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Coro­na: „Click & Meet“ mit nega­ti­vem Test

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Über­sicht aller Test­mög­lich­kei­ten online unter www.bürgertestung-leer.de
 
Die Inzi­denz­wer­te im Land­kreis Leer lagen in den ver­gan­ge­nen Tagen über der kri­ti­schen Mar­ke von 100. Somit gel­ten im Zuge der bun­des­ein­heit­li­chen Coro­na-Not­brem­se ab dem kom­men­den Mitt­woch stren­ge­re Schutz­maß­nah­men. Der Ein­zel­han­del kann bis zu einer Inzi­denz von 150 über das soge­nann­te Ter­min­shop­ping (“Click & Meet”) wei­ter betrie­ben wer­den. Aller­dings ist der Besuch ab mor­gen an die Vor­la­ge eines nega­ti­ven Coro­na-Test gekop­pelt. Auch für den Fri­sör­be­such und die Fuß­pfle­ge wird ab Mitt­woch ein nega­ti­ves Test­ergeb­nis des Kun­den vor­aus­ge­setzt. Eine Über­sicht für kos­ten­lo­se Test-Mög­lich­kei­ten hat die Kreis­ver­wal­tung unter www.bürgertestung-leer.de zusammengestellt.
 
Im Land­kreis Leer gibt es bereits zahl­rei­che Anlauf­stel­len, in denen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sich im Rah­men der soge­nann­ten Bür­ger­tes­tung min­des­tens ein­mal wöchent­lich kos­ten­los auf das Coro­na­vi­rus tes­ten las­sen kön­nen. So sind auf der Web­sei­te mitt­ler­wei­le 40 Arzt­pra­xen, fünf Apo­the­ken sowie zehn Test­zen­tren auf­ge­lis­tet, die Anti­gen-Schnell­tes­tun­gen durch­füh­ren und doku­men­tie­ren. Bei allen Anlauf­stel­len wird schrift­lich oder elek­tro­nisch ein ent­spre­chen­der Nach­weis über die Tes­tung aus­ge­stellt, die für das Ter­min­shop­ping nötig wird.
 
Der Grund­satz für den Ein­zel­han­del für Kom­mu­nen, in denen die Coro­na-Not­brem­se greift:
 
Geöff­net sind wie bis­her die Geschäf­te für die Ver­sor­gung mit Lebens­mit­teln oder mit Gütern bzw. Dienst­leis­tun­gen des täg­li­chen Bedarfs. Dazu zäh­len Wochen­märk­te, Lebens­mit­tel­ge­schäf­te, Geträn­ke­märk­te, Reform­häu­ser, Baby­fach­märk­te, Apo­the­ken, Sani­täts­häu­ser, Dro­ge­rien, Opti­ker, Hör­ge­rä­te­akus­ti­ker, Tank­stel­len, Stel­len des Zei­tungs­ver­kaufs, Buch­hand­lun­gen, Blu­men­fach­ge­schäf­te, Tier­be­darfs­märk­te, Fut­ter­mit­tel­märk­te und Gar­ten­märk­te und der Großhandel.
 
 
Der sons­ti­ge Ein­zel­han­del kann jetzt bis zu einer Inzi­denz bis 150 über das soge­nann­te Ter­min­shop­ping (“Click & Meet”) betrie­ben wer­den. Das bedeu­tet, dass Bera­tung und Ver­kauf von jeg­li­cher Ware in Geschäfts­räu­men nach vor­he­ri­ger Ter­min­ver­ein­ba­rung und unter Wah­rung des Abstands­ge­bots mög­lich sind, wobei sich in den Geschäfts­räu­men nur eine Kun­din oder ein Kun­de mit jeweils einer Begleit­per­son je 40 Qua­drat­me­ter Ver­kaufs­flä­che auf­hal­ten darf. Aller­dings benö­tigt man ab einer Inzi­denz von 100 zusätz­lich einen aner­kann­ten nega­ti­ven Coro­na-Test, der nicht älter als 24 Stun­den sein darf.
 
 
Mitt­ler­wei­le haben die Kreis­ver­wal­tung zahl­rei­che Rück­fra­gen zur Vor­ge­hens­wei­se der Tes­tun­gen im Ein­zel­han­del erreicht. Die Ant­wor­ten auf die meist gestell­ten Fra­gen im Überblick:
 
Wich­tig für den Nach­weis eines nega­ti­ven Coro­na-Tes­tes ist die Nach­voll­zieh­bar­keit. Die vor­zu­le­gen­de Beschei­ni­gung muss Auf­schlüs­se dar­über geben, wer, bei wem, wann, mit wel­chem Ergeb­nis getes­tet wur­de. Durch­ge­führ­te Tes­tun­gen in Arzt­pra­xen, Apo­the­ken oder in Test­zen­tren erfül­len die Voraussetzungen.
 
Auch ein durch den Arbeit­ge­ber aus­ge­stell­ter, tages­ak­tu­el­ler Nega­tiv-Nach­weis ist ausreichend.
Das Test­ergeb­nis darf nicht älter als 24 Stun­den sein.
Zuge­las­se­ne Selbst­tests für den Heim­ge­brauch, die zuvor eigen­stän­dig zuhau­se durch­ge­führt wur­den, rei­chen für den Besuch des Ein­zel­han­dels nicht aus. Bei die­sem Test­ergeb­nis ist nicht nach­voll­zieh­bar, ob es sich tat­säch­lich um das aktu­el­le Ergeb­nis des Besu­chers handelt.
Das Infek­ti­ons­schutz­ge­setz sieht kei­ne Aus­nah­me von der Test­pflicht für voll­stän­dig geimpf­te Per­so­nen vor. Der Nach­weis eines nega­ti­ven Tests bleibt erforderlich.
Das Abho­len bestell­ter Waren (“Click & Coll­ect”) ist unab­hän­gig von der Inzi­denz wei­ter­hin mög­lich. Eine Test­pflicht für die Abho­lung besteht nicht.
 
Archiv­fo­to: Ingo Ton­sor @ Leser-ECHO.de

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Kos­ten­lo­ser Bür­ger­test in „Dri­ve Through“ Sta­tio­nen möglich

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Bestat­ter­tag auf der Even­burg: Bestat­tungs­kul­tur im Wandel

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Rund 50 Bestat­te­rin­nen und Bestat­ter aus der Regi­on Weser-Ems kamen zum 4. Bestat­ter­tag des Gedächt­nis­wal­des Herr­lich­keit Gödens auf der Even­burg in Leer-Loga zusam­men. Foto: Kars­ten Gleich

4. Bestat­ter­tag auf der Even­burg: Bestat­tungs­kul­tur im Wan­del und his­to­ri­sche Verbindungen

Leer-Loga – Die Bestat­tungs­kul­tur befin­det sich im Wan­del. Neue For­men der Bestat­tung, ver­än­der­te Bedürf­nis­se von Ange­hö­ri­gen und zusätz­li­che Ange­bo­te beschäf­ti­gen auch die Bestat­tungs­bran­che. Beim 4. Bestat­ter­tag des Gedächt­nis­wal­des Herr­lich­keit Gödens stan­den des­halb aktu­el­le Ent­wick­lun­gen eben­so im Mit­tel­punkt wie der per­sön­li­che Austausch.

Rund 50 Bestat­te­rin­nen und Bestat­ter aus der gesam­ten Regi­on Weser-Ems waren der Ein­la­dung des Gedächt­nis­wal­des gefolgt und kamen auf der Even­burg in Leer-Loga zusam­men. Die Ver­an­stal­tung ver­band fach­li­che Infor­ma­tio­nen mit Gesprä­chen und einem beson­de­ren Ein­blick in die Geschich­te des Veranstaltungsortes.

Even­burg und Herr­lich­keit Gödens his­to­risch verbunden

Die Wahl der Even­burg als Ver­an­stal­tungs­ort war nicht zufäl­lig. Zwi­schen dem Schloss und der Herr­lich­keit Gödens besteht eine direk­te his­to­ri­sche Ver­bin­dung über die Fami­lie von Wedel.

Bereits 1665 hei­ra­te­te Gus­tav Wil­helm von Wedel Maria, die jün­ge­re Toch­ter des Erbau­ers der Even­burg, Erhard von Ehren­treu­ter. Damit begann die mehr als 260 Jah­re wäh­ren­de Ver­bin­dung der Fami­lie von Wedel mit der Even­burg.

Auch die Herr­lich­keit Gödens gelang­te spä­ter in den Besitz der Fami­lie. 1746 kam die Herr­lich­keit durch die Hei­rat von Graf Erhard Fried­rich von Wedel mit einer Uren­ke­lin der Fami­lie von Fry­d­ag an die Fami­lie von Wedel.

Erst 1930 ende­te die Epo­che der Fami­lie von Wedel auf der Even­burg. Die Fami­lie ver­leg­te ihren Wohn­sitz end­gül­tig nach Schloss Gödens.

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Besuch der his­to­ri­schen Familiengruft

Nach dem Ein­tref­fen der Teil­neh­mer auf der Ter­ras­se des Schlossca­fés führ­te das Pro­gramm zunächst zur Kir­che in Loga. Dort erhiel­ten die Bestat­ter die Gele­gen­heit, die his­to­ri­sche Fami­li­en­gruft der Fami­li­en von Ehren­treu­ter und von Wedel zu besichtigen.

In der Gruft befin­det sich unter ande­rem die letz­te Ruhe­stät­te von Oberst Erhard von Ehren­treu­ter, dem Erbau­er der Even­burg, sowie sei­ner jüngs­ten Toch­ter Maria von Wedel.

Beson­ders ein­drucks­voll sind zwei restau­rier­te Prunk­sär­ge aus dem 17. Jahr­hun­dert. Die his­to­ri­sche Gruft ist seit 2015 im Rah­men von Füh­run­gen zugäng­lich.

Anschlie­ßend ging es zurück zur Even­burg. Bei einer Schloss­füh­rung erhiel­ten die Teil­neh­mer wei­te­re Ein­bli­cke in die Geschich­te und Ent­wick­lung des tra­di­ti­ons­rei­chen Gebäudes.

Nach dem Rund­gang stand im Fest­saal ein gemein­sa­mes Mit­tags­buf­fet auf dem Pro­gramm. Der anschlie­ßen­de Aus­tausch bot den Bestat­tern Gele­gen­heit, Erfah­run­gen zu tei­len, Kon­tak­te zu pfle­gen und über aktu­el­le Ent­wick­lun­gen in der Bestat­tungs­kul­tur zu sprechen.

Gedächt­nis­wald arbei­tet mit 62 Bestat­tungs­un­ter­neh­men zusammen

Der Bestat­ter­tag ist für den Gedächt­nis­wald Herr­lich­keit Gödens zugleich ein wich­ti­ger Bestand­teil sei­ner Netz­werk­ar­beit. Aktu­ell arbei­tet der Gedächt­nis­wald mit 62 Bestat­tungs­un­ter­neh­men zusammen.

Der regel­mä­ßi­ge per­sön­li­che Aus­tausch soll dazu bei­tra­gen, dass Bestat­ter ihre Kun­den und Ange­hö­ri­gen zuver­läs­sig über die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten und Ent­wick­lun­gen rund um die Wald­be­stat­tung infor­mie­ren können.

Auch die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Inter­es­sier­ten und Ange­hö­ri­gen hat sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren wei­ter­ent­wi­ckelt. Der Gedächt­nis­wald infor­miert unter ande­rem über Face­book und Insta­gram regel­mä­ßig über die Wald­be­stat­tung, die ver­schie­de­nen Stand­or­te und aktu­el­le Entwicklungen.

Mensch-Tier-Bereich in Frie­de­burg wächst

Zu den jün­ge­ren Ent­wick­lun­gen gehört der Mensch-Tier-Bereich am Stand­ort Frie­de­burg. Die­ser ist seit rund einem Jahr in Betrieb. Inzwi­schen haben dort bereits ers­te Tier­be­stat­tun­gen stattgefunden.

Das Inter­es­se an die­sem beson­de­ren Ange­bot wächst. Des­halb soll die vor­han­de­ne Flä­che künf­tig wei­ter aus­ge­baut werden.

Auch Stand­ort Leer wird weiterentwickelt

Auch am Stand­ort Leer schrei­tet die Ent­wick­lung des Gedächt­nis­wal­des vor­an. Die bestehen­de Flä­che wird kon­ti­nu­ier­lich erweitert.

Per­spek­ti­visch soll außer­dem der Betrieb auf einer bereits geneh­mig­ten Erwei­te­rungs­flä­che gegen­über der B 436 auf­ge­nom­men wer­den. Damit ent­ste­hen zusätz­li­che Mög­lich­kei­ten für Men­schen, die sich für eine Wald­be­stat­tung interessieren.

His­to­rie trifft auf moder­ne Bestattungskultur

Der 4. Bestat­ter­tag auf der Even­burg ver­band damit zwei unter­schied­li­che Aspek­te: Einer­seits ging es um die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen und neu­en Ange­bo­te in der Bestat­tungs­kul­tur, ande­rer­seits bot der his­to­ri­sche Ver­an­stal­tungs­ort die Gele­gen­heit, sich mit den The­men Tod, Erin­ne­rung und Bestat­tung auch aus einem geschicht­li­chen Blick­win­kel auseinanderzusetzen.

Für den Gedächt­nis­wald Herr­lich­keit Gödens ist der Bestat­ter­tag zugleich ein wich­ti­ger Ter­min, um das bestehen­de Netz­werk zu pfle­gen, Erfah­run­gen aus­zu­tau­schen und gemein­sam über die zukünf­ti­ge Ent­wick­lung der Bestat­tungs­kul­tur in der Regi­on zu sprechen.

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Ver­ein Stra­ßen­an­ker hilft Bedürf­ti­gen in der Regi­on – Nico Blo­em zeigt sich beeindruckt

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Zum Bild: Beim Ver­ein Stra­ßen­an­ker in Steen­fel­de (von links): Ilo­na van San­ten, Micha­el Lake­berg, Nico Blo­em und Ger­hard Wie­chers. Foto: privat

Stra­ßen­an­ker hilft Bedürf­ti­gen in der Regi­on: Nico Blo­em beein­druckt von ehren­amt­li­chem Engagement

Westoverledingen/Leer/Weener – Beim Ver­ein Stra­ßen­an­ker ste­hen Men­schen im Mit­tel­punkt, die häu­fig am Rand der Gesell­schaft ste­hen. Obdach­lo­se, Bedürf­ti­ge und alters­ar­me Men­schen erhal­ten Unter­stüt­zung, Essen und vor allem eine Anlauf­stel­le. Bei sei­ner Som­mer­rei­se infor­mier­te sich der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Nico Blo­em aus Wee­ner über die Arbeit des Ver­eins und zeig­te sich beeindruckt.

„Hier wird von Ehren­amt­li­chen Außer­ge­wöhn­li­ches für die Schwächs­ten in unse­rer Gesell­schaft geleis­tet. Dafür kann ich mich nur bedan­ken“, sag­te Nico Blo­em bei sei­nem Besuch beim Ver­ein Stra­ßen­an­ker. An dem Ter­min nahm auch der SPD-Rats­frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Ger­hard Wie­chers teil.

Der Ver­ein wird von zwölf Ehren­amt­li­chen getra­gen und steht unter der Lei­tung von Ilo­na van San­ten und Micha­el Lake­berg. Stra­ßen­an­ker küm­mert sich um Men­schen, die Unter­stüt­zung benö­ti­gen – ins­be­son­de­re um Obdach­lo­se, Bedürf­ti­ge und alters­ar­me Men­schen aus der gesam­ten Region.

Der Ver­ein ist mit zwei Stand­or­ten in Steen­fel­de und Leer aktiv und finan­ziert sei­ne Arbeit aus­schließ­lich über Spen­den.

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Hil­fe unab­hän­gig von Berechtigungsscheinen

Ein wich­ti­ger Bestand­teil der Arbeit sind die Essens­aus­ga­ben in Leer und Wee­ner. Dar­über hin­aus arbei­tet Stra­ßen­an­ker mit der Leera­ner Sup­pen­kü­che und der Begeg­nungs­stät­te „Kopf an“ zusammen.

Dabei setzt der Ver­ein bewusst auf einen nied­rig­schwel­li­gen Zugang. „Bei uns wird jeder bedient, egal ob er einen Berech­ti­gungs­schein hat oder nicht“, erklärt Ilo­na van Santen.

Wie groß der Bedarf ist, zei­gen die Besu­cher­zah­len. In Leer erreicht der Ver­ein regel­mä­ßig zwi­schen 60 und 80 Bedürf­ti­ge, in Wee­ner sind es etwa 30 bis 40 Men­schen.

Für vie­le Besu­cher ist die Unter­stüt­zung längst zu einem fes­ten Bestand­teil ihres All­tags gewor­den. „Wir haben einen fes­ten Kreis von Men­schen, die regel­mä­ßig zu uns kom­men – für sie sind wir tat­säch­lich ein Anker“, sagt van Santen.

Wunsch nach weni­ger Büro­kra­tie und mehr Zusammenarbeit

Im Gespräch mit Nico Blo­em mach­ten Ilo­na van San­ten und Micha­el Lake­berg auch deut­lich, wo sie Ver­bes­se­rungs­be­darf sehen. Sie wün­schen sich ins­be­son­de­re weni­ger Büro­kra­tie und eine stär­ke­re Zusam­men­ar­beit zwi­schen den ver­schie­de­nen Initia­ti­ven, die sich in der Regi­on um Men­schen in schwie­ri­gen Lebens­si­tua­tio­nen kümmern.

Denn die Her­aus­for­de­run­gen sind viel­fäl­tig. Nicht alle Men­schen, die Unter­stüt­zung benö­ti­gen, errei­chen die bestehen­den Hilfs­an­ge­bo­te. Bei man­chen rei­chen die staat­li­chen Leis­tun­gen nicht aus, bei ande­ren kom­men die vor­han­de­nen sozia­len Hil­fen aus unter­schied­li­chen Grün­den nicht an.

Nico Blo­em: „Es muss sich poli­tisch was tun“

Auch Nico Blo­em sieht hier Hand­lungs­be­darf. „Es gibt auch bei uns in der Regi­on vie­le Men­schen, denen es nicht gut geht. Bei denen die sozia­len Hil­fen, die unser Sozi­al­staat bie­tet, nicht ankom­men oder ein­fach nicht rei­chen – aus wel­chen Grün­den auch immer. Das ist eine Situa­ti­on, die kei­ner akzep­tie­ren darf“, beton­te der SPD-Landtagsabgeordnete.

Aus sei­ner Sicht müs­se des­halb auch auf poli­ti­scher Ebe­ne nach Lösun­gen gesucht wer­den. Gleich­zei­tig hob Blo­em die Bedeu­tung des ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments hervor.

„Es muss sich poli­tisch was tun, kei­ne Fra­ge. Ich bin sehr froh, dass es in unse­rer Regi­on Initia­ti­ven wie den Ver­ein Stra­ßen­an­ker gibt, der mit viel Lei­den­schaft und Herz­blut hilft. Respekt und herz­li­chen Dank für die­sen beein­dru­cken­den Ein­satz“, sag­te Bloem.

Stra­ßen­an­ker als wich­ti­ger Anlaufpunkt

Der Besuch mach­te deut­lich, wel­che Bedeu­tung ehren­amt­li­che Hilfs­an­ge­bo­te für Men­schen in schwie­ri­gen Lebens­si­tua­tio­nen haben. Mit sei­nen Stand­or­ten und den zahl­rei­chen Koope­ra­tio­nen leis­tet der Ver­ein Stra­ßen­an­ker einen wich­ti­gen Bei­trag zur Unter­stüt­zung von Bedürf­ti­gen in Leer, Wee­ner, Wes­t­ov­er­le­din­gen und der gesam­ten Regi­on.

Finan­ziert wird die Arbeit aus­schließ­lich durch Spen­den. Das Enga­ge­ment der zwölf Ehren­amt­li­chen ermög­licht es dem Ver­ein, Men­schen unab­hän­gig von büro­kra­ti­schen Hür­den Unter­stüt­zung und eine Anlauf­stel­le zu bieten.

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Land­kreis Leer erhält neu­es Groß­tank­lösch­fahr­zeug mit 26.800 Litern Wasser

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Land­rat Mat­thi­as Groo­te (r.) über­reicht Kreis­brand­meis­ter Ernst Ber­ends den sym­bo­li­schen Fahr­zeug­schlüs­sel für das neue Groß­tank­lösch­fahr­zeug. Foto: J. Bambrowicz

Neu­es Groß­tank­lösch­fahr­zeug für den Land­kreis Leer: 26.800 Liter Was­ser für den Notfall

Land­kreis Leer stärkt Kata­stro­phen­schutz mit Spe­zi­al­fahr­zeug – GTLF kann Trink­was­ser bereit­stel­len und bei Brän­den ein­ge­setzt werden

Leer – Der Land­kreis Leer hat sei­nen Kata­stro­phen­schutz um ein leis­tungs­fä­hi­ges Spe­zi­al­fahr­zeug erwei­tert. Am Diens­tag, 25. August 2026, wur­de bei der Feu­er­wehr­tech­ni­schen Zen­tra­le in Leer ein neu­es Groß­tank­lösch­fahr­zeug (GTLF) offi­zi­ell an die Kreis­feu­er­wehr über­ge­ben. Der Tank des Fahr­zeugs fasst 26.800 Liter Was­ser. Als Zug­ma­schi­ne kommt ein Vol­vo FM mit 420 PS zum Einsatz.

Bei der Über­ga­be mach­te Land­rat Mat­thi­as Groo­te deut­lich, wel­che Bedeu­tung das neue Fahr­zeug für den Land­kreis hat. „Damit schaf­fen wir eine zusätz­li­che Fähig­keit, die im nor­ma­len All­tag kaum sicht­bar ist, im Ernst­fall aber von unschätz­ba­rem Wert sein wird. Kata­stro­phen­schutz bedeu­tet vor allem, vor­be­rei­tet zu sein“, sag­te Groote.

Gro­ßes Was­ser­re­ser­voir für den Katastrophenschutz

Eine der wich­tigs­ten Auf­ga­ben des neu­en Groß­tank­lösch­fahr­zeugs liegt in der Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung mit Trink­was­ser. Je nach Lage kann das GTLF auch ein­ge­setzt wer­den, um die Ver­sor­gung von Tie­ren sicherzustellen.

Beson­ders rele­vant ist das Fahr­zeug für Situa­tio­nen, in denen die regu­lä­re Was­ser­ver­sor­gung aus­fällt. Ein sol­ches Sze­na­rio könn­te bei­spiels­wei­se bei einem lang­an­hal­ten­den Strom­aus­fall, bei Hoch­was­ser oder bei schwe­ren Sturm­la­gen eintreten.

Soll­te die Trink­was­ser­ver­sor­gung zusam­men­bre­chen, kann das GTLF mit sei­nen 26.800 Litern Trink­was­ser zumin­dest vor­über­ge­hend Ver­sor­gungs­lü­cken schlie­ßen. Damit ver­fügt der Land­kreis Leer über eine zusätz­li­che Mög­lich­keit, die Bevöl­ke­rung auch in außer­ge­wöhn­li­chen Not­la­gen mit Was­ser zu versorgen.

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Wis­sen, was in der Regi­on los ist? Die Face­book-Sei­te „Wir Leera­ner“ und das digi­ta­le Nach­rich­ten­por­tal „Lese­r­ECHO“ lie­fern Ihnen alle wich­ti­gen Neu­ig­kei­ten, Ver­an­stal­tungs­tipps und Geschich­ten direkt aus der Heimat.

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Auch für Brand­ein­sät­ze geeignet

Das neue Spe­zi­al­fahr­zeug ist aller­dings nicht aus­schließ­lich für die Trink­was­ser­ver­sor­gung vor­ge­se­hen. Das GTLF kann auch im Lösch­ein­satz ein­ge­setzt werden.

Das ist ins­be­son­de­re dort von Bedeu­tung, wo kein aus­rei­chen­des Lösch­was­ser über Hydran­ten oder Gewäs­ser zur Ver­fü­gung steht. Als mög­li­che Ein­satz­be­rei­che gel­ten unter ande­rem Brän­de auf oder neben Auto­bah­nen sowie Ein­sät­ze in abge­le­ge­nem Gelän­de.

Die Anschaf­fung des neu­en Fahr­zeugs umfasst die Sat­tel­zug­ma­schi­ne, den Auf­lie­ger sowie eine Dreh­kol­ben­pum­pe. Die Gesamt­kos­ten belau­fen sich auf rund 405.000 Euro.

Feu­er­wehr­leu­te aus dem Milch­ge­wer­be brin­gen beson­de­re Erfah­rung mit

Bei einem Fahr­zeug die­ser Grö­ße kommt es nicht nur auf die tech­ni­sche Aus­stat­tung an. Auch die Aus­bil­dung und Erfah­rung der Fah­rer spie­len eine wich­ti­ge Rolle.

Dabei gibt es beim neu­en GTLF eine beson­de­re Ver­bin­dung zur regio­na­len Milch­wirt­schaft. Wie Kreis­schirr­meis­ter Remon Hafer­mann bei der offi­zi­el­len Über­ga­be berich­te­te, stammt der Tank von einem Her­stel­ler, der unter ande­rem auch die Ammer­land-Mol­ke­rei ausstattet.

Auch bei der Besat­zung des Fahr­zeugs zeigt sich die­se Ver­bin­dung. Für den Ein­satz des GTLF wur­den zehn Feu­er­wehr­an­ge­hö­ri­ge aus ver­schie­de­nen Weh­ren im Land­kreis Leer gefun­den, die beruf­lich Milch­sam­mel­wa­gen fah­ren.

Der stell­ver­tre­ten­de Brand­ab­schnitts­lei­ter Süd, Hol­ger Blei­cher, erläu­ter­te den Vor­teil die­ser Erfah­rung: „Sie brin­gen damit sowohl Fahr­pra­xis als auch Kennt­nis­se im Umgang mit Pum­pen sowie in Hygie­ne und Rei­ni­gung mit.“

Damit ver­fü­gen die Ein­satz­kräf­te nicht nur über Erfah­rung im Umgang mit gro­ßen Fahr­zeu­gen, son­dern brin­gen auch Kennt­nis­se mit, die gera­de bei der Auf­ga­be der Trink­was­ser­ver­sor­gung von beson­de­rer Bedeu­tung sind.

Kreis­feu­er­wehr erhält wei­te­re Fahr­zeu­ge und Ausstattung

Mit der Über­ga­be des Groß­tank­lösch­fahr­zeugs wur­de die Aus­stat­tung des Kata­stro­phen­schut­zes im Land­kreis Leer gleich an meh­re­ren Stel­len erwei­tert. Die „Blau­licht-Fami­lie“ des Land­krei­ses erhielt an die­sem Tag wei­te­re Fahr­zeu­ge und Ausstattung.

Die Kreis­feu­er­wehr bekam zwei Mann­schafts­trans­port­wa­gen. Einer die­ser Trans­port­wa­gen ist für die Was­ser­ret­tung vor­ge­se­hen. Zusätz­lich wur­de ein Anhän­ger mit Kraft­stoff­tank als Reser­ve übergeben.

Auch die Mal­te­ser erhiel­ten neue Aus­stat­tung. Über­ge­ben wur­de ein Betreu­ungs­an­hän­ger, der bei Ein­sät­zen sowohl für die Ver­sor­gung von Ein­satz­kräf­ten als auch für Men­schen mit beson­de­rem Betreu­ungs- und Pfle­ge­be­darf ein­ge­setzt wer­den kann.

Betreu­ungs­an­hän­ger umfang­reich ausgestattet

Der Anhän­ger ver­fügt über eine umfang­rei­che Aus­stat­tung für unter­schied­li­che Ein­satz­la­gen. Dazu gehö­ren unter anderem:

  • ein Not­strom­ag­gre­gat
  • Feld­bet­ten
  • Ret­tungs­de­cken
  • eine Tee­kü­che mit Kaffeebereiter
  • ein Pavil­lon
  • ein Tele­skop-Beleuch­tungs­mast
  • Hygie­ne­ar­ti­kel für Erwach­se­ne, Kin­der und Babys
  • Spiel­zeug
  • Not­fall­kof­fer
  • wei­te­re Aus­rüs­tung für die Betreu­ung und Versorgung

Damit wird der Kata­stro­phen­schutz im Land­kreis Leer nicht nur durch die zusätz­li­che Was­ser­ver­sor­gung gestärkt. Auch für die Betreu­ung und Ver­sor­gung von Men­schen in beson­de­ren Ein­satz- und Not­la­gen ste­hen künf­tig zusätz­li­che Mög­lich­kei­ten zur Verfügung.

Vor­be­rei­tung auf außer­ge­wöhn­li­che Einsatzlagen

Mit dem neu­en Groß­tank­lösch­fahr­zeug und den wei­te­ren über­ge­be­nen Fahr­zeu­gen und Anhän­gern erwei­tert der Land­kreis Leer sei­ne Mög­lich­kei­ten für den Kata­stro­phen­schutz deut­lich. Beson­ders das GTLF schließt dabei eine wich­ti­ge Lücke: Es kann im Ernst­fall gro­ße Men­gen Trink­was­ser trans­por­tie­ren und bereit­stel­len und gleich­zei­tig als leis­tungs­fä­hi­ges Lösch­fahr­zeug ein­ge­setzt werden.

Die Inves­ti­tio­nen zei­gen, dass Kata­stro­phen­schutz weit über den klas­si­schen Feu­er­wehr­ein­satz hin­aus­geht. Gera­de bei län­ger andau­ern­den Strom­aus­fäl­len, Hoch­was­ser, Stür­men oder einem Aus­fall der öffent­li­chen Was­ser­ver­sor­gung kommt es dar­auf an, über ent­spre­chen­de Fahr­zeu­ge, Tech­nik und geschul­te Ein­satz­kräf­te zu verfügen.

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