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Kitas öff­nen am 8. März in fes­ten Gruppen

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Schritt­wei­se wei­te­re Schul­öff­nun­gen ab 15. März — Ton­ne: „Gro­ßer Schritt nach vor­ne bei den Kleins­ten, bis Ostern besu­chen alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler ihre Schule”

In Nie­der­sach­sen ste­hen nach den Bund-Län­der-Bera­tun­gen am (gest­ri­gen) Mitt­woch wei­te­re Schrit­te zur Öff­nung des Bil­dungs­be­rei­ches an.

Die Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen wer­den bereits ab Mon­tag, 08.03.2021, geöff­net für den ein­ge­schränk­ten Regel­be­trieb („Kita-Sze­na­rio B”). Die Kitas sind damit im Grund­satz geöff­net und bie­ten Betreu­ung in Regel­grup­pen­grö­ße an, aber ohne Gruppenmischung.

Zwei Ände­run­gen im Schul­be­reich wer­den eben­falls am 08.03.2021 vor­ge­nom­men: So ist im Unter­richt auch am Sitz­platz grund­sätz­lich in allen Jahr­gän­gen der Sekun­dar­be­rei­che I und II eine Mund-Nasen-Bede­ckung zu tra­gen. Zudem gilt wie­der, dass die Prä­senz­pflicht — mit Aus­nah­me der Risi­ko­grup­pen — wie­der­her­ge­stellt ist.

Eine Woche spä­ter, ab 15.03.2021, wird der Schul­be­reich geöff­net für Unter­richt im Wech­sel­mo­dell nach Sze­na­rio B für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Schul­jahr­gän­ge 5–7 im Sekun­dar­be­reich I sowie den Schul­jahr­gang 12 im Sekun­dar­be­reich II. Außer­dem wer­den die Berufs­ein­stiegs­schu­len sowie Berufs­schul­klas­sen für Jugend­li­che mit son­der­päd­ago­gi­schem Unter­stüt­zungs­be­darf ohne Aus­bil­dungs­ver­hält­nis und die För­der­schu­len im För­der­schwer­punkt kör­per­li­che und moto­ri­sche Ent­wick­lung und in För­der­schwer­punk­ten Hören und Sehen (Taub­blin­de) für Unter­richt nach Sze­na­rio B geöffnet.

Ab 22.03.2021 und damit noch vor den Oster­fe­ri­en kom­men dann alle Schu­len und Schul­jahr­gän­ge zurück in Sze­na­rio B.

Nie­der­sach­sens Kul­tus­mi­nis­ter Grant Hen­drik Ton­ne zur Kita-Öff­nung: „Die letz­ten Wochen und Mona­te waren für vie­le Kin­der und Eltern eine gro­ße Belas­tung. Psy­cho­so­zi­al und auch öko­no­misch hat die Schlie­ßung der Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen vie­le Fami­li­en unter Druck gesetzt. Es ist auch ein kaum mach­ba­rer Spa­gat, im Home­of­fice zu arbei­ten und gleich­zei­tig klei­ne Kin­der zu betreu­en. Und wir alle mer­ken natür­lich, dass es den Kin­dern nicht gut­tut, wenn sozia­le Kon­tak­te feh­len; spie­len, malen, toben mit ande­ren dür­fen nicht dau­er­haft feh­len. Daher bin ich sehr froh, dass wir bei den Kleins­ten einen gro­ßen Schritt nach vor­ne machen. Der ein­ge­schränk­te Betrieb sieht ein Betreu­ungs­an­ge­bot für alle Kin­der vor, die in der jewei­li­gen Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung einen Betreu­ungs­platz haben.  Das bedeu­tet, die Kitas kön­nen in gewohn­tem Umfang früh­kind­li­che Bil­dung und Betreu­ung anbie­ten. Das sind gute Bot­schaf­ten für Kin­der und Eltern. Um den Gesund­heits­schutz zu gewähr­leis­ten und die Hygie­ne­plä­ne ein­hal­ten zu kön­nen, sind offe­ne Grup­pen­kon­zep­te sowie die Durch­mi­schung von Grup­pen nicht zuläs­sig. Die­se päd­ago­gisch-qua­li­ta­ti­ve Ein­schrän­kung ist not­wen­dig und ver­tret­bar mit Blick auf den Infek­ti­ons- und Gesundheitsschutz.”

Die Schul-Öff­nung kom­men­tiert der Kul­tus­mi­nis­ter: „Wir wol­len und wir wer­den vor Ostern allen Schü­le­rin­nen und Schü­lern Prä­senz­un­ter­richt im Wech­sel­mo­dell nach Sze­na­rio B anbie­ten. Mit Blick auf die Gesamt­ge­menge­la­ge — dif­fu­ses Infek­ti­ons­ge­sche­hen, Muta­tio­nen, Sta­gna­ti­on bei Inzi­denz —  bin ich froh, dass wir heu­te die­sen wei­te­ren Öff­nungs­schritt machen kön­nen. Wir befin­den uns nach wie vor im Span­nungs­feld zwi­schen Kin­des­wohl, Bil­dungs­chan­cen und Fami­li­en­freund­lich­keit einer­seits und Pan­de­mie-Bekämp­fung andererseits.

Ich habe mich immer dafür aus­ge­spro­chen, dass wir die­se Abwä­gung ver­ant­wort­bar im Sin­ne der Kin­der und Jugend­li­chen vor­neh­men — das haben wir ein­mal mehr getan und kom­men unterm Strich dazu, die Schu­len für deut­lich mehr Kin­der zu öff­nen. Wir machen das aller­dings behut­sam und acht­sam. Alle sol­len sicher Tritt fas­sen und die Schu­len sich nach und nach fül­len. Wir set­zen damit unse­re Linie fort, erst die Jün­ge­ren und die mit bald anste­hen­den Abschlüs­sen in die Schu­len zu holen. Das hat sich bewährt und wird ausgebaut.

Par­al­lel zu die­sen Schrit­ten flan­kie­ren wir über Imp­fen und Testen.

Ich gehe davon aus, dass noch im März die ers­ten Imp­fun­gen ange­bo­ten wer­den kön­nen. Die Impf­zen­tren gehen auf die Schu­len zu und bit­ten um Daten­über­mitt­lung, denn die Erhe­bung der Impf­da­ten ist der ers­te not­wen­di­ge Schritt.

Das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um hat ein Test-Kon­zept erar­bei­tet und in Abstim­mung mit den ande­ren Res­sorts hier­für auch die nöti­gen Wei­chen gestellt. Wir wer­den aller Vor­aus­sicht nach in der letz­ten Schul­wo­che vor den Oster­fe­ri­en eine „Test­wo­che” an den nie­der­säch­si­schen Schu­len anbie­ten, um den Umgang mit den Selbst­tests ein­zu­üben. Nach den Oster­fe­ri­en wer­den wir wochen­wei­se und bei bestimm­ten Anläs­sen wei­te­re Tes­tun­gen vor­se­hen. Bei betrof­fe­nen Klas­sen gel­ten ohne­hin die Anord­nun­gen der ört­li­chen Gesund­heits­äm­ter mit Qua­ran­tä­ne und Tes­tun­gen, auch für die Kon­takt­per­so­nen, die kom­men dann noch dazu.

Wir sind also auf einem guten Weg und wer­den das Tem­po wei­ter hochhalten.

Mit der Kom­bi­na­ti­on aus Tes­ten, Imp­fen, Mas­ken plus Abstand, Hygie­ne und Lüf­ten erhö­hen wir die Sicher­heit immer wei­ter und schüt­zen Kin­der und Beschäftigte.”

Die Maß­nah­men für die Zeit ab dem 08.03.2021 bis zum Ende der Oster­fe­ri­en am 09.04.2021 im Überblick:

 

Sze­na­rio B in Kindertageseinrichtungen:

Die Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen wech­seln in das Sze­na­rio B und sind damit im Grund­satz geöff­net. Es gilt damit der ein­ge­schränk­te Regel­be­trieb: Betreu­ung in Regel­grup­pen­grö­ße, aber kei­ne Gruppenmischung.

 

Sze­na­rio B in Schulen:

Ab dem 15. März 2021 gilt das Sze­na­rio B für

Ø die Schul­jahr­gän­ge 5–7 und die Abschluss­klas­sen des Sekun­dar­be­reichs I

Ø die Schul­jahr­gän­ge 12 und 13 des Sekun­dar­be­reichs II, Abschluss­klas­sen an BBS

Ø die För­der­schu­len GE, KME, Taub­blin­de (alle Jahrgänge)

Ø Tages­bil­dungs­stät­ten

Ø Berufs­ein­stiegs­schu­len und Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit einem son­der­päd­ago­gi­schen För­der­be­darf ohne Ausbildungsstelle

Ø den Primarbereich

Ab dem 22. März 2021 gilt das Sze­na­rio B für

Ø alle Schü­le­rin­nen und Schüler

 

Prä­senz­pflicht:

Ab dem 8. März 2021 gilt wie­der, dass kein frei­wil­li­ges Distanz­ler­nen mög­lich ist. Die Rege­lun­gen für vul­nerable Per­so­nen blei­ben wei­ter­hin bestehen.

Mas­ken­pflicht:
Ab dem 8. März 2021 ist im Unter­richt auch am Sitz­platz grund­sätz­lich in allen Jahr­gän­gen der Sekun­dar­be­rei­che I und II eine Mund-Nasen-Bede­ckung zu tragen.

 

Not­be­treu­ung Schule:

Not­be­treu­ung wird ange­bo­ten für die Kin­der der Schul­jahr­gän­ge 1–6 in der Regel zwi­schen 08:00 Uhr und 13:00 Uhr.

 

Hot-Spot-Rege­lung:

Die beschrie­be­nen Öff­nun­gen von Kita und Schu­le gel­ten aus­schließ­lich für Ein­rich­tun­gen in Kreisen/kreisfreien Städ­ten, bei denen eine Sie­ben-Tage-Inzi­denz von bis zu 100 fest­ge­stellt wird. Bei über 100 kön­nen kei­ne wei­te­ren Öff­nungs­schrit­te gemacht wer­den, bis die Inzi­denz dann sta­bil — min­des­tens drei Tage — wie­der unter 100 gefal­len ist: Bei drei Tagen unun­ter­bro­chen unter 100 erfolgt der Wech­sel in Sze­na­rio B.


 

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Auto­no­me Fäh­ren, KI und neue Antrie­be: Leer blickt auf die mari­ti­me Zukunft

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Mari­ti­me For­schung und Inno­va­ti­on in Leer: Beim Besuch des Mari­ti­men Tech­ni­kums der Hoch­schu­le Emden/Leer infor­mier­te sich der Arbeits­kreis Häfen und Schiff­fahrt der CDU-Land­tags­frak­ti­on über For­schung, Leh­re und neue mari­ti­me Tech­no­lo­gien. Im Bild von links: Hoch­schul­prä­si­dent Prof. Dr. Mar­co Rim­kus, Saskia Busch­mann MdL, Ulf Thie­le MdL, Hart­mut Moor­kamp MdL, Katha­ri­na Jen­sen MdL, Claus See­beck MdL, MARI­KO-Geschäfts­füh­re­rin Kat­ja Bau­mann, Pro­de­kan Prof. Dr. Klaus Heil­mann, Dekan Prof. Dr. Mar­cus Ben­tin, eine Mit­ar­bei­te­rin der Hoch­schu­le Emden/Leer und Sören Berg (MARIKO). Foto: Wahl­kreis­bü­ro Ulf Thiele

CDU-Arbeits­kreis Häfen besucht Mari­ti­men Cam­pus in Leer: „Mari­ti­me Zukunft wird in Leer gestaltet“

Leer. Wie wird sich die Schiff­fahrt durch Digi­ta­li­sie­rung, Künst­li­che Intel­li­genz und neue Antriebs­tech­no­lo­gien ver­än­dern? Wel­che Rol­le könn­ten auto­no­me Fäh­ren künf­tig spie­len und war­um blei­ben gut aus­ge­bil­de­te See­leu­te trotz zuneh­men­der Auto­ma­ti­sie­rung unver­zicht­bar? Mit die­sen und wei­te­ren Fra­gen hat sich der Arbeits­kreis Häfen und Schiff­fahrt der CDU-Frak­ti­on im Nie­der­säch­si­schen Land­tag bei einem Besuch auf dem Mari­ti­men Cam­pus in Leer beschäftigt.

Der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le besuch­te den Cam­pus gemein­sam mit dem Spre­cher für Häfen und Schiff­fahrt der CDU-Land­tags­frak­ti­on, Hart­mut Moor­kamp, sowie den Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Katha­ri­na Jen­sen, Saskia Busch­mann und Claus See­beck.

Auf dem Pro­gramm stan­den Gesprä­che und Ein­bli­cke in die Arbeit des Mari­ti­men Kom­pe­tenz­zen­trums MARIKO, des Green­Ship­ping-Kom­pe­tenz­zen­trums Nie­der­sach­sen, der Nau­ti­tec GmbH sowie des Mari­ti­men Tech­ni­kums der Hoch­schu­le Emden/Leer.

Leer als mari­ti­mer Zukunftsstandort

Nach dem Besuch sehen die CDU-Abge­ord­ne­ten in der Ver­bin­dung von mari­ti­mer Wirt­schaft, For­schung, Aus­bil­dung und Tech­no­lo­gie­trans­fer gro­ßes Poten­zi­al für Ostfriesland.

„Leer ist weit mehr als ein tra­di­ti­ons­rei­cher Schiff­fahrts- und Ree­de­rei­stand­ort. Hier ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ein star­kes Netz­werk aus mari­ti­mer Wirt­schaft, For­schung, Aus­bil­dung und Tech­no­lo­gie­trans­fer ent­stan­den. Die­se Ver­bin­dung ist eine gro­ße Chan­ce für unse­re Regi­on. Mari­ti­me Zukunft wird in Leer gemacht“, erklär­te Hart­mut Moorkamp.

Die Abge­ord­ne­ten erhiel­ten auf dem Mari­ti­men Cam­pus Infor­ma­tio­nen über aktu­el­le Pro­jek­te und die Ent­wick­lung des mari­ti­men Kompetenzstandortes.

„Fer­ry Go“ unter­sucht auto­no­me Fährsysteme

Bei der MARIKO GmbH und dem ange­glie­der­ten Green­Ship­ping-Kom­pe­tenz­zen­trum Nie­der­sach­sen ging es unter ande­rem um das deutsch-nie­der­län­di­sche Pro­jekt „Fer­ry Go“. MARI­KO-Geschäfts­füh­re­rin Kat­ja Bau­mann, Green­Ship­ping-Pro­jekt- und Team­lei­ter Sören Berg sowie Land­rat Mat­thi­as Groo­te für den Gesell­schaf­ter Land­kreis Leer stell­ten das Pro­jekt vor.

Hin­ter­grund ist der umfang­rei­che Fähr­ver­kehr zu den Inseln auf deut­scher und nie­der­län­di­scher Sei­te. Im Rah­men von „Fer­ry Go“ wur­de unter­sucht und erprobt, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen teil­au­to­no­me und auto­no­me Sys­te­me auf Fäh­ren im deutsch-nie­der­län­di­schen Wat­ten­meer ein­ge­setzt wer­den können.

Dabei geht es nicht aus­schließ­lich um tech­ni­sche Mög­lich­kei­ten. Betrach­tet wer­den auch Künst­li­che Intel­li­genz, nau­ti­sche Anfor­de­run­gen, Schiff­bau, Sicher­heit und recht­li­che Rah­men­be­din­gun­gen.

Für Ulf Thie­le zei­gen Pro­jek­te wie „Fer­ry Go“, dass Digi­ta­li­sie­rung und KI bereits kon­kre­te Anwen­dun­gen in der Schiff­fahrt erreichen.

„Gera­de für unse­re Regi­on mit ihren Insel­ver­keh­ren und ihrer star­ken mari­ti­men Wirt­schaft erge­ben sich dar­aus gro­ße Chan­cen. Ent­schei­dend ist, dass Inno­va­ti­on nicht nur erforscht wird, son­dern mög­lichst schnell ihren Weg in die prak­ti­sche Anwen­dung fin­det“, sag­te Thiele.

Dabei müs­se es nicht zwin­gend dar­um gehen, Arbeits­kräf­te durch Tech­nik zu erset­zen. Viel­mehr könn­ten neue tech­ni­sche Sys­te­me dazu bei­tra­gen, die Sicher­heit auf stark befah­re­nen Gewäs­sern zu erhö­hen und Unfall­ri­si­ken zu redu­zie­ren.

Aus­bil­dung bleibt trotz Auto­ma­ti­sie­rung entscheidend

Eine wei­te­re Erkennt­nis des Besuchs: Mit zuneh­men­der Auto­ma­ti­sie­rung wird die Aus- und Wei­ter­bil­dung von See­leu­ten nach Ein­schät­zung der CDU nicht weni­ger, son­dern wichtiger.

Denn auch auto­no­me und teil­au­to­no­me Sys­te­me sei­en nicht unfehl­bar. Die Ver­ant­wor­tung blei­be des­halb beim Men­schen. Wel­che Mög­lich­kei­ten moder­ne Simu­la­ti­ons­tech­nik bereits heu­te bie­tet, zeig­te die Nau­ti­tec GmbH.

Der neue Geschäfts­füh­rer Kapi­tän Finn Kosel stell­te gemein­sam mit sei­nem Team den Schiffs­füh­rungs­si­mu­la­tor des Unter­neh­mens vor. Dort las­sen sich anspruchs­vol­le Situa­tio­nen auf See sowie in Fluss- und Hafen­ge­bie­ten rea­li­täts­nah dar­stel­len und trainieren.

Die Tech­no­lo­gie kann zudem für die Hafen­pla­nung ein­ge­setzt wer­den. So las­sen sich bei­spiels­wei­se neue Hafen­an­la­gen bereits im Simu­la­tor befah­ren, wäh­rend auf dem tat­säch­li­chen Gelän­de noch Pla­nun­gen lau­fen und die Flä­chen unbe­baut sind.

Damit unter­stützt die Simu­la­ti­on sowohl die Aus- und Wei­ter­bil­dung von See­leu­ten als auch die Pla­nung von Häfen und die Sicher­heit in der Schiff­fahrt.

Hoch­schu­le zeigt For­schung zu Schiffs­tech­nik und neu­en Antrieben

Eine wei­te­re Sta­ti­on war das Mari­ti­me Tech­ni­kum der Hoch­schu­le Emden/Leer am Hoch­schul­stand­ort Leer. Hoch­schul­prä­si­dent Prof. Dr. Mar­co Rim­kus, der Dekan des Fach­be­reichs See­fahrt und Mari­ti­me Wis­sen­schaf­ten, Prof. Dr. Mar­cus Ben­tin, sowie Pro­de­kan Prof. Dr. Klaus Heil­mann infor­mier­ten die Poli­ti­ker über For­schung, Leh­re und die tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten des Standortes.

Das Mari­ti­me Tech­ni­kum bün­delt unter ande­rem Kom­pe­ten­zen in den Berei­chen Schiffs­füh­rungs­si­mu­la­ti­on, Schiffs­tech­nik, Mee­res­tech­nik und zukünf­ti­ge Schiffs­an­trie­be.

Gera­de mit Blick auf den Wan­del der mari­ti­men Wirt­schaft misst Ulf Thie­le dem Stand­ort Leer eine beson­de­re Bedeu­tung bei.

„Nie­der­sach­sen ist Hafen- und Schiff­fahrts­land. Die­sen Anspruch müs­sen wir auch für die nächs­te Gene­ra­ti­on mari­ti­mer Tech­no­lo­gien ver­tei­di­gen“, erklär­te der CDU-Landtagsabgeordnete.

Dafür brau­che es star­ke For­schungs- und Aus­bil­dungs­stand­or­te, einen schnel­len Wis­sens­trans­fer in die Unter­neh­men und ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen für Inves­ti­tio­nen. Leer bie­te dafür her­vor­ra­gen­de Voraussetzungen.

Green Ship­ping und Digi­ta­li­sie­rung als Chan­ce für Ostfriesland

Die CDU sieht in der Trans­for­ma­ti­on der Schiff­fahrt nicht nur eine Her­aus­for­de­rung für den Kli­ma­schutz. Auch die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der mari­ti­men Wirt­schaft und qua­li­fi­zier­te Arbeits­plät­ze sei­en von zen­tra­ler Bedeutung.

Green Ship­ping, Digi­ta­li­sie­rung, Auto­ma­ti­sie­rung und alter­na­ti­ve Antriebs­sys­te­me wer­den die Schiff­fahrt nach Ein­schät­zung der Abge­ord­ne­ten in den kom­men­den Jah­ren erheb­lich verändern.

Thie­le for­mu­liert des­halb ein kla­res Ziel: Tech­no­lo­gien für die mari­ti­me Trans­for­ma­ti­on sol­len nicht aus­schließ­lich an ande­ren Stand­or­ten ent­wi­ckelt und anschlie­ßend in der Regi­on ein­ge­setzt wer­den. For­schung, Ent­wick­lung, Wert­schöp­fung und qua­li­fi­zier­te Arbeits­plät­ze sol­len mög­lichst in Nie­der­sach­sen und ins­be­son­de­re in Ost­fries­land gehal­ten bezie­hungs­wei­se neu geschaf­fen werden.

Dank an MARI­KO-Geschäfts­füh­re­rin Kat­ja Baumann

Ein beson­de­rer Dank der CDU galt MARI­KO-Geschäfts­füh­re­rin Kat­ja Bau­mann, die das Kom­pe­tenz­zen­trum und das Green­Ship­ping-Kom­pe­tenz­zen­trum über mehr als ein Jahr­zehnt geprägt und zu leis­tungs­fä­hi­gen Ein­rich­tun­gen ent­wi­ckelt habe.

Bau­mann hat­te auch den Besuch des Arbeits­krei­ses vor­be­rei­tet, koor­di­niert und die Abge­ord­ne­ten durch die ver­schie­de­nen Sta­tio­nen des Mari­ti­men Cam­pus begleitet.

Hart­mut Moor­kamp zog zum Abschluss eine posi­ti­ve Bilanz: „Der Aus­tausch hat ein­drucks­voll gezeigt, wel­ches Poten­zi­al in der engen Zusam­men­ar­beit von Hoch­schu­le, For­schung und mari­ti­mer Wirt­schaft liegt. Die­ses Netz­werk wol­len wir poli­tisch wei­ter stärken.“

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FDP for­dert neu­es Sys­tem für Alt­tex­ti­li­en im Kreis Leer

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FDP for­dert Ände­run­gen bei der Ent­sor­gung von Alt­tex­ti­li­en im Kreis Leer

Leer. Die FDP-Kreis­tags­frak­ti­on will die Ent­sor­gung von Alt­tex­ti­li­en und Schu­hen im Land­kreis Leer neu orga­ni­sie­ren. Für die Libe­ra­len ist das The­ma der­zeit einer der dring­lichs­ten Punk­te in der Abfall­wirt­schaft. Des­halb bringt die FDP einen ent­spre­chen­den Antrag in die nächs­te regu­lä­re Sit­zung des Betriebs­aus­schus­ses Abfall­wirt­schaft (ALL) des Kreis­ta­ges ein.

Dabei geht es der FDP nicht nur um Alt­tex­ti­li­en. Auch bei der Sperr­müll­ent­sor­gung sowie bei der grund­sätz­li­chen Fra­ge, ob Abfäl­le künf­tig in Säcken oder Ton­nen abge­holt wer­den, sieht die Frak­ti­on dis­kus­si­ons­wür­di­ge Punk­te. Trotz des nahen­den Endes der lau­fen­den Wahl­pe­ri­ode will die FDP beim The­ma Alt­tex­ti­li­en eine Ent­schei­dung erreichen.

FDP: Sam­mel­con­tai­ner zie­hen wil­den Müll an

Im Mit­tel­punkt der For­de­rung steht der Abbau der vor­han­de­nen dezen­tra­len Sam­mel­con­tai­ner für Alt­tex­ti­li­en und Schu­he.

„Wir for­dern als FDP den Abbau der vor­han­de­nen Sam­mel­con­tai­ner für Alt­tex­ti­li­en, weil sie die wil­de Müll­ent­sor­gung gera­de­zu magisch anzie­hen“, erklärt Carl Fried­rich Brüg­ge­mann, FDP-Kreis­tags­mit­glied aus Leer.

Nach Auf­fas­sung der FDP haben sich die bis­he­ri­gen Con­tai­ner­stand­or­te immer wie­der zu pro­ble­ma­ti­schen Stel­len ent­wi­ckelt. Neben Alt­tex­ti­li­en und Schu­hen wer­de dort auch ande­rer Müll abge­legt. Die Besei­ti­gung die­ser ille­ga­len Abla­ge­run­gen ver­ur­sa­che nicht uner­heb­li­che Kos­ten, die letzt­lich von der All­ge­mein­heit getra­gen wer­den müssten.

Hin­zu kommt nach Ansicht der Libe­ra­len die Gefahr einer Rat­ten- und Krä­hen­pla­ge, wenn sich an den Stand­or­ten grö­ße­re Men­gen Abfall ansam­meln. Eine nach­hal­ti­ge Lösung des Pro­blems sei mit der bis­he­ri­gen Orga­ni­sa­ti­on bis­lang nicht erreicht worden.

Meh­re­re Alter­na­ti­ven statt der bis­he­ri­gen Containerstandorte

Die FDP betont, dass der gefor­der­te Abbau der dezen­tra­len Con­tai­ner nicht bedeu­te, dass Bür­ger kei­ne Mög­lich­keit mehr zur ord­nungs­ge­mä­ßen Ent­sor­gung ihrer Alt­tex­ti­li­en haben sollen.

„Wir zei­gen meh­re­re Hand­lungs­al­ter­na­ti­ven auf, um die jet­zi­ge schlech­te Situa­ti­on zu ver­bes­sern, sie ist also nicht alter­na­tiv­los“, sagt Brüg­ge­mann. Der FDP-Poli­ti­ker ver­tritt sei­ne Frak­ti­on im zustän­di­gen Fachausschuss.

Gleich­zei­tig rich­tet Brüg­ge­mann den Blick auf die bevor­ste­hen­de Kom­mu­nal­wahl. Er hofft, dass die ande­ren Frak­tio­nen das The­ma nicht aus poli­ti­schen Grün­den ver­ta­gen oder einer Ent­schei­dung ausweichen.

„Es gibt ein­fach Fra­ge­stel­lun­gen, die man lösen muss, auch wenn es weh tut“, betont das FDP-Kreis­tags­mit­glied aus Leer.

Das sieht der FDP-Antrag kon­kret vor

Der Antrag „Ent­sor­gung Alt­tex­ti­li­en neu orga­ni­sie­ren“ soll am 8. Sep­tem­ber 2026 im Betriebs­aus­schuss Abfall­wirt­schaft (ALL) bera­ten wer­den. Die FDP schlägt dar­in drei kon­kre­te Maß­nah­men vor.

Ers­tens soll die dezen­tra­le Ein­samm­lung von Alt­tex­ti­li­en und Schu­hen zum nächst­mög­li­chen Zeit­punkt ein­ge­stellt und die bestehen­den Sam­mel­con­tai­ner abge­baut werden.

Zwei­tens soll die Ent­sor­gung künf­tig über die Wert­stoff­hö­fe im Rah­men deren Öff­nungs­zei­ten orga­ni­siert wer­den. Für die Stadt Leer soll die ALL bezie­hungs­wei­se die Ver­wal­tung nach einer neu­en geeig­ne­ten Ört­lich­keit suchen, an der Sam­mel­con­tai­ner zen­tral auf­ge­stellt wer­den können.

Drit­tens soll zusätz­lich quar­tals­wei­se gemein­sam mit der mobi­len Schad­stoff­samm­lung eine mobi­le Samm­lung für Alt­tex­ti­li­en und Schu­he vor Ort ange­bo­ten werden.

Zusam­men­ar­beit von Abfall­wirt­schaft, Kom­mu­nen und Entsorgern

Für die FDP ist eine Neu­or­ga­ni­sa­ti­on nur in Zusam­men­ar­beit der betei­lig­ten Stel­len sinn­voll. Der Abfall­wirt­schafts­be­trieb, die Kom­mu­nen und pri­va­te Ent­sor­gungs­un­ter­neh­men sol­len nach den Vor­stel­lun­gen der Frak­ti­on gemein­sam an einer neu­en Lösung arbeiten.

Ziel ist es, die bis­he­ri­gen Pro­ble­me an den dezen­tra­len Stand­or­ten zu redu­zie­ren, ille­ga­le Müll­ab­la­ge­run­gen ein­zu­däm­men und gleich­zei­tig ver­läss­li­che Mög­lich­kei­ten für die ord­nungs­ge­mä­ße Abga­be von Alt­tex­ti­li­en und Schu­hen zu schaffen.

Über den Antrag ent­schei­det der Betriebs­aus­schuss Abfall­wirt­schaft (ALL) in sei­ner Sit­zung am 8. Sep­tem­ber 2026.

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100 Jah­re Ems­fäh­re Ditz­um: Land­kreis Leer sucht Fotos aus Krieg und Nachkriegszeit

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100 Jah­re Ems­fäh­re Ditz­um: Land­kreis Leer sucht his­to­ri­sche Fotos

Ditz­um. Die Ems­fäh­re Ditz­um fei­ert in die­sem Jahr ihr 100-jäh­ri­ges Bestehen. Zum Jubi­lä­um plant der Land­kreis Leer am 3. Okto­ber 2026 ein Fest am Hafen. Zudem soll eine Fest­schrift die Geschich­te der Fäh­re und ihrer Bedeu­tung für die Regi­on doku­men­tie­ren. Dafür sucht die Kreis­ver­wal­tung noch his­to­ri­sche Foto­gra­fien und wei­te­res Bild­ma­te­ri­al aus der Geschich­te der Fährverbindung.

Beson­ders gefragt sind Auf­nah­men aus der Zeit des Zwei­ten Welt­kriegs und der Nach­kriegs­jah­re. Sie kön­nen wich­ti­ge Ein­bli­cke in eine Zeit geben, in der die Fäh­re weit mehr war als eine Ver­bin­dung über die Ems.

Fäh­re war im Krieg wich­ti­ge Verbindung

Wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs hat­te der Raum rund um Ditz­um und Pogum eine beson­de­re stra­te­gi­sche Bedeu­tung. In Pogum rich­te­te die Wehr­macht eine Flak­stel­lung ein, die der Abwehr von Luft­an­grif­fen auf die Stadt Emden diente.

Die Ems­fäh­re spiel­te in die­ser Zeit eine zen­tra­le Rol­le. Über die Ver­bin­dung wur­den unter ande­rem Mate­ri­al, Sol­da­ten und zivi­le Mili­tär­mit­ar­bei­ter von Emden zu den Stel­lun­gen trans­por­tiert. Dazu gehör­ten auch die Stel­lun­gen in Dyks­ter­husen und im Heinitzpolder.

In den letz­ten Kriegs­ta­gen geriet der Hafen von Ditz­um auf­grund sei­ner stra­te­gi­schen Bedeu­tung unter Beschuss. Zum Ende des Krie­ges nutz­ten zudem bis zu 150 Sol­da­ten aus den Stel­lun­gen in und um Pogum die Fäh­re, um nach Emden zu gelangen.

Nach­kriegs­zeit eben­falls von Bedeutung

Auch nach dem Ende des Zwei­ten Welt­kriegs blieb die Fähr­ver­bin­dung von gro­ßer Bedeu­tung. Soge­nann­te Hams­te­rer aus dem Ruhr­ge­biet und ande­ren Regio­nen kamen nach Ost­fries­land und nutz­ten die Fäh­re, um bei Bau­ern Lebens­mit­tel zu erhal­ten. Im Gegen­zug wur­den Wert­sa­chen getauscht.

Bis zum Jahr 1948 brach­te die Ems­fäh­re außer­dem ent­las­se­ne Kriegs­ge­fan­ge­ne zurück in ihre Heimat.

Gera­de Foto­gra­fien, Ansichts­kar­ten und ande­re his­to­ri­sche Auf­nah­men aus die­ser Zeit könn­ten des­halb für die geplan­te Fest­schrift von beson­de­rem Wert sein. Der Land­kreis Leer möch­te mit dem Bild­ma­te­ri­al die Geschich­te der Fäh­re mög­lichst anschau­lich doku­men­tie­ren und damit auch ein Stück Regio­nal­ge­schich­te bewahren.

Land­kreis bit­tet um his­to­ri­sche Aufnahmen

Wer alte Fotos, Ansichts­kar­ten oder ande­res Bild­ma­te­ri­al rund um die Häfen Ditz­um und Pogum besitzt und die­se für die Chro­nik zur Ver­fü­gung stel­len möch­te, kann sich an die Pres­se­stel­le des Land­krei­ses Leer wenden.

Gesucht wer­den aus­drück­lich auch digi­ta­le Scans oder Abzü­ge. Die Ori­gi­na­le wer­den nach der Bear­bei­tung selbst­ver­ständ­lich an die Eigen­tü­mer zurückgegeben.

Kon­takt:

Land­kreis Leer
Pres­se­stel­le
Berg­mann­stra­ße 37
26789 Leer

E‑Mail: pressestelle@lkleer.de
Tele­fon: 0491 926‑1149

Mit den his­to­ri­schen Auf­nah­men soll das 100-jäh­ri­ge Bestehen der Ems­fäh­re Ditz­um nicht nur gefei­ert, son­dern auch anhand per­sön­li­cher Erin­ne­run­gen und his­to­ri­scher Doku­men­te nach­voll­zieh­bar gemacht werden.

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