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Ulf Thie­le: Kul­tus­mi­nis­te­rin darf Samt­ge­mein­de Hesel mit Schul­men­sa nicht hän­gen lassen

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Foto: Von links: Tho­mas Boh­len CDU-Rats­mit­glied Gemein­de Holt­land, CDU-Gene­ral­se­kre­tär Dr. Mar­co Mohr­mann, Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter Uwe The­mann, CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Ulf Thie­le, CDU-Samt­ge­mein­de­ver­bands­vor­sit­zen­de und Kreis­vor­sit­zen­de Mela­nie Non­te, Vor­sit­zen­der der CDU-Frak­ti­on im Samt­ge­mein­de­rat Hesel Hans-Her­mann Joa­chim, Vor­sit­zen­der CDU Holt­land Jon­ny Sie­bens. Foto: Wahl­kreis­bü­ro Ulf Thiele

Ulf Thie­le: Appell an Kul­tus­mi­nis­te­rin, Samt­ge­mein­de Hesel bei Schul­men­sa zu unterstützen

Für den Bau der Men­sa der Gund­schu­le Holt­land dro­hen der Samt­ge­mein­de Hesel nach wie vor hohe Rück­zah­lun­gen in Höhe von bis zu 630.000 Euro an Bund und Land. Nach Wegen aus die­ser für die Kom­mu­ne finan­zi­ell bedroh­li­chen Situa­ti­on such­te am Sams­tag bei einem Orts­ter­min der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le gemein­sam mit Hesels Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter Uwe The­mann und dem Gene­ral­se­kre­tär der CDU in Nie­der­sach­sen, Dr. Mar­ko Mohr­mann (Zeven, Land­kreis Roten­burg), sowie Ver­tre­tern des CDU-Samt­ge­meind­ver­ban­des Hesel unter Lei­tung der Ver­bands- und Kreis­vor­sit­zen­den Mela­nie Non­te. Die kla­re For­de­rung von Thie­le: „Die Kul­tus­mi­nis­te­rin darf die Samt­ge­mein­de Hesel mit den Kos­ten der Schul­men­sa Holt­land nicht hän­gen las­sen. Schließ­lich wur­de durch den Bund, mit Zustim­mung des Lan­des, gera­de erst der Rechts­an­spruch auf einen Ganz­tags-Grund­schul­platz ein­ge­führt. Dafür müs­sen vie­le Kom­mu­nen in Men­sen und Räu­me inves­tie­ren. Das schaf­fen sie nicht aus eige­ner Finanzkraft.“

 

Eigent­lich ist es eine Erfolgs­ge­schich­te. Die Grund­schu­le Holt­land ist sta­bil zwei­zü­gig und bereits seit 2014 eine offe­ne Ganz­tags­schu­le. Und das Inter­es­se von Schü­le­rin­nen und Schü­ler für die Teil­nah­me am Ganz­tags­un­ter­richt wächst ste­tig. Von den 150 Kin­dern nut­zen aktu­ell ein Drit­tel das Ange­bot der Grund­schu­le, mit wei­ter stei­gen­der Ten­denz. Um die­ses Ange­bot über­haupt zu ermög­li­chen, muss­te bis­her viel impro­vi­siert wer­den. So dien­te ein klei­ner Unter­richts­raum nicht nur zur Wis­sens­ver­mitt­lung, son­dern auch als Schul­men­sa und für Nach­hil­fe­an­ge­bo­te in den Nach­mit­tags­stun­den. „Bei immer grö­ße­rer Nach­fra­ge und dem ab 2026 fol­gen­den Rechts­an­spruch auf die­ses Ange­bot ist die­ser Zustand nicht dau­er­haft halt­bar. Dazu gehört auch ein adäqua­tes Lern- und Betreu­ungs­um­feld“, sag­te Thie­le. Aller­dings kann eine finanz­schwa­che Kom­mu­ne wie die Samt­ge­mein­de Hesel ein der­art gro­ßes Bau­vor­ha­ben sei­ner Mei­nung nach kaum aus eige­ner Kraft stem­men. „Bund und Land sind in der Pflicht, denn sie haben den Eltern die Ganz­tags­schu­le ver­spro­chen“, so Thie­le wei­ter. Umso erfreu­li­cher war es dann aus Sicht der Samt­ge­mein­de, im Som­mer 2021 ein Bewil­li­gungs­be­scheid des Nie­der­säch­si­schen Kul­tus­mi­nis­te­ri­ums in Höhe von 678.000 Euro zu erhal­ten. Kon­kret han­del­te es sich dabei um Mit­tel aus dem Ganz­tags­fi­nan­zie­rungs­ge­set­zes (GaFG), die vom Bund stam­men und durch das Land ver­teilt wur­den. Mit der Richt­li­nie wur­den Zuwen­dun­gen zur För­de­rung des beschleu­nig­ten Infra­struk­tur­aus­baus der Ganz­tags­be­treu­ung für Grund­schul­kin­der in Nie­der­sach­sen an die Samt­ge­mein­de aus­ge­zahlt und auch der Bau der mul­ti­funk­tio­na­len Men­sa in Holt­land über­haupt erst mög­lich. Die Bedin­gung: Bis zum 31. Dezem­ber 2021 hät­te das Vor­ha­ben abge­schlos­sen wer­den müs­sen. Das war in Zei­ten von Coro­na, aku­tem Fach­kräf­te- und Mate­ri­al­man­gel aller­dings unmög­lich. Die Bun­des­re­gie­rung gewähr­te daher eine Frist­ver­län­ge­rung bis Ende 2022. 

 

Was waren die beson­de­ren Herausforderungen?

Die Rah­men­be­din­gun­gen für die Aus­füh­run­gen des Baus der Men­sa in Holt­land haben sich seit­her aller­dings nicht ver­bes­sert, ganz im Gegen­teil. Zu den erst­ge­nann­ten Her­aus­for­de­run­gen kamen nun auf­grund des Ukrai­ne-Krie­ges wei­te­re Lie­fer­eng­päs­se bei den Bau­ma­te­ria­li­en. Auch die for­ma­len Hür­den bei der Ver­ga­be von öffent­li­chen Auf­trä­gen wur­den zumin­dest auf­grund der Coro­na-Maß­nah­men beson­ders her­aus­for­dernd. Dazu zäh­len bei­spiels­wei­se die Infor­ma­ti­on und Bera­tung der ver­ant­wort­li­chen Gre­mi­en, Anfer­ti­gun­gen oder Ände­run­gen von Bebau­ungs­plä­nen, Aus­le­gungs­fris­ten und die Aus­schrei­bungs­ver­fah­ren für öffent­li­che Pro­jek­te. Alles nahm viel Zeit in Anspruch. Die Frist reich­te nicht aus und die Rück­zah­lung der För­de­rung drohte.

 

Anhö­rung im Bun­des­tag und Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge an das Kultusministerium

Kon­fron­tiert mit der For­de­rung nach Rück­zah­lung der För­der­mit­tel stell­te Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter The­mann das Pro­blem im Febru­ar 2023 wäh­rend einer Anhö­rung sogar im Deut­schen Bun­des­tag aus­führ­lich dar. Die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Git­ta Con­ne­mann hat­te ihn als Anzu­hö­ren­den dort durch­ge­setzt. Als hie­si­ger Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter schal­te­te sich auch Ulf Thie­le ein und stell­te im Janu­ar 2023 eine Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge an das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um in Han­no­ver, mit der Bit­te Lösun­gen für das Pro­ble­me der Kom­mu­ne nach der nicht frist­ge­rech­ten Umset­zung des Men­sa-Baus auf­zu­zei­gen. Die Kul­tus­mi­nis­te­rin räum­te ein, dass neben Hesel auch ande­re Kom­mu­nen Pro­ble­me bei der Umset­zung hät­ten. Daher stell­te sie in ihrer Ant­wort eine unkom­pli­zier­te Lösung für alle Betei­lig­ten in Aus­sicht. Bei dem Orts­ter­min in Holt­land sprach er die durch das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um in Aus­sicht gestell­ten Lösungs­we­ge erneut an. Nach Anga­ben von Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter The­mann wird immer noch geprüft, ob Teil­ab­rech­nun­gen für Arbei­ten erfol­gen kön­nen, die frist­ge­recht durch­ge­führt wer­den konn­ten. Das könn­te die Rück­för­de­rung um etwa 100.000 Euro redu­zie­ren. „Das wäre bei dem hohen Rück­zah­lungs­vo­lu­men jedoch lei­der nur eine rela­tiv klei­ne Hil­fe für eine finanz­schwa­che Kom­mu­ne im länd­li­chen Raum, zumal die­se Situa­ti­on nicht von ihr zu ver­ant­wor­ten ist. Zudem dau­ert die­se Prü­fung inzwi­schen viel zu lan­ge an. Wir brau­chen jetzt Ent­schei­dun­gen“, so Thiele. 

 

Geziel­te För­de­rung für klei­ne Bil­dungs­ein­rich­tun­gen ermöglichen

Außer­dem sieht er die Chan­ce, bei der Auf­la­ge des neu­en För­der­pro­gramms „Inves­ti­ti­ons­pro­gramm Ganz­tags­aus­bau“ des Bun­des dabei zu sein. Das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um hat­te in sei­ner Ant­wort auf Thie­les Anfra­ge erken­nen las­sen, dass eine För­de­rung der nicht frist­ge­recht fer­tig­ge­stell­ten Tei­le der Men­sa auch aus die­sem Pro­gramm denk­bar sei. „Die Ver­wal­tungs­ver­ein­ba­rung zwi­schen Bun­des­fa­mi­li­en­mi­nis­te­ri­um, Bun­des­bil­dungs­mi­nis­te­ri­um und den Län­dern liegt seit Mit­te Juni vor. Jetzt muss die Kul­tus­mi­nis­te­rin Wort hal­ten und auf die­ser Basis die Men­sa in Holt­land aus­kömm­lich för­dern“, for­dert Thie­le. Dafür sei es erfor­der­lich, die zur Ver­fü­gung ste­hen­den Mit­tel gezielt für Bau­maß­nah­men für den Ganz­tags­aus­bau von Bil­dungsrein­rich­tun­gen ein­zu­set­zen, und auch einen vor­zei­ti­gen Maß­nah­men­be­ginn zuzu­las­sen. „Eine im Kul­tus­mi­nis­te­ri­um eben­falls dis­ku­tier­te Ver­tei­lung des Gel­des nach dem Gieß­kan­nen­prin­zip wür­de der Samt­ge­mein­de Hesel hin­ge­gen kaum hel­fen. Das wäre für dünn­be­sie­del­te Kom­mu­nen und damit für den gesam­ten länd­li­chen Raum ein gro­ßer Nach­teil und wür­de alle gro­ßen Städ­te bevor­zu­gen“, sag­te Thie­le. Daher plä­diert er für eine geziel­te För­de­rung von ein­zel­nen Pro­jek­ten. „Letzt­end­lich wür­den weder Land noch Bund ein Scha­den ent­ste­hen, wenn die Men­sa in Holt­land durch das neue Pro­gramm finan­ziert wür­de. Die Samt­ge­mein­de wür­de den För­der­be­trag aus dem alten Pro­gramm zurück­zah­len und das Geld aus dem neu­en För­der­pro­gramm zurück­er­hal­ten. Es müss­te letzt­lich nur umge­bucht wer­den“, sag­te Thie­le. Er kün­dig­te nach dem Tref­fen am Sams­tag eine erneu­te Par­la­men­ta­ri­sche Anfra­ge an, mit der Bit­te die Inter­es­sen des länd­li­chen Rau­mes bei dem Auf­bau der neu­en För­der­ku­lis­se durch den Bund zu berück­sich­ti­gen und die För­de­rung der Men­sa in Holt­land dort zu berück­sich­ti­gen. In die­sem Sin­ne wol­len CDU-Gene­ral­se­kre­tär Mohr­mann und Thie­le auch Gesprä­che in der CDU-Land­tags­frak­ti­on füh­ren, um dort Rücken­de­ckung für die­ses Vor­ha­ben zu bekommen.


 

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Atom­kraft­geg­ner pro­tes­tie­ren gegen Rosatom-Deal in Lin­gen und Uran-Trans­por­te in Gronau

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Pro­test vor der Brenn­ele­men­te­fa­brik in Lin­gen, 27.07.2026

Erneu­te Pro­tes­te gegen Brenn­ele­men­te­fa­brik in Lin­gen: Kri­tik an Rosatom-Deal hält an

Lingen/Bonn/Hannover – Rund 100 Atom­kraft­geg­ne­rin­nen und Atom­kraft­geg­ner haben am Mon­tag­abend vor der Brenn­ele­men­te­fa­brik in Lin­gen (Ems­land) gegen die jüngst erwei­ter­te Betriebs­er­laub­nis demons­triert. Im Zen­trum der Kri­tik steht die Koope­ra­ti­on mit dem rus­si­schen Staats­kon­zern Rosatom sowie die gene­rel­le Fort­füh­rung der Pro­duk­ti­on. Wei­te­re Pro­tes­te sind für das kom­men­de Wochen­en­de in Gro­nau angekündigt.

Am Mon­tag­abend ver­sam­mel­ten sich nach Anga­ben der Ver­an­stal­ter rund 100 Akti­vis­ten aus Nie­der­sach­sen und Nord­rhein-West­fa­len zu einer Mahn­wa­che vor den Toren der Lin­ge­ner Anla­ge. Mit Kund­ge­bungs­re­den und Trans­pa­ren­ten mach­ten sie ihrem Unmut über die Geneh­mi­gungs­la­ge Luft. Zu dem Pro­test hat­ten neben ört­li­chen Initia­ti­ven aus dem Ems­land und dem Müns­ter­land auch der Bun­des­ver­band Bür­ger­initia­ti­ven Umwelt­schutz (BBU) aufgerufen.

Anlass der Demons­tra­ti­on ist die am 22. Juli 2026 vom nie­der­säch­si­schen Umwelt­mi­nis­te­ri­um in Han­no­ver erteil­te Geneh­mi­gung. Die­se erlaubt der Fabrik, Brenn­stä­be rus­si­scher Bau­art für ost­eu­ro­päi­sche Atom­kraft­wer­ke zu pro­du­zie­ren. Die Maß­nah­me erfolgt in Abstim­mung mit der Bun­des- und Lan­des­re­gie­rung und stößt auf mas­si­ven Wider­stand. Kri­ti­ker wer­fen den Behör­den vor, trotz des beschlos­se­nen Atom­aus­stiegs wei­ter nuklea­re Geschäf­te zu ermög­li­chen – nun auch in direk­ter Zusam­men­ar­beit mit Russland.

BBU for­dert Still­le­gung der Anlage

Der BBU, der sei­nen Sitz in Bonn hat, erneu­er­te sei­ne schar­fe Kri­tik an dem Vor­ha­ben. Trotz zahl­rei­cher Stör­fäl­le in der Ver­gan­gen­heit und der unge­lös­ten Fra­ge nach der dau­er­haf­ten End­la­ge­rung des anfal­len­den Uran­mülls wer­de an der Anla­ge fest­ge­hal­ten. Lin­gen beher­bergt bun­des­weit die letz­te Brenn­ele­men­te­fa­brik, für die es bis­her kei­ne Lauf­zeit­be­gren­zung gibt.

Udo Buch­holz, Vor­stands­mit­glied des BBU, beton­te: „Umwelt­mi­nis­ter Mey­er hät­te, eben­so wie sei­ne Vor­gän­ger, schon längst die Still­le­gung die­ser inter­na­tio­nal umstrit­te­nen Anla­ge ver­fü­gen kön­nen.“ Wäre dies gesche­hen, „dann wäre die gan­ze Dis­kus­si­on um den Ein­stieg des rus­si­schen Rosatom-Kon­zerns über­haupt nicht not­wen­dig gewe­sen“, so Buch­holz weiter.

Trans­por­te und Fol­ge­ter­mi­ne in Gronau

Die Bri­sanz der nuklea­ren Mate­ri­al­flüs­se in der Regi­on bleibt hoch. Am heu­ti­gen Diens­tag erreich­ten erneut meh­re­re LKW mit Uran­he­xa­fluo­rid die Uran­an­rei­che­rungs­an­la­ge (UAA) im nord­rhein-west­fä­li­schen Gro­nau. Uran­he­xa­fluo­rid ist das hoch­ge­fähr­li­che Nukle­ar­ma­te­ri­al, das sowohl in Gro­nau als auch in Lin­gen ver­ar­bei­tet wird.

Der Pro­test gegen die Atom­in­dus­trie ver­ar­bei­ten­de Indus­trie geht am kom­men­den Wochen­en­de wei­ter. Für Sonn­tag, den 2. August 2026, haben Initia­ti­ven zu einer Fahr­rad­de­mons­tra­ti­on nach Gro­nau auf­ge­ru­fen. Sie beginnt um 12 Uhr am Bahn­hof und endet direkt vor der Uran­an­rei­che­rungs­an­la­ge an der Röntgenstraße.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Pro­tes­ten in Gro­nau sind auf der Web­site https://sofa-ms.de abrufbar.

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Ein klei­ner Spa­zier­gang durch den Wilhelminengang

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Blick durch den male­ri­schen Wil­hel­mi­nen­gang auf den ehe­ma­li­gen Hafen­spei­cher, der heu­te als Ver­an­stal­tungs­ort dient. (Foto: Hans-Albert Dirks)

Charme aus ver­gan­ge­nen Jahr­hun­der­ten: Ein Streif­zug durch den Wil­hel­mi­nen­gang in Leer

Ein his­to­ri­scher Blick­fang im Her­zen der Alt­stadt von Leer: Das stim­mungs­vol­le Foto von Hans-Albert Dirks zeigt den male­ri­schen Wil­hel­mi­nen­gang, der sich char­mant zwi­schen der Rat­haus­stra­ße und der Nor­der­stra­ße erstreckt. Die schma­le Gas­se gehört zwei­fel­los zu den meist­fo­to­gra­fier­ten Moti­ven in ganz Ost­fries­land, erfreut sich glei­cher­ma­ßen bei Ein­hei­mi­schen wie Tou­ris­ten größ­ter Beliebt­heit und darf daher bei kei­ner klas­si­schen Stadt­füh­rung fehlen.

Geschich­te trifft auf mari­ti­mes Flair

In unmit­tel­ba­rer Nähe zum his­to­ri­schen Rat­haus sowie dem beleb­ten Han­dels- und Frei­zeit­ha­fen gele­gen, atmet der Wil­hel­mi­nen­gang an jeder Ecke pure Geschich­te. Cha­rak­te­ris­tisch für die Gas­se sind das enge alte Kopf­stein­pflas­ter, das his­to­ri­sche Mau­er­werk und die mar­kan­ten Spei­cher­häu­ser. Einst dien­te der Weg als wich­ti­ger Ver­bin­dungs­weg für Fuhr­wer­ke, die die alten Pack­häu­ser mit Waren versorgten.

Heu­te ver­bin­det der Gang his­to­ri­sche Bau­sub­stanz mit moder­nem Leben: Direkt vor Ort befin­den sich der Kul­tur­spei­cher Leer – ein ehe­ma­li­ger Hafen­spei­cher aus dem Jahr 1778, der heu­te als belieb­ter Ver­an­stal­tungs­raum genutzt wird – sowie die Stadtbibliothek.

Auf den Spu­ren von Wil­hel­mi­ne Siefkes

Sei­nen Namen ver­dankt der Gang einer gro­ßen Per­sön­lich­keit der Regi­on: Der bekann­ten Leera­ner Leh­re­rin und Schrift­stel­le­rin Wil­hel­mi­ne Sief­kes (1890–1984). Als aner­kann­ter „frau­en­ORT“ ist die Gas­se auch fes­ter Bestand­teil der the­ma­ti­schen Stadt­füh­run­gen der Stadt Leer, die sich inten­siv mit dem Leben und lite­ra­ri­schen Wir­ken von Sief­kes auseinandersetzen.

Nach einem Spa­zier­gang durch die his­to­ri­sche Gas­se laden zudem die zahl­rei­chen gemüt­li­chen Cafés, Tee­stu­ben und Restau­rants in der direk­ten Umge­bung zum Ver­wei­len ein.

Ein herz­li­cher Dank gilt an die­ser Stel­le dem Foto­gra­fen Hans-Albert Dirks für die­se wun­der­schö­nen, atmo­sphä­ri­schen Einblicke.

Ansicht des Wil­hel­mi­nen­gangs aus ande­rer Per­spek­ti­ve, der Blick führt nun auf das Gebäu­de des Kul­tur­spei­chers Leer. Der alte Spei­cher mit sei­ner cha­rak­te­ris­ti­schen Fas­sa­de ist deut­lich am Ende der Gas­se zu sehen. (Foto: Hans-Albert Dirks)
Ansicht des Wil­hel­mi­nen­gangs mit Blick auf die Rat­haus­stra­ße. Zu sehen ist das enge Kopf­stein­pflas­ter, gesäumt von his­to­ri­schen Back­stein­ge­bäu­den, an deren Ende die mar­kan­te­re Bebau­ung der Rat­haus­stra­ße erkenn­bar ist. (Foto: Hans-Albert Dirks)
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Frei­bad-Debat­te in Leer: CDU nennt SPD-For­de­rung „finanz­po­li­tisch unseriös“

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Das Hal­len- und Frei­zeit­bad Plyt­je in Leer: Im Zuge der aktu­el­len poli­ti­schen Debat­te um ein mög­li­ches neu­es Frei­bad ver­weist die CDU-Frak­ti­on in ihrer Stel­lung­nah­me auf die bereits bestehen­den Her­aus­for­de­run­gen des bestehen­den Bades, das unter ande­rem mit Per­so­nal­man­gel zu kämp­fen hat, wäh­rend sie gleich­zei­tig die wich­ti­ge Schwimm­aus­bil­dung des Teams aus­drück­lich würdigt.

CDU kon­tert SPD-For­de­rung: Debat­te um neu­es Frei­bad in Leer

Nach­dem das Lese­r­ECHO ges­tern aus­führ­lich über die For­de­rung der SPD nach einem neu­en Frei­bad in Leer berich­tet hat­te, erreich­te unse­re Redak­ti­on nun die offi­zi­el­le Stel­lung­nah­me der CDU-Rats­frak­ti­on. Die Christ­de­mo­kra­ten kri­ti­sie­ren das Vor­ha­ben scharf und stu­fen den Vor­stoß als finanz­po­li­tisch nicht ver­ant­wort­bar ein.

Der CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Ulf-Fabi­an Hein­richs­dorf betont, dass ein eige­nes Frei­bad zwar zwei­fel­los eine Berei­che­rung sei und bei vie­len schö­ne Kind­heits­er­in­ne­run­gen wecke, die Rea­li­tät des städ­ti­schen Haus­halts jedoch dage­gen spreche:

„Die ent­schei­den­de Fra­ge ist aber nicht, ob wir uns ein Frei­bad wün­schen, son­dern ob wir es uns leis­ten können.“

Mas­si­ve finan­zi­el­le Belas­tung und offe­ne Gegenfinanzierung

Ein Neu­bau wür­de laut CDU Inves­ti­tio­nen in Mil­lio­nen­hö­he sowie dau­er­haft hohe Unter­hal­tungs- und Betriebs­kos­ten ver­ur­sa­chen. Ange­sichts der ange­spann­ten Haus­halts­la­ge sieht die Frak­ti­on kei­nen Spiel­raum für frei­wil­li­ge Mil­lio­nen­pro­jek­te. Zudem ver­weist die CDU auf drin­gen­de Pflicht­auf­ga­ben und not­wen­di­ge Inves­ti­tio­nen der kom­men­den Jahre:

  • Sanie­rung der Grundschulen

  • Erneue­rung und Instand­set­zung maro­der Brü­cken und Straßen

  • Wei­te­re Inves­ti­tio­nen in die kom­mu­na­le Infrastruktur

Die CDU wirft der SPD vor, Wunsch­po­li­tik zu betrei­ben und gleich­zei­tig ande­re teu­re Pro­jek­te – wie den gefor­der­ten Umbau der Heis­fel­der Stra­ße zur Ein­spu­rig­keit – zu for­dern. „Wer immer neue For­de­run­gen auf­stellt, muss den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern auch ehr­lich sagen, wel­che Pro­jek­te dafür zurück­ge­stellt wer­den oder wo das Geld her­kom­men soll“, so Heinrichsdorf.

Das Per­so­nal­pro­blem am Plytje

Ein wei­te­rer von der SPD laut CDU aus­ge­blen­de­ter Aspekt sei der aku­te Fach­kräf­te­man­gel. Das bestehen­de Hal­len- und Frei­zeit­bad Plyt­je müs­se schon heu­te regel­mä­ßig Öff­nungs­zei­ten ein­schrän­ken, weil qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal für den Bade­be­trieb fehlt. Ein zusätz­li­ches Frei­bad wür­de die­sen Per­so­nal­man­gel mas­siv verschärfen.

Dank an das Plyt­je und Blick auf Alternativen

Trotz der kla­ren Absa­ge an den Neu­bau unter­streicht die CDU die Bedeu­tung der Schwimm­aus­bil­dung: Ein aus­drück­li­cher Dank gilt dem Per­so­nal des Plyt­jes, das Kin­dern mit gro­ßem Ein­satz den Weg zum See­pferd­chen ermög­licht. Ergän­zend ver­weist die Frak­ti­on auf die zahl­rei­chen Bade­seen in der Regi­on, die im Som­mer zusätz­li­che Frei­zeit­an­ge­bo­te bieten.

Hein­richs­dorf schließt mit einem kla­ren Appell an eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Haushaltspolitik:

„Ehr­lich­keit gegen­über den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ist uns wich­ti­ger als popu­lä­re Schlag­zei­len. Es kann nicht unser Anspruch sein, der nächs­ten Gene­ra­ti­on einen immer grö­ße­ren Schul­den­berg zu hinterlassen.“

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POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 27.07.2026     Emden — Verkehrsunfallflucht Am 15.07.2026 beschä­dig­te ein der­zeit noch...

Lokal

SPD for­dert in neu­er Initia­ti­ve den Bau eines Freibades

Im Juni 2014 prä­sen­tier­te sich das Frei­bad der Stadt Leer noch in vol­lem Betrieb, wie die­se Auf­nah­me zeigt. Es war...

Veranstaltung

Musik, die bewegt: DILIAN live in der Ev.-ref. Kir­che Ditzum

Klang­ge­wal­tig und berüh­rend: DILIAN bringt Pop-Rock mit Tief­gang in die Ev.-ref. Kir­che Ditzum Jem­gum-Ditz­um – Musik, die Her­zen öff­net und...

Veranstaltung

Kult-Kom­mis­sar live in Hoya: Roland Jan­kow­sky gas­tiert im Kulturspeicher

Kri­mi­na­lis­ti­sche Spit­zen­un­ter­hal­tung im Kul­tur­spei­cher: Roland Jan­kow­sky liest „Sie nann­ten ihn Overbeck“ Eigent­lich muss man Roland Jan­kow­sky längst nicht mehr vor­stel­len....

Lokal

Lebens­ret­ten­de Hil­fe in der Regi­on: DRK ruft zur Blut­spen­de auf

Blut­spen­de­rin­nen und Blut­spen­der wer­den drin­gend gesucht: Ange­spann­te Ver­sor­gungs­la­ge in den Sommerferien DRK-Blut­spen­de­dienst NSTOB alar­miert: Lager­be­stän­de kri­tisch – Spen­de­auf­kom­men bleibt hin­ter...

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Reich­wei­ten­stark kom­mu­ni­zie­ren: Ver­net­zung von Face­book und Por­ta­len ohne Paywalls

War­um Ver­net­zung hohe Reich­wei­te schafft – Face­book & Online‑Portale im Zusammenspiel In einer Zeit, in der Auf­merk­sam­keit die wich­tigs­te Wäh­rung...

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Frei­er Zugang zu regio­na­len News: Lese­r­ECHO-Ver­lag for­ciert media­le Teilhabe

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Laut, ehr­lich, Sem­mel­rog­ge: Wenn eine Kult-Legen­de den Kul­tur­spei­cher rockt!

Mar­tin Sem­mel­rog­ge live in Leer: Ein wil­der Ritt durch 50 Jah­re „Para­gra­phistan“ Unver­wech­sel­bar, unka­putt­bar und das wohl bekann­tes­te Steh­auf­männ­chen der...

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Genuss in his­to­ri­scher Kulis­se: Das 25. Leera­ner Wein­fest im Rathaus-Innenhof

Jubi­lä­um im his­to­ri­schen Rat­haus-Innen­hof: 25. Leera­ner Wein­fest lädt zum Genie­ßen ein Ein Vier­tel­jahr­hun­dert Genuss­kul­tur im Her­zen von Leer: Am 7. und...

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Der 14. Kunst- & Hand­wer­ker­markt erobert Leers Altstadt!

Som­mer­zau­ber & Krea­ti­vi­tät: Der 14. Kunst- & Hand­wer­ker­markt ver­wan­delt Leers Alt­stadt in ein Freilichtatelier Ein som­mer­li­ches Fest für alle Sin­ne...

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Bost Rock Trio live im „Night­fe­ver“: Ein Abend vol­ler Musik­ge­schich­te in Leer!

Das Foto zeigt das „Bost Rock Trio“, v. l. n. r.: Man­fred Jans­sen, Rein­hard de Witt und Rem­mer Hein (Foto:...

Lokal

Fest der Kul­tu­ren in Leer: Ein Tag vol­ler Musik, Tanz und Begegnungen!

Das Orga­ni­sa­ti­ons­team des Arbeits­krei­ses für inter­kul­tu­rel­le Ver­stän­di­gung (v.l.: Katha­ri­na Birch, Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst, Jörg Ken­ter, Tom­ke Hamer, Hei­ke Leim­ke, Gerd...

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