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Ulf Thiele: Kultusministerin darf Samtgemeinde Hesel mit Schulmensa nicht hängen lassen
Foto: Von links: Thomas Bohlen CDU-Ratsmitglied Gemeinde Holtland, CDU-Generalsekretär Dr. Marco Mohrmann, Samtgemeindebürgermeister Uwe Themann, CDU-Landtagsabgeordneter Ulf Thiele, CDU-Samtgemeindeverbandsvorsitzende und Kreisvorsitzende Melanie Nonte, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Samtgemeinderat Hesel Hans-Hermann Joachim, Vorsitzender CDU Holtland Jonny Siebens. Foto: Wahlkreisbüro Ulf Thiele
Ulf Thiele: Appell an Kultusministerin, Samtgemeinde Hesel bei Schulmensa zu unterstützen
Für den Bau der Mensa der Gundschule Holtland drohen der Samtgemeinde Hesel nach wie vor hohe Rückzahlungen in Höhe von bis zu 630.000 Euro an Bund und Land. Nach Wegen aus dieser für die Kommune finanziell bedrohlichen Situation suchte am Samstag bei einem Ortstermin der CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele gemeinsam mit Hesels Samtgemeindebürgermeister Uwe Themann und dem Generalsekretär der CDU in Niedersachsen, Dr. Marko Mohrmann (Zeven, Landkreis Rotenburg), sowie Vertretern des CDU-Samtgemeindverbandes Hesel unter Leitung der Verbands- und Kreisvorsitzenden Melanie Nonte. Die klare Forderung von Thiele: „Die Kultusministerin darf die Samtgemeinde Hesel mit den Kosten der Schulmensa Holtland nicht hängen lassen. Schließlich wurde durch den Bund, mit Zustimmung des Landes, gerade erst der Rechtsanspruch auf einen Ganztags-Grundschulplatz eingeführt. Dafür müssen viele Kommunen in Mensen und Räume investieren. Das schaffen sie nicht aus eigener Finanzkraft.“
Eigentlich ist es eine Erfolgsgeschichte. Die Grundschule Holtland ist stabil zweizügig und bereits seit 2014 eine offene Ganztagsschule. Und das Interesse von Schülerinnen und Schüler für die Teilnahme am Ganztagsunterricht wächst stetig. Von den 150 Kindern nutzen aktuell ein Drittel das Angebot der Grundschule, mit weiter steigender Tendenz. Um dieses Angebot überhaupt zu ermöglichen, musste bisher viel improvisiert werden. So diente ein kleiner Unterrichtsraum nicht nur zur Wissensvermittlung, sondern auch als Schulmensa und für Nachhilfeangebote in den Nachmittagsstunden. „Bei immer größerer Nachfrage und dem ab 2026 folgenden Rechtsanspruch auf dieses Angebot ist dieser Zustand nicht dauerhaft haltbar. Dazu gehört auch ein adäquates Lern- und Betreuungsumfeld“, sagte Thiele. Allerdings kann eine finanzschwache Kommune wie die Samtgemeinde Hesel ein derart großes Bauvorhaben seiner Meinung nach kaum aus eigener Kraft stemmen. „Bund und Land sind in der Pflicht, denn sie haben den Eltern die Ganztagsschule versprochen“, so Thiele weiter. Umso erfreulicher war es dann aus Sicht der Samtgemeinde, im Sommer 2021 ein Bewilligungsbescheid des Niedersächsischen Kultusministeriums in Höhe von 678.000 Euro zu erhalten. Konkret handelte es sich dabei um Mittel aus dem Ganztagsfinanzierungsgesetzes (GaFG), die vom Bund stammen und durch das Land verteilt wurden. Mit der Richtlinie wurden Zuwendungen zur Förderung des beschleunigten Infrastrukturausbaus der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder in Niedersachsen an die Samtgemeinde ausgezahlt und auch der Bau der multifunktionalen Mensa in Holtland überhaupt erst möglich. Die Bedingung: Bis zum 31. Dezember 2021 hätte das Vorhaben abgeschlossen werden müssen. Das war in Zeiten von Corona, akutem Fachkräfte- und Materialmangel allerdings unmöglich. Die Bundesregierung gewährte daher eine Fristverlängerung bis Ende 2022.
Was waren die besonderen Herausforderungen?
Die Rahmenbedingungen für die Ausführungen des Baus der Mensa in Holtland haben sich seither allerdings nicht verbessert, ganz im Gegenteil. Zu den erstgenannten Herausforderungen kamen nun aufgrund des Ukraine-Krieges weitere Lieferengpässe bei den Baumaterialien. Auch die formalen Hürden bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen wurden zumindest aufgrund der Corona-Maßnahmen besonders herausfordernd. Dazu zählen beispielsweise die Information und Beratung der verantwortlichen Gremien, Anfertigungen oder Änderungen von Bebauungsplänen, Auslegungsfristen und die Ausschreibungsverfahren für öffentliche Projekte. Alles nahm viel Zeit in Anspruch. Die Frist reichte nicht aus und die Rückzahlung der Förderung drohte.
Anhörung im Bundestag und Parlamentarische Anfrage an das Kultusministerium
Konfrontiert mit der Forderung nach Rückzahlung der Fördermittel stellte Samtgemeindebürgermeister Themann das Problem im Februar 2023 während einer Anhörung sogar im Deutschen Bundestag ausführlich dar. Die Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann hatte ihn als Anzuhörenden dort durchgesetzt. Als hiesiger Landtagsabgeordneter schaltete sich auch Ulf Thiele ein und stellte im Januar 2023 eine Parlamentarische Anfrage an das Kultusministerium in Hannover, mit der Bitte Lösungen für das Probleme der Kommune nach der nicht fristgerechten Umsetzung des Mensa-Baus aufzuzeigen. Die Kultusministerin räumte ein, dass neben Hesel auch andere Kommunen Probleme bei der Umsetzung hätten. Daher stellte sie in ihrer Antwort eine unkomplizierte Lösung für alle Beteiligten in Aussicht. Bei dem Ortstermin in Holtland sprach er die durch das Kultusministerium in Aussicht gestellten Lösungswege erneut an. Nach Angaben von Samtgemeindebürgermeister Themann wird immer noch geprüft, ob Teilabrechnungen für Arbeiten erfolgen können, die fristgerecht durchgeführt werden konnten. Das könnte die Rückförderung um etwa 100.000 Euro reduzieren. „Das wäre bei dem hohen Rückzahlungsvolumen jedoch leider nur eine relativ kleine Hilfe für eine finanzschwache Kommune im ländlichen Raum, zumal diese Situation nicht von ihr zu verantworten ist. Zudem dauert diese Prüfung inzwischen viel zu lange an. Wir brauchen jetzt Entscheidungen“, so Thiele.
Gezielte Förderung für kleine Bildungseinrichtungen ermöglichen
Außerdem sieht er die Chance, bei der Auflage des neuen Förderprogramms „Investitionsprogramm Ganztagsausbau“ des Bundes dabei zu sein. Das Kultusministerium hatte in seiner Antwort auf Thieles Anfrage erkennen lassen, dass eine Förderung der nicht fristgerecht fertiggestellten Teile der Mensa auch aus diesem Programm denkbar sei. „Die Verwaltungsvereinbarung zwischen Bundesfamilienministerium, Bundesbildungsministerium und den Ländern liegt seit Mitte Juni vor. Jetzt muss die Kultusministerin Wort halten und auf dieser Basis die Mensa in Holtland auskömmlich fördern“, fordert Thiele. Dafür sei es erforderlich, die zur Verfügung stehenden Mittel gezielt für Baumaßnahmen für den Ganztagsausbau von Bildungsreinrichtungen einzusetzen, und auch einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn zuzulassen. „Eine im Kultusministerium ebenfalls diskutierte Verteilung des Geldes nach dem Gießkannenprinzip würde der Samtgemeinde Hesel hingegen kaum helfen. Das wäre für dünnbesiedelte Kommunen und damit für den gesamten ländlichen Raum ein großer Nachteil und würde alle großen Städte bevorzugen“, sagte Thiele. Daher plädiert er für eine gezielte Förderung von einzelnen Projekten. „Letztendlich würden weder Land noch Bund ein Schaden entstehen, wenn die Mensa in Holtland durch das neue Programm finanziert würde. Die Samtgemeinde würde den Förderbetrag aus dem alten Programm zurückzahlen und das Geld aus dem neuen Förderprogramm zurückerhalten. Es müsste letztlich nur umgebucht werden“, sagte Thiele. Er kündigte nach dem Treffen am Samstag eine erneute Parlamentarische Anfrage an, mit der Bitte die Interessen des ländlichen Raumes bei dem Aufbau der neuen Förderkulisse durch den Bund zu berücksichtigen und die Förderung der Mensa in Holtland dort zu berücksichtigen. In diesem Sinne wollen CDU-Generalsekretär Mohrmann und Thiele auch Gespräche in der CDU-Landtagsfraktion führen, um dort Rückendeckung für dieses Vorhaben zu bekommen.
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Verein Straßenanker hilft Bedürftigen in der Region – Nico Bloem zeigt sich beeindruckt
Zum Bild: Beim Verein Straßenanker in Steenfelde (von links): Ilona van Santen, Michael Lakeberg, Nico Bloem und Gerhard Wiechers. Foto: privat
Straßenanker hilft Bedürftigen in der Region: Nico Bloem beeindruckt von ehrenamtlichem Engagement
Westoverledingen/Leer/Weener – Beim Verein Straßenanker stehen Menschen im Mittelpunkt, die häufig am Rand der Gesellschaft stehen. Obdachlose, Bedürftige und altersarme Menschen erhalten Unterstützung, Essen und vor allem eine Anlaufstelle. Bei seiner Sommerreise informierte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Nico Bloem aus Weener über die Arbeit des Vereins und zeigte sich beeindruckt.
„Hier wird von Ehrenamtlichen Außergewöhnliches für die Schwächsten in unserer Gesellschaft geleistet. Dafür kann ich mich nur bedanken“, sagte Nico Bloem bei seinem Besuch beim Verein Straßenanker. An dem Termin nahm auch der SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Gerhard Wiechers teil.
Der Verein wird von zwölf Ehrenamtlichen getragen und steht unter der Leitung von Ilona van Santen und Michael Lakeberg. Straßenanker kümmert sich um Menschen, die Unterstützung benötigen – insbesondere um Obdachlose, Bedürftige und altersarme Menschen aus der gesamten Region.
Der Verein ist mit zwei Standorten in Steenfelde und Leer aktiv und finanziert seine Arbeit ausschließlich über Spenden.

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Hilfe unabhängig von Berechtigungsscheinen
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit sind die Essensausgaben in Leer und Weener. Darüber hinaus arbeitet Straßenanker mit der Leeraner Suppenküche und der Begegnungsstätte „Kopf an“ zusammen.
Dabei setzt der Verein bewusst auf einen niedrigschwelligen Zugang. „Bei uns wird jeder bedient, egal ob er einen Berechtigungsschein hat oder nicht“, erklärt Ilona van Santen.
Wie groß der Bedarf ist, zeigen die Besucherzahlen. In Leer erreicht der Verein regelmäßig zwischen 60 und 80 Bedürftige, in Weener sind es etwa 30 bis 40 Menschen.
Für viele Besucher ist die Unterstützung längst zu einem festen Bestandteil ihres Alltags geworden. „Wir haben einen festen Kreis von Menschen, die regelmäßig zu uns kommen – für sie sind wir tatsächlich ein Anker“, sagt van Santen.
Wunsch nach weniger Bürokratie und mehr Zusammenarbeit
Im Gespräch mit Nico Bloem machten Ilona van Santen und Michael Lakeberg auch deutlich, wo sie Verbesserungsbedarf sehen. Sie wünschen sich insbesondere weniger Bürokratie und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Initiativen, die sich in der Region um Menschen in schwierigen Lebenssituationen kümmern.
Denn die Herausforderungen sind vielfältig. Nicht alle Menschen, die Unterstützung benötigen, erreichen die bestehenden Hilfsangebote. Bei manchen reichen die staatlichen Leistungen nicht aus, bei anderen kommen die vorhandenen sozialen Hilfen aus unterschiedlichen Gründen nicht an.
Nico Bloem: „Es muss sich politisch was tun“
Auch Nico Bloem sieht hier Handlungsbedarf. „Es gibt auch bei uns in der Region viele Menschen, denen es nicht gut geht. Bei denen die sozialen Hilfen, die unser Sozialstaat bietet, nicht ankommen oder einfach nicht reichen – aus welchen Gründen auch immer. Das ist eine Situation, die keiner akzeptieren darf“, betonte der SPD-Landtagsabgeordnete.
Aus seiner Sicht müsse deshalb auch auf politischer Ebene nach Lösungen gesucht werden. Gleichzeitig hob Bloem die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements hervor.
„Es muss sich politisch was tun, keine Frage. Ich bin sehr froh, dass es in unserer Region Initiativen wie den Verein Straßenanker gibt, der mit viel Leidenschaft und Herzblut hilft. Respekt und herzlichen Dank für diesen beeindruckenden Einsatz“, sagte Bloem.
Straßenanker als wichtiger Anlaufpunkt
Der Besuch machte deutlich, welche Bedeutung ehrenamtliche Hilfsangebote für Menschen in schwierigen Lebenssituationen haben. Mit seinen Standorten und den zahlreichen Kooperationen leistet der Verein Straßenanker einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Bedürftigen in Leer, Weener, Westoverledingen und der gesamten Region.
Finanziert wird die Arbeit ausschließlich durch Spenden. Das Engagement der zwölf Ehrenamtlichen ermöglicht es dem Verein, Menschen unabhängig von bürokratischen Hürden Unterstützung und eine Anlaufstelle zu bieten.
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Landkreis Leer erhält neues Großtanklöschfahrzeug mit 26.800 Litern Wasser
Landrat Matthias Groote (r.) überreicht Kreisbrandmeister Ernst Berends den symbolischen Fahrzeugschlüssel für das neue Großtanklöschfahrzeug. Foto: J. Bambrowicz
Neues Großtanklöschfahrzeug für den Landkreis Leer: 26.800 Liter Wasser für den Notfall
Landkreis Leer stärkt Katastrophenschutz mit Spezialfahrzeug – GTLF kann Trinkwasser bereitstellen und bei Bränden eingesetzt werden
Leer – Der Landkreis Leer hat seinen Katastrophenschutz um ein leistungsfähiges Spezialfahrzeug erweitert. Am Dienstag, 25. August 2026, wurde bei der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Leer ein neues Großtanklöschfahrzeug (GTLF) offiziell an die Kreisfeuerwehr übergeben. Der Tank des Fahrzeugs fasst 26.800 Liter Wasser. Als Zugmaschine kommt ein Volvo FM mit 420 PS zum Einsatz.
Bei der Übergabe machte Landrat Matthias Groote deutlich, welche Bedeutung das neue Fahrzeug für den Landkreis hat. „Damit schaffen wir eine zusätzliche Fähigkeit, die im normalen Alltag kaum sichtbar ist, im Ernstfall aber von unschätzbarem Wert sein wird. Katastrophenschutz bedeutet vor allem, vorbereitet zu sein“, sagte Groote.
Großes Wasserreservoir für den Katastrophenschutz
Eine der wichtigsten Aufgaben des neuen Großtanklöschfahrzeugs liegt in der Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser. Je nach Lage kann das GTLF auch eingesetzt werden, um die Versorgung von Tieren sicherzustellen.
Besonders relevant ist das Fahrzeug für Situationen, in denen die reguläre Wasserversorgung ausfällt. Ein solches Szenario könnte beispielsweise bei einem langanhaltenden Stromausfall, bei Hochwasser oder bei schweren Sturmlagen eintreten.
Sollte die Trinkwasserversorgung zusammenbrechen, kann das GTLF mit seinen 26.800 Litern Trinkwasser zumindest vorübergehend Versorgungslücken schließen. Damit verfügt der Landkreis Leer über eine zusätzliche Möglichkeit, die Bevölkerung auch in außergewöhnlichen Notlagen mit Wasser zu versorgen.

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Auch für Brandeinsätze geeignet
Das neue Spezialfahrzeug ist allerdings nicht ausschließlich für die Trinkwasserversorgung vorgesehen. Das GTLF kann auch im Löscheinsatz eingesetzt werden.
Das ist insbesondere dort von Bedeutung, wo kein ausreichendes Löschwasser über Hydranten oder Gewässer zur Verfügung steht. Als mögliche Einsatzbereiche gelten unter anderem Brände auf oder neben Autobahnen sowie Einsätze in abgelegenem Gelände.
Die Anschaffung des neuen Fahrzeugs umfasst die Sattelzugmaschine, den Auflieger sowie eine Drehkolbenpumpe. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 405.000 Euro.
Feuerwehrleute aus dem Milchgewerbe bringen besondere Erfahrung mit
Bei einem Fahrzeug dieser Größe kommt es nicht nur auf die technische Ausstattung an. Auch die Ausbildung und Erfahrung der Fahrer spielen eine wichtige Rolle.
Dabei gibt es beim neuen GTLF eine besondere Verbindung zur regionalen Milchwirtschaft. Wie Kreisschirrmeister Remon Hafermann bei der offiziellen Übergabe berichtete, stammt der Tank von einem Hersteller, der unter anderem auch die Ammerland-Molkerei ausstattet.
Auch bei der Besatzung des Fahrzeugs zeigt sich diese Verbindung. Für den Einsatz des GTLF wurden zehn Feuerwehrangehörige aus verschiedenen Wehren im Landkreis Leer gefunden, die beruflich Milchsammelwagen fahren.
Der stellvertretende Brandabschnittsleiter Süd, Holger Bleicher, erläuterte den Vorteil dieser Erfahrung: „Sie bringen damit sowohl Fahrpraxis als auch Kenntnisse im Umgang mit Pumpen sowie in Hygiene und Reinigung mit.“
Damit verfügen die Einsatzkräfte nicht nur über Erfahrung im Umgang mit großen Fahrzeugen, sondern bringen auch Kenntnisse mit, die gerade bei der Aufgabe der Trinkwasserversorgung von besonderer Bedeutung sind.
Kreisfeuerwehr erhält weitere Fahrzeuge und Ausstattung
Mit der Übergabe des Großtanklöschfahrzeugs wurde die Ausstattung des Katastrophenschutzes im Landkreis Leer gleich an mehreren Stellen erweitert. Die „Blaulicht-Familie“ des Landkreises erhielt an diesem Tag weitere Fahrzeuge und Ausstattung.
Die Kreisfeuerwehr bekam zwei Mannschaftstransportwagen. Einer dieser Transportwagen ist für die Wasserrettung vorgesehen. Zusätzlich wurde ein Anhänger mit Kraftstofftank als Reserve übergeben.
Auch die Malteser erhielten neue Ausstattung. Übergeben wurde ein Betreuungsanhänger, der bei Einsätzen sowohl für die Versorgung von Einsatzkräften als auch für Menschen mit besonderem Betreuungs- und Pflegebedarf eingesetzt werden kann.
Betreuungsanhänger umfangreich ausgestattet
Der Anhänger verfügt über eine umfangreiche Ausstattung für unterschiedliche Einsatzlagen. Dazu gehören unter anderem:
- ein Notstromaggregat
- Feldbetten
- Rettungsdecken
- eine Teeküche mit Kaffeebereiter
- ein Pavillon
- ein Teleskop-Beleuchtungsmast
- Hygieneartikel für Erwachsene, Kinder und Babys
- Spielzeug
- Notfallkoffer
- weitere Ausrüstung für die Betreuung und Versorgung
Damit wird der Katastrophenschutz im Landkreis Leer nicht nur durch die zusätzliche Wasserversorgung gestärkt. Auch für die Betreuung und Versorgung von Menschen in besonderen Einsatz- und Notlagen stehen künftig zusätzliche Möglichkeiten zur Verfügung.
Vorbereitung auf außergewöhnliche Einsatzlagen
Mit dem neuen Großtanklöschfahrzeug und den weiteren übergebenen Fahrzeugen und Anhängern erweitert der Landkreis Leer seine Möglichkeiten für den Katastrophenschutz deutlich. Besonders das GTLF schließt dabei eine wichtige Lücke: Es kann im Ernstfall große Mengen Trinkwasser transportieren und bereitstellen und gleichzeitig als leistungsfähiges Löschfahrzeug eingesetzt werden.
Die Investitionen zeigen, dass Katastrophenschutz weit über den klassischen Feuerwehreinsatz hinausgeht. Gerade bei länger andauernden Stromausfällen, Hochwasser, Stürmen oder einem Ausfall der öffentlichen Wasserversorgung kommt es darauf an, über entsprechende Fahrzeuge, Technik und geschulte Einsatzkräfte zu verfügen.
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Wärmepumpen in Ostfriesland gefragt: Woortmann in Flachsmeer mit vollen Auftragsbüchern
Im Gespräch (von links): Nico Bloem, Friedhelm Wortmann, Prokurist Ubbo Höneke und Ernst-Ingo Lind. Bild: privat
Nachfrage nach Wärmepumpen steigt deutlich: Handwerksbetrieb Woortmann in Flachsmeer gut ausgelastet
Westoverledingen/Flachsmeer – Die Nachfrage nach Wärmepumpen zieht deutlich an. Immer mehr Menschen entscheiden sich beim Einbau einer neuen Heizung für diese Technologie. Das berichtete Friedhelm Wortmann, Chef des Handwerksbetriebs „Woortmann Heizung – Bäder – Elektro“ in Flachsmeer, beim Besuch des SPD-Landtagsabgeordneten Nico Bloem im Rahmen seiner Sommerreise. Begleitet wurde Bloem vom Kreistagsabgeordneten und SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Ernst-Ingo Lind.
„Wer sich eine neue Heizung anschafft, wählt jetzt immer häufiger die Wärmepumpe“, erklärte Friedhelm Wortmann. Sein 1990 gegründeter Betrieb ist im Raum Leer und Papenburg tätig und derzeit gut ausgelastet. Die Auftragsbücher sind voll, insgesamt 25 Männer und Frauen haben bei Woortmann einen Arbeitsplatz.
Heizung, Bäder und Elektro aus einer Hand
Ein Markenzeichen des Unternehmens ist das breite Angebot. „Wir bieten alles an. Wenn jemand ein Swimmingpool auf einem Schornstein haben möchte, dann machen wir das“, sagte Wortmann mit einem Augenzwinkern.
Auch mit der Ausbildungssituation zeigt sich der Firmenchef zufrieden. Derzeit beschäftigt der Betrieb drei Auszubildende. Dennoch sieht Wortmann Herausforderungen für das Handwerk und die gesamte Baubranche.
„Es wird zu viel gebremst. Wenn Unsicherheiten da sind, zögern die Kunden eben“, kritisierte der Unternehmer. Gerade bei Investitionen in neue Heizungen und Gebäudetechnik könnten unklare Rahmenbedingungen dazu führen, dass Entscheidungen hinausgezögert werden.

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Handwerk wünscht sich neuen Schwung beim Neubau
Wie viele Handwerksunternehmen in der Region hofft auch Friedhelm Wortmann darauf, dass der Neubausektor in Ostfriesland wieder stärker in Schwung kommt. Eine Belebung der Bautätigkeit würde nach seiner Einschätzung auch dem regionalen Handwerk zugutekommen.
Nico Bloem verwies in diesem Zusammenhang auf den Bauturbo und neue Bauordnungen, die das Bauen insgesamt erleichtern sollen. Ziel sei es, Hemmnisse abzubauen und Bauvorhaben schneller auf den Weg zu bringen.
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Bloem: „Es muss eine klare Linie in der Energiepolitik geben“
Der SPD-Landtagsabgeordnete bedankte sich bei Friedhelm Wortmann für den Einblick in den Betrieb und die offenen Worte. „Die kleinen und mittleren Handwerksunternehmen tragen unsere Wirtschaft und damit auch unsere Gesellschaft“, betonte Bloem.
Die Kritik des Unternehmers könne er gut nachvollziehen und teile diese ebenfalls. „Es darf keine Verunsicherungen geben. Es muss eine klare Linie in der Energiepolitik geben“, so der Landtagsabgeordnete.
Dazu gehöre seiner Meinung nach auch, dass die Anschaffung von Wärmepumpen weiterhin gefördert werden müsse. Gerade für Handwerksbetriebe seien verlässliche politische Rahmenbedingungen wichtig, damit Unternehmen und Kunden langfristig planen könnten.
Auch die Entwicklung des Betriebs Woortmann würdigte Bloem: „Woortmann hat sich über Jahre einen hervorragenden Ruf in der Region erarbeitet – und ich freue mich natürlich über jede Nachricht, dass der Laden läuft“, sagte der Landtagsabgeordnete.
Der Besuch machte deutlich, welche Themen das regionale Handwerk derzeit beschäftigen: eine steigende Nachfrage nach Wärmepumpen und moderner Heiztechnik, volle Auftragsbücher, Fachkräfte- und Ausbildungsfragen sowie der Wunsch nach verlässlichen Rahmenbedingungen und mehr Dynamik im Neubau.
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