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Kitas öff­nen am 8. März in fes­ten Gruppen

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Schritt­wei­se wei­te­re Schul­öff­nun­gen ab 15. März — Ton­ne: „Gro­ßer Schritt nach vor­ne bei den Kleins­ten, bis Ostern besu­chen alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler ihre Schule”

In Nie­der­sach­sen ste­hen nach den Bund-Län­der-Bera­tun­gen am (gest­ri­gen) Mitt­woch wei­te­re Schrit­te zur Öff­nung des Bil­dungs­be­rei­ches an.

Die Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen wer­den bereits ab Mon­tag, 08.03.2021, geöff­net für den ein­ge­schränk­ten Regel­be­trieb („Kita-Sze­na­rio B”). Die Kitas sind damit im Grund­satz geöff­net und bie­ten Betreu­ung in Regel­grup­pen­grö­ße an, aber ohne Gruppenmischung.

Zwei Ände­run­gen im Schul­be­reich wer­den eben­falls am 08.03.2021 vor­ge­nom­men: So ist im Unter­richt auch am Sitz­platz grund­sätz­lich in allen Jahr­gän­gen der Sekun­dar­be­rei­che I und II eine Mund-Nasen-Bede­ckung zu tra­gen. Zudem gilt wie­der, dass die Prä­senz­pflicht — mit Aus­nah­me der Risi­ko­grup­pen — wie­der­her­ge­stellt ist.

Eine Woche spä­ter, ab 15.03.2021, wird der Schul­be­reich geöff­net für Unter­richt im Wech­sel­mo­dell nach Sze­na­rio B für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Schul­jahr­gän­ge 5–7 im Sekun­dar­be­reich I sowie den Schul­jahr­gang 12 im Sekun­dar­be­reich II. Außer­dem wer­den die Berufs­ein­stiegs­schu­len sowie Berufs­schul­klas­sen für Jugend­li­che mit son­der­päd­ago­gi­schem Unter­stüt­zungs­be­darf ohne Aus­bil­dungs­ver­hält­nis und die För­der­schu­len im För­der­schwer­punkt kör­per­li­che und moto­ri­sche Ent­wick­lung und in För­der­schwer­punk­ten Hören und Sehen (Taub­blin­de) für Unter­richt nach Sze­na­rio B geöffnet.

Ab 22.03.2021 und damit noch vor den Oster­fe­ri­en kom­men dann alle Schu­len und Schul­jahr­gän­ge zurück in Sze­na­rio B.

Nie­der­sach­sens Kul­tus­mi­nis­ter Grant Hen­drik Ton­ne zur Kita-Öff­nung: „Die letz­ten Wochen und Mona­te waren für vie­le Kin­der und Eltern eine gro­ße Belas­tung. Psy­cho­so­zi­al und auch öko­no­misch hat die Schlie­ßung der Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen vie­le Fami­li­en unter Druck gesetzt. Es ist auch ein kaum mach­ba­rer Spa­gat, im Home­of­fice zu arbei­ten und gleich­zei­tig klei­ne Kin­der zu betreu­en. Und wir alle mer­ken natür­lich, dass es den Kin­dern nicht gut­tut, wenn sozia­le Kon­tak­te feh­len; spie­len, malen, toben mit ande­ren dür­fen nicht dau­er­haft feh­len. Daher bin ich sehr froh, dass wir bei den Kleins­ten einen gro­ßen Schritt nach vor­ne machen. Der ein­ge­schränk­te Betrieb sieht ein Betreu­ungs­an­ge­bot für alle Kin­der vor, die in der jewei­li­gen Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung einen Betreu­ungs­platz haben.  Das bedeu­tet, die Kitas kön­nen in gewohn­tem Umfang früh­kind­li­che Bil­dung und Betreu­ung anbie­ten. Das sind gute Bot­schaf­ten für Kin­der und Eltern. Um den Gesund­heits­schutz zu gewähr­leis­ten und die Hygie­ne­plä­ne ein­hal­ten zu kön­nen, sind offe­ne Grup­pen­kon­zep­te sowie die Durch­mi­schung von Grup­pen nicht zuläs­sig. Die­se päd­ago­gisch-qua­li­ta­ti­ve Ein­schrän­kung ist not­wen­dig und ver­tret­bar mit Blick auf den Infek­ti­ons- und Gesundheitsschutz.”

Die Schul-Öff­nung kom­men­tiert der Kul­tus­mi­nis­ter: „Wir wol­len und wir wer­den vor Ostern allen Schü­le­rin­nen und Schü­lern Prä­senz­un­ter­richt im Wech­sel­mo­dell nach Sze­na­rio B anbie­ten. Mit Blick auf die Gesamt­ge­menge­la­ge — dif­fu­ses Infek­ti­ons­ge­sche­hen, Muta­tio­nen, Sta­gna­ti­on bei Inzi­denz —  bin ich froh, dass wir heu­te die­sen wei­te­ren Öff­nungs­schritt machen kön­nen. Wir befin­den uns nach wie vor im Span­nungs­feld zwi­schen Kin­des­wohl, Bil­dungs­chan­cen und Fami­li­en­freund­lich­keit einer­seits und Pan­de­mie-Bekämp­fung andererseits.

Ich habe mich immer dafür aus­ge­spro­chen, dass wir die­se Abwä­gung ver­ant­wort­bar im Sin­ne der Kin­der und Jugend­li­chen vor­neh­men — das haben wir ein­mal mehr getan und kom­men unterm Strich dazu, die Schu­len für deut­lich mehr Kin­der zu öff­nen. Wir machen das aller­dings behut­sam und acht­sam. Alle sol­len sicher Tritt fas­sen und die Schu­len sich nach und nach fül­len. Wir set­zen damit unse­re Linie fort, erst die Jün­ge­ren und die mit bald anste­hen­den Abschlüs­sen in die Schu­len zu holen. Das hat sich bewährt und wird ausgebaut.

Par­al­lel zu die­sen Schrit­ten flan­kie­ren wir über Imp­fen und Testen.

Ich gehe davon aus, dass noch im März die ers­ten Imp­fun­gen ange­bo­ten wer­den kön­nen. Die Impf­zen­tren gehen auf die Schu­len zu und bit­ten um Daten­über­mitt­lung, denn die Erhe­bung der Impf­da­ten ist der ers­te not­wen­di­ge Schritt.

Das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um hat ein Test-Kon­zept erar­bei­tet und in Abstim­mung mit den ande­ren Res­sorts hier­für auch die nöti­gen Wei­chen gestellt. Wir wer­den aller Vor­aus­sicht nach in der letz­ten Schul­wo­che vor den Oster­fe­ri­en eine „Test­wo­che” an den nie­der­säch­si­schen Schu­len anbie­ten, um den Umgang mit den Selbst­tests ein­zu­üben. Nach den Oster­fe­ri­en wer­den wir wochen­wei­se und bei bestimm­ten Anläs­sen wei­te­re Tes­tun­gen vor­se­hen. Bei betrof­fe­nen Klas­sen gel­ten ohne­hin die Anord­nun­gen der ört­li­chen Gesund­heits­äm­ter mit Qua­ran­tä­ne und Tes­tun­gen, auch für die Kon­takt­per­so­nen, die kom­men dann noch dazu.

Wir sind also auf einem guten Weg und wer­den das Tem­po wei­ter hochhalten.

Mit der Kom­bi­na­ti­on aus Tes­ten, Imp­fen, Mas­ken plus Abstand, Hygie­ne und Lüf­ten erhö­hen wir die Sicher­heit immer wei­ter und schüt­zen Kin­der und Beschäftigte.”

Die Maß­nah­men für die Zeit ab dem 08.03.2021 bis zum Ende der Oster­fe­ri­en am 09.04.2021 im Überblick:

 

Sze­na­rio B in Kindertageseinrichtungen:

Die Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen wech­seln in das Sze­na­rio B und sind damit im Grund­satz geöff­net. Es gilt damit der ein­ge­schränk­te Regel­be­trieb: Betreu­ung in Regel­grup­pen­grö­ße, aber kei­ne Gruppenmischung.

 

Sze­na­rio B in Schulen:

Ab dem 15. März 2021 gilt das Sze­na­rio B für

Ø die Schul­jahr­gän­ge 5–7 und die Abschluss­klas­sen des Sekun­dar­be­reichs I

Ø die Schul­jahr­gän­ge 12 und 13 des Sekun­dar­be­reichs II, Abschluss­klas­sen an BBS

Ø die För­der­schu­len GE, KME, Taub­blin­de (alle Jahrgänge)

Ø Tages­bil­dungs­stät­ten

Ø Berufs­ein­stiegs­schu­len und Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit einem son­der­päd­ago­gi­schen För­der­be­darf ohne Ausbildungsstelle

Ø den Primarbereich

Ab dem 22. März 2021 gilt das Sze­na­rio B für

Ø alle Schü­le­rin­nen und Schüler

 

Prä­senz­pflicht:

Ab dem 8. März 2021 gilt wie­der, dass kein frei­wil­li­ges Distanz­ler­nen mög­lich ist. Die Rege­lun­gen für vul­nerable Per­so­nen blei­ben wei­ter­hin bestehen.

Mas­ken­pflicht:
Ab dem 8. März 2021 ist im Unter­richt auch am Sitz­platz grund­sätz­lich in allen Jahr­gän­gen der Sekun­dar­be­rei­che I und II eine Mund-Nasen-Bede­ckung zu tragen.

 

Not­be­treu­ung Schule:

Not­be­treu­ung wird ange­bo­ten für die Kin­der der Schul­jahr­gän­ge 1–6 in der Regel zwi­schen 08:00 Uhr und 13:00 Uhr.

 

Hot-Spot-Rege­lung:

Die beschrie­be­nen Öff­nun­gen von Kita und Schu­le gel­ten aus­schließ­lich für Ein­rich­tun­gen in Kreisen/kreisfreien Städ­ten, bei denen eine Sie­ben-Tage-Inzi­denz von bis zu 100 fest­ge­stellt wird. Bei über 100 kön­nen kei­ne wei­te­ren Öff­nungs­schrit­te gemacht wer­den, bis die Inzi­denz dann sta­bil — min­des­tens drei Tage — wie­der unter 100 gefal­len ist: Bei drei Tagen unun­ter­bro­chen unter 100 erfolgt der Wech­sel in Sze­na­rio B.


 

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Sprit­prei­se sin­ken: Bund und Län­der beschlie­ßen Steu­er­sen­kung für Ben­zin und Diesel

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Sprit­prei­se: Bund und Län­der beschlie­ßen Steu­er­sen­kung für Ben­zin und Diesel

Tan­kra­batt soll ab 1. Okto­ber 2026 grei­fen – Ener­gie­steu­er sinkt um 14 Cent pro Liter

Ber­lin, 18. Sep­tem­ber 2026 – Auto­fah­re­rin­nen und Auto­fah­rer in Deutsch­land sol­len ange­sichts der der­zeit hohen Sprit­prei­se finan­zi­ell ent­las­tet wer­den. Bund und Län­der haben sich auf eine erneu­te Sen­kung der Ener­gie­steu­er auf Ben­zin und Die­sel ver­stän­digt. Die Maß­nah­me soll bis Ende 2026 gel­ten und die Kos­ten an den Tank­stel­len spür­bar reduzieren.

Hin­ter­grund sind die zuletzt stark gestie­ge­nen Kraft­stoff­prei­se. Nach Anga­ben der Bun­des­re­gie­rung sor­gen die krie­ge­ri­schen Ereig­nis­se und die erneu­te Eska­la­ti­on im Nah­ost-Kon­flikt für erheb­li­che Unsi­cher­hei­ten an den inter­na­tio­na­len Märk­ten. Die Aus­wir­kun­gen tref­fen sowohl die Wirt­schaft als auch pri­va­te Haus­hal­te, dar­un­ter Pend­ler, Fami­li­en, Frei­be­ruf­ler und Ehrenamtliche.

Ener­gie­steu­er auf Ben­zin und Die­sel wird gesenkt

Der Bund will die Ener­gie­steu­er auf Ben­zin und Die­sel bis Ende 2026 um 14 Cent pro Liter redu­zie­ren. Unter Ein­be­zie­hung der Umsatz­steu­er ergibt sich dar­aus eine rech­ne­ri­sche Steu­er­ent­las­tung von rund 17 Cent je Liter Kraft­stoff.

Damit soll das Tan­ken für Ver­brau­cher und Unter­neh­men güns­ti­ger wer­den. Die tat­säch­li­che Ent­wick­lung der Prei­se an den Tank­stel­len hängt aller­dings wei­ter­hin von der Ent­wick­lung der inter­na­tio­na­len Öl- und Kraft­stoff­märk­te sowie der Preis­ge­stal­tung der Mine­ral­öl­wirt­schaft ab.

Ent­las­tung von rund 2,5 Mil­li­ar­den Euro

Ins­ge­samt sol­len Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie Unter­neh­men durch das Maß­nah­men­pa­ket um rund 2,5 Mil­li­ar­den Euro ent­las­tet werden.

Bund und Län­der tra­gen die geplan­ten Ent­las­tun­gen gemein­sam. Die Län­der sol­len dabei einen Bei­trag von 1,25 Mil­li­ar­den Euro über einen Umsatz­steu­er­fest­be­trag leisten.

Tan­kra­batt soll ab 1. Okto­ber 2026 gelten

Das Ent­las­tungs­pa­ket soll nach den bis­he­ri­gen Pla­nun­gen zum 1. Okto­ber 2026 umge­setzt wer­den. Vor­aus­set­zung ist die wei­te­re Abstim­mung mit den Län­dern und den Koali­ti­ons­frak­tio­nen im Deut­schen Bundestag.

Die Bun­des­re­gie­rung will damit mög­lichst schnell auf die der­zeit hohen Kraft­stoff­prei­se reagieren.

Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz erklär­te, wer täg­lich auf das Auto ange­wie­sen sei, kom­me ange­sichts der hohen Prei­se an sei­ne Belas­tungs­gren­ze. Gleich­zei­tig ver­wies er auf die schwie­ri­ge Haus­halts­la­ge und bezeich­ne­te die Ent­las­tung von 2,5 Mil­li­ar­den Euro als erheb­li­chen finan­zi­el­len Kraftakt.

Hat der Tan­kra­batt tat­säch­lich Wirkung?

Die Bun­des­re­gie­rung ver­weist dar­auf, dass eine ver­gleich­ba­re Ener­gie­steu­er­sen­kung bereits im Mai und Juni 2026 weit­ge­hend bei den Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­chern ange­kom­men sei.

Nach Anga­ben der Bun­des­re­gie­rung kamen die Mono­pol­kom­mis­si­on und das Bun­des­kar­tell­amt zu dem Schluss, dass die dama­li­ge Steu­er­sen­kung bei Ben­zin und Die­sel weit­ge­hend wei­ter­ge­ge­ben wur­de. Der dama­li­ge Tan­kra­batt habe ins­be­son­de­re dazu bei­getra­gen, Preis­spit­zen in einer Pha­se beson­ders hoher Kraft­stoff­prei­se abzufangen.

Bun­des­re­gie­rung plant zusätz­lich einen Spritpreisdeckel

Mit der Steu­er­sen­kung soll es nicht getan sein. Die Bun­des­re­gie­rung will dar­über hin­aus Gesprä­che mit der Mine­ral­öl­wirt­schaft führen.

Ziel ist es, spä­tes­tens zum 1. Janu­ar 2027 einen vor­über­ge­hen­den Sprit­preis­de­ckel ein­zu­füh­ren. Als mög­li­che Vor­bil­der nennt die Bun­des­re­gie­rung ent­spre­chen­de Rege­lun­gen in Luxem­burg und Bel­gi­en.

Dabei sol­len nach den bis­he­ri­gen Plä­nen meh­re­re Punk­te berück­sich­tigt wer­den. Die Ver­sor­gungs­si­cher­heit müs­se gewähr­leis­tet blei­ben. Gleich­zei­tig sol­len miss­bräuch­li­che Preis­auf­schlä­ge ver­hin­dert werden.

Auch auf euro­päi­scher Ebe­ne lau­fen Gesprä­che über mög­li­che Maß­nah­men gegen­über der Mine­ral­öl­wirt­schaft. Dabei wird unter ande­rem geprüft, ob ein Vor­ge­hen ana­log zum EU-Ener­gie­kri­sen­bei­trag von 2022 mög­lich ist.

Wei­te­re Hil­fen für beson­ders betrof­fe­ne Haus­hal­te und Unternehmen

Die Bun­des­re­gie­rung will die Ent­wick­lung der Kraft­stoff­prei­se und die mög­li­chen wirt­schaft­li­chen Fol­gen wei­ter­hin beob­ach­ten. Beson­ders betrof­fe­ne Men­schen und Unter­neh­men könn­ten bei Bedarf gezielt ent­las­tet werden.

Dafür sol­len die Vor­aus­set­zun­gen für einen ein­kom­mens­be­zo­ge­nen Direkt­aus­zahl­me­cha­nis­mus geschaf­fen wer­den. Damit könn­ten Hil­fen geziel­ter an beson­ders belas­te­te Haus­hal­te aus­ge­zahlt werden.

Pend­ler pro­fi­tie­ren bereits von höhe­rer Pendlerpauschale

Neben der Sen­kung der Ener­gie­steu­er ver­weist die Bun­des­re­gie­rung auf bereits beschlos­se­ne Entlastungen.

Die Pend­ler­pau­scha­le wur­de dau­er­haft erhöht. Dadurch sol­len Berufs­pend­ler steu­er­lich stär­ker ent­las­tet wer­den. Für Steu­er­pflich­ti­ge mit gerin­gen Ein­kom­men besteht wei­ter­hin die Mög­lich­keit, von der Mobi­li­täts­prä­mie zu profitieren.

Dar­über hin­aus sol­len Fami­li­en sowie Men­schen mit gerin­gen und mitt­le­ren Ein­kom­men durch eine Sen­kung der Ein­kom­men­steu­er ab 2027 steu­er­lich ent­las­tet werden.

Auch die Land­wirt­schaft erhält wei­te­re Ent­las­tun­gen. Die Agrar­die­sel-Rück­ver­gü­tung wur­de wie­der voll­stän­dig eingeführt.

Zudem soll das Kar­tell­recht wei­ter geschärft wer­den, damit die Preis­ent­wick­lung und die Preis­ge­stal­tung beim Tan­ken bes­ser über­wacht wer­den können.

Was bedeu­tet die Steu­er­sen­kung für Autofahrer?

Für Auto­fah­rer bedeu­tet die geplan­te Maß­nah­me zunächst eine rech­ne­ri­sche Steu­er­ent­las­tung von rund 17 Cent je Liter Ben­zin oder Die­sel, wenn die Ener­gie­steu­er­sen­kung ein­schließ­lich Umsatz­steu­er voll­stän­dig im End­kun­den­preis ankommt.

Bei einer Tank­fül­lung von bei­spiels­wei­se 50 Litern ent­sprä­che dies rech­ne­risch einer Ent­las­tung von rund 8,50 Euro. Bei 60 Litern wären es rund 10,20 Euro.

Wie stark die Prei­se an den ein­zel­nen Tank­stel­len tat­säch­lich sin­ken, hängt jedoch auch von der Ent­wick­lung der Roh­öl­prei­se, Wech­sel­kur­sen, Raf­fi­ne­rie­kos­ten und der Preis­ge­stal­tung im Mine­ral­öl­han­del ab.

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Land­ge­richt Aurich: Zwei neue Straf­ver­fah­ren gegen Ange­klag­te aus Ostfriesland

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Land­ge­richt Aurich: Zwei neue Straf­ver­fah­ren begin­nen in der kom­men­den Woche

Haupt­ver­hand­lun­gen gegen Ange­klag­te aus Wies­moor und Süd­brook­mer­land – Vor­wür­fe rei­chen von Straf­ta­ten gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung bis zum Han­del mit Betäubungsmitteln

Aurich – Am Land­ge­richt Aurich begin­nen in der kom­men­den Woche zwei neue erst­in­stanz­li­che Straf­ver­fah­ren. Ver­han­delt wer­den ein Ver­fah­ren gegen einen 34-Jäh­ri­gen aus Wies­moor sowie ein wei­te­res Ver­fah­ren gegen einen 38-jäh­ri­gen Mann und eine 32-jäh­ri­ge Frau aus Südbrookmerland.

Bei bei­den Ver­fah­ren han­delt es sich zunächst um Vor­wür­fe der Staats­an­walt­schaft. Ob sich die­se bestä­ti­gen, wird erst im Ver­lauf der jewei­li­gen Haupt­ver­hand­lung geklärt. Für alle Ange­klag­ten gilt bis zu einer rechts­kräf­ti­gen Ver­ur­tei­lung die Unschulds­ver­mu­tung.

Ver­fah­ren gegen 34-Jäh­ri­gen aus Wiesmoor

Vor der 3. Gro­ßen Jugend­kam­mer beginnt am Diens­tag, 22. Sep­tem­ber 2026, um 9 Uhr die Haupt­ver­hand­lung gegen einen 34-jäh­ri­gen Mann aus Wies­moor. Das Ver­fah­ren trägt das Akten­zei­chen 13 KLs 15/26. Den Vor­sitz führt der Vor­sit­zen­de Rich­ter am Land­ge­richt Klein. Ver­han­delt wird im Saal 108.

Die Staats­an­walt­schaft wirft dem Ange­klag­ten Straf­ta­ten gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung zum Nach­teil sei­ner Toch­ter vor. Die mut­maß­li­chen Taten sol­len sich im Zeit­raum von 2023 bis 2026 ereig­net haben.

Nach Dar­stel­lung der Ankla­ge leb­te der Ange­klag­te nach der Tren­nung von der Kin­des­mut­ter in einer eige­nen Woh­nung. Die Geschä­dig­te, die 2014 gebo­ren wur­de, soll ihren Vater regel­mä­ßig besucht haben.

Ab dem Jahr 2023 soll der Ange­klag­te wäh­rend sol­cher Besu­che in meh­re­ren Fäl­len sexu­el­le Hand­lun­gen an dem Kind bezie­hungs­wei­se sexu­el­le Hand­lun­gen vor dem Kind vor­ge­nom­men haben.

Für den ers­ten Haupt­ver­hand­lungs­ter­min sind drei Zeu­gen geladen.

Als Fort­set­zungs­ter­min ist Don­ners­tag, 24. Sep­tem­ber 2026, um 9 Uhr in Raum 116 vorgesehen.

Straf­ver­fah­ren wegen mut­maß­li­chen Han­dels mit Betäubungsmitteln

Einen Tag spä­ter, am Mitt­woch, 23. Sep­tem­ber 2026, um 9 Uhr, beginnt vor der 2. Gro­ßen Straf­kam­mer ein wei­te­res Straf­ver­fah­ren. Ange­klagt sind ein 38-jäh­ri­ger Mann und eine 32-jäh­ri­ge Frau aus Süd­brook­mer­land.

Das Ver­fah­ren wird unter dem Akten­zei­chen 11 KLs 40/23 geführt. Den Vor­sitz hat die Vor­sit­zen­de Rich­te­rin am Land­ge­richt Dr. Fuchs. Die Ver­hand­lung fin­det im Saal 107 des Amts­ge­richts Aurich statt.

Die Staats­an­walt­schaft wirft den bei­den Ange­klag­ten vor, sich spä­tes­tens im März 2021 zusam­men­ge­schlos­sen zu haben, um durch den gewinn­brin­gen­den Ver­kauf von Amphet­amin eine fort­lau­fen­de Ein­nah­me­quel­le zur Bestrei­tung ihres Lebens­un­ter­halts zu schaffen.

Nach der Ankla­ge sol­len die Betäu­bungs­mit­tel­ge­schäf­te ab Dezem­ber 2021 auch auf Can­na­bis und Ecsta­sy aus­ge­wei­tet wor­den sein. Die Staats­an­walt­schaft geht davon aus, dass bei­de Ange­klag­ten dabei arbeits­tei­lig und auf­grund eines gemein­sa­men Tat­plans gehan­delt haben.

Dem 32-jäh­ri­gen Ange­klag­ten wird dar­über hin­aus vor­ge­wor­fen, sei­ne Betäu­bungs­mit­tel­vor­rä­te durch das Bereit­hal­ten eines Base­ball­schlä­gers aus Metall sowie eines Schlag­rings abge­si­chert zu haben. Bei­de Gegen­stän­de sol­len sich nach Anga­ben der Staats­an­walt­schaft in der Gara­ge des Ange­klag­ten befun­den haben.

Für den ers­ten Ver­hand­lungs­tag ist ein Sach­ver­stän­di­ger geladen.

Als Fort­set­zungs­ter­min ist Mitt­woch, 30. Sep­tem­ber 2026, um 9 Uhr, eben­falls im Raum 107 des Amts­ge­richts Aurich, vor­ge­se­hen.

Unschulds­ver­mu­tung gilt

Das Land­ge­richt Aurich weist dar­auf hin, dass die Haupt­ver­hand­lun­gen der Klä­rung die­nen, ob die erho­be­nen Vor­wür­fe tat­säch­lich zutref­fen oder nicht. Bis zu einer rechts­kräf­ti­gen Ver­ur­tei­lung gilt für jeden Ange­klag­ten die Unschuldsvermutung.

Zudem kön­nen sich ange­setz­te Gerichts­ter­mi­ne kurz­fris­tig ändern oder aus­fal­len. Das Land­ge­richt weist des­halb dar­auf hin, die Hin­weis­ta­fel im Ein­gangs­be­reich des Land­ge­richts zu beachten.

Für Pres­se­ver­tre­ter gilt außer­dem: Licht­bild- oder Film­auf­nah­men von Ange­klag­ten müs­sen in anony­mi­sier­ter Form, bei­spiels­wei­se durch Ver­pi­xeln, erfolgen.

Quel­le: Land­ge­richt Aurich, Pres­se­stel­le, Mit­tei­lung Nr. 49/26 vom 18. Sep­tem­ber 2026.

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NAJU Hesel wächst: Kin­der und Jugend­li­che gestal­ten ihren eige­nen Ort

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Das Gelän­de der NAJU Hesel © NAJU | Chris­toph Bruns

NAJU Hesel: In weni­gen Mona­ten ist ein Ort für Natur, Begeg­nung und Gemein­schaft entstanden

Kin­der, Jugend­li­che und Ehren­amt­li­che gestal­ten die neue Flä­che gemein­sam – vie­le Ideen für die Zukunft

Hesel – Was in weni­gen Mona­ten ent­ste­hen kann, wenn vie­le Men­schen gemein­sam anpa­cken, zeigt die NAJU Hesel. Seit dem ers­ten regu­lä­ren Grup­pen­tref­fen am 7. März hat sich auf dem Gelän­de der Kin­der- und Jugend­grup­pe der NABU-Kreis­grup­pe Leer viel getan. Gemein­sam mit Kin­dern, Jugend­li­chen, Ehren­amt­li­chen und Unter­stüt­zern ent­stan­den Wege sowie Sitz‑, Spiel- und Werk­be­rei­che und ver­schie­de­ne Ange­bo­te, die Natur unmit­tel­bar erleb­bar machen.

Im Früh­jahr wur­den zudem meh­re­re hun­dert gespen­de­te Pflan­zen ein­ge­setzt. Im Juni kamen zwei Bau­wa­gen hin­zu, die heu­te eben­falls Teil des Gelän­des und der Grup­pen­ar­beit sind.

Vie­le ehren­amt­li­che Stun­den für den Aufbau

„Wenn man bedenkt, dass wir uns erst seit März regel­mä­ßig tref­fen, ist es schon beein­dru­ckend, was hier gemein­sam ent­stan­den ist“, sag­te Grup­pen­lei­ter Chris­toph Bruns. „Wenn ich heu­te auf die­se Flä­che schaue, sehe ich vor allem vie­le Men­schen, die irgend­wann gesagt haben: Das ist eine gute Idee, da hel­fe ich mit.“

Eine die­ser Per­so­nen ist Miri­am Wrzol, die den Auf­bau der NAJU Hesel von Beginn an beglei­tet. Als Co-Lei­tung ist sie in nahe­zu alle Berei­che ein­ge­bun­den. Dazu gehö­ren unter ande­rem Orga­ni­sa­ti­on und Pla­nung, die Ent­wick­lung neu­er Ideen, die Gestal­tung der Flä­che sowie die Durch­füh­rung von Grup­pen­tref­fen und Aktionen.

Im Juni kam Lou­is Wed­ler als wei­te­rer Co-Lei­ter hin­zu. Sein Schwer­punkt liegt eben­falls auf Orga­ni­sa­ti­on und Pla­nung sowie auf der Jugend­grup­pe. Dar­über hin­aus unter­stützt er die Kin­der­grup­pe und gemein­sa­me Aktionen.

Neben der Lei­tung enga­gie­ren sich zahl­rei­che wei­te­re Erwach­se­ne und Jugend­li­che ehren­amt­lich. Mit vie­len geleis­te­ten Stun­den tra­gen sie zum Grup­pen­le­ben und zur wei­te­ren Ent­wick­lung des Gelän­des bei.

Unter­stüt­zung durch Stif­tun­gen und Spenden

Der Auf­bau der NAJU Hesel wur­de von ver­schie­de­nen Orga­ni­sa­tio­nen und Unter­stüt­zern beglei­tet. Die Irma-Waal­kes-Stif­tung und die Spar­kas­se Leer Witt­mund unter­stütz­ten die Anschaf­fung der bei­den Bauwagen.

Die Nie­der­säch­si­sche Bin­go-Umwelt­stif­tung för­der­te einen gro­ßen Teil der Aus­stat­tung. Auch die NABU-Kreis­grup­pe Leer unter­stützt die NAJU Hesel sowohl orga­ni­sa­to­risch als auch finanziell.

Hin­zu kom­men zahl­rei­che Sach- und Mate­ri­al­spen­den, die eben­falls zum Auf­bau des Gelän­des bei­getra­gen haben.

Kin­der und Jugend­li­che brin­gen eige­ne Ideen ein

Beim Spät­som­mer­fest konn­ten Kin­der, Jugend­li­che, Eltern und wei­te­re Gäs­te ihre Wün­sche und Ideen für die Zukunft der NAJU Hesel ein­brin­gen. Die Betei­li­gung erfolg­te im Rah­men des Bun­des­pro­gramms „Demo­kra­tie leben!“.

Dabei kamen zahl­rei­che Vor­schlä­ge zusam­men. Gewünscht wur­den unter ande­rem ein Insek­ten­ho­tel und ein Baum­haus. Auch wei­te­re Spiel- und Frei­zeit­mög­lich­kei­ten, Über­nach­tungs­ak­tio­nen, Nacht­wan­de­run­gen und Feri­en­an­ge­bo­te wur­den genannt.

Dar­über hin­aus ging es um Wün­sche zur Orga­ni­sa­ti­on und um Mög­lich­kei­ten, wie sich Kin­der und Jugend­li­che künf­tig noch stär­ker inner­halb der Grup­pe betei­li­gen können.

Die gesam­mel­ten Ideen sol­len nun aus­ge­wer­tet und in die wei­te­re Pla­nung ein­be­zo­gen werden.

Natur erle­ben und Ver­ant­wor­tung übernehmen

Nach der inten­si­ven Auf­bau­pha­se soll künf­tig noch stär­ker die eigent­li­che Kin­der- und Jugend­ar­beit der NAJU Hesel in den Mit­tel­punkt rücken. Geplant sind Akti­vi­tä­ten, bei denen Kin­der und Jugend­li­che Natur erle­ben, prak­ti­schen Natur­schutz umset­zen, gemein­sam ler­nen und krea­tiv tätig wer­den können.

Auch das Über­neh­men von Ver­ant­wor­tung spielt dabei eine wich­ti­ge Rol­le. Das Gelän­de soll dabei nicht nur Treff­punkt sein, son­dern den Kin­dern und Jugend­li­chen Mög­lich­kei­ten bie­ten, eige­ne Ideen umzu­set­zen und ihren Lebens­raum aktiv mitzugestalten.

Für den Win­ter ist außer­dem eine JuLei­Ca-Aus­bil­dung für meh­re­re Team­er vor­ge­se­hen. Die Jugend­lei­ter-Card (JuLei­Ca) dient als Qua­li­fi­ka­ti­ons­nach­weis für ehren­amt­li­che Jugendleiter.

„Das hier soll euer Ort sein“

Wel­che Bedeu­tung die Betei­li­gung der Kin­der und Jugend­li­chen für die NAJU Hesel hat, mach­te Chris­toph Bruns bei sei­ner Anspra­che deutlich.

„Am Ende bau­en wir die­sen Ort nicht für uns Erwach­se­ne. Das hier soll euer Ort sein“, fass­te Bruns die Idee der Grup­pe zusammen.

Damit steht neben dem Natur- und Umwelt­schutz vor allem die akti­ve Betei­li­gung der jun­gen Mit­glie­der im Mit­tel­punkt. Sie sol­len die Mög­lich­keit erhal­ten, eige­ne Ideen ein­zu­brin­gen und die wei­te­re Ent­wick­lung der NAJU Hesel mitzugestalten.

Die NAJU Hesel bedankt sich bei allen Kin­dern, Jugend­li­chen, Fami­li­en, Ehren­amt­li­chen, För­de­rern und Unter­stüt­zern, die zum Spät­som­mer­fest und zur Ent­wick­lung der Grup­pe bei­getra­gen haben.

Kon­takt zur NAJU Hesel

Chris­toph Bruns
Lei­tung NAJU Hesel
Kin­der- und Jugend­grup­pe der NABU-Kreis­grup­pe Leer

E‑Mail: naju.leer@gmail.com
Insta­gram: @naju_hesel

 

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