Imp­fen und Testen.

Ich gehe davon aus, dass noch im März die ers­ten Imp­fun­gen ange­bo­ten wer­den kön­nen. Die Impf­zen­tren gehen auf die Schu­len zu und bit­ten um Daten­über­mitt­lung, denn die Erhe­bung der Impf­da­ten ist der ers­te not­wen­di­ge Schritt.

Das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um hat ein Test-Kon­zept erar­bei­tet und in Abstim­mung mit den ande­ren Res­sorts hier­für auch die nöti­gen Wei­chen gestellt. Wir wer­den aller Vor­aus­sicht nach in der letz­ten Schul­wo­che vor den Oster­fe­ri­en eine „Test­wo­che” an den nie­der­säch­si­schen Schu­len anbie­ten, um den Umgang mit den Selbst­tests ein­zu­üben. Nach den Oster­fe­ri­en wer­den wir wochen­wei­se und bei bestimm­ten Anläs­sen wei­te­re Tes­tun­gen vor­se­hen. Bei betrof­fe­nen Klas­sen gel­ten ohne­hin die Anord­nun­gen der ört­li­chen Gesund­heits­äm­ter mit Qua­ran­tä­ne und Tes­tun­gen, auch für die Kon­takt­per­so­nen, die kom­men dann noch dazu.

Wir sind also auf einem guten Weg und wer­den das Tem­po wei­ter hochhalten.

Mit der Kom­bi­na­ti­on aus Tes­ten, Imp­fen, Mas­ken plus Abstand, Hygie­ne und Lüf­ten erhö­hen wir die Sicher­heit immer wei­ter und schüt­zen Kin­der und Beschäftigte.”

Die Maß­nah­men für die Zeit ab dem 08.03.2021 bis zum Ende der Oster­fe­ri­en am 09.04.2021 im Überblick:

 

Sze­na­rio B in Kindertageseinrichtungen:

Die Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen wech­seln in das Sze­na­rio B und sind damit im Grund­satz geöff­net. Es gilt damit der ein­ge­schränk­te Regel­be­trieb: Betreu­ung in Regel­grup­pen­grö­ße, aber kei­ne Gruppenmischung.

 

Sze­na­rio B in Schulen:

Ab dem 15. März 2021 gilt das Sze­na­rio B für

Ø die Schul­jahr­gän­ge 5–7 und die Abschluss­klas­sen des Sekun­dar­be­reichs I

Ø die Schul­jahr­gän­ge 12 und 13 des Sekun­dar­be­reichs II, Abschluss­klas­sen an BBS

Ø die För­der­schu­len GE, KME, Taub­blin­de (alle Jahrgänge)

Ø Tages­bil­dungs­stät­ten

Ø Berufs­ein­stiegs­schu­len und Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit einem son­der­päd­ago­gi­schen För­der­be­darf ohne Ausbildungsstelle

Ø den Primarbereich

Ab dem 22. März 2021 gilt das Sze­na­rio B für

Ø alle Schü­le­rin­nen und Schüler

 

Prä­senz­pflicht:

Ab dem 8. März 2021 gilt wie­der, dass kein frei­wil­li­ges Distanz­ler­nen mög­lich ist. Die Rege­lun­gen für vul­nerable Per­so­nen blei­ben wei­ter­hin bestehen.

Mas­ken­pflicht:
Ab dem 8. März 2021 ist im Unter­richt auch am Sitz­platz grund­sätz­lich in allen Jahr­gän­gen der Sekun­dar­be­rei­che I und II eine Mund-Nasen-Bede­ckung zu tragen.

 

Not­be­treu­ung Schule:

Not­be­treu­ung wird ange­bo­ten für die Kin­der der Schul­jahr­gän­ge 1–6 in der Regel zwi­schen 08:00 Uhr und 13:00 Uhr.

 

Hot-Spot-Rege­lung:

Die beschrie­be­nen Öff­nun­gen von Kita und Schu­le gel­ten aus­schließ­lich für Ein­rich­tun­gen in Kreisen/kreisfreien Städ­ten, bei denen eine Sie­ben-Tage-Inzi­denz von bis zu 100 fest­ge­stellt wird. Bei über 100 kön­nen kei­ne wei­te­ren Öff­nungs­schrit­te gemacht wer­den, bis die Inzi­denz dann sta­bil — min­des­tens drei Tage — wie­der unter 100 gefal­len ist: Bei drei Tagen unun­ter­bro­chen unter 100 erfolgt der Wech­sel in Sze­na­rio B.


 

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Sophie Koch beim 5. CSD in Leer: Kla­re Wor­te für Soli­da­ri­tät, Viel­falt und glei­che Rechte

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Laut Sophie Koch sind Demons­tra­tio­nen wie der CSD gera­de für jun­ge Men­schen wich­tig: Sie kön­nen Mut machen, zu sich selbst zu ste­hen, Sicht­bar­keit zu zei­gen und zu erfah­ren, dass sie mit ihrer Iden­ti­tät nicht allein sind.

Sophie Koch beim 5. CSD in Leer: „Wir wer­den nie wie­der lei­se sein“

Leer – Mit deut­li­chen Wor­ten hat sich Sophie Koch, Beauf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für die Akzep­tanz sexu­el­ler und geschlecht­li­cher Viel­falt, beim 5. CSD in Leer an die que­e­re Com­mu­ni­ty und die zahl­rei­chen Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer gewandt. In ihren Gruß­wor­ten wür­dig­te sie das Enga­ge­ment der Orga­ni­sa­to­ren und Hel­fer und mach­te zugleich deut­lich, dass die poli­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung um Gleich­be­rech­ti­gung und Akzep­tanz wei­ter­ge­führt wer­den müsse.

Sophie Koch beim 5. CSD in Leer: „Wir wer­den nie wie­der lei­se sein“

Sophie Koch, Mit­glied des säch­si­schen Land­ta­ges und Beauf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für die Akzep­tanz sexu­el­ler und geschlecht­li­cher Viel­falt. Sie sprach beim 5. CSD in Leer zu den Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern der Ver­an­stal­tung. Foto: Ingo Ton­sor @ LeserECHO

 

Koch beton­te zunächst, dass sie als Que­er-Beauf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung spre­che, jedoch nicht als Spre­che­rin der Bun­des­re­gie­rung. Sie zeig­te Ver­ständ­nis für den teil­wei­se deut­li­chen Unmut inner­halb der Com­mu­ni­ty gegen­über der aktu­el­len Bun­des­re­gie­rung. Gleich­zei­tig stell­te sie ihre per­sön­li­che Ver­bin­dung zum The­ma her­aus: Sie sei selbst que­er, kom­me aus dem Osten Deutsch­lands und sei in einem klei­nen Dorf aufgewachsen.

Beson­ders bewegt zeig­te sich Koch ange­sichts der Grö­ße und Sicht­bar­keit des CSD in Leer. Sie erklär­te, sie hät­te sich in ihrer eige­nen Jugend einen sol­chen CSD gewünscht. Ver­an­stal­tun­gen wie die­se könn­ten für jun­ge Men­schen ein ent­schei­den­der Moment sein, erst­mals offen zu sich selbst zu ste­hen und das Gefühl zu bekom­men, mit der eige­nen Iden­ti­tät nicht allein zu sein.

„Der Wind gegen uns wird rauer“

Mit Blick auf die zuneh­men­de Que­er­feind­lich­keit sprach Koch von einem rau­er wer­den­den gesell­schaft­li­chen Kli­ma. Gera­de des­halb sei­en CSD-Ver­an­stal­tun­gen und poli­ti­sche Demons­tra­tio­nen wich­ti­ger denn je. Deutsch­land­weit gebe es inzwi­schen mehr als 250 ent­spre­chen­de Ver­an­stal­tun­gen, an denen Mil­lio­nen Men­schen teilnähmen.

Die Que­er-Com­mu­ni­ty habe dabei eine beson­de­re Stär­ke, so Koch: die Fähig­keit, immer wie­der gemein­sam sicht­bar zu wer­den und für ihre Rech­te auf die Stra­ße zu gehen. Sie rief die Teil­neh­mer dazu auf, sich von aktu­el­len Ent­wick­lun­gen nicht ent­mu­ti­gen zu las­sen. Trotz aller Wider­stän­de müs­se die Com­mu­ni­ty selbst­be­wusst auf­tre­ten und deut­lich machen, dass sie eine star­ke gesell­schaft­li­che Mehr­heit hin­ter sich habe.

Ein zen­tra­les Anlie­gen ihrer Rede war die geplan­te Ergän­zung des Arti­kels 3 des Grund­ge­set­zes. Koch kün­dig­te an, sich wei­ter­hin dafür ein­zu­set­zen, dass der Schutz vor Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund der sexu­el­len Iden­ti­tät aus­drück­lich im Grund­ge­setz ver­an­kert wird. Auch die voll­stän­di­ge recht­li­che Aner­ken­nung quee­rer Fami­li­en sei ein Ziel, für das wei­ter gekämpft wer­den müsse.

Dank an Orga­ni­sa­to­ren und Helfer

Aus­drück­lich wür­dig­te Koch die Arbeit der Men­schen, die den CSD in Leer orga­ni­siert und mög­lich gemacht hat­ten. Sie dank­te den Orga­ni­sa­to­ren, Stand­be­trei­bern, Ord­nern und zahl­rei­chen Hel­fern, die teil­wei­se über Mona­te hin­weg Zeit und Ener­gie in die Ver­an­stal­tung inves­tiert hätten.

Beson­ders posi­tiv hob sie die sicht­ba­re Unter­stüt­zung durch Eltern und Groß­el­tern her­vor. Die Prä­senz von Initia­ti­ven wie „Eltern gegen Rechts“ und „Omas gegen Rechts“ habe für sie ein wich­ti­ges Signal aus­ge­sen­det: Fami­lie kön­ne ganz unter­schied­lich aus­se­hen, und jun­ge Men­schen soll­ten unab­hän­gig von ihrer sexu­el­len oder geschlecht­li­chen Iden­ti­tät Unter­stüt­zung erfahren.

Auch das Selbst­be­stim­mungs­ge­setz sprach Koch an. Sie bezeich­ne­te des­sen Ein­füh­rung als einen wich­ti­gen poli­ti­schen Erfolg der Com­mu­ni­ty und erklär­te, dass die­ses Gesetz bestehen blei­ben wer­de. Grund­sätz­lich müs­se die Rich­tung wei­ter­hin nach vor­ne gehen, nicht zurück.

Appell: „Nutzt eure Stimme“

Mit Blick auf die anste­hen­den Wah­len rief Koch die Men­schen dazu auf, ihre demo­kra­ti­sche Stim­me zu nut­zen und auch im per­sön­li­chen Umfeld für Mehr­hei­ten ein­zu­tre­ten, die die Rech­te quee­rer Men­schen unterstützen.

Zum Abschluss ihrer Gruß­wor­te rich­te­te sie den Blick noch ein­mal auf die Men­schen­men­ge vor der Büh­ne. Die Viel­falt inner­halb der quee­ren Com­mu­ni­ty sei kei­ne Schwä­che, son­dern eine beson­de­re Stär­ke. Auch Men­schen, die sich ansons­ten viel­leicht nie begeg­nen wür­den, ver­bin­de beim CSD ein gemein­sa­mer Gedan­ke: Soli­da­ri­tät und der Ein­satz für glei­che Rechte.

Koch bedank­te sich abschlie­ßend erneut bei allen Betei­lig­ten des 5. CSD in Leer und rich­te­te einen per­sön­li­chen Gruß an die Com­mu­ni­ty: „Leer, Hap­py Pride.“

Zahl­rei­che Stän­de auf dem Zoll­haus­ge­län­de boten Infor­ma­tio­nen und Raum für den Aus­tausch mit der quee­ren Com­mu­ni­ty. Ver­tre­ten waren unter ande­rem der Land­kreis Leer, die Poli­zei sowie Par­tei­en wie Grü­ne, Lin­ke und FDP und vie­le wei­te­re Organisationen.

Was bedeu­tet eigent­lich „que­er“? Ein Begriff für sexu­el­le und geschlecht­li­che Vielfalt

Leer/Ostfriesland. Beim Chris­to­pher Street Day, kurz CSD in Leer Ost­fries­land, ist der Begriff „que­er“ all­ge­gen­wär­tig. Doch was genau bedeu­tet er eigent­lich? Wer ist damit gemeint und woher stammt das Wort? Gera­de weil „que­er“ heu­te ganz selbst­ver­ständ­lich in gesell­schaft­li­chen Dis­kus­sio­nen ver­wen­det wird, lohnt sich ein genaue­rer Blick auf sei­ne Bedeu­tung und Geschichte.

„Que­er“ wird heu­te vor allem als Sam­mel­be­griff für Men­schen ver­wen­det, deren sexu­el­le Ori­en­tie­rung oder geschlecht­li­che Iden­ti­tät nicht der klas­si­schen gesell­schaft­li­chen Vor­stel­lung von Hete­ro­se­xua­li­tät und einer ein­deu­ti­gen Zuord­nung als Mann oder Frau ent­spricht. Der Begriff umfasst damit unter­schied­li­che Lebens­wei­sen und Identitäten.

Dabei ist „que­er“ kei­ne ein­zel­ne sexu­el­le Ori­en­tie­rung oder Geschlechts­iden­ti­tät. Viel­mehr dient das Wort als Ober­be­griff. Men­schen kön­nen sich bei­spiels­wei­se als les­bisch, schwul, bise­xu­ell, pan­se­xu­ell, trans, nicht-binär, inter­ge­schlecht­lich, ase­xu­ell oder aro­man­tisch ver­ste­hen und sich gleich­zei­tig unter dem Begriff „que­er“ wiederfinden.

Ein Begriff, der vie­le Men­schen einschließt

Zum quee­ren Spek­trum gehö­ren unter ande­rem Les­ben und Schwu­le, also Men­schen, die sich zum glei­chen Geschlecht hin­ge­zo­gen füh­len. Auch bise­xu­el­le und pan­se­xu­el­le Men­schen kön­nen sich als que­er ver­ste­hen. Bei ihnen spielt die sexu­el­le bezie­hungs­wei­se roman­ti­sche Anzie­hung zu Men­schen unter­schied­li­cher Geschlech­ter eine Rolle.

Eine wei­te­re Grup­pe sind trans Men­schen. Damit sind Men­schen gemeint, deren geschlecht­li­che Iden­ti­tät nicht oder nicht voll­stän­dig mit dem Geschlecht über­ein­stimmt, das ihnen bei der Geburt zuge­wie­sen wurde.

Auch nicht-binä­re Men­schen kön­nen unter den Begriff que­er fal­len. Sie ver­ste­hen sich nicht aus­schließ­lich als Mann oder Frau und bewe­gen sich damit außer­halb der klas­si­schen Ein­tei­lung in zwei Geschlechter.

Zum Spek­trum gehö­ren außer­dem inter­ge­schlecht­li­che Men­schen. Bei ihnen wei­sen die kör­per­li­chen Geschlechts­merk­ma­le Vari­an­ten auf, die sich nicht ein­deu­tig in die tra­di­tio­nel­len Kate­go­rien „männ­lich“ oder „weib­lich“ ein­ord­nen lassen.

Auch ase­xu­el­le und aro­man­ti­sche Men­schen kön­nen sich als que­er ver­ste­hen. Ase­xu­el­le Men­schen emp­fin­den wenig oder kei­ne sexu­el­le Anzie­hung, wäh­rend aro­man­ti­sche Men­schen wenig oder kei­ne roman­ti­sche Anzie­hung empfinden.

Wich­tig ist dabei: Que­er ist in ers­ter Linie eine mög­li­che Selbst­be­zeich­nung. Nicht jeder Mensch, der einer die­ser Grup­pen zuge­rech­net wer­den könn­te, bezeich­net sich selbst auch als queer.

Vom Schimpf­wort zur Selbstbezeichnung

Die Geschich­te des Begriffs ist beson­ders inter­es­sant. „Que­er“ stammt aus dem Eng­li­schen und bedeu­te­te ursprüng­lich unter ande­rem „selt­sam“, „son­der­bar“ oder „anders“. Über vie­le Jahr­zehn­te wur­de das Wort vor allem im eng­lisch­spra­chi­gen Raum als abwer­ten­de Bezeich­nung für homo­se­xu­el­le Men­schen verwendet.

Im Lau­fe der Zeit ver­än­der­te sich die Bedeu­tung. Tei­le der betrof­fe­nen Gemein­schaf­ten began­nen, den Begriff bewusst für sich selbst zu ver­wen­den und ihm damit eine neue Bedeu­tung zu geben. Aus einer Belei­di­gung wur­de zuneh­mend eine selbst­be­wuss­te Bezeich­nung für Men­schen, die sich außer­halb klas­si­scher Vor­stel­lun­gen von Sexua­li­tät und Geschlecht sehen.

Heu­te wird „que­er“ des­halb von vie­len Men­schen posi­tiv ver­stan­den. Gleich­zei­tig gibt es Men­schen, die den Begriff auf­grund sei­ner frü­he­ren Ver­wen­dung nicht für sich ver­wen­den möchten.

 

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War­um der Begriff beim CSD eine wich­ti­ge Rol­le spielt

Beson­ders sicht­bar wird die Bedeu­tung des Wor­tes beim Chris­to­pher Street Day. Der CSD erin­nert an den his­to­ri­schen Kampf quee­rer Men­schen gegen Dis­kri­mi­nie­rung und für glei­che Rech­te. Gleich­zei­tig sind die Ver­an­stal­tun­gen heu­te Demons­tra­ti­on, poli­ti­sche Kund­ge­bung und viel­fach auch ein gro­ßes öffent­li­ches Fest.

Auch beim 5. CSD in Leer stan­den Sicht­bar­keit und gesell­schaft­li­che Akzep­tanz im Mit­tel­punkt. Unter dem Mot­to „Sicht­bar. Laut. Jetzt erst recht!“ gin­gen Men­schen auf die Stra­ße, um für Viel­falt und gegen Aus­gren­zung ein Zei­chen zu setzen.

Dabei geht es für vie­le Teil­neh­mer nicht allein um die eige­ne sexu­el­le Ori­en­tie­rung oder geschlecht­li­che Iden­ti­tät. Es geht auch um die grund­sätz­li­che Fra­ge, wie eine Gesell­schaft mit­ein­an­der umge­hen möch­te: mit Respekt, Akzep­tanz und der Mög­lich­keit, das eige­ne Leben selbst­be­stimmt zu führen.

„Que­er“ ist kein fes­tes Etikett

Der Begriff kann des­halb ganz unter­schied­li­che Bedeu­tun­gen haben. Für man­che Men­schen ist „que­er“ eine per­sön­li­che Iden­ti­tät, für ande­re ein poli­ti­scher oder gesell­schaft­li­cher Begriff. Wie­der ande­re nut­zen ihn als prak­ti­sche Sam­mel­be­zeich­nung für unter­schied­li­che For­men sexu­el­ler und geschlecht­li­cher Vielfalt.

Was Men­schen gemein­sam haben, lässt sich daher nicht auf eine ein­zel­ne Lebens­wei­se redu­zie­ren. Gera­de die­se Offen­heit ist für vie­le ein Grund, den Begriff zu verwenden.

Que­er beschreibt somit kei­ne ein­zel­ne Grup­pe, son­dern ein brei­tes Spek­trum unter­schied­li­cher Men­schen und Lebens­rea­li­tä­ten. Im Mit­tel­punkt steht dabei die Vor­stel­lung, dass sexu­el­le Ori­en­tie­rung und geschlecht­li­che Iden­ti­tät viel­fäl­ti­ger sind, als es tra­di­tio­nel­le gesell­schaft­li­che Vor­stel­lun­gen lan­ge ver­mit­telt haben.

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CSD in Leer: Poli­zei kün­digt ver­stärk­te Prä­senz an

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Chris­to­pher Street Day in Leer: Poli­zei beglei­tet Demons­tra­ti­on am 15. August

Zusätz­li­che Ein­satz­kräf­te im Stadt­ge­biet – Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen und Stra­ßen­sper­run­gen möglich

In Leer fin­det am Sams­tag, 15. August 2026, der Chris­to­pher Street Day (CSD) statt. Die Ver­an­stal­tung beginnt um 13 Uhr und umfasst unter ande­rem einen Demons­tra­ti­ons­zug durch Tei­le des Stadtgebietes.

Die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden wird den CSD beglei­ten und gemein­sam mit den Ver­ant­wort­li­chen des Ver­an­stal­ters für einen siche­ren und mög­lichst stö­rungs­frei­en Ablauf sorgen.

Poli­zei mit zusätz­li­chen Ein­satz­kräf­ten vor Ort

Im Zusam­men­hang mit dem Demons­tra­ti­ons­zug kann es ins­be­son­de­re im Innen­stadt­ge­biet zu Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen und Stra­ßen­sper­run­gen kom­men. Ver­kehrs­teil­neh­men­de wer­den daher gebe­ten, den Ver­an­stal­tungs­be­reich nach Mög­lich­keit weit­räu­mig zu umfah­ren und zusätz­li­che Fahr­zei­ten einzuplanen.

„Die Ver­samm­lungs­frei­heit ist ein wich­ti­ges demo­kra­ti­sches Grund­recht“, erklärt Tho­mas Meme­ring, Lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden. „Die Poli­zei wird dafür Sor­ge tra­gen, dass die ange­mel­de­te Ver­samm­lung sicher und mög­lichst stö­rungs­frei statt­fin­den kann.“

Für die Dau­er der Ver­an­stal­tung wird die Poli­zei mit zusätz­li­chen Ein­satz­kräf­ten im Stadt­ge­biet prä­sent sein. Die Beam­ten ste­hen dabei auch als Ansprech­part­ner für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zur Verfügung.

Die Poli­zei und die Ver­ant­wort­li­chen des Ver­an­stal­ters set­zen damit auf eine enge Zusam­men­ar­beit, damit der CSD in Leer sicher und ohne grö­ße­re Stö­run­gen statt­fin­den kann.

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69 krea­ti­ve Ideen für die “Zahn­ge­sun­de Schul­tü­te” – sechs Kin­der dür­fen sich freuen!

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Gewin­ner der „Zahn­ge­sun­den Schul­tü­ten“ 2026: Auf dem Foto zu sehen sind (v. l. n. r.) Phil­ipp Mey­er, Loreen Han­ne­ken, Ben Brun­ner, Fem­ke Kalfs­ter­mann, San­der Koh­lert und Mir­ja Brink.

Zahn­ge­sun­de Schul­tü­te: Sechs Kin­der gewin­nen Mal­wett­be­werb im Land­kreis Leer

69 krea­ti­ve Ein­sen­dun­gen zum The­ma Zahn­ge­sund­heit – Gewin­ner erhal­ten Schul­tü­ten mit gesun­den Überraschungen

Auch in die­sem Jahr hat der Jugend­zahn­ärzt­li­che Dienst des Land­krei­ses Leer zum Mal­wett­be­werb „Zahn­ge­sun­de Schul­tü­te“ ein­ge­la­den. Alle zukünf­ti­gen Erst­kläss­ler waren auf­ge­ru­fen, ein gemal­tes oder gebas­tel­tes Bild zum The­ma ein­zu­rei­chen. Die Reso­nanz war groß: Ins­ge­samt 69 krea­ti­ve Ein­sen­dun­gen erreich­ten das Team der Pro­phy­laxe­fach­kräf­te des Land­krei­ses Leer.

Sechs Kin­der durf­ten sich schließ­lich über einen beson­de­ren Gewinn freu­en: eine „Zahn­ge­sun­de Schul­tü­te“, die mit vie­len klei­nen Über­ra­schun­gen gefüllt war. Kurz vor der Ein­schu­lung wur­den die Schul­tü­ten den Gewin­ne­rin­nen und Gewin­nern im Gesund­heits­amt des Land­krei­ses Leer überreicht.

Zahn­ge­sund­heit bereits zum Schul­start im Blick

Mit dem Mal­wett­be­werb möch­te der Jugend­zahn­ärzt­li­che Dienst des Land­krei­ses Leer bereits bei den ange­hen­den Schul­kin­dern und ihren Fami­li­en für das The­ma Zahn­ge­sund­heit sensibilisieren.

Denn tra­di­tio­nell gehö­ren Süßig­kei­ten für vie­le Kin­der zur Schul­tü­te. Damit kommt jedoch häu­fig auch eine grö­ße­re Men­ge Zucker zusam­men. Ein hoher Zucker­kon­sum kann die Ent­ste­hung von Kari­es begüns­ti­gen und damit die Zahn­ge­sund­heit beeinträchtigen.

Die Akti­on „Zahn­ge­sun­de Schul­tü­te“ soll des­halb dazu anre­gen, den Zucker­kon­sum zu über­den­ken und mög­lichst zu redu­zie­ren. Gleich­zei­tig möch­ten die Ver­ant­wort­li­chen zei­gen, dass eine Schul­tü­te auch ohne eine gro­ße Men­ge Süßig­kei­ten abwechs­lungs­reich und span­nend gefüllt wer­den kann.

Zahn­ge­sun­de Alter­na­ti­ven für die Schultüte

Wel­che klei­nen Über­ra­schun­gen und Geschen­ke sich als zahn­ge­sun­de Alter­na­ti­ve für die Schul­tü­te eig­nen, zeigt der Land­kreis Leer im „Schul­tü­ten ABC“. Dort fin­den Eltern zahl­rei­che Anre­gun­gen für einen zahn­ge­sun­den Start in die Schulzeit.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Tipps zur Zahn­ge­sund­heit sowie das Schul­tü­ten ABC gibt es online unter:

www.landkreis-leer.de/Zahngesundheit

 

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