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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden für das Jahr 2021

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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden für das Jahr 2021

Die Anzahl der Straf­ta­ten bleibt wei­ter­hin auf einem nied­ri­gen Niveau und hat sich im Ver­gleich zum Jahr 2020 (12.660 Taten) auf 12.184 Taten im Land­kreis Leer und der Stadt Emden ver­rin­gert. Dies ent­spricht einem Rück­gang von 3,8%.

Die Auf­klä­rungs­quo­te ist im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals um 3,3% auf 69,6% gestie­gen (2020: 66,3%).

Tho­mas Meme­ring, Lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden äußert sich zu die­ser Ent­wick­lung: „Ich bin sehr erfreut, dass wir im Jahr 2021 einen erneu­ten Anstieg bei den auf­ge­klär­ten Straf­ta­ten ver­zeich­nen kön­nen. Erfreu­lich ist auch der Rück­gang der Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung. Gemes­sen an der Ein­woh­ner­zahl liegt die Gefahr, Opfer einer Straf­tat zu wer­den, in unse­rer Regi­on erkenn­bar unter dem Landesdurchschnitt.“

Eigen­tums­de­lik­te

Der posi­ti­ve Trend aus den Vor­jah­ren hat sich fort­ge­setzt. Im Jahr 2021 wur­den rund 17% weni­ger Dieb­stahls­de­lik­te (3297) verzeichnet.

Der prä­gnan­tes­te Rück­gang ist im Bereich der Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät fest­zu­stel­len. Im Ver­gleich zum Jahr 2020 hal­bier­te sich die Anzahl der Ein­bruchs­de­lik­te annä­hernd (-48,8%) auf nun­mehr 168 Taten.

Meme­ring sieht hier einen deut­li­chen Zusam­men­hang mit der Pan­de­mie: „Vie­le Men­schen befan­den sich im Home­of­fice oder betreu­ten zu Hau­se ihre Kin­der. Damit fehl­ten den Tätern die güns­ti­gen Gele­gen­hei­ten, um Ein­brü­che zu bege­hen oder sie muss­ten sich stär­ker beob­ach­tet füh­len. Des­halb kann man nicht von einem ver­läss­li­chen Trend spre­chen. Die prä­ven­ti­ve Siche­rung des Eigen­heims hat nach wie vor eine gro­ße Bedeu­tung, damit es Ein­bre­chern auch nach Ende der Pan­de­mie nicht leicht­ge­macht wird.“ Anbie­ter von zer­ti­fi­zier­tem Ein­bruch­schutz fin­den Inter­es­sier­te unter: https://www.k‑einbruch.de/fachbetriebssuche/

Roh­heits­de­lik­te

Im Bereich der Roh­heits­de­lik­te, zu denen ins­be­son­de­re Kör­per­ver­let­zungs- und Raub­de­lik­te gehö­ren, konn­te für das Jahr 2021 ein Rück­gang von 2,1% ver­zeich­net wer­den. Allein der Anteil der Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te sank um rund 5% im Ver­gleich zum Vor­jahr. Ange­li­ka Grü­ter, Lei­te­rin des Zen­tra­len Kri­mi­nal­diens­tes, sagt dazu: „Auch die­se Ent­wick­lung dürf­te mit der Pan­de­mie zusam­men­hän­gen. Es gab kaum Fei­er­mög­lich­kei­ten, da Dis­co­the­ken über­wie­gend geschlos­sen blei­ben muss­ten und auch ande­re Fes­te ausblieben.“

Sexu­al­de­lik­te

Im Jahr 2021 wur­den 387 Sexu­al­de­lik­te fest­ge­stellt. Das bedeu­tet im Ver­gleich zum Jahr 2020 (271 Taten) einen Anstieg um fast 43%. Die Ursa­che für die­sen Anstieg liegt vor allem im Bereich des Ver­brei­tens, Her­stel­lens und des Besit­zes von kin­der- und jugend­por­no­gra­fi­schen Inhalten.

Auf­fäl­lig ist, dass ver­mehrt Kin­der und Jugend­li­che als Tat­ver­däch­ti­ge erfasst wur­den. Die bei Schü­le­rin­nen und Schü­lern sehr belieb­ten soge­nann­ten (Whats­App-) Sti­cker (Memes) spie­len dabei eine zen­tra­le Rol­le. Mit nur weni­gen Klicks ist ein sol­cher Sti­cker, bei­spiels­wei­se mit einem Nackt­bild eines Kin­des, fer­tig­ge­stellt bzw. mani­pu­liert und ver­send­bar. Meme­ring: „Kin­der und Jugend­li­che sind sich oft­mals nicht bewusst dar­über, dass sie straf­recht­lich rele­van­te Inhal­te tei­len. Des­halb liegt ein Schwer­punkt unse­rer Arbeit auch dar­in, gemein­sam mit dem Land­kreis und der Stadt Emden die Medi­en­kom­pe­tenz der Kin­der und Jugend­li­chen, aber auch die der Erzie­hungs­be­rech­tig­ten zu stär­ken. Vie­le Eltern sind im Unkla­ren dar­über, mit wel­chen Inhal­ten ihre Kin­der täg­lich in Berüh­rung kommen.“

Ange­li­ka Grü­ter nennt einen wei­te­ren Fak­tor für den Anstieg der Fall­zah­len: „Die Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den wie Poli­zei und Staats­an­walt­schaft haben die Ermitt­lungs­ar­beit auf die­sem The­men­ge­biet in den letz­ten Jah­ren stark for­ciert und inten­si­viert. Es konn­te erreicht wer­den, dass vie­le Fäl­le durch die län­der­über­grei­fen­de Zusam­men­ar­beit mit aus­län­di­schen Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den oder Orga­ni­sa­tio­nen wie z.B. das Natio­nal Cen­ter For Miss­ing And Exploi­ted Child­ren (NCMEC) bekannt gemacht wur­den und in dem Zusam­men­hang straf­recht­lich ver­folgt wer­den konn­ten. Jedem kin­der­por­no­gra­fi­schen Bild liegt ein Miss­brauchs­fall zu Grun­de, den es auf­zu­de­cken gilt. Des­halb inves­tie­ren wir sehr viel Arbeit in die­ses Kri­mi­na­li­täts­feld. Wir wol­len mög­lichst vie­le Taten aufklären.

Im Bereich der Ver­brei­tung por­no­gra­fi­scher Erzeug­nis­se konn­ten wir im Jahr 2021 fast 97% der Straf­ta­ten auf­klä­ren. Auch im gesam­ten Bereich aller Straf­ta­ten gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung kann eine ste­tig stei­gen­de Auf­klä­rungs­quo­te ver­zeich­net wer­den. Die­se liegt nun­mehr bei über 90%.“

Tat­mit­tel Internet/Cybercrime

Mit den Begrif­fen Inter­net­kri­mi­na­li­tät oder Cyber­crime wer­den Taten zusam­men­ge­fasst, die unter Nut­zung des Inter­nets began­gen wer­den. Unter die­ses Delikts­feld fal­len z.B. alle Online-Betrugs­ar­ten, wie Waren- und Waren­kre­dit­be­trug, Kin­der­por­no­gra­phie, aber auch Belei­di­gun­gen und Bedro­hun­gen. Im Jahr 2021 wur­den 1136 Straf­ta­ten fest­ge­stellt, die mit dem Inter­net zusam­men­hin­gen. Das bedeu­tet zum Jahr 2020 (1053 Taten) einen Anstieg von 7,8%.

Ange­li­ka Grü­ter dazu: „Die Digi­ta­li­sie­rung der Gesell­schaft bringt vie­le neue Anwen­dun­gen in unse­ren All­tag. Bedau­er­li­cher­wei­se führt das aber auch dazu, dass Sicher­heits­lü­cken ent­ste­hen, die aus­ge­nutzt wer­den. Dabei geht es in den über­wie­gen­den Fäl­len dar­um, an Daten wie z.B. Kon­to­da­ten zu kom­men oder aber Men­schen zu täu­schen und so die Her­aus­ga­be von Geld oder Wert­sa­chen zu bewir­ken. Auf­grund der Pan­de­mie haben sich mut­maß­lich auch eini­ge Ein­bre­cher umge­stellt auf digi­ta­le Straf­ta­ten. Wir arbei­ten ste­tig an der Auf­klä­rung in der Bevöl­ke­rung, um dem Phä­no­men zu begegnen.“ 

Gewalt gegen Polizeibeamte

Unter dem Begriff „Gewalt gegen Poli­zei­be­am­te“ wer­den Wider­stands­hand­lun­gen und tät­li­che Angrif­fe gegen Poli­zei­be­am­tin­nen und Poli­zei­be­am­te zusam­men­ge­fasst. Zwar wur­den 2021 im Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 12 Taten weni­ger regis­triert (78) als im Jahr 2020 (90), den­noch sind die Zah­len seit gerau­mer Zeit auf einem hohen Niveau. Im Fünf­jah­res­ver­gleich haben sich die Fäl­le mehr als ver­dop­pelt. Ins­ge­samt wur­den 96 Poli­zei­be­am­te Opfer von Wider­stands­hand­lun­gen oder tät­li­chen Angriffen.

Meme­ring betrach­tet die Ent­wick­lung mit Sor­ge: „Auch in unse­rem Inspek­ti­ons­be­reich gab es in der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit äußert bru­ta­le Wider­stän­de und tät­li­che Angrif­fe, durch die unse­re Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen ver­letzt wurden.

Sie wer­den zwar durch geziel­te Trai­nings auf sol­che schwie­ri­gen Situa­tio­nen vor­be­reit. Aber die töd­li­chen Schüs­se auf die bei­den Poli­zei­be­am­ten in Rhein­land-Pfalz machen deut­lich, dass wir jeder­zeit mit unver­mit­tel­ten, bru­tals­ten Angrif­fen rech­nen müssen.“

Betäu­bungs­mit­tel­kri­mi­na­li­tät

Betäu­bungs­mit­tel­de­lik­te sind im Ver­gleich zum Vor­jahr (1147) erneut ange­stie­gen. Im Jahr 2021 wur­den 1361 Rausch­gift­de­lik­te (+ 18,7%) registriert.

Ein Grund dafür ist, dass im Ver­gleich zum Vor­jahr rund 60% mehr Fahr­ten unter Betäu­bungs­mit­tel­ein­fluss fest­ge­stellt wur­den. Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den gegen 346 Fahr­zeug­füh­re­rin­nen und Fahr­zeug­füh­rer Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­ver­fah­ren wegen Fah­rens unter Betäu­bungs­mit­tel­ein­fluss ein­ge­lei­tet. Gleich­zei­tig han­delt es sich beim Besitz des ver­bo­te­nen kon­su­mier­ten Stof­fes auch um eine Straf­tat, die Ein­gang in der Sta­tis­tik findet.

Dane­ben konn­ten umfang­rei­che Ermitt­lungs­ver­fah­ren erfolg­reich zu Ende geführt wer­den und im Zuge groß ange­leg­ter Durch­su­chungs­maß­nah­men umfas­sen­de Men­gen an Betäu­bungs­mit­teln und Beweis­stü­cken wie z.B. mobi­le Daten­trä­ger beschlag­nahmt wer­den. Dies führ­te zu einer Viel­zahl von Strafverfahren.

Jugend­kri­mi­na­li­tät

Im Jahr 2021 wur­den ins­ge­samt 652 Kin­der, Jugend­li­che und Her­an­wach­sen­de als Tat­ver­däch­ti­ge ermit­telt. Im Gegen­satz zum Abwärts­trend im Vor­jahr (584) wur­den somit 11,6% mehr Per­so­nen im Alter bis 21 Jah­re einer Straf­tat verdächtigt.

Auf­fäl­lig hier­bei ist der Anstieg von Sachbeschädigungen/Vandalismus, die durch die­se Alters­klas­se began­gen wur­den. Ein Aus­lö­ser könn­te auch hier die Pan­de­mie sein. Feh­len­de Frei­zeit­an­ge­bo­te, kein Ver­eins­sport oder auch der lan­ge Unter­richts­aus­fall kön­nen für ein erhöh­tes Maß an Lang­wei­le und Frus­tra­ti­on gesorgt haben. Das Phä­no­men, dass sich Frus­tra­ti­on in Aggres­si­on gegen Sachen rich­tet, lässt sich ins­be­son­de­re in die­ser Alters­klas­se ver­stärkt beobachten.

Straf­ta­ten zum Nach­teil von Senioren

Delik­te, die gezielt zum Nach­teil von älte­ren Men­schen began­gen wer­den beein­träch­ti­gen das Sicher­heits­ge­fühl die­ser Per­so­nen­grup­pe nach­hal­tig. Beson­ders in der Pan­de­mie­zeit war ein erhöh­tes Auf­kom­men die­ser Taten spür­bar. Im Bereich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden haben sich vor allem Fäl­le im Betrugs­be­reich erhöht, wobei mitt­ler­wei­le das Tat­phä­no­men Schock­an­ruf eine her­aus­ra­gen­de Stel­lung ein­nimmt. Auch ist zu beob­ach­ten, dass ver­mehrt Taten unter der Nut­zung von Mes­sen­ger-Diens­ten in Erschei­nung tre­ten, wie z.B. der soge­nann­te Whats­App-Trick. Im Bereich der Scha­dens­sum­men, die bei die­sen Taten von den Betrü­gern erbeu­tet wur­den, konn­te eine Zunah­me von 59% fest­ge­stellt wer­den. Betrug die ermit­tel­te Scha­den­sum­me im Jahr 2020 noch 40.000 Euro, ist für das Jahr 2021 ein Scha­den von 63.550 Euro zu ver­zeich­nen. Dazu Tho­mas Meme­ring:“ Obwohl wir durch inten­si­ve Auf­klä­rungs-und Prä­ven­ti­ons­ar­beit die betrof­fe­ne Bevöl­ke­rungs­grup­pe bereits gut sen­si­bi­li­sie­ren konn­ten, gehen wir davon aus, dass sich ein Groß­teil der Taten im Dun­kel­feld ver­birgt. Grund hier­für ist oft die Scham der Opfer nach sol­chen Taten. Daher wer­den wir wei­ter­hin inten­siv an der Bekämp­fung die­ser Delik­te, wel­che durch orga­ni­sier­te Täter­grup­pen began­gen wer­den, arbeiten.“


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Run auf Wohn­ei­gen­tum ist unge­bro­chen — Spar­kas­se: Tau­sen­de sind registriert

Tau­sen­de sind registriert 

Spar­kas­se: Ver­kauf oft inner­halb weni­ger Wochen

Der Run auf Wohn­ei­gen­tum ist unge­bro­chen – und die Exper­ten der Spar­kas­se Leer­Witt­mund sind gewapp­net: Tau­sen­de Immo­bi­li­en­su­chen­de haben sich bei der Spar­kas­se regis­trie­ren las­sen, hin­zu kom­men Zehn­tau­sen­de, die über den Spar­kas­sen-Ver­bund gelis­tet sind. „Des­halb gibt es für mehr als die Hälf­te der ange­bo­te­nen Häu­ser und Woh­nun­gen bereits nach weni­gen Wochen einen Käu­fer“, sagt Immo­bi­li­en­mak­ler Micha­el Abels. „Oft gelingt das zu einem von den Eigen­tü­mern kaum für mög­lich gehal­te­nen Preis.“

Die Immo­bi­li­en­mak­ler der Spar­kas­se sind in der Regi­on ver­wur­zelt, ken­nen sich hier aus und haben die bes­ten Markt­kennt­nis­se. Zudem wird das gesam­te Fili­al­netz genutzt, um poten­zi­el­le Käu­fer anzu­spre­chen: „Wir sind der rich­ti­ger Ansprech­part­ner, wenn es um den Ver­kauf einer Immo­bi­lie geht“, betont Micha­el Abels. Kun­den erhal­ten bei der Spar­kas­se einen Rund­um-Ser­vice. Und die ganz­heit­li­che Betreu­ung endet nicht mit dem Ver­kauf eines Hau­ses: Auch im Anschluss ste­hen die Bera­ter bei Nach­fra­gen zur Verfügung.

Da die Spar­kas­sen-Exper­ten unter ande­rem über gute Kon­tak­te zu Gut­ach­tern, Behör­den und Ener­gie­be­ra­tern ver­fü­gen, kön­nen sie vie­le für den Ver­kauf einer Immo­bi­lie not­wen­di­gen Unter­la­gen besor­gen. „Wir garan­tie­ren eine stress­freie, ein­fa­che und stets seriö­se Abwick­lung“, sagt Micha­el Abels. Für den Immo­bi­li­en­ver­kauf kann übri­gens auch das kos­ten­lo­se und exklu­si­ve Bie­ter­por­tal der Spar­kas­se genutzt wer­den. Die Besich­ti­gun­gen füh­ren die Mit­ar­bei­ter in der Regel nur mit zuvor finan­zie­rungs­ge­prüf­ten Inter­es­sen­ten durch.

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15 Jah­re Grenz­über­schrei­ten­des Poli­zei­team Bad Nieu­weschans: Gemein­sam gegen Kriminalität

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Sym­bol­fo­to von Mit­ar­bei­ten­den des Grenz­über­schrei­ten­den Poli­zei­teams Bad Nieu­weschans, von der Kon­in­kli­jke Marech­aus­see (NL), der Poli­zei Nie­der­sach­sen und der Bun­des­po­li­zei. / Foto: Bundespolizei

15 Jah­re Grenz­über­schrei­ten­des Poli­zei­team Bad Nieu­weschans: Gemein­sam gegen Kriminalität

Bunde/Bad Nieu­weschans – Seit 15 Jah­ren arbei­ten deut­sche und nie­der­län­di­sche Poli­zei­be­hör­den im Grenz­über­schrei­ten­den Poli­zei­team (GPT) Bad Nieu­weschans eng zusam­men. Das Team steht für eine erfolg­rei­che und ver­läss­li­che Zusam­men­ar­beit bei der Bekämp­fung grenz­über­schrei­ten­der Kri­mi­na­li­tät in der deutsch-nie­der­län­di­schen Grenzregion.

Am 1. Sep­tem­ber 2011 nahm das Grenz­über­schrei­ten­de Poli­zei­team sei­nen Dienst auf. Seit­dem hat sich die bina­tio­na­le Ein­heit zu einem fes­ten und unver­zicht­ba­ren Bestand­teil der poli­zei­li­chen Zusam­men­ar­beit zwi­schen Deutsch­land und den Nie­der­lan­den entwickelt.

 

Gemein­sa­me Poli­zei­ar­beit kennt kei­ne Grenze

Mit der Öff­nung der euro­päi­schen Bin­nen­gren­zen haben sich auch die Anfor­de­run­gen an die poli­zei­li­che Zusam­men­ar­beit ver­än­dert. Kri­mi­nel­le Struk­tu­ren machen nicht an natio­na­len Gren­zen Halt. Des­halb ist eine enge, ver­trau­ens­vol­le und ver­läss­li­che Zusam­men­ar­beit der Sicher­heits­be­hör­den bei­der Län­der beson­ders wichtig.

Genau hier setzt das Grenz­über­schrei­ten­de Poli­zei­team Bad Nieu­weschans an. In den gemisch­ten Strei­fen­teams arbei­ten deut­sche und nie­der­län­di­sche Poli­zis­ten gemein­sam. Für die Men­schen in der Regi­on gehö­ren die bina­tio­nal besetz­ten Strei­fen inzwi­schen zum ver­trau­ten Bild im täg­li­chen Sicherheitsgeschehen.

„Die Gren­ze spielt für unse­re all­täg­li­che poli­zei­li­che Arbeit im Ein­satz kaum noch eine Rol­le. Ent­schei­dend ist, dass wir gemein­sam han­deln und den Men­schen auf bei­den Sei­ten der Gren­ze Sicher­heit geben“, erklä­ren die drei Part­ner­be­hör­den anläss­lich des 15-jäh­ri­gen Bestehens.

Drei Sicher­heits­be­hör­den arbei­ten zusammen

Das Grenz­über­schrei­ten­de Poli­zei­team Bad Nieu­weschans ist ein Zusam­men­schluss von drei Partnerbehörden:

  • der Kon­in­kli­jke Marech­aus­see (Nie­der­lan­de)
  • der Bun­des­po­li­zei­di­rek­ti­on Hannover
  • der Poli­zei­di­rek­ti­on Osnabrück

Sei­nen Namen trägt das Poli­zei­team nach dem nie­der­län­di­schen Grenz­ort Bad Nieu­weschans. Der Dienst­sitz befin­det sich aller­dings auf deut­scher Sei­te im Dienst­ge­bäu­de der Bun­des­po­li­zei in Bun­de.

Die Ange­hö­ri­gen des Teams kom­men aus den betei­lig­ten deut­schen und nie­der­län­di­schen Sicher­heits­be­hör­den. Sie brin­gen ihre jewei­li­gen Erfah­run­gen, Kom­pe­ten­zen und Kennt­nis­se in die gemein­sa­me Poli­zei­ar­beit ein.

Bekämp­fung ver­schie­de­ner For­men grenz­über­schrei­ten­der Kriminalität

Die Ein­satz­be­rei­che des Grenz­über­schrei­ten­den Poli­zei­teams sind viel­fäl­tig. Zu den wesent­li­chen Hand­lungs­fel­dern gehö­ren unter ande­rem die Bekämp­fung von:

🔹 grenz­über­schrei­ten­der Eigen­tums­kri­mi­na­li­tät
🔹 Schleu­sungs­kri­mi­na­li­tät
🔹 Dro­gen­han­del
🔹 Geld­wä­sche
🔹 Urkun­den­de­lik­ten

Ein beson­de­rer Vor­teil der deutsch-nie­der­län­di­schen Ein­heit liegt in der direk­ten Zusam­men­ar­beit der drei betei­lig­ten Sicher­heits­be­hör­den. Dadurch kann grenz­über­schrei­ten­de Kri­mi­na­li­tät auch über die Lan­des­gren­ze zwi­schen Deutsch­land und den Nie­der­lan­den hin­weg kon­se­quent und effek­tiv ver­folgt werden.

Zusam­men­ar­beit über die Gren­ze hinweg

Die gemein­sa­me ope­ra­ti­ve Arbeit endet nicht auto­ma­tisch an der Gren­ze. Mit dem Grenz­über­tritt wech­selt ledig­lich die jewei­li­ge Zustän­dig­keit. Durch die enge Zusam­men­ar­beit kön­nen Infor­ma­tio­nen schnell aus­ge­tauscht und poli­zei­li­che Maß­nah­men auf bei­den Sei­ten der Gren­ze bes­ser auf­ein­an­der abge­stimmt werden.

Gemein­sa­me Strei­fen, unmit­tel­ba­rer Infor­ma­ti­ons­aus­tausch und kur­ze Wege zwi­schen den betei­lig­ten Behör­den bil­den dabei eine wich­ti­ge Grund­la­ge für eine effek­ti­ve Kri­mi­na­li­täts­be­kämp­fung in der deutsch-nie­der­län­di­schen Grenzregion.

15 Jah­re geleb­te deutsch-nie­der­län­di­sche Partnerschaft

In den ver­gan­ge­nen 15 Jah­ren hat das Grenz­über­schrei­ten­de Poli­zei­team Bad Nieu­weschans ein­drucks­voll gezeigt, wel­chen Mehr­wert eine enge und ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit über natio­na­le Gren­zen hin­weg bietet.

Was am 1. Sep­tem­ber 2011 als gemein­sa­mes Modell­pro­jekt begann, ist heu­te ein fes­ter Bestand­teil der Sicher­heits­ar­beit in der Grenz­re­gi­on. Die Zusam­men­ar­beit der Kon­in­kli­jke Marech­aus­see, der Bun­des­po­li­zei­di­rek­ti­on Han­no­ver und der Poli­zei­di­rek­ti­on Osna­brück steht bei­spiel­haft dafür, wie euro­päi­sche Zusam­men­ar­beit im All­tag funk­tio­nie­ren kann.

15 Jah­re Grenz­über­schrei­ten­des Poli­zei­team Bad Nieu­weschans sind damit auch 15 Jah­re geleb­te deutsch-nie­der­län­di­sche Part­ner­schaft – und ein star­kes Zei­chen dafür, dass erfolg­rei­che Poli­zei­ar­beit nicht an einer Lan­des­gren­ze enden muss. Das GPT Bad Nieu­weschans kann daher zu Recht als Leucht­turm­pro­jekt der euro­päi­schen poli­zei­li­chen Zusam­men­ar­beit bezeich­net werden.

 
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Poli­zei im Land­kreis Leer: Trun­ken­heits­fahrt, Unfäl­le und Ermitt­lungs­er­folg nach Diebstahlserie

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POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 31.08.2026

 

Trun­ken­heit im Ver­kehr ++ PKW und Leicht­kraft­rad berüh­ren sich ++ Ermitt­lungs­er­folg nach Dieb­stahl­se­rie ++ Ver­kehrs­un­fall ++ Verkehrsunfallflucht 

 

Emden — Trun­ken­heit im Verkehr

Am 30.08.2026 befuhr ein 30-jäh­ri­ger Fah­rer eines Klein­kraft­rads gegen 17:50 Uhr die Düs­sel­dor­fer Stra­ße in Emden, obwohl er zuvor Alko­hol getrun­ken hat­te. Ein Atem­al­ko­hol­test ergab einen Wert von 1,40 Pro­mil­le. Zudem stell­te sich her­aus, dass der Mann unter dem Ein­fluss von Betäu­bungs­mit­teln stand. Dar­über hin­aus war er nicht im Besitz einer gül­ti­gen Fahrerlaubnis.

Bei dem Mann wur­de eine Blut­ent­nah­me durch­ge­führt. Sei­ne Fahr­zeug­schlüs­sel wur­den sicher­ge­stellt und ihm wur­de die Wei­ter­fahrt unter­sagt. Ent­spre­chen­de Ver­fah­ren wur­den eingeleitet.

A 31/Emden — PKW und Leicht­kraft­rad berüh­ren sich/Zeugensuche

Am 30.08.2026 befuhr ein jugend­li­cher Fah­rer eines Leicht­kraft­rads gegen 16:05 Uhr die Auto­bahn 31 in Rich­tung Emden. Zur glei­chen Zeit befuhr ein 46-jäh­ri­ger Fah­rer eines schwar­zen Sko­da Octa­via die A 31 in glei­cher Rich­tung. Kurz hin­ter der Anschluss­stel­le Emden-Ost kam es zu einem Ver­kehrs­un­fall. Der genaue Her­gang ist noch unklar.

Im Zuge des­sen kam es zu einer seit­li­chen Berüh­rung zwi­schen dem PKW und dem Leicht­kraft­rad­fah­rer. Der Jugend­li­che erlitt dabei leich­te Ver­let­zun­gen. Der 46-Jäh­ri­ge ent­fern­te sich zunächst uner­laubt vom Unfall­ort, konn­te aller­dings im Anschluss ermit­telt werden.

Die Poli­zei sucht nun Zeu­gen. Per­so­nen, die Beob­ach­tun­gen gemacht haben oder sons­ti­ge sach­dien­li­che Hin­wei­se geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich mit der Poli­zei in Ver­bin­dung zu setzen.

Emden — Ermitt­lungs­er­folg nach Diebstahlserie

Nach einer Serie von Dieb­stäh­len aus unver­schlos­se­nen PKW und Trans­por­tern in Emden konn­te die Poli­zei einen Tat­ver­däch­ti­gen ermit­teln. Ein 32-Jäh­ri­ger steht im Ver­dacht, im August in meh­re­ren Fäl­len vor­ran­gig Bar­geld und Han­dys aus Fahr­zeu­gen ent­wen­det zu haben.

Im Rah­men der Ermitt­lun­gen geriet der Tat­ver­däch­ti­ge bereits früh­zei­tig in den Fokus der Poli­zei. Nach­dem ein Geschä­dig­ter sei­ne ent­wen­de­ten Kopf­hö­rer in einer Woh­nung in der Brück­stra­ße in Emden orten konn­te, ließ sich der Stand­ort der Woh­nung mit­hil­fe eines akus­ti­schen Signals der Kopf­hö­rer genau­er bestim­men. Die betref­fen­de Woh­nung wur­de dar­auf­hin am 19.08.2026 durch­sucht. Dabei wur­de Die­bes­gut im Wert eines unte­ren vier­stel­li­gen Betrags aufgefunden.

Im wei­te­ren Ver­lauf der Ermitt­lun­gen konn­ten dem Tat­ver­däch­ti­gen bis­lang meh­re­re Taten zuge­schrie­ben wer­den. Der Groß­teil des auf­ge­fun­de­nen Die­bes­guts konn­te bereits den Eigen­tü­mern zuge­ord­net werden.

Der 32-jäh­ri­ge Tat­ver­däch­ti­ge befin­det sich der­zeit auf­grund Straf­voll­stre­ckung in ande­rer Sache in einer Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt. Wei­te­re Ermitt­lun­gen dau­ern an.

A 31/Bunde — Verkehrsunfall

Am 30.08.2026 befuhr ein 43-jäh­ri­ger Fah­rer eines Hyun­dai Ioniq 5 gegen 16:15 Uhr die Auto­bahn 31 in Rich­tung Emden. Kurz vor der Anschluss­stel­le Papen­burg kam der PKW auf der regen­nas­sen Fahr­bahn ins Schleudern.

Er kol­li­dier­te mit der Außen­schutz­plan­ke. Dabei ent­stand ein Sach­scha­den im mitt­le­ren fünf­stel­li­gen Bereich. Per­so­nen wur­den bei dem Unfall nicht verletzt.

Rhau­der­fehn — Verkehrsunfallflucht

Am 20.08.2026 beschä­dig­te ein bis­her noch unbe­kann­ter Ver­kehrs­teil­neh­mer zwi­schen 8:45 und 12:50 Uhr einen wei­ßen Sko­da Octa­via, der auf einem Park­platz an der Kirch­stra­ße in Rhau­der­fehn abge­stellt war. Dabei ent­stand ein Sach­scha­den im mitt­le­ren vier­stel­li­gen Bereich.

Der Unfall­ver­ur­sa­cher ent­fern­te sich anschlie­ßend uner­laubt vom Unfall­ort, ohne sich um den ent­stan­de­nen Scha­den zu kümmern.

Zeu­gen, die Hin­wei­se zu die­sem Sach­ver­halt geben kön­nen, wer­den gebe­ten, sich mit der Poli­zei in Ver­bin­dung zu setzen.

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Blaulicht

Haft­be­fehl an Gren­ze bei Bun­de: 32-Jäh­ri­ger muss ins Gefängnis

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Haft­be­fehl an der Gren­ze: 32-Jäh­ri­ger wird bei Bun­de festgenommen

Bun­de – Bei einer Kon­trol­le an der deutsch-nie­der­län­di­schen Gren­ze hat die Bun­des­po­li­zei am Sonn­tag einen 32-jäh­ri­gen Mann fest­ge­nom­men, der mit Haft­be­fehl gesucht wur­de. Der Mann konn­te eine Geld­stra­fe in Höhe von 1.170 Euro nicht beglei­chen und muss nun für knapp andert­halb Mona­te in eine Justizvollzugsanstalt.

Der 32-Jäh­ri­ge war gegen 6:45 Uhr als Rei­sen­der in einem inter­na­tio­nal ver­keh­ren­den Fern­bus unter­wegs. Im Rah­men der der­zeit vor­über­ge­hend wie­der­ein­ge­führ­ten Grenz­kon­trol­len kon­trol­lier­ten Ein­satz­kräf­te der Bun­des­po­li­zei den Bus an der Kon­troll­stel­le an der Auto­bahn 280 auf der Rast­an­la­ge Bund­er­neu­land.

Bei der Über­prü­fung der Per­so­na­li­en stell­ten die Beam­ten fest, dass gegen den syri­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen ein Haft­be­fehl der zustän­di­gen Staats­an­walt­schaft vorlag.

Ver­ur­tei­lung wegen meh­re­rer Ver­kehrs- und Urkundendelikte

Der Mann war zuvor gericht­lich wegen Fah­rens ohne Fahr­erlaub­nis, Trun­ken­heit im Ver­kehr und Urkun­den­fäl­schung ver­ur­teilt wor­den. Um die Haft abzu­wen­den, hät­te er eine Geld­stra­fe in Höhe von 1.170 Euro bezah­len können.

Da ihm die Zah­lung jedoch nicht gelang, muss er die ver­häng­te Ersatz­frei­heits­stra­fe nun antre­ten. Ins­ge­samt geht es um eine Haft­dau­er von knapp andert­halb Mona­ten.

Dar­über hin­aus bestand in zwei wei­te­ren Fäl­len ein Inter­es­se der Jus­tiz an sei­nem der­zei­ti­gen Auf­ent­halts­ort.

Nach Abschluss der poli­zei­li­chen Maß­nah­men wur­de der 32-Jäh­ri­ge von der Bun­des­po­li­zei in die nächst­ge­le­ge­ne Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt ein­ge­lie­fert. Dort muss er nun die Haft­stra­fe verbüßen.

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