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Land­kreis Leer setzt auf loka­le Hand­werks­be­trie­be und inves­tiert in die Zukunft der Infrastruktur

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Land­kreis Leer fühlt sich als Auf­trag­ge­ber dem Hand­werk verpflichtet

Der Land­kreis Leer betont in sei­nem Jah­res­rück­blick 2024 sei­ne Rol­le als wich­ti­ger Auf­trag­ge­ber der hei­mi­schen Wirt­schaft. Land­rat Mat­thi­as Groo­te unter­streicht, dass die Kreis­be­hör­de gro­ßen Wert dar­auf legt, die ört­li­chen Hand­werks­be­trie­be zu för­dern und kon­ti­nu­ier­lich mit ihnen zusam­men­zu­ar­bei­ten. Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den im Rah­men des Gebäu­de­ma­nage­ments wie­der zahl­rei­che Zeit- und Rah­men­ver­trä­ge mit ört­li­chen Hand­werks­un­ter­neh­men abge­schlos­sen. Die­se Ver­trä­ge lau­fen jeweils über zwei Jah­re und decken nahe­zu alle Anla­gen im Bau­hand­werk ab, von Reno­vie­rungs- und Sanie­rungs­maß­nah­men bis hin zu spe­zia­li­sier­ten Gut­ach­ter­leis­tun­gen im Schadstoffbereich.

Kon­ti­nu­ier­li­che Auf­trags­dich­te für Handwerksbetriebe

Die­se lang­fris­ti­gen Ver­trags­ab­schlüs­se sichern den Hand­werks­be­trie­ben eine gewis­se kon­ti­nu­ier­li­che Auf­trags­dich­te. Auf der ande­ren Sei­te sorgt der Land­kreis Leer dafür, dass er im Bedarfs­fall stets auf eine schnel­le und zuver­läs­si­ge Ver­füg­bar­keit der benö­tig­ten Fach­kräf­te zugrei­fen kann. Durch die Ver­ga­be an loka­le Unter­neh­men wird nicht nur die regio­na­le Wirt­schaft gestärkt, son­dern auch für eine enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen der Kreis­be­hör­de und den Hand­werks­be­trie­ben gesorgt, was zu einer sta­bi­len und effek­ti­ven Part­ner­schaft führt.

Her­aus­for­de­run­gen durch schwie­ri­ge Finanzlage

Ein Pro­blem, das in den kom­men­den Jah­ren jedoch nicht unbe­ach­tet blei­ben kann, ist die sich anbah­nen­de schwie­ri­ge Finanz­la­ge des Land­krei­ses. Dies ist nicht nur durch die aktu­el­le Kon­junk­tur­kri­se bedingt, son­dern auch durch struk­tu­rel­le Her­aus­for­de­run­gen. Beson­ders der stei­gen­de Auf­ga­ben­be­reich der Land­krei­se und Gemein­den, die immer mehr Ver­ant­wor­tung über­neh­men müs­sen, ohne eine ange­mes­se­ne finan­zi­el­le Unter­stüt­zung von Bund und Land zu erhal­ten, belas­tet die Haus­halts­la­ge. Die­se Ent­wick­lun­gen haben auch Aus­wir­kun­gen auf die zukünf­ti­gen Finanz­pla­nun­gen des Land­krei­ses Leer. Ers­te Maß­nah­men wur­den bereits ergrif­fen, um die gro­ßen bau­li­chen Pro­jek­te an die nega­ti­ven Pro­gno­sen anzu­pas­sen und die geplan­ten Maß­nah­men ent­spre­chend zu priorisieren.

Sanie­rung und Reno­vie­rung von Schulen

Trotz der finan­zi­el­len Her­aus­for­de­run­gen setzt der Land­kreis Leer wei­ter­hin auf die Sanie­rung und Moder­ni­sie­rung von Schu­len als einen zen­tra­len Bestand­teil sei­ner Bau­pro­jek­te. 2024 lag ein beson­de­rer Fokus auf Renovierungs‑, Instand­set­zungs- und Erwei­te­rungs­ar­bei­ten in ver­schie­de­nen Bil­dungs­ein­rich­tun­gen. Die umfas­sen­den Sanie­rungs­maß­nah­men kom­men nicht nur den Schü­lern und Lehr­kräf­ten zugu­te, son­dern stel­len auch sicher, dass die Schu­len den aktu­el­len Anfor­de­run­gen an Infra­struk­tur und Ener­gie­ef­fi­zi­enz gerecht werden.

Abge­schlos­se­ne und lau­fen­de Baumaßnahmen

Ein High­light des Jah­res 2024 war der Abschluss der Bau­maß­nah­men zur Zusam­men­le­gung der bei­den Stand­or­te der Ober­schu­le Hesel an der ehe­ma­li­gen Wil­helm-Busch-Schu­le. Der Umzug und die Sanie­rung der Schu­le stel­len einen wich­ti­gen Schritt in der Wei­ter­ent­wick­lung der Bil­dungs­ein­rich­tun­gen im Land­kreis dar. Aktu­ell wird die Schu­le Brin­kum abge­bro­chen, um Platz für die neue Feu­er­wehr-Tech­ni­sche-Zen­tra­le (FTZ) zu schaffen.

Ein wei­te­res bedeu­ten­des Pro­jekt ist die Ober­schu­le Uple­n­gen in Remels, für die im Novem­ber 2024 der Grund­stein für den Neu­bau eines mehr als 20 Mil­lio­nen Euro teu­ren Pro­jekts gelegt wur­de. Die Bau­maß­nah­men an der Schu­le schrei­ten gut vor­an und sind ein wich­ti­ger Bestand­teil der Moder­ni­sie­rung der Schul­struk­tur im Landkreis.

Neu­bau und Moder­ni­sie­rung wich­ti­ger Infrastruktureinrichtungen

Neben den Schul­bau­pro­jek­ten gibt es auch Fort­schrit­te bei ande­ren gro­ßen Infra­struk­tur­pro­jek­ten. So ist die Geneh­mi­gungs­pla­nung für den Neu­bau der Feu­er­wehr-Tech­ni­schen-Zen­tra­le in Brin­kum, die auch ein Tier­seu­chen­be­kämp­fungs­zen­trum und das Vete­ri­när­amt umfasst, abge­schlos­sen. Jetzt beginnt die Aus­schrei­bung für den Bau. Die­se zen­tra­le Ein­rich­tung ist für die Regi­on von gro­ßer Bedeu­tung, da sie wich­ti­ge Auf­ga­ben in der Brand­be­kämp­fung und Tier­seu­chen­be­kämp­fung übernimmt.

Auch die Sanie­rung der Turn­hal­le in Coll­husen, bei der eine dach­flä­chen­de­cken­de Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge instal­liert wur­de, schrei­tet vor­an. Die Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge konn­te bereits ans Netz ange­schlos­sen wer­den und trägt zur Ener­gie­ein­spa­rung und Kli­ma­neu­tra­li­tät des Land­krei­ses bei.

An der Möör­ken­schu­le in Leer wur­den eben­falls die Pla­nun­gen für eine Erwei­te­rung abge­schlos­sen. Eine moder­ne Con­tain­erlö­sung wird als Über­gangs­lö­sung genutzt, um den gestie­ge­nen Raum­be­darf der Schu­le zu decken und den Unter­richt wei­ter­hin unter opti­ma­len Bedin­gun­gen anbie­ten zu können.

Der Land­kreis Leer zeigt sich auch 2024 als ein wich­ti­ger Auf­trag­ge­ber für loka­le Hand­werks­be­trie­be, was sowohl die regio­na­le Wirt­schaft stärkt als auch die Umset­zung von Infra­struk­tur­pro­jek­ten gewähr­leis­tet. Trotz der finan­zi­el­len Her­aus­for­de­run­gen, die sich durch die stei­gen­den Auf­ga­ben und sin­ken­den Steu­er­ein­nah­men abzeich­nen, bleibt der Land­kreis enga­giert, die Qua­li­tät der öffent­li­chen Infra­struk­tur wei­ter zu ver­bes­sern – mit einem Fokus auf die Sanie­rung von Schu­len und die Moder­ni­sie­rung wich­ti­ger Infrastruktureinrichtungen.


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OVG Lüne­burg weist Kla­ge gegen Gas­boh­run­gen ab

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Bei­trags­bild / Archiv­fo­to: Ingo Ton­sor @LeserECHO-Verlag

OVG Lüne­burg: Kla­ge gegen Gas­boh­run­gen vor Bor­kum abgewiesen

In einem rich­tungs­wei­sen­den Urteil hat der 7. Senat des Nie­der­säch­si­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richts (OVG) am 21. April 2026 die Kla­ge der Deut­schen Umwelt­hil­fe (DUH) gegen das Erd­gas­för­der­pro­jekt im nie­der­säch­si­schen Küs­ten­meer abge­wie­sen (Az.: 7 KS 64/24). Damit bleibt der Plan­fest­stel­lungs­be­schluss für die umstrit­te­nen Richt­boh­run­gen bestehen.

Hin­ter­grund des Vorhabens

Gegen­stand des Ver­fah­rens war der Rah­men­be­triebs­plan für die Erd­gas­för­de­rung in unmit­tel­ba­rer Nähe zur nie­der­län­di­schen Grenze.

  • Bohr­vor­gang: Geplant sind ins­ge­samt neun Boh­run­gen, die aus dem nie­der­län­di­schen Sek­tor in Tie­fen zwi­schen 1.500 und 4.000 Metern in deut­sches Hoheits­ge­biet eintreten.

  • Infra­struk­tur: Die För­de­rung erfolgt über eine Platt­form, die sich rund 500 Meter west­lich der Gren­ze auf nie­der­län­di­schem Gebiet befindet.

  • Betrof­fe­ne Gebie­te: Das Gas­vor­kom­men lagert teil­wei­se unter öko­lo­gisch sen­si­blen Flä­chen, dar­un­ter das Natur­schutz­ge­biet „Bor­kum Riff“ (Teil des EU-Vogel­schutz­ge­bie­tes) sowie das FFH-Gebiet „Bor­kum Riff­grund“. Die Boh­run­gen selbst berüh­ren die­se Schutz­ge­bie­te jedoch nicht direkt.

Argu­men­ta­ti­on der Deut­schen Umwelthilfe

Die Deut­sche Umwelt­hil­fe sah durch das Vor­ha­ben unzu­läs­si­ge Ein­grif­fe in die angren­zen­den Natur­schutz- und Natu­ra-2000-Gebie­te. Zudem wur­de ange­führt, dass das betrof­fe­ne Are­al auf­grund dor­ti­ger Riff­for­ma­tio­nen als poten­zi­el­les FFH-Gebiet ein­zu­stu­fen sei, was den Ein­griff unzu­läs­sig mache.

 

 

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Die Ent­schei­dung des Senats

Der 7. Senat folg­te der Argu­men­ta­ti­on der Klä­ge­rin nicht und bewer­te­te die Aus­wir­kun­gen der Boh­run­gen als gering­fü­gig:

  1. Boden­ab­sen­kun­gen: Zwar besteht das Risi­ko von Absen­kun­gen des Mee­res­bo­dens um bis zu 7,6 cm über den gesam­ten För­der­zeit­raum. Im Ver­gleich zu den natür­li­chen Sedi­ment­be­we­gun­gen von bis zu +/- 0,5 Metern pro Jahr sei­en die­se jedoch prak­tisch nicht mess­bar und beein­träch­ti­gen die Schutz­zwe­cke nicht.

  2. Seis­mi­sche Akti­vi­tä­ten: Mög­li­che Erd­be­ben mit einer Magni­tu­de von bis zu 2,9 könn­ten zwar spür­bar sein und bei Fischen oder Vögeln kurz­zei­ti­ge Schreck­re­ak­tio­nen aus­lö­sen, erheb­li­che Beein­träch­ti­gun­gen für die Fau­na sei­en jedoch nicht zu erwarten.

  3. Schutz­sta­tus des Are­als: Die Fra­ge, ob es sich um ein poten­zi­el­les FFH-Gebiet han­delt, ließ das Gericht offen, da die Ein­wir­kun­gen ohne­hin zu gering sei­en, um einen Schutz­ver­stoß zu begründen.

Wei­te­re recht­li­che Schritte

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt hat die Revi­si­on zum Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt nicht zuge­las­sen. Gegen die­se Nicht­zu­las­sung kann inner­halb eines Monats nach Zustel­lung des Urteils Beschwer­de ein­ge­legt werden.

Das voll­stän­di­ge Urteil wird nach Vor­lie­gen der schrift­li­chen Begrün­dung in der Recht­spre­chungs­da­ten­bank der nie­der­säch­si­schen Jus­tiz veröffentlicht.

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Sicher­heits­kon­zept für Mari­ti­me Kon­fe­renz in Emden

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Archiv­fo­to: Ingo Ton­sor @LeserECHO-Verlag

Umfas­sen­des Sicher­heits­kon­zept für mari­ti­mes Spit­zen­tref­fen in Emden

Mit der 14. Natio­na­len Mari­ti­men Kon­fe­renz (NMK) steht Emden am 29. und 30. April 2026 vor einer logis­ti­schen und sicher­heits­tech­ni­schen Groß­auf­ga­be. Wenn rund 800 Ent­schei­der aus Wirt­schaft und Poli­tik – dar­un­ter Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz als Schirm­herr sowie meh­re­re Bun­des- und Lan­des­mi­nis­ter – in der See­ha­fen­stadt zusam­men­kom­men, genießt der Schutz der Ver­an­stal­tung höchs­te Priorität.

Poli­zei setzt auf Prä­senz und Kooperation

Die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden hat zur Absi­che­rung die­ses bedeu­ten­den Gip­fel­tref­fens ein umfas­sen­des Ein­satz­kon­zept erstellt. Ziel der ver­stärk­ten Kräf­te ist es, einen stö­rungs­frei­en Ablauf für das hoch­ka­rä­ti­ge Teil­neh­mer­feld zu garan­tie­ren und gleich­zei­tig die Sicher­heit der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu gewähr­leis­ten. Hier­für ste­hen die Ein­satz­kräf­te in kon­ti­nu­ier­li­chem Aus­tausch mit den Ver­an­stal­tern sowie wei­te­ren Sicherheitsbehörden.

Fokus: Öffent­li­cher Raum und Verkehrslage

Um die Ver­an­stal­tungs­or­te her­um wer­den strik­te Sicher­heits­be­rei­che ein­ge­rich­tet, was tem­po­rä­re Ein­schrän­kun­gen im öffent­li­chen Raum erfor­der­lich macht:

  • Sper­run­gen im Stadt­ge­biet: Im direk­ten Umfeld der Nord­see­hal­le sowie ent­lang des Früch­te­bur­ger Weges wer­den Durch­fahrts­sper­ren errich­tet. Ins­be­son­de­re der Park­platz vor der Hal­le ist für den all­ge­mei­nen Ver­kehr gesperrt.

  • Wege­re­ge­lun­gen: Wäh­rend der Geh­weg am Früch­te­bur­ger Weg (Höhe Sport­platz des Johan­nes-Alt­hu­si­us-Gym­na­si­ums) für Pas­san­ten offen bleibt, ist für den Fuß­weg hin­ter der Nord­see­hal­le ent­lang des Hin­ter Tiefs eine zeit­wei­li­ge Sper­rung vorgesehen.

  • Emp­feh­lung: Auf­grund der Kon­trol­len und Sperr­maß­nah­men wird emp­foh­len, den betrof­fe­nen Bereich weit­räu­mig zu umfah­ren. Die Erreich­bar­keit pri­va­ter Grund­stü­cke und der angren­zen­den Schu­len bleibt für Berech­tig­te gewährleistet.

Stren­ge Luft­raum­über­wa­chung und Drohnenverbot

Ein zen­tra­ler Bau­stein des Sicher­heits­kon­zepts betrifft den Luft­raum. Für die Dau­er der Kon­fe­renz wur­de ein offi­zi­el­les Flug­be­schrän­kungs­ge­biet über dem Ver­an­stal­tungs­are­al ein­ge­rich­tet. Der Ein­satz von unbe­mann­ten Flug­sys­te­men (Droh­nen) oder Flug­mo­del­len ist hier strikt unter­sagt. Die Poli­zei weist aus­drück­lich dar­auf hin, dass die Über­wa­chung des Luft­raums kon­se­quent erfolgt und Ver­stö­ße straf­recht­lich ver­folgt wer­den können.

Beglei­tung von Versammlungen

Die Poli­zei stellt zudem die Wahr­neh­mung grund­recht­lich geschütz­ter Ver­samm­lungs­rech­te sicher. Mög­li­che Kund­ge­bun­gen im öffent­li­chen Raum wer­den lage­an­ge­passt beglei­tet, wobei ein beson­de­res Augen­merk dar­auf liegt, die Sicher­heit der Kon­fe­renz­teil­neh­mer mit dem Recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung in Ein­klang zu bringen.

Die Sicher­heits­la­ge wird wäh­rend der gesam­ten zwei Tage fort­lau­fend über­prüft und die Maß­nah­men bei Bedarf unmit­tel­bar ange­passt. Die Poli­zei ist bestrebt, die Aus­wir­kun­gen auf den All­tag der Emder Bevöl­ke­rung so gering wie mög­lich zu hal­ten und bit­tet um Ver­ständ­nis für die not­wen­di­gen Sicherheitsvorkehrungen.

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War­tungs­ar­bei­ten am Ems­sperr­werk in Gan­der­sum gestartet

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Koloss am Haken: Per Schwimm­kran wur­den die neu­en Hydrau­lik­zy­lin­der ein­ge­ho­ben (Bild: Lippe/NLWKN).

Mil­li­me­ter­ar­beit in der Mit­te des Flus­ses: Arbei­ten am Ems­sperr­werk angelaufen

Nach der Sturm­flut­sai­son wer­den am Ems­sperr­werk in Gan­der­sum per Schwimm­kran Tei­le der Hydrau­lik erneu­ert. Der dau­er­haf­te Kon­takt mit dem Salz­was­ser der Ems hat an der Tech­nik Spu­ren hinterlassen.

Sechs mas­si­ve Pfei­ler bil­den das Rück­grat des Ems­sperr­werks bei Gan­der­sum, das die Regi­on bereits 20 Mal zuver­läs­sig vor Sturm­flu­ten geschützt hat. Doch die expo­nier­te Lage mit­ten im Fluss for­dert das Mate­ri­al her­aus. Zu Beginn die­ser Woche kam des­halb schwim­men­des Spe­zi­al­ge­rät zum Ein­satz, um meh­re­re elf Meter lan­ge Hydrau­lik­zy­lin­der aus­zu­tau­schen. Ursa­che für die­sen auf­wän­di­gen Ein­satz sind Kor­ro­si­ons­schä­den an den ver­bau­ten Kolbenstangen.

Rost als Gefahr für die Dichtungen

Der stän­di­ge Kon­takt mit sal­zi­gem Was­ser und wech­seln­den Umwelt­ein­flüs­sen führ­te über die Jah­re zu Rost­bil­dung an den gigan­ti­schen Stan­gen, die für das Öff­nen und Schlie­ßen der Hub­to­re ver­ant­wort­lich sind. Abplat­zen­de Beschich­tun­gen bil­den scharf­kan­ti­ge Rän­der, die die emp­find­li­chen Dich­tun­gen beschä­di­gen könn­ten. „Nach drei­und­zwan­zig Jah­ren Ein­satz unter den hier herr­schen­den for­dern­den Bedin­gun­gen haben die Zylin­der das Ende ihrer Ein­satz­zeit erreicht“, so ein Spre­cher des Nie­der­säch­si­schen Lan­des­be­triebs für Was­ser­wirt­schaft, Küs­ten- und Natur­schutz (NLWKN) in Aurich.

Prä­zi­si­ons­ein­satz mit dem Schwimmkran

Da die Bau­tei­le jeweils über 30 Ton­nen wie­gen und sich mit­ten in der Ems befin­den, ist der Ein­satz eines Schwimm­krans unum­gäng­lich. Die­se Arbei­ten sind eine ech­te Mil­li­me­ter­ar­beit, die nur außer­halb der Sturm­flut­sai­son und bei ruhi­ger Wit­te­rung statt­fin­den kann. Bei star­kem Wind oder Wel­len­gang wäre das Risi­ko zu groß, das wich­ti­ge Küs­ten­schutz­bau­werk durch unbe­ab­sich­tig­te Berüh­run­gen zu beschädigen.

Der NLWKN ver­folgt dabei eine Stra­te­gie aus Aus­tausch und Instandsetzung:

  • Aktu­el­ler Schritt: Drei Zylin­der wur­den durch neu ange­fer­tig­te Tei­le ersetzt.

  • Instand­set­zung: Die aus­ge­bau­ten Alt­zy­lin­der wer­den in den kom­men­den Mona­ten generalüberholt.

  • Fort­set­zung im August: Im Spät­som­mer wer­den die rund­erneu­er­ten Zylin­der wie­der ein­ge­baut, um die rest­li­chen schad­haf­ten Kom­po­nen­ten zu ersetzen.

Gute Nach­rich­ten gibt es für den Schiffs­ver­kehr: Die Arbei­ten haben kei­ne Aus­wir­kun­gen auf die Schiff­fahrt. Die Dreh­seg­ment­ver­schlüs­se der Haupt­öff­nun­gen funk­tio­nie­ren nach einem ande­ren Prin­zip als die Hub­to­re der Neben­öff­nun­gen und sind von der Maß­nah­me nicht betroffen.

Schutz­funk­ti­on und Wirtschaftsfaktor

Das Ems­sperr­werk ist für den Küs­ten­schutz an der Ems sowie im Leda-Jüm­me-Gebiet essen­zi­ell. Es kehrt Sturm­flu­ten ab einer Höhe von 3,70 Metern über Nor­mal­null ab und bie­tet damit einen deut­lich höhe­ren Sicher­heits­stan­dard als eine Deich­er­hö­hung auf einer Län­ge von 110 Kilo­me­tern. Neben dem Schutz vor Natur­ge­wal­ten sichert das Sperr­werk durch sei­ne Stau­funk­ti­on die Fle­xi­bi­li­tät bei Schiffs­über­füh­run­gen (bis­her 54 Durch­füh­run­gen) und stärkt damit die Wirt­schafts­kraft zwi­schen Papen­burg und Emden.

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Fir­men­events in Ost­fries­land & Ems­land: Per­fekt pla­nen und erfolg­reich umsetzen

Fir­men­events pla­nen in Ost­fries­land und Ems­land: Wich­ti­ge Tipps und krea­ti­ve Ideen Ein gelun­ge­nes Fir­men­event kann die Mar­ken­be­kannt­heit stei­gern, Kun­den bin­den und...

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80er-Par­ty bringt Kult­mu­sik ins LMC Hinte

Das Team DJ, Lopi (li) und Brun­ki (re), wird die Gäste wie­der zurück in eine ande­re Zeit kata­pul­tie­ren. Dies­mal sind...

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Eins­Sein-Mes­se Olden­burg: Impul­se für Gesund­heit und bewuss­te Lebensgestaltung

Die Eins­Sein-Mes­se in Olden­burg bie­tet Mes­se­be­su­chern eine beein­dru­cken­de Viel­falt: Rund 70 Exper­ten prä­sen­tie­ren am 18. und 19. April 2026 in...

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Krea­ti­ve Köp­fe gesucht: Kunst­hand­wer­ker­markt in Gro­te­gas­te lädt ein

Krea­ti­ve Köp­fe gesucht: Wes­t­ov­er­le­din­gen lädt zum gro­ßen Kunst- und Hand­wer­ker­markt in Grotegaste Wes­t­ov­er­le­din­gen. Alle zwei Jah­re ver­wan­delt sich einer der...

Veranstaltung

Arten­viel­falt im Even­burg­park ent­de­cken: Exkur­sio­nen und digi­ta­les Monitoring

Mit dem NABU die Flo­ra und Fau­na des Even­burg­parks ent­de­cken: Exkur­sio­nen in die viel­fäl­ti­ge Parklandschaft In Leer bie­tet sich die...

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Früh­lings­treff 2026 in August­fehn: Sai­son­auf­takt mit Action und Verlosung

Sai­son­auf­takt im Ammer­land: Der Früh­lings­treff 2026 bei Börjes In August­fehn hat der Beginn der Motor­rad­sai­son eine lan­ge Tra­di­ti­on und einen...

Lokal

Vor­trag in Leer: Bio­gra­fien von Über­le­ben­den des KZ Bergen-Belsen

Bild­rech­te: LBZH BS — Mar­tin Bein  Über­le­ben nach dem Grau­en: Vor­trag über Bio­gra­fien aus dem KZ Ber­gen-Bel­sen in Leer LEER. Die Fol­gen...

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Blau-weiß-schwar­ze Nacht: Die HSV-Kult­band kehrt nach Hin­te zurück!

Schon 2019 und 2024 waren die Ham­bur­ger ABSCHLACH! im Live Music Cen­ter Emden in Hin­te zu Gast und prä­sen­tier­ten ihre...

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Ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag in Moorm­er­land bie­tet Früh­jahrs­trends und Wohndesign

Früh­lings­er­wa­chen in Moorm­er­land: Ein Sonn­tag zwi­schen Wohn­de­sign, Trö­del­glück und einer beson­de­ren Premiere Moorm­er­land. Wenn sich der April von sei­ner bes­ten...

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War­den­bur­ger Land­par­tie 2026: Gro­ßes Früh­lings­fest mit Hand­werk und Kulinarik

War­den­bur­ger Land­par­tie 2026: Ein Fest für die Sin­ne mit Hand­werk, Musik und Genuss WARDENBURG. Das Pflan­zen-Cen­ter Warn­ken ver­wan­delt sich am...

Veranstaltung

Vor­trag in Leer the­ma­ti­siert die Unan­tast­bar­keit der Menschenwürde

Die Men­schen­wür­de – für immer unan­tast­bar? Ein Abend zum Mit­re­den in Leer  LEER – „Die Wür­de des Men­schen ist unan­tast­bar.“ Die­ser...

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