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Thie­le: Lan­des­re­gie­rung setzt Breit­band­för­de­rung für Ost­fries­land aus

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Foto: Abge­hängt oder der Ste­cker gezo­gen wird offen­bar sei­tens der Lan­des­re­gie­rung die ost­frie­si­sche Ver­sor­gung mit Breit­band­an­schlüs­sen. Foto: Jür­gen Eden/Wahlkreisbüro Ulf Thiele

Thie­le: Lan­des­re­gie­rung stoppt Breit­band­för­de­rung für Ostfriesland

Schnel­les Inter­net? Beim erfor­der­li­chen Breit­band­aus­bau droht Ost­fries­land nun abge­hängt zu wer­den. Das befürch­tet der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le aus Stall­brüg­ger­feld. Denn der Wirt­schafts­mi­nis­ter der Rot-Grü­nen Lan­des­re­gie­rung, Olaf Lies, hat ange­kün­digt, die über­aus wich­ti­ge nie­der­säch­si­sche Ko-Finan­zie­rung der Bun­des­för­de­rung für den Breit­band­aus­bau nicht fort­zu­füh­ren. In einer klei­nen Anfra­ge for­dert Thie­le nun Ant­wor­ten vom zustän­di­gen Minis­ter Olaf Lies (SPD).

Wor­um geht es kon­kret? Um schnel­le Inter­net­ver­bin­dun­gen in Stra­ßen, in denen die Ver­le­gung von Glas­fa­ser­lei­tun­gen ohne Zuschüs­se für die Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men zu teu­er und daher unwirt­schaft­lich ist. Die­se wur­den und wer­den in zwei Aus­bau­stu­fen mit Unter­stüt­zung des Bun­des und des Lan­des ange­schlos­sen. Es feh­len aller­dings noch vie­le Adres­sen, die ohne eine wei­te­re För­de­rung kei­ne Aus­sicht haben, einen Anschluss an das schnel­le Inter­net zu erhal­ten. Dies gilt für Pri­vat­häu­ser, aber auch für Gewer­be­be­trie­be und sogar für die gesam­te Insel Spie­ker­oog.  Genau hier will der Minis­ter für Wirt­schaft, Ver­kehr, Bau­en und Digi­ta­li­sie­rung, Olaf Lies, nun aber spa­ren. So hat­te er am 19. Juli 2023 ver­kün­det, dass das Land Nie­der­sach­sen bei der Kofi­nan­zie­rung zum Bundesförderprogramm für den Breit­band­aus­bau aussteige. 

Dabei gibt es in Deutsch­land beim Aus­bau des Breit­band­aus­baus noch viel zu tun. Laut einer Erhe­bung der Platt­form Speed­test liegt Sin­ga­pur klar vor­ne. Die Ver­bin­dungs­ge­schwin­dig­keit ist mit fast 250Bit pro Sekun­de drei­mal so schnell wie in Deutsch­land. Seit dem Jahr 2015 gibt es die „Gigabitförderung 2.0“ des Bun­des. Ziel ist es, den Aus­bau über­all dort zu unter­stütz­ten, wo pri­vat­wirt­schaft­li­che zu teu­er wäre. Auch Rest­ge­bie­te in bereits aus­ge­bau­ten Flä­chen pro­fi­tier­ten davon. Dies ist laut Thie­le auch des­halb unab­ding­bar, da der Aus­bau der 5G-Breit­band­tech­no­lo­gie für den Mobil­funkt eben­falls zwin­gend auf den flä­chen­de­cken­den Aus­bau der Breit­band­tech­no­lo­gie ange­wie­sen ist. „Ohne Breit­band auch kein leis­tungs­fä­hi­ger Mobil­funk! Breit­band­ver­bin­dun­gen sind Grund­la­ge für gleich­wer­ti­ge Lebens­ver­hält­nis­se in den länd­li­chen Räu­men, und sie sind zugleich zen­tra­le Wirt­schafts­för­de­rung. Und genau dage­gen ver­schließt sich der nie­der­säch­si­sche Wirt­schafts­mi­nis­ter“, so Thie­le. Im Ver­gleich zu ande­ren euro­päi­schen Län­dern sei Deutsch­land mit der Errich­tung von schnel­len Inter­net­ver­bin­dun­gen ohne­hin eher auf dem Stand­strei­fen als auf der Über­hol­spur unter­wegs. Nie­der­sach­sen wer­de, wenn es bei die­ser Ent­schei­dung blei­be, jetzt auch inner­halb Deutsch­lands wei­ter zurück­fal­len. Die CDU-Land­tags­frak­ti­on habe, so Thie­le, im Rah­men von Haus­halts­an­trä­gen für Nach­trags­haus­hal­te in die­sem Jahr bereits zwei­mal bean­tragt, 120 Mil­lio­nen Euro für die wei­te­re För­de­rung bereit­zu­stel­len und aus der mit knapp einer Mil­li­ar­de Euro gut gefüll­ten Rück­la­ge des Lan­des zu finan­zie­ren. „Lei­der hat die rot-grü­ne Koali­ti­on dies bis­her abge­lehnt. Wir wer­den aber auch für das kom­men­de Haus­halts­jahr nicht locker­las­sen und wei­te­re Anträ­ge stel­len, um die För­de­rung fort­set­zen zu kön­nen“, kün­dig­te Thie­le an, der auch haus­halts­po­li­ti­scher Spre­cher der CDU-Frak­ti­on ist.

Die bis­he­ri­ge Finan­zie­rung sah vor, dass der Bund sich mit 50 Pro­zent an der nach­ge­wie­se­nen Wirt­schaft­lich­keits­lü­cke des Breit­band­aus­baus betei­ligt, das Land mit 25 Pro­zent und die Kom­mu­nen die ver­blei­ben­den 25 Pro­zent über­neh­men. „Dünn besie­del­te Gebie­te wer­den mit die­ser geplan­ten Strei­chung nun das Nach­se­hen haben. Die Kom­mu­na­len Spit­zen­ver­bän­de aus Nie­der­säch­si­schem Land­kreis­tag, Nie­der­säch­si­schem Städ­te­tag und Nie­der­säch­si­schem Städ­te- und Gemein­de­bund bezeich­ne­ten den Schritt des Lan­des, sich aus der Breitbandförderung zurück­zu­zie­hen bereits als ein „fata­les Signal“ so Thie­le. In einer gemein­sa­men Stel­lung­nah­me zum Lan­des­haus­halt 2024 for­der­ten Sie unmiss­ver­ständ­lich eine Fort­set­zung der För­de­rung. Das sieht Thie­le genau­so und for­dert die Rück­kehr in die För­de­rung. „Für mich stellt sich die Fra­ge, wel­che Maß­nah­men die Lan­des­re­gie­rung künf­tig ergrei­fen möch­te, um Flä­chen­land­krei­se wie bei­spiels­wei­se die Land­krei­se Aurich, Leer und Witt­mund in Ost­fries­land mög­lichst voll­stän­dig mit Glas­fa­ser zu ver­sor­gen. Wie ist der aktu­el­le Stand und hat die rot-grü­ne Lan­des­re­gie­rung über­haupt vor, die­se Unter­ver­sor­gung zu lösen“, so Thiele.

In sei­ner par­la­men­ta­ri­schen Anfra­ge will Thie­le auch wis­sen, wie­viel Poten­ti­al die Lan­des­re­gie­rung für Ost­fries­land sieht, den Lücken­schluss eigen­wirt­schaft­lich, also durch die Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­neh­men und ohne För­de­rung, zu errei­chen. Außer­dem möch­te Thie­le vom Wirt­schafts­mi­nis­ter wis­sen, wel­che Pro­jek­te in die­ser Regi­on bis­her vom Land geför­dert wur­den. Da das Land selbst Eigen­tü­mer von Gebäu­den in der Regi­on ist, stel­le sich zudem die Fra­ge, wel­che Objek­te bereits mit einer Breit­band­ge­schwin­dig­keit von min­des­tens 1Gbit/s ver­sorgt und wo ent­spre­chen­de Mög­lich­kei­ten bereits vor­han­den sei­en. „Einen beson­de­ren Stel­len­wert haben bei der Betrach­tung natür­lich auch unse­re Unter­neh­men und Pri­vat­haus­hal­te. Nur wenn der Breit­band­aus­bau gut ist, kön­nen neue Betrie­be ange­sie­delt wer­den und vor­han­de­ne Unter­neh­men sich vor Ort ent­wi­ckeln. Sonst wer­den die struk­tu­rel­len Stand­ort­nach­tei­le für unse­re Regi­on noch grö­ßer“, so Thie­le. Das set­ze sich bei den Fach­kräf­ten mit ihren Fami­li­en, aber auch bei den Stu­den­ten und Schü­lern fort, denn auch sie sind auf schnel­le Inter­net­ver­bin­dun­gen angewiesen.


 

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Sicher­heit auf der B70: Thors­ten Sin­ning for­dert Maß­nah­men gegen Unfallgefahren

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Sicher­heit auf der B70: Thors­ten Sin­ning for­dert Maß­nah­men gegen Unfall­ge­fah­ren zwi­schen Folm­husen und Großwolde

Wes­t­ov­er­le­din­gen – Die Bun­des­stra­ße 70 ist eine unver­zicht­ba­re Ver­kehrs­ach­se für die Gemein­de Wes­t­ov­er­le­din­gen. Doch hin­ter der ver­meint­lich über­sicht­li­chen und gera­den Stre­cken­füh­rung zwi­schen Folm­husen und Groß­wol­de ver­ber­gen sich erheb­li­che Gefah­ren­quel­len, die nun den Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten Thors­ten Sin­ning auf den Plan rufen. Er for­dert ein kon­se­quen­tes Umden­ken bei der Ver­kehrs­si­cher­heit und kon­kre­te Maß­nah­men, um den Abschnitt siche­rer zu gestalten.

Ein Abschnitt mit Gefahrenpotenzial

Obwohl die Stre­cke auf den ers­ten Blick sicher erscheint, ist sie Schau­platz zahl­rei­cher gefähr­li­cher Situa­tio­nen. Der Mix aus Ein­mün­dun­gen, land­wirt­schaft­li­chem Ver­kehr, Anwoh­nern und que­ren­dem Ver­kehr erfor­dert hohe Auf­merk­sam­keit. Beson­ders ris­kan­te Über­hol­ma­nö­ver bei hohen Geschwin­dig­kei­ten stel­len für Sin­ning ein inak­zep­ta­bles Risi­ko dar. „Wer hier bei Tem­po 100 oder sogar dar­über hin­aus über­holt, unter­schätzt die tat­säch­li­che Gefähr­lich­keit die­ser Stre­cke“, warnt der Bürgermeisterkandidat.

Dass Hand­lungs­be­darf besteht, zei­gen auch die wie­der­keh­ren­den Schä­den an Ver­kehrs­schil­dern und Ein­rich­tun­gen nahe des Kreis­ver­kehrs Folm­husen. Ange­fah­re­ne Absper­run­gen und beschä­dig­te Schil­der sei­en deut­li­che Warn­si­gna­le, die auf unan­ge­pass­tes Fahr­ver­hal­ten hin­deu­ten und nicht igno­riert wer­den dürften.

For­de­rungs­ka­ta­log für mehr Sicherheit

Thors­ten Sin­ning betont, dass Prä­ven­ti­on stets vor der Betrof­fen­heit nach einem schwe­ren Unglück ste­hen müs­se. In der Ver­gan­gen­heit wur­de der Bereich bereits durch töd­li­che Unfäl­le erschüt­tert – etwa im Bereich der Brü­cke Reinkebarg/Friesenweg, wo ein Gedenk­kreuz lan­ge Zeit an ein tra­gi­sches Ereig­nis erinnerte.

Um die B70 für alle Ver­kehrs­teil­neh­mer – vom Pkw-Fah­rer bis zum Rad­fah­rer und Anwoh­ner – siche­rer zu machen, setzt sich Sin­ning bei den zustän­di­gen Stel­len für ein Maß­nah­men­pa­ket ein:

  • Über­hol­ver­bot: Ein­füh­rung eines Über­hol­ver­bots auf dem genann­ten Streckenabschnitt.

  • Geschwin­dig­keits­prü­fung: Eine erneu­te Über­prü­fung der zuläs­si­gen Höchstgeschwindigkeiten.

  • Sicht­bar­keit: Opti­mie­rung der Beschilderung.

  • Kon­trol­len: Kon­se­quen­te­re Über­wa­chung der Geschwindigkeit.

  • Ana­ly­se: Eine detail­lier­te Aus­wer­tung von Unfall­fol­gen und Sach­schä­den im Bereich des Kreis­ver­kehrs Folmhusen.

„Nicht län­ger als Renn­stre­cke wahrgenommen“

„Die B70 zwi­schen Folm­husen und Groß­wol­de darf nicht län­ger als Renn­stre­cke wahr­ge­nom­men wer­den. Wenn es dort ris­kan­te Über­hol­ma­nö­ver und über­höh­te Geschwin­dig­keit gibt, müs­sen wir han­deln. Ein Über­hol­ver­bot wäre ein kla­res Signal für mehr Sicher­heit“, so Sin­ning. Sein Ziel sei es, die Sicher­heit der Men­schen in den Vor­der­grund zu stel­len, anstatt Zeit­ge­winn zu prio­ri­sie­ren. Sicher­heit dür­fe in Wes­t­ov­er­le­din­gen nicht erst nach dem nächs­ten schwe­ren Unfall ein The­ma wer­den, son­dern müs­se jetzt durch akti­ves Han­deln gewähr­leis­tet wer­den, so Sinning.

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DRK Leer: Innen­mi­nis­te­rin Beh­rens posi­tio­niert sich gegen geplan­te Gesundheitsreform

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Rücken­de­ckung aus Han­no­ver: Innen­mi­nis­te­rin Beh­rens stärkt DRK-Kreis­ver­band Leer im Reform-Disput

Leer – Die nie­der­säch­si­sche Innen­mi­nis­te­rin Danie­la Beh­rens hat bei einem Besuch des DRK-Kreis­ver­ban­des Leer ein deut­li­ches Signal in Rich­tung Bun­des­po­li­tik gesen­det. Gemein­sam mit Land­rat Mat­thi­as Groo­te wür­dig­te die Minis­te­rin die Arbeit der Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on und sicher­te ihr Unter­stüt­zung im Wider­stand gegen die geplan­te Gesund­heits­re­form des Bun­des zu.

Kla­re Absa­ge an Bundesreform

Wäh­rend ihres Aus­tauschs mit DRK-Geschäfts­füh­rer Mar­kus Wucher­pfen­nig, dem haupt­amt­li­chen Per­so­nal sowie zahl­rei­chen Ehren­amt­li­chen fand die Minis­te­rin kla­re Wor­te zur geplan­ten Reform: „Hier wird gute und wich­ti­ge Arbeit geleis­tet. Da kön­nen und wol­len wir nicht kür­zen. Die vor­ge­leg­te Reform wird bei den Bun­des­län­dern kei­ne Zustim­mung fin­den“. Beh­rens unter­strich damit die Bedeu­tung des Deut­schen Roten Kreu­zes für eine sta­bi­le Gesund­heits­ver­sor­gung und einen resi­li­en­ten Bevölkerungsschutz.

Ein­bli­cke in den Rettungsalltag

Im Rah­men eines Rund­gangs durch den Kreis­ver­band erhielt die Minis­te­rin einen pra­xis­na­hen Ein­blick in die Struk­tu­ren vor Ort. Neben der Besich­ti­gung der Räum­lich­kei­ten ver­folg­te sie ein Fall­bei­spiel aus der Aus­bil­dung zur Not­fall­sa­ni­tä­te­rin bezie­hungs­wei­se zum Not­fall­sa­ni­tä­ter, bevor sie sich einem offe­nen Dia­log mit den Mit­ar­bei­ten­den stellte.

Ein Schwer­punkt der Dis­kus­si­on lag auf der ste­tig wach­sen­den Belas­tung des Ret­tungs­diens­tes. Geschäfts­füh­rer Wucher­pfen­nig ver­deut­lich­te die Pro­ble­ma­tik der Baga­tell­ein­sät­ze: „Unse­re hoch qua­li­fi­zier­ten Ret­tungs­dienst­kräf­te wer­den immer häu­fi­ger für Ein­sät­ze gebun­den, die kei­nen medi­zi­ni­schen Not­fall dar­stel­len. Auf die­sen Zustand müs­sen wir immer wie­der hinweisen“.

Bil­dung und Bevöl­ke­rungs­schutz im Fokus

Ergän­zend wur­de die Rol­le des DRK als Bil­dungs­trä­ger her­vor­ge­ho­ben. Durch das regel­mä­ßi­ge Ange­bot an Ers­te-Hil­fe-Kur­sen für alle Alters­grup­pen leis­tet der Kreis­ver­band einen essen­zi­el­len Bei­trag zur Hand­lungs­si­cher­heit in der Bevöl­ke­rung – ein Fak­tor, der ins­be­son­de­re bei Herz-Kreis­lauf-Not­fäl­len über Leben und Tod ent­schei­den kann.

Zudem stieß die Ankün­di­gung einer lan­des­wei­ten Bevöl­ke­rungs­schutz­kam­pa­gne, die im kom­men­den Herbst star­ten soll, auf posi­ti­ve Reso­nanz. Wucher­pfen­nig begrüß­te die Initia­ti­ve: „Wir stel­len einen Groß­teil der Kräf­te für den Kata­stro­phen­schutz. Des­halb begrü­ßen wir jede Initia­ti­ve, die das Bewusst­sein für den Bevöl­ke­rungs­schutz stärkt“.

Moti­va­ti­on durch gesell­schaft­li­chen Mehrwert

Beein­druckt zeig­te sich die Minis­te­rin von der hohen Moti­va­ti­on des DRK-Nach­wuch­ses. In den Gesprä­chen wur­de deut­lich, dass neben der Viel­sei­tig­keit des Berufs­fel­des vor allem der gesell­schaft­li­che Mehr­wert die zen­tra­le Antriebs­fe­der für das Enga­ge­ment ist. „Es ist ein­fach ein span­nen­der und viel­sei­ti­ger Job“, lau­te­te das Fazit der Aktiven.

Der Ter­min wur­de durch den SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Nico Blo­em orga­ni­siert, der jedoch auf­grund einer kurz­fris­ti­gen Erkran­kung nicht per­sön­lich anwe­send sein konnte.

 

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Feu­er­wehr­nach­wuchs boomt: 40 Kin­der auf der Warteliste!

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In der Hal­le des Feu­er­wehr­hau­ses in Jhe­rings­fehn (von links): Jür­gen Köp­ke, Tho­mas Buß, Jan Hei­ko Die­ling, Timo Pis­to­or, Johann Har­te­ma, Dani­el Seve­rigs (alle SPD Moorm­er­land), Bür­ger­meis­ter Hen­drik Schulz, Andre­as Trä­napp (SPD Moorm­er­land), Innen­mi­nis­te­rin Danie­la Beh­rens, Gemein­de­brand­meis­ter Mat­thi­as Ihler und Land­rat Mat­thi­as Groo­te. Bild: privat

Vor­bild­li­che Jugend­ar­beit und stra­te­gi­scher Bau­tur­bo: Minis­te­rin Beh­rens besucht Jheringsfehn

Jhe­rings­fehn – Der Stel­len­wert des Ehren­amts und die zukunfts­wei­sen­de Infra­struk­tur­ent­wick­lung stan­den im Mit­tel­punkt des jüngs­ten Besuchs der nie­der­säch­si­schen Innen­mi­nis­te­rin Danie­la Beh­rens in Jhe­rings­fehn. Der Ter­min, initi­iert durch den SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Nico Blo­em, unter­strich die enge Ver­bun­den­heit der Lan­des­po­li­tik mit den frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren vor Ort.

Gro­ße Nach­fra­ge bei der Feuerwehrnachwuchsarbeit

Ein zen­tra­les The­ma des Aus­tauschs war die erfolg­rei­che Nach­wuchs­ge­win­nung der Feu­er­wehr Jhe­rings­fehn. Ange­sichts einer War­te­lis­te von 40 Kin­dern äußer­te sich die Minis­te­rin beein­druckt: „40 Kin­der auf der War­te­lis­te – das ist für die war­ten­den Kin­der nicht schön, zeigt aber, wie attrak­tiv und beliebt die frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren sind. Kom­pli­ment“, so Beh­rens. Die­se hohe Reso­nanz unter­streicht die gesell­schaft­li­che Bedeu­tung der Jugend­feu­er­wehr als fes­te Grö­ße im Ort.

Bau­tur­bo für Infrastrukturprojekte

Neben der Jugend­ar­beit bil­de­ten die aktu­el­len Bau­vor­ha­ben der Gemein­de Moorm­er­land einen wei­te­ren Schwer­punkt. Nach­dem in den ver­gan­ge­nen zwölf Mona­ten die Feu­er­wehr­häu­ser in Jhe­rings­fehn und Veen­husen bereits erfolg­reich eröff­net wur­den, steht nun der Neu­bau in Neer­moor an. Bei die­sem Pro­jekt plant die Gemein­de, die neu­en gesetz­li­chen Bestim­mun­gen zur Ver­ein­fa­chung von Neu­bau­ten – den soge­nann­ten „Bau­tur­bo“ – gezielt einzusetzen.

Beh­rens begrüß­te die­sen Ansatz aus­drück­lich. Die Anwen­dung der neu­en Rege­lun­gen bie­te erheb­li­ches Poten­zi­al: „Das höre ich sehr ger­ne. Im bes­ten Fall spart man dabei andert­halb Jah­re“, beton­te die Ministerin.

Her­aus­for­de­run­gen für das Ehrenamt

Im Gespräch mit Bür­ger­meis­ter Hen­drik Schulz sowie dem Orts- und Gemein­de­brand­meis­ter Mat­thi­as Ihler wur­den zudem die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen der Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren inten­siv debat­tiert. Ihler ver­wies auf die wach­sen­de Belas­tung der Ehren­amt­li­chen, die es zuneh­mend erschwe­re, Füh­rungs­kräf­te zu bin­den. Auch die stei­gen­den Kos­ten für Füh­rer­schei­ne zur Bedie­nung von Feu­er­wehr­fahr­zeu­gen sowie die all­ge­mei­ne finan­zi­el­le Belas­tung der Kom­mu­nen durch Fahr­zeug­be­schaf­fun­gen wur­den kri­tisch thematisiert.

Hin­sicht­lich der Aus­bil­dungs­kos­ten äußer­te Beh­rens Ver­ständ­nis für die vor­ge­brach­te Kri­tik und mahn­te Augen­maß an: „Wir dür­fen dabei nicht über­zie­hen.“ Ergän­zend gab die Minis­te­rin einen Aus­blick auf den Kata­stro­phen­schutz: Das Land pla­ne für den kom­men­den Herbst eine lan­des­wei­te Kam­pa­gne zum Bevöl­ke­rungs­schutz, um die Resi­li­enz wei­ter zu stärken.

Wert­schät­zung des Ehrenamts

Zum Abschluss ihres Besuchs bekräf­tig­te Beh­rens die stra­te­gi­sche Bedeu­tung der Feu­er­weh­ren für das Land Nie­der­sach­sen. „Wir wis­sen in Nie­der­sach­sen, was wir an den frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren haben. Sie sind tief in der Bevöl­ke­rung ver­an­kert. Das wur­de mir auch hier ein­drucks­voll vor Augen geführt“, fass­te die Minis­te­rin zusam­men. Trotz der krank­heits­be­ding­ten Abwe­sen­heit des Orga­ni­sa­tors Nico Blo­em ver­deut­lich­te der Ter­min die enge Abstim­mung zwi­schen den kom­mu­na­len Akteu­ren und der Landesregierung.

 

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Wer­bung im Medi­en­haus LeserECHO Ihre Reich­wei­te in Ost­fries­land & dem Ems­land – Print, Online, Social Media & SEO aus einer Hand...

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Face­book­sei­te Stadt und Land­kreis Leer

Ob Stadt oder Land­kreis Leer – die Even­burg ist das Sym­bol unse­rer Hei­mat. Auf der Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“ infor­mie­ren wir...

Marketing

Frei­er Zugang zu regio­na­len News: Lese­r­ECHO-Ver­lag for­ciert media­le Teilhabe

Medi­en für alle: Lese­r­ECHO-Ver­lag stärkt regio­na­le Teil­ha­be durch kos­ten­freie Newsportale In einer Zeit, in der Infor­ma­tio­nen zuneh­mend hin­ter Bezahl­schran­ken ver­schwin­den,...

Marketing

Online-Anzei­gen rich­tig gestal­ten: Smart­phone & Tablet im Fokus

Online-Anzei­gen: Das rich­ti­ge For­mat für Smart­phone & Tablet In der heu­ti­gen digi­ta­len Welt grei­fen immer mehr Nut­zer über Smart­phones und...

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BauWoLe.de – Das star­ke Bran­chen­ver­zeich­nis für Hand­wer­ker & Händler

BauWoLe.de – Das star­ke Bran­chen­ver­zeich­nis für Hand­wer­ker & Händ­ler aus Ost­fries­land und dem Emsland Regio­nal. Exklu­siv. Effi­zi­ent.Wer als Hand­werks­be­trieb oder...

Veranstaltung

Wee­ner: Der Hafen­Markt lockt mit Hand­werk, Kul­tur und mari­ti­mer Atmosphäre

Hafen­markt in Wee­ner: Wenn der Ems-Hafen zum Markt­platz der Mög­lich­kei­ten wird Wee­ner. Es sind oft die klei­nen, beharr­lich gepfleg­ten Tra­di­tio­nen, die...

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Event­tipps Ost­fries­land: Lek­ker­markt & Basketball‑Cup bele­ben Leer

Ost­fries­land star­tet in den Juni: Lek­ker­markt, Basketball‑Cup und Klein­kunst bele­ben die Leera­ner Innenstadt Wenn der Juni beginnt, ver­wan­delt sich die...

Veranstaltung

35. Emder Mat­jes­ta­ge — Pro­gramm-High­lights an allen Festtagen

35. Emder Mat­jes­ta­ge 2026: Ein Fest für die gan­ze Familie  Vom 29. bis zum 31. Mai 2026 ver­wan­delt sich Emden...

Lokal

Digi­ta­le Zukunft in Leer: KI, Robo­tik und Inno­va­ti­on bei der Digi­tal-Tour 2026 erleben

Digi­ta­le Zukunft direkt vor der Haus­tür: Digi­tal-Tour 2026 macht Sta­ti­on in Leer LEER – Künst­li­che Intel­li­genz ist längst kein blo­ßes Schlag­wort...

Veranstaltung

Bun­tes Trei­ben am See: Das Julia­nen­park­fest 2026 lädt zum gro­ßen Fami­li­en­tag nach Leer

Das Julia­nen­park­fest 2026 in Leer: Ein Fest für die gan­ze Fami­lie im Her­zen der Stadt LEER. Es ist wie­der so weit:...

Veranstaltung

Tre­cker Treck Wit­ten­sand 2026: PS-Gewalt, Qualm und Action für die gan­ze Familie

Tre­cker Treck Wit­ten­sand 2026: Kraft­vol­les Motor­sport-Spek­ta­kel für die gan­ze Familie Am Sonn­tag, den 16. August 2026, ver­wan­delt sich Wit­ten­sand wie­der...

Veranstaltung

Som­mer­kon­zert der Gitarren­ju­gend Loga für die Sup­pen­kü­che Leer

Impres­si­on aus dem Vor­jahr: Die Gitarren­ju­gend Loga beim Bene­fiz­kon­zert 2025. (Foto: Wolf­gang Vogelsang) Gitarren­ju­gend Loga lädt zum gro­ßen Som­mer­kon­zert in...

Veranstaltung

Hei­mat­mu­se­um Leer: Inter­na­tio­na­ler Muse­ums­tag 2026: Muse­en mit Freu­de entdecken

Kos­ten­los am 17. Mai: Inter­na­tio­na­ler Muse­ums­tag lädt zum Ent­de­cken ein Am Sonn­tag, 17. Mai 2026, lädt das Hei­mat­mu­se­um Leer zum Inter­na­tio­na­len...

Veranstaltung

Kom over de Brug: Kunst, Musik & Som­mer­fee­ling in Blauwestad

Kom over de Brug: Ein Som­mer­tag vol­ler Kunst und Har­mo­nie in Blauwestad Wenn das Son­nen­licht auf der Was­ser­ober­flä­che glit­zert und...

Veranstaltung

Mit­tel­al­ter­li­ches Heer­la­ger­tref­fen in Tim­mel lädt ein

13. Mit­tel­al­ter­li­ches Heer­la­ger­tref­fen zu Tim­mel: Zeit­rei­se am Pfingstwochenende Tim­mel ver­wan­delt sich in eine leben­di­ge Kulis­se ver­gan­ge­ner Jahr­hun­der­te. Vom 23. bis...

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