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Ulf Thie­le: Kul­tus­mi­nis­te­rin darf Samt­ge­mein­de Hesel mit Schul­men­sa nicht hän­gen lassen

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Foto: Von links: Tho­mas Boh­len CDU-Rats­mit­glied Gemein­de Holt­land, CDU-Gene­ral­se­kre­tär Dr. Mar­co Mohr­mann, Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter Uwe The­mann, CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Ulf Thie­le, CDU-Samt­ge­mein­de­ver­bands­vor­sit­zen­de und Kreis­vor­sit­zen­de Mela­nie Non­te, Vor­sit­zen­der der CDU-Frak­ti­on im Samt­ge­mein­de­rat Hesel Hans-Her­mann Joa­chim, Vor­sit­zen­der CDU Holt­land Jon­ny Sie­bens. Foto: Wahl­kreis­bü­ro Ulf Thiele

Ulf Thie­le: Appell an Kul­tus­mi­nis­te­rin, Samt­ge­mein­de Hesel bei Schul­men­sa zu unterstützen

Für den Bau der Men­sa der Gund­schu­le Holt­land dro­hen der Samt­ge­mein­de Hesel nach wie vor hohe Rück­zah­lun­gen in Höhe von bis zu 630.000 Euro an Bund und Land. Nach Wegen aus die­ser für die Kom­mu­ne finan­zi­ell bedroh­li­chen Situa­ti­on such­te am Sams­tag bei einem Orts­ter­min der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le gemein­sam mit Hesels Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter Uwe The­mann und dem Gene­ral­se­kre­tär der CDU in Nie­der­sach­sen, Dr. Mar­ko Mohr­mann (Zeven, Land­kreis Roten­burg), sowie Ver­tre­tern des CDU-Samt­ge­meind­ver­ban­des Hesel unter Lei­tung der Ver­bands- und Kreis­vor­sit­zen­den Mela­nie Non­te. Die kla­re For­de­rung von Thie­le: „Die Kul­tus­mi­nis­te­rin darf die Samt­ge­mein­de Hesel mit den Kos­ten der Schul­men­sa Holt­land nicht hän­gen las­sen. Schließ­lich wur­de durch den Bund, mit Zustim­mung des Lan­des, gera­de erst der Rechts­an­spruch auf einen Ganz­tags-Grund­schul­platz ein­ge­führt. Dafür müs­sen vie­le Kom­mu­nen in Men­sen und Räu­me inves­tie­ren. Das schaf­fen sie nicht aus eige­ner Finanzkraft.“

 

Eigent­lich ist es eine Erfolgs­ge­schich­te. Die Grund­schu­le Holt­land ist sta­bil zwei­zü­gig und bereits seit 2014 eine offe­ne Ganz­tags­schu­le. Und das Inter­es­se von Schü­le­rin­nen und Schü­ler für die Teil­nah­me am Ganz­tags­un­ter­richt wächst ste­tig. Von den 150 Kin­dern nut­zen aktu­ell ein Drit­tel das Ange­bot der Grund­schu­le, mit wei­ter stei­gen­der Ten­denz. Um die­ses Ange­bot über­haupt zu ermög­li­chen, muss­te bis­her viel impro­vi­siert wer­den. So dien­te ein klei­ner Unter­richts­raum nicht nur zur Wis­sens­ver­mitt­lung, son­dern auch als Schul­men­sa und für Nach­hil­fe­an­ge­bo­te in den Nach­mit­tags­stun­den. „Bei immer grö­ße­rer Nach­fra­ge und dem ab 2026 fol­gen­den Rechts­an­spruch auf die­ses Ange­bot ist die­ser Zustand nicht dau­er­haft halt­bar. Dazu gehört auch ein adäqua­tes Lern- und Betreu­ungs­um­feld“, sag­te Thie­le. Aller­dings kann eine finanz­schwa­che Kom­mu­ne wie die Samt­ge­mein­de Hesel ein der­art gro­ßes Bau­vor­ha­ben sei­ner Mei­nung nach kaum aus eige­ner Kraft stem­men. „Bund und Land sind in der Pflicht, denn sie haben den Eltern die Ganz­tags­schu­le ver­spro­chen“, so Thie­le wei­ter. Umso erfreu­li­cher war es dann aus Sicht der Samt­ge­mein­de, im Som­mer 2021 ein Bewil­li­gungs­be­scheid des Nie­der­säch­si­schen Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums in Höhe von 678.000 Euro zu erhal­ten. Kon­kret han­del­te es sich dabei um Mit­tel aus dem Ganz­tags­fi­nan­zie­rungs­ge­set­zes (GaFG), die vom Bund stam­men und durch das Land ver­teilt wur­den. Mit der Richt­li­nie wur­den Zuwen­dun­gen zur För­de­rung des beschleu­nig­ten Infra­struk­tur­aus­baus der Ganz­tags­be­treu­ung für Grund­schul­kin­der in Nie­der­sach­sen an die Samt­ge­mein­de aus­ge­zahlt und auch der Bau der mul­ti­funk­tio­na­len Men­sa in Holt­land über­haupt erst mög­lich. Die Bedin­gung: Bis zum 31. Dezem­ber 2021 hät­te das Vor­ha­ben abge­schlos­sen wer­den müs­sen. Das war in Zei­ten von Coro­na, aku­tem Fach­kräf­te- und Mate­ri­al­man­gel aller­dings unmög­lich. Die Bun­des­re­gie­rung gewähr­te daher eine Frist­ver­län­ge­rung bis Ende 2022. 

 

Was waren die beson­de­ren Herausforderungen?

Die Rah­men­be­din­gun­gen für die Aus­füh­run­gen des Baus der Men­sa in Holt­land haben sich seit­her aller­dings nicht ver­bes­sert, ganz im Gegen­teil. Zu den erst­ge­nann­ten Her­aus­for­de­run­gen kamen nun auf­grund des Ukrai­ne-Krie­ges wei­te­re Lie­fer­eng­päs­se bei den Bau­ma­te­ria­li­en. Auch die for­ma­len Hür­den bei der Ver­ga­be von öffent­li­chen Auf­trä­gen wur­den zumin­dest auf­grund der Coro­na-Maß­nah­men beson­ders her­aus­for­dernd. Dazu zäh­len bei­spiels­wei­se die Infor­ma­ti­on und Bera­tung der ver­ant­wort­li­chen Gre­mi­en, Anfer­ti­gun­gen oder Ände­run­gen von Bebau­ungs­plä­nen, Aus­le­gungs­fris­ten und die Aus­schrei­bungs­ver­fah­ren für öffent­li­che Pro­jek­te. Alles nahm viel Zeit in Anspruch. Die Frist reich­te nicht aus und die Rück­zah­lung der För­de­rung drohte.

 

Anhö­rung im Bun­des­tag und Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge an das Kultusministerium

Kon­fron­tiert mit der For­de­rung nach Rück­zah­lung der För­der­mit­tel stell­te Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter The­mann das Pro­blem im Febru­ar 2023 wäh­rend einer Anhö­rung sogar im Deut­schen Bun­des­tag aus­führ­lich dar. Die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Git­ta Con­ne­mann hat­te ihn als Anzu­hö­ren­den dort durch­ge­setzt. Als hie­si­ger Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter schal­te­te sich auch Ulf Thie­le ein und stell­te im Janu­ar 2023 eine Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge an das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um in Han­no­ver, mit der Bit­te Lösun­gen für das Pro­ble­me der Kom­mu­ne nach der nicht frist­ge­rech­ten Umset­zung des Men­sa-Baus auf­zu­zei­gen. Die Kul­tus­mi­nis­te­rin räum­te ein, dass neben Hesel auch ande­re Kom­mu­nen Pro­ble­me bei der Umset­zung hät­ten. Daher stell­te sie in ihrer Ant­wort eine unkom­pli­zier­te Lösung für alle Betei­lig­ten in Aus­sicht. Bei dem Orts­ter­min in Holt­land sprach er die durch das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um in Aus­sicht gestell­ten Lösungs­we­ge erneut an. Nach Anga­ben von Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter The­mann wird immer noch geprüft, ob Teil­ab­rech­nun­gen für Arbei­ten erfol­gen kön­nen, die frist­ge­recht durch­ge­führt wer­den konn­ten. Das könn­te die Rück­för­de­rung um etwa 100.000 Euro redu­zie­ren. „Das wäre bei dem hohen Rück­zah­lungs­vo­lu­men jedoch lei­der nur eine rela­tiv klei­ne Hil­fe für eine finanz­schwa­che Kom­mu­ne im länd­li­chen Raum, zumal die­se Situa­ti­on nicht von ihr zu ver­ant­wor­ten ist. Zudem dau­ert die­se Prü­fung inzwi­schen viel zu lan­ge an. Wir brau­chen jetzt Ent­schei­dun­gen“, so Thiele. 

 

Geziel­te För­de­rung für klei­ne Bil­dungs­ein­rich­tun­gen ermöglichen

Außer­dem sieht er die Chan­ce, bei der Auf­la­ge des neu­en För­der­pro­gramms „Inves­ti­ti­ons­pro­gramm Ganz­tags­aus­bau“ des Bun­des dabei zu sein. Das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um hat­te in sei­ner Ant­wort auf Thie­les Anfra­ge erken­nen las­sen, dass eine För­de­rung der nicht frist­ge­recht fer­tig­ge­stell­ten Tei­le der Men­sa auch aus die­sem Pro­gramm denk­bar sei. „Die Ver­wal­tungs­ver­ein­ba­rung zwi­schen Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­ri­um, Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­ri­um und den Län­dern liegt seit Mit­te Juni vor. Jetzt muss die Kul­tus­mi­nis­te­rin Wort hal­ten und auf die­ser Basis die Men­sa in Holt­land aus­kömm­lich för­dern“, for­dert Thie­le. Dafür sei es erfor­der­lich, die zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­tel gezielt für Bau­maß­nah­men für den Ganz­tags­aus­bau von Bil­dungsrein­rich­tun­gen ein­zu­set­zen, und auch einen vor­zei­ti­gen Maß­nah­men­be­ginn zuzu­las­sen. „Eine im Kul­tus­mi­nis­te­ri­um eben­falls dis­ku­tier­te Ver­tei­lung des Gel­des nach dem Gieß­kan­nen­prin­zip wür­de der Samt­ge­mein­de Hesel hin­ge­gen kaum hel­fen. Das wäre für dünn­be­sie­del­te Kom­mu­nen und damit für den gesam­ten länd­li­chen Raum ein gro­ßer Nach­teil und wür­de alle gro­ßen Städ­te bevor­zu­gen“, sag­te Thie­le. Daher plä­diert er für eine geziel­te För­de­rung von ein­zel­nen Pro­jek­ten. „Letzt­end­lich wür­den weder Land noch Bund ein Scha­den ent­ste­hen, wenn die Men­sa in Holt­land durch das neue Pro­gramm finan­ziert wür­de. Die Samt­ge­mein­de wür­de den För­der­be­trag aus dem alten Pro­gramm zurück­zah­len und das Geld aus dem neu­en För­der­pro­gramm zurück­er­hal­ten. Es müss­te letzt­lich nur umge­bucht wer­den“, sag­te Thie­le. Er kün­dig­te nach dem Tref­fen am Sams­tag eine erneu­te Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge an, mit der Bit­te die Inter­es­sen des länd­li­chen Rau­mes bei dem Auf­bau der neu­en För­der­ku­lis­se durch den Bund zu berück­sich­ti­gen und die För­de­rung der Men­sa in Holt­land dort zu berück­sich­ti­gen. In die­sem Sin­ne wol­len CDU-Gene­ral­se­kre­tär Mohr­mann und Thie­le auch Gesprä­che in der CDU-Land­tags­frak­ti­on füh­ren, um dort Rücken­de­ckung für die­ses Vor­ha­ben zu bekommen.


 

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Frie­sen­brü­cke: Sper­rung des Geh- und Rad­wegs im März

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Frie­sen­brü­cke: Geh- und Rad­weg im März tem­po­rär gesperrt

Papenburg/Weener – Die DB Infra­GO AG hat für den März 2026 Ein­schrän­kun­gen an der Frie­sen­brü­cke ange­kün­digt. Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer müs­sen sich in die­sem Zeit­raum auf eine Sper­rung des dor­ti­gen Geh- und Rad­wegs einstellen.

Wie die DB Infra­GO AG mit­teilt, sind in der Zeit von Mon­tag, 2. März 2026, bis ein­schließ­lich Sonn­tag, 15. März 2026, Rück­bau­ar­bei­ten an der Arbeits­platt­form in der Ach­se 30 erfor­der­lich. Wäh­rend die­ser Arbei­ten bleibt die Brü­cke für den übri­gen Ver­kehr durch­ge­hend geöff­net, die Nut­zung des Geh- und Rad­wegs ist jedoch in die­sem Zeit­raum nicht möglich.

Nach Abschluss der Arbei­ten ist die Brü­cke ab vor­aus­sicht­lich Mon­tag, 16. März 2026, wie­der täg­lich in der Zeit von 8 bis 16 Uhr für den Geh- und Rad­ver­kehr nutzbar.

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Infla­ti­ons­ra­te in Nie­der­sach­sen sinkt im Febru­ar 2026 leicht

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Ent­span­nung bei den Ver­brau­cher­prei­sen: Infla­ti­ons­ra­te in Nie­der­sach­sen sinkt auf 1,9 Prozent

Im Febru­ar 2026 setz­te sich der Trend einer mode­ra­te­ren Preis­stei­ge­rung in Nie­der­sach­sen fort. Nach vor­läu­fi­gen Ergeb­nis­sen des Lan­des­am­tes für Sta­tis­tik Nie­der­sach­sen (LSN) erhöh­te sich das Niveau der Ver­brau­cher­prei­se gegen­über dem Vor­jah­res­mo­nat um 1,9 Pro­zent. Damit liegt die Infla­ti­ons­ra­te unter dem Wert des Vor­mo­nats Janu­ar 2026, der bei 2,1 Pro­zent lag. Im Ver­gleich zum Vor­mo­nat stie­gen die Ver­brau­cher­prei­se ins­ge­samt um 0,2 Prozent.

Nah­rungs­mit­tel und Geträn­ke: Unter­schied­li­che Entwicklungen

Die Preis­ent­wick­lung im Bereich „Nah­rungs­mit­tel und alko­hol­freie Geträn­ke“ ver­lief im Febru­ar 2026 mit einem Anstieg von 1,6 Pro­zent unter­durch­schnitt­lich im Ver­gleich zur all­ge­mei­nen Teuerungsrate.

Wäh­rend bei den Nah­rungs­mit­teln ein mode­ra­ter Anstieg von 1,1 Pro­zent zu ver­zeich­nen war, stie­gen die Prei­se für alko­hol­freie Geträn­ke um 5,3 Pro­zent. Ins­be­son­de­re fol­gen­de Kate­go­rien waren von Preis­an­stie­gen betroffen:

  • Süß­wa­ren: +7,7 Pro­zent (dar­un­ter Scho­ko­la­de: +11,2 Prozent).

  • Fleisch und Fleisch­wa­ren: +4,9 Pro­zent (dar­un­ter Geflü­gel­fleisch: +9,5 Prozent).

  • Kaf­fee und Tee: Hier gab es über­durch­schnitt­li­che Anstie­ge (Kaf­fee u.Ä. +20,8 Pro­zent; Tee u.Ä. +3,4 Prozent).

Erfreu­li­cher für die Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher war die Ent­wick­lung bei Spei­se­fet­ten und Ölen, die sich gegen­über Febru­ar 2025 um 17,6 Pro­zent ver­bil­lig­ten – maß­geb­lich beein­flusst durch But­ter (-29,9 Pro­zent) und Oli­ven­öl (-10,8 Pro­zent). Auch Mol­ke­rei­pro­duk­te und Eier kos­te­ten 2,1 Pro­zent weni­ger als im Vorjahresmonat.

Ener­gie­prei­se bie­ten Entlastung

Ein wesent­li­cher Fak­tor für die nied­ri­ge­re Gesamt­in­fla­ti­on war die deut­li­che Ent­span­nung bei den Ener­gie­prei­sen. Die­se san­ken im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat um 2,7 Pro­zent. Beson­ders die Haus­halts­en­er­gie wur­de mit einem Rück­gang von 4,8 Pro­zent günstiger.

  • Fes­te Brenn­stof­fe: ‑8,3 Prozent.

  • Heiz­öl: ‑7,5 Prozent.

  • Gas: ‑5,2 Prozent.

  • Strom: ‑4,5 Prozent.

Die Kraft­stoff­prei­se hin­ge­gen stie­gen im Durch­schnitt leicht um 0,5 Pro­zent an, wobei Die­sel (+2,2 Pro­zent) teu­rer wur­de, wäh­rend Super­ben­zin (-0,1 Pro­zent) nahe­zu preis­sta­bil blieb.

Dienst­leis­tun­gen blei­ben der Preistreiber

Dienst­leis­tun­gen erwie­sen sich im Febru­ar 2026 erneut als maß­geb­li­cher infla­ti­ons­trei­ben­der Fak­tor. Die Prei­se in die­sem Bereich lagen 3,3 Pro­zent über dem Vor­jah­res­ni­veau. Die Net­to­kalt­mie­ten wirk­ten mit einem mode­ra­ten Anstieg von 1,8 Pro­zent dämp­fend auf den Gesamt­an­stieg. Ohne Berück­sich­ti­gung der Mie­ten erhöh­ten sich die Dienst­leis­tungs­prei­se sogar um durch­schnitt­lich 3,9 Prozent.

Zu den Berei­chen mit beson­ders hohen Stei­ge­run­gen zählten:

  • Luft­ver­kehr: +9,1 Prozent.

  • Sozia­le Ein­rich­tun­gen: +6,8 Pro­zent (davon Alten- und Behin­der­ten­pfle­ge: +10,1 Prozent).

  • Kul­tur­dienst­leis­tun­gen: +5,9 Pro­zent (dar­un­ter Kino, Thea­ter, Kon­zer­te: +10,4 Prozent).

Die Kern­in­fla­ti­on – der Gesamt­in­dex ohne Ener­gie und Nah­rungs­mit­tel – lag im Febru­ar 2026 um 2,5 Pro­zent höher als im Vorjahresmonat.


Quel­le: Lan­des­amt für Sta­tis­tik Nie­der­sach­sen (LSN), Pres­se­mit­tei­lung Nr. 024 vom 27.02.2026.

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CDU-Antrag zur Hin­den­burg­stra­ße in heu­ti­ger Rats­sit­zung erfolgreich

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CDU setzt Auf­he­bung des Umbe­nen­nungs­be­schlus­ses der Hin­den­burg­stra­ße durch

Pres­se­mit­tei­lung der CDU-Frak­ti­on der Stadt Leer

Leer, 26. Febru­ar 2026 – In der heu­ti­gen Sit­zung des Rates der Stadt Leer wur­de eine zen­tra­le poli­ti­sche Ent­schei­dung der ver­gan­ge­nen Mona­te revi­diert. Auf Antrag der CDU-Frak­ti­on hob das Gre­mi­um den bestehen­den Beschluss zur Umbe­nen­nung der Hin­den­burg­stra­ße mehr­heit­lich auf. Damit bleibt der Stra­ßen­na­me erhal­ten, wäh­rend die Dis­kus­si­on um die his­to­ri­sche Ein­ord­nung in eine neue Pha­se geht.

Demo­kra­ti­sche Kor­rek­tur und Bürgerwille

Der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der CDU im Rat der Stadt Leer, Ulf-Fabi­an Hein­richs­dorff, bezeich­ne­te das Ergeb­nis als eine „wich­ti­ge demo­kra­ti­sche Kor­rek­tur“. Die geplan­te Umbe­nen­nung habe über Mona­te hin­weg zu einer erheb­li­chen Pola­ri­sie­rung inner­halb der Bür­ger­schaft geführt. Laut Hein­richs­dorff habe die CDU das Signal vie­ler Bür­ger ernst genom­men, die sich im bis­he­ri­gen Ent­schei­dungs­pro­zess nicht aus­rei­chend berück­sich­tigt fühlten.

„Demo­kra­tie lebt nicht nur von Mehr­hei­ten, son­dern von Akzep­tanz. Wenn sich gro­ße Tei­le der Bür­ger­schaft nicht mit­ge­nom­men füh­len, muss Poli­tik bereit sein, Ent­schei­dun­gen zu über­prü­fen“, so Heinrichsdorff.

Ein­ord­nung statt Auslöschung

Trotz der Ent­schei­dung gegen die Umbe­nen­nung betont die CDU-Frak­ti­on, dass damit kei­ne Rela­ti­vie­rung der his­to­ri­schen Rol­le Paul von Hin­den­burgs ein­her­ge­he. Hin­den­burg blei­be eine his­to­risch belas­te­te Per­sön­lich­keit, deren Rol­le in der Geschich­te nie­mand verteidige.

Die Frak­ti­on ver­tritt jedoch den Stand­punkt, dass Geschich­te nicht durch das Ent­fer­nen eines Stra­ßen­na­mens ver­schwin­det. Statt­des­sen müs­se sie ein­ge­ord­net und erklärt wer­den. Als sach­ge­rech­ten Weg schlägt die CDU wei­ter­hin eine sicht­ba­re his­to­ri­sche Kon­tex­tua­li­sie­rung vor Ort vor. Ein erläu­tern­des Hin­weis­schild soll künf­tig die not­wen­di­ge Erin­ne­rungs­kul­tur mit den Inter­es­sen der Anwoh­ner in Ein­klang bringen.


Dank an bür­ger­schaft­li­ches Engagement

Beson­de­ren Dank sprach die CDU-Frak­ti­on der Bür­ger­initia­ti­ve Hin­den­burg­stra­ße sowie Sophia Ihnen aus. Deren inten­si­ves Enga­ge­ment habe ver­deut­licht, wie wich­tig Trans­pa­renz, Mit­wir­kung und gegen­sei­ti­ger Respekt im poli­ti­schen Pro­zess für die Men­schen in Leer sind.

Fokus auf den Zusammenhalt

Für die CDU ist die heu­ti­ge Ent­schei­dung kein Zei­chen von Schwä­che, son­dern Aus­druck einer funk­tio­nie­ren­den kom­mu­na­len Demo­kra­tie. Es gehe nun dar­um, den Zusam­men­halt in der Stadt wie­der zu stärken.

„Heu­te geht es nicht um Gewin­ner oder Ver­lie­rer. Es geht um den Zusam­men­halt in unse­rer Stadt. Mit der Auf­he­bung des Beschlus­ses schaf­fen wir die Grund­la­ge für mehr Sach­lich­keit und ein respekt­vol­les Mit­ein­an­der“, erklär­te Hein­richs­dorff abschließend.

Im Sep­tem­ber 2025 unter­streicht die CDU-Frak­ti­on im Stadt­rat Leer ihre geschlos­se­ne Hal­tung zur Bei­be­hal­tung des Stra­ßen­na­mens Hin­den­burg­stra­ße. Hil­trud Rich­mond und der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Ulf-Fabi­an Hein­richs­dorff beto­nen dabei, dass der klar geäu­ßer­te Wil­le der Anwoh­ner respek­tiert wer­den müs­se, die sich in einer Befra­gung mehr­heit­lich gegen eine Umbe­nen­nung und statt­des­sen für eine his­to­ri­sche Ein­ord­nung aus­ge­spro­chen haben.
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BauWoLe.de – Das star­ke Bran­chen­ver­zeich­nis für Hand­wer­ker & Händler

BauWoLe.de – Das star­ke Bran­chen­ver­zeich­nis für Hand­wer­ker & Händ­ler aus Ost­fries­land und dem Emsland Regio­nal. Exklu­siv. Effi­zi­ent.Wer als Hand­werks­be­trieb oder...

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SEO-Agen­tur mit eige­ner Redak­ti­on – Lese­r­ECHO für nach­hal­ti­ges Marketing

SEO-Agen­tur mit eige­ner Redak­ti­on: War­um Lese­r­ECHO der rich­ti­ge Part­ner für nach­hal­ti­ges Mar­ke­ting ist Im digi­ta­len Wett­be­werb reicht es längst nicht mehr...

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Reich­wei­te, Rele­vanz, Regio­na­li­tät – Media­da­ten der Sei­te „Wir Leeraner“

Media­da­ten – Face­book­sei­te „Wir Leeraner“ Ein Ange­bot des LeserECHO-Verlags Die Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“ ist die reich­wei­ten­star­ke Social-Media-Platt­form des Lese­r­ECHO-Ver­lags für...

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Mit SEO erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men vom Lese­r­ECHO-Por­tal profitieren

Erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men mit SEO durchstarten Die Digi­ta­li­sie­rung macht es für Unter­neh­men immer ein­fa­cher, über Län­der­gren­zen hin­weg...

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Fir­men­events in Ost­fries­land & Ems­land: Per­fekt pla­nen und erfolg­reich umsetzen

Fir­men­events pla­nen in Ost­fries­land und Ems­land: Wich­ti­ge Tipps und krea­ti­ve Ideen Ein gelun­ge­nes Fir­men­event kann die Mar­ken­be­kannt­heit stei­gern, Kun­den bin­den und...

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Mar­ke­ting: Geschäfts­er­öff­nung: So wird Ihr Event zum unver­gess­li­chen Erlebnis!

Per­fek­te Pla­nung für Ihre Geschäfts­er­öff­nung, Fir­mener­wei­te­rung oder Ihr Firmenjubiläum Eine erfolg­rei­che Geschäfts­er­öff­nung, eine Erwei­te­rung oder ein Fir­men­ju­bi­lä­um sind idea­le Anläs­se,...

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Digi­ta­ler Schutz: VHS Leer klärt über Online-Betrug auf

Sicher im Netz: VHS Leer klärt über Online-Betrug auf Die Digi­ta­li­sie­rung bie­tet unzäh­li­ge Mög­lich­kei­ten, birgt jedoch auch wach­sen­de Gefah­ren. Betrü­ge­ri­sche...

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Knei­pen­fes­ti­val Leer Live: DJ-Beats und Saxo­fon im 360 Grad

DJ Casa & Tobi­as Leon Hacker: Ein ein­ge­spiel­tes Team In der Müh­len­stra­ße 36–38 erwar­tet die Besu­cher von 21:00 bis 24:00 Uhr...

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The Air­let­tes prä­sen­tie­ren Swing-Inter­pre­ta­tio­nen der Neun­zi­ger­jah­re in Leer

Ein musi­ka­li­scher Dream­li­ner gefäl­lig? The Air­let­tes laden zum Swing-Flug ins SparkassenForum Leer. Wer am Mitt­woch, den 4. März 2026, das...

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Balls­ha­ker brin­gen die AC/DC Expe­ri­ence zum Knei­pen­fes­ti­val Leer Live!

Das Knei­pen­fes­ti­val „Leer Live!“ ver­wan­delt die Innen­stadt am 7. März 2026 erneut in eine musi­ka­li­sche Erleb­nis­mei­le mit ins­ge­samt 12 Kon­zer­ten...

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Rock-For­ma­ti­on Accu­ra­cy gas­tiert beim Knei­pen­fes­ti­val Leer Live im Celona

Leer Live! 2026: Rock-Power im Celo­na – „Accu­ra­cy“ ver­spricht 100 % schla­ger­freie Zone Die Leera­ner Innen­stadt ver­wan­delt sich am 7. März...

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Acht Auto­häu­ser prä­sen­tie­ren Trends auf der Leera­ner Auto­schau 2026

Acht Auto­häu­ser, ein Ziel: Die Leera­ner Auto­schau 2026 lädt zum Ent­de­cken ein Am Sonn­tag, den 1. März 2026, ver­wan­delt sich Leer...

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Ers­tes Coun­try Fest im Live Music Cen­ter Hin­te angekündigt

Coun­try Fest 2026: Wil­der Wes­ten zieht ins Live Music Cen­ter Hin­te ein Am 21. März 2026 ver­wan­delt sich das Live Music...

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Ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag in Moorm­er­land bie­tet Früh­jahrs­trends und Wohndesign

Früh­lings­er­wa­chen in Moorm­er­land: Ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag bei Möbel­haus Thiems und flo­ra & fauna Moorm­er­land. Wäh­rend der Win­ter sich lang­sam ver­ab­schie­det, set­zen das...

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Leer Live 2026: Zwölf Kon­zer­te in zwölf Locations

Leer Live! 2026: Das Knei­pen­fes­ti­val ver­wan­delt die Innen­stadt in eine Konzertmeile LEER – Nach dem beein­dru­cken­den Erfolg der Neu­auf­la­ge im...

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Hei­mat­büh­ne Bin­gum bringt platt­deut­sche Komö­die auf die Bühne

Vor­hang auf in Bin­gum: Pre­mie­re für platt­deut­sche Komö­die „Bi Rön­ne­kamp is Utverkop“ BINGUM – Für die Hei­mat­büh­ne Bin­gum beginnt die...