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Ulf Thie­le: Kul­tus­mi­nis­te­rin darf Samt­ge­mein­de Hesel mit Schul­men­sa nicht hän­gen lassen

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Foto: Von links: Tho­mas Boh­len CDU-Rats­mit­glied Gemein­de Holt­land, CDU-Gene­ral­se­kre­tär Dr. Mar­co Mohr­mann, Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter Uwe The­mann, CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Ulf Thie­le, CDU-Samt­ge­mein­de­ver­bands­vor­sit­zen­de und Kreis­vor­sit­zen­de Mela­nie Non­te, Vor­sit­zen­der der CDU-Frak­ti­on im Samt­ge­mein­de­rat Hesel Hans-Her­mann Joa­chim, Vor­sit­zen­der CDU Holt­land Jon­ny Sie­bens. Foto: Wahl­kreis­bü­ro Ulf Thiele

Ulf Thie­le: Appell an Kul­tus­mi­nis­te­rin, Samt­ge­mein­de Hesel bei Schul­men­sa zu unterstützen

Für den Bau der Men­sa der Gund­schu­le Holt­land dro­hen der Samt­ge­mein­de Hesel nach wie vor hohe Rück­zah­lun­gen in Höhe von bis zu 630.000 Euro an Bund und Land. Nach Wegen aus die­ser für die Kom­mu­ne finan­zi­ell bedroh­li­chen Situa­ti­on such­te am Sams­tag bei einem Orts­ter­min der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le gemein­sam mit Hesels Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter Uwe The­mann und dem Gene­ral­se­kre­tär der CDU in Nie­der­sach­sen, Dr. Mar­ko Mohr­mann (Zeven, Land­kreis Roten­burg), sowie Ver­tre­tern des CDU-Samt­ge­meind­ver­ban­des Hesel unter Lei­tung der Ver­bands- und Kreis­vor­sit­zen­den Mela­nie Non­te. Die kla­re For­de­rung von Thie­le: „Die Kul­tus­mi­nis­te­rin darf die Samt­ge­mein­de Hesel mit den Kos­ten der Schul­men­sa Holt­land nicht hän­gen las­sen. Schließ­lich wur­de durch den Bund, mit Zustim­mung des Lan­des, gera­de erst der Rechts­an­spruch auf einen Ganz­tags-Grund­schul­platz ein­ge­führt. Dafür müs­sen vie­le Kom­mu­nen in Men­sen und Räu­me inves­tie­ren. Das schaf­fen sie nicht aus eige­ner Finanzkraft.“

 

Eigent­lich ist es eine Erfolgs­ge­schich­te. Die Grund­schu­le Holt­land ist sta­bil zwei­zü­gig und bereits seit 2014 eine offe­ne Ganz­tags­schu­le. Und das Inter­es­se von Schü­le­rin­nen und Schü­ler für die Teil­nah­me am Ganz­tags­un­ter­richt wächst ste­tig. Von den 150 Kin­dern nut­zen aktu­ell ein Drit­tel das Ange­bot der Grund­schu­le, mit wei­ter stei­gen­der Ten­denz. Um die­ses Ange­bot über­haupt zu ermög­li­chen, muss­te bis­her viel impro­vi­siert wer­den. So dien­te ein klei­ner Unter­richts­raum nicht nur zur Wis­sens­ver­mitt­lung, son­dern auch als Schul­men­sa und für Nach­hil­fe­an­ge­bo­te in den Nach­mit­tags­stun­den. „Bei immer grö­ße­rer Nach­fra­ge und dem ab 2026 fol­gen­den Rechts­an­spruch auf die­ses Ange­bot ist die­ser Zustand nicht dau­er­haft halt­bar. Dazu gehört auch ein adäqua­tes Lern- und Betreu­ungs­um­feld“, sag­te Thie­le. Aller­dings kann eine finanz­schwa­che Kom­mu­ne wie die Samt­ge­mein­de Hesel ein der­art gro­ßes Bau­vor­ha­ben sei­ner Mei­nung nach kaum aus eige­ner Kraft stem­men. „Bund und Land sind in der Pflicht, denn sie haben den Eltern die Ganz­tags­schu­le ver­spro­chen“, so Thie­le wei­ter. Umso erfreu­li­cher war es dann aus Sicht der Samt­ge­mein­de, im Som­mer 2021 ein Bewil­li­gungs­be­scheid des Nie­der­säch­si­schen Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums in Höhe von 678.000 Euro zu erhal­ten. Kon­kret han­del­te es sich dabei um Mit­tel aus dem Ganz­tags­fi­nan­zie­rungs­ge­set­zes (GaFG), die vom Bund stam­men und durch das Land ver­teilt wur­den. Mit der Richt­li­nie wur­den Zuwen­dun­gen zur För­de­rung des beschleu­nig­ten Infra­struk­tur­aus­baus der Ganz­tags­be­treu­ung für Grund­schul­kin­der in Nie­der­sach­sen an die Samt­ge­mein­de aus­ge­zahlt und auch der Bau der mul­ti­funk­tio­na­len Men­sa in Holt­land über­haupt erst mög­lich. Die Bedin­gung: Bis zum 31. Dezem­ber 2021 hät­te das Vor­ha­ben abge­schlos­sen wer­den müs­sen. Das war in Zei­ten von Coro­na, aku­tem Fach­kräf­te- und Mate­ri­al­man­gel aller­dings unmög­lich. Die Bun­des­re­gie­rung gewähr­te daher eine Frist­ver­län­ge­rung bis Ende 2022. 

 

Was waren die beson­de­ren Herausforderungen?

Die Rah­men­be­din­gun­gen für die Aus­füh­run­gen des Baus der Men­sa in Holt­land haben sich seit­her aller­dings nicht ver­bes­sert, ganz im Gegen­teil. Zu den erst­ge­nann­ten Her­aus­for­de­run­gen kamen nun auf­grund des Ukrai­ne-Krie­ges wei­te­re Lie­fer­eng­päs­se bei den Bau­ma­te­ria­li­en. Auch die for­ma­len Hür­den bei der Ver­ga­be von öffent­li­chen Auf­trä­gen wur­den zumin­dest auf­grund der Coro­na-Maß­nah­men beson­ders her­aus­for­dernd. Dazu zäh­len bei­spiels­wei­se die Infor­ma­ti­on und Bera­tung der ver­ant­wort­li­chen Gre­mi­en, Anfer­ti­gun­gen oder Ände­run­gen von Bebau­ungs­plä­nen, Aus­le­gungs­fris­ten und die Aus­schrei­bungs­ver­fah­ren für öffent­li­che Pro­jek­te. Alles nahm viel Zeit in Anspruch. Die Frist reich­te nicht aus und die Rück­zah­lung der För­de­rung drohte.

 

Anhö­rung im Bun­des­tag und Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge an das Kultusministerium

Kon­fron­tiert mit der For­de­rung nach Rück­zah­lung der För­der­mit­tel stell­te Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter The­mann das Pro­blem im Febru­ar 2023 wäh­rend einer Anhö­rung sogar im Deut­schen Bun­des­tag aus­führ­lich dar. Die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Git­ta Con­ne­mann hat­te ihn als Anzu­hö­ren­den dort durch­ge­setzt. Als hie­si­ger Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter schal­te­te sich auch Ulf Thie­le ein und stell­te im Janu­ar 2023 eine Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge an das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um in Han­no­ver, mit der Bit­te Lösun­gen für das Pro­ble­me der Kom­mu­ne nach der nicht frist­ge­rech­ten Umset­zung des Men­sa-Baus auf­zu­zei­gen. Die Kul­tus­mi­nis­te­rin räum­te ein, dass neben Hesel auch ande­re Kom­mu­nen Pro­ble­me bei der Umset­zung hät­ten. Daher stell­te sie in ihrer Ant­wort eine unkom­pli­zier­te Lösung für alle Betei­lig­ten in Aus­sicht. Bei dem Orts­ter­min in Holt­land sprach er die durch das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um in Aus­sicht gestell­ten Lösungs­we­ge erneut an. Nach Anga­ben von Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter The­mann wird immer noch geprüft, ob Teil­ab­rech­nun­gen für Arbei­ten erfol­gen kön­nen, die frist­ge­recht durch­ge­führt wer­den konn­ten. Das könn­te die Rück­för­de­rung um etwa 100.000 Euro redu­zie­ren. „Das wäre bei dem hohen Rück­zah­lungs­vo­lu­men jedoch lei­der nur eine rela­tiv klei­ne Hil­fe für eine finanz­schwa­che Kom­mu­ne im länd­li­chen Raum, zumal die­se Situa­ti­on nicht von ihr zu ver­ant­wor­ten ist. Zudem dau­ert die­se Prü­fung inzwi­schen viel zu lan­ge an. Wir brau­chen jetzt Ent­schei­dun­gen“, so Thiele. 

 

Geziel­te För­de­rung für klei­ne Bil­dungs­ein­rich­tun­gen ermöglichen

Außer­dem sieht er die Chan­ce, bei der Auf­la­ge des neu­en För­der­pro­gramms „Inves­ti­ti­ons­pro­gramm Ganz­tags­aus­bau“ des Bun­des dabei zu sein. Das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um hat­te in sei­ner Ant­wort auf Thie­les Anfra­ge erken­nen las­sen, dass eine För­de­rung der nicht frist­ge­recht fer­tig­ge­stell­ten Tei­le der Men­sa auch aus die­sem Pro­gramm denk­bar sei. „Die Ver­wal­tungs­ver­ein­ba­rung zwi­schen Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­ri­um, Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­ri­um und den Län­dern liegt seit Mit­te Juni vor. Jetzt muss die Kul­tus­mi­nis­te­rin Wort hal­ten und auf die­ser Basis die Men­sa in Holt­land aus­kömm­lich för­dern“, for­dert Thie­le. Dafür sei es erfor­der­lich, die zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­tel gezielt für Bau­maß­nah­men für den Ganz­tags­aus­bau von Bil­dungsrein­rich­tun­gen ein­zu­set­zen, und auch einen vor­zei­ti­gen Maß­nah­men­be­ginn zuzu­las­sen. „Eine im Kul­tus­mi­nis­te­ri­um eben­falls dis­ku­tier­te Ver­tei­lung des Gel­des nach dem Gieß­kan­nen­prin­zip wür­de der Samt­ge­mein­de Hesel hin­ge­gen kaum hel­fen. Das wäre für dünn­be­sie­del­te Kom­mu­nen und damit für den gesam­ten länd­li­chen Raum ein gro­ßer Nach­teil und wür­de alle gro­ßen Städ­te bevor­zu­gen“, sag­te Thie­le. Daher plä­diert er für eine geziel­te För­de­rung von ein­zel­nen Pro­jek­ten. „Letzt­end­lich wür­den weder Land noch Bund ein Scha­den ent­ste­hen, wenn die Men­sa in Holt­land durch das neue Pro­gramm finan­ziert wür­de. Die Samt­ge­mein­de wür­de den För­der­be­trag aus dem alten Pro­gramm zurück­zah­len und das Geld aus dem neu­en För­der­pro­gramm zurück­er­hal­ten. Es müss­te letzt­lich nur umge­bucht wer­den“, sag­te Thie­le. Er kün­dig­te nach dem Tref­fen am Sams­tag eine erneu­te Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge an, mit der Bit­te die Inter­es­sen des länd­li­chen Rau­mes bei dem Auf­bau der neu­en För­der­ku­lis­se durch den Bund zu berück­sich­ti­gen und die För­de­rung der Men­sa in Holt­land dort zu berück­sich­ti­gen. In die­sem Sin­ne wol­len CDU-Gene­ral­se­kre­tär Mohr­mann und Thie­le auch Gesprä­che in der CDU-Land­tags­frak­ti­on füh­ren, um dort Rücken­de­ckung für die­ses Vor­ha­ben zu bekommen.


 

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38 Mil­lio­nen Euro für neue Feu­er­wehr­tech­ni­sche Zen­tra­le in Brin­kum: Land­kreis Leer legt Grundstein

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Mar­kus Wit­te von der Fir­ma Kreutz­jans (v. l.), Land­rat Mat­thi­as Groo­te, Kreis­brand­meis­ter Ernst Ber­ends und Johann Duis, Vor­sit­zen­der des Feu­er­schutz­aus­schus­ses, befül­len bei der Grund­stein­le­gung die Zeit­kap­sel für die neue Feu­er­wehr­tech­ni­sche Zen­tra­le (FTZ) des Land­krei­ses Leer in Brinkum

38 Mil­lio­nen Euro für Sicher­heit und Zukunft: Neue Feu­er­wehr­tech­ni­sche Zen­tra­le in Brin­kum entsteht

Grund­stein­le­gung für die neue Feu­er­wehr­tech­ni­sche Zen­tra­le des Land­krei­ses Leer: Auf rund 32.400 Qua­drat­me­tern ent­steht in Brin­kum ein moder­nes Zen­trum für Feu­er­wehr, Kata­stro­phen­schutz und Vete­ri­när­we­sen. Die Fer­tig­stel­lung ist für das ers­te Quar­tal 2029 vorgesehen.

Brin­kum – Mit einer sym­bo­li­schen Grund­stein­le­gung haben am Frei­tag, 28. August 2026, die Bau­ar­bei­ten für die neue Feu­er­wehr­tech­ni­sche Zen­tra­le (FTZ) des Land­krei­ses Leer begon­nen. Auf einem rund 32.400 Qua­drat­me­ter gro­ßen Gelän­de in Brin­kum ent­steht ein moder­nes Zen­trum, das künf­tig wich­ti­ge Auf­ga­ben für die Sicher­heit und den Kata­stro­phen­schutz im Land­kreis Leer bün­deln wird.

Die Flä­che ent­spricht unge­fähr fünf Fuß­ball­fel­dern. Ins­ge­samt inves­tiert der Land­kreis rund 38 Mil­lio­nen Euro in das Großprojekt.

Feu­er­wehr, Kata­stro­phen­schutz und Vete­ri­när­amt unter einem Dach

Die neue Feu­er­wehr­tech­ni­sche Zen­tra­le soll künf­tig weit mehr als ein Stand­ort für den Brand­schutz sein. Neben der Feu­er­wehr wer­den dort auch wich­ti­ge Berei­che des Kata­stro­phen­schut­zes sowie das Amt für Vete­ri­när­we­sen mit sei­nem Tier­seu­chen-Logis­tik­zen­trum untergebracht.

Damit ent­ste­hen an einem zen­tra­len Stand­ort moder­ne Struk­tu­ren für die Aus­bil­dung von Ein­satz­kräf­ten, die Bewäl­ti­gung von Kri­sen und die Lebens­mit­tel- und Vete­ri­när­über­wa­chung im Land­kreis Leer.

Land­rat Mat­thi­as Groo­te und Kreis­brand­meis­ter Ernst Ber­ends grif­fen gemein­sam mit Ver­tre­tern aus Poli­tik und Feu­er­wehr zur Kel­le, um den Grund­stein für das neue Zen­trum zu legen.

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Tra­di­tio­nel­le Zeit­kap­sel im Grundstein

Ein beson­de­rer Bestand­teil der Grund­stein­le­gung war eine Zeit­kap­sel, die im Inne­ren des Grund­steins ver­senkt wur­de. Dar­in befin­den sich unter ande­rem die Bau­plä­ne, eine Zei­tung und ein Satz Mün­zen.

Auch zwei beson­de­re Sym­bo­le wur­den in die Zeit­kap­sel gelegt: eine kup­fer­ne Figur des hei­li­gen Sankt Flo­ri­an, dem Schutz­pa­tron der Feu­er­wehr, sowie eine klei­ne 3D-Druck-Figur von Rind, Schwein und Ente. Die Tie­re ste­hen sym­bo­lisch für die Auf­ga­ben des Veterinäramtes.

„Wir legen somit heu­te den Grund­stein für Sicher­heit, für Leis­tungs­fä­hig­keit und für die Zukunft des Land­krei­ses Leer. Die FTZ ist eines der Gebäu­de, die funk­tio­nie­ren müs­sen, wenn es dar­auf ankommt“, sag­te Land­rat Mat­thi­as Groo­te bei der Grundsteinlegung.

Moder­ne Aus­bil­dung und bes­se­re Krisenbewältigung

Mit dem Neu­bau wer­den wich­ti­ge Vor­aus­set­zun­gen für die zukünf­ti­ge Arbeit der Ein­satz­kräf­te geschaf­fen. Geplant sind moder­ne Räu­me für die Aus­bil­dung der Feu­er­wehr sowie zusätz­li­che Kapa­zi­tä­ten für die Kri­sen­be­wäl­ti­gung.

Auch die Auf­ga­ben im Bereich der Lebens­mit­tel- und Vete­ri­när­über­wa­chung sol­len von dem neu­en Stand­ort pro­fi­tie­ren. Durch die Bün­de­lung ver­schie­de­ner Auf­ga­ben­be­rei­che ent­steht ein leis­tungs­fä­hi­ges Zen­trum, das den Land­kreis Leer für zukünf­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen bes­ser auf­stel­len soll.

Die Fer­tig­stel­lung der neu­en Feu­er­wehr­tech­ni­schen Zen­tra­le ist für das ers­te Quar­tal 2029 geplant.

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Kli­ma­freund­li­ches Ener­gie­kon­zept für die neue FTZ

Auch beim Ener­gie- und Umwelt­kon­zept setzt der Land­kreis auf zukunfts­ori­en­tier­te Tech­nik. Für den kli­ma­freund­li­chen Neu­bau erhält das Pro­jekt eine Bun­des­för­de­rung der KfW in Höhe von 355.800 Euro.

Geplant sind unter anderem:

  • eine Luft-Wär­me­pum­pe
  • eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge mit 1.037 PV-Modulen
  • rund 455 kWp instal­lier­te Photovoltaik-Leistung
  • Klein­wind­kraft­an­la­gen
  • ein Bat­te­rie­spei­cher mit 400 kWh
  • eine Regen­was­ser­nut­zung für Brauchwasser

Damit soll die neue Feu­er­wehr­tech­ni­sche Zen­tra­le nicht nur funk­tio­nal, son­dern auch ener­ge­tisch zukunfts­ori­en­tiert auf­ge­stellt werden.

Mehr als 50 Gewer­ke am Bau beteiligt

Mit der Grund­stein­le­gung beginnt nun der Roh­bau. Anschlie­ßend wer­den die wei­te­ren Arbei­ten Schritt für Schritt fol­gen. Ins­ge­samt wer­den mehr als 50 Gewer­ke an der Rea­li­sie­rung des Groß­pro­jekts betei­ligt sein.

Für Land­rat Mat­thi­as Groo­te ist die neue FTZ des­halb auch ein Gemein­schafts­pro­jekt der Wirt­schaft: „Ein Bau­vor­ha­ben die­ser Grö­ßen­ord­nung gelingt nie­mals allein. Das Pro­jekt ist damit auch ein Gemein­schafts­pro­jekt der regio­na­len und über­re­gio­na­len Wirtschaft.“

38 Mil­lio­nen Euro für die Zukunft des Land­krei­ses Leer

Mit der neu­en Feu­er­wehr­tech­ni­schen Zen­tra­le inves­tiert der Land­kreis Leer rund 38 Mil­lio­nen Euro in Sicher­heit, Kata­stro­phen­schutz, Feu­er­wehr und Vete­ri­när­we­sen.

Auf dem rund 32.400 Qua­drat­me­ter gro­ßen Gelän­de in Brin­kum ent­steht damit ein zen­tra­ler Stand­ort, der unter­schied­li­che Auf­ga­ben mit­ein­an­der ver­bin­det und moder­ne Vor­aus­set­zun­gen für die Arbeit der Ein­satz­kräf­te und Behör­den schafft.

Wenn die Bau­ar­bei­ten plan­mä­ßig ver­lau­fen, soll das neue Zen­trum im ers­ten Quar­tal 2029 fer­tig­ge­stellt sein. Dann soll die neue FTZ dazu bei­tra­gen, dass Feu­er­wehr, Kata­stro­phen­schutz und Vete­ri­när­we­sen auch bei beson­de­ren Lagen schnell und leis­tungs­fä­hig han­deln können.

 
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20 Jah­re Nes­se­brü­cke in Leer – ein Wahr­zei­chen fei­ert Jubiläum!

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20 Jah­re Nes­se­brü­cke in Leer: Ein archi­tek­to­ni­sches High­light über dem Handelshafen

Seit 2006 ver­bin­det die Nes­se­brü­cke in Leer die his­to­ri­sche Alt­stadt und Fuß­gän­ger­zo­ne mit dem neu erschlos­se­nen Gelän­de auf der Halb­in­sel Nes­se. Die geschwun­ge­ne Fuß- und Rad­weg­brü­cke über den Han­dels­ha­fen ist längst zu einem mar­kan­ten Wahr­zei­chen der Stadt gewor­den und ver­bin­det dabei Funk­tio­na­li­tät mit außer­ge­wöhn­li­cher Ingenieurkunst.

 

Eine Brü­cke mit beson­de­rer Architektur

Wer die Nes­se­brü­cke über­quert, bemerkt schnell ihre beson­de­re Form. Die Brü­cke ist nicht ein­fach gerad­li­nig über den Han­dels­ha­fen geführt, son­dern besitzt einen geziel­ten Knick im Grund­riss. Die­ser archi­tek­to­ni­sche Kniff erfüllt nicht nur gestal­te­ri­sche Zwe­cke: Wäh­rend der Über­que­rung eröff­net sich dadurch ein frei­er und beson­ders schö­ner Blick auf das gegen­über­lie­gen­de Ufer.

Eine wei­te­re Beson­der­heit sind die inno­va­ti­ven Spreiz­stä­be. Sie sor­gen dafür, dass der eigent­li­che Fuß­gän­ger­raum frei von stö­ren­den Sei­len bleibt. Dadurch wirkt die Kon­struk­ti­on trotz ihrer tech­ni­schen Kom­ple­xi­tät aus­ge­spro­chen leicht und offen.

123 Meter lang und teil­wei­se klappbar

Die Nes­se­brü­cke ist ins­ge­samt 123 Meter lang und ver­fügt über eine Spann­wei­te von 82 Metern. Ihre Brei­te vari­iert zwi­schen drei und fünf Metern, sodass Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer aus­rei­chend Platz haben.

Eine beson­de­re tech­ni­sche Her­aus­for­de­rung stellt die Schiff­fahrt dar. Die Brü­cke besitzt eine Durch­fahrts­brei­te von 14 Metern und kann für grö­ße­re Schif­fe hydrau­lisch auf­ge­klappt werden.

Im Mit­tel­teil befin­det sich dafür eine rund 42 Qua­drat­me­ter gro­ße Stahl-Klapp­brü­cke. Damit ver­bin­det die Nes­se­brü­cke die Anfor­de­run­gen des Fuß- und Rad­ver­kehrs mit der Bedeu­tung des Leera­ner Han­dels­ha­fens für die Schifffahrt.

 

Die Nes­se­brü­cke ver­bin­det die his­to­ri­sche Leera­ner Alt­stadt und Fuß­gän­ger­zo­ne rund um den Wil­ly-Brandt-Platz und den Ernst-Reu­ter-Platz mit dem neu erschlos­se­nen Gelän­de auf der Halb­in­sel Nesse.
Eine beson­de­re Pre­mie­re erleb­te die Nes­se­brü­cke 2025: Zum Leera­ner Weih­nachts­markt wur­de sie erst­mals fest­lich beleuch­tet. Rund 500 Meter Gelän­der­be­leuch­tung setz­ten die Brü­cke stim­mungs­voll in Szene.

Schlan­ke Stahlverbundkonstruktion

Auch die Bau­wei­se macht die Nes­se­brü­cke zu einem inter­es­san­ten Bei­spiel moder­ner Inge­nieur­kunst. Die Kon­struk­ti­on wur­de als schlan­ke Stahl­ver­bund­kon­struk­ti­on aus­ge­führt. Ins­ge­samt ver­fügt die Brü­cke über eine Flä­che von rund 520 Qua­drat­me­tern.

Der Ent­wurf stammt vom renom­mier­ten Inge­nieur­bü­ro schlaich ber­ger­mann part­ner, das für außer­ge­wöhn­li­che Brü­cken- und Trag­werks­kon­struk­tio­nen bekannt ist.

Ein Wahr­zei­chen von Leer

Seit ihrer Fer­tig­stel­lung im Jahr 2006 ist die Nes­se­brü­cke zu einem fes­ten Bestand­teil des Stadt­bil­des gewor­den. Sie schafft eine direk­te Ver­bin­dung zwi­schen der his­to­ri­schen Innen­stadt und dem Bereich auf der Halb­in­sel Nes­se und ist damit sowohl für den täg­li­chen Fuß- und Rad­ver­kehr als auch für Spa­zier­gän­ger von Bedeutung.

Beson­ders reiz­voll ist die Per­spek­ti­ve vom und auf den Leera­ner Han­dels­ha­fen. Die Kom­bi­na­ti­on aus Was­ser, his­to­ri­scher Innen­stadt, moder­ner Brü­cken­kon­struk­ti­on und vor­bei­fah­ren­den Schif­fen macht die Nes­se­brü­cke zu einem beson­de­ren Fotomotiv.

Die wich­tigs­ten Daten zur Nessebrücke

📅 Bau­jahr: 2006
📏 Gesamt­län­ge: 123 Meter
↔️ Spann­wei­te: 82 Meter
📐 Brei­te: 3 bis 5 Meter
🚢 Durch­fahrts­brei­te: 14 Meter
🏙️ Brü­cken­flä­che: rund 520 Qua­drat­me­ter
🏗️ Bau­wei­se: schlan­ke Stahl­ver­bund­kon­struk­ti­on
🔧 Klapp­brü­cke: rund 42 Qua­drat­me­ter, hydrau­lisch klapp­bar
✍️ Ent­wurf: schlaich ber­ger­mann partner

Ob beim Spa­zier­gang durch die Leera­ner Innen­stadt, auf dem Fahr­rad oder beim Blick auf den Han­dels­ha­fen: Die Nes­se­brü­cke ist auch zwei Jahr­zehn­te nach ihrer Fer­tig­stel­lung ein prä­gen­des Stück Leera­ner Stadt­bild und ein gelun­ge­nes Bei­spiel dafür, wie moder­ne Inge­nieur­kunst und his­to­ri­sche Stadt­land­schaft mit­ein­an­der ver­bun­den wer­den kön­nen. 

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Bestat­ter­tag auf der Even­burg: Bestat­tungs­kul­tur im Wandel

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Rund 50 Bestat­te­rin­nen und Bestat­ter aus der Regi­on Weser-Ems kamen zum 4. Bestat­ter­tag des Gedächt­nis­wal­des Herr­lich­keit Gödens auf der Even­burg in Leer-Loga zusam­men. Foto: Kars­ten Gleich

4. Bestat­ter­tag auf der Even­burg: Bestat­tungs­kul­tur im Wan­del und his­to­ri­sche Verbindungen

Leer-Loga – Die Bestat­tungs­kul­tur befin­det sich im Wan­del. Neue For­men der Bestat­tung, ver­än­der­te Bedürf­nis­se von Ange­hö­ri­gen und zusätz­li­che Ange­bo­te beschäf­ti­gen auch die Bestat­tungs­bran­che. Beim 4. Bestat­ter­tag des Gedächt­nis­wal­des Herr­lich­keit Gödens stan­den des­halb aktu­el­le Ent­wick­lun­gen eben­so im Mit­tel­punkt wie der per­sön­li­che Austausch.

Rund 50 Bestat­te­rin­nen und Bestat­ter aus der gesam­ten Regi­on Weser-Ems waren der Ein­la­dung des Gedächt­nis­wal­des gefolgt und kamen auf der Even­burg in Leer-Loga zusam­men. Die Ver­an­stal­tung ver­band fach­li­che Infor­ma­tio­nen mit Gesprä­chen und einem beson­de­ren Ein­blick in die Geschich­te des Veranstaltungsortes.

Even­burg und Herr­lich­keit Gödens his­to­risch verbunden

Die Wahl der Even­burg als Ver­an­stal­tungs­ort war nicht zufäl­lig. Zwi­schen dem Schloss und der Herr­lich­keit Gödens besteht eine direk­te his­to­ri­sche Ver­bin­dung über die Fami­lie von Wedel.

Bereits 1665 hei­ra­te­te Gus­tav Wil­helm von Wedel Maria, die jün­ge­re Toch­ter des Erbau­ers der Even­burg, Erhard von Ehren­treu­ter. Damit begann die mehr als 260 Jah­re wäh­ren­de Ver­bin­dung der Fami­lie von Wedel mit der Even­burg.

Auch die Herr­lich­keit Gödens gelang­te spä­ter in den Besitz der Fami­lie. 1746 kam die Herr­lich­keit durch die Hei­rat von Graf Erhard Fried­rich von Wedel mit einer Uren­ke­lin der Fami­lie von Fry­d­ag an die Fami­lie von Wedel.

Erst 1930 ende­te die Epo­che der Fami­lie von Wedel auf der Even­burg. Die Fami­lie ver­leg­te ihren Wohn­sitz end­gül­tig nach Schloss Gödens.

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Besuch der his­to­ri­schen Familiengruft

Nach dem Ein­tref­fen der Teil­neh­mer auf der Ter­ras­se des Schlossca­fés führ­te das Pro­gramm zunächst zur Kir­che in Loga. Dort erhiel­ten die Bestat­ter die Gele­gen­heit, die his­to­ri­sche Fami­li­en­gruft der Fami­li­en von Ehren­treu­ter und von Wedel zu besichtigen.

In der Gruft befin­det sich unter ande­rem die letz­te Ruhe­stät­te von Oberst Erhard von Ehren­treu­ter, dem Erbau­er der Even­burg, sowie sei­ner jüngs­ten Toch­ter Maria von Wedel.

Beson­ders ein­drucks­voll sind zwei restau­rier­te Prunk­sär­ge aus dem 17. Jahr­hun­dert. Die his­to­ri­sche Gruft ist seit 2015 im Rah­men von Füh­run­gen zugäng­lich.

Anschlie­ßend ging es zurück zur Even­burg. Bei einer Schloss­füh­rung erhiel­ten die Teil­neh­mer wei­te­re Ein­bli­cke in die Geschich­te und Ent­wick­lung des tra­di­ti­ons­rei­chen Gebäudes.

Nach dem Rund­gang stand im Fest­saal ein gemein­sa­mes Mit­tags­buf­fet auf dem Pro­gramm. Der anschlie­ßen­de Aus­tausch bot den Bestat­tern Gele­gen­heit, Erfah­run­gen zu tei­len, Kon­tak­te zu pfle­gen und über aktu­el­le Ent­wick­lun­gen in der Bestat­tungs­kul­tur zu sprechen.

Gedächt­nis­wald arbei­tet mit 62 Bestat­tungs­un­ter­neh­men zusammen

Der Bestat­ter­tag ist für den Gedächt­nis­wald Herr­lich­keit Gödens zugleich ein wich­ti­ger Bestand­teil sei­ner Netz­werk­ar­beit. Aktu­ell arbei­tet der Gedächt­nis­wald mit 62 Bestat­tungs­un­ter­neh­men zusammen.

Der regel­mä­ßi­ge per­sön­li­che Aus­tausch soll dazu bei­tra­gen, dass Bestat­ter ihre Kun­den und Ange­hö­ri­gen zuver­läs­sig über die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten und Ent­wick­lun­gen rund um die Wald­be­stat­tung infor­mie­ren können.

Auch die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Inter­es­sier­ten und Ange­hö­ri­gen hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren wei­ter­ent­wi­ckelt. Der Gedächt­nis­wald infor­miert unter ande­rem über Face­book und Insta­gram regel­mä­ßig über die Wald­be­stat­tung, die ver­schie­de­nen Stand­or­te und aktu­el­le Entwicklungen.

Mensch-Tier-Bereich in Frie­de­burg wächst

Zu den jün­ge­ren Ent­wick­lun­gen gehört der Mensch-Tier-Bereich am Stand­ort Frie­de­burg. Die­ser ist seit rund einem Jahr in Betrieb. Inzwi­schen haben dort bereits ers­te Tier­be­stat­tun­gen stattgefunden.

Das Inter­es­se an die­sem beson­de­ren Ange­bot wächst. Des­halb soll die vor­han­de­ne Flä­che künf­tig wei­ter aus­ge­baut werden.

Auch Stand­ort Leer wird weiterentwickelt

Auch am Stand­ort Leer schrei­tet die Ent­wick­lung des Gedächt­nis­wal­des vor­an. Die bestehen­de Flä­che wird kon­ti­nu­ier­lich erweitert.

Per­spek­ti­visch soll außer­dem der Betrieb auf einer bereits geneh­mig­ten Erwei­te­rungs­flä­che gegen­über der B 436 auf­ge­nom­men wer­den. Damit ent­ste­hen zusätz­li­che Mög­lich­kei­ten für Men­schen, die sich für eine Wald­be­stat­tung interessieren.

His­to­rie trifft auf moder­ne Bestattungskultur

Der 4. Bestat­ter­tag auf der Even­burg ver­band damit zwei unter­schied­li­che Aspek­te: Einer­seits ging es um die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen und neu­en Ange­bo­te in der Bestat­tungs­kul­tur, ande­rer­seits bot der his­to­ri­sche Ver­an­stal­tungs­ort die Gele­gen­heit, sich mit den The­men Tod, Erin­ne­rung und Bestat­tung auch aus einem geschicht­li­chen Blick­win­kel auseinanderzusetzen.

Für den Gedächt­nis­wald Herr­lich­keit Gödens ist der Bestat­ter­tag zugleich ein wich­ti­ger Ter­min, um das bestehen­de Netz­werk zu pfle­gen, Erfah­run­gen aus­zu­tau­schen und gemein­sam über die zukünf­ti­ge Ent­wick­lung der Bestat­tungs­kul­tur in der Regi­on zu sprechen.

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