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Nico Bloem bei der Kita in Bunde:Über Vergütung für Auszubildende reden
Auf dem Gruppenbild von links: Ines Ackerstaff, Judith Fischer-Salamon, Lea Timmer und Nico Bloem.
Nico Bloem bei der Kita in Bunde: Über Vergütung für Auszubildende reden
Bunde — „Bessere Arbeitsbedingungen und auch eine bessere Vergütung sind die Grundlage dafür, dass die Erzieherinnen und Erziehern ihre Aufgaben in den Kindertagesstätten noch besser erfüllen können. Sie leisten ihre Arbeit mit Herzblut und Leidenschaft, aber sie stoßen an ihre Grenzen. Wir müssen auch über eine Vergütung für die Auszubildenden reden, wenn es darum geht, den Beruf attraktiver zu machen“, meinte der SPD-Landtagskandidat Nico Bloem bei einem Besuch der Kindertagesstätte der reformierten Kirche Bunde. Mit Ines Ackerstaff und Judith Fischer-Salamon von der Kita-Leitung hat Bloem die aktuelle Situation ausführlich und offen besprochen. Dabei war auch Lea Timmer vom SPD-Ortsverein Bunde-Bunderhee.
Der Bedarf an Plätzen und die Nachfrage nach längeren Betreuungszeiten sei groß, meinten Ackerstaff und Fischer-Salamon. Aber um dem gerecht zu werden fehlten einfach Arbeitskräfte. „Wir wollen das Angebot an Ausbildungsplätzen erhöhen, weitere Ausbildungsschulen gründen, den Quereinstieg ermöglichen und zur Entlastung der Erzieherinnen und Erzieher die Zahl der Verfügungsstunden anheben. Das sind erste Schritte“, so Bloem.
Sehr angetan war der 28-Jährige vom Besuch der Kindergartengruppe „Blau“. Anhand von Schaubildern lernten die Kinder, was Kinderrechte sind. Nico Bloem saß mittendrin. “Die Kinder wissen schon gut Bescheid. Demokratiebildung auch in Kitas ist eins der Themen, das wir nach der Wahl angehen wollen“, so Bloem.
Die Frage nach der Zusammenarbeit in der Gemeinde Bunde wurde von der Kindergartenleitung klar beantwortet: Es herrsche großes Vertrauen zwischen Kita, Kirche und Gemeinde Bunde. Das habe sich gerade in der schwierigen Corona-Zeit bewährt.
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Endspurt für „Blinkfüür 2026“: Jetzt ehrenamtliche Vorbilder im Landkreis vorschlagen
Endspurt für das „Blinkfüür 2026“: Jetzt noch ehrenamtliche Vorbilder vorschlagen
Das Ehrenamt ist der Leuchtturm unserer Gesellschaft – und genau dieses Engagement würdigt der Landkreis Leer auch in diesem Jahr wieder mit der Auszeichnung „Blinkfüür“. Wer Menschen kennt, die sich in besonderer Weise für das Gemeinwohl einsetzen, hat nur noch wenig Zeit: Die Vorschlagsfrist endet am 30. April.
20 Jahre Anerkennung für herausragendes Engagement
Bereits zum 20. Mal in Folge wird der Preis an Personen verliehen, die in den Bereichen Kultur, Soziales, Sport oder innerhalb von Gruppen und Vereinen Herausragendes leisten. Der Name „Blinkfüür“ (Leuchtfeuer) symbolisiert dabei die richtungsweisende Funktion, die Freiwillige für das Zusammenleben in der Region einnehmen.
Der offizielle Startschuss für die diesjährige Runde fiel Anfang des Jahres durch den Initiativkreis, bestehend aus Landrat Matthias Groote, der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann und Carsten Mohr von der Sparkasse LeerWittmund.
So können Vorschläge eingereicht werden
Bis Ende April können Bürgerinnen und Bürger ihre Favoriten nominieren. Wichtig ist dabei eine kurze Begründung, die Art und Dauer der ehrenamtlichen Tätigkeit sowie die besonderen Verdienste der Person hervorhebt.
Folgende Wege stehen für die Abgabe zur Verfügung:
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Online: Direkt über das Formular auf www.wirpackenfreiwilligan.de/Blinkfüür
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E‑Mail: An blinkfueuer@lkleer.de
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Post: Stabsstelle Ehrenamt und Freiwilligenagentur, Bergmannstr. 37, 26789 Leer
Auswahlverfahren und Verleihung
Nach Ende der Frist trifft eine Fachjury eine Vorauswahl, über die der Kreisausschuss abschließend entscheidet. Die feierliche Verleihung der Auszeichnungen ist für den Sommer 2026 geplant.
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Kostenlose Weiterbildung zum Vereinsmanager: Neue Termine für Ehrenamtliche
Professionalisierung im Ehrenamt: Neue Termine für die Weiterbildung zum Vereinsmanager
Die Anforderungen an die Führung und Organisation von Vereinen wachsen stetig. Um ehrenamtlich Engagierte – von Übungsleitern bis hin zu Vorstandsmitgliedern – optimal auf diese Herausforderungen vorzubereiten, bietet der Landkreis Leer erneut die kostenlose Weiterbildung zum “Vereinsmanager” an. Das Programm wird durch die Europäische Union und das Land Niedersachsen gefördert und vermittelt praxisnahes Fachwissen für die tägliche Vereinsarbeit.
Flexibilität durch modularen Aufbau
Die Weiterbildung umfasst insgesamt neun Module, die unabhängig voneinander gebucht werden können. Da die Inhalte nicht aufeinander aufbauen, ist ein individueller Einstieg jederzeit möglich. Die Themengebiete decken alle zentralen Aspekte einer modernen Vereinsführung ab:
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Strategische Vereinsführung und Organisationsentwicklung
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Fundraising und Finanzierungsmöglichkeiten
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Rechtliche Grundlagen sowie Haftungsfragen
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Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederakquise
Um den Teilnehmenden eine maximale Flexibilität zu bieten, findet der Unterricht in einer Mischung aus Online-Seminaren und Präsenzveranstaltungen statt.
Zertifikat und Bildungsurlaub
Wer die gesamte Weiterbildung im Umfang von 80 Unterrichtseinheiten absolviert, erhält das offizielle Zertifikat “Vereinsmanager/in”. Besonders kompakt lässt sich dieses Wissen im Rahmen eines einstündigen Bildungsurlaubs vom 8. bis 12. Juni 2026 erwerben. Alternativ steht die Einzelbuchung spezifischer Module offen, um gezielt Wissen in ausgewählten Bereichen zu vertiefen.
Informationen und Anmeldung
Detaillierte Inhalte zu den einzelnen Modulen sowie das Anmeldeformular sind auf der Website des Landkreises verfügbar:
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Kontakt: Projektleiterin Anja Lücht steht für Rückfragen unter 0491 926 4047 oder per E‑Mail an ehrenamt@lkleer.de zur Verfügung.
Beitragsbild — Symbolfoto / KI
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Schüler aus Westoverledingen schlüpfen in die Rolle von Ratsmitgliedern
Politik hautnah: Wenn das Klassenzimmer zum Rathaussaal wird.
WESTOVERLEDINGEN. Wie entsteht eigentlich ein neuer Skateplatz? Wer entscheidet über den Kunstrasen für den Sportverein? Und wie mühsam ist der Weg zu einem politischen Kompromiss? Diesen Fragen gingen rund 110 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Realschule Collhusen eine Woche lang auf den Grund. In einem intensiven Planspiel, organisiert von der Jugendpflege der Gemeinde Westoverledingen und dem Schulzentrum, tauschten die Jugendlichen Schulbank gegen Ratssessel.
Von der Idee zum fertigen Antrag
Ziel des Projekts war es, die oft abstrakt wirkende Kommunalpolitik lebendig und greifbar zu machen. Die Neuntklässler schlüpften dabei in die Rollen von Ratsmitgliedern und organisierten sich klassenweise in verschiedenen Fraktionen. Der Auftrag: Eigene Konzepte zur Verbesserung ihrer Gemeinde entwickeln.
Die Themenliste der jungen „Politiker“ war vielseitig und praxisnah:
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Jugendtreffpunkte: Bau neuer Unterstände als geschützte Aufenthaltsorte.
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Freizeit & Sport: Renovierung des Skateplatzes sowie der Bau eines neuen Kunstrasenplatzes.
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Soziale Infrastruktur: Erweiterung des örtlichen Jugendhauses.
Doch eine gute Idee allein reicht in der Demokratie nicht aus. Die Schüler mussten ihre Vorschläge in konkrete Anträge gießen und diese zunächst in fiktiven Fachausschüssen verteidigen – exakt so, wie es im realen politischen Betrieb üblich ist. Unterstützt wurden sie dabei von Lehrkräften, Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und erfahrenen Ratsmitgliedern des Westoverledinger Gemeinderates.
Debattenkultur auf Augenhöhe
Der Höhepunkt der Projektwoche fand im echten Rathaussaal in Ihrhove statt. In einer nachgestellten Ratssitzung debattierten 30 gewählte Schülervertreter vor den Augen ihrer Mitschüler. Besonders beeindruckend war dabei die Diskussionskultur: Die Fraktionssprecher präsentierten ihre Anliegen, während die Gegenseite kritisch hinterfragte oder Unterstützung signalisierte.
In der rund zweistündigen Sitzung zeigte sich, dass die Jugendlichen schnell lernten, worauf es ankommt: Argumentation, Spontaneität und vor allem die Bereitschaft zum Kompromiss. Die Atmosphäre war durchweg konstruktiv; Beschlussvorschläge wurden teils während der Debatte angepasst, um Mehrheiten zu finden.
Impulse für die echte Politik
Das Projekt soll jedoch mehr sein als nur eine Trockenübung. Die erarbeiteten Ideen landen nicht in der Schublade, sondern werden nun in die reale Politik getragen. Ellen Schidak von der Jugendpflege der Gemeinde Westoverledingen betont die Relevanz der Ergebnisse:
„Wir werden die Anträge sowie das gesamte Projekt in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Senioren und Soziales detailliert präsentieren. Das Ziel ist natürlich, dass ausgewählte Anträge umgesetzt oder zumindest angestoßen werden.“
Ob der Kunstrasenplatz oder die neuen Unterstände tatsächlich kommen, ist derzeit noch offen. Fest steht jedoch: Die Ideen der Schüler werden ernst genommen. Das Planspiel hat nicht nur demokratische Kompetenzen vermittelt, sondern könnte Westoverledingen ganz reale, frische Impulse für die Zukunft liefern.
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