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KfW unter­stützt Mey­er Werft mit 200 Mil­lio­nen Euro.

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„Gemein­sam über­win­den wir die­se Krise“

Archiv­fo­to: Ingo Tonsor@LeserECHO.de

Der Welt­han­del ist ein­ge­bro­chen, die Werf­ten­land­schaft liegt brach, die Welt­leit­mes­se SMM muss­te ver­scho­ben wer­den: Die wirt­schaft­li­chen Fol­gen der Coro­na-Pan­de­mie erschüt­tern die mari­ti­me Bran­che. Wie kom­men Ree­der, Werf­ten und Zulie­fe­rer aus der Kri­se? Wird das Virus ihr Geschäft nach­hal­tig ver­än­dern? Ein Marktüberblick.

Ham­burg, 14.07.2020 – Die glo­ba­le Wirt­schaft hat die Covid-19-Pan­de­mie schwer getrof­fen. „Die Rezes­si­on in die­sem Jahr dürf­te tie­fer sein und die Erho­lung 2021 lang­sa­mer aus­fal­len, als noch vor zwei Mona­ten gedacht“, sagt Gita Gopi­nath, Chef­volks­wir­tin des Inter­na­tio­na­len Wäh­rungs­fonds IWF. Dem­nach wer­de die Welt­wirt­schaft um fast fünf Pro­zent schrump­fen. Das trifft die mari­ti­me Indus­trie beson­ders hart: Durch den welt­wei­ten Lock­down wur­den wich­ti­ge Han­dels­ket­ten unter­bro­chen. Beim Bran­chen­pri­mus Maersk ging der Con­tai­ner­trans­port im zwei­ten Quar­tal um min­des­tens 15 Pro­zent zurück.

Auch die SMM 2020 blieb von Coro­na nicht ver­schont: Eine Ver­an­stal­tung mit über 2.000 Aus­stel­lern und rund 50.000 Besu­chern im Sep­tem­ber war schlicht nicht vor­stell­bar. Die mari­ti­me Welt­leit­mes­se wur­de des­halb auf den 2. bis 5. Febru­ar 2021 ver­scho­ben. Die Reso­nanz der Bran­che auf den neu­en Ter­min ist posi­tiv: „Wir kön­nen erfreu­li­cher­wei­se sagen, dass rund 90 Pro­zent der Aus­stel­ler der SMM 2020 auch an der SMM 2021 teil­neh­men wer­den“, sagt Claus Ulrich Sel­bach, Geschäfts­be­reichs­lei­ter Mari­ti­me und Tech­no­lo­gie­mes­sen bei der Ham­burg Mes­se und Con­gress (HMC). „Gemein­sam wer­den wir die­se Kri­se über­win­den“, so Selbach.

Zuver­sicht­lich stim­men all­mäh­li­che Locke­run­gen in vie­len Län­dern. Chi­nas Wirt­schaft fasst Fuß, zahl­rei­che Staa­ten öff­nen wie­der ihre Gren­zen. Eine Rück­kehr in die Nor­ma­li­tät ist das jedoch  noch nicht: Denn in vie­len Schwel­len- und Ent­wick­lungs­län­dern steu­ert die Pan­de­mie erst auf ihren Höhe­punkt zu. Eine unge­wis­se Situa­ti­on, die auch die mari­ti­me Wirt­schaft vor enor­me Her­aus­for­de­run­gen stellt.

Renais­sance durch Digitalisierung

„Wir wis­sen zwar, dass wir die Zukunft nicht vor­her­sa­gen kön­nen. Aber wir kön­nen ver­su­chen, uns auf Ver­än­de­run­gen vor­zu­be­rei­ten, die ein­deu­tig auf der Hand lie­gen”, sagt Mar­tin Stopford, Prä­si­dent von Clark­son Rese­arch. „Sich nicht vor­zu­be­rei­ten kann ris­kan­ter und teu­rer sein, als die ‚siche­re’ Opti­on, nichts zu tun“, so der Schiff­fahrts­exper­te. Die Coro­na­kri­se zwin­ge die mari­ti­me Bran­che, sich schnell neu­en Wegen zu öff­nen. Inno­va­ti­ve digi­ta­le Pro­duk­te wer­den in Rekord­zeit ent­wi­ckelt und an den Start gebracht. „Die Pan­de­mie hat die Digi­ta­li­sie­rung der Bran­che beschleu­nigt und sie um ein hal­bes Jahr­zehnt vor­ver­legt”, sagt Knut Ørbeck-Niels­sen, CEO der Klas­si­fi­ka­ti­ons­ge­sell­schaft DNV GL — Mari­ti­me. „Die Kri­se hat das Poten­zi­al, vie­le Inno­va­tio­nen und neue Ideen in der gesam­ten mari­ti­men Welt anzu­sto­ßen – und die Bran­che so zu einer Renais­sance zu füh­ren.“ Der Haupt­spon­sor der SMM ist einer der Vor­rei­ter bei digi­ta­len Fern­war­tun­gen, dem Ein­satz von Digi­tal Twins und Daten­ana­ly­sen. Davon pro­fi­tiert auch die „grü­ne“ Schiff­fahrt. Wie die Bran­che den Tech­no­lo­gie-Boost in nach­hal­ti­ge Antriebs­lö­sun­gen ummün­zen will, dis­ku­tie­ren Exper­ten im Febru­ar 2021 im Rah­men der SMM-Umwelt­kon­fe­renz gmec und beim Mari­ti­me Future Sum­mit. Dri­ving the mari­ti­me tran­si­ti­on – das Leit­mo­tiv der mari­ti­men Welt­leit­mes­se – hat durch Coro­na wei­ter Fahrt aufgenommen.

Zulie­fe­rer zeh­ren vom Umsatzpuffer

Dass gute Vor­be­rei­tung die hal­be Mie­te ist, weiß Mar­tin Johanns­mann, Vor­stands­vor­sit­zen­der der VDMA Mari­ne Equip­ment and Sys­tems und Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung von SKF: „Wir sind ins­ge­samt in der Bran­che gut auf­ge­stellt. In der Coro­na­kri­se hat sich das aus­ge­zahlt. Wir haben sehr schnell gelernt, mit der Pan­de­mie umzu­ge­hen.“ Die Pro­duk­ti­on lief fast ohne Unter­bre­chun­gen wei­ter, Auf­trä­ge konn­ten abge­ar­bei­tet wer­den. Aller­dings zeh­ren die deut­schen Zulie­fe­rer hier noch von einem Auf­trags­plus um 3,4 Pro­zent aus dem ver­gan­ge­nen Geschäftsjahr.

Sor­gen berei­tet den Fir­men aber die spür­ba­re Kauf­zu­rück­hal­tung der Kun­den. Klaus Dele­roi, Geschäfts­füh­rer beim Getrie­be­spe­zia­lis­ten Reint­jes, hofft des­halb auf Unter­stüt­zung der Bun­des­re­gie­rung. So steht eine Mil­li­ar­de Euro für Ersatz­be­schaf­fun­gen von Schif­fen und digi­ta­le Pro­jek­te, sau­be­re Schif­fe, LNG-Betan­kungs­schif­fe und Land­strom­an­la­gen zur Verfügung.

Fahrt ins Ungewisse

Ein Blick in die welt­wei­ten Order­bü­cher zeigt: Die Werf­ten sind die gro­ßen Ver­lie­rer der Kri­se. Bereits vor Coro­na war der Auf­trags­be­stand auf 13 Mil­lio­nen Gross-Ton­na­ge gesun­ken (2009: 30 Mil­lio­nen GT). Ins­be­son­de­re die erfolgs­ver­wöhn­te Kreuz­fahrt­bran­che steht vor tur­bu­len­ten Zei­ten. Um eine Schief­la­ge zu ver­mei­den, haben die zum malay­si­schen Kon­zern Gen­ting gehö­ren­den MV Werf­ten 175 Mil­lio­nen Euro Sofort­hil­fe erhal­ten. Die staat­li­che KfW unter­stütz­te die Mey­er Werft mir 200 Mil­lio­nen Euro. Der Markt­füh­rer im Kreuz­fahrt­seg­ment rech­net bis 2023 mit kei­nen neu­en Auf­trä­gen. Aktu­el­le Bau­pro­jek­te wer­den gestreckt, um Beschäf­ti­gungs­lü­cken zu ver­mei­den. Gin­ge es nach den Kreuz­fahr­tree­de­rei­en, wür­den sie ihre Flot­ten lie­ber redu­zie­ren als erwei­tern. „Es ist sehr wahr­schein­lich, dass eini­ge Schif­fe auf dem Markt abge­wrackt wer­den“, sagt Car­ni­val-CEO Arnold Donald. Seit fast vier Mona­ten haben die welt­weit 400 Kreuz­fahrt­schif­fe Zwangs­ur­laub. Den Bran­chen­füh­rer Car­ni­val kos­tet das pro Monat eine Mil­li­ar­de US-Dol­lar. Ers­te zag­haf­te Aus­flugs­ver­su­che – mit deut­lich weni­ger Pas­sa­gie­ren und stren­gem Hygie­ne­kon­zept – star­te­te jüngst die nor­we­gi­sche Ree­de­rei Hur­tig­ru­ten. Wann der Nor­mal­be­trieb wie­der rich­tig los­ge­he, sei die Mil­lio­nen-Dol­lar-Fra­ge, so CEO Dani­el Skjel­dam. Sogar „Crui­ses to Nowhe­re“, also Rei­sen ohne Land­gang, sind denk­bar. Ein Hoff­nungs­schim­mer für die Bran­che sind die kon­stant ein­ge­hen­den Buchun­gen für die nächs­te Kreuzfahrtsaison.

 

Feh­len­de Koope­ra­ti­on der Staaten

Welt­weit hof­fen Crews an Bord von Han­dels- und Kreuz­fahrt­schif­fen, dass die Rei­se­be­schrän­kun­gen auf­ge­ho­ben wer­den. „In eini­gen Fäl­len sind See­leu­te nun mona­te­lang über ihre ver­trag­lich ver­ein­bar­te Zeit hin­aus auf Schif­fen fest­ge­hal­ten wor­den. Sie sind direkt von der Untä­tig­keit und man­geln­den Koope­ra­ti­on der Staa­ten rund um den Glo­bus betrof­fen“, kri­ti­siert Estel­le Brent­nall, Head of Mari­ti­me beim Euro­päi­schen Trans­port­ar­bei­ter­ver­bands ETF. Sie for­dert: „Lasst sie nach Hau­se gehen!”. Auch die Ree­der set­zen sich hier mas­siv für eine Lösung ein: „Mit­hil­fe der Inter­na­tio­na­len See­schiff­fahrts-Orga­ni­sa­ti­on IMO haben wir etwa allen Staa­ten welt­weit schon vor Wochen ein detail­lier­tes Ver­fah­ren an die Hand gege­ben, durch das auch in Coro­na-Zei­ten Crew-Wech­sel sicher mög­lich sind“, sagt Alfred Hart­mann, Prä­si­dent des Ver­bands Deut­scher Reeder.

Im Pri­va­ten wie im Geschäft­li­chen wird vie­les momen­tan online abge­wi­ckelt – die Begeg­nung Face-to-Face kann das aber kaum erset­zen. „Man kann die gan­ze Welt über das Inter­net tref­fen, aber es ist nicht das Glei­che, wie auf der SMM zu sein, wo alle Mit­glie­der der Schiff­fahrts­ge­mein­schaft zusam­men­kom­men, sich ver­net­zen und ihre The­men dis­ku­tie­ren”, sagt BIM­CO-Prä­si­den­tin Sadan Kap­ta­nog­lu. Man müs­se eben zusam­men lachen, spa­ßen und fei­ern, um schließ­lich auch mit­ein­an­der Geschäf­te zu machen, sagt Dirk Leh­mann, Mana­ging Direc­tor des Ham­bur­ger Unter­neh­mens Becker Mari­ne Sys­tems und stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der von SEA Europe.

Des­halb sind Ver­an­stal­tun­gen wie die SMM so wich­tig. Nur im per­sön­li­chen Kon­takt springt der Fun­ke für neue Ideen, Part­ner­schaf­ten und Geschäf­te über. Die welt­wei­te mari­ti­me Com­mu­ni­ty freut sich dar­auf, vom 2. bis 5. Febru­ar 2021 in Ham­burg zusam­men­zu­kom­men. Die HMC ent­wi­ckelt aktu­ell in Koope­ra­ti­on mit den zustän­di­gen Behör­den und den Health & Safe­ty Exper­ten aus­ge­wähl­ter Aus­stel­ler ein Kon­zept, das auf den gel­ten­den Maß­nah­men zur Ein­däm­mung der Coro­na-Pan­de­mie beruht. Ziel ist es, ein Maxi­mum an Sicher­heit und einen erfolg­rei­chen Mes­se­ver­lauf zu gewähr­leis­ten. Das Kon­zept wird im Okto­ber 2020 präsentiert.

Über die SMM

Die SMM ist die Welt­leit­mes­se der mari­ti­men Wirt­schaft und fin­det alle zwei Jah­re auf dem Gelän­de der Ham­burg Mes­se und Con­gress GmbH (HMC) statt. Auf­grund der Coro­na­kri­se wur­de die 29. Auf­la­ge der Mes­se von Sep­tem­ber 2020 auf den 2. bis 5. Febru­ar 2021 ver­scho­ben. Schiff­fahrts­un­ter­neh­men, Werf­ten, Zulie­fe­rer: Die SMM bil­det auf dem Gelän­de der HMC die gesam­te Wert­schöp­fungs­ket­te der mari­ti­men Indus­trie ab. Vom Welt­markt­füh­rer bis zum Start-up tref­fen sich Ent­schei­der, Exper­ten und Mul­ti­pli­ka­to­ren aus allen Tei­len der Welt in Ham­burg. Das macht die SMM zur größ­ten inter­na­tio­na­len Platt­form für Inno­va­tio­nen in der mari­ti­men Branche.


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Armut in Deutsch­land: Neu­er Höchst­stand erreicht!

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Pari­tä­ti­scher Armuts­be­richt 2026: Sozia­le Spal­tung ver­schärft sich – 13,3 Mil­lio­nen Men­schen in Armut

Der neue Armuts­be­richt des Pari­tä­ti­schen Gesamt­ver­ban­des unter dem Titel „Wach­sen­de Armut, schrump­fen­de Sicher­heit“ lie­fert alar­mie­ren­de Ergeb­nis­se: Die sozia­le Spal­tung in Deutsch­land nimmt wei­ter zu. Mit 13,3 Mil­lio­nen betrof­fe­nen Men­schen steigt die Armuts­quo­te auf einen Höchst­stand von 16,1 Pro­zent.

Alar­mie­ren­de Trends bei zen­tra­len Bevölkerungsgruppen

Die Kluft zwi­schen ver­schie­de­nen gesell­schaft­li­chen Grup­pen ver­grö­ßert sich ste­tig. Beson­ders betrof­fen sind älte­re Men­schen, Frau­en und Alleinerziehende.

  • Senio­ren: Mit einer Quo­te von 19,5 Pro­zent ist fast jede fünf­te Per­son ab 65 Jah­ren armuts­ge­fähr­det. Bei Frau­en über 75 Jah­ren liegt der Wert sogar bei 21,3 Pro­zent. Der Lebens­abend droht zuneh­mend zur Armuts­fal­le zu werden.

  • Haus­halts­ty­pen: Allein­le­ben­de und Allein­er­zie­hen­de tra­gen das höchs­te Risi­ko. Mit Armuts­quo­ten von 30,3 Pro­zent bei Allein­le­ben­den und 28,9 Pro­zent bei Allein­er­zie­hen­den ist etwa jede drit­te Per­son in die­sen Lebens­la­gen von Armut betroffen.

  • Geschlech­ter­un­ter­schie­de: Frau­en sind mit 16,7 Pro­zent etwas häu­fi­ger von Armut betrof­fen als Män­ner mit 15,6 Pro­zent.

Bei dem ver­wen­de­ten Bei­trags­bild han­delt es sich um eine KI-gene­rier­te Illus­tra­ti­on, die dazu dient, das The­ma des Arti­kels visu­ell zu veranschaulichen.

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Mate­ri­el­le Not und regio­na­le Unterschiede

Die Aus­wir­kun­gen der Armut sind längst im All­tag ange­kom­men – sei es bei der Ent­schei­dung für eine voll­wer­ti­ge Mahl­zeit oder beim Ver­zicht auf Teil­ha­be. Ins­ge­samt 4,6 Mil­lio­nen Men­schen leben in erheb­li­cher mate­ri­el­ler Ent­beh­rung, dar­un­ter etwa 1 Mil­li­on min­der­jäh­ri­ge Kin­der und Jugend­li­che sowie 650.000 Alters­rent­ner.

Auch regio­nal drif­tet Deutsch­land aus­ein­an­der. Wäh­rend in Bay­ern etwa jede ach­te Per­son armuts­ge­fähr­det ist, betrifft dies in Sach­sen-Anhalt mehr als jede fünf­te und in Bre­men sogar mehr als jede vier­te Per­son. Der Abstand zwi­schen dem Bun­des­land mit der nied­rigs­ten und der höchs­ten Quo­te wächst wei­ter – von 14,1 Pro­zent­punk­ten im Jahr 2024 auf nun­mehr 14,9 Pro­zent­punk­te.

Kri­tik an Kürzungsplänen

Dr. Joa­chim Rock, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Pari­tä­ti­schen Gesamt­ver­ban­des, warnt ein­dring­lich vor den Fol­gen aktu­el­ler poli­ti­scher Debat­ten über Sozi­al­kür­zun­gen. „Wir sehen eine Gesell­schaft, die sozi­al wei­ter aus­ein­an­der­drif­tet. Men­schen spü­ren das. Jetzt immer neue Kür­zun­gen zu dis­ku­tie­ren, schürt Angst und Unsi­cher­heit. Das spielt Popu­lis­ten und Extre­mis­ten in die Hän­de“, so Rock.

Er kri­ti­siert ins­be­son­de­re geplan­te Ein­schnit­te beim Wohn­geld, Unter­halts­vor­schuss sowie in der Jugend- und Ein­glie­de­rungs­hil­fe. „Dass älte­re Men­schen nach einem lan­gen Erwerbs­le­ben und Haus­hal­te mit Kin­dern beson­ders betrof­fen sind, zeigt die schon jetzt bestehen­den Defi­zi­te im Sozi­al­staat. Wer zusätz­li­che Kür­zun­gen betreibt, bekämpft kei­ne Kri­sen, son­dern ver­schärft sie“, warnt der Hauptgeschäftsführer.

Sein Appell an die Bun­des­re­gie­rung ist deut­lich: Der aktu­el­le Kurs müs­se gestoppt wer­den, um eine Poli­tik zu eta­blie­ren, die Armut aktiv bekämpft, statt sie ledig­lich zu verwalten.

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Ille­ga­ler Tier­han­del 2025 – Immer mehr Fäl­le aufgedeckt

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Ein herz­kran­ker ille­gal trans­por­tier­ter Hun­de­wel­pe. Copy­right: Tier­heim Freital

Ille­ga­ler Heim­tier­han­del: Fall­zah­len stei­gen 2025 erneut an

Eine neue Aus­wer­tung des Deut­schen Tier­schutz­bun­des bestä­tigt einen besorg­nis­er­re­gen­den Trend: Der ille­ga­le Han­del mit Heim- und Wild­tie­ren nimmt wie­der zu. Beson­ders die Belas­tung für Tier­hei­me und das Leid der oft kran­ken Tie­re errei­chen neue Höchststände.

Der ille­ga­le Heim­tier­han­del bleibt eines der größ­ten Tier­schutz­pro­ble­me in Deutsch­land. Laut der aktu­el­len Sta­tis­tik wur­den im Jahr 2025 min­des­tens 2.250 Tie­re in 257 auf­ge­deck­ten Fäl­len regis­triert. Damit stei­gen die Zah­len nach einem vor­über­ge­hen­den Rück­gang nach der Coro­na­pan­de­mie wie­der deut­lich an. Da die Dun­kel­zif­fer mas­siv sein dürf­te, bil­den die­se Zah­len nur die Spit­ze des Eis­bergs ab.

Skru­pel­lo­ses Geschäft mit dem Tierleid

Die betrof­fe­nen Tie­re wer­den meist unter kata­stro­pha­len Bedin­gun­gen gezüch­tet und viel zu jung ille­gal trans­por­tiert. „Der skru­pel­lo­se Han­del mit Hun­den und Kat­zen geht unauf­hör­lich wei­ter“, warnt Dr. Romy Zel­ler, Fach­re­fe­ren­tin beim Deut­schen Tier­schutz­bund. Neben Hun­den und Kat­zen gera­ten zuneh­mend auch exo­ti­sche Wild­tie­re in den Fokus der Schmuggler.

Die Zah­len für 2025 im Überblick:

  • Hun­de: 598 Tie­re (vor allem Moderas­sen wie Zwerg­spit­ze, Mal­te­ser und Pudel).

  • Kat­zen: 56 Tiere.

  • Ande­re Arten: 1.596 Tie­re, dar­un­ter Land­schild­krö­ten, Vogel­spin­nen, aber auch Exo­ten wie Affen, Zebras und ein Serval.

Die Haupt­re­gio­nen für Auf­grif­fe waren Bay­ern, Sach­sen und Ham­burg. Als häu­figs­tes Her­kunfts­land wur­de bereits zum zehn­ten Mal in Fol­ge Rumä­ni­en iden­ti­fi­ziert, gefolgt von Bulgarien.

For­de­run­gen nach stren­ge­ren Gesetzen

Um dem kri­mi­nel­len Han­del das Hand­werk zu legen, for­dert der Deut­sche Tier­schutz­bund ein Ver­bot des Online­han­dels mit Tie­ren oder zumin­dest eine strik­te Iden­ti­täts­pflicht für Ver­käu­fer auf Online-Por­ta­len. Ein Licht­blick ist die jüngst vom EU-Par­la­ment beschlos­se­ne Ver­ord­nung zur EU-wei­ten Kenn­zeich­nungs- und Regis­trie­rungs­pflicht für Hun­de und Kat­zen, wel­che die Rück­ver­folg­bar­keit ver­bes­sern soll.

Tier­hei­me am Limit

Die Fol­gen des ille­ga­len Han­dels tra­gen oft die ohne­hin über­las­te­ten Tier­hei­me. Die beschlag­nahm­ten Tie­re sind häu­fig schwer krank und benö­ti­gen eine kos­ten­in­ten­si­ve medi­zi­ni­sche Betreu­ung. Trotz der Zusa­ge im Koali­ti­ons­ver­trag, Tier­hei­me finan­zi­ell zu unter­stüt­zen, feh­len im Bun­des­haus­halt 2026 bis­lang die ent­spre­chen­den Mit­tel. Der Tier­schutz­bund sieht die Bun­des­re­gie­rung hier drin­gend in der Pflicht, um den dro­hen­den Kol­laps der Ein­rich­tun­gen abzuwenden.

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Raus aus dem Hams­ter­rad: Wenn das Leben nur noch aus Funk­tio­nie­ren besteht

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Wenn das Leben nur noch aus „Funk­tio­nie­ren“ besteht: Der Weg zurück zu sich selbst

Ken­nen Sie die­se Pha­sen, in denen sich das Leben wie ein end­lo­ser Mara­thon anfühlt? Ein Umbruch jagt den nächs­ten, Kri­sen for­dern Ihre gesam­te Kraft und plötz­lich bemer­ken Sie: Die inne­re Ruhe ist ver­schwun­den. Der Kopf ist voll, der Kör­per steht unter Dauerstrom.

In sol­chen Momen­ten schal­ten wir oft auf „Auto­pi­lot“. Wir funk­tio­nie­ren prä­zi­se wie ein Uhr­werk, um den All­tag zu bewäl­ti­gen – doch das eigent­li­che Leben, das Spü­ren und Genie­ßen, fin­det ohne uns statt.

Dein Kör­per spricht, wenn der Kopf schweigt

Als Kine­sio­lo­gin betrach­te ich den Men­schen als untrenn­ba­re Ein­heit. Psy­chi­sche Belas­tun­gen sind weit mehr als nur „belas­ten­de Gedan­ken“. Sie mani­fes­tie­ren sich als hand­fes­te ener­ge­ti­sche und kör­per­li­che Blockaden.

  • Der Stress „sitzt“ tief in den Muskeln.

  • Ver­zweif­lung blo­ckiert den natür­li­chen Energiefluss.

  • Das Ner­ven­sys­tem ver­harrt in einem erschöp­fen­den Überlebensmodus.

Wenn wir auf­hö­ren zu füh­len, um den Schmerz oder den Stress zu bewäl­ti­gen, beginnt der Kör­per, die Signa­le zu sen­den, die wir im Kopf nicht mehr zulassen.

Kein Stan­dard-Rezept, son­dern Ihr indi­vi­du­el­ler Weg

Das Wich­tigs­te, was ich in mei­ner täg­li­chen Arbeit gelernt habe: Es gibt kei­nen Ein­heits­weg aus einer Kri­se. Jeder Mensch bringt sei­ne eige­ne Geschich­te, indi­vi­du­el­le Stress­mus­ter und ein ganz per­sön­li­ches Tem­po mit.

In der Kine­sio­lo­gie nut­zen wir den Mus­kel­test als prä­zi­ses Bio­feed­back-Instru­ment Ihres Kör­pers. Anstatt nach star­ren Sche­ma­ta vor­zu­ge­hen, schau­en wir ganz individuell:

  1. Was braucht Ihr Sys­tem jetzt gera­de wirk­lich? Geht es um Ent­las­tung, Sta­bi­li­sie­rung oder einen sanf­ten Impuls zur Veränderung?

  2. Wo lie­gen die Ursa­chen? Wir suchen nach den Wur­zeln der Anspan­nung, die Sie am frei­en Atmen hindern.

  3. Wel­che Res­sour­cen schla­fen in Ihnen? Wir reak­ti­vie­ren Ihre per­sön­li­chen Kraft­quel­len, damit Sie nicht mehr nur funk­tio­nie­ren, son­dern wie­der leben­dig spüren.


Wor­an mer­ken Sie, dass Sie im „Funk­ti­ons-Modus“ feststecken?

Die fol­gen­den Sym­pto­me sind häu­fi­ge Indi­ka­to­ren dafür, dass Ihr Sys­tem Hil­fe benötigt:

  • Psy­chi­sche Belas­tung: Erschöp­fung, Trau­rig­keit, ein Gefühl inne­rer Lee­re, Angst, stän­di­ges Grü­beln oder tief­sit­zen­de Selbstzweifel.

  • Psy­cho­so­ma­ti­sche Signa­le: Schlaf­stö­run­gen, chro­ni­sche Ver­span­nun­gen, Ver­dau­ungs­pro­ble­me, Zäh­ne­knir­schen oder eine blei­er­ne Müdigkeit.

  • Lebens­kri­sen & Umbrü­che: Über­for­de­rung im Beruf, Trau­er­pro­zes­se, Tren­nun­gen, fami­liä­re Kon­flik­te oder die Suche nach dem Sinn in neu­en Lebens­pha­sen (wie dem Ren­ten­ein­tritt oder dem Aus­zug der Kinder).


Den Kreis­lauf durchbrechen

Hei­lung beginnt dort, wo wir auf­hö­ren zu kämp­fen und anfan­gen hin­zu­schau­en. Gemein­sam fin­den wir her­aus, wie wir Ihren Kopf ent­las­ten und Ihren Kör­per wie­der in die Ent­span­nung füh­ren kön­nen – maß­ge­schnei­dert auf Ihre aktu­el­le Lebenssituation.

Sie müs­sen die­sen Weg nicht allei­ne gehen. Wenn Sie das Gefühl haben, fest­zu­ste­cken, las­sen Sie uns gemein­sam schau­en, was Ihr Kör­per Ihnen sagen möchte.

„Ganz gleich, wie beschwer­lich das Ges­tern war, stets kannst du im Heu­te von Neu­em anfan­gen.“ (Bud­dha)

Kon­takt & Beratung

Ger­ne beglei­te ich Sie auf Ihrem Weg zu mehr Leich­tig­keit und inne­rer Balance.

Natur­heil­pra­xis Astrid Frey Spie­ker­oo­ger Str. 12, 26810 Westoverledingen

Tele­fon: 04955 / 9899844 | Mobil: 0152 5183 8740

E‑Mail: info@astridfrey.de

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Früh­lings-Wal­king im Julia­nen­park: Bewe­gung, Wald­luft & Geselligkeit

Genie­ßen Sie den Früh­ling in Leer aktiv! Jeden Mitt­woch um 14 Uhr lädt die Nor­dic-Wal­king-Grup­pe im Julia­nen­park zum gemein­sa­men Lau­fen und Klö­nen ein. Hier ste­hen sport­li­ches Mit­ein­an­der und locke­re Gesel­lig­keit im Fokus – auch abseits der Stre­cke. Egal ob Anfän­ger oder Fort­ge­schrit­te­ne, mit oder ohne Stö­cke: Die Teil­nah­me unter der Lei­tung von Heil­prak­ti­ke­rin Astrid Frey ist kos­ten­frei und unver­bind­lich. Treff­punkt ist der Park­platz bei Bur­ger King. Atmen Sie tief durch und bewe­gen Sie sich mit in bes­ter Gesellschaft!

… mehr lesen — bit­te HIER klicken.

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Kri­mi­na­lis­ti­sche Spit­zen­un­ter­hal­tung im Kul­tur­spei­cher: Roland Jan­kow­sky liest „Sie nann­ten ihn Overbeck“ Eigent­lich muss man Roland Jan­kow­sky längst nicht mehr vor­stel­len....

Lokal

Lebens­ret­ten­de Hil­fe in der Regi­on: DRK ruft zur Blut­spen­de auf

Blut­spen­de­rin­nen und Blut­spen­der wer­den drin­gend gesucht: Ange­spann­te Ver­sor­gungs­la­ge in den Sommerferien DRK-Blut­spen­de­dienst NSTOB alar­miert: Lager­be­stän­de kri­tisch – Spen­de­auf­kom­men bleibt hin­ter...

Blaulicht

Anschlag im Umfeld des Chris­to­pher Street Day — Wer kennt die­sen Mann

Anschlag im Umfeld des Chris­to­pher Street Day – Wer kennt die­sen Mann? Poli­zei­mel­dung vom 26.07.2026  Gemein­sa­me Mel­dung Poli­zei und Gene­ral­staats­an­walt­schaft Ber­lin...

Blaulicht

Ein­brü­che, Trun­ken­heits­fahrt und Wider­stand bei Kontrolle

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden für Sonn­tag, den 26.07.2026   Gar­ten­ge­rä­te ent­wen­det ++ Dieb­stahl aus Wohn­haus ++ Ver­such­ter Dieb­stahl aus...

Lokal

Das Herz von Ost­fries­land: Eine Zeit­rei­se durch das his­to­ri­sche Kir­chen­quar­tier in Leer

Das Kir­chen­quar­tier in Leers his­to­ri­scher Altstadt Die Leera­ner Alt­stadt fas­zi­niert mit ihren engen Gas­sen, lie­be­voll restau­rier­ten Gebäu­de und der direk­ten...

Freizeit

Bade­see Gro­te­gas­te: Per­fek­ter Bade­spaß, Was­ser­sport und XXL-Fass­häu­ser in Westoverledingen

Som­mer, Son­ne, Bade­spaß: Der Bade­see Gro­te­gas­te lockt als per­fek­tes Aus­flugs­ziel für die gan­ze Familie Wes­t­ov­er­le­din­gen – Wer an hei­ßen Som­mer­ta­gen...

Blaulicht

Poli­zei stoppt Auto­fah­rer und Rad­fah­re­rin mit 1,55 und 2,46 Promille

POL-LER: Pres­se­mel­dung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden für Sams­tag, den 25.07.2026   Rhau­der­fehn — Trun­ken­heit im Verkehr Am 25.07.2026 kurz nach Mit­ter­nacht...

Lokal

Pro­test gegen Rosatom-Ein­stieg: Mahn­wa­che vor der Brenn­ele­men­te­fa­brik Lingen

Mon­tag, 27. Juli 2026, 18 Uhr: Mahn­wa­che vor Brenn­ele­men­te­fa­brik Lingen „Ein­stieg von Kreml-Atom­kon­zern im Ems­land ver­hin­dern / Brenn­ele­men­te­pro­duk­ti­on in Lin­gen...

Blaulicht

Schock­an­ruf in Leer: Senio­rin ver­liert sechs­stel­li­gen Betrag an Betrüger

Betrugs­ma­sche in Leer: 81-Jäh­ri­ge ver­liert sechs­stel­li­gen Betrag durch Schockanruf Leer. Ein tra­gi­scher Fall von Tele­fon­be­trug hält die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden in...

Lokal

Spon­ta­nes Som­mer­fe­ri­en-Aben­teu­er am Silbersee!

Aben­teu­er am Sil­ber­see: Spon­ta­ne Floß­bau-Akti­on im Hese­ler Ferienpass Eine tol­le Über­ra­schung für alle Feri­en­pass-Kin­der in der Samt­ge­mein­de Hesel: Der Sozi­al­ver­band...

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Laut, ehr­lich, Sem­mel­rog­ge: Wenn eine Kult-Legen­de den Kul­tur­spei­cher rockt!

Mar­tin Sem­mel­rog­ge live in Leer: Ein wil­der Ritt durch 50 Jah­re „Para­gra­phistan“ Unver­wech­sel­bar, unka­putt­bar und das wohl bekann­tes­te Steh­auf­männ­chen der...

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Genuss in his­to­ri­scher Kulis­se: Das 25. Leera­ner Wein­fest im Rathaus-Innenhof

Jubi­lä­um im his­to­ri­schen Rat­haus-Innen­hof: 25. Leera­ner Wein­fest lädt zum Genie­ßen ein Ein Vier­tel­jahr­hun­dert Genuss­kul­tur im Her­zen von Leer: Am 7. und...

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Der 14. Kunst- & Hand­wer­ker­markt erobert Leers Altstadt!

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Bost Rock Trio live im „Night­fe­ver“: Ein Abend vol­ler Musik­ge­schich­te in Leer!

Das Foto zeigt das „Bost Rock Trio“, v. l. n. r.: Man­fred Jans­sen, Rein­hard de Witt und Rem­mer Hein (Foto:...

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Fest der Kul­tu­ren in Leer: Ein Tag vol­ler Musik, Tanz und Begegnungen!

Das Orga­ni­sa­ti­ons­team des Arbeits­krei­ses für inter­kul­tu­rel­le Ver­stän­di­gung (v.l.: Katha­ri­na Birch, Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst, Jörg Ken­ter, Tom­ke Hamer, Hei­ke Leim­ke, Gerd...

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