Lokal
Uplengen im Fokus: Anja Troff-Schaffarzyk im direkten Dialog mit lokalen Machern
(V.l.) Die Bundestagsabgeordnete Anja Troff-Schaffarzyk (3.v.l) besuchte den Bestatter Jan Dreier und seine Frau Katharina 4.u.5. v.l.) Begleitet wurde sie von den Fraktionsvorsitzenden Frauke Jelden (2.v.l.) und Eberhard Wilken (3.v.l.). Mit von der Partie waren auch die Mitarbeitenden des Bestatters Malte Mees, Meike Fieber, Gerold Tammen und Joachim Lambertus (fehlte krankheitsbedingt).
„Ein Tag in Uplengen“: Anja Troff-Schaffarzyk im Dialog mit dem Mittelstand
In ihrer Heimatgemeinde Uplengen zählt das persönliche Wort: Unter diesem Leitgedanken verbrachte die SPD-Bundestagsabgeordnete Anja Troff-Schaffarzyk einen intensiven Besuchstag bei lokalen Unternehmen. Ziel war es, die Brücke zwischen der Berliner Bundespolitik und der gelebten Realität vor Ort zu schlagen. Begleitet wurde sie dabei von den SPD-Fraktionsvorsitzenden Frauke Jelden und Eberhard Wilken.
Strukturelle Umbrüche, bürokratische Hürden und steigende Betriebskosten fordern den Mittelstand derzeit massiv heraus. Doch der Tag in Uplengen zeigte deutlich: Die Betriebe in der Gemeinde sind nicht nur das wirtschaftliche Rückgrat, sondern auch der Motor für sozialen Zusammenhalt und Ausbildung in der Region.
Praxisnahe Einblicke: Von der Saatgut-Innovation bis zur Energiewende
Landwirtschaft im Wandel bei ProSaat
Beim Unternehmen ProSaat diskutierte die Abgeordnete mit Geschäftsführer Claas Bangemann über die Zukunft der Landwirtschaft. Im Fokus stand die Qualität von Saatmischungen für Grünland. Bangemann verdeutlichte, dass moderne Sämereien weit mehr als nur Tierfutter sind: Durch eine gezielte Nährstoffkonzentration tragen sie aktiv dazu bei, den Düngemitteleinsatz zu reduzieren – ein wichtiger Beitrag für Ökonomie und Ökologie gleichermaßen.
Mut zur Investition bei Clean Express
Wie sich ein Familienunternehmen zukunftssicher aufstellt, erlebte die Delegation beim Reinigungsdienstleister Clean Express. Im Gespräch mit Thilko, Bettina und Helga Nannen wurde deutlich, dass Innovation die beste Antwort auf steigende Kosten ist. Mit einer eigenen Photovoltaikanlage und einer hochmodernen, vollautomatischen Waschstraße hat das Unternehmen den energetischen Wandel bereits erfolgreich vollzogen.
Handwerk mit Herz beim Bestattungsinstitut Dreier
Besonders persönlich wurde es beim Besuch von Jan Dreier. Hier standen nicht nur betriebswirtschaftliche Zahlen im Vordergrund, sondern die Verbindung von Handwerk, Kultur und tiefer Empathie. Der Besuch unterstrich die Bedeutung familiengeführter Betriebe, die ihre Arbeit mit außergewöhnlichem Herzblut und Engagement für die Menschen in der Gemeinde leisten.
Versorgungssicherheit durch die Diakoniestation
Den Abschluss der Unternehmensbesuche bildete die Diakoniestation Hesel-Jümme-Uplengen gGmbH. Im Dialog mit Michael Meier und Fabian Wessels ging es vor allem um die ambulante Palliativversorgung und die Expansionspläne am Standort Uplengen. Es wurde klar: Eine starke soziale Infrastruktur ist für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde unverzichtbar.
Politische Bilanz und Ausblick
Ein abschließender Austausch mit Bürgermeister Heinz Trauernicht rundete das Programm ab. Für Anja Troff-Schaffarzyk war der Tag ein wertvoller Impulsgeber für ihre Arbeit im Bundestag:
„Gerade dieser persönliche Austausch vor Ort ist für mich essenziell, um politische Entscheidungen realitätsnah und mit Blick auf die Praxis treffen zu können“, so die Abgeordnete.
Sie versprach, die konkreten Unterstützungsbedarfe und Erfahrungen der Uplengener Unternehmer direkt in die parlamentarischen Debatten nach Berlin mitzunehmen, um die politischen Rahmenbedingungen gezielt zu verbessern.
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Lokal
Polizei auf Borkum und Norderney: Neue Elektro-Quads für Einsätze am Strand und in den Dünen
Neue Polizeifahrzeuge bringen umweltfreundliche Mobilität auf die ostfriesischen Inseln
Wer beim nächsten Besuch auf Borkum oder Norderney am Strand unterwegs ist, könnte ihnen schon begegnen: Die Polizei verstärkt ihre Präsenz auf den ostfriesischen Inseln und setzt künftig auf moderne Elektro-Quads. Neben Juist erhalten nun auch Borkum und Norderney eigene elektrisch angetriebene Einsatzfahrzeuge.
Für die Region Leer ist die Nachricht besonders interessant: Borkum gehört als größte der ostfriesischen Inseln zum Landkreis Leer und ist damit auch geografisch und verwaltungstechnisch eng mit dem Verbreitungsgebiet unseres Newsportals verbunden. Norderney gehört dagegen zum Landkreis Aurich, ist aber ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der ostfriesischen Inselwelt.
Die Polizeidirektion Osnabrück hat die beiden Inseln mit Elektro-Quads des Typs Polaris Ranger XP Kinetic ausgestattet. Damit setzt die Polizei ihren Weg zu einem moderneren und umweltschonenderen Fuhrpark fort.
Geländegängig und nahezu lautlos unterwegs
Die neuen Elektro-Quads sind speziell für die Anforderungen des polizeilichen Einsatz- und Streifendienstes auf den Inseln ausgestattet. Dazu gehören unter anderem Blaulicht und Martinshorn. Dank Allradantrieb können die Fahrzeuge auch schwieriges Gelände bewältigen – beispielsweise an Stränden, in Dünen oder Waldgebieten.
Mit einer Reichweite von rund 70 Kilometern eignen sie sich für zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 60 km/h. Angetrieben werden die Fahrzeuge elektrisch, geladen werden können sie an einer herkömmlichen Steckdose.
Auch praktisch sind die neuen Einsatzfahrzeuge: Auf ihrer Ladefläche lassen sich beispielsweise sichergestellte Gegenstände oder Ausrüstungsgegenstände für die Spurensicherung transportieren.
Vorteile auch bei nächtlichen Einsätzen
Ein besonderer Vorteil ist der nahezu geräuschlose Antrieb. Gerade bei nächtlichen Fahndungen, etwa nach Einbrechern, kann das von Bedeutung sein. Gleichzeitig werden Urlauber und Tiere durch die geringe Geräuschentwicklung weniger gestört.
Bereits seit Dezember 2019 ist auf Juist das bundesweit erste vollelektrisch angetriebene Polizeiquad vom Typ Polaris Ranger EV im Einsatz. Die positiven Erfahrungen dort haben dazu geführt, dass die Polizeidirektion weitere Erprobungen vorgenommen und das Konzept auf andere Inseln ausgeweitet hat.
Damit erhält auch Borkum ein modernes Einsatzmittel, das den besonderen Bedingungen der Insel gerecht wird.
Beim nächsten Borkumbesuch lohnt sich also vielleicht ein genauerer Blick auf den Strand: Gut möglich, dass dort künftig ein blau-weißes Elektro-Quad der Polizei unterwegs ist.

Lokal
Stadtbus Leer: Änderungen bei den Linien 651 und 652 – zwei Haltestellen wegen Straßensperrungen betroffen
Änderungen bei Stadtbuslinien in Leer: Zwei Haltestellen wegen Straßensperrungen zeitweise nicht erreichbar
Stadtbuslinien 651 und 652 betroffen – Einschränkungen auf der Bremer Straße und an der Emsbrücke vom 3. bis 5. November 2026
Fahrgäste des Leeraner Stadtbusverkehrs müssen sich in dieser Woche auf vorübergehende Änderungen einstellen. Aufgrund von Straßensperrungen können zwei Haltestellen der Stadtbuslinien 651 und 652 zeitweise nicht beziehungsweise nur eingeschränkt bedient werden.
Betroffen sind die Haltestellen „Leer, Bremer Straße/Löwenstraße“ und „Leer, An der Emsbrücke“. Die Einschränkungen gelten an unterschiedlichen Tagen und betreffen jeweils bestimmte Fahrtrichtungen.
Stadtbuslinie 652: Haltestelle Bremer Straße/Löwenstraße entfällt
Aufgrund der Sperrung der Löwenstraße kann die Stadtbuslinie 652 die Haltestelle „Leer, Bremer Straße/Löwenstraße“ von Dienstag, 3. November, bis Mittwoch, 4. November 2026, nicht anfahren.
Der Ausfall betrifft beide Fahrtrichtungen:
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Richtung Heisfelde
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Richtung Schloss Evenburg
Die Haltestelle entfällt somit während des genannten Zeitraums vollständig.
Stadtbuslinie 651: Einschränkungen an der Haltestelle An der Emsbrücke
Eine weitere Einschränkung betrifft die Stadtbuslinie 651. Aufgrund der Sperrung der Straße „An der Emsbrücke“ kann die Haltestelle „Leer, An der Emsbrücke“ von Mittwoch, 4. November, bis Donnerstag, 5. November 2026, nur eingeschränkt bedient werden.
Dabei gelten unterschiedliche Regelungen für die beiden Fahrtrichtungen:
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Richtung Bingum: Die Haltestelle kann während des gesamten genannten Zeitraums nicht angefahren werden.
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Richtung Logabirum: Die Haltestelle wird lediglich bei einer einzelnen Fahrt mit der Abfahrtszeit um 6.16 Uhr bedient.
Fahrgäste sollten die vorübergehenden Änderungen bei ihrer Fahrtplanung berücksichtigen. Betroffen sind ausschließlich die genannten Haltestellen und Zeiträume.
Die Einschränkungen stehen im Zusammenhang mit den Straßensperrungen in Leer.

Lokal
88. Jahrestag der Pogromnacht: Leer erinnert am 9. November 2026 an die Opfer des Holocaust
Der Synagogengedenkplatz an der Heisfelder Straße / Ecke Ubbo-Emmius-Straße (Bummert) ist am 9. November 2026 Schauplatz der Gedenkveranstaltung zum 88. Jahrestag der Pogromnacht. Geplant sind eine Kranzniederlegung sowie Beiträge von Schülerinnen und Schülern des Teletta-Groß-Gymnasiums und des Ubbo-Emmius-Gymnasiums. Foto: Ingo Tonsor
88. Jahrestag der Pogromnacht: Stadt Leer erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Verbrechen
Gedenkveranstaltung am 9. November 2026 mit Kranzniederlegung, Beiträgen von Schülerinnen und Schülern und anschließendem Gottesdienst – geänderter Ablauf in diesem Jahr
Am 9. November 2026 jährt sich die Reichspogromnacht zum 88. Mal. In ganz Deutschland wurden in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 auf Anordnung des NS-Regimes Synagogen in Brand gesetzt, jüdische Geschäfte und Wohnungen gestürmt und zerstört. Zahlreiche jüdische Menschen wurden ermordet, misshandelt und verfolgt. Tausende verloren ihre Existenzgrundlage. Diesen Verbrechen ging seit 1933 eine zunehmende Ausgrenzung, Entrechtung und menschenverachtende Drangsalierung der jüdischen Bevölkerung voraus.
Auch in Leer hinterließen die nationalsozialistischen Verbrechen tiefe und bis heute unvergessene Spuren. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die damals imposante Synagoge an der Heisfelder Straße von Leeraner Bürgern in Brand gesetzt.
Die jüdische Bevölkerung wurde unter brutaler Gewalt aus ihren Häusern geholt und durch die Stadt zum Viehhof auf der Nesse getrieben. Dort mussten die Menschen, eingesperrt wie Vieh, die Nacht in einem Stall verbringen. Die Ereignisse waren Teil der systematischen Verfolgung der jüdischen Bevölkerung durch das nationalsozialistische Regime, die schließlich im Holocaust ihren grausamen Höhepunkt fand.
Gedenkveranstaltung mit verändertem Ablauf
An die schrecklichen Ereignisse und die Opfer des Holocaust erinnert die Stadt Leer gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Leer und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Ostfriesland e. V. am Montag, 9. November 2026.
Der Ablauf der diesjährigen Gedenkveranstaltung wurde gegenüber den Vorjahren geändert.
Den Auftakt bildet um 18 Uhr eine Gedenkveranstaltung auf dem Synagogengedenkplatz an der Heisfelder Straße / Ecke Ubbo-Emmius-Straße (Bummert). Dort findet eine Kranzniederlegung statt. Außerdem gestalten Schülerinnen und Schüler des Teletta-Groß-Gymnasiums und des Ubbo-Emmius-Gymnasiums die Veranstaltung mit eigenen Beiträgen.
Im Anschluss folgt um 19 Uhr ein Gottesdienst in der Baptistenkirche Leer, Ubbo-Emmius-Straße 2. Die Predigt hält Pastor Jürgen Woithe von der Evangelisch-methodistischen Kirche Leer.
Die Kollekte des Gottesdienstes ist für die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg bestimmt.
Gemeinsam erinnern und Verantwortung übernehmen
Die Gedenkveranstaltung soll an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnern und zugleich die Bedeutung von Erinnerung, Menschlichkeit und Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft verdeutlichen.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an der Gedenkveranstaltung teilzunehmen und gemeinsam ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.
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