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CDU legt Haus­halts­kon­zept 2026 vor: Mehr Unter­stüt­zung für Kom­mu­nen, Sicher­heit und Zukunftsinvestitionen

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„Nie­der­sach­sen muss kla­re Prio­ri­tä­ten setzen“

CDU-Frak­ti­on legt Haus­halts­an­trag 2026 vor – Fokus auf Kom­mu­nen, Sicher­heit und Zukunftsinvestitionen

Land­kreis Leer / Han­no­ver. Mit ihrem Haus­halts­an­trag für das Jahr 2026 for­dert die CDU-Land­tags­frak­ti­on in Nie­der­sach­sen einen kla­ren Kurs­wech­sel in der Finanz­po­li­tik des Lan­des. Unter dem Leit­mo­tiv „Für star­ke Kom­mu­nen. Für mehr Sicher­heit. Für neue Zukunfts­chan­cen.“ setzt die Oppo­si­ti­on eige­ne Schwer­punk­te in den lau­fen­den Haus­halts­be­ra­tun­gen des Nie­der­säch­si­schen Landtages.

Der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le, stell­ver­tre­ten­der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der sowie Spre­cher für Haus­halt und Finan­zen, kri­ti­siert die rot-grü­ne Lan­des­re­gie­rung deut­lich:
„Rot-Grün ver­teilt Geld ohne Rich­tung – wir wol­len dort inves­tie­ren, wo es unser Land wirk­lich stärkt.“


„Das Land muss Schutz­pa­tron der Kom­mu­nen sein – nicht ihr Insolvenzverwalter“

Zen­tra­les Ele­ment des CDU-Haus­halts­an­trags ist der „Pakt für star­ke Kom­mu­nen“. Städ­te, Gemein­den und Land­krei­se sol­len um mehr als 800 Mil­lio­nen Euro zusätz­lich ent­las­tet wer­den. Ins­ge­samt sieht die CDU ein Volu­men von über zwei Mil­li­ar­den Euro vor, von denen mehr als eine Mil­li­ar­de Euro jähr­lich dau­er­haft in die kom­mu­na­len Haus­hal­te flie­ßen soll.

Hin­ter­grund ist die ange­spann­te Finanz­la­ge vie­ler Kom­mu­nen – auch im Land­kreis Leer. „Alle Städ­te, Samt­ge­mein­den und Gemein­den sowie der Land­kreis selbst kämp­fen inzwi­schen mit mas­si­ven Defi­zi­ten“, so Thie­le. Wäh­rend das Land hohe Rück­la­gen bil­de, rutsch­ten Kom­mu­nen immer tie­fer ins Minus.

Die CDU for­dert des­halb eine struk­tu­rel­le und dau­er­haf­te Ent­las­tung: Kern­maß­nah­me ist die Erhö­hung der Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen im kom­mu­na­len Finanz­aus­gleich um 750 Mil­lio­nen Euro. Finan­ziert wer­den soll dies durch Ein­spa­run­gen im Lan­des­haus­halt, etwa bei Sicher­heits­re­ser­ven, Per­so­nal­rück­la­gen und Sondervermögen.

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Kla­rer Schnitt im „För­der­dschun­gel“

Neben höhe­ren Zuwei­sun­gen setzt die CDU auf einen Abbau büro­kra­ti­scher Struk­tu­ren. Mehr als 100 För­der­richt­li­ni­en für Kom­mu­nen führ­ten laut Thie­le zu einem unüber­sicht­li­chen För­der­wirr­warr, der Ver­wal­tun­gen überfordere.

Die CDU will För­der­richt­li­ni­en redu­zie­ren und statt­des­sen direk­te Mit­tel­zu­wei­sun­gen über den Kom­mu­na­len Finanz­aus­gleich stär­ken. Das geplan­te Kom­mu­nal-För­der­ge­setz der Lan­des­re­gie­rung rei­che dafür nicht aus, kri­ti­siert Thiele.


Wei­te­re Ent­las­tun­gen und Inves­ti­tio­nen für Kommunen

Der CDU-Haus­halts­an­trag ent­hält zusätz­li­che geziel­te Maß­nah­men zuguns­ten der kom­mu­na­len Ebe­ne, darunter:

  • 30 Mio. Euro für die kon­se­quen­te Dua­li­sie­rung der Erzieherausbildung

  • 20 Mio. Euro für Sprach­bil­dung und Sprach­för­de­rung in Kitas

  • 11,86 Mio. Euro für den Zivil- und Katastrophenschutz

  • 2,5 Mio. Euro zur Defi­zit­ab­de­ckung kom­mu­na­ler Theater

Ziel sei nicht nur finan­zi­el­le Sta­bi­li­tät, son­dern auch die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der kom­mu­na­len Demo­kra­tie, betont Thie­le. Vor Ort ent­schie­den sich Ver­trau­en und Akzep­tanz staat­li­chen Handelns.


Bil­dungs­pa­ket für Kita und Schule

Mit einem „Bil­dungs­pa­ket Kita & Schu­le“ im Umfang von 70 Mil­lio­nen Euro will die CDU frü­he Bil­dung gezielt stär­ken. Schwer­punk­te sind Sprach­för­de­rung, Schul­so­zi­al­ar­beit und die Moder­ni­sie­rung der Erzieherausbildung.

  • 20 Mio. Euro für Sprach­för­de­rung in Kitas

  • 20 Mio. Euro für Schulsozialarbeit

  • 30 Mio. Euro für eine dua­li­sier­te und ver­gü­te­te Erzieherausbildung

„Sprach­kom­pe­tenz ist der Schlüs­sel für Bil­dungs­er­folg“, so Thie­le. Kin­der müss­ten mit bes­se­ren Deutsch­kennt­nis­sen in die Schu­le starten.


Sicher­heits­of­fen­si­ve 2026

Mit der „Sicher­heits­of­fen­si­ve 2026“ setzt die CDU einen Gegen­ak­zent zur rot-grü­nen Innen­po­li­tik. Gefor­dert werden:

  • 500 zusätz­li­che Polizeianwärterstellen

  • 50 Mio. Euro für eine digi­ta­le Beweis­mit­tel-Cloud zur Bekämp­fung von Cyberkriminalität

  • Wei­te­re Mit­tel für eine schnel­le­re Iden­ti­täts­klä­rung bei Ausreisepflichtigen

„Sicher­heit ist eine Kern­auf­ga­be des Staa­tes und darf nicht ver­nach­läs­sigt wer­den“, erklärt Thiele.


Inves­ti­tio­nen in Infra­struk­tur, Wirt­schaft und Gesundheit

Auch bei der Infra­struk­tur sieht die CDU gro­ßen Hand­lungs­be­darf. Vor­ge­se­hen sind:

  • 50 Mio. Euro zusätz­lich für Stra­ßen, Brü­cken und Radwege

  • 6,6 Mio. Euro jähr­lich für die Hin­ter­land­an­bin­dung der Seehäfen

  • Zusätz­li­che Mit­tel für Start-ups, Tou­ris­mus sowie Luft- und Raumfahrtforschung

Ein wei­te­res zen­tra­les Vor­ha­ben ist ein Inves­ti­ti­ons­pa­ket von 80 Mil­lio­nen Euro für ein kri­sen­fes­tes Gesund­heits­we­sen. Kran­ken­häu­ser und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen sol­len in die Lage ver­setzt wer­den, im Kri­sen­fall min­des­tens 72 Stun­den aut­ark zu arbeiten.


Rück­la­gen nut­zen statt neue Schulden

Deut­li­che Kri­tik übt Thie­le an der geplan­ten Kre­dit­auf­nah­me der Lan­des­re­gie­rung. Statt neu­er Schul­den for­dert die CDU die vor­ran­gi­ge Nut­zung bestehen­der Rück­la­gen.

„Wer neue Schul­den macht, obwohl aus­rei­chend Rück­la­gen vor­han­den sind, han­delt ver­ant­wor­tungs­los gegen­über kom­men­den Gene­ra­tio­nen“, so Thie­le. Nie­der­sach­sen brau­che Haus­halts­dis­zi­plin, Staats­mo­der­ni­sie­rung und eine Sen­kung der Staats­quo­te statt immer neu­er Kredite.

Den Kurs von Finanz­mi­nis­ter Hee­re bezeich­net Thie­le als „schul­den­ge­trie­be­ne Poli­tik auf Kos­ten der Zukunft“. Mit dem Haus­halts­an­trag 2026 wol­le die CDU zei­gen, dass Stär­kung von Kom­mu­nen und Wirt­schaft auch ohne zusätz­li­che Schul­den mög­lich ist.


 

Mit ihrem Haus­halts­an­trag 2026 prä­sen­tiert die CDU-Land­tags­frak­ti­on einen umfas­sen­den Gegen­ent­wurf zur rot-grü­nen Finanz­po­li­tik. Im Mit­tel­punkt ste­hen star­ke Kom­mu­nen, mehr Sicher­heit, bes­se­re Bil­dung sowie geziel­te Zukunfts­in­ves­ti­tio­nen – finan­ziert durch Umschich­tun­gen und Ein­spa­run­gen statt neu­er Schulden.

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Ener­gie-Sha­ring für Leer: Kom­mu­na­le Gebäu­de als vir­tu­el­les Kraftwerk

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Loka­le Ener­gie­wen­de in Leer: CDU-Frak­ti­on for­dert Prü­fung eines Strombilanzkreismodells

In der Stadt Leer könn­te die Nut­zung von Solar­strom bald eine neue Effi­zi­enz­stu­fe errei­chen. Die CDU-Frak­ti­on hat einen Antrag an Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst gerich­tet, in dem die Ver­wal­tung auf­ge­for­dert wird, die tech­ni­sche und wirt­schaft­li­che Umset­zung eines soge­nann­ten Strom­bi­lanz­kreis­mo­dells für kom­mu­na­le Lie­gen­schaf­ten zu prüfen.

Das Pro­blem: Unge­utz­tes Poten­zi­al auf städ­ti­schen Dächern

Die Stadt Leer ver­folgt bereits das Ziel, zuneh­mend kom­mu­na­le Gebäu­de mit Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen (PV) aus­zu­stat­ten. Doch die Rea­li­tät stößt oft an bau­li­che Gren­zen: Nicht jedes Gebäu­de ist für eine eige­ne Anla­ge geeig­net. Denk­mal­schutz, sta­ti­sche Pro­ble­me oder Ver­schat­tun­gen durch Nach­bar­ge­bäu­de ver­hin­dern oft die Installation.

Bei den bereits exis­tie­ren­den Anla­gen han­delt es sich zumeist um Teil­ein­spei­se­an­la­gen. Das bedeutet:

  • Ein Groß­teil des Stroms wird direkt vor Ort verbraucht.

  • Ein beacht­li­cher Rest – geschätzt zwi­schen 20 und 40 Pro­zent – fließt unge­nutzt ins öffent­li­che Netz.


Die Lösung: Ener­gy Sha­ring inner­halb der Kommune

Hier setzt das bean­trag­te Strom­bi­lanz­kreis­mo­dell an. Ziel ist es, den über­schüs­si­gen Strom nicht ein­fach gegen eine gerin­ge Ein­spei­se­ver­gü­tung abzu­ge­ben, son­dern ihn gezielt ande­ren städ­ti­schen Gebäu­den zuzu­füh­ren, die selbst kei­ne Solar­ener­gie erzeu­gen können.

So funk­tio­niert das Modell tech­nisch: Mit­hil­fe moder­ner Mess­tech­nik und spe­zia­li­sier­ter Soft­ware wer­den die Über­schuss­men­gen erfasst. Über das öffent­li­che Strom­netz erfolgt die vir­tu­el­le Wei­ter­lei­tung an ande­re kom­mu­na­le Abneh­mer im Stadtgebiet.

Wirt­schaft­li­che Vor­tei­le für den Haushalt

Die Vor­tei­le die­ses “Ener­gy Sha­rings” sind zweierlei:

  1. Stei­ge­rung des Eigen­ver­brauchs: Der wert­vol­le Son­nen­strom bleibt im Sys­tem der Stadtverwaltung.

  2. Sen­kung der Strom­kos­ten: Durch die direk­te Ver­rech­nung ent­fal­len der Ener­gie­preis des Ver­sor­gers und unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen auch die Stromsteuer.


Zusam­men­ar­beit mit Ver­sor­gern als Schlüssel

In dem Antrag betont die CDU, dass für den Erfolg eine enge Abstim­mung mit dem loka­len Ener­gie­ver­sor­ger not­wen­dig ist. Ohne des­sen Unter­stüt­zung und die Bereit­stel­lung der ent­spre­chen­den Netz­struk­tu­ren ist eine Umset­zung nicht möglich.

Dass die­ses Modell kei­ne blo­ße Theo­rie ist, zei­gen Bei­spie­le aus ande­ren Regio­nen Deutsch­lands. Der Main-Tau­nus-Kreis gilt hier­bei als Vor­rei­ter und hat bereits demons­triert, wie Kom­mu­nen durch intel­li­gen­te Bilan­zie­rung ihre Ener­gie­kos­ten sen­ken und gleich­zei­tig das Kli­ma schüt­zen können.

Ob und wie schnell die Ver­wal­tung in Leer die­ses Modell rea­li­sie­ren kann, wird nun die ange­for­der­te Prü­fung zeigen.

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Bun­des­wei­ter Streik im Nah­ver­kehr – Son­der­re­ge­lung für Niedersachsen

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STREIK-HINWEIS: Sper­rung der Jann-Berg­haus-Brü­cke in Leer am 4. und 5. Febru­ar 

Auf­grund ange­kün­dig­ter Warn­streiks im öffent­li­chen Dienst bleibt die Jann-Berg­haus-Brü­cke (B 436) am Mitt­woch und Don­ners­tag jeweils von 06:00 bis 23:00 Uhr für den gesam­ten Ver­kehr voll gesperrt. Da die Brü­cke an die­sen Tagen nicht pas­siert wer­den kann, wur­den für den betrof­fe­nen Zeit­raum spe­zi­el­le Bus­re­ge­lun­gen getrof­fen, um unter ande­rem den Schul­weg sicherzustellen.

Bun­des­wei­ter Streik im Nah­ver­kehr: Still­stand am Mon­tag erwartet

Land­kreis Leer / Ber­lin – Pend­ler und Schü­ler müs­sen sich am kom­men­den Mon­tag, den 2. Febru­ar 2026, auf erheb­li­che Ein­schrän­kun­gen ein­stel­len. Die Ver­ein­te Dienst­leis­tungs­ge­werk­schaft (ver.di) hat die Beschäf­tig­ten im kom­mu­na­len Nah­ver­kehr bun­des­weit zu einem Warn­streik auf­ge­ru­fen. Wäh­rend in wei­ten Tei­len Deutsch­lands Bus­se und Bah­nen still­ste­hen wer­den, stellt Nie­der­sach­sen auf­grund einer Beson­der­heit eine Aus­nah­me dar.

In der lau­fen­den Tarif­run­de ver­schärft ver.di den Druck auf die Arbeit­ge­ber. Betrof­fen sind fast 100.000 Beschäf­tig­te in rund 150 städ­ti­schen Ver­kehrs­un­ter­neh­men und Bus­be­trie­ben der Land­krei­se. Ziel der Gewerk­schaft ist vor allem eine Ent­las­tung der Mit­ar­bei­ter durch deut­lich ver­bes­ser­te Arbeitsbedingungen.

For­de­run­gen nach Ent­las­tung und fai­ren Bedingungen

Im Kern der Ver­hand­lun­gen ste­hen Maß­nah­men gegen die hohe Arbeits­be­las­tung im öffent­li­chen Per­so­nen­nah­ver­kehr (ÖPNV). ver.di for­dert unter anderem:

  • Die Ver­kür­zung der Wochen­ar­beits­zeit sowie der Schichtlängen.

  • Die Ver­län­ge­rung von Ruhezeiten.

  • Höhe­re Zuschlä­ge für Nacht- und Wochenendarbeit.

In Bun­des­län­dern wie Bay­ern, Bran­den­burg, dem Saar­land und Thü­rin­gen wird zudem über eine Erhö­hung der Löh­ne und Gehäl­ter ver­han­delt. Die stell­ver­tre­ten­de ver.di-Vorsitzende Chris­ti­ne Beh­le bezeich­ne­te das bis­he­ri­ge Ver­hal­ten der Arbeit­ge­ber als „Angriff auf bestehen­de Ver­ein­ba­run­gen“. Laut Beh­le ver­wei­ge­re die Arbeit­ge­ber­sei­te not­wen­di­ge Ver­bes­se­run­gen und schla­ge statt­des­sen teil­wei­se sogar Ver­schlech­te­run­gen vor.

Son­der­fall Nie­der­sach­sen: Frie­dens­pflicht sichert Betrieb

Für die Men­schen im Land­kreis Leer und dem rest­li­chen Nie­der­sach­sen gibt es vor­erst Ent­war­nung: Die rund 5.000 Beschäf­tig­ten im hie­si­gen Nah­ver­kehr sind nicht zum Streik am Mon­tag auf­ge­ru­fen. Hier gilt aktu­ell noch die soge­nann­te Frie­dens­pflicht, die Arbeits­kampf­maß­nah­men wäh­rend lau­fen­der Ver­ein­ba­run­gen untersagt.

Den­noch berei­tet sich die Gewerk­schaft auch hier auf die Zukunft vor. Für die Tarif­run­de TV‑N Nie­der­sach­sen 2026 wur­den die For­de­run­gen bereits offi­zi­ell über­ge­ben. Die­se beinhal­ten unter anderem:

  • Eine Redu­zie­rung der Wochen­ar­beits­zeit auf 37,5 Stun­den.

  • 33 Tage Urlaub pro Jahr.

  • Erhöh­te Zuschlä­ge (Sonn­tags­zu­schlag auf 40 %).

  • Beginn der Nacht­ar­beits­zu­schlä­ge bereits ab 20:00 Uhr.

  • Eine Lauf­zeit bis Ende 2028.

Aus­blick

Wäh­rend in Nie­der­sach­sen die Räder am Mon­tag rol­len, wird der ÖPNV in den meis­ten ande­ren Bun­des­län­dern und Stadt­staa­ten wie Ber­lin, Ham­burg und Bre­men vor­aus­sicht­lich zum Erlie­gen kommen. 

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Tage­lang nicht geräumt – für alle sicht­bar, wer sei­ner Räum­pflicht ignoriert

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Sym­bol­fo­to: Eine Moment­auf­nah­me – natür­lich kann es vor­kom­men, dass Schnee nach Neu­schnee­fall am Abend lie­gen bleibt oder nicht immer eine sofor­ti­ge Räu­mung mög­lich ist.

Leser­brief: Schnee, Räum­dienst und Ord­nungs­äm­ter – Räum­pflicht kon­se­quent durchsetzen

In die­sen Win­ter­ta­gen zeigt sich lei­der ein wie­der­keh­ren­des Pro­blem: Vie­le Pri­vat­haus­hal­te kom­men ihrer Räum- und Streu­pflicht vor den eige­nen Grund­stü­cken nicht nach. Beson­ders auf­fäl­lig sind Geh­we­ge, die über meh­re­re Tage hin­weg über­haupt nicht geräumt wur­den und inzwi­schen von fes­ten Eis­schich­ten bedeckt sind. Die­se stel­len eine erheb­li­che Gefahr dar – vor allem für älte­re Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger, aber auch für Rad­fah­rer, die auf ver­eis­ten Wegen leicht stür­zen können.

Dabei geht es aus­drück­lich nicht dar­um, jeman­den zu kri­ti­sie­ren, der aus beruf­li­chen oder per­sön­li­chen Grün­den ein­mal nicht sofort räu­men kann. Dass Schnee oder Eis nicht immer umge­hend besei­tigt wird, ist mensch­lich und nach­voll­zieh­bar. Pro­ble­ma­tisch ist jedoch, dass vie­le Anlie­ger ihrer Pflicht über Tage hin­weg über­haupt nicht nach­kom­men. Wo noch immer geschlos­se­ne Eis­schich­ten auf den Bür­ger­stei­gen lie­gen, ist offen­sicht­lich, dass dort in den ver­gan­ge­nen Tagen kei­ne Räu­mung statt­ge­fun­den hat.

Beson­ders frus­trie­rend ist die­se Situa­ti­on für all jene Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die täg­lich Ver­ant­wor­tung über­neh­men, Schnee räu­men und streu­en. Wenn ande­re dies kon­se­quent igno­rie­ren und kei­ner­lei Kon­se­quen­zen zu befürch­ten haben, ent­steht schnell der Ein­druck, dass sich Rück­sicht­nah­me nicht lohnt. Das gefähr­det lang­fris­tig das Mit­ein­an­der und die Bereit­schaft, Regeln einzuhalten.

Genau hier soll­ten die Ord­nungs­äm­ter stär­ker aktiv wer­den. Eine kon­se­quen­te­re Kon­trol­le sowie geziel­te Anschrei­ben oder – bei wie­der­hol­tem Ver­stoß – auch Buß­gel­der wären ein kla­res Signal, dass die Räum­pflicht ernst genom­men wird. Es geht dabei nicht um Schi­ka­ne, son­dern um Sicher­heit, Fair­ness und den Schutz aller Verkehrsteilnehmer.

Siche­re Geh- und Rad­we­ge im Win­ter sind kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, son­dern das Ergeb­nis gemein­sa­mer Ver­ant­wor­tung. Die­se Ver­ant­wor­tung soll­te ein­ge­for­dert und not­falls auch durch­ge­setzt werden.

Gise­la Jansen

Hin­weis der Redaktion

*Leser­brie­fe geben nicht unbe­dingt die Mei­nung der Redak­ti­on wie­der. Die Redak­ti­on behält sich Kür­zun­gen vor. Sie haben eine ande­re Mei­nung zu die­sem The­ma oder möch­ten etwas dazu ergän­zen? Dann schrei­ben Sie Ihren Kom­men­tar oder eige­nen Leser­brief an: info@leserecho.de — Betr. Leserbrief

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Start­schuss in der Nord­see­hal­le: Die Emder Eis­zeit ist eröffnet

Eis frei in Emden: Das Win­ter-High­light in der Nord­see­hal­le ist zurück! Drau­ßen herrscht das typi­sche Janu­ar-Grau, doch in der Nord­see­hal­le...

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Bewe­gen­des Histo­ry-Tel­ling: Das Grenz­gän­ger-Pro­jekt live in Jemgum

Musi­ka­li­sches Mahn­mal: „Grenz­gän­ger“ am 24. Janu­ar im Bür­ger­haus Jemgum Ein Trio, drei Jahr­zehn­te Freund­schaft und Geschich­ten, die nicht ver­stum­men dür­fen:...

Veranstaltung

Klas­sik-High­light zum Jah­res­start: Neu­jahrs­kon­zert im Thea­ter an der Blinke

Ein­tritt frei: Sin­fo­ni­scher Jah­res­auf­takt: Col­le­gi­um Musi­cum lädt zum Neujahrskonzert  Am kom­men­den Sams­tag ver­wan­delt sich das Thea­ter an der Blin­ke in...

Lokal

Geden­ken in Leer: Ein Zei­chen gegen das Ver­ges­sen setzen

Foto der Gedenk­ver­an­stal­tung in 2025: SPD Leer „Ver­ant­wor­tung für das Hier und Jetzt“: Leer gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus LEER. Am...

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Gro­ßer Kunst­hand­wer­ker­markt bei Opel Kem­per in Meppen

Krea­ti­vi­tät trifft Tra­di­ti­on: Gro­ßer Kunst­hand­wer­ker­markt bei Opel Kem­per in Meppen Ein Hauch von Früh­ling zieht ein! Am Sonn­tag, dem 22....

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Ja-Wort in Sicht? Inspi­ra­ti­on auf der 23. Leera­ner Hochzeitsmesse

WICHTIGE INFO: Absa­ge der 23. Leera­ner Hochzeitsmesse    Schlech­te Nach­rich­ten für alle Ver­lieb­ten und Pla­nungs-Pro­fis: Auf­grund des mas­si­ven Win­ter­ein­bruchs und...

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Platt­deut­sche Poe­sie im Kul­tur­spei­cher: Jan Cor­ne­li­us prä­sen­tiert „All­tied weer“

„All­tied weer“: Jan Cor­ne­li­us und Ensem­ble „Dree­klang“ laden zum Neu­jahrs­kon­zert im Kulturspeicher LEER – Es ist eine lieb­ge­won­ne­ne Tra­di­ti­on, die...

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MOTORRAD SHOW Olden­burg 2026: Wenn Moto­ren den Sai­son­start markieren

MOTORRAD SHOW Olden­burg star­tet mit Voll­gas in die neue Sai­son 2026 Die MOTORRAD SHOW Olden­burg ist auch 2026 der tra­di­tio­nel­le Sai­son­auf­takt...

Veranstaltung

„Lütt­je Wieh­nachts­markt“ in Hol­len – Advents­stim­mung für Groß und Klein

 Sym­bol­fo­to — LeserECHO-Archiv Lütt­je Wieh­nachts­markt in Hol­len – Ein fest­li­cher Nach­mit­tag für Groß und Klein Sonn­tag, 14.12.2025, 15:00 – 20:00 Uhr Die...

Lokal

Kunst­haus Leer zeigt facet­ten­rei­che Wer­ke ost­frie­si­scher Künstler

Am 14. Dezem­ber um 15 Uhr — Sonn­tags­füh­rung im Kunst­haus Leer. Am Sonn­tag, dem 14. Dezem­ber, lädt das Kunst­haus Leer zu...