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Landkreis Leer übernimmt städtische Kitas: Neue Ära für die Kinderbetreuung ab August 2024
Landkreis Leer übernimmt städtische Kitas zum 1. August 2024
Kaufvertrag besiegelt / Drei Einrichtungen gehen zum neuen Kitajahr an den Kreis über
Am 4. Juli 2024 wurde im Rahmen eines Notartermins der Kaufvertrag unterzeichnet, der den Landkreis Leer befugt, zum 1. August dieses Jahres die Verwaltung von drei bedeutenden städtischen Kindertagesstätten zu übernehmen. Diese Maßnahme markiert einen wichtigen Schritt für die regionale Kinderbetreuung und unterstreicht das Engagement des Landkreises im Bildungsbereich.
Übernahme und Übergang
Landrat Matthias Groote setzte seine Unterschrift unter den Kaufvertrag, der die Kitas Am Niedersachsenring, Leerort und “Rasselbande” im Bullenkamp in die Zuständigkeit des Landkreises überführt. Parallel dazu wechseln die aktuell bei der Stadt angestellten Erzieherinnen und Hauswirtschaftskräfte zum Landkreis Leer. “Wir heißen unsere neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herzlich willkommen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder und der Eltern”, äußerte sich Landrat Groote zuversichtlich in einer Pressemitteilung. In der vergangenen Woche fand eine Informationsveranstaltung der Kreisverwaltung statt, bei der alle Beteiligten Gelegenheit hatten, sich kennenzulernen und offene Fragen zu klären.
Hintergrund und Finanzierung
Die Übernahme der Kitas erfolgt vor dem Hintergrund einer uneinigen Finanzierungssituation zwischen Stadt und Landkreis, die zur Kündigung langjähriger Vereinbarungen seitens der Stadt führte. Für einen Betrag von insgesamt 3,82 Millionen Euro werden die genannten Einrichtungen zum 1. August in die Verantwortung des Landkreises übergehen. Die Kitas bieten zusammen 130 Kindergartenplätze sowie zusätzliche Krippenplätze. Besonders erwähnenswert ist, dass die Kitas Leerort und “Rasselbande” im Bullenkamp auch zweijährige Kinder in altersgemischten Gruppen betreuen.
Ausbau und Zukunftsprojekte
Im Stadtgebiet von Leer sind bereits verschiedene Projekte zur Erweiterung der Kinderbetreuungsplätze geplant oder in Umsetzung. Der Landkreis initiierte ein Interessenbekundungsverfahren für den Bau und Betrieb von weiteren Kindergarten- und Krippengruppen, wobei die Beschlüsse des Jugendhilfeausschusses hierfür maßgeblich sind:
- Die reformierte Kirchengemeinde Loga erweitert ihre bestehende Kita “Lüttje Toornsvalkes” um eine zusätzliche Kindergartengruppe mit 25 Plätzen.
- Die Ostfriesischen Beschützenden Werkstätten (obw) haben den Bau eines Neubaus begonnen, der Platz für zwei Krippen- und zwei Kindergartengruppen (insgesamt 80 Plätze) bietet, die derzeit noch in Containern untergebracht sind.
- Das Lern- und Förderzentrum erweitert die Kindertagesstätte Am Deich um eine Integrationsgruppe mit 18 Plätzen.
Kooperation und Vereinbarung
Im Gegensatz zur Stadt Leer konnte der Landkreis mit den übrigen elf kreisangehörigen Kommunen eine neue Vereinbarung treffen. Diese hat eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren und sieht eine erhebliche finanzielle Beteiligung des Landkreises an den Kita-Kosten vor. Landrat Matthias Groote betonte in der Pressemitteilung erneut die Wichtigkeit des weiteren Kita-Ausbaus und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Kommunen, um die Betreuungssituation nachhaltig zu verbessern.
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Schnee und Glätte: Einschränkungen bei der Müllabfuhr im Landkreis
Wintereinbruch im Landkreis Leer: Herausforderungen bei der Müllabfuhr
Schnee und Glätte sorgen derzeit für erschwerte Bedingungen im Straßenverkehr. Davon betroffen ist auch die Abfallentsorgung im Landkreis Leer: Der Abfallwirtschaftsbetrieb (ALL) bittet um Verständnis, dass die Sicherheit im Winterdienst Vorrang hat.
Die anhaltende winterliche Witterung stellt die Teams der Hausmüllabfuhr vor erhebliche Herausforderungen. Große und schwere Müllfahrzeuge sind auf vereisten oder schneebedeckten Fahrbahnen schwerer zu manövrieren als PKW. Um die Sicherheit der Mitarbeiter sowie aller Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, können bestimmte Straßen aktuell nicht wie gewohnt angefahren werden.
Warum es zu Verzögerungen kommt
Besonders in engen Nebenstraßen oder auf nicht geräumten Strecken ist das Unfallrisiko für die tonnenschweren Fahrzeuge zu hoch. Die Fahrer müssen unter erschwerten Bedingungen arbeiten, langsamer fahren und in Einzelfällen entscheiden, eine Straße aus Sicherheitsgründen zu meiden. Dies führt zwangsläufig zu Verzögerungen im Zeitplan oder punktuellen Ausfällen.
Wichtige Hinweise für Bürgerinnen und Bürger
Um einen reibungslosen Ablauf nach Besserung der Wetterlage zu gewährleisten, bittet der Abfallwirtschaftsbetrieb um Beachtung folgender Punkte:
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Säcke wieder hereinholen: Sollten Abfallsäcke am geplanten Abfuhrtermin nicht abgeholt worden sein, werden die Bürger gebeten, diese wieder vom Straßenrand zu entfernen.
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Nächster Termin: Bitte stellen Sie die Abfälle zum nächsten regulären Abfuhrtermin erneut bereit.
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Keine Sonderabholungen: Aufgrund der wetterabhängigen Tourenplanung ist eine zusätzliche Sonderabholung aktuell leider nicht möglich.
Sicherheit hat oberste Priorität
Der Abfallwirtschaftsbetrieb betont, dass die Sicherheit der Mitarbeiter und Bürger Vorrang vor einer lückenlosen Abfuhr hat. Es wird mit Hochdruck daran gearbeitet, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.
Aktuelle Informationen: Über die aktuelle Lage und eventuelle Terminverschiebungen informiert der Landkreis regelmäßig auf der Internetseite www.all-leer.de. Dort können auch die nächsten regulären Abfuhrtermine eingesehen werden.
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FDP Leer: Pro Bürgerinitiative und historische Aufklärung statt Namensänderung
Schulterschluss für den Erhalt: Günter Podlich und Sven Albert von der FDP-Fraktion (es fehlt Susanne Smit) unterstützen die neu gegründete Bürgerinitiative in Loga. Trotz des knappen Ratsbeschlusses vom September 2025 zur Namensänderung setzen sich die Liberalen gemeinsam mit der BI weiterhin für historische Aufklärung vor Ort ein.
FDP Leer unterstützt Bürgerinitiative: „Erinnerung durch Aufklärung bewahren“
LEER / LOGA. Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Leer begrüßt die Gründung der Bürgerinitiative (BI) zum Erhalt der Hindenburgstraße in Loga ausdrücklich. Die Liberalen, die bereits im Vorfeld des knappen Ratsbeschlusses gegen eine Umbenennung gestimmt hatten, sehen in dem bürgerschaftlichen Engagement eine wichtige Stärkung der demokratischen Mitbestimmung vor Ort.
Historische Identität und Beständigkeit
Für die FDP-Fraktion ist die Hindenburgstraße weit mehr als nur eine Adresse. Seit fast 100 Jahren ist der Name fester Bestandteil des Lebensumfeldes der Anwohner. In einer sich rasant wandelnden Welt benötigten Menschen Beständigkeit und Verlässlichkeit in ihrem direkten Umfeld, so die Fraktion.
Besonders hebt die FDP den lokalen Bezug hervor: Im Mai 1927 besuchte der damalige Reichspräsident Paul von Hindenburg die Evenburg in Loga und die Viehmarkthalle in Leer. „In diesem positiven Geist der Identifikation wurde 1928 der Weg an der Friedenskirche umbenannt“, erläutert die Fraktion. Eine Umbenennung gegen den erklärten Willen der Mehrheit der betroffenen Bürger werde daher als tiefgreifender Eingriff in den Alltag und das Gemeinschaftsleben wahrgenommen.
„Reflektierte Erinnerungspolitik“ statt bloßem Verwaltungsakt
Die FDP betont, dass eine Ablehnung der Umbenennung keinesfalls eine Verharmlosung der geschichtlichen Rolle Hindenburgs bedeutet. Die Fraktionsmitglieder Günter Podlich, Sven Albert und Susanne Smit plädieren stattdessen für eine „reflektierte Erinnerungspolitik“.
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Sichtbarer Kontext: Ziel sei es, die Geschichte kritisch zu vermitteln, ohne sie unsichtbar zu machen.
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Konkreter Vorschlag: Die FDP setzt sich weiterhin für das Aufstellen einer deutlich sichtbaren Hinweistafel ein, die die historisch komplexe und zwiespältige Person Hindenburgs einordnet. Hierfür stünde bereits ein Grundstück der Friedenskirche zur Verfügung.
Kritik an der knappen Entscheidung
Der Ratsbeschluss vom 25. September 2025, der mit einer hauchdünnen Mehrheit von 15 zu 14 Stimmen die Umbenennung besiegelte, wird von der FDP kritisch hinterfragt. Die Fraktion zitiert in diesem Zusammenhang den ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog: „Ohne Erinnerung gibt es weder Überwindung des Bösen noch Lehren für die Zukunft.“ Nach Ansicht der Liberalen leiste eine reine Namensänderung keinen Beitrag zur echten Aufarbeitung.
Die FDP wünscht der Gründungsversammlung der Bürgerinitiative einen guten Verlauf und kündigte an, den Weg der BI konstruktiv zu begleiten.
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Debatte um Hindenburgstraße: CDU unterstützt neue Bürgerinitiative
LEER / LOGA. Die Diskussion um die Umbenennung der Hindenburgstraße im Stadtteil Loga gewinnt an Dynamik. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Leer hat sich nun offiziell zur Gründung der neuen Bürgerinitiative (BI) geäußert, die sich für den Erhalt des Straßennamens einsetzt. Die Christdemokraten werten den Zusammenschluss der Bürger als ein „starkes Zeichen gelebter Demokratie“.
Kritik an SPD und Grünen
In einer aktuellen Stellungnahme spart die CDU-Fraktion nicht mit Kritik an den Ratsfraktionen von SPD und Grünen. Die Gründung der Bürgerinitiative sei die „richtige und notwendige Antwort auf die Ignoranz“ gegenüber dem Bürgerwillen. Nach Ansicht der CDU beschädige das Übergehen klar geäußerter Meinungen das Vertrauen in politische Verfahren massiv.
„Wer Beteiligung verspricht und das Ergebnis dann einfach übergeht, beschädigt das Vertrauen in Politik“, so die Fraktion. Man verweist darauf, dass sich neben der Mehrheit der direkten Anwohner auch ein großer Teil der Bevölkerung in Loga und im gesamten Stadtgebiet gegen die Umbenennung ausgesprochen habe.
Identität kontra „Eingriff von oben“
Für viele Bürger sei der Straßenname ein Teil der gewachsenen Identität Logas. Eine Änderung des Namens werde daher nicht als wertvolle geschichtliche Aufarbeitung empfunden, sondern als ein bevormundender Eingriff „von oben herab“. Die CDU betont, dass die Ablehnung der Umbenennung tief in der Stadtgesellschaft verankert sei und es sich keinesfalls um eine Einzelmeinung handele.
Einordnung statt Tilgung der Geschichte
Die CDU stellt klar, dass ihre Haltung nicht als Verharmlosung der historischen Rolle Paul von Hindenburgs zu verstehen sei. Vielmehr gehe es um einen verantwortungsvollen Umgang mit der Historie:
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Sichtbarkeit: Geschichte solle nicht getilgt, sondern erklärt werden.
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Kontextualisierung: Die Fraktion spricht sich weiterhin für das Aufstellen von Hinweisschildern aus, die den historischen Kontext vor Ort einordnen.
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Bürgernähe: Erinnerungskultur könne laut CDU nur im Dialog mit den Menschen funktionieren, nicht gegen sie.
Die CDU-Fraktion kündigte an, das Engagement der Bürgerinitiative ausdrücklich zu unterstützen, um sicherzustellen, dass Bürgerbeteiligung in Leer ernst genommen wird.
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