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Schulverweigerung Landkreis Leer
Schulverweigerung: Ursachen, Konsequenzen und Lösungsansätze
Schulverweigerung bezeichnet das wiederkehrende oder längerfristige, unentschuldigte Fernbleiben vom Unterricht. Dieses Verhalten kann sowohl regelmäßiges als auch sporadisches Schwänzen umfassen und hat schwerwiegende rechtliche Konsequenzen. In Deutschland gilt Schulverweigerung als Ordnungswidrigkeit, die sowohl für die betroffenen Schüler*innen als auch für ihre Eltern mit Geldbußen von bis zu 1000 Euro geahndet werden kann.
Verantwortung der Eltern
In Deutschland besteht Schulpflicht, und es liegt in der Verantwortung der Eltern, sicherzustellen, dass ihre minderjährigen Kinder regelmäßig am Unterricht teilnehmen. Versäumnisse in dieser Pflicht stellen ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit dar. Die rechtlichen Konsequenzen sollen sicherstellen, dass Schüler*innen ihre Bildungsrechte wahrnehmen und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration in Beruf und Gesellschaft erlangen.
Ursachen und Hintergründe
Die Gründe für Schulverweigerung sind vielfältig und oft komplex:
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Persönliche oder emotionale Probleme: Ängste und Depressionen können Schüler*innen erheblich belasten und sie vom Schulbesuch abhalten.
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Soziale Ausgrenzung und Mobbing: Ein feindliches Schulumfeld kann dazu führen, dass sich Schüler*innen isoliert fühlen und die Schule meiden.
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Familiäre Probleme: Instabile Familienverhältnisse oder finanzielle Sorgen können die Motivation und das Wohlbefinden von Kindern beeinträchtigen.
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Lernschwierigkeiten: Schüler*innen, die Schwierigkeiten im Lernen haben, fühlen sich oft überfordert und meiden die Schule aus Scham oder Angst vor Misserfolg.
Diese Faktoren sind oft nicht leicht zu erkennen und stellen sowohl Lehrkräfte als auch Eltern vor große Herausforderungen. Eine differenzierte und empathische Herangehensweise ist notwendig, um die individuellen Hintergründe zu verstehen.
Die Rolle der Schule und der Ordnungsbehörden
Schulen sind gefordert, schnell auf Anzeichen von Schulverweigerung zu reagieren. Eine enge Kommunikation zwischen Lehrkräften und Eltern ist entscheidend, um die Ursachen für das Fernbleiben zu ermitteln und gemeinsame Lösungen zu entwickeln. In vielen Fällen arbeiten Schulen mit Ordnungsbehörden, dem Amt für Kinder, Jugend und Familie und, wenn nötig, Familiengerichten zusammen, um bei schwerwiegenden Fällen einzugreifen und das Wohl des Kindes zu gewährleisten.
Der allgemeine Ablauf bei wiederholter Schulverweigerung beginnt meist mit einer Ansprache der Eltern durch die Schule. Wenn diese Maßnahmen nicht erfolgreich sind, wird das Jugendamt eingeschaltet. In extremen Fällen kann das Familiengericht eingreifen, insbesondere wenn eine Gefährdung des Kindeswohls festgestellt wird.
Prävention und Unterstützung
Um Schulverweigerung langfristig zu verhindern, sind präventive Maßnahmen unerlässlich. Ein positives Schulklima, in dem Schülerinnen sich wohlfühlen und unterstützt werden, ist entscheidend. Dazu gehört auch die Integration von Schulsozialarbeitern und Schulpsychologen, die sowohl Schülerinnen als auch Eltern beratend zur Seite stehen können. Durch individuelle Gespräche und gezielte Unterstützung können viele Probleme, die zur Schulverweigerung führen, frühzeitig erkannt und angegangen werden.
Fazit
Schulverweigerung ist ein ernstes und vielschichtiges Thema, das verschiedene gesellschaftliche Ebenen betrifft. Ein verantwortungsvoller Umgang mit betroffenen Schüler*innen und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten – Schulen, Eltern, Jugendämter und Ordnungsbehörden – sind entscheidend, um die Ursachen zu ergründen und individuelle Lösungsansätze zu entwickeln. Durch präventive und unterstützende Maßnahmen kann die Schulverweigerung nachhaltig reduziert werden, sodass alle Kinder die gleichen Chancen auf Bildung und Erfolg erhalten.
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Lokal
Atomkraftgegner protestieren gegen Rosatom-Deal in Lingen und Uran-Transporte in Gronau
Erneute Proteste gegen Brennelementefabrik in Lingen: Kritik an Rosatom-Deal hält an
Lingen/Bonn/Hannover – Rund 100 Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner haben am Montagabend vor der Brennelementefabrik in Lingen (Emsland) gegen die jüngst erweiterte Betriebserlaubnis demonstriert. Im Zentrum der Kritik steht die Kooperation mit dem russischen Staatskonzern Rosatom sowie die generelle Fortführung der Produktion. Weitere Proteste sind für das kommende Wochenende in Gronau angekündigt.
Am Montagabend versammelten sich nach Angaben der Veranstalter rund 100 Aktivisten aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen zu einer Mahnwache vor den Toren der Lingener Anlage. Mit Kundgebungsreden und Transparenten machten sie ihrem Unmut über die Genehmigungslage Luft. Zu dem Protest hatten neben örtlichen Initiativen aus dem Emsland und dem Münsterland auch der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) aufgerufen.
Anlass der Demonstration ist die am 22. Juli 2026 vom niedersächsischen Umweltministerium in Hannover erteilte Genehmigung. Diese erlaubt der Fabrik, Brennstäbe russischer Bauart für osteuropäische Atomkraftwerke zu produzieren. Die Maßnahme erfolgt in Abstimmung mit der Bundes- und Landesregierung und stößt auf massiven Widerstand. Kritiker werfen den Behörden vor, trotz des beschlossenen Atomausstiegs weiter nukleare Geschäfte zu ermöglichen – nun auch in direkter Zusammenarbeit mit Russland.
BBU fordert Stilllegung der Anlage
Der BBU, der seinen Sitz in Bonn hat, erneuerte seine scharfe Kritik an dem Vorhaben. Trotz zahlreicher Störfälle in der Vergangenheit und der ungelösten Frage nach der dauerhaften Endlagerung des anfallenden Uranmülls werde an der Anlage festgehalten. Lingen beherbergt bundesweit die letzte Brennelementefabrik, für die es bisher keine Laufzeitbegrenzung gibt.
Udo Buchholz, Vorstandsmitglied des BBU, betonte: „Umweltminister Meyer hätte, ebenso wie seine Vorgänger, schon längst die Stilllegung dieser international umstrittenen Anlage verfügen können.“ Wäre dies geschehen, „dann wäre die ganze Diskussion um den Einstieg des russischen Rosatom-Konzerns überhaupt nicht notwendig gewesen“, so Buchholz weiter.
Transporte und Folgetermine in Gronau
Die Brisanz der nuklearen Materialflüsse in der Region bleibt hoch. Am heutigen Dienstag erreichten erneut mehrere LKW mit Uranhexafluorid die Urananreicherungsanlage (UAA) im nordrhein-westfälischen Gronau. Uranhexafluorid ist das hochgefährliche Nuklearmaterial, das sowohl in Gronau als auch in Lingen verarbeitet wird.
Der Protest gegen die Atomindustrie verarbeitende Industrie geht am kommenden Wochenende weiter. Für Sonntag, den 2. August 2026, haben Initiativen zu einer Fahrraddemonstration nach Gronau aufgerufen. Sie beginnt um 12 Uhr am Bahnhof und endet direkt vor der Urananreicherungsanlage an der Röntgenstraße.
Weitere Informationen zu den Protesten in Gronau sind auf der Website https://sofa-ms.de abrufbar.
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Freizeit
Ein kleiner Spaziergang durch den Wilhelminengang
Blick durch den malerischen Wilhelminengang auf den ehemaligen Hafenspeicher, der heute als Veranstaltungsort dient. (Foto: Hans-Albert Dirks)
Charme aus vergangenen Jahrhunderten: Ein Streifzug durch den Wilhelminengang in Leer
Ein historischer Blickfang im Herzen der Altstadt von Leer: Das stimmungsvolle Foto von Hans-Albert Dirks zeigt den malerischen Wilhelminengang, der sich charmant zwischen der Rathausstraße und der Norderstraße erstreckt. Die schmale Gasse gehört zweifellos zu den meistfotografierten Motiven in ganz Ostfriesland, erfreut sich gleichermaßen bei Einheimischen wie Touristen größter Beliebtheit und darf daher bei keiner klassischen Stadtführung fehlen.
Geschichte trifft auf maritimes Flair
In unmittelbarer Nähe zum historischen Rathaus sowie dem belebten Handels- und Freizeithafen gelegen, atmet der Wilhelminengang an jeder Ecke pure Geschichte. Charakteristisch für die Gasse sind das enge alte Kopfsteinpflaster, das historische Mauerwerk und die markanten Speicherhäuser. Einst diente der Weg als wichtiger Verbindungsweg für Fuhrwerke, die die alten Packhäuser mit Waren versorgten.
Heute verbindet der Gang historische Bausubstanz mit modernem Leben: Direkt vor Ort befinden sich der Kulturspeicher Leer – ein ehemaliger Hafenspeicher aus dem Jahr 1778, der heute als beliebter Veranstaltungsraum genutzt wird – sowie die Stadtbibliothek.
Auf den Spuren von Wilhelmine Siefkes
Seinen Namen verdankt der Gang einer großen Persönlichkeit der Region: Der bekannten Leeraner Lehrerin und Schriftstellerin Wilhelmine Siefkes (1890–1984). Als anerkannter „frauenORT“ ist die Gasse auch fester Bestandteil der thematischen Stadtführungen der Stadt Leer, die sich intensiv mit dem Leben und literarischen Wirken von Siefkes auseinandersetzen.
Nach einem Spaziergang durch die historische Gasse laden zudem die zahlreichen gemütlichen Cafés, Teestuben und Restaurants in der direkten Umgebung zum Verweilen ein.
Ein herzlicher Dank gilt an dieser Stelle dem Fotografen Hans-Albert Dirks für diese wunderschönen, atmosphärischen Einblicke.



Lokal
Freibad-Debatte in Leer: CDU nennt SPD-Forderung „finanzpolitisch unseriös“
Das Hallen- und Freizeitbad Plytje in Leer: Im Zuge der aktuellen politischen Debatte um ein mögliches neues Freibad verweist die CDU-Fraktion in ihrer Stellungnahme auf die bereits bestehenden Herausforderungen des bestehenden Bades, das unter anderem mit Personalmangel zu kämpfen hat, während sie gleichzeitig die wichtige Schwimmausbildung des Teams ausdrücklich würdigt.
CDU kontert SPD-Forderung: Debatte um neues Freibad in Leer
Nachdem das LeserECHO gestern ausführlich über die Forderung der SPD nach einem neuen Freibad in Leer berichtet hatte, erreichte unsere Redaktion nun die offizielle Stellungnahme der CDU-Ratsfraktion. Die Christdemokraten kritisieren das Vorhaben scharf und stufen den Vorstoß als finanzpolitisch nicht verantwortbar ein.
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Ulf-Fabian Heinrichsdorf betont, dass ein eigenes Freibad zwar zweifellos eine Bereicherung sei und bei vielen schöne Kindheitserinnerungen wecke, die Realität des städtischen Haushalts jedoch dagegen spreche:
„Die entscheidende Frage ist aber nicht, ob wir uns ein Freibad wünschen, sondern ob wir es uns leisten können.“
Massive finanzielle Belastung und offene Gegenfinanzierung
Ein Neubau würde laut CDU Investitionen in Millionenhöhe sowie dauerhaft hohe Unterhaltungs- und Betriebskosten verursachen. Angesichts der angespannten Haushaltslage sieht die Fraktion keinen Spielraum für freiwillige Millionenprojekte. Zudem verweist die CDU auf dringende Pflichtaufgaben und notwendige Investitionen der kommenden Jahre:
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Sanierung der Grundschulen
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Erneuerung und Instandsetzung maroder Brücken und Straßen
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Weitere Investitionen in die kommunale Infrastruktur
Die CDU wirft der SPD vor, Wunschpolitik zu betreiben und gleichzeitig andere teure Projekte – wie den geforderten Umbau der Heisfelder Straße zur Einspurigkeit – zu fordern. „Wer immer neue Forderungen aufstellt, muss den Bürgerinnen und Bürgern auch ehrlich sagen, welche Projekte dafür zurückgestellt werden oder wo das Geld herkommen soll“, so Heinrichsdorf.
Das Personalproblem am Plytje
Ein weiterer von der SPD laut CDU ausgeblendeter Aspekt sei der akute Fachkräftemangel. Das bestehende Hallen- und Freizeitbad Plytje müsse schon heute regelmäßig Öffnungszeiten einschränken, weil qualifiziertes Personal für den Badebetrieb fehlt. Ein zusätzliches Freibad würde diesen Personalmangel massiv verschärfen.
Dank an das Plytje und Blick auf Alternativen
Trotz der klaren Absage an den Neubau unterstreicht die CDU die Bedeutung der Schwimmausbildung: Ein ausdrücklicher Dank gilt dem Personal des Plytjes, das Kindern mit großem Einsatz den Weg zum Seepferdchen ermöglicht. Ergänzend verweist die Fraktion auf die zahlreichen Badeseen in der Region, die im Sommer zusätzliche Freizeitangebote bieten.
Heinrichsdorf schließt mit einem klaren Appell an eine verantwortungsvolle Haushaltspolitik:
Anzeige„Ehrlichkeit gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern ist uns wichtiger als populäre Schlagzeilen. Es kann nicht unser Anspruch sein, der nächsten Generation einen immer größeren Schuldenberg zu hinterlassen.“

























