Lokal
Kitas öffnen am 8. März in festen Gruppen
Schrittweise weitere Schulöffnungen ab 15. März — Tonne: „Großer Schritt nach vorne bei den Kleinsten, bis Ostern besuchen alle Schülerinnen und Schüler ihre Schule”
In Niedersachsen stehen nach den Bund-Länder-Beratungen am (gestrigen) Mittwoch weitere Schritte zur Öffnung des Bildungsbereiches an.
Die Kindertageseinrichtungen werden bereits ab Montag, 08.03.2021, geöffnet für den eingeschränkten Regelbetrieb („Kita-Szenario B”). Die Kitas sind damit im Grundsatz geöffnet und bieten Betreuung in Regelgruppengröße an, aber ohne Gruppenmischung.
Zwei Änderungen im Schulbereich werden ebenfalls am 08.03.2021 vorgenommen: So ist im Unterricht auch am Sitzplatz grundsätzlich in allen Jahrgängen der Sekundarbereiche I und II eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Zudem gilt wieder, dass die Präsenzpflicht — mit Ausnahme der Risikogruppen — wiederhergestellt ist.
Eine Woche später, ab 15.03.2021, wird der Schulbereich geöffnet für Unterricht im Wechselmodell nach Szenario B für die Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 5–7 im Sekundarbereich I sowie den Schuljahrgang 12 im Sekundarbereich II. Außerdem werden die Berufseinstiegsschulen sowie Berufsschulklassen für Jugendliche mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ohne Ausbildungsverhältnis und die Förderschulen im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung und in Förderschwerpunkten Hören und Sehen (Taubblinde) für Unterricht nach Szenario B geöffnet.
Ab 22.03.2021 und damit noch vor den Osterferien kommen dann alle Schulen und Schuljahrgänge zurück in Szenario B.
Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne zur Kita-Öffnung: „Die letzten Wochen und Monate waren für viele Kinder und Eltern eine große Belastung. Psychosozial und auch ökonomisch hat die Schließung der Kindertageseinrichtungen viele Familien unter Druck gesetzt. Es ist auch ein kaum machbarer Spagat, im Homeoffice zu arbeiten und gleichzeitig kleine Kinder zu betreuen. Und wir alle merken natürlich, dass es den Kindern nicht guttut, wenn soziale Kontakte fehlen; spielen, malen, toben mit anderen dürfen nicht dauerhaft fehlen. Daher bin ich sehr froh, dass wir bei den Kleinsten einen großen Schritt nach vorne machen. Der eingeschränkte Betrieb sieht ein Betreuungsangebot für alle Kinder vor, die in der jeweiligen Kindertageseinrichtung einen Betreuungsplatz haben. Das bedeutet, die Kitas können in gewohntem Umfang frühkindliche Bildung und Betreuung anbieten. Das sind gute Botschaften für Kinder und Eltern. Um den Gesundheitsschutz zu gewährleisten und die Hygienepläne einhalten zu können, sind offene Gruppenkonzepte sowie die Durchmischung von Gruppen nicht zulässig. Diese pädagogisch-qualitative Einschränkung ist notwendig und vertretbar mit Blick auf den Infektions- und Gesundheitsschutz.”
Die Schul-Öffnung kommentiert der Kultusminister: „Wir wollen und wir werden vor Ostern allen Schülerinnen und Schülern Präsenzunterricht im Wechselmodell nach Szenario B anbieten. Mit Blick auf die Gesamtgemengelage — diffuses Infektionsgeschehen, Mutationen, Stagnation bei Inzidenz — bin ich froh, dass wir heute diesen weiteren Öffnungsschritt machen können. Wir befinden uns nach wie vor im Spannungsfeld zwischen Kindeswohl, Bildungschancen und Familienfreundlichkeit einerseits und Pandemie-Bekämpfung andererseits.
Ich habe mich immer dafür ausgesprochen, dass wir diese Abwägung verantwortbar im Sinne der Kinder und Jugendlichen vornehmen — das haben wir einmal mehr getan und kommen unterm Strich dazu, die Schulen für deutlich mehr Kinder zu öffnen. Wir machen das allerdings behutsam und achtsam. Alle sollen sicher Tritt fassen und die Schulen sich nach und nach füllen. Wir setzen damit unsere Linie fort, erst die Jüngeren und die mit bald anstehenden Abschlüssen in die Schulen zu holen. Das hat sich bewährt und wird ausgebaut.
Parallel zu diesen Schritten flankieren wir über Impfen und Testen.
Ich gehe davon aus, dass noch im März die ersten Impfungen angeboten werden können. Die Impfzentren gehen auf die Schulen zu und bitten um Datenübermittlung, denn die Erhebung der Impfdaten ist der erste notwendige Schritt.
Das Kultusministerium hat ein Test-Konzept erarbeitet und in Abstimmung mit den anderen Ressorts hierfür auch die nötigen Weichen gestellt. Wir werden aller Voraussicht nach in der letzten Schulwoche vor den Osterferien eine „Testwoche” an den niedersächsischen Schulen anbieten, um den Umgang mit den Selbsttests einzuüben. Nach den Osterferien werden wir wochenweise und bei bestimmten Anlässen weitere Testungen vorsehen. Bei betroffenen Klassen gelten ohnehin die Anordnungen der örtlichen Gesundheitsämter mit Quarantäne und Testungen, auch für die Kontaktpersonen, die kommen dann noch dazu.
Wir sind also auf einem guten Weg und werden das Tempo weiter hochhalten.
Mit der Kombination aus Testen, Impfen, Masken plus Abstand, Hygiene und Lüften erhöhen wir die Sicherheit immer weiter und schützen Kinder und Beschäftigte.”
Die Maßnahmen für die Zeit ab dem 08.03.2021 bis zum Ende der Osterferien am 09.04.2021 im Überblick:
Szenario B in Kindertageseinrichtungen:
Die Kindertageseinrichtungen wechseln in das Szenario B und sind damit im Grundsatz geöffnet. Es gilt damit der eingeschränkte Regelbetrieb: Betreuung in Regelgruppengröße, aber keine Gruppenmischung.
Szenario B in Schulen:
Ab dem 15. März 2021 gilt das Szenario B für
Ø die Schuljahrgänge 5–7 und die Abschlussklassen des Sekundarbereichs I
Ø die Schuljahrgänge 12 und 13 des Sekundarbereichs II, Abschlussklassen an BBS
Ø die Förderschulen GE, KME, Taubblinde (alle Jahrgänge)
Ø Tagesbildungsstätten
Ø Berufseinstiegsschulen und Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf ohne Ausbildungsstelle
Ø den Primarbereich
Ab dem 22. März 2021 gilt das Szenario B für
Ø alle Schülerinnen und Schüler
Präsenzpflicht:
Ab dem 8. März 2021 gilt wieder, dass kein freiwilliges Distanzlernen möglich ist. Die Regelungen für vulnerable Personen bleiben weiterhin bestehen.
Maskenpflicht:
Ab dem 8. März 2021 ist im Unterricht auch am Sitzplatz grundsätzlich in allen Jahrgängen der Sekundarbereiche I und II eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
Notbetreuung Schule:
Notbetreuung wird angeboten für die Kinder der Schuljahrgänge 1–6 in der Regel zwischen 08:00 Uhr und 13:00 Uhr.
Hot-Spot-Regelung:
Die beschriebenen Öffnungen von Kita und Schule gelten ausschließlich für Einrichtungen in Kreisen/kreisfreien Städten, bei denen eine Sieben-Tage-Inzidenz von bis zu 100 festgestellt wird. Bei über 100 können keine weiteren Öffnungsschritte gemacht werden, bis die Inzidenz dann stabil — mindestens drei Tage — wieder unter 100 gefallen ist: Bei drei Tagen ununterbrochen unter 100 erfolgt der Wechsel in Szenario B.
Anzeige

Je besser der Schulabschluss ist, desto mehr Chancen haben junge Menschen später auf dem Arbeitsmarkt, aber auch im gesamten Leben. Der Grundstein dafür wird bereits in den unteren Klassen gelegt. Wir beheben mit gezielter Förderung die Ursachen von Schulschwierigkeiten.
Warum Nachhilfe im Schulfit?
Das Nachhilfe-Institut Schulfit Nachilfe & Förderung ist die erste Wahl für die Lösung von Schulproblemen. Durch das Qualitätsmanagementsystem des Nachhilfeinstituts haben Eltern und Schüler die Garantie, in guten Händen zu sein. Qualifizierte und hoch motivierte Lehrkräfte bringen die Schüler auf den richtigen Weg.
Wir garantieren die optimale Qualität des Nachhilfeinstituts durch jährliche externe Kontrollen.
Macht das die Nachilfe nicht teuer?
Durch die optimierte Organisation sind günstige Preise auf höchstem fachlichen Niveau gewährleistet.
Schwächen erkennen – Stärken fördern
Wir im Schulfit Nachhilfe & Förderung nehmen jeden Schüler in seiner gesamten Persönlichkeit so an wie er ist – mit seinen Stärken und seinen Schwächen. Das Erkennen eigener Stärken motiviert, an die Schwächen heranzugehen und Defizite auszugleichen. Als starkes Team stehen wir gern an der Seite der Menschen, die sich an uns wenden, um sie mit Rat und Tat zu unterstützen. Der Verantwortung, die wir Schülern und Eltern gegenüber besitzen, sind wir uns bewusst!
Wir bieten Ihnen Nachhilfe und Erfolg
- bessere Noten
- individuelle und qualifizierte Nachhilfe in allen Fächern und Klassen
- Minigruppen und Einzeltraining
- Vorbereitung auf Prüfungen für Schule, Ausbildung und Studium
- Anpassung an Ihre Bedürfnisse
- flexible Termine
- Fächerwechsel jederzeit möglich
- Vermitteln von Lernstrategien
- spezielles Training bei Lese- und Rechtschreibschwäche
- spezielles Training bei Rechenschwäche
- Ferienkurse
- Dokumentation der Lernentwicklung
- garantiere Qualität durch nachhaltiges Qualitätsmanagementsystem
Wir bieten Ihnen zusätzlich
- Schullaufbahnberatung
- effektives Konzentrationstraining, Lösen von Lernblockaden etc.
- Hilfe bei Prüfungsängsten
- kostenloser Schnupperunterricht (zwei Unterrichtsstunden in der Gruppe)
- Zusatzunterricht z.B. vor Klassenarbeiten
So erreichen Sie uns telefonisch:
| Standort | Telefonnummer |
| 26789 Leer, Heisfelder Straße 2 | 0491 — 5951 |
| 26802 Moormerland, Rudolf-Eucken-Straße 14 | 04954 — 8789 |
Lokal
20 Jahre Nessebrücke in Leer – ein Wahrzeichen feiert Jubiläum!
20 Jahre Nessebrücke in Leer: Ein architektonisches Highlight über dem Handelshafen
Seit 2006 verbindet die Nessebrücke in Leer die historische Altstadt und Fußgängerzone mit dem neu erschlossenen Gelände auf der Halbinsel Nesse. Die geschwungene Fuß- und Radwegbrücke über den Handelshafen ist längst zu einem markanten Wahrzeichen der Stadt geworden und verbindet dabei Funktionalität mit außergewöhnlicher Ingenieurkunst.
Eine Brücke mit besonderer Architektur
Wer die Nessebrücke überquert, bemerkt schnell ihre besondere Form. Die Brücke ist nicht einfach geradlinig über den Handelshafen geführt, sondern besitzt einen gezielten Knick im Grundriss. Dieser architektonische Kniff erfüllt nicht nur gestalterische Zwecke: Während der Überquerung eröffnet sich dadurch ein freier und besonders schöner Blick auf das gegenüberliegende Ufer.
Eine weitere Besonderheit sind die innovativen Spreizstäbe. Sie sorgen dafür, dass der eigentliche Fußgängerraum frei von störenden Seilen bleibt. Dadurch wirkt die Konstruktion trotz ihrer technischen Komplexität ausgesprochen leicht und offen.
123 Meter lang und teilweise klappbar
Die Nessebrücke ist insgesamt 123 Meter lang und verfügt über eine Spannweite von 82 Metern. Ihre Breite variiert zwischen drei und fünf Metern, sodass Fußgänger und Radfahrer ausreichend Platz haben.
Eine besondere technische Herausforderung stellt die Schifffahrt dar. Die Brücke besitzt eine Durchfahrtsbreite von 14 Metern und kann für größere Schiffe hydraulisch aufgeklappt werden.
Im Mittelteil befindet sich dafür eine rund 42 Quadratmeter große Stahl-Klappbrücke. Damit verbindet die Nessebrücke die Anforderungen des Fuß- und Radverkehrs mit der Bedeutung des Leeraner Handelshafens für die Schifffahrt.


Schlanke Stahlverbundkonstruktion
Auch die Bauweise macht die Nessebrücke zu einem interessanten Beispiel moderner Ingenieurkunst. Die Konstruktion wurde als schlanke Stahlverbundkonstruktion ausgeführt. Insgesamt verfügt die Brücke über eine Fläche von rund 520 Quadratmetern.
Der Entwurf stammt vom renommierten Ingenieurbüro schlaich bergermann partner, das für außergewöhnliche Brücken- und Tragwerkskonstruktionen bekannt ist.
Ein Wahrzeichen von Leer
Seit ihrer Fertigstellung im Jahr 2006 ist die Nessebrücke zu einem festen Bestandteil des Stadtbildes geworden. Sie schafft eine direkte Verbindung zwischen der historischen Innenstadt und dem Bereich auf der Halbinsel Nesse und ist damit sowohl für den täglichen Fuß- und Radverkehr als auch für Spaziergänger von Bedeutung.
Besonders reizvoll ist die Perspektive vom und auf den Leeraner Handelshafen. Die Kombination aus Wasser, historischer Innenstadt, moderner Brückenkonstruktion und vorbeifahrenden Schiffen macht die Nessebrücke zu einem besonderen Fotomotiv.
Die wichtigsten Daten zur Nessebrücke
📅 Baujahr: 2006
📏 Gesamtlänge: 123 Meter
↔️ Spannweite: 82 Meter
📐 Breite: 3 bis 5 Meter
🚢 Durchfahrtsbreite: 14 Meter
🏙️ Brückenfläche: rund 520 Quadratmeter
🏗️ Bauweise: schlanke Stahlverbundkonstruktion
🔧 Klappbrücke: rund 42 Quadratmeter, hydraulisch klappbar
✍️ Entwurf: schlaich bergermann partner
Ob beim Spaziergang durch die Leeraner Innenstadt, auf dem Fahrrad oder beim Blick auf den Handelshafen: Die Nessebrücke ist auch zwei Jahrzehnte nach ihrer Fertigstellung ein prägendes Stück Leeraner Stadtbild und ein gelungenes Beispiel dafür, wie moderne Ingenieurkunst und historische Stadtlandschaft miteinander verbunden werden können.
Anzeige

Immer informiert mit „Wir Leeraner“ & dem LeserECHO-Portal!
Wissen, was in der Region los ist? Die Facebook-Seite „Wir Leeraner“ und das digitale Nachrichtenportal „LeserECHO“ liefern Ihnen alle wichtigen Neuigkeiten, Veranstaltungstipps und Geschichten direkt aus der Heimat.
Das Beste: Unser Angebot ist vollständig kostenlos und kommt ganz ohne Abokosten aus!
Lokal
Bestattertag auf der Evenburg: Bestattungskultur im Wandel
Rund 50 Bestatterinnen und Bestatter aus der Region Weser-Ems kamen zum 4. Bestattertag des Gedächtniswaldes Herrlichkeit Gödens auf der Evenburg in Leer-Loga zusammen. Foto: Karsten Gleich
4. Bestattertag auf der Evenburg: Bestattungskultur im Wandel und historische Verbindungen
Leer-Loga – Die Bestattungskultur befindet sich im Wandel. Neue Formen der Bestattung, veränderte Bedürfnisse von Angehörigen und zusätzliche Angebote beschäftigen auch die Bestattungsbranche. Beim 4. Bestattertag des Gedächtniswaldes Herrlichkeit Gödens standen deshalb aktuelle Entwicklungen ebenso im Mittelpunkt wie der persönliche Austausch.
Rund 50 Bestatterinnen und Bestatter aus der gesamten Region Weser-Ems waren der Einladung des Gedächtniswaldes gefolgt und kamen auf der Evenburg in Leer-Loga zusammen. Die Veranstaltung verband fachliche Informationen mit Gesprächen und einem besonderen Einblick in die Geschichte des Veranstaltungsortes.
Evenburg und Herrlichkeit Gödens historisch verbunden
Die Wahl der Evenburg als Veranstaltungsort war nicht zufällig. Zwischen dem Schloss und der Herrlichkeit Gödens besteht eine direkte historische Verbindung über die Familie von Wedel.
Bereits 1665 heiratete Gustav Wilhelm von Wedel Maria, die jüngere Tochter des Erbauers der Evenburg, Erhard von Ehrentreuter. Damit begann die mehr als 260 Jahre währende Verbindung der Familie von Wedel mit der Evenburg.
Auch die Herrlichkeit Gödens gelangte später in den Besitz der Familie. 1746 kam die Herrlichkeit durch die Heirat von Graf Erhard Friedrich von Wedel mit einer Urenkelin der Familie von Frydag an die Familie von Wedel.
Erst 1930 endete die Epoche der Familie von Wedel auf der Evenburg. Die Familie verlegte ihren Wohnsitz endgültig nach Schloss Gödens.

Immer informiert mit „Wir Leeraner“ & dem LeserECHO-Portal!
Wissen, was in der Region los ist? Die Facebook-Seite „Wir Leeraner“ und das digitale Nachrichtenportal „LeserECHO“ liefern Ihnen alle wichtigen Neuigkeiten, Veranstaltungstipps und Geschichten direkt aus der Heimat.
Das Beste: Unser Angebot ist vollständig kostenlos und kommt ganz ohne Abokosten aus!
Besuch der historischen Familiengruft
Nach dem Eintreffen der Teilnehmer auf der Terrasse des Schlosscafés führte das Programm zunächst zur Kirche in Loga. Dort erhielten die Bestatter die Gelegenheit, die historische Familiengruft der Familien von Ehrentreuter und von Wedel zu besichtigen.
In der Gruft befindet sich unter anderem die letzte Ruhestätte von Oberst Erhard von Ehrentreuter, dem Erbauer der Evenburg, sowie seiner jüngsten Tochter Maria von Wedel.
Besonders eindrucksvoll sind zwei restaurierte Prunksärge aus dem 17. Jahrhundert. Die historische Gruft ist seit 2015 im Rahmen von Führungen zugänglich.
Anschließend ging es zurück zur Evenburg. Bei einer Schlossführung erhielten die Teilnehmer weitere Einblicke in die Geschichte und Entwicklung des traditionsreichen Gebäudes.
Nach dem Rundgang stand im Festsaal ein gemeinsames Mittagsbuffet auf dem Programm. Der anschließende Austausch bot den Bestattern Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen, Kontakte zu pflegen und über aktuelle Entwicklungen in der Bestattungskultur zu sprechen.
Gedächtniswald arbeitet mit 62 Bestattungsunternehmen zusammen
Der Bestattertag ist für den Gedächtniswald Herrlichkeit Gödens zugleich ein wichtiger Bestandteil seiner Netzwerkarbeit. Aktuell arbeitet der Gedächtniswald mit 62 Bestattungsunternehmen zusammen.
Der regelmäßige persönliche Austausch soll dazu beitragen, dass Bestatter ihre Kunden und Angehörigen zuverlässig über die verschiedenen Möglichkeiten und Entwicklungen rund um die Waldbestattung informieren können.
Auch die Kommunikation mit Interessierten und Angehörigen hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Der Gedächtniswald informiert unter anderem über Facebook und Instagram regelmäßig über die Waldbestattung, die verschiedenen Standorte und aktuelle Entwicklungen.
Mensch-Tier-Bereich in Friedeburg wächst
Zu den jüngeren Entwicklungen gehört der Mensch-Tier-Bereich am Standort Friedeburg. Dieser ist seit rund einem Jahr in Betrieb. Inzwischen haben dort bereits erste Tierbestattungen stattgefunden.
Das Interesse an diesem besonderen Angebot wächst. Deshalb soll die vorhandene Fläche künftig weiter ausgebaut werden.

Auch Standort Leer wird weiterentwickelt
Auch am Standort Leer schreitet die Entwicklung des Gedächtniswaldes voran. Die bestehende Fläche wird kontinuierlich erweitert.
Perspektivisch soll außerdem der Betrieb auf einer bereits genehmigten Erweiterungsfläche gegenüber der B 436 aufgenommen werden. Damit entstehen zusätzliche Möglichkeiten für Menschen, die sich für eine Waldbestattung interessieren.
Historie trifft auf moderne Bestattungskultur
Der 4. Bestattertag auf der Evenburg verband damit zwei unterschiedliche Aspekte: Einerseits ging es um die aktuellen Entwicklungen und neuen Angebote in der Bestattungskultur, andererseits bot der historische Veranstaltungsort die Gelegenheit, sich mit den Themen Tod, Erinnerung und Bestattung auch aus einem geschichtlichen Blickwinkel auseinanderzusetzen.
Für den Gedächtniswald Herrlichkeit Gödens ist der Bestattertag zugleich ein wichtiger Termin, um das bestehende Netzwerk zu pflegen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam über die zukünftige Entwicklung der Bestattungskultur in der Region zu sprechen.
Anzeige
Lokal
Verein Straßenanker hilft Bedürftigen in der Region – Nico Bloem zeigt sich beeindruckt
Zum Bild: Beim Verein Straßenanker in Steenfelde (von links): Ilona van Santen, Michael Lakeberg, Nico Bloem und Gerhard Wiechers. Foto: privat
Straßenanker hilft Bedürftigen in der Region: Nico Bloem beeindruckt von ehrenamtlichem Engagement
Westoverledingen/Leer/Weener – Beim Verein Straßenanker stehen Menschen im Mittelpunkt, die häufig am Rand der Gesellschaft stehen. Obdachlose, Bedürftige und altersarme Menschen erhalten Unterstützung, Essen und vor allem eine Anlaufstelle. Bei seiner Sommerreise informierte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Nico Bloem aus Weener über die Arbeit des Vereins und zeigte sich beeindruckt.
„Hier wird von Ehrenamtlichen Außergewöhnliches für die Schwächsten in unserer Gesellschaft geleistet. Dafür kann ich mich nur bedanken“, sagte Nico Bloem bei seinem Besuch beim Verein Straßenanker. An dem Termin nahm auch der SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Gerhard Wiechers teil.
Der Verein wird von zwölf Ehrenamtlichen getragen und steht unter der Leitung von Ilona van Santen und Michael Lakeberg. Straßenanker kümmert sich um Menschen, die Unterstützung benötigen – insbesondere um Obdachlose, Bedürftige und altersarme Menschen aus der gesamten Region.
Der Verein ist mit zwei Standorten in Steenfelde und Leer aktiv und finanziert seine Arbeit ausschließlich über Spenden.

Immer informiert mit „Wir Leeraner“ & dem LeserECHO-Portal!
Wissen, was in der Region los ist? Die Facebook-Seite „Wir Leeraner“ und das digitale Nachrichtenportal „LeserECHO“ liefern Ihnen alle wichtigen Neuigkeiten, Veranstaltungstipps und Geschichten direkt aus der Heimat.
Das Beste: Unser Angebot ist vollständig kostenlos und kommt ganz ohne Abokosten aus!
Hilfe unabhängig von Berechtigungsscheinen
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit sind die Essensausgaben in Leer und Weener. Darüber hinaus arbeitet Straßenanker mit der Leeraner Suppenküche und der Begegnungsstätte „Kopf an“ zusammen.
Dabei setzt der Verein bewusst auf einen niedrigschwelligen Zugang. „Bei uns wird jeder bedient, egal ob er einen Berechtigungsschein hat oder nicht“, erklärt Ilona van Santen.
Wie groß der Bedarf ist, zeigen die Besucherzahlen. In Leer erreicht der Verein regelmäßig zwischen 60 und 80 Bedürftige, in Weener sind es etwa 30 bis 40 Menschen.
Für viele Besucher ist die Unterstützung längst zu einem festen Bestandteil ihres Alltags geworden. „Wir haben einen festen Kreis von Menschen, die regelmäßig zu uns kommen – für sie sind wir tatsächlich ein Anker“, sagt van Santen.
Wunsch nach weniger Bürokratie und mehr Zusammenarbeit
Im Gespräch mit Nico Bloem machten Ilona van Santen und Michael Lakeberg auch deutlich, wo sie Verbesserungsbedarf sehen. Sie wünschen sich insbesondere weniger Bürokratie und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Initiativen, die sich in der Region um Menschen in schwierigen Lebenssituationen kümmern.
Denn die Herausforderungen sind vielfältig. Nicht alle Menschen, die Unterstützung benötigen, erreichen die bestehenden Hilfsangebote. Bei manchen reichen die staatlichen Leistungen nicht aus, bei anderen kommen die vorhandenen sozialen Hilfen aus unterschiedlichen Gründen nicht an.
Nico Bloem: „Es muss sich politisch was tun“
Auch Nico Bloem sieht hier Handlungsbedarf. „Es gibt auch bei uns in der Region viele Menschen, denen es nicht gut geht. Bei denen die sozialen Hilfen, die unser Sozialstaat bietet, nicht ankommen oder einfach nicht reichen – aus welchen Gründen auch immer. Das ist eine Situation, die keiner akzeptieren darf“, betonte der SPD-Landtagsabgeordnete.
Aus seiner Sicht müsse deshalb auch auf politischer Ebene nach Lösungen gesucht werden. Gleichzeitig hob Bloem die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements hervor.
„Es muss sich politisch was tun, keine Frage. Ich bin sehr froh, dass es in unserer Region Initiativen wie den Verein Straßenanker gibt, der mit viel Leidenschaft und Herzblut hilft. Respekt und herzlichen Dank für diesen beeindruckenden Einsatz“, sagte Bloem.
Straßenanker als wichtiger Anlaufpunkt
Der Besuch machte deutlich, welche Bedeutung ehrenamtliche Hilfsangebote für Menschen in schwierigen Lebenssituationen haben. Mit seinen Standorten und den zahlreichen Kooperationen leistet der Verein Straßenanker einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Bedürftigen in Leer, Weener, Westoverledingen und der gesamten Region.
Finanziert wird die Arbeit ausschließlich durch Spenden. Das Engagement der zwölf Ehrenamtlichen ermöglicht es dem Verein, Menschen unabhängig von bürokratischen Hürden Unterstützung und eine Anlaufstelle zu bieten.
Anzeige
























