Blaulicht
Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Leer/Emden für das Jahr 2021
Kriminalstatistik der Polizeiinspektion Leer/Emden für das Jahr 2021
Die Anzahl der Straftaten bleibt weiterhin auf einem niedrigen Niveau und hat sich im Vergleich zum Jahr 2020 (12.660 Taten) auf 12.184 Taten im Landkreis Leer und der Stadt Emden verringert. Dies entspricht einem Rückgang von 3,8%.
Die Aufklärungsquote ist im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 3,3% auf 69,6% gestiegen (2020: 66,3%).
Thomas Memering, Leiter der Polizeiinspektion Leer/Emden äußert sich zu dieser Entwicklung: „Ich bin sehr erfreut, dass wir im Jahr 2021 einen erneuten Anstieg bei den aufgeklärten Straftaten verzeichnen können. Erfreulich ist auch der Rückgang der Kriminalitätsbelastung. Gemessen an der Einwohnerzahl liegt die Gefahr, Opfer einer Straftat zu werden, in unserer Region erkennbar unter dem Landesdurchschnitt.“
Eigentumsdelikte
Der positive Trend aus den Vorjahren hat sich fortgesetzt. Im Jahr 2021 wurden rund 17% weniger Diebstahlsdelikte (3297) verzeichnet.
Der prägnanteste Rückgang ist im Bereich der Einbruchskriminalität festzustellen. Im Vergleich zum Jahr 2020 halbierte sich die Anzahl der Einbruchsdelikte annähernd (-48,8%) auf nunmehr 168 Taten.
Memering sieht hier einen deutlichen Zusammenhang mit der Pandemie: „Viele Menschen befanden sich im Homeoffice oder betreuten zu Hause ihre Kinder. Damit fehlten den Tätern die günstigen Gelegenheiten, um Einbrüche zu begehen oder sie mussten sich stärker beobachtet fühlen. Deshalb kann man nicht von einem verlässlichen Trend sprechen. Die präventive Sicherung des Eigenheims hat nach wie vor eine große Bedeutung, damit es Einbrechern auch nach Ende der Pandemie nicht leichtgemacht wird.“ Anbieter von zertifiziertem Einbruchschutz finden Interessierte unter: https://www.k‑einbruch.de/fachbetriebssuche/
Rohheitsdelikte
Im Bereich der Rohheitsdelikte, zu denen insbesondere Körperverletzungs- und Raubdelikte gehören, konnte für das Jahr 2021 ein Rückgang von 2,1% verzeichnet werden. Allein der Anteil der Körperverletzungsdelikte sank um rund 5% im Vergleich zum Vorjahr. Angelika Grüter, Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes, sagt dazu: „Auch diese Entwicklung dürfte mit der Pandemie zusammenhängen. Es gab kaum Feiermöglichkeiten, da Discotheken überwiegend geschlossen bleiben mussten und auch andere Feste ausblieben.“
Sexualdelikte
Im Jahr 2021 wurden 387 Sexualdelikte festgestellt. Das bedeutet im Vergleich zum Jahr 2020 (271 Taten) einen Anstieg um fast 43%. Die Ursache für diesen Anstieg liegt vor allem im Bereich des Verbreitens, Herstellens und des Besitzes von kinder- und jugendpornografischen Inhalten.
Auffällig ist, dass vermehrt Kinder und Jugendliche als Tatverdächtige erfasst wurden. Die bei Schülerinnen und Schülern sehr beliebten sogenannten (WhatsApp-) Sticker (Memes) spielen dabei eine zentrale Rolle. Mit nur wenigen Klicks ist ein solcher Sticker, beispielsweise mit einem Nacktbild eines Kindes, fertiggestellt bzw. manipuliert und versendbar. Memering: „Kinder und Jugendliche sind sich oftmals nicht bewusst darüber, dass sie strafrechtlich relevante Inhalte teilen. Deshalb liegt ein Schwerpunkt unserer Arbeit auch darin, gemeinsam mit dem Landkreis und der Stadt Emden die Medienkompetenz der Kinder und Jugendlichen, aber auch die der Erziehungsberechtigten zu stärken. Viele Eltern sind im Unklaren darüber, mit welchen Inhalten ihre Kinder täglich in Berührung kommen.“
Angelika Grüter nennt einen weiteren Faktor für den Anstieg der Fallzahlen: „Die Strafverfolgungsbehörden wie Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungsarbeit auf diesem Themengebiet in den letzten Jahren stark forciert und intensiviert. Es konnte erreicht werden, dass viele Fälle durch die länderübergreifende Zusammenarbeit mit ausländischen Strafverfolgungsbehörden oder Organisationen wie z.B. das National Center For Missing And Exploited Children (NCMEC) bekannt gemacht wurden und in dem Zusammenhang strafrechtlich verfolgt werden konnten. Jedem kinderpornografischen Bild liegt ein Missbrauchsfall zu Grunde, den es aufzudecken gilt. Deshalb investieren wir sehr viel Arbeit in dieses Kriminalitätsfeld. Wir wollen möglichst viele Taten aufklären.
Im Bereich der Verbreitung pornografischer Erzeugnisse konnten wir im Jahr 2021 fast 97% der Straftaten aufklären. Auch im gesamten Bereich aller Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung kann eine stetig steigende Aufklärungsquote verzeichnet werden. Diese liegt nunmehr bei über 90%.“
Tatmittel Internet/Cybercrime
Mit den Begriffen Internetkriminalität oder Cybercrime werden Taten zusammengefasst, die unter Nutzung des Internets begangen werden. Unter dieses Deliktsfeld fallen z.B. alle Online-Betrugsarten, wie Waren- und Warenkreditbetrug, Kinderpornographie, aber auch Beleidigungen und Bedrohungen. Im Jahr 2021 wurden 1136 Straftaten festgestellt, die mit dem Internet zusammenhingen. Das bedeutet zum Jahr 2020 (1053 Taten) einen Anstieg von 7,8%.
Angelika Grüter dazu: „Die Digitalisierung der Gesellschaft bringt viele neue Anwendungen in unseren Alltag. Bedauerlicherweise führt das aber auch dazu, dass Sicherheitslücken entstehen, die ausgenutzt werden. Dabei geht es in den überwiegenden Fällen darum, an Daten wie z.B. Kontodaten zu kommen oder aber Menschen zu täuschen und so die Herausgabe von Geld oder Wertsachen zu bewirken. Aufgrund der Pandemie haben sich mutmaßlich auch einige Einbrecher umgestellt auf digitale Straftaten. Wir arbeiten stetig an der Aufklärung in der Bevölkerung, um dem Phänomen zu begegnen.“
Gewalt gegen Polizeibeamte
Unter dem Begriff „Gewalt gegen Polizeibeamte“ werden Widerstandshandlungen und tätliche Angriffe gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte zusammengefasst. Zwar wurden 2021 im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Leer/Emden 12 Taten weniger registriert (78) als im Jahr 2020 (90), dennoch sind die Zahlen seit geraumer Zeit auf einem hohen Niveau. Im Fünfjahresvergleich haben sich die Fälle mehr als verdoppelt. Insgesamt wurden 96 Polizeibeamte Opfer von Widerstandshandlungen oder tätlichen Angriffen.
Memering betrachtet die Entwicklung mit Sorge: „Auch in unserem Inspektionsbereich gab es in der jüngsten Vergangenheit äußert brutale Widerstände und tätliche Angriffe, durch die unsere Kolleginnen und Kollegen verletzt wurden.
Sie werden zwar durch gezielte Trainings auf solche schwierigen Situationen vorbereit. Aber die tödlichen Schüsse auf die beiden Polizeibeamten in Rheinland-Pfalz machen deutlich, dass wir jederzeit mit unvermittelten, brutalsten Angriffen rechnen müssen.“
Betäubungsmittelkriminalität
Betäubungsmitteldelikte sind im Vergleich zum Vorjahr (1147) erneut angestiegen. Im Jahr 2021 wurden 1361 Rauschgiftdelikte (+ 18,7%) registriert.
Ein Grund dafür ist, dass im Vergleich zum Vorjahr rund 60% mehr Fahrten unter Betäubungsmitteleinfluss festgestellt wurden. Im vergangenen Jahr wurden gegen 346 Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Fahrens unter Betäubungsmitteleinfluss eingeleitet. Gleichzeitig handelt es sich beim Besitz des verbotenen konsumierten Stoffes auch um eine Straftat, die Eingang in der Statistik findet.
Daneben konnten umfangreiche Ermittlungsverfahren erfolgreich zu Ende geführt werden und im Zuge groß angelegter Durchsuchungsmaßnahmen umfassende Mengen an Betäubungsmitteln und Beweisstücken wie z.B. mobile Datenträger beschlagnahmt werden. Dies führte zu einer Vielzahl von Strafverfahren.
Jugendkriminalität
Im Jahr 2021 wurden insgesamt 652 Kinder, Jugendliche und Heranwachsende als Tatverdächtige ermittelt. Im Gegensatz zum Abwärtstrend im Vorjahr (584) wurden somit 11,6% mehr Personen im Alter bis 21 Jahre einer Straftat verdächtigt.
Auffällig hierbei ist der Anstieg von Sachbeschädigungen/Vandalismus, die durch diese Altersklasse begangen wurden. Ein Auslöser könnte auch hier die Pandemie sein. Fehlende Freizeitangebote, kein Vereinssport oder auch der lange Unterrichtsausfall können für ein erhöhtes Maß an Langweile und Frustration gesorgt haben. Das Phänomen, dass sich Frustration in Aggression gegen Sachen richtet, lässt sich insbesondere in dieser Altersklasse verstärkt beobachten.
Straftaten zum Nachteil von Senioren
Delikte, die gezielt zum Nachteil von älteren Menschen begangen werden beeinträchtigen das Sicherheitsgefühl dieser Personengruppe nachhaltig. Besonders in der Pandemiezeit war ein erhöhtes Aufkommen dieser Taten spürbar. Im Bereich der Polizeiinspektion Leer/Emden haben sich vor allem Fälle im Betrugsbereich erhöht, wobei mittlerweile das Tatphänomen Schockanruf eine herausragende Stellung einnimmt. Auch ist zu beobachten, dass vermehrt Taten unter der Nutzung von Messenger-Diensten in Erscheinung treten, wie z.B. der sogenannte WhatsApp-Trick. Im Bereich der Schadenssummen, die bei diesen Taten von den Betrügern erbeutet wurden, konnte eine Zunahme von 59% festgestellt werden. Betrug die ermittelte Schadensumme im Jahr 2020 noch 40.000 Euro, ist für das Jahr 2021 ein Schaden von 63.550 Euro zu verzeichnen. Dazu Thomas Memering:“ Obwohl wir durch intensive Aufklärungs-und Präventionsarbeit die betroffene Bevölkerungsgruppe bereits gut sensibilisieren konnten, gehen wir davon aus, dass sich ein Großteil der Taten im Dunkelfeld verbirgt. Grund hierfür ist oft die Scham der Opfer nach solchen Taten. Daher werden wir weiterhin intensiv an der Bekämpfung dieser Delikte, welche durch organisierte Tätergruppen begangen werden, arbeiten.“
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Run auf Wohneigentum ist ungebrochen — Sparkasse: Tausende sind registriert

Tausende sind registriert
Sparkasse: Verkauf oft innerhalb weniger Wochen
Der Run auf Wohneigentum ist ungebrochen – und die Experten der Sparkasse LeerWittmund sind gewappnet: Tausende Immobiliensuchende haben sich bei der Sparkasse registrieren lassen, hinzu kommen Zehntausende, die über den Sparkassen-Verbund gelistet sind. „Deshalb gibt es für mehr als die Hälfte der angebotenen Häuser und Wohnungen bereits nach wenigen Wochen einen Käufer“, sagt Immobilienmakler Michael Abels. „Oft gelingt das zu einem von den Eigentümern kaum für möglich gehaltenen Preis.“
Die Immobilienmakler der Sparkasse sind in der Region verwurzelt, kennen sich hier aus und haben die besten Marktkenntnisse. Zudem wird das gesamte Filialnetz genutzt, um potenzielle Käufer anzusprechen: „Wir sind der richtiger Ansprechpartner, wenn es um den Verkauf einer Immobilie geht“, betont Michael Abels. Kunden erhalten bei der Sparkasse einen Rundum-Service. Und die ganzheitliche Betreuung endet nicht mit dem Verkauf eines Hauses: Auch im Anschluss stehen die Berater bei Nachfragen zur Verfügung.
Da die Sparkassen-Experten unter anderem über gute Kontakte zu Gutachtern, Behörden und Energieberatern verfügen, können sie viele für den Verkauf einer Immobilie notwendigen Unterlagen besorgen. „Wir garantieren eine stressfreie, einfache und stets seriöse Abwicklung“, sagt Michael Abels. Für den Immobilienverkauf kann übrigens auch das kostenlose und exklusive Bieterportal der Sparkasse genutzt werden. Die Besichtigungen führen die Mitarbeiter in der Regel nur mit zuvor finanzierungsgeprüften Interessenten durch.
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Kriminalstatistik 2025: Hohe Aufklärungsquote bei leicht steigender Kriminalität
Kriminalstatistik 2025: Hohe Aufklärungsquote bei leicht steigender Kriminalität
Leer/Emden. Die Polizeiinspektion Leer/Emden hat ihre Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vorgestellt. Das Gesamtbild zeigt eine weitgehend stabile Sicherheitslage bei leicht steigenden Fallzahlen – bei gleichzeitig erneut sehr hoher Aufklärungsquote.
Gesamtentwicklung: Leichter Anstieg, langfristig rückläufig
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei insgesamt 13.472 Straftaten. Das entspricht einem Anstieg um 3,09 Prozent (+404 Fälle) gegenüber 2024 (13.068 Fälle).
Trotz dieser Entwicklung bleibt der langfristige Trend rückläufig:
2015 wurden noch 14.532 Straftaten erfasst.
Auch die sogenannte Häufigkeitszahl – also Straftaten pro 100.000 Einwohner – stieg leicht von 5.819 auf 6.171 (+6,05 %). Damit liegt die Region leicht über dem niedersächsischen Durchschnitt (6.134).
Im Zuständigkeitsbereich leben rund 218.300 Menschen.
Entwicklung in Emden
Für die Stadt Emden ergibt sich ein gegenläufiger Trend:
- 4.154 Straftaten (–3,82 %)
- Häufigkeitszahl leicht gesunken: 8.443 (2024: 8.526)
Hohe Aufklärungsquote bleibt stabil
Die Aufklärungsquote liegt bei 70,69 Prozent und damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Im landesweiten Vergleich gehört die Polizeiinspektion Leer/Emden damit erneut zur Spitzengruppe.
Als wesentlicher Faktor für den leichten Anstieg der Fallzahlen werden verstärkte Grenzkontrollen im Bereich Bunde genannt.
Rohheitsdelikte: Zunahme insbesondere bei Raub
Die sogenannten Rohheitsdelikte stiegen auf 2.574 Fälle (+4,25 %). Dazu zählen unter anderem:
- Körperverletzung
- Raub
- Bedrohung und Nötigung
Die Aufklärungsquote ist mit 90,40 Prozent sehr hoch.
Auffällige Entwicklungen:
- Körperverletzung: 1.654 Fälle (weitgehend stabil)
- Raubdelikte: deutlicher Anstieg auf 88 Fälle (2024: 53)
- Straßenraub: mehr als verdoppelt (31 Fälle, zuvor 14)
- Bedrohung/Nötigung: leicht rückläufig
Messerangriffe: Weiterhin erhöhtes Niveau
2025 wurden 83 Messerangriffe registriert (2024: 79).
Ein Großteil entfiel auf:
- Körperverletzung
- Bedrohung
- Raub
Besonders relevant:
- 5 schwere Straftaten gegen Leben oder sexuelle Selbstbestimmung unter Einsatz eines Messers
- 46 Fälle in Emden (deutlich mehr als 2024: 33)
Häusliche Gewalt: Zahlen stagnieren auf hohem Niveau
Die Fallzahlen im Bereich häusliche Gewalt bleiben nahezu konstant:
- 814 Fälle (2024: 820)
Struktur der Delikte:
- 683 Rohheitsdelikte bzw. Freiheitsdelikte
- 37 Sexualstraftaten
Weitere Erkenntnisse:
- 80,34 % der Tatverdächtigen männlich
- 17,94 % unter Alkoholeinfluss
Langfristig ist weiterhin ein steigender Trend erkennbar.
Gewalt gegen Polizeikräfte nimmt zu
Die Zahl der Angriffe auf Polizeibeamtinnen und ‑beamte stieg auf:
- 104 Fälle (+10,64 %)
Zusätzlich wurden erfasst:
- 1 gefährliche Körperverletzung
- 1 versuchtes Tötungsdelikt
- mehrere Bedrohungen und Nötigungen
Fast die Hälfte der Tatverdächtigen stand unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.
Diebstahl: Deutlicher Anstieg, sinkende Aufklärung
Die Diebstahlsdelikte nahmen deutlich zu:
- 3.670 Fälle (2024: 3.332)
Die Aufklärungsquote sank leicht:
- 38,04 % (2024: 40,97 %)
Einzelbereiche:
- Fahrraddiebstahl: starker Anstieg auf 716 Fälle
- Taschendiebstahl: leicht gestiegen
In Emden fällt die Entwicklung moderater aus:
- 286 Fahrraddiebstähle (+2,88 %)
Wohnungseinbruch: Weiterhin niedriges Niveau
- 75 Fälle (+5,63 %)
- Deutlich unter früheren Werten (2016: 301 Fälle)
Aufklärungsquote:
- 22,67 %
Tageswohnungseinbrüche:
- 39 Fälle (+25,81 %)
- Aufklärungsquote deutlich gestiegen auf 41,03 %
Sexualdelikte: Hohe Aufklärungsquote, digitale Delikte nehmen zu
- 442 Fälle (+0,68 %)
- Aufklärungsquote: 93,67 %
Auffällig:
- 230 Fälle Verbreitung pornografischer Inhalte (+16,75 %)
- 211 Fälle mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten (Anstieg)
Rückgänge gab es bei:
- sexueller Nötigung
- sexuellem Missbrauch von Kindern
- exhibitionistischen Delikten
Viele dieser Straftaten finden im digitalen Raum statt.
Rauschgiftkriminalität: Rückgang durch Cannabis-Teillegalisierung
- 879 Fälle (–5,38 %)
- Aufklärungsquote: 90,33 %
Der Rückgang hängt maßgeblich mit der Teillegalisierung von Cannabis zusammen. Gleichzeitig bleibt der illegale Drogenmarkt weiterhin relevant.
Tatverdächtige: Mehr Fälle, stabile Struktur
2025 wurden 7.005 Tatverdächtige ermittelt:
- 5.306 männlich
- 1.699 weiblich
Weitere Merkmale:
- 4.731 deutsche Staatsangehörige
- 2.274 nichtdeutsche Tatverdächtige
Altersstruktur:
- 5.624 Erwachsene
- 491 Heranwachsende
- 604 Jugendliche
- 286 Kinder
Rund zwei Drittel der Tatverdächtigen stammen aus der Region.
Jugendkriminalität: Besonders Emden im Fokus
Die Zahl junger Tatverdächtiger blieb nahezu konstant:
- 1.381 Personen (+2,30 %)
- Anteil: etwa 20 %
Auffällig:
- Zunahme bei Kindern und Jugendlichen
- Besonders stark in Emden:
- Kinder: +79,41 % (von 68 auf 122)
Hintergrund ist eine identifizierte Jugendgruppierung, die inzwischen nicht mehr aktiv ist.
Schwerpunkte:
- Rohheitsdelikte
- Sachbeschädigung
- Ladendiebstahl
Betrug zum Nachteil von Senioren: Deutlicher Anstieg
Ein besonders besorgniserregender Trend zeigt sich bei Betrugsdelikten gegen ältere Menschen:
- 225 Fälle (2024: 155)
Typische Maschen:
- „Schockanrufe“
- falsche Polizeibeamte oder Amtspersonen
- Enkeltrick
Viele Taten blieben im Versuchsstadium, zeigen jedoch die hohe Gefährdungslage.
Die Kriminalitätslage in Leer und Emden bleibt insgesamt stabil. Der leichte Anstieg der Fallzahlen wird vor allem auf verstärkte Kontrollen zurückgeführt. Gleichzeitig unterstreicht die weiterhin sehr hohe Aufklärungsquote die effektive Polizeiarbeit.
Besondere Herausforderungen zeigen sich in einzelnen Deliktsfeldern:
- Zunahme von Raubdelikten
- steigende Gewalt gegen Einsatzkräfte
- wachsender Betrug zulasten älterer Menschen
- zunehmende digitale Kriminalität
Parallel dazu bestätigen langfristige Trends – etwa beim Wohnungseinbruch – die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen.
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Betrug durch Love Scamming – hohe Geldsumme verloren
POL-LER: Pressemitteilung der Polizeiinspektion Leer/ Emden für den 26.03.2026 — Betrug Love Scamming
Betrug Love Scamming ++ Sachbeschädigung ++ Verkehrsunfall ++ Verkehrsunfallflucht mit Fahrrad
Rhauderfehn — Betrug Love Scamming
In den letzten Monaten kam es zu einem Vorfall von Love Scamming. Eine 53-jährige geschädigte Frau aus Rhauderfehn wurde hierbei durch eine Internetbekanntschaft über Facebook derart getäuscht, dass sie Geldbeträge im hohen fünfstelligen Bereich überwies. Zunächst entwickelte sich im Laufe der Zeit eine scheinbar gute Bekanntschaft. Das Gegenüber zeigte sich nahbar. In dem weiteren Verlauf intensivierte der derzeit noch unbekannte Täter die Beziehung durch emotionale Annäherung. Letztlich behauptete der Täter über einen Zeitraum von mehreren Wochen, dass verschiedene Notsituationen vorliegen würden, bei welchen er Unterstützung bräuchte. Die Geschädigte überwies daraufhin mehrfach und auf unterschiedliche Konten hohe Geldbeträge.
Die Polizei Leer/Emden warnt erneut vor Bekanntschaften im Internet, welche über den Aufbau einer Verbindung versuchen, die Geschädigten zu Leistungen oder Handlungen zu drängen. Die Täter sind meist geschult und gehen professionell vor, sodass sich eine emotionale Abhängigkeit aufbaut. Oftmals übernehmen die Täter hierbei tatsächlich existierende Identitäten mit reellen Bildern anderer Personen oder nutzen eine täuschend echt erscheinende, mittels KI generierte, Identität. Manchmal dauert es Wochen, manchmal Jahre, bis erste Geldforderungen eingehen. Das Gegenüber täuscht Notlagen aus unterschiedlichsten Gründen vor:
- Man benötige Geld für erkrankte oder an Notsituationen leidenden
Familienmitglieder und/oder Bekannte,
- Man sei selber erkrankt oder verunfallt,
- Man leide unter Schulden,
- Man würde gerne zu Besuch kommen, brauche jedoch Geld für den
Flug,
- Man sei Opfer von Diebstahl geworden.
Der emotionale Druck wird hierbei weiterhin stark erhöht. Nicht selten werde gefordert, dem Gegenüber aus Liebe finanziell zu helfen. Wird den Forderungen nicht mehr entsprochen, wird der Kontakt schlagartig beendet. Die ‘Person’ verschwindet, als hätte es sie nie gegeben.
Die Polizei empfiehlt, niemals personenbezogene Informationen und private Erreichbarkeiten mitzuteilen. Werden Sie bei emotionalen Annäherungen wachsam und senden Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht persönlich kennengelernt haben. Sprechen Sie bei dem geringsten Verdacht mit Ihnen vertrauten Personen. Es besteht nicht nur die Gefahr, Vermögen zu verlieren, sondern auch psychisch schwer unter dem Erlebten zu leiden. Hier erhalten Sie ausführliche Informationen und Hilfestellungen zu der Thematik Love-Scamming: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/.
Leer — Sachbeschädigung
Am Mittwochabend, gegen 19:40 Uhr meldete ein Zeuge der Polizei, dass mehrere Personen auf einem Grundstück in der Rembrandtstraße in Leer versuchen würden, eine Scheibe eines Einfamilienhauses einzuschlagen. Bei Eintreffen der Polizeikräfte waren die Personen bereits geflüchtet. Bei der Sachverhaltsaufnahme konnte festgestellt werden, dass eine Fensterscheibe beschädigt wurde. Der Schaden wird auf ca. 500,-EUR geschätzt. Wer Hinweise zu den Personen geben kann wird gebeten, die Polizei in Leer zu kontaktieren.
Emden — Verkehrsunfall
In der Nacht zu Mittwoch kam es gegen 03:50 Uhr zu einem Verkehrsunfall in der Boltentorstraße in Emden. Ein 21-jähriger Mann befuhr mit seinem Pkw Seat den Steinweg in Fahrtrichtung Boltentorstraße. In einer dortigen Linkskurve kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und stieß mit einem Brückengeländer zusammen. Das Geländer wurde teilweise zerstört und musste durch den zuständigen Bauhof gesichert werden. Ebenso wurde der Pkw massiv beschädigt, dieser wurde durch ein Abschleppunternehmen geborgen.
Westoverledingen — Verkehrsunfallflucht mit Fahrrad
Eine 38-jährige Fahrradfahrerin befuhr am gestrigen Mittag mit einem Fahrrad und einem Kinderanhänger den Radweg der Papenburger Straße in Fahrtrichtung Papenburg. Im Anhänger befanden sich ein 5‑jähriges und ein 2‑jähriges Kind. Gegen 12:50 Uhr kam ihr ein derzeit noch unbekannter Fahrradfahrer mit einem dunklen Pedelec entgegen. Kurz vor der Einmündung Fehntjer Straße übersah der augenscheinlich junge Fahrradfahrer die entgegenkommende 38-Jährige, sodass beide Fahrräder zusammenstießen. Der Unbekannte touchierte zunächst das Fahrrad der Geschädigten und fuhr dann in den Kinderanhänger. Die Dame fiel daraufhin zu Boden und verletzte sich leicht. Ebenso wurde das 2‑jährige Kind im Anhänger leicht verletzt. Der junge Mann entfernte sich daraufhin mit seinem Fahrrad, ohne seine Personaldaten mitzuteilen. Wer Angaben zu dem Vorfall oder zu dem Fahrradfahrer machen kann, wird gebeten, die Polizei in Rhauderfehn oder Leer zu kontaktieren.
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Einbruch, Hundeattacke und Unfall mit Verletzten
POL-LER: Pressemitteilung der Polizeiinspektion Leer/ Emden für den 25.03.2026
Einbruch in Mehrparteienhaus ++ Hundeangriff ++ Beschädigung Schaufensterscheibe ++ Verkehrsunfall mit Verletzten
Rhauderfehn — Einbruch in Mehrparteienhaus
Im Zeitraum zwischen Montag, den 23.03.2026, 21:00 Uhr und Dienstag, den 24.03.2026, 08:30 Uhr, verschaffte sich ein Täter Zugang zu einem Mehrparteienhaus in der Rhauderwieke in Rhauderfehn. Hier entwendete er aus einer Räumlichkeit mehrere Gegenstände. Die Schadenshöhe ist noch unbekannt. Polizeikräfte nahmen den Sachverhalt auf und leiteten ein Ermittlungsverfahren ein.
Emden — Hundeangriff
Am 18.03.2026 kam es gegen 17:00 Uhr zu einem Vorfall beim Friesenhügel in Emden. Im Rahmen eines Spazierganges eines 61-jährigen Mannes versuchte ein unbekannter Hund seinen kleineren Hund (Chihuahua) anzugreifen. Der Hundehalter des Chihuahuas versuchte seinen Hund zu schützen. In der Folge kam es zu einem Unglück, der Chihuahua stürzte auf den Boden. Vor Ort befand sich auch der Hundehalter des unbekannten Hundes. Aufgrund der Notsituation des Chihuahuas und der sofortig notwendigen Behandlung konnten Personalien nicht festgehalten werden. Der kleine Hund verstarb durch den Sturz. Die Polizei bittet den Hundehalter des größeren Hundes oder Zeugen, die Angaben zum Sachverhalt machen können, Kontakt mit der Polizei in Emden aufzunehmen.
Leer — Beschädigung Schaufensterscheibe
Am Dienstagabend gegen 21:20 Uhr wurde der Polizei ein Vorfall in der Mühlenstraße in Leer gemeldet. Demnach versuchten unbekannte Personen in ein Juweliergeschäft einzudringen. Die Polizei konnte vor Ort Beschädigungen an der Verglasung des Objektes wahrnehmen. Personen konnten jedoch nicht mehr festgestellt werden. Die entstandene Schadenshöhe wird derzeit auf einen mittleren dreistelligen Betrag geschätzt.
Emden — Verkehrsunfall mit Verletzten
Am Mittwochmorgen kam es gegen 07:30 Uhr zu einem Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich Am Fehntjer Tief / Wykhoffweg in Emden. Ein 34-jähriger Fahrer eines Pkw VW befuhr die Straße Am Fehntjer Tief in Richtung Wykhoffweg stadtauswärts. Zur gleichen Zeit fuhr ein 39-jähriger Fahrer eines Transporter Ford den Wykhoffweg in Richtung Am Fehntjer Tief, ebenfalls stadtauswärts. An der dortigen Kreuzung übersah der 34-Jährige den vorfahrtsberechtigten Transporter aufgrund der Witterungsverhältnisse, der von rechts kam und die Straße weiterhin in Richtung Wykhoffweg befahren wollte. Es kam zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Der VW-Fahrer wurde leicht verletzt und in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Die fünf Insassen des Transporters wurden nicht verletzt. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten durch Abschleppunternehmen geborgen werden. Der entstandene Sachschaden wird derzeit auf 20.000,- EUR geschätzt.
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