Wirtschaft

Außen­han­del mit Elek­tro­fahr­zeu­gen legt zu

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Expor­te stie­gen 2019 um 72 % gegen­über dem Vorjahr

WIESBADEN – Elek­tro­mo­bi­li­tät gewinnt zuneh­mend an Attrak­ti­vi­tät – die aktu­el­len Zah­len zu den Neu­zu­las­sun­gen deu­ten auf eine wach­sen­de Beliebt­heit von Elek­tro­fahr­zeu­gen hier­zu­lan­de hin, aber auch der Außen­han­del damit nimmt zu. Wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt (Desta­tis) mit­teilt, stieg im Jahr 2019 die Men­ge der gehan­del­ten Elek­tro­fahr­zeu­ge gegen­über dem Vor­jahr deut­lich an. So wur­den 99 000 neue Elek­tro­fahr­zeu­ge im ver­gan­ge­nen Jahr expor­tiert, ein Plus von 72 % gegen­über 2018; damals lag die Export­men­ge noch bei 57 700 Fahr­zeu­gen. Auch der Import von neu­en Elek­tro­fahr­zeu­gen stieg von 43 500 im Jahr 2018 auf 60 400 im Jahr 2019 (+39 %). Zu den gehan­del­ten Elek­tro­fahr­zeu­gen zäh­len neben E‑Autos unter ande­rem auch Quads mit Elek­tro­mo­tor und elek­tri­sche Kabinenroller 

Die Aus­wir­kun­gen der Coro­na-Pan­de­mie haben die Aus­fuh­ren im 1. Halb­jahr 2020 aller­dings spür­bar gebremst: Von Janu­ar bis Juni wur­den 41 300 neue Elek­tro­fahr­zeu­ge expor­tiert. Im Vor­jah­res­zeit­raum waren es 52 200 Fahr­zeu­ge. Die meis­ten Neu­fahr­zeu­ge wur­den nach Nor­we­gen gelie­fert: Im 1. Halb­jahr 2020 waren das 10 700 (26 % der Expor­te) und im ver­gan­ge­nen Jahr gut 23 100 Elek­tro­fahr­zeu­ge (23 % der Exporte). 

Anders sieht es bei den Impor­ten aus, die von Janu­ar bis Juni 2020 deut­lich höher als im Vor­jah­res­zeit­raum lagen: 45 300 Elek­tro­fahr­zeu­ge wur­den im 1. Halb­jahr 2020 ein­ge­führt (1. Halb­jahr 2019: 30 200 Pkw). Deutsch­lands Haupt­lie­fe­rant für Elek­tro­fahr­zeu­ge ist Frank­reich – fast ein Vier­tel der impor­tier­ten Fahr­zeu­ge stamm­ten aus dem Nach­bar­land, sowohl im 1. Halb­jahr 2020 als auch im Jahr 2019.

Neu­zu­las­sun­gen von E‑Autos errei­chen 2020 Rekord­ni­veau 

Das Jahr 2020 bringt der Elek­tro­mo­bi­li­tät hier­zu­lan­de einen kräf­ti­gen Schub: Fast 20 000 Mal wur­de im Juli die Inno­va­ti­ons­prä­mie für den Kauf eines Elek­tro­au­tos oder Plug-in-Hybrids beim Bun­des­amt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kon­trol­le (BAFA) bean­tragt – so häu­fig wie in kei­nem ande­ren Monat seit Ein­füh­rung des Umwelt­bo­nus im Juni 2016. Ins­ge­samt wur­den laut BAFA seit Jah­res­be­ginn bis ein­schließ­lich Juli 69 600 Anträ­ge gestellt. 

Das Kraft­fahrt-Bun­des­amt ver­zeich­ne­te bei den Neu­zu­las­sun­gen von Elek­tro­au­tos in den ver­gan­ge­nen Mona­ten zum Teil drei­stel­li­ge Zuwäch­se im Ver­gleich zu den Vor­jah­res­mo­na­ten. Der Anteil der E‑Autos an den Neu­zu­las­sun­gen im August 2020 lag bei 6,4 Pro­zent, der Anteil neu­zu­ge­las­se­ner Pkw mit Hybrid­an­trieb bei 18,4 % (dar­un­ter 6,8 % Plug-in-Hybri­de). Zum Ver­gleich: Im Jahr 2019 ver­füg­ten nur 1,8 % der 3,6 Mil­lio­nen neu zuge­las­se­nen Pkw 2019 in Deutsch­land über einen rein elek­tri­schen Antrieb. Der Anteil der neu­zu­ge­las­se­nen Pkw mit einem Hybrid­an­trieb lag 2019 bei 6,6 % (dar­un­ter 1,3 % Plug-in-Hybride).


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DAS AUTOHAUS GEBR. SCHWARTE FEIERT 35. GEBURTSTAG

Die kom­plet­te Geschich­te (1984 — 2019) der Auto­haus Gebr. Schwar­te Grup­pe fin­den Sie hier: His­to­rie

1984: Depe­che Mode, Alpha­ville und Duran Duran stür­men die deut­schen Charts und der Block­bus­ter-Klas­si­ker „Kara­te Kid“ flim­mert über die Lein­wän­de der Bun­des­re­pu­blik. Auch die Auto-Indus­trie stand im Wan­del: die ers­ten Volu­men-Model­le mit gere­gel­tem drei-Wege-Kata­ly­sa­tor wur­den auf den deut­schen Markt gespült und Model­le wie der Volks­wa­gen Golf II GTI, der Audi 200 Avant und der SEAT Ibi­za fei­er­ten Ihr Debüt.
Auch im ems­län­di­schen Haselün­ne reg­te sich etwas: Nach­dem Wil­helm Schwar­te bereits 7 Jah­re eine klei­ne Tank­stel­le mit Werk­statt betrieb, ent­schied er sich, zusam­men mit sei­nem Bru­der Hein­rich, eine V.A.G.-Werkstatt mit zehn Mit­ar­bei­tern zu über­neh­men. So wur­den ab Okto­ber 1984 erst­mals unter dem Namen „Gebr. Schwar­te“ Werk­statt­ar­bei­ten, Gebraucht­wa­gen­ver­kauf und die Ver­mitt­lung von Neu­fahr­zeu­gen angeboten.

In den 1990er Jah­ren folg­ten erst die Han­dels­ver­trä­ge für die Mar­ken Volks­wa­gen, Volks­wa­gen Nutz­fahr­zeu­ge und Audi, ein groß­zü­gi­ger Umbau des Stamm­hau­ses in Haselün­ne und ein neu­er Ver­triebs­stand­ort in Meppen. Ange­kom­men im 21. Jahr­hun­dert erwei­tert die Schwar­te Grup­pe zunächst per­so­nell: Ste­fan Schwar­te steigt mit in die Geschäfts­füh­rung ein und unter­stützt Vater und Onkel. Des Wei­te­ren wur­den neue Stand­or­te in Ost­west­fa­len eröff­net, sowie Aus­zeich­nun­gen zum „Audi Top Ser­vice Part­ner“ und zu Volkswagen’s „Forum der Bes­ten“ verliehen.

Stehts auf Wachs­tums­kurs hat sich so die Mar­ke Gebr. Schwar­te in den letz­ten drei Jahr­zenten wei­ter ent­wi­ckeln kön­nen:
Mit mitt­ler­wei­le acht Betriebs­stät­ten im Ems­landOst­fries­land und Ost­west­fa­len und mit rund 660 Mit­ar­bei­tern ist die Gebr. Schwar­te-Grup­pe zu einer der größ­ten Auto­mo­bil­han­dels­ge­sell­schaf­ten in Nord­deutsch­land her­an­ge­wach­sen.
Unse­re Haupt­ge­schäfts­tä­tig­keit liegt im exklu­si­ven Ver­trieb und Ser­vice der Mar­ken Volks­wa­gen, Audi, ŠKODA, VW Nutz­fahr­zeu­ge und dem­nächst der Mar­ke SEAT.

Mit vier star­ken Mar­ken unter einem Dach bie­ten wir Ihnen eine gro­ße und viel­sei­ti­ge Aus­wahl an Neu‑, Gebraucht- und Nutz­fahr­zeu­gen an. Wir sind Spe­zia­lis­ten und Ser­vice-Part­ner in allen Belan­gen rund um Repa­ra­tur und War­tung. Was uns aber wirk­lich erfolg­reich macht, ist die jahr­zehn­te­lan­ge Erfah­rung als Fami­li­en­be­trieb, unser hoher Qua­li­täts­stan­dard, das gro­ße Ver­trau­en unse­rer Kun­den und den Ein­satz unse­rer qua­li­fi­zier­ten Mit­ar­bei­ter.

Alle Mit­ar­bei­ter begrei­fen sich als ein Team und wir haben stets ein Ziel: Unse­re Kun­den zu begeis­tern, indem wir das pas­sen­de Auto fin­den und sie mobil halten.

Auch beim The­ma E‑Mobilität gehen wir mit der Zeit und bie­ten unse­ren Kun­den bes­ten Kom­fort in Ver­bin­dung mit alter­na­ti­ven Antrie­ben. Getreu unse­rer Phi­lo­so­phie „Mobi­li­tät neu erle­ben!“ ent­wi­ckeln wir uns stets für unse­re Kun­den wei­ter um die Zukunf­sfä­hig­keit des Unter­neh­mens zu wahren.

 

Wirtschaft

Fort­er­ro in Leer wächst durch Fort­er­ro-Zukauf weiter

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Von links nach rechts: Bernd Hill­brands (Mana­ging Direc­tor, Win­dows & Doors Line ofBusi­ness, Fort­er­ro), Miri­am Ber­zen (Geschäfts­füh­re­rin Klaes), Lars Klaes(Geschäftsführer Klaes) und Mar­cus Pan­nier (Pre­si­dent, Fort­er­ro) nach der­Un­ter­zeich­nung, mit der Klaes Teil von Fort­er­ro wird. Foto: Klaes

Wel­le von der Them­se ans Nes­se­ufer: Fort­er­ro stärkt Stand­ort Leer durch wei­te­ren Zukauf

Ein glas­kla­rer Beleg für die Bedeu­tung des Stand­orts Leer: Gut ein Jahr nach dem Wech­sel des Soft­ware-Pio­niers Orgada­ta unter das Dach des Lon­do­ner Unter­neh­mens Fort­er­ro wird die am Nes­se­ufer ansäs­si­ge Spar­te wei­ter gefes­tigt. Fort­er­ro akqui­riert den Soft­ware­spe­zia­lis­ten Klaes aus Bad Neu­en­ahr-Ahr­wei­ler. Damit wächst der Geschäfts­be­reich „Win­dows & Doors“, des­sen Fäden in Leer zusammenlaufen.

Die Nach­richt von der Akqui­si­ti­on des Soft­ware­hau­ses Klaes mit sei­nen 285 Mit­ar­bei­ten­den unter­streicht, dass Fort­er­ro lang­fris­tig auf den Sek­tor Fens­ter, Türen und Fas­sa­den setzt – mit dem Haupt­sitz in Leer als stra­te­gi­schem Anker­punkt. Wäh­rend am Nes­se­ufer die welt­wei­te Exper­ti­se für digi­ta­le Lösun­gen im Alu­mi­ni­um-Fens­ter­bau behei­ma­tet ist, bringt Klaes nun die spe­zia­li­sier­te Kom­pe­tenz für die Rah­men­ma­te­ria­li­en Holz und Kunst­stoff in den Ver­bund ein.

Sta­bi­li­tät und Expan­si­on am Nesseufer

Für den Stand­ort Leer bedeu­tet die­ser Expan­si­ons­schritt vor allem Sta­bi­li­tät. Das ehe­mals als Orgada­ta bekann­te Unter­neh­men bil­det heu­te den Kern einer Spar­te, die Soft­ware­lö­sun­gen für Pro­fi­le aller Rah­men­ma­te­ria­li­en bündelt.

Bernd Hill­brands, Orgada­ta-Grün­der und Lei­ter des Geschäfts­be­reichs inner­halb von Fort­er­ro, sieht in der aktu­el­len Ent­wick­lung eine Bestä­ti­gung für den ein­ge­schla­ge­nen Weg:

„Wir sind Teil einer Orga­ni­sa­ti­on mit gemein­sa­men Res­sour­cen und einer gemein­sa­men Vision.“

Im Fokus steht die kon­se­quen­te Wei­ter­ent­wick­lung sowie die sys­te­ma­ti­sche Beschleu­ni­gung von Inno­va­tio­nen, um die digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on der gesam­ten Fens­ter­bau­bran­che zu unter­stüt­zen. Für die Kun­den, Part­ner und das Team in Leer bedeu­tet die­ser Kurs, dass bewähr­te Lösun­gen durch Inves­ti­tio­nen in zukunfts­wei­sen­de Tech­no­lo­gien wie Cloud-Platt­for­men und künst­li­che Intel­li­genz gestärkt werden.

 

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Nach­hal­ti­ge Per­spek­ti­ve für Ostfriesland

Fort­er­ro baut auf das Fun­da­ment, das über Jahr­zehn­te in Ost­fries­land geschaf­fen wur­de. Dar­aus ergibt sich eine nach­hal­ti­ge Per­spek­ti­ve für das Team vor Ort. Auch wenn sich Struk­tu­ren im Zuge des Wachs­tums wei­ter­ent­wi­ckeln, bleibt das Unter­neh­men sei­ner ost­frie­si­schen Hei­mat verbunden.

Die Pro­duk­te von Klaes wer­den als eigen­stän­di­ge Mar­ke inner­halb der „Win­dows & Doors“-Sparte geführt. Damit ent­steht ein brei­ter auf­ge­stell­tes Gesamt­port­fo­lio, von dem die gesam­te Spar­te pro­fi­tiert, ohne dass sich die gewohn­ten Abläu­fe am Stand­ort Leer unmit­tel­bar ändern. Die Ver­trä­ge für den Klaes-Kauf sind bereits unter­zeich­net; der Abschluss wird nach den übli­chen behörd­li­chen Geneh­mi­gun­gen im zwei­ten Quar­tal 2026 erwartet.


Über die betei­lig­ten Unternehmen

Fort­er­ro Seit der Grün­dung 2012 hat sich Fort­er­ro zu einem der füh­ren­den Soft­ware-Anbie­ter für die Indus­trie ent­wi­ckelt. Mit über 40 Stand­or­ten und gut 2.500 Mit­ar­bei­ten­den unter­stützt das Unter­neh­men mehr als 25.000 Indus­trie­be­trie­be welt­weit mit bran­chen­spe­zi­fi­schen Lösungen.

Klaes Klaes ist ein welt­weit füh­ren­des Soft­ware­un­ter­neh­men für die Fenster‑, Türen‑, Fas­sa­den- und Win­ter­gar­ten­bran­che. Seit über 40 Jah­ren ent­wi­ckelt das Unter­neh­men inno­va­ti­ve, modu­la­re Lösun­gen, die von 7.600 Kun­den in mehr als 50 Län­dern genutzt werden.

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Wirtschaft

Mit­tel­stand warnt Regie­rung vor wirt­schaft­li­chem Abgrund

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Mit­tel­stand zieht Not­brem­se – BVMID sen­det heu­te dra­ma­ti­schen Brand­brief an Kanz­ler Merz

Es ist eine dra­ma­ti­sche Zuspit­zung an einem Tag, der für die deut­sche Wirt­schaft weg­wei­send sein könn­te: Mit Datum vom heu­ti­gen Mitt­woch hat die BVMID – Bun­des­ver­ei­ni­gung Mit­tel­stand in Deutsch­land einen alar­mie­ren­den Brand­brief an die Füh­rungs­spit­ze der Bun­des­re­gie­rung gesen­det. Das Schrei­ben, das unse­rer Redak­ti­on vor­liegt, ver­deut­licht die äußers­te Dring­lich­keit der Lage. Der Ver­band warnt Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz, Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Katha­ri­na Rei­che und Finanz­mi­nis­ter Lars Kling­beil mit dras­ti­schen Wor­ten: Das Rück­grat der deut­schen Wirt­schaft steht „buch­stäb­lich vor dem Abgrund“.


Die Ver­tre­ter der BVMID, Prä­si­dent Kajet­an Brand­stät­ter und Klaus H. Rad­tke (Lei­ter Poli­tik & Pres­se­spre­cher), machen in ihrem heu­te über­mit­tel­ten Schrei­ben unmiss­ver­ständ­lich klar, dass der deut­sche Mit­tel­stand, Motor für Inno­va­ti­on, Inves­ti­tio­nen und Arbeits­plät­ze, immer stär­ker unter Druck gerät. Die aktu­el­le Ent­wick­lung sei nicht nur wirt­schaft­lich bedroh­lich, son­dern auch gesell­schaft­lich riskant.

Alar­mie­ren­de Fak­ten: Insol­venz­wel­le und Kostenexplosion

Die Lage ist laut Brand­brief alar­mie­rend und dul­det kei­nen Auf­schub. Die BVMID unter­mau­ert die Dring­lich­keit mit har­ten Fak­ten zur wirt­schaft­li­chen Schief­la­ge:

  • Insol­venz-Schock: Im Jahr 2025 stie­gen die Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen bereits um 10,3 Pro­zent auf über 24.000 Fäl­le. Eine Bes­se­rung ist nicht in Sicht.

  • Ener­gie­preis-Dilem­ma: Die Ener­gie­prei­se in Deutsch­land gehö­ren zu den höchs­ten welt­weit. Wäh­rend die kWh in Indi­en oder Chi­na bei 7 Cent, in den USA bei 18 Cent und im welt­wei­ten Durch­schnitt bei 15 Cent liegt, zah­len deut­sche Unter­neh­men um die 38 Cent – mehr als das Zwei­ein­halb­vi­sche des Durchschnitts.

  • Abga­ben- und Büro­kra­tiel­ast: Die Abga­ben­las­ten der Unter­neh­men errei­chen 50 bis 60 Pro­zent. Zudem blo­ckie­ren Büro­kra­tie und Regu­lie­rungs­las­ten unnö­tig Wachs­tum und Fle­xi­bi­li­tät und kos­ten die Unter­neh­men Milliarden.

Exis­tenz­be­dro­hung durch Poli­tik und Krisen

Zu den hei­mi­schen Pro­ble­men gesel­len sich inter­na­tio­na­le Fak­to­ren wie geo­po­li­ti­sche Kri­sen, Han­dels­re­strik­tio­nen und wirt­schaft­li­che Unsi­cher­hei­ten, wel­che die Pla­nungs­si­cher­heit ekla­tant gefährden.

Der Brand­brief kri­ti­siert scharf, dass klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men, orts­ge­bun­de­ne Betrie­be und Solo-Selbst­stän­di­ge von aktu­el­len poli­ti­schen Vor­schlä­gen zusätz­lich irri­tiert wer­den. Als Bei­spie­le nennt der Verband:

  • Geplan­te Ände­run­gen beim Ehegattensplitting

  • Steu­er­be­las­tun­gen

  • Feh­len­de Mit­ver­si­che­rung von nicht täti­gen Ehepartnern

  • Mehr­wert­steu­er­erhö­hun­gen

Vom ursprüng­li­chen Ziel der Wirt­schafts­po­li­tik – Ent­las­tung und Impul­se – sei bis­lang nichts zu spü­ren. Die BVMID betont die Stand­ort­treue des Mit­tel­stands: „Der Mit­tel­stand kann sei­ne Zel­te hier in Deutsch­land nicht abbau­en und irgend­wo anders im Aus­land wie­der auf­bau­en. Er ist abhän­gig von der wirt­schaft­li­chen Pro­spe­ri­tät in die­sem Land.“ Die­se sei zur­zeit akut gefährdet.

Schar­fe Kri­tik an aktu­el­len Regierungsplänen

Die BVMID zer­pflückt in dem heu­te ver­öf­fent­lich­ten Schrei­ben zwei kon­kret benann­te Maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung als völ­lig unzu­rei­chend und kontraproduktiv:

1. Sen­kung der Mine­ral­öl­steu­er (um 17 Cent für zwei Monate)

Die­se Maß­nah­me sei „weder ziel­ge­rich­tet noch ver­läss­lich wirk­sam“. Es bestehe ein erheb­li­ches Risi­ko, dass die Ent­las­tung nicht bei den Ver­brau­chern ankommt, son­dern von der Mine­ral­öl­in­dus­trie abge­schöpft wird.

2. Steu­er­freie Kri­sen­prä­mie (bis zu 1.000 Euro)

Dies sei ein „Schlag ins Gesicht für die­je­ni­gen, die es am dring­lichs­ten benö­ti­gen würden“.

  • Ver­ant­wor­tungs­ver­schie­bung: Die Rege­lung ver­la­gert die Ver­ant­wor­tung für staat­li­che Ent­las­tung fak­tisch auf die Unter­neh­men, was in der aktu­el­len Lage ein pro­ble­ma­ti­sches Signal sei.

  • Struk­tu­rel­le Unge­rech­tig­keit: Von die­ser Rege­lung pro­fi­tie­ren aus­schließ­lich Beschäf­tig­te in wirt­schaft­lich leis­tungs­fä­hi­gen Betrie­ben. Arbeit­neh­mer in ange­spann­ten Unter­neh­men, Selbst­stän­di­ge, Solo­un­ter­neh­mer, Hand­wer­ker, Rent­ner und Stu­die­ren­de wer­den voll­stän­dig aus­ge­schlos­sen. Die Maß­nah­me ver­stär­ke bestehen­de Ungleichheiten.

In der Gesamt­schau ent­ste­he der Ein­druck, dass die Maß­nah­men weder sozi­al aus­ge­wo­gen noch in ihrer Wir­kung aus­rei­chend durch­dacht sind. Bis­her bekannt gewor­de­ne Reform­plä­ne sei­en völ­lig kon­tra­pro­duk­tiv und wür­den der Wirt­schaft „buch­stäb­lich end­gül­tig das Genick brechen“.

Die kon­kre­ten For­de­run­gen der BVMID

Der Ver­band for­dert die Bun­des­re­gie­rung mit Nach­druck auf, die gewähl­ten Instru­men­te zu über­den­ken. Statt ver­fehl­ter Ein­zel­maß­nah­men müs­se ein kon­sis­ten­tes Sys­tem geschaf­fen werden.

Kern­for­de­run­gen des BVMID an die Bundesregierung:

All­ge­mein:

  • Höhe­rer Grundfreibetrag

  • Auto­ma­ti­sche Inflationsanpassung

  • Eine Art nega­ti­ve Einkommensteuer

  • Ver­ein­fa­chung statt Sonderregeln

Kon­kre­te Maß­nah­men für den Mittelstand:

  • Sofor­ti­ge Ent­las­tung: Sen­kung der Ener­gie­prei­se, Abga­ben­las­ten und signi­fi­kan­ter Abbau büro­kra­ti­scher Hürden.

  • Gleich­be­hand­lung für Solo­selbst­stän­di­ge: Umge­hen­de Ein­füh­rung der glei­chen steu­er­frei­en Zuver­dienst­gren­ze von 2.000 Euro monat­lich, wie sie bereits für Rent­ner gilt. Zudem for­dern sie fle­xi­ble­re steu­er­li­che Rege­lun­gen und kon­kre­te Hilfsprogramme.

  • Zukunfts­si­che­rung: Geziel­te För­de­rung von Inno­va­ti­on und Inves­ti­ti­on, um Wett­be­werbs­fä­hig­keit natio­nal und inter­na­tio­nal zu sichern.

Ulti­ma­tum und Gesprächsangebot

Die BVMID, die über 1.000 mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men ver­tritt, erwar­tet, dass die Bun­des­re­gie­rung die Dring­lich­keit der Lage erkennt und unver­züg­lich kon­kre­te Maß­nah­men ergreift. Soll­te dies nicht zeit­nah gesche­hen, kün­digt der Ver­band an, die Kon­se­quen­zen für sei­ne Mit­glie­der öffent­lich zu adres­sie­ren, um eine brei­te Dis­kus­si­on über die Zukunft des Mit­tel­stands in Deutsch­land anzu­sto­ßen. Man ste­he jeder­zeit für kon­struk­ti­ve Gesprä­che bereit und erwar­te eine zeit­na­he Rückmeldung.

Das Bei­trags­bild wur­de von der Redak­ti­on mit­hil­fe von KI erstellt und dient als Sym­bol­bild zur Ver­an­schau­li­chung des Themas.

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Wirtschaft

Fir­men­plei­ten in Deutsch­land auf höchs­tem Stand seit 20 Jahren

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Die­ses Bei­trags­bild wur­de von der Lese­r­ECHO-Redak­ti­on mit­hil­fe von KI erstellt und dient als Sym­bol­bild zur Ver­an­schau­li­chung des Themas.

Insol­venz­trend: Fir­men­plei­ten errei­chen höchs­ten Stand seit über 20 Jahren

Die deut­sche Wirt­schaft steht vor einer mas­si­ven Insol­venz­wel­le. Wie das Leib­niz-Insti­tut für Wirt­schafts­for­schung Hal­le (IWH) in sei­nem aktu­el­len Insol­venz­trend berich­tet, ist die Zahl der Fir­men­plei­ten im März 2026 über­ra­schend deut­lich gestie­gen. Damit erreicht das ers­te Quar­tal des Jah­res einen Nega­tiv­re­kord, der seit mehr als zwei Jahr­zehn­ten nicht mehr ver­zeich­net wurde.

Höchs­ter Stand seit 2005

Im März wur­den bun­des­weit 1.716 Insol­ven­zen von Per­so­nen- und Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten regis­triert. Dies ent­spricht einer Stei­ge­rung von 17 % gegen­über dem Vor­mo­nat und liegt sogar 71 % über dem Durch­schnitt der Jah­re vor der Coro­na-Pan­de­mie. Ein ver­gleich­bar hoher Wert wur­de zuletzt im Juni 2005 gemessen.

Beson­ders betrof­fen zei­gen sich der­zeit drei Bran­chen, in denen die höchs­ten jemals gemes­se­nen Wer­te ver­zeich­net wurden:

  • das Bau­ge­wer­be,

  • der Han­del,

  • sowie sons­ti­ge wirt­schaft­li­che Dienst­leis­tun­gen.

Regio­nal kon­zen­triert sich das Gesche­hen vor allem auf Bay­ern, Baden-Würt­tem­berg und Nord­rhein-West­fa­len, wo eben­falls Höchst­wer­te erreicht wurden.

Fokus auf klei­ne­re Unternehmen

Inter­es­san­ter­wei­se ist die Zahl der betrof­fe­nen Arbeits­plät­ze im Ver­gleich zum Vor­jahr gesun­ken, obwohl die Anzahl der Insol­ven­zen mas­siv gestie­gen ist. Im März waren rund 14.000 Jobs von Groß­in­sol­ven­zen betrof­fen. Das deu­tet dar­auf hin, dass die aktu­el­le Plei­te­wel­le vor allem klei­ne­re Unter­neh­men trifft.

Im gesam­ten ers­ten Quar­tal 2026 sum­mier­ten sich die Insol­ven­zen auf 4.573 Fäl­le. Damit lie­gen die Zah­len sogar höher als wäh­rend der schwe­ren Finanz­kri­se im Jahr 2009. Ins­ge­samt waren im ers­ten Vier­tel­jahr etwa 54.000 Arbeits­plät­ze betrof­fen, der Groß­teil davon (rund 16.000 Stel­len) im ver­ar­bei­ten­den Gewerbe.

Wenig Opti­mis­mus für die kom­men­den Monate

Die Exper­ten des IWH bli­cken mit Sor­ge auf das zwei­te Quar­tal. Die Früh­in­di­ka­to­ren, die das Insol­venz­ge­sche­hen um zwei bis drei Mona­te vor­aus­ah­nen las­sen, sind zuletzt kon­ti­nu­ier­lich angestiegen.

„Unse­re Früh­in­di­ka­to­ren las­sen für das zwei­te Quar­tal 2026 wenig Raum für Opti­mis­mus“, erklärt Stef­fen Mül­ler, Lei­ter der IWH-Insol­venz­for­schung. Es sei damit zu rech­nen, dass die Insol­venz­zah­len auf einem sehr hohen Niveau blei­ben und sich die Spit­zen­wer­te aus dem März wie­der­ho­len könnten.

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Gut bera­ten im Alter: Der Senio­ren- und Pfle­ge­stütz­punkt des Land­krei­ses Leer direkt vor Ort Das Älter­wer­den und ins­be­son­de­re das The­ma Pfle­ge...

Lokal

Büro­kra­tie belas­tet Indus­trie im inter­na­tio­na­len Wettbewerb

Her­aus­for­de­run­gen für den Mit­tel­stand: Die Ver­bes­se­rung der Wett­be­werbs­fä­hig­keit, Büro­kra­tie­ab­bau und die Siche­rung von Fach­kräf­ten durch eine bes­se­re Bil­dungs­po­li­tik waren zen­tra­le...

Blaulicht

Rauch­ent­wick­lung an Pkw auf K27 nach tech­ni­schem Defekt

Rauch­ent­wick­lung an Pkw: Feu­er­wehr­ein­satz auf der Kreis­stra­ße nach tech­ni­schem Defekt Ein tech­ni­scher Defekt an einem Fahr­zeug hat am Mitt­woch­mor­gen zu...

Lokal

Zoo­stra­ße in Leer wird am 20. April gesperrt

Voll­sper­rung der Zoo­stra­ße in Leer: Stra­ßen­sa­nie­rung am 20. April 2026 Die Stadt Leer hat für den 20. April 2026 eine ver­kehrs­be­hörd­li­che...

Lokal

Töd­li­cher Bezie­hungs­streit in Emden: Staats­an­walt­schaft erhebt Mordanklage

Ankla­ge wegen Mor­des nach Tötungs­de­likt in Emden erhoben Die Staats­an­walt­schaft Aurich hat die Ermitt­lun­gen zu dem Gewalt­ver­bre­chen vom 30. Janu­ar...

Allgemein

Vor­sor­ge­voll­macht und Pati­en­ten­ver­fü­gung: Wich­ti­ge Infos im Überblick

Die­ses Bei­trags­bild wur­de von der Redak­ti­on mit­hil­fe von KI erstellt und dient als Sym­bol­bild zur Ver­an­schau­li­chung des Themas Infor­ma­ti­ons­abend in...

Blaulicht

Feu­er­wehr­übung Wee­ner: Rea­lis­ti­scher Brand­ein­satz in der Bahnhofstraße

Groß­übung in Wee­ner: Feu­er­wehr probt den Ernst­fall in der Bahnhofstraße Am spä­ten Diens­tag­nach­mit­tag, den 14. April 2029, heul­ten in Wee­ner...

News

PC von der Steu­er abset­zen 2026: So funk­tio­niert die Sofort­ab­schrei­bung für Hard­ware & Software

Die­ses Bei­trags­bild wur­de von der Redak­ti­on mit­hil­fe von KI erstellt und dient als Sym­bol­bild zur Ver­an­schau­li­chung des Themas. Steu­er-Tur­bo für...

Lokal

Kitz­ret­tung Moorm­er­land zieht Bilanz: Über 90 Tie­re gesichert

High­tech für den Tier­schutz: Über die­sen Moni­tor ver­fol­gen die Ret­ter die Luft­auf­nah­men der Wär­me­bild-Droh­ne. So kön­nen Reh­kit­ze und Gele­ge im...

News

Nie­der­sach­sen erleich­tert Grund­steu­er-Erlass in Här­te­fäl­len für Kommunen

Ent­las­tung für Rest­hö­fe geplant: Die nie­der­säch­si­sche Lan­des­re­gie­rung möch­te Kom­mu­nen ermög­li­chen, die Grund­steu­er­be­las­tung bei gro­ßen, unge­nutz­ten Neben­ge­bäu­den (über 300 qm) in...

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Face­book­sei­te Stadt und Land­kreis Leer

Ob Stadt oder Land­kreis Leer – die Even­burg ist das Sym­bol unse­rer Hei­mat. Auf der Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“ infor­mie­ren wir...

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Frei­er Zugang zu regio­na­len News: Lese­r­ECHO-Ver­lag for­ciert media­le Teilhabe

Medi­en für alle: Lese­r­ECHO-Ver­lag stärkt regio­na­le Teil­ha­be durch kos­ten­freie Newsportale In einer Zeit, in der Infor­ma­tio­nen zuneh­mend hin­ter Bezahl­schran­ken ver­schwin­den,...

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Online-Anzei­gen rich­tig gestal­ten: Smart­phone & Tablet im Fokus

Online-Anzei­gen: Das rich­ti­ge For­mat für Smart­phone & Tablet In der heu­ti­gen digi­ta­len Welt grei­fen immer mehr Nut­zer über Smart­phones und...

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SEO-Agen­tur mit eige­ner Redak­ti­on: War­um Lese­r­ECHO der rich­ti­ge Part­ner für nach­hal­ti­ges Mar­ke­ting ist Im digi­ta­len Wett­be­werb reicht es längst nicht mehr...

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Reich­wei­te, Rele­vanz, Regio­na­li­tät – Media­da­ten der Sei­te „Wir Leeraner“

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Mit SEO erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men vom Lese­r­ECHO-Por­tal profitieren

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