Blaulicht
Polizei-Meldungen: Schläge im Supermarkt, Schwerverletzte bei Crash und Falschfahrer
POL-LER: Pressemitteilung der Polizeiinspektion Leer/Emden für den 15.04.2025
Sachbeschädigung++Widerstand nach versuchtem Ladendiebstahl++Verkehrsunfall — Zeugenaufruf++Verkehrsunfall mit leichtverletzter Person++Verkehrsunfall mit zwei Schwerverletzten++Falschfahrer auf der A31 — Zeugen gesucht
Emden — Sachbeschädigung
Am Sonntag in der Zeit zwischen 00:00 Uhr und 11:00 Uhr beschädigte bislang unbekannte Täterschaft einen Anhänger in Emden. Der in einer Parkbucht an der Uphuser Straße abgestellte weiße Anhänger wurde mittels roter Farbe besprüht. Bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde der Anhänger aus der Parkbucht auf die Straße geschoben. Zeugen, die Hinweise zu Tat und/ oder Täter geben können, werden gebeten sich bei der Polizei zu melden.
Leer — Widerstand nach versuchtem Ladendiebstahl
Am gestrigen Montag gegen 17:55 Uhr wurde ein versuchter Ladendiebstahl in einem Verbrauchermarkt in der Ubbo-Emmius-Straße gemeldet. Ein 26jähriger wurde durch einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes bei dem Versuch Waren zu stehlen beobachtet und festgehalten. Der Beschuldigte riss sich los und schlug den Mitarbeiter. Dieser erlitt dadurch Verletzungen im Gesicht und musste medizinisch versorgt werden. Im Rahmen der Sachverhaltsaufnahme leistete der Beschuldigte Widerstand und beleidigte die Beamten. Der 26jährige wurde anschließend dem polizeilichen Gewahrsam zugeführt.
Ostrhauderfehn — Verkehrsunfall — Zeugenaufruf
Bereits am Freitag, den 11.04.2025, gegen 10:10 Uhr kam es im Kreuzungsbereich Langholter Straße/Schifferstraße zu einem Verkehrsunfall. Ein 55jähriger aus dem Saterland befuhr die Langholter Straße in Fahrtrichtung Ramsloh. An der Kreuzung Schifferstraße wollte ein 72jähriger aus Ostrhauderfehn nach links auf die Langholter Straße in Fahrtrichtung Rhauderfehn abbiegen. Die Front des Pkw ragte vermutlich schon auf die Langholter Straße, sodass es zum Zusammenstoß kam. Der 55jährige und seine 55jährige Beifahrerin, sowie der 72jährige wurden bei dem Unfall leicht verletzt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit. Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang geben können, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
Leer — Verkehrsunfall mit leichtverletzter Person
Zu einem Verkehrsunfall auf der Heisfelder Straße kam es am Montagvormittag gegen 11:00 Uhr. Eine 66jährige aus Berlin befuhr die B70 in Fahrtrichtung stadtauswärts und bemerkte zu spät, dass ein vor ihr fahrender 59jähriger aus Leer an einer roten Lichtzeichenanlage hielt. Durch den Zusammenstoß der Fahrzeuge wird der 59jährige leicht verletzt.
Leer — Verkehrsunfall mit zwei Schwerverletzten
Drei verletzte Personen gab es bei einem Verkehrsunfall gestern um 11:30 Uhr. Ein 34jähriger aus Leezdorf beabsichtigte von der Autobahnabfahrt nach links auf die Deichstraße abzubiegen. Hierbei übersah er einen von links kommenden Pkw eines 53jährigen aus Leer. Aufgrund des Aufpralls überschlug sich der Pkw des 53jährigen. Dieser und sein 40jähriger Beifahrer werden schwer verletzt. Die 25jährige Beifahrerin des 34jährigen wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Beide Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden.
Jemgum — Falschfahrer auf der A31 — Zeugen gesucht
Ein Falschfahrer auf der Autobahn 31 wurde am Samstag, den 12.04.2025, um 11:30 Uhr gemeldet. Ein 84jähriger aus Börger befuhr mit seinem Pkw Opel die Autobahn, Richtungsfahrbahn Emden, zwischen dem Parkplatz Rheiderland und der Abfahrt Jemgum, entgegen der Fahrtrichtung auf dem Standstreifen. Zeugen, die den Vorfall beobachten konnten, werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
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Blaulicht
Erhöhtes Risiko durch Wildwechsel in unserer Region
Erhöhte Gefahr durch Wildwechsel: Sicherheitshinweise für Verkehrsteilnehmende
In den letzten Tagen verzeichnete die Polizeiinspektion Leer/Emden einen Anstieg an Wildunfällen. Insbesondere in der Dämmerung und den frühen Morgenstunden ist besondere Vorsicht geboten. Die schwierigen Lichtverhältnisse machen es für Fahrzeugführer oft schwierig, Tiere frühzeitig am Fahrbahnrand zu erkennen.
Warum reagieren Wildtiere so unvorhersehbar?
Wildtiere wie Rehe oder Wildschweine sind in ihren Aktivitätsphasen stark an die Dämmerung gebunden. Das Scheinwerferlicht moderner Fahrzeuge wirkt auf sie jedoch oft irritierend: Die Tiere werden durch das helle Licht geblendet, was ihren Orientierungssinn beeinträchtigt. In dieser Situation verharren sie oft regungslos auf der Fahrbahn, da sie die Gefahrenquelle nicht einschätzen können.
Zudem ist das Sozialverhalten der Tiere ein entscheidender Faktor: Wildtiere sind selten Einzelgänger. Wenn ein Tier die Straße überquert hat, folgen häufig weitere Artgenossen. Diese „Nachzügler“ kommen oft zeitversetzt und ohne zu zögern auf die Fahrbahn, was das Risiko für nachfolgende Fahrzeuge massiv erhöht.
Richtiges Verhalten im Ernstfall
Sollte plötzlich Wild auf der Straße auftauchen, ist besonnenes Handeln lebenswichtig. Die Polizei gibt dazu klare Empfehlungen:
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Fernlicht abblenden: Um die Blendwirkung für das Tier zu reduzieren und ihm die Flucht zu ermöglichen.
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Kontrolliert abbremsen & hupen: Ein anhaltendes Hupsignal kann das Tier vertreiben. Verzichten Sie jedoch auf die Lichthupe, da diese das Tier zusätzlich irritieren und „einfrieren“ lassen kann.
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Keine Ausweichmanöver: Riskante Lenkbewegungen enden nicht selten durch einen Zusammenprall mit Bäumen oder im Gegenverkehr. Ein kontrollierter Aufprall ist statistisch gesehen fast immer die sicherere Alternative für die Insassen.
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Vorausschauendes Fahren: Achten Sie konsequent auf Wildwechsel-Schilder und reduzieren Sie in gefährdeten Wald- und Feldrandgebieten die Geschwindigkeit.
Aufmerksamkeit ist der beste Schutz. Wenn ein Tier die Fahrbahn überquert hat, sollten Sie Ihre Geschwindigkeit drosseln und bremsbereit bleiben, um auf eventuelle Nachzügler reagieren zu können.
Bleiben Sie aufmerksam und kommen Sie sicher an Ihr Ziel.
Beitragsbild- Symbolfoto (KI)
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Bereich Leer/Emden — Wildunfälle
Am 31.05.2026 befuhr eine 25-jährige Fahrerin eines Renault Austral gegen 23:20 Uhr die B70 in Fahrtrichtung Leer, als im Bereich Moormerland ein Reh die Fahrbahn kreuzte. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem ein Sachschaden am PKW entstand. Das Reh verendete vor Ort.
Am 31.05.2026 befuhr ein 49-jähriger Fahrer eines Audi Q5 gegen 5 Uhr die Autobahn 28 in Richtung Stuhr, als im Bereich Uplengen ein Reh die Fahrbahn kreuzte. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem ein Sachschaden am PKW entstand. Das Reh verendete vor Ort.
Am 01.06.2025 befuhr ein 40-jähriger PKW-Fahrer gegen 0:30 Uhr die Papenburger Straße in Leer, als ein Reh die Fahrbahn querte. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem ein Sachschaden am PKW entstand. Das Reh konnte nicht mehr aufgefunden werden.
In den letzten Tagen kam es im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Leer/Emden vermehrt zu Wildunfällen. Die meisten dieser Unfälle ereignen sich in der Dämmerung und den frühen Morgenstunden. Die teilweise diffusen Lichtverhältnisse erschweren es den Fahrzeugführern, Wildtiere rechtzeitig zu erkennen.
Werden die Tiere vom Scheinwerferlicht geblendet, bleiben sie oft unvermittelt stehen. Fahrzeugführer werden angehalten, auf Wildwechsel-Schilder zu achten und ihre Fahrweise entsprechend anzupassen. Vor allem in der Dämmerung sollte die Geschwindigkeit angepasst werden. Steht dann unerwartet ein Wildtier auf der Straße gilt: Unbedingt das Fernlicht abblenden, kontrolliert abbremsen, hupen und nicht die Lichthupe betätigen.
Von riskanten Ausweichmanövern wird dringend abgeraten. Diese enden nicht selten in Kollisionen mit Bäumen oder im Gegenverkehr und sind oftmals deutlich gefährlicher als ein Zusammenstoß mit dem Tier.
Zudem ist zu beachten, dass Wildtiere häufig nicht allein unterwegs sind. Verkehrsteilnehmende sollten daher stets auf mögliche Nachzügler achten. So bleibt dem Tier ein Fluchtweg, und weitere Gefahren können vermieden werden.
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Blaulicht
Dreister Ladendiebstahl in Ostfriesland
Ostfriesland – Ladendiebstähle auf Rekordniveau: Einzelhandel warnt vor dramatischer Entwicklung
Der Einzelhandel in Deutschland – und damit auch in Ostfriesland – steht vor einer wachsenden Herausforderung: Ladendiebstähle nehmen zu, werden professioneller und verursachen Schäden in Milliardenhöhe. Ein aktueller Fall aus Norden zeigt, wie dreist Täter inzwischen vorgehen. Doch die Zahlen des Handelsverbands Deutschland (HDE) und die EHI‑Studie zu Inventurdifferenzen machen deutlich: Der Vorfall ist kein Einzelfall, sondern Teil einer besorgniserregenden Entwicklung.
Dreister Diebstahl im Aldi-Markt Norden
Am Samstagabend — 30.05.2026, gegen 19.35 Uhr, betraten vier Personen (2x weiblich, 2x männlich, 18–30 Jahre) den Aldi-Markt im Norder Tor. Während einer der Täter das Personal ablenkte, nutzten die anderen die Gelegenheit und füllten einen Einkaufswagen randvoll mit Lebensmitteln. Anschließend verließ die Gruppe den Markt, ohne zu bezahlen.
Eine aufmerksame Zeugin bemerkte den Vorgang, verfolgte die Täter und informierte die Polizei. Die Beamten konnten die Gruppe in unmittelbarer Nähe stellen. Der Schaden: rund 300 Euro. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.
Der Fall steht exemplarisch für eine Entwicklung, die längst nicht mehr nur Supermärkte betrifft. Modegeschäfte, Drogerien, Baumärkte, Elektronikmärkte – der gesamte Einzelhandel ist betroffen.
Zahlen und Fakten: Die Lage ist ernster, als viele glauben
Die aktuellen Daten des Handelsverbands Deutschland (HDE) zeichnen ein klares Bild.
Einfacher Ladendiebstahl – 357.651 Fälle im Jahr 2025
Der HDE meldet für 2025 insgesamt 357.651 Fälle von einfachem Ladendiebstahl. Das entspricht zwar einem Rückgang von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, doch Entwarnung gibt es nicht:
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Die Zahl bleibt extrem hoch.
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Die Dunkelziffer liegt bei über 90 Prozent.
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Viele Diebstähle werden nicht bemerkt, nicht gemeldet oder nicht verfolgt.
Damit dürfte die tatsächliche Zahl der Diebstähle in die Millionen gehen.
Schwerer Ladendiebstahl – 25.445 Fälle im Jahr 2025
Schwerer Ladendiebstahl liegt vor, wenn Täter:
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Waffen oder gefährliche Werkzeuge mitführen
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als Bande agieren
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gewaltsam vorgehen
Mit 25.445 Fällen bleibt diese Kategorie auf Rekordniveau. Nach dem Höchststand 2023 (27.452 Fälle) liegen auch die Werte für 2024 und 2025 im negativen Spitzenbereich.
Der HDE spricht von einer besorgniserregenden Entwicklung, die sich zunehmend professionalisiert.
Milliardenschäden: Die EHI‑Studie zeigt das ganze Ausmaß
Die EHI‑Studie zu Inventurdifferenzen im Einzelhandel liefert erschreckende Zahlen:
Inventurdifferenzen: 0,67 % des Nettoumsatzes
Ein Anstieg um rund 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Schäden durch Diebstähle: 2,82 Milliarden Euro
Verursacht durch Kundendiebstähle.
Schäden durch Mitarbeiter: 910 Millionen Euro
Schäden durch Lieferanten & Servicekräfte: 370 Millionen Euro
Investitionen in Sicherheit: 1,55 Milliarden Euro jährlich
Für:
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Kameras
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Sicherheitspersonal
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Warensicherung
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Präventionsmaßnahmen
Trotz dieser Investitionen steigen die Verluste weiter.
Warum die ehrlichen Kunden am Ende zahlen
Die steigenden Verluste haben direkte Folgen:
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höhere Preise
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weniger Personal
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mehr Sicherheitsmaßnahmen
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längere Wartezeiten
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sinkende Produktvielfalt
Der Handel betont: Die Kosten tragen am Ende die ehrlichen Kunden.
Ein gesellschaftliches Problem – nicht nur ein polizeiliches
Die Gründe für die Entwicklung sind vielfältig:
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steigende Lebenshaltungskosten
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sinkende Hemmschwellen
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organisierte Banden
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fehlendes Personal
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überlastete Justiz
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geringe Strafen
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hohe Dunkelziffer
Viele Händler berichten, dass Täter immer selbstbewusster auftreten – und dass selbst erwischte Diebe kaum Konsequenzen fürchten.
Der Einzelhandel steht unter Druck
Der Fall aus Norden ist nur ein Beispiel von vielen. Die Zahlen des HDE und die EHI‑Studie zeigen: Ladendiebstahl ist längst ein strukturelles Problem, das den Handel jährlich Milliarden kostet und die gesamte Branche belastet.
Während Täter immer dreister werden, wächst der Druck auf die Unternehmen – und damit auf die ehrlichen Kunden, die die Verluste über höhere Preise mittragen müssen.
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Weener — Feuerwehr setzt auf innovative Hochwasser-Abwehr
Neuer Hochwasserschutz: Feuerwehr-Führungskräfte der Kreisbereitschaft Süd in Weener geschult
Weener – Der Katastrophenschutz in Niedersachsen setzt beim Hochwasserschutz auf Innovation statt auf Muskelkraft: Um für künftige Hochwasserlagen optimal gerüstet zu sein, wurden heute die Führungskräfte der Kreisbereitschaft Süd auf dem Gelände des Bauhofs in Weener intensiv im Umgang mit dem modernen „NOAQ Flood Fighting System“ geschult.
Effiziente Alternative zum Sandsack
Das mobile Schutzsystem markiert einen deutlichen Fortschritt in der Deichverteidigung und beim Objektschutz. Anstatt wie bisher auf das arbeitsintensive und kräftezehrende Schleppen von Tausenden Sandsäcken angewiesen zu sein, bietet das System eine schnelle und hocheffiziente Lösung.
Unter der Leitung der erfahrenen Ausbilder Holger Bleicher, Ewald Spengel, Ralf Ecken, Jens Buß und Ingo Jelting lernten die anwesenden Zug- und Gruppenführer der Kreisbereitschaft Süd den sicheren Aufbau und die taktische Anwendung der mobilen Wände.
Stabilität durch das eigene Gewicht des Wassers
Das Prinzip des „Flood Fighting Systems“ ist ebenso einfach wie genial: Die Elemente werden am Boden verankert. Sobald das Hochwasser ansteigt, nutzt das System den anstehenden Wasserdruck, um sich selbst zu stabilisieren. Das Gewicht des Wassers sorgt somit für den nötigen Halt und eine dichte Abdichtung gegen gefährdete Bereiche. Der Vorteil für die Einsatzkräfte liegt auf der Hand: Die notwendige Zeit und der körperliche Einsatz bis zur vollen Schutzwirkung werden massiv reduziert.
Strategische Stationierung im Landkreis
Damit die Schutzwände im Ernstfall keine langen Anfahrtswege haben, sind sie strategisch auf verschiedene Standorte im Landkreis Leer verteilt. Allein am Bauhof in Weener sind zwei Gebinde mit insgesamt 14 Elementen stationiert, die im Alarmfall sofort abrufbereit sind.
„Mit dieser Ausbildung investiert die Kreisfeuerwehr weiter konsequent in den modernen Katastrophenschutz“, betonte Kreisbrandmeister Ernst Berends anlässlich der Übung. Ziel sei es, die Region auch bei sich ändernden klimatischen Bedingungen effektiv und zeitnah vor Hochwassergefahren schützen zu können.
Foto: Kreisfeuerwehr Leer
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