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Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung: In den letz­ten Jah­ren immer teu­rer – heu­te wich­ti­ger denn je!

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Die Vor­stands­mit­glie­der Tho­mas Weiss (Vor­sit­zen­der) und Ger­rit Wil­ken (rechts außen) und Signe Foetz­ki (Pres­se­spre­che­rin) freu­en sich über das gute Geschäfts­jah­res­er­geb­nis 2024.

Das Geschäfts­jahr 2024 der Brand­kas­se zeigt: Kli­ma­ri­si­ken neh­men zu, der Ver­si­che­rungs­schutz wird immer wichtiger.

2024 – Ein Jahr vol­ler Herausforderungen

„Die Welt ist im Wan­del“, eröff­net Vor­stands­vor­sit­zen­der Tho­mas Weiss gemein­sam mit sei­nem Kol­le­gen Ger­rit Wil­ken die dies­jäh­ri­ge Pres­se­kon­fe­renz. Poli­ti­sche Umbrü­che, der Kli­ma­wan­del, glo­ba­le Kri­sen­her­de und Kapi­tal­markt­ver­än­de­run­gen bestimm­ten die Rah­men­be­din­gun­gen. Auch in Ost­fries­land ist die­se Ent­wick­lung spür­bar – wirt­schaft­lich wie klimatisch.

Trotz allem bleibt die Brand­kas­se, seit über 271 Jah­ren, ein ver­läss­li­cher Pfei­ler der Regi­on. Auch das ver­gan­ge­ne Jahr for­der­te das Unter­neh­men: Ein erneut mas­si­ver Stark­re­gen ver­ur­sach­te mil­lio­nen­schwe­re Schä­den – und nur etwa die Hälf­te aller Gebäu­de in der Regi­on sind gegen Ele­men­tar­ge­fah­ren versichert.


Soli­des Ergeb­nis trotz Sturm und Krise

Mit einem Jah­res­über­schuss von 779.000 EUR nach Steu­ern zeigt sich die Brand­kas­se zufrie­den. Grund­la­ge für das soli­de Ergebnis:

  • Güns­ti­ger Schadenverlauf

  • Stei­gen­de Bei­trags­ein­nah­men im selbst abge­schlos­se­nen Geschäft

  • Sta­bi­le Erträ­ge aus Vermittlungsgeschäften

  • Effi­zi­en­te Kostenstruktur

Rund 250 Mit­ar­bei­ten­de und ca. 40 Geschäfts­stel­len sowie Spar­kas­sen­part­ner tra­gen das Unter­neh­men. Das enge Netz und die kon­se­quen­te Umset­zung des Mot­tos „Aus Ost­fries­land, für Ost­fries­land“ sichern die star­ke regio­na­le Marktposition.


Scha­den­auf­wand: Täg­lich 142.000 Euro

Das Jahr 2024 war durch Natur- und Feu­er­schä­den geprägt:

  • 5 Natur­er­eig­nis­se: Scha­den­auf­wand 3,57 Mio. EUR

  • 8 Feu­er­schä­den & 1 Lei­tungs­was­ser­scha­den: 5,58 Mio. EUR

Ins­ge­samt ver­zeich­ne­te die Brand­kas­se etwa 9.400 Scha­den­fäl­le mit einem Gesamt­auf­wand von 31,3 Mio. EUR. Das ent­spricht einer Brut­to­scha­den­quo­te von 57,2 %, klar unter dem Plan­wert (70 %). Pro Arbeits­tag zahl­te oder reser­vier­te die Brand­kas­se etwa 142.000 EUR – rund 20.000 EUR mehr als 2023.


Foto: Brand­kas­se

Unwet­ter im August: 1,8 Mil­lio­nen Euro Schaden

Ein Stark­re­gen­er­eig­nis am 13./14. August in der Regi­on Aurich war beson­ders gra­vie­rend:
650 Kun­din­nen und Kun­den waren betrof­fen. Das Was­ser stand vie­ler­orts so hoch, dass sich gan­ze Stra­ßen­zü­ge in Seen ver­wan­del­ten. Schnel­le Reak­ti­on war gefragt – Geschäfts­stel­len, Mit­ar­bei­ten­de und Spar­kas­sen­part­ner waren im Dauereinsatz.


Bei­trags­ein­nah­men stei­gen – Sen­si­bi­li­tät wächst

Zum 31.12.2024 ver­zeich­ne­te die Brandkasse:

  • Gesamt­be­stand (inkl. Ver­mitt­lungs­ge­schäft, ohne Leben/Kranken): ca. 80,7 Mio. EUR

  • Selbst abge­schlos­se­nes Geschäft: ca. 55,3 Mio. EUR (Vor­jahr: 52,2 Mio. EUR)

  • Ver­si­che­rungs­ver­trä­ge: ca. 300.000, davon 55.000 Kfz-Ver­trä­ge

Die zuneh­men­den Natur­er­eig­nis­se stei­gern das Bewusst­sein der Kun­din­nen und Kun­den. Vie­le las­sen ihren Ver­si­che­rungs­schutz prü­fen – die Pro­duk­te der Brand­kas­se sind ent­spre­chend fle­xi­bel und bedarfsorientiert.


Betriebs­aus­ga­ben und Eigenkapital

Die Brut­to­auf­wen­dun­gen im selbst abge­schlos­se­nen Geschäft betru­gen 14,2 Mio. EUR. Dar­in ent­hal­ten: vie­le Pro­jek­te im Bereich Vor­sor­ge und Gemein­wohl.

Die Brut­to­kos­ten­quo­te lag bei 25,9 % – unter Plan.

Stolz ist die Brand­kas­se auch auf ihre Eigenkapitalausstattung:

  • Eigen­ka­pi­tal­quo­te: 116 % (bezo­gen auf ver­dien­te Nettobeiträge)

  • Schwan­kungs­rück­stel­lung: 3.718 TEUR

  • Ergeb­nis vor Steu­ern: 2.941 TEUR

  • Steu­ern: 2.162 TEUR

Dank die­ser Rück­la­gen kann das Unter­neh­men Risi­ken weit­ge­hend selbst tra­gen und benö­tigt nur begrenzt Rück­ver­si­che­rungs­schutz – eine Aus­nah­me in der Branche.


Aus­blick auf 2025: Kon­ti­nui­tät und neue Herausforderungen

Bis zum 31. März 2025 stie­gen die Bestands­bei­trä­ge um 3,7 % gegen­über dem Vorjahresquartal.

Am 16. Janu­ar 2025 kam es zu einem ver­hee­ren­den Brand: Ein Ein­fa­mi­li­en­haus brann­te voll­stän­dig nie­der. Scha­den­hö­he: ca. 605 TEUR. Glück­li­cher­wei­se gab es kei­ne Ver­letz­ten – die Kat­warn-Warn­mel­dung funk­tio­nier­te zuverlässig.


Gemein­wohl und Vor­sor­ge: Regio­na­le Verantwortung

Die Brand­kas­se enga­giert sich wei­ter­hin stark:

  • 57.000 EUR für ost­frie­si­sche Feu­er­weh­ren als „Sprit­zen­prä­mi­en“

  • 20.000 EUR für Ver­kehrs­wach­ten – etwa zur Aus­stat­tung von Radfahrprüfungen

  • Wei­te­re Pro­jek­te mit der Ost­frie­si­schen Landschaft

„Unse­re Unter­stüt­zung gilt den vie­len Ehren­amt­li­chen – ihr Ein­satz ist unbe­zahl­bar“, so Ger­rit Wilken.


Aus Ost­fries­land, für Ostfriesland

Die Brand­kas­se begeg­net Digi­ta­li­sie­rung, demo­gra­fi­schem Wan­del und Nach­hal­tig­keit mit Zuver­sicht. Als öffent­lich-recht­li­cher Ver­si­che­rer ist sie fest in Ost­fries­land ver­wur­zelt und wirt­schaft­lich gesund. Tho­mas Weiss schließt mit kla­ren Worten:

„Wir wach­sen wei­ter. Wir sichern Arbeits­plät­ze. Unser Tun und Han­deln kommt Ost­fries­land zugu­te – und so soll es bleiben!“

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Wär­me­pum­pen in Ost­fries­land gefragt: Woort­mann in Flachs­meer mit vol­len Auftragsbüchern

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Im Gespräch (von links): Nico Blo­em, Fried­helm Wort­mann, Pro­ku­rist Ubbo Höne­ke und Ernst-Ingo Lind. Bild: pri­vat

Nach­fra­ge nach Wär­me­pum­pen steigt deut­lich: Hand­werks­be­trieb Woort­mann in Flachs­meer gut ausgelastet

Westoverledingen/Flachsmeer – Die Nach­fra­ge nach Wär­me­pum­pen zieht deut­lich an. Immer mehr Men­schen ent­schei­den sich beim Ein­bau einer neu­en Hei­zung für die­se Tech­no­lo­gie. Das berich­te­te Fried­helm Wort­mann, Chef des Hand­werks­be­triebs „Woort­mann Hei­zung – Bäder – Elek­tro“ in Flachs­meer, beim Besuch des SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Nico Blo­em im Rah­men sei­ner Som­mer­rei­se. Beglei­tet wur­de Blo­em vom Kreis­tags­ab­ge­ord­ne­ten und SPD-Orts­ver­eins­vor­sit­zen­den Ernst-Ingo Lind.

„Wer sich eine neue Hei­zung anschafft, wählt jetzt immer häu­fi­ger die Wär­me­pum­pe“, erklär­te Fried­helm Wort­mann. Sein 1990 gegrün­de­ter Betrieb ist im Raum Leer und Papen­burg tätig und der­zeit gut aus­ge­las­tet. Die Auf­trags­bü­cher sind voll, ins­ge­samt 25 Män­ner und Frau­en haben bei Woort­mann einen Arbeitsplatz.

Hei­zung, Bäder und Elek­tro aus einer Hand

Ein Mar­ken­zei­chen des Unter­neh­mens ist das brei­te Ange­bot. „Wir bie­ten alles an. Wenn jemand ein Swim­ming­pool auf einem Schorn­stein haben möch­te, dann machen wir das“, sag­te Wort­mann mit einem Augenzwinkern.

Auch mit der Aus­bil­dungs­si­tua­ti­on zeigt sich der Fir­men­chef zufrie­den. Der­zeit beschäf­tigt der Betrieb drei Aus­zu­bil­den­de. Den­noch sieht Wort­mann Her­aus­for­de­run­gen für das Hand­werk und die gesam­te Baubranche.

„Es wird zu viel gebremst. Wenn Unsi­cher­hei­ten da sind, zögern die Kun­den eben“, kri­ti­sier­te der Unter­neh­mer. Gera­de bei Inves­ti­tio­nen in neue Hei­zun­gen und Gebäu­de­tech­nik könn­ten unkla­re Rah­men­be­din­gun­gen dazu füh­ren, dass Ent­schei­dun­gen hin­aus­ge­zö­gert werden.

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Hand­werk wünscht sich neu­en Schwung beim Neubau

Wie vie­le Hand­werks­un­ter­neh­men in der Regi­on hofft auch Fried­helm Wort­mann dar­auf, dass der Neu­bau­sek­tor in Ost­fries­land wie­der stär­ker in Schwung kommt. Eine Bele­bung der Bau­tä­tig­keit wür­de nach sei­ner Ein­schät­zung auch dem regio­na­len Hand­werk zugutekommen.

Nico Blo­em ver­wies in die­sem Zusam­men­hang auf den Bau­tur­bo und neue Bau­ord­nun­gen, die das Bau­en ins­ge­samt erleich­tern sol­len. Ziel sei es, Hemm­nis­se abzu­bau­en und Bau­vor­ha­ben schnel­ler auf den Weg zu bringen.

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Blo­em: „Es muss eine kla­re Linie in der Ener­gie­po­li­tik geben“

Der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te bedank­te sich bei Fried­helm Wort­mann für den Ein­blick in den Betrieb und die offe­nen Wor­te. „Die klei­nen und mitt­le­ren Hand­werks­un­ter­neh­men tra­gen unse­re Wirt­schaft und damit auch unse­re Gesell­schaft“, beton­te Bloem.

Die Kri­tik des Unter­neh­mers kön­ne er gut nach­voll­zie­hen und tei­le die­se eben­falls. „Es darf kei­ne Ver­un­si­che­run­gen geben. Es muss eine kla­re Linie in der Ener­gie­po­li­tik geben“, so der Landtagsabgeordnete.

Dazu gehö­re sei­ner Mei­nung nach auch, dass die Anschaf­fung von Wär­me­pum­pen wei­ter­hin geför­dert wer­den müs­se. Gera­de für Hand­werks­be­trie­be sei­en ver­läss­li­che poli­ti­sche Rah­men­be­din­gun­gen wich­tig, damit Unter­neh­men und Kun­den lang­fris­tig pla­nen könnten.

Auch die Ent­wick­lung des Betriebs Woort­mann wür­dig­te Blo­em: „Woort­mann hat sich über Jah­re einen her­vor­ra­gen­den Ruf in der Regi­on erar­bei­tet – und ich freue mich natür­lich über jede Nach­richt, dass der Laden läuft“, sag­te der Landtagsabgeordnete.

Der Besuch mach­te deut­lich, wel­che The­men das regio­na­le Hand­werk der­zeit beschäf­ti­gen: eine stei­gen­de Nach­fra­ge nach Wär­me­pum­pen und moder­ner Heiz­tech­nik, vol­le Auf­trags­bü­cher, Fach­kräf­te- und Aus­bil­dungs­fra­gen sowie der Wunsch nach ver­läss­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen und mehr Dyna­mik im Neubau.

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Jugend­feu­er­weh­ren in Folm­husen: Hol­ter­fehn gewinnt Jugendnachmittag

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Die Sie­ger der Jugend­feu­er­wehr Hol­ter­fehn freu­en sich über den ers­ten Platz beim Jugend­nach­mit­tag in Folm­husen. Foto: Jugend­feu­er­wehr Folmhusen

Jugend­feu­er­weh­ren zei­gen Team­geist und Ein­satz in Folmhusen

Span­nen­der Jugend­nach­mit­tag mit sie­ben Grup­pen – Hol­ter­fehn sichert sich den ers­ten Platz

FOLMHUSEN. Team­ar­beit, Geschick­lich­keit und Schnel­lig­keit stan­den am Sams­tag­nach­mit­tag in Folm­husen im Mit­tel­punkt. Beim dies­jäh­ri­gen Jugend­nach­mit­tag der Jugend­feu­er­weh­ren tra­ten ins­ge­samt sie­ben Grup­pen in einem gemein­sa­men Wett­be­werb gegen­ein­an­der an.

An ver­schie­de­nen Sta­tio­nen muss­ten die Nach­wuchs­feu­er­wehr­leu­te unter­schied­li­che Auf­ga­ben bewäl­ti­gen. Dabei waren nicht nur Geschick und Schnel­lig­keit gefragt, son­dern vor allem auch eine gute Zusam­men­ar­beit inner­halb der Grup­pen. Die Jugend­li­chen zeig­ten gro­ßen Ein­satz und sorg­ten damit für einen abwechs­lungs­rei­chen und span­nen­den Nachmittag.

Am Ende durf­te sich die Jugend­feu­er­wehr Hol­ter­fehn über den Sieg freu­en. Sie setz­te sich gegen die Kon­kur­renz durch und beleg­te den ers­ten Platz. Rang zwei ging an die Jugend­feu­er­wehr West­rhau­der­fehn, gefolgt von Völ­len­er­fehn auf dem drit­ten Platz.

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Die Plat­zie­run­gen im Überblick

  1. Hol­ter­fehn
  2. West­rhau­der­fehn
  3. Völ­len­er­fehn
  4. Völ­len­er­kö­nigs­fehn
  5. Flachs­meer 1
  6. Folm­husen
  7. Flachs­meer 2

 

Bei der anschlie­ßen­den Sie­ger­eh­rung wur­den die Leis­tun­gen der Jugend­li­chen ent­spre­chend gewür­digt. Die drei erst­plat­zier­ten Grup­pen erhiel­ten jeweils einen Pokal. Doch auch für alle ande­ren Teil­neh­mer gab es eine Beloh­nung: Jede teil­neh­men­de Jugend­feu­er­wehr durf­te sich über eine gro­ße Packung Hari­bo freuen.

Im Mit­tel­punkt des Jugend­nach­mit­tags stand jedoch nicht allein der Wett­be­werb. Die Ver­an­stal­tung bot den Nach­wuchs­feu­er­wehr­leu­ten vor allem die Gele­gen­heit, Gemein­schaft, Team­geist und Kame­rad­schaft über die Gren­zen der ein­zel­nen Orts­feu­er­weh­ren hin­weg zu erleben.

Sol­che Ver­an­stal­tun­gen sind ein wich­ti­ger Bestand­teil der Jugend­ar­beit der Feu­er­wehr. Sie ver­bin­den Spiel und Wett­be­werb mit wich­ti­gen Erfah­run­gen, die auch für den spä­te­ren Feu­er­wehr­dienst von Bedeu­tung sind: gemein­sam anpa­cken, sich auf­ein­an­der ver­las­sen und als Team Lösun­gen finden.

Quel­le: Mar­kus Bruns, Gemein­de­feu­er­wehr­pres­se­wart, Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Westoverledingen

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Ulf Thie­le ver­mit­telt 11,7 Mil­lio­nen Euro För­de­rung: Neue Gewer­be­flä­chen in Leer

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Der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le (CDU) hat­te gro­ßen Anteil an der Erwei­te­rung des Leera­ner Gewer­be­ge­bie­tes Benz­stra­ße. Gemein­sam mit Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst und zahl­rei­chen Ehren­gäs­ten durch­schnitt er das rote Band. Nach der Ver­mitt­lung einer Lan­des­för­de­rung konn­te der moo­ri­ge Boden aus­ge­tauscht wer­den.
Foto: Jür­gen Eden/Wahlkreisbüro Ulf Thiele

Neue Gewer­be­flä­chen an der Benz­stra­ße in Leer eröff­net – 11,7 Mil­lio­nen Euro För­de­rung ermög­li­chen Erschließung

Leer. Nach lan­ger Vor­be­rei­tung ist ein wich­ti­ger Schritt für die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung der Stadt Leer geschafft: Die rund 12,5 Hekt­ar gro­ße Gewer­be­flä­che an der Benz­stra­ße direkt an der A31 ist offi­zi­ell eröff­net und frei­ge­ge­ben. Die neu­en, ver­kehrs­güns­tig gele­ge­nen Gewer­be­flä­chen sol­len Unter­neh­men Raum für Neu­an­sied­lun­gen, Inves­ti­tio­nen und Betriebs­er­wei­te­run­gen bieten.

Die Erschlie­ßung des Are­als war aller­dings mit erheb­li­chen Her­aus­for­de­run­gen ver­bun­den. Der Unter­grund besteht aus Moor­bo­den, wodurch die Arbei­ten beson­ders auf­wen­dig und kos­ten­in­ten­siv wur­den. Eine ent­schei­den­de Rol­le bei der Finan­zie­rung spiel­te des­halb die Unter­stüt­zung des Lan­des Nie­der­sach­sen. Im Jahr 2022 wur­de eine För­de­rung von rund 11,7 Mil­lio­nen Euro aus der Gemein­schafts­auf­ga­be „Ver­bes­se­rung der regio­na­len Wirt­schafts­struk­tur“ (GRW) ermöglicht.

Eine wich­ti­ge Rol­le bei der Ver­mitt­lung der För­de­rung spiel­te der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le. Er hat­te sich inten­siv für die Ent­wick­lung der Gewer­be­flä­che ein­ge­setzt und dabei ins­be­son­de­re den Aus­tausch zwi­schen der Stadt Leer und dem damals CDU-geführ­ten nie­der­säch­si­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um unterstützt.

Thie­le: „Wich­ti­ger Schritt für die wirt­schaft­li­che Zukunft Leers“

Bei der offi­zi­el­len Eröff­nung mach­te Ulf Thie­le deut­lich, wel­che Bedeu­tung die neu­en Gewer­be­flä­chen für die Stadt haben.

„Eine wirt­schaft­lich star­ke Stadt braucht Platz für Unter­neh­men, die inves­tie­ren, sich ansie­deln oder ihren bestehen­den Betrieb erwei­tern wol­len. Genau die­ser Platz hat Leer über vie­le Jah­re gefehlt. Des­halb ist es ein wich­ti­ger Schritt für die wirt­schaft­li­che Zukunft unse­rer Kreis­stadt, dass die Stadt jetzt end­lich wie­der eige­ne Gewer­be­flä­chen anbie­ten kann“, erklär­te Thiele.

Ohne die öffent­li­che För­de­rung wäre die Erschlie­ßung nach sei­ner Ein­schät­zung kaum zu wirt­schaft­lich ver­tret­ba­ren Grund­stücks­prei­sen mög­lich gewe­sen. Die schwie­ri­gen Boden­ver­hält­nis­se hät­ten die Kos­ten erheb­lich in die Höhe getrieben.

In den Gesprä­chen mit der Stadt sei sei­ner­zeit deut­lich gewor­den, dass ohne ent­spre­chen­de Unter­stüt­zung Grund­stücks­prei­se von etwa 200 Euro pro Qua­drat­me­ter hät­ten kal­ku­liert wer­den müs­sen. Ein sol­ches Preis­ni­veau sei zwar in Metro­pol­re­gio­nen denk­bar, für eine klei­ne­re Stadt wie Leer jedoch kaum realisierbar.

Unter­stüt­zung durch Alt­hus­mann und Lindner

Vor dem Durch­schnei­den des roten Ban­des erin­ner­te Ulf Thie­le aus­drück­lich an den dama­li­gen nie­der­säch­si­schen Wirt­schafts­mi­nis­ter Dr. Bernd Alt­hus­mann sowie sei­nen dama­li­gen Staats­se­kre­tär Dr. Ber­end Lind­ner.

„Bernd Alt­hus­mann hat die poli­ti­sche Unter­stüt­zung für das Vor­ha­ben gege­ben und damit eine ent­schei­den­de Vor­aus­set­zung für die Rea­li­sie­rung geschaf­fen. Und ich erin­ne­re mich noch sehr gut dar­an, wie inten­siv Ber­end Lind­ner als Staats­se­kre­tär im Hin­ter­grund dar­an mit­ge­wirkt hat, die offe­nen Fra­gen zu klä­ren und den Weg für einen erfolg­rei­chen För­der­an­trag frei­zu­ma­chen. Dafür bin ich bei­den bis heu­te sehr dank­bar“, sag­te Thiele.

Auch er selbst habe sich sei­ner­zeit inten­siv dafür ein­ge­setzt, die Stadt Leer und das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um zusammenzubringen.

„Mir war wich­tig, dass aus dem lan­ge bestehen­den Bedarf end­lich ein rea­li­sier­ba­res Pro­jekt wird“, so Thiele.

Er habe an ver­schie­de­nen Stel­len die Gesprä­che unter­stützt und dafür gewor­ben, gemein­sam eine trag­fä­hi­ge Lösung für die schwie­ri­ge Erschlie­ßung zu finden.

„Dass dies gelun­gen ist, zeigt, was mög­lich ist, wenn Kom­mu­ne und Land gemein­sam an einem Strang zie­hen“, beton­te der Landtagsabgeordnete.

GRW-För­de­rung bringt auch Ein­schrän­kun­gen mit sich

Die För­de­rung des Lan­des hat aller­dings nicht nur Vor­tei­le. Durch die För­der­be­din­gun­gen der GRW-För­de­rung gel­ten bestimm­te Vor­ga­ben für die Ver­mark­tung der neu­en Gewerbeflächen.

Die Grund­stü­cke sol­len vor­ran­gig Unter­neh­men zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, die die ent­spre­chen­den GRW-För­der­kri­te­ri­en erfül­len. Das bedeu­tet gleich­zei­tig, dass bestimm­te über­wie­gend regio­nal täti­ge Gewer­ke und Bran­chen auf den neu erschlos­se­nen Flä­chen nicht oder nur ein­ge­schränkt berück­sich­tigt wer­den können.

Thie­le bezeich­ne­te dies als „Kehr­sei­te“ der Förderung.

„Das ist die Kehr­sei­te der För­de­rung, die die Erschlie­ßung die­ses schwie­ri­gen Gelän­des wirt­schaft­lich über­haupt erst mög­lich gemacht hat. Gera­de des­halb müs­sen wir bei der wei­te­ren Gewer­be­flä­chen­ent­wick­lung auch die­je­ni­gen hei­mi­schen Unter­neh­men im Blick behal­ten, die auf­grund der För­der­be­din­gun­gen hier nicht zum Zuge kom­men kön­nen“, erklär­te er.

Wei­te­re Gewer­be­flä­chen an der Benz­stra­ße bereits in Planung

Mit der Eröff­nung der neu­en Flä­che soll die Gewer­be­ent­wick­lung in Leer jedoch nicht been­det sein. Im Gegen­teil: Bereits eine wei­te­re Erwei­te­rung des Gewer­be­ge­bie­tes ist im Rah­men des Bebau­ungs­plans Nr. 236 in Planung.

Thie­le sieht des­halb einen direk­ten Zusam­men­hang zwi­schen dem jetzt fer­tig­ge­stell­ten Abschnitt und der wei­te­ren Ent­wick­lung des Gewerbestandortes.

„Der heu­ti­ge Tag ist für mich des­halb nicht der Schluss­punkt der Gewer­be­flä­chen­ent­wick­lung an der Benz­stra­ße. Mit der Erschlie­ßung des B‑Plans 205 wird zugleich eine wich­ti­ge infra­struk­tu­rel­le Grund­la­ge für die wei­te­re Ent­wick­lung die­ses Gewer­be­stand­or­tes geschaf­fen. Jetzt kommt es dar­auf an, die­sen Weg kon­se­quent fort­zu­set­zen“, sag­te Thiele.

Gera­de bei der nächs­ten Erwei­te­rung bestehe die Mög­lich­keit, Finan­zie­rung und Ver­mark­tung so zu gestal­ten, dass auch Unter­neh­men eine Per­spek­ti­ve bekom­men, die auf­grund der GRW-Vor­ga­ben im jetzt erschlos­se­nen Abschnitt nicht oder nur ein­ge­schränkt berück­sich­tigt wer­den können.

Hei­mi­sche Unter­neh­men sol­len eben­falls wach­sen können

Aus Sicht des Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten soll­ten ins­be­son­de­re die bereits in Leer ansäs­si­gen Hand­werks- und Gewer­be­be­trie­be bei der wei­te­ren Pla­nung berück­sich­tigt werden.

„Gera­de unse­re hei­mi­schen Hand­werks- und Gewer­be­be­trie­be brau­chen Erwei­te­rungs­mög­lich­kei­ten. Wer seit vie­len Jah­ren in Leer Arbeits­plät­ze schafft, jun­ge Men­schen aus­bil­det, inves­tiert und Gewer­be­steu­er zahlt, muss auch die Chan­ce bekom­men, in Leer wei­ter zu wach­sen“, erklär­te Thiele.

Bei der nächs­ten Erwei­te­rung müs­se des­halb von Beginn an dar­auf geach­tet wer­den, mög­lichst gro­ße Hand­lungs­spiel­räu­me für die­se Betrie­be zu erhalten.

„Neue Ansied­lun­gen und Wachs­tum des hei­mi­schen Mit­tel­stan­des gehö­ren zusam­men“, so Thiele.

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Gewer­be­flä­chen sind stra­te­gisch wich­tig für den Wirt­schafts­stand­ort Leer

Für die Stadt Leer hat die kon­ti­nu­ier­li­che Ent­wick­lung neu­er Gewer­be­flä­chen eine stra­te­gi­sche Bedeu­tung. Als Kreis­stadt und wirt­schaft­li­ches Zen­trum der Regi­on müs­se Leer dau­er­haft über ein aus­rei­chen­des und mög­lichst viel­fäl­ti­ges Ange­bot an Gewer­be­grund­stü­cken verfügen.

Die neue Flä­che an der Benz­stra­ße bie­tet dabei einen beson­de­ren Stand­ort­vor­teil: Sie liegt ver­kehrs­güns­tig an der A31 und schafft damit attrak­ti­ve Vor­aus­set­zun­gen für Unter­neh­men, die auf eine gute Ver­kehrs­an­bin­dung ange­wie­sen sind.

Thie­le sieht in der Lan­des­för­de­rung des­halb nicht nur einen Bei­trag zur aktu­el­len Erschließung.

„Die Lan­des­för­de­rung hat nicht nur dazu bei­getra­gen, dass wir heu­te die­se neu­en Gewer­be­flä­chen eröff­nen kön­nen. Mit der jetzt geschaf­fe­nen Erschlie­ßung ent­steht zugleich eine wesent­li­che Grund­la­ge für die wei­te­re Ent­wick­lung des Stand­or­tes. Die­se Chan­ce soll­ten wir nut­zen“, erklär­te er.

„Ein guter Tag für den Wirt­schafts­stand­ort Leer“

Bei der offi­zi­el­len Eröff­nung durch­schnit­ten Ulf Thie­le, Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst und zahl­rei­che wei­te­re Ehren­gäs­te gemein­sam das rote Band.

Für Thie­le ist die Eröff­nung zugleich ein per­sön­li­cher Abschluss eines lan­gen poli­ti­schen Ein­sat­zes für das Projekt.

„Dass Leer end­lich wie­der eige­ne Gewer­be­flä­chen anbie­ten und damit wirt­schaft­lich wei­ter­wach­sen kann, war mir von Anfang an ein gro­ßes Anlie­gen. Ich freue mich des­halb sehr über die heu­ti­ge Eröff­nung. Sie ist ein guter Tag für den Wirt­schafts­stand­ort Leer – und zugleich der Auf­trag, bei der wei­te­ren Gewer­be­flä­chen­ent­wick­lung jetzt kon­se­quent den nächs­ten Schritt zu gehen“, so Thie­le abschließend.

Damit steht der Stadt Leer nun ein rund 12,5 Hekt­ar gro­ßes neu­es Gewer­be­are­al zur Ver­fü­gung. Die Erschlie­ßung des schwie­ri­gen Moor­un­ter­grunds konn­te dank der umfang­rei­chen Lan­des­för­de­rung rea­li­siert wer­den. Gleich­zei­tig soll die bereits geplan­te wei­te­re Ent­wick­lung des Gewer­be­stand­or­tes dafür sor­gen, dass künf­tig auch hei­mi­sche Unter­neh­men aus­rei­chend Mög­lich­kei­ten für Wachs­tum und Erwei­te­run­gen erhalten.

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