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Kitas öff­nen am 8. März in fes­ten Gruppen

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Schritt­wei­se wei­te­re Schul­öff­nun­gen ab 15. März — Ton­ne: „Gro­ßer Schritt nach vor­ne bei den Kleins­ten, bis Ostern besu­chen alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler ihre Schule”

In Nie­der­sach­sen ste­hen nach den Bund-Län­der-Bera­tun­gen am (gest­ri­gen) Mitt­woch wei­te­re Schrit­te zur Öff­nung des Bil­dungs­be­rei­ches an.

Die Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen wer­den bereits ab Mon­tag, 08.03.2021, geöff­net für den ein­ge­schränk­ten Regel­be­trieb („Kita-Sze­na­rio B”). Die Kitas sind damit im Grund­satz geöff­net und bie­ten Betreu­ung in Regel­grup­pen­grö­ße an, aber ohne Gruppenmischung.

Zwei Ände­run­gen im Schul­be­reich wer­den eben­falls am 08.03.2021 vor­ge­nom­men: So ist im Unter­richt auch am Sitz­platz grund­sätz­lich in allen Jahr­gän­gen der Sekun­dar­be­rei­che I und II eine Mund-Nasen-Bede­ckung zu tra­gen. Zudem gilt wie­der, dass die Prä­senz­pflicht — mit Aus­nah­me der Risi­ko­grup­pen — wie­der­her­ge­stellt ist.

Eine Woche spä­ter, ab 15.03.2021, wird der Schul­be­reich geöff­net für Unter­richt im Wech­sel­mo­dell nach Sze­na­rio B für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Schul­jahr­gän­ge 5–7 im Sekun­dar­be­reich I sowie den Schul­jahr­gang 12 im Sekun­dar­be­reich II. Außer­dem wer­den die Berufs­ein­stiegs­schu­len sowie Berufs­schul­klas­sen für Jugend­li­che mit son­der­päd­ago­gi­schem Unter­stüt­zungs­be­darf ohne Aus­bil­dungs­ver­hält­nis und die För­der­schu­len im För­der­schwer­punkt kör­per­li­che und moto­ri­sche Ent­wick­lung und in För­der­schwer­punk­ten Hören und Sehen (Taub­blin­de) für Unter­richt nach Sze­na­rio B geöffnet.

Ab 22.03.2021 und damit noch vor den Oster­fe­ri­en kom­men dann alle Schu­len und Schul­jahr­gän­ge zurück in Sze­na­rio B.

Nie­der­sach­sens Kul­tus­mi­nis­ter Grant Hen­drik Ton­ne zur Kita-Öff­nung: „Die letz­ten Wochen und Mona­te waren für vie­le Kin­der und Eltern eine gro­ße Belas­tung. Psy­cho­so­zi­al und auch öko­no­misch hat die Schlie­ßung der Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen vie­le Fami­li­en unter Druck gesetzt. Es ist auch ein kaum mach­ba­rer Spa­gat, im Home­of­fice zu arbei­ten und gleich­zei­tig klei­ne Kin­der zu betreu­en. Und wir alle mer­ken natür­lich, dass es den Kin­dern nicht gut­tut, wenn sozia­le Kon­tak­te feh­len; spie­len, malen, toben mit ande­ren dür­fen nicht dau­er­haft feh­len. Daher bin ich sehr froh, dass wir bei den Kleins­ten einen gro­ßen Schritt nach vor­ne machen. Der ein­ge­schränk­te Betrieb sieht ein Betreu­ungs­an­ge­bot für alle Kin­der vor, die in der jewei­li­gen Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung einen Betreu­ungs­platz haben.  Das bedeu­tet, die Kitas kön­nen in gewohn­tem Umfang früh­kind­li­che Bil­dung und Betreu­ung anbie­ten. Das sind gute Bot­schaf­ten für Kin­der und Eltern. Um den Gesund­heits­schutz zu gewähr­leis­ten und die Hygie­ne­plä­ne ein­hal­ten zu kön­nen, sind offe­ne Grup­pen­kon­zep­te sowie die Durch­mi­schung von Grup­pen nicht zuläs­sig. Die­se päd­ago­gisch-qua­li­ta­ti­ve Ein­schrän­kung ist not­wen­dig und ver­tret­bar mit Blick auf den Infek­ti­ons- und Gesundheitsschutz.”

Die Schul-Öff­nung kom­men­tiert der Kul­tus­mi­nis­ter: „Wir wol­len und wir wer­den vor Ostern allen Schü­le­rin­nen und Schü­lern Prä­senz­un­ter­richt im Wech­sel­mo­dell nach Sze­na­rio B anbie­ten. Mit Blick auf die Gesamt­ge­menge­la­ge — dif­fu­ses Infek­ti­ons­ge­sche­hen, Muta­tio­nen, Sta­gna­ti­on bei Inzi­denz —  bin ich froh, dass wir heu­te die­sen wei­te­ren Öff­nungs­schritt machen kön­nen. Wir befin­den uns nach wie vor im Span­nungs­feld zwi­schen Kin­des­wohl, Bil­dungs­chan­cen und Fami­li­en­freund­lich­keit einer­seits und Pan­de­mie-Bekämp­fung andererseits.

Ich habe mich immer dafür aus­ge­spro­chen, dass wir die­se Abwä­gung ver­ant­wort­bar im Sin­ne der Kin­der und Jugend­li­chen vor­neh­men — das haben wir ein­mal mehr getan und kom­men unterm Strich dazu, die Schu­len für deut­lich mehr Kin­der zu öff­nen. Wir machen das aller­dings behut­sam und acht­sam. Alle sol­len sicher Tritt fas­sen und die Schu­len sich nach und nach fül­len. Wir set­zen damit unse­re Linie fort, erst die Jün­ge­ren und die mit bald anste­hen­den Abschlüs­sen in die Schu­len zu holen. Das hat sich bewährt und wird ausgebaut.

Par­al­lel zu die­sen Schrit­ten flan­kie­ren wir über Imp­fen und Testen.

Ich gehe davon aus, dass noch im März die ers­ten Imp­fun­gen ange­bo­ten wer­den kön­nen. Die Impf­zen­tren gehen auf die Schu­len zu und bit­ten um Daten­über­mitt­lung, denn die Erhe­bung der Impf­da­ten ist der ers­te not­wen­di­ge Schritt.

Das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um hat ein Test-Kon­zept erar­bei­tet und in Abstim­mung mit den ande­ren Res­sorts hier­für auch die nöti­gen Wei­chen gestellt. Wir wer­den aller Vor­aus­sicht nach in der letz­ten Schul­wo­che vor den Oster­fe­ri­en eine „Test­wo­che” an den nie­der­säch­si­schen Schu­len anbie­ten, um den Umgang mit den Selbst­tests ein­zu­üben. Nach den Oster­fe­ri­en wer­den wir wochen­wei­se und bei bestimm­ten Anläs­sen wei­te­re Tes­tun­gen vor­se­hen. Bei betrof­fe­nen Klas­sen gel­ten ohne­hin die Anord­nun­gen der ört­li­chen Gesund­heits­äm­ter mit Qua­ran­tä­ne und Tes­tun­gen, auch für die Kon­takt­per­so­nen, die kom­men dann noch dazu.

Wir sind also auf einem guten Weg und wer­den das Tem­po wei­ter hochhalten.

Mit der Kom­bi­na­ti­on aus Tes­ten, Imp­fen, Mas­ken plus Abstand, Hygie­ne und Lüf­ten erhö­hen wir die Sicher­heit immer wei­ter und schüt­zen Kin­der und Beschäftigte.”

Die Maß­nah­men für die Zeit ab dem 08.03.2021 bis zum Ende der Oster­fe­ri­en am 09.04.2021 im Überblick:

 

Sze­na­rio B in Kindertageseinrichtungen:

Die Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen wech­seln in das Sze­na­rio B und sind damit im Grund­satz geöff­net. Es gilt damit der ein­ge­schränk­te Regel­be­trieb: Betreu­ung in Regel­grup­pen­grö­ße, aber kei­ne Gruppenmischung.

 

Sze­na­rio B in Schulen:

Ab dem 15. März 2021 gilt das Sze­na­rio B für

Ø die Schul­jahr­gän­ge 5–7 und die Abschluss­klas­sen des Sekun­dar­be­reichs I

Ø die Schul­jahr­gän­ge 12 und 13 des Sekun­dar­be­reichs II, Abschluss­klas­sen an BBS

Ø die För­der­schu­len GE, KME, Taub­blin­de (alle Jahrgänge)

Ø Tages­bil­dungs­stät­ten

Ø Berufs­ein­stiegs­schu­len und Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit einem son­der­päd­ago­gi­schen För­der­be­darf ohne Ausbildungsstelle

Ø den Primarbereich

Ab dem 22. März 2021 gilt das Sze­na­rio B für

Ø alle Schü­le­rin­nen und Schüler

 

Prä­senz­pflicht:

Ab dem 8. März 2021 gilt wie­der, dass kein frei­wil­li­ges Distanz­ler­nen mög­lich ist. Die Rege­lun­gen für vul­nerable Per­so­nen blei­ben wei­ter­hin bestehen.

Mas­ken­pflicht:
Ab dem 8. März 2021 ist im Unter­richt auch am Sitz­platz grund­sätz­lich in allen Jahr­gän­gen der Sekun­dar­be­rei­che I und II eine Mund-Nasen-Bede­ckung zu tragen.

 

Not­be­treu­ung Schule:

Not­be­treu­ung wird ange­bo­ten für die Kin­der der Schul­jahr­gän­ge 1–6 in der Regel zwi­schen 08:00 Uhr und 13:00 Uhr.

 

Hot-Spot-Rege­lung:

Die beschrie­be­nen Öff­nun­gen von Kita und Schu­le gel­ten aus­schließ­lich für Ein­rich­tun­gen in Kreisen/kreisfreien Städ­ten, bei denen eine Sie­ben-Tage-Inzi­denz von bis zu 100 fest­ge­stellt wird. Bei über 100 kön­nen kei­ne wei­te­ren Öff­nungs­schrit­te gemacht wer­den, bis die Inzi­denz dann sta­bil — min­des­tens drei Tage — wie­der unter 100 gefal­len ist: Bei drei Tagen unun­ter­bro­chen unter 100 erfolgt der Wech­sel in Sze­na­rio B.


 

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Bei­rä­te in Leer wer­den neu gewählt: Kan­di­da­ten für Senio­ren­bei­rat und Behin­der­ten­bei­rat gesucht

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Bei­rä­te in Leer wer­den neu gewählt: Kan­di­da­ten für Behin­der­ten- und Senio­ren­bei­rat gesucht

In Leer ste­hen im Herbst zwei wich­ti­ge Wah­len an: Der Bei­rat für Men­schen mit Behin­de­rung der Stadt Leer und der Senio­ren­bei­rat wer­den neu gewählt. Für bei­de Gre­mi­en wer­den Men­schen gesucht, die sich ehren­amt­lich enga­gie­ren und die Inter­es­sen ver­schie­de­ner Bevöl­ke­rungs­grup­pen in der Stadt ver­tre­ten möchten.

Bei­rat für Men­schen mit Behin­de­rung: Enga­gier­te Kan­di­da­ten gesucht

Für den Bei­rat für Men­schen mit Behin­de­rung wer­den Men­schen gesucht, die schwer­be­hin­dert sind, ihren ers­ten Wohn­sitz in Leer haben und Inter­es­se an einer ehren­amt­li­chen Mit­ar­beit im Bei­rat mitbringen.

Der Bei­rat hat die wich­ti­ge Auf­ga­be, sich für die Inter­es­sen und Belan­ge von Leera­ner Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­nern mit einer Behin­de­rung ein­zu­set­zen. Ziel ist es, die Teil­ha­be am Leben in der Gemein­schaft zu stär­ken und einer mög­li­chen Iso­la­ti­on entgegenzuwirken.

Wer sich für die Arbeit des Bei­ra­tes inter­es­siert oder Fra­gen zur Kan­di­da­tur hat, kann sich vor­ab bei der Vor­sit­zen­den Andrea Rohe informieren.

Kon­takt: Andrea Rohe
Tele­fon: 0491 / 9279848
E‑Mail: andrea.rohe@outlook.com

Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung am 15. September

Wer an der Wahl teil­neh­men oder selbst für den Bei­rat kan­di­die­ren möch­te, muss dies bis Diens­tag, 15. Sep­tem­ber 2026, anmel­den.

Am sel­ben Tag fin­det um 17 Uhr im Fest­saal des Rat­hau­ses eine Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung zur Arbeit und zur Wahl des Bei­ra­tes für Men­schen mit Behin­de­rung statt. Dabei sol­len sich auch mög­li­che Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten vorstellen.

Die Wahl des neu­en Bei­ra­tes ist für Diens­tag, 6. Okto­ber 2026, am Nach­mit­tag geplant. Die ange­mel­de­ten Wahl­be­rech­tig­ten wer­den recht­zei­tig unter Anga­be von Uhr­zeit und Ort zur Zusam­men­kunft eingeladen.

Auch Ver­ei­ne, Ver­bän­de und Orga­ni­sa­tio­nen, die Men­schen mit Schwer­be­hin­de­rung betreu­en, kön­nen Dele­gier­te zur Wahl ent­sen­den. Für die Benen­nung die­ser Dele­gier­ten steht ein ent­spre­chen­der Vor­druck zur Verfügung.

Alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen sowie die erfor­der­li­chen Vor­dru­cke zur Anmel­dung und zur Benen­nung von Dele­gier­ten sind online bei der Stadt Leer zu finden:

https://leer.de/beirat-für-menschen-mit-behinderung

 

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Senio­ren­bei­rat ver­tritt seit mehr als 40 Jah­ren die Inter­es­sen älte­rer Menschen

Auch der Senio­ren­bei­rat der Stadt Leer wird neu gewählt. Gesucht wer­den Men­schen ab dem voll­ende­ten 60. Lebens­jahr, die ihren ers­ten Wohn­sitz in Leer haben und sich ehren­amt­lich für die Inter­es­sen älte­rer Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner ein­set­zen möchten.

Der Senio­ren­bei­rat blickt dabei auf eine lan­ge Tra­di­ti­on zurück. Seit mehr als 40 Jah­ren ver­tre­ten sei­ne Mit­glie­der die Inter­es­sen der älte­ren Bevöl­ke­rung in Leer und set­zen sich für deren Anlie­gen ein.

Auch Ver­ei­ne, Orga­ni­sa­tio­nen und Grup­pie­run­gen, die eine akti­ve Senio­ren­ar­beit anbie­ten, kön­nen sich an der Wahl betei­li­gen. Sie haben die Mög­lich­keit, jeweils zwei Dele­gier­te zur Wahl­ver­samm­lung zu entsenden.

Vor­aus­set­zun­gen für eine Kandidatur

Neben dem Min­dest­al­ter und dem ers­ten Wohn­sitz in Leer gibt es für die Wähl­bar­keit wei­te­re Vor­aus­set­zun­gen. Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten dür­fen kein Mit­glied des Rates der Stadt Leer oder des Kreis­ta­ges des Land­krei­ses Leer sein.

Zusätz­lich zu den von Ver­ei­nen, Orga­ni­sa­tio­nen und Grup­pie­run­gen ent­sand­ten Dele­gier­ten kön­nen sich auch Ein­zel­per­so­nen als Mit­glied des Senio­ren­bei­ra­tes zur Wahl stel­len.

Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung am 17. September

Wer an der Wahl teil­neh­men oder selbst für den Senio­ren­bei­rat kan­di­die­ren möch­te, kann dies bis Don­ners­tag, 17. Sep­tem­ber 2026, anmel­den.

Eben­falls am 17. Sep­tem­ber fin­det um 17 Uhr im Fest­saal des Rat­hau­ses eine Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung zur Arbeit und zur Wahl des Senio­ren­bei­ra­tes statt. Die Wahl­kan­di­da­tin­nen und ‑kan­di­da­ten sol­len sich bei die­ser Gele­gen­heit eben­falls vorstellen.

Die Wahl der Mit­glie­der des neu­en Senio­ren­bei­ra­tes ist für Don­ners­tag, 1. Okto­ber 2026, am Nach­mit­tag geplant. Die ange­mel­de­ten Wahl­be­rech­tig­ten wer­den unter Anga­be der genau­en Uhr­zeit und des Ortes der Zusam­men­kunft eingeladen.

Für Ver­ei­ne, Orga­ni­sa­tio­nen und Grup­pie­run­gen, die akti­ve Senio­ren­ar­beit anbie­ten, steht ein Vor­druck zur Benen­nung von Dele­gier­ten zur Ver­fü­gung. Auch die Anmel­dung zur Wahl des Senio­ren­bei­ra­tes kann über die bereit­ge­stell­ten Unter­la­gen erfolgen.

Alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen und Vor­dru­cke sind auf der Inter­net­sei­te der Stadt Leer zu finden:

https://leer.de/seniorenbeirat

Ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment für Leer

Mit den bei­den Bei­rä­ten haben Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die Mög­lich­keit, sich aktiv in die Ent­wick­lung der Stadt ein­zu­brin­gen und die Inter­es­sen älte­rer Men­schen sowie von Men­schen mit Behin­de­rung zu ver­tre­ten. Wer sich ehren­amt­lich enga­gie­ren möch­te und die jewei­li­gen Vor­aus­set­zun­gen erfüllt, kann sich noch im Sep­tem­ber über die Arbeit der Gre­mi­en infor­mie­ren und für eine Teil­nah­me an den Wah­len anmelden.

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Lan­des­büh­ne Nie­der­sach­sen Nord in Leer star­tet neue Spiel­zeit 2026/27 mit „Der gro­ße Gatsby“

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Gemein­sam für eine erfolg­rei­che neue Spiel­zeit: Land­rat Mat­thi­as Groo­te, Inten­dant Olaf Strieb und Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst (von links) prä­sen­tie­ren den viel­sei­ti­gen Spiel­plan der Lan­des­büh­ne Nie­der­sach­sen Nord für die Sai­son 2026/27.

Neue Spiel­zeit der Lan­des­büh­ne in Leer: Klas­si­ker, moder­ne Stü­cke und gro­ße Unterhaltung

Mit dem Musi­cal „Der gro­ße Gats­by“ star­tet am heu­ti­gen Frei­tag, 4. Sep­tem­ber 2026, die neue Spiel­zeit der Lan­des­büh­ne Nie­der­sach­sen Nord in Leer. Im Thea­ter an der Blin­ke erwar­tet das Publi­kum bis Juni 2027 ein abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm mit Klas­si­kern, zeit­ge­nös­si­schen Wer­ken, moder­nen Insze­nie­run­gen und unter­halt­sa­men Produktionen.

„Der gro­ße Gats­by“ eröff­net die Spielzeit

Der Vor­hang hebt sich am Frei­tag, 4. Sep­tem­ber 2026, für das Musi­cal „Der gro­ße Gats­by“. Ein­lass im Thea­ter an der Blin­ke ist ab 19 Uhr, Beginn der Vor­stel­lung um 19.30 Uhr.

Der neue Spiel­plan wur­de in die­ser Woche bei einem Pres­se­ter­min im Rat­haus gemein­sam von Inten­dant Olaf Strieb, Land­rat Mat­thi­as Groo­te und Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst vor­ge­stellt. Strieb mach­te dabei deut­lich, dass die Lan­des­büh­ne in der neu­en Sai­son bewusst auf eine gro­ße sti­lis­ti­sche Band­brei­te setzt.

„Wir sind sehr breit auf­ge­stellt“, sag­te der Inten­dant. Neben bekann­ten Klas­si­kern ste­hen zeit­ge­nös­si­sche und moder­ne Stü­cke sowie Pro­duk­tio­nen aus dem Bereich Unter­hal­tung auf dem Programm.

Zehn Stü­cke und ein Weihnachtsmärchen

Von Sep­tem­ber 2026 bis Juni 2027 ste­hen ins­ge­samt zehn Stü­cke auf dem Spiel­plan. Hin­zu kommt das Weih­nachts­mär­chen „Der Hoff­nungs­vo­gel“, das sich an Kin­der ab sechs Jah­ren rich­tet und am 27. Novem­ber gleich zwei­mal auf­ge­führt wird.

Eine Vor­stel­lung ist bereits aus­ver­kauft: Rund 1000 Schü­le­rin­nen und Schü­ler wer­den das Weih­nachts­mär­chen besu­chen. Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst konn­te die­se posi­ti­ve Nach­richt bereits zu Beginn des Pres­se­ter­mins verkünden.

Von „Gats­by“ bis „Vir­gi­nia Woolf“

Inten­dant Olaf Strieb stell­te die ein­zel­nen Pro­duk­tio­nen auf sei­ne bekannt krea­ti­ve Art vor und mach­te dabei deut­lich, wie unter­schied­lich die Stü­cke in der kom­men­den Sai­son sind.

Den Auf­takt bil­det „Der gro­ße Gats­by“ mit viel Glanz und Gla­mour sowie einer „irre tol­len Cho­reo­gra­fie“. Die Musi­cal­pro­duk­ti­on ver­spricht damit einen beson­ders opu­len­ten Start in die neue Spielzeit.

Mit „Spatz & Engel“ folgt die Geschich­te zwei­er außer­ge­wöhn­li­cher Künst­le­rin­nen: Edith Piaf und Mar­le­ne Diet­rich. Im Mit­tel­punkt ste­hen die höchst unter­schied­li­chen Diven und ihre Lebensgeschichten.

Ein wei­te­rer Höhe­punkt ist „Wer hat Angst vor Vir­gi­nia Woolf?“. Strieb bezeich­ne­te die Pro­duk­ti­on als „Fest für vier Schau­spie­len­de“ und als „Ver­bal­schlacht par excel­lence“. Das bekann­te Stück ver­spricht ent­spre­chend inten­si­ve Dia­lo­ge und gro­ße Schauspielkunst.

In „Heim­su­chung“ wird wie­der­um ein Haus zum Mit­tel­punkt der Hand­lung. Über die Jahr­zehn­te hin­weg ver­än­dert sich das Gebäu­de, wäh­rend sich dar­in 14 Lebens­ge­schich­ten abspie­len. Die Hand­lung reicht von den 1920er Jah­ren bis zur Wie­der­ver­ei­ni­gung. Eine zen­tra­le Fra­ge zieht sich dabei durch das Stück: „Was bleibt, wenn wir ver­gan­gen sind?“

Lan­des­büh­ne erreicht wie­der Vor-Corona-Niveau

Nicht nur der neue Spiel­plan gibt Anlass zur Freu­de. Auch die Besu­cher­zah­len der Lan­des­büh­ne haben sich aus­ge­spro­chen posi­tiv entwickelt.

Rund 3700 Besu­che­rin­nen und Besu­cher sahen in der ver­gan­ge­nen Sai­son die zwölf Stü­cke der Lan­des­büh­ne in Leer. Über das gesam­te Spiel­ge­biet hin­weg kamen die Vor­stel­lun­gen auf rund 96.000 Zuschauer.

Damit ver­zeich­ne­te die Lan­des­büh­ne ein Plus von fast sie­ben Pro­zent. Für Inten­dant Olaf Strieb ist die­se Ent­wick­lung beson­ders erfreu­lich: Das Vor-Coro­na-Niveau sei damit wie­der erreicht worden.

Auch Land­rat Mat­thi­as Groo­te, Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst und Inten­dant Olaf Strieb beton­ten die posi­ti­ve Ent­wick­lung der Lan­des­büh­ne und ihre Bedeu­tung für die Region.

Der Spiel­plan 2026/27 in Leer

Der gro­ße Gats­by – Frei­tag, 4. Sep­tem­ber 2026

Mac­beth – Frei­tag, 25. Sep­tem­ber 2026

Marie Antoi­net­te oder Kuchen für alle – Diens­tag, 10. Novem­ber 2026

Heim­su­chung – Mon­tag, 14. Dezem­ber 2026

Das Feu­er­schiff – Mitt­woch, 13. Janu­ar 2027

Spatz und Engel – Don­ners­tag, 18. März 2027

Call me god – Mitt­woch, 7. April 2027

Hai­mon (UA) – Mitt­woch, 28. April 2027

Wer hat Angst vor Vir­gi­nia Woolf? – Diens­tag, 11. Mai 2027

Ali­bi (The mur­der of Roger Ack­royd) – Don­ners­tag, 3. Juni 2027

Das Weih­nachts­mär­chen „Der Hoff­nungs­vo­gel“ für Kin­der ab sechs Jah­ren wird am 27. Novem­ber 2026 zwei­mal aufgeführt.

Prei­se für die Spiel­zeit 2026/27

Büh­nen­pass: 10 Stü­cke für 140 Euro

Büh­nen­aben­teu­er: 5 Stü­cke nach Wahl für 70 Euro

Büh­nen­zau­ber: 3 Stü­cke nach Wahl für 45 Euro

Ein­zel­ti­cket: 18 Euro

Schü­ler und Stu­den­ten bis 25 Jah­re sowie Schwer­be­hin­der­te ab 50 Pro­zent erhal­ten 50 Pro­zent Ermäßigung.

Kar­ten und Beratung

Für Bera­tung und Ver­kauf ist der Fach­dienst Kul­tur der Stadt Leer zustän­dig. Ansprech­part­ne­rin ist Frau Ramm.

Tele­fon: 0491 / 97 82 242

E‑Mail: kultur@leer.de

Ein­zel­ti­ckets gibt es außer­dem im Bür­ger­bü­ro der Stadt Leer, Schmie­de­stra­ße 7, in der Tou­rist-Infor­ma­ti­on, Leda­stra­ße 10, sowie im OZ Media Store, Müh­len­stra­ße 57, in Leer.

Online-Tickets sind über www.reservix.de erhältlich.

Damit bie­tet die Lan­des­büh­ne Nie­der­sach­sen Nord auch in der Spiel­zeit 2026/27 wie­der ein viel­sei­ti­ges Thea­ter­pro­gramm für Leer und die Regi­on – von gro­ßen Klas­si­kern über moder­ne Thea­ter­stof­fe bis hin zu Musi­cal und Unterhaltung.

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VW-Zukunfts­plan beschlos­sen: Was wird aus dem Werk Emden?

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VW-Zukunfts­plan 2030 beschlos­sen: Was der Mil­li­ar­den-Umbau für das Werk Emden bedeutet

Volks­wa­gen stellt die Wei­chen für einen tief­grei­fen­den Kon­zern­um­bau. Der Auf­sichts­rat hat den Zukunfts­plan 2030 ein­stim­mig beschlos­sen. Geplant sind Inves­ti­tio­nen in Mil­li­ar­den­hö­he, weni­ger Model­le, schlan­ke­re Struk­tu­ren – und der Abbau von rund 50.000 Arbeits­plät­zen welt­weit. Beson­ders auf­merk­sam blickt Ost­fries­land nach Wolfs­burg: Für das Volks­wa­gen-Werk Emden ist eine wett­be­werbs­fä­hi­ge Nach­fol­ge­pro­duk­ti­on über das Jahr 2030 hin­aus bis­lang nicht gesichert.

Wolfsburg/Emden. Der Auf­sichts­rat der Volks­wa­gen Group hat nach inten­si­ven Bera­tun­gen den soge­nann­ten Zukunfts­plan 2030 ein­stim­mig gebil­ligt. Damit soll die Trans­for­ma­ti­on des Volks­wa­gen-Kon­zerns deut­lich beschleu­nigt wer­den. Vor­stand, Mar­ken, Gesell­schaf­ten und Arbeit­neh­mer­ver­tre­ter sol­len den beschlos­se­nen Kurs nun gemein­sam umsetzen.

Für die Regi­on Ost­fries­land hat die Ent­schei­dung eine beson­de­re Bedeu­tung. Das VW-Werk Emden gehört neben den Stand­or­ten Zwi­ckau, Han­no­ver und Neckar­sulm zu den vier deut­schen Wer­ken, für die nach Anga­ben des Kon­zerns der­zeit noch kei­ne wett­be­werbs­fä­hi­ge Fol­ge­be­le­gung für die Jah­re 2031 bis 2034 gesi­chert ist. Gleich­zei­tig sol­len welt­weit rund 50.000 Stel­len, ein­schließ­lich Stel­len im Manage­ment, abge­baut werden.

Damit ist die Zukunft des Stand­orts Emden erneut eines der zen­tra­len The­men im Volkswagen-Konzern.

Drei Mil­li­ar­den­be­trä­ge für die Zukunft – aber auch mas­si­ve Einschnitte

Volks­wa­gen will trotz des har­ten Spar­kur­ses in den kom­men­den Jah­ren einen drei­stel­li­gen Mil­li­ar­den­be­trag inves­tie­ren. Das Geld soll unter ande­rem in neue Pro­duk­te, Tech­no­lo­gien und künf­ti­ge Wachs­tums­fel­der fließen.

Kon­zern­chef Oli­ver Blu­me bezeich­ne­te die ein­stim­mi­ge Zustim­mung des Auf­sichts­rats als star­kes Signal. Volks­wa­gen müs­se sei­ne bekann­ten Mar­ken attrak­ti­ver, stär­ker und wett­be­werbs­fä­hi­ger machen. Gleich­zei­tig müs­se der Kon­zern sei­ne Kos­ten deut­lich redu­zie­ren und sei­ne Struk­tu­ren effi­zi­en­ter aufstellen.

Das Ziel ist klar for­mu­liert: Volks­wa­gen will bis 2030 eine ope­ra­ti­ve Umsatz­ren­di­te von neun Pro­zent errei­chen. Bei einem geplan­ten Absatz von rund neun Mil­lio­nen Fahr­zeu­gen pro Jahr wür­de dies einem ope­ra­ti­ven Ergeb­nis von etwa 31 Mil­li­ar­den Euro entsprechen.

Für den Pla­nungs­zeit­raum 2027 bis 2031 sind ins­ge­samt rund 135 Mil­li­ar­den Euro für Sach­in­ves­ti­tio­nen sowie For­schung und Ent­wick­lung vor­ge­se­hen. Die ein­zel­nen Inves­ti­ti­ons- und Ent­wick­lungs­pro­jek­te sol­len im übli­chen Pla­nungs­pro­zess wei­ter kon­kre­ti­siert und dem Auf­sichts­rat erneut zur Ent­schei­dung vor­ge­legt werden.

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VW will Modell­an­ge­bot dras­tisch reduzieren

Ein wesent­li­cher Bestand­teil des Zukunfts­plans ist eine deut­li­che Ver­ein­fa­chung des Produktprogramms.

Bis 2035 soll das Modell­an­ge­bot um rund 50 Pro­zent redu­ziert wer­den. Gleich­zei­tig soll die Ange­bots­kom­ple­xi­tät sogar um etwa 75 Pro­zent sinken.

Volks­wa­gen setzt künf­tig stär­ker auf weni­ger, dafür grö­ße­re und stär­ker aus­ge­las­te­te Model­le. Durch die Kon­zen­tra­ti­on auf weni­ger Vari­an­ten sol­len höhe­re Stück­zah­len pro Modell, nied­ri­ge­re Kos­ten und bes­se­re Ska­len­ef­fek­te erreicht werden.

Auch Platt­for­men, elek­tro­ni­sche Archi­tek­tu­ren, Fah­rer­as­sis­tenz­sys­te­me und Soft­ware sol­len stär­ker ver­ein­heit­licht werden.

Effi­zi­enz­pro­gramm über den gesam­ten Konzern

Mit einem kon­zern­wei­ten Ope­ra­tio­nal-Excel­lence-Pro­gramm will Volks­wa­gen die Effi­zi­enz deut­lich stei­gern. Dabei wer­den unter ande­rem die Berei­che Tech­ni­sche Ent­wick­lung, Ein­kauf, Pro­duk­ti­on, Qua­li­tät, Ver­trieb und die Gemein­kos­ten betrachtet.

Ziel sind bes­se­re Pro­zes­se, schnel­le­re Ent­schei­dun­gen und eine höhe­re Wettbewerbsfähigkeit.

Auch die Füh­rungs­struk­tu­ren sol­len schlan­ker wer­den. Ver­ant­wort­lich­kei­ten sol­len kla­rer ver­teilt, Ent­schei­dungs­we­ge ver­kürzt und Teams mit mehr Ver­ant­wor­tung aus­ge­stat­tet werden.

Für Füh­rungs­kräf­te ist außer­dem ein ein­heit­li­che­res Leis­tungs- und Bonus­sys­tem vor­ge­se­hen, das stär­ker auf Ergeb­nis­se und den gemein­sa­men Unter­neh­mens­er­folg aus­ge­rich­tet wer­den soll.

Volks­wa­gen-Werk Emden: Zukunft nach 2030 bleibt offen

Für Emden ist vor allem eine Pas­sa­ge des Zukunfts­plans von gro­ßer Bedeutung.

Volks­wa­gen sieht inner­halb des Kon­zerns eine Über­ka­pa­zi­tät von rund 500.000 Fahr­zeu­gen in Euro­pa. Des­halb soll bis Ende Juni 2027 ein Kon­zept für eine lang­fris­tig wett­be­werbs­fä­hi­ge Pro­duk­ti­ons­struk­tur der euro­päi­schen Wer­ke ent­wi­ckelt werden.

Für vier Stand­or­te ist der­zeit jedoch noch kei­ne wett­be­werbs­fä­hi­ge Fol­ge­be­le­gung gesichert:

  • Emden
  • Zwi­ckau
  • Han­no­ver
  • Neckar­sulm

Die Zeit­räu­me für die offe­nen Zukunfts­per­spek­ti­ven lie­gen zwi­schen 2031 und 2034.

Für das VW-Werk Emden bedeu­tet dies: Eine kon­kre­te wett­be­werbs­fä­hi­ge Nach­fol­ge­pro­duk­ti­on über den bis­he­ri­gen Pla­nungs­ho­ri­zont hin­aus ist der­zeit nicht abge­si­chert. Gleich­zei­tig sol­len alter­na­ti­ve Nut­zungs­mög­lich­kei­ten der betrof­fe­nen Stand­or­te geprüft werden.

Die Nach­richt ist des­halb für Ost­fries­land von erheb­li­cher Bedeu­tung. Das VW-Werk ist nicht nur ein gro­ßer Arbeit­ge­ber in Emden, son­dern hat auch Aus­wir­kun­gen auf zahl­rei­che Unter­neh­men und Arbeits­plät­ze in der Region.

Aktu­el­le Berich­te bestä­ti­gen, dass Emden zu den vier beson­ders im Fokus ste­hen­den deut­schen Volks­wa­gen-Stand­or­ten gehört.

Rund 50.000 Stel­len sol­len welt­weit wegfallen

Neben den Ver­än­de­run­gen bei den Wer­ken sieht der Zukunfts­plan einen wei­te­ren grund­le­gen­den Per­so­nal­ab­bau vor.

Volks­wa­gen geht davon aus, dass welt­weit zusätz­lich zu bereits lau­fen­den Pro­gram­men eine wei­te­re Anpas­sung der Per­so­nal­ka­pa­zi­tä­ten not­wen­dig ist. Als Grün­de nennt der Kon­zern den zuneh­men­den inter­na­tio­na­len Wett­be­werb, ver­än­der­te Nach­fra­ge­struk­tu­ren und den tech­no­lo­gi­schen Wandel.

Ins­ge­samt sieht der Zukunfts­plan einen Abbau von rund 50.000 Stel­len welt­weit vor – ein­schließ­lich Managementpositionen.

Wie sich die­se Zahl kon­kret auf ein­zel­ne Mar­ken, Gesell­schaf­ten, Län­der und Stand­or­te ver­teilt, ist mit der jet­zi­gen Ent­schei­dung noch nicht fest­ge­legt. Auch für Emden lässt sich aus der genann­ten Gesamt­zahl daher noch kei­ne kon­kre­te Zahl für den Stand­ort ableiten.

Nie­der­sach­sen for­dert Per­spek­ti­ven für die Standorte

Nie­der­sach­sens Minis­ter­prä­si­dent Olaf Lies sieht die Her­aus­for­de­run­gen für Volks­wa­gen und die gesam­te deut­sche Auto­mo­bil­in­dus­trie eben­falls als enorm an. Der inter­na­tio­na­le Wett­be­werb habe sich deut­lich verschärft.

Gleich­zei­tig müs­se es nach sei­ner Auf­fas­sung einen gemein­sa­men Weg geben, um die Trans­for­ma­ti­on zu bewäl­ti­gen. Inves­ti­tio­nen in Zukunfts­fä­hig­keit und Wett­be­werbs­fä­hig­keit sei­en not­wen­dig, müss­ten aber mit lang­fris­ti­gen Per­spek­ti­ven für die Stand­or­te ver­bun­den werden.

Die Poli­tik müs­se Volks­wa­gen dabei unter­stüt­zen, unter ande­rem durch bes­se­re Wett­be­werbs­be­din­gun­gen und eine Han­dels­po­li­tik, die den Indus­trie­stand­ort Deutsch­land im inter­na­tio­na­len Wett­be­werb stärkt.

Gera­de für Nie­der­sach­sen und Ost­fries­land ist die Ent­wick­lung von beson­de­rer Bedeu­tung. Das Land Nie­der­sach­sen ist als Anteils­eig­ner eng mit Volks­wa­gen verbunden.

Arbeit­neh­mer­ver­tre­ter sehen wei­ter­hin gro­ße Verantwortung

Auch die Arbeit­neh­mer­sei­te betont die Bedeu­tung des jetzt beschlos­se­nen Zukunftsplans.

Chris­tia­ne Ben­ner, stell­ver­tre­ten­de Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de und Ers­te Vor­sit­zen­de der IG Metall, erklär­te, man habe inten­siv an Lösun­gen gear­bei­tet. Der Zukunfts­plan sei gemein­sam mit Vor­stand und Anteils­eig­nern ent­wi­ckelt worden.

Jetzt müs­se es dar­um gehen, die ent­schei­den­den Auf­ga­ben anzu­ge­hen und Zukunfts­sze­na­ri­en für sämt­li­che Wer­ke zu entwickeln.

Volks­wa­gen tra­ge als einer der größ­ten Indus­trie­kon­zer­ne eine beson­de­re Ver­ant­wor­tung für sei­ne Beschäf­tig­ten und gan­ze Regio­nen. Die Mit­be­stim­mung müs­se dabei wei­ter­hin eine wich­ti­ge Rol­le spielen.

Auch Gesamt- und Kon­zern­be­triebs­rats­chefin Danie­la Cavallo sieht den Zukunfts­plan als not­wen­dig an, um Volks­wa­gen erfolg­reich in das kom­men­de Jahr­zehnt zu füh­ren. Gleich­zei­tig müs­se ver­hin­dert wer­den, dass die Beschäf­tig­ten die Last der Ver­än­de­run­gen ein­sei­tig tragen.

Aus Sicht des Betriebs­rats gehö­ren Beschäf­ti­gungs­si­che­rung und wirt­schaft­li­che Wett­be­werbs­fä­hig­keit zusam­men. Bei­de Zie­le sei­en kei­ne Gegen­sät­ze, son­dern könn­ten sich gegen­sei­tig bedingen.

Für die Beschäf­tig­ten an allen Stand­or­ten sol­len auf die­ser Grund­la­ge attrak­ti­ve Model­le und lang­fris­ti­ge Per­spek­ti­ven ent­wi­ckelt werden.

Nord­ame­ri­ka und Chi­na wer­den neu ausgerichtet

Der Volks­wa­gen-Kon­zern will sei­ne inter­na­tio­na­le Stra­te­gie eben­falls verändern.

In Nord­ame­ri­ka soll der Schwer­punkt künf­tig stär­ker auf beson­ders pro­fi­ta­blen Fahr­zeug­seg­men­ten liegen.

In Chi­na reagiert Volks­wa­gen auf die ver­än­der­ten Wachs­tums­er­war­tun­gen des chi­ne­si­schen Auto­mo­bil­mark­tes. Gleich­zei­tig sol­len die Export­ak­ti­vi­tä­ten in Rich­tung des soge­nann­ten Glo­bal South aus­ge­baut werden.

Damit reagiert Volks­wa­gen auf die erheb­li­chen Ver­än­de­run­gen des inter­na­tio­na­len Auto­mo­bil­mark­tes und den zuneh­men­den Wettbewerbsdruck.

Kon­zern­struk­tur soll ein­fa­cher und schnel­ler werden

Auch die Struk­tur des Volks­wa­gen-Kon­zerns selbst soll sich verändern.

Der Vor­stand soll ein Modell für eine wei­ter­ent­wi­ckel­te Ent­schei­dungs- und Kon­zern­struk­tur erar­bei­ten. Ziel sind tech­no­lo­gi­sche und wei­te­re Syn­er­gien, gerin­ge­re Kos­ten, kla­re­re Ver­ant­wort­lich­kei­ten sowie schnel­le­re und effi­zi­en­te­re Entscheidungen.

Außer­dem soll der Auf­sichts­rat sei­ne Zustim­mungs­vor­be­hal­te stär­ker auf Maß­nah­men kon­zen­trie­ren, die für den gesam­ten Kon­zern von wesent­li­cher Bedeu­tung sind. Die ent­spre­chen­den Schwel­len­wer­te sol­len an die übli­che Pra­xis gro­ßer DAX-Unter­neh­men ange­passt werden.

Auch das Betei­li­gungs­port­fo­lio von Volks­wa­gen soll deut­lich schlan­ker werden.

Nach den Vor­ga­ben des Zukunfts­plans sol­len Betei­li­gun­gen und Geschäfts­ak­ti­vi­tä­ten anhand ihres stra­te­gi­schen und wirt­schaft­li­chen Bei­trags zum Kern­ge­schäft über­prüft wer­den. Das Betei­li­gungs­port­fo­lio soll um rund ein Drit­tel redu­ziert werden.

Nicht­stra­te­gi­sche Akti­vi­tä­ten sol­len ver­kauft oder neu struk­tu­riert wer­den. Auch der Immo­bi­li­en­be­stand des Kon­zerns wird überprüft.

Ziel ist eine schlan­ke­re Kon­zern­struk­tur und eine effi­zi­en­te­re Nut­zung des vor­han­de­nen Kapitals.

Was bedeu­tet der Beschluss für Emden?

Der ein­stim­mi­ge Beschluss des Auf­sichts­rats bringt für Volks­wa­gen zunächst Klar­heit über die stra­te­gi­sche Rich­tung. Für das VW-Werk Emden bedeu­tet er aller­dings noch kei­ne lang­fris­ti­ge Standortgarantie.

Ent­schei­dend wird sein, wel­che Pro­duk­ti­ons­struk­tur Volks­wa­gen für Euro­pa ent­wi­ckelt und wel­che Nach­fol­ge­pro­duk­te für die ein­zel­nen Wer­ke vor­ge­se­hen werden.

Bis spä­tes­tens Ende Juni 2027 soll das Kon­zept für eine wett­be­werbs­fä­hi­ge euro­päi­sche Pro­duk­ti­ons­struk­tur vor­lie­gen. Bis dahin dürf­te die Fra­ge nach der Zukunft des Emder Volks­wa­gen-Werks des­halb eines der wich­tigs­ten indus­trie­po­li­ti­schen The­men in Ost­fries­land bleiben.

Par­al­lel dazu sol­len bereits lau­fen­de Maß­nah­men fort­ge­führt und wei­te­re Schrit­te unmit­tel­bar ein­ge­lei­tet wer­den. Dort, wo Ver­ein­ba­run­gen mit Arbeit­neh­mer­ver­tre­tern not­wen­dig sind, sol­len die zustän­di­gen Gre­mi­en der Mar­ken und Gesell­schaf­ten ein­be­zo­gen und Gesprä­che zügig auf­ge­nom­men werden.

Der Kon­zern­vor­stand trägt die Gesamt­ver­ant­wor­tung für die Umset­zung. Der Auf­sichts­rat will den Pro­zess eng beglei­ten, regel­mä­ßig infor­miert wer­den und sich dort betei­li­gen, wo Ent­schei­dun­gen erfor­der­lich sind.

Für Ost­fries­land steht damit viel auf dem Spiel: Der Zukunfts­plan 2030 soll Volks­wa­gen inter­na­tio­nal wie­der wett­be­werbs­fä­hi­ger machen. Gleich­zei­tig bleibt die Fra­ge offen, wel­che kon­kre­te Zukunft das Werk Emden nach 2030 haben wird.

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16. Pix­xen-Fes­ti­val in Neu­kam­per­fehn: Drei Büh­nen für den guten Zweck! Neu­kam­per­fehn. Die Ban­ner und Pla­ka­te hän­gen, die Vor­freu­desteigt: Das Pix­xen-Fes­ti­val geht...

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Brand­brief-Autorin Lau­ra Nickel liest in Leer: Wie neu­rech­te Ideo­lo­gien den Schul­all­tag gefährden

Lesung in der Ehe­ma­li­gen Jüdi­schen Schu­le Leer: „Rechts­ruck im Klassenzimmer“ Leer. Wie neu­rech­te Ideo­lo­gien die Klas­sen­zim­mer durch­set­zen und unse­re Kin­der...

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