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Senio­ren­zen­trum Pro­Se­nis: Tack im Aus­tausch über die aktu­el­len Herausforderungen

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Die Teil­neh­men­den beim Tref­fen am 11. Juni 2026 im Senio­ren­zen­trum am Julia­nen­park in Leer. v.l.n.r.: hin­ten: Julia Kös­ter, Ste­fan Wilts, Hen­ning Fietz – vor­ne: Dana Knip­per, Hei­ke Kam­pen, Kers­tin Tack, Ste­fan Kamer, Ste­fa­nie Akwa, Anja von Bülow, Ange­li­ka Olthoff.

Kers­tin Tack besucht Senio­ren­zen­trum am Julia­nen­park in Leer – Aus­tausch über Pfle­ge, All­tag und Rahmenbedingungen

Am 11. Juni 2026 besuch­te die Vor­stands­vor­sit­zen­de des Pari­tä­ti­scher Nie­der­sach­sen, Kers­tin Tack, den Kreis­ver­band Leer und infor­mier­te sich im Senio­ren­zen­trum am Julia­nen­park der Pro­Se­nis GmbH über die Arbeit vor Ort. Der Besuch fand vor­mit­tags statt und wur­de durch ein gemein­sa­mes Essen im Anschluss abge­run­det. Im Mit­tel­punkt stand der direk­te Aus­tausch mit Lei­tung, Mit­ar­bei­ten­den und Trä­ger über die Situa­ti­on in der sta­tio­nä­ren Pflege.

Beglei­tet wur­de der Ter­min vom Pari­tä­ti­scher Wohl­fahrts­ver­band Nie­der­sach­sen e.V. sowie Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern des Kreis­ver­ban­des Leer.

Stand­ort, Ent­wick­lung und Struktur

Das Senio­ren­zen­trum am Julia­nen­park hat sei­nen Ursprung in den Ost­frie­si­schen Behin­der­ten­werk­stät­ten und wur­de bereits in den 1980er-Jah­ren errich­tet. Seit­dem wur­de die Ein­rich­tung kon­ti­nu­ier­lich erwei­tert und an die Anfor­de­run­gen der Alten­pfle­ge angepasst.

Heu­te besteht das Ensem­ble aus dem Haus Julia­nen­park sowie dem 2016 errich­te­ten Haus Loga. Die Ein­rich­tung liegt direkt am Leera­ner Julia­nen­park und ist von altem Baum­be­stand umge­ben, der dem Stand­ort eine ruhi­ge und zugleich zen­tra­le Lage im Stadt­teil Loga verleiht.

Ins­ge­samt leben hier 121 Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner sowie zusätz­lich 21 Per­so­nen in Alten­woh­nun­gen. Das Durch­schnitts­al­ter der Bewoh­ner liegt bei 88 Jah­ren. Die Unter­brin­gung erfolgt über­wie­gend in Ein­zel­zim­mern sowie in Ehe­a­part­ments, die Paa­ren ein gemein­sa­mes Leben im Pfle­ge­all­tag ermöglichen.

Ver­sor­gung und All­tag in der Einrichtung

Im Gespräch mit Ein­rich­tungs­lei­tung Hei­ke Kam­pen wur­de deut­lich, dass die Nach­fra­ge nach sta­tio­nä­ren Pfle­ge­plät­zen wei­ter­hin hoch ist und in den kom­men­den Jah­ren wei­ter stei­gen wird. Gleich­zei­tig erschwe­ren der anhal­ten­de Fach­kräf­te­man­gel sowie die hohen Bau­kos­ten, umfang­rei­che büro­kra­ti­sche Auf­la­gen und feh­len­de unkom­pli­zier­te För­der­mög­lich­kei­ten für Erwei­te­rungs­bau­ten die Rah­men­be­din­gun­gen erheb­lich. Dadurch könn­te sich die ohne­hin ange­spann­te Situa­ti­on in der sta­tio­nä­ren Pfle­ge wei­ter verschärfen.

Hei­ke Kam­pen beton­te den­noch, dass in der Ein­rich­tung mit gro­ßem Ein­satz gear­bei­tet wer­de. „Wir ver­su­chen hier vor Ort alles Mög­li­che umzu­set­zen“, so die Ein­rich­tungs­lei­tung. Auch in schwie­ri­gen Situa­tio­nen habe man bereits unbü­ro­kra­ti­sche Lösun­gen fin­den kön­nen – getra­gen von einem star­ken Team und engem Zusam­men­halt im Alltag.

Zusam­men­ar­beit und Teamarbeit

Kreis­ver­bands­ge­schäfts­füh­rung Ste­fan Kamer vom Pari­tä­ti­scher Wohl­fahrts­ver­band Regi­on Ost­fries­land hob im Gespräch her­vor, wie wich­tig ein ver­läss­li­ches Netz­werk in der Pfle­ge ist. Ein­rich­tun­gen stün­den vor ähn­li­chen Her­aus­for­de­run­gen und sei­en letzt­lich „alle im glei­chen Boot“. Gera­de in der heu­ti­gen Zeit sei es ent­schei­dend, eng zusam­men­zu­ar­bei­ten und sich gegen­sei­tig zu unterstützen.

Ein Bei­spiel dafür sei die gemein­sa­me Orga­ni­sa­ti­on von Fort­bil­dun­gen über meh­re­re Ein­rich­tun­gen hin­weg. So kön­ne Wis­sen gebün­delt und die Pfle­ge vor Ort gestärkt wer­den. Ins­ge­samt gehe es dar­um, die Pfle­ge zukunfts­fä­hig auf­zu­stel­len und gemein­sam Ver­ant­wor­tung zu übernehmen.

All­tag, Ver­pfle­gung und Atmosphäre

Hei­ke Kam­pen und Ste­fan Wilts (Pfle­ge­dienst­lei­tung)  mach­ten im Rah­men des Besuchs deut­lich, dass die Ver­pfle­gung im All­tag eine zen­tra­le Rol­le spielt – auch wenn sie oft unter­schätzt wird. Das Essen sei täg­lich eines der wich­tigs­ten Gesprächs­the­men bei den Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern, aber auch im Aus­tausch mit den Pfle­ge­kräf­ten. Häu­fig begin­ne der Tag bereits mit der Fra­ge: „Was gibt es heu­te?“. Danach rücken The­men wie Ange­bo­te, Pro­gram­me und Ver­an­stal­tun­gen in den Vor­der­grund, bevor es um pfle­ge­ri­sche Inhal­te gehe.

Beim Rund­gang durch die Ein­rich­tung wur­de deut­lich, dass vie­le Mit­ar­bei­ten­de bereits seit Jah­ren im Haus tätig sind. Die­se Kon­ti­nui­tät prägt das Mit­ein­an­der und sorgt für ein sta­bi­les Team­ge­fü­ge. Zwi­schen Bewoh­nern und Pfle­ge­kräf­ten war eine ruhi­ge, respekt­vol­le und zugleich herz­li­che Atmo­sphä­re spür­bar. Der Umgang ist geprägt von Nähe, Ver­trau­en und einem hohen Maß an per­sön­li­chem Engagement.

 

Beim Besuch der Demenz-Sta­ti­on erläu­tert Ein­rich­tungs­lei­tung Hei­ke Kam­pen, wie All­tags­ge­gen­stän­de ver­gan­ge­ner Jahr­zehn­te – von Pup­pen über Bücher bis hin zu klas­si­schem Geschirr – gezielt genutzt wer­den, um Erin­ne­run­gen zu wecken. Kers­tin Tack ver­folgt das Gespräch mit gro­ßem Inter­es­se und zeigt sich beein­druckt davon, wie die­se behut­sa­me Bio­gra­fie­ar­beit den Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­nern Sicher­heit und einen wert­vol­len Zugang zu ihrer eige­nen Lebens­ge­schich­te schenkt.

Wohn- und Betreuungskonzept

Im Haus Julia­nen­park leben 70 Men­schen auf drei Eta­gen. Dort ste­hen ein Restau­rant, ein Club­raum, ein Krea­tiv­raum sowie meh­re­re Grup­pen- und Auf­ent­halts­be­rei­che zur Ver­fü­gung. Im Haus Loga fin­den 51 Bewoh­ner ein Zuhau­se. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist das Café im Erd­ge­schoss, das mit täg­lich fri­schem, haus­ge­ba­cke­nem Kuchen aus eige­ner Back­stu­be ein zen­tra­ler Treff­punkt ist.

Die gesam­te Ein­rich­tung ist bar­rie­re­frei gestal­tet. Alle Eta­gen sind per Auf­zug erreich­bar. Ergän­zend gibt es geschütz­te Wohn­be­rei­che für Men­schen mit Demenz sowie ein seh­be­hin­der­ten­freund­li­ches Beleuch­tungs- und Orientierungskonzept.

Zusam­men­ar­beit mit dem Land­kreis Leer

Beson­ders posi­tiv hob Ein­rich­tungs­lei­tung Hei­ke Kam­pen die Zusam­men­ar­beit mit dem Land­kreis Leer her­vor. Die Mit­ar­bei­ten­den des Land­krei­ses stell­ten, wo immer mög­lich, finan­zi­el­le Mit­tel unbü­ro­kra­tisch zur Ver­fü­gung und ermög­lich­ten damit schnel­le und prag­ma­ti­sche Lösun­gen im Ein­zel­fall. Wäh­rend es in ande­ren Regio­nen teil­wei­se zu län­ge­ren Ver­zö­ge­run­gen bei Abrech­nun­gen kom­me, funk­tio­nie­re die Koope­ra­ti­on vor Ort sehr gut und lösungsorientiert.

Nach ihren Anga­ben wer­de in enger Abstim­mung stets nach prak­ti­ka­blen Lösun­gen gesucht. Dadurch sei es der Ein­rich­tung in bestimm­ten Fäl­len auch mög­lich, kurz­fris­ti­ge finan­zi­el­le Über­brü­ckun­gen zu orga­ni­sie­ren – etwa für Heim­kos­ten, Pfle­ge­leis­tun­gen oder Taschen­geld für Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner. Die­se Beträ­ge wür­den, sofern erfor­der­lich, zu einem spä­te­ren Zeit­punkt ent­spre­chend ver­rech­net, bei­spiels­wei­se im Zusam­men­hang mit einem Immobilienverkauf.

Auch Kers­tin Tack beton­te in die­sem Zusam­men­hang, dass man dank­bar für die­se gut funk­tio­nie­ren­de Zusam­men­ar­beit sein kön­ne. Aus ihrer Erfah­rung gebe es zahl­rei­che Regio­nen, in denen die Abstim­mungs­pro­zes­se deut­lich schwie­ri­ger und lang­wie­ri­ger verlaufen.

 

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Poli­ti­sche Ein­ord­nung und Kri­tik an der Pflegereform

Im Rah­men des Besuchs äußer­te Kers­tin Tack deut­li­che Kri­tik am Refe­ren­ten­ent­wurf des soge­nann­ten Pfle­ge­neu­ord­nungs­ge­set­zes. Aus ihrer Sicht sei der Ent­wurf nicht geeig­net, die grund­le­gen­den struk­tu­rel­len Pro­ble­me der Pfle­ge­ver­si­che­rung zu lösen.

Statt­des­sen droh­ten stei­gen­de Eigen­an­tei­le für pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen, sin­ken­de Leis­tun­gen für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge sowie zusätz­li­che Belas­tun­gen für die Tarif­bin­dung in der Pfle­ge. Als zen­tra­le Gegen­po­si­ti­on ver­wies sie auf seit Jah­ren dis­ku­tier­te Reform­an­sät­ze, dar­un­ter die Nut­zung des Pfle­ge­vor­sor­ge­fonds, die Rück­füh­rung pan­de­mie­be­ding­ter Bun­des­mit­tel sowie eine stär­ke­re steu­er­fi­nan­zier­te Absi­che­rung gesell­schaft­li­cher Aufgaben.

Ziel müs­se aus Sicht des Pari­tä­ti­schen Nie­der­sach­sen eine soli­da­ri­sche Pfle­ge­voll­ver­si­che­rung sein, die Ver­sor­gungs­si­cher­heit und fai­re Finan­zie­rung lang­fris­tig gewährleistet.

Resü­mee des Besuchs

Der Besuch im Senio­ren­zen­trum am Julia­nen­park mach­te deut­lich, dass die sta­tio­nä­re Pfle­ge unter zuneh­men­dem Druck steht. Gleich­zei­tig wur­de sicht­bar, dass durch ein­ge­spiel­te Teams, lang­jäh­ri­ge Mit­ar­bei­ten­de und ein star­kes Mit­ein­an­der im All­tag eine sta­bi­le und mensch­li­che Ver­sor­gung gewähr­leis­tet wird.

Die Ein­rich­tung zeigt damit bei­spiel­haft, wie Pfle­ge im All­tag funk­tio­nie­ren kann – geprägt von Ver­ant­wor­tung, Kon­ti­nui­tät und einem respekt­vol­len Umgang zwi­schen Mit­ar­bei­ten­den und Bewohnern.

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Stadt­bus Leer: Ände­run­gen bei den Lini­en 651 und 652 – zwei Hal­te­stel­len wegen Stra­ßen­sper­run­gen betroffen

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Ände­run­gen bei Stadt­bus­li­ni­en in Leer: Zwei Hal­te­stel­len wegen Stra­ßen­sper­run­gen zeit­wei­se nicht erreichbar

Stadt­bus­li­ni­en 651 und 652 betrof­fen – Ein­schrän­kun­gen auf der Bre­mer Stra­ße und an der Ems­brü­cke vom 3. bis 5. Novem­ber 2026

Fahr­gäs­te des Leera­ner Stadt­bus­ver­kehrs müs­sen sich in die­ser Woche auf vor­über­ge­hen­de Ände­run­gen ein­stel­len. Auf­grund von Stra­ßen­sper­run­gen kön­nen zwei Hal­te­stel­len der Stadt­bus­li­ni­en 651 und 652 zeit­wei­se nicht bezie­hungs­wei­se nur ein­ge­schränkt bedient werden.

Betrof­fen sind die Hal­te­stel­len „Leer, Bre­mer Straße/Löwenstraße“ und „Leer, An der Ems­brü­cke“. Die Ein­schrän­kun­gen gel­ten an unter­schied­li­chen Tagen und betref­fen jeweils bestimm­te Fahrtrichtungen.

Stadt­bus­li­nie 652: Hal­te­stel­le Bre­mer Straße/Löwenstraße entfällt

Auf­grund der Sper­rung der Löwen­stra­ße kann die Stadt­bus­li­nie 652 die Hal­te­stel­le „Leer, Bre­mer Straße/Löwenstraße“ von Diens­tag, 3. Novem­ber, bis Mitt­woch, 4. Novem­ber 2026, nicht anfahren.

Der Aus­fall betrifft bei­de Fahrtrichtungen:

  • Rich­tung Heisfelde

  • Rich­tung Schloss Evenburg

Die Hal­te­stel­le ent­fällt somit wäh­rend des genann­ten Zeit­raums vollständig.

Stadt­bus­li­nie 651: Ein­schrän­kun­gen an der Hal­te­stel­le An der Emsbrücke

Eine wei­te­re Ein­schrän­kung betrifft die Stadt­bus­li­nie 651. Auf­grund der Sper­rung der Stra­ße „An der Ems­brü­cke“ kann die Hal­te­stel­le „Leer, An der Ems­brü­cke“ von Mitt­woch, 4. Novem­ber, bis Don­ners­tag, 5. Novem­ber 2026, nur ein­ge­schränkt bedient werden.

Dabei gel­ten unter­schied­li­che Rege­lun­gen für die bei­den Fahrtrichtungen:

  • Rich­tung Bin­gum: Die Hal­te­stel­le kann wäh­rend des gesam­ten genann­ten Zeit­raums nicht ange­fah­ren werden.

  • Rich­tung Log­abir­um: Die Hal­te­stel­le wird ledig­lich bei einer ein­zel­nen Fahrt mit der Abfahrts­zeit um 6.16 Uhr bedient.

Fahr­gäs­te soll­ten die vor­über­ge­hen­den Ände­run­gen bei ihrer Fahrt­pla­nung berück­sich­ti­gen. Betrof­fen sind aus­schließ­lich die genann­ten Hal­te­stel­len und Zeiträume.

Die Ein­schrän­kun­gen ste­hen im Zusam­men­hang mit den Stra­ßen­sper­run­gen in Leer.

 
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88. Jah­res­tag der Pogrom­nacht: Leer erin­nert am 9. Novem­ber 2026 an die Opfer des Holocaust

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Der Syn­ago­gen­ge­denk­platz an der Heis­fel­der Stra­ße / Ecke Ubbo-Emmi­us-Stra­ße (Bum­mert) ist am 9. Novem­ber 2026 Schau­platz der Gedenk­ver­an­stal­tung zum 88. Jah­res­tag der Pogrom­nacht. Geplant sind eine Kranz­nie­der­le­gung sowie Bei­trä­ge von Schü­le­rin­nen und Schü­lern des Teletta-Groß-Gym­na­si­ums und des Ubbo-Emmi­us-Gym­na­si­ums. Foto: Ingo Tonsor 

88. Jah­res­tag der Pogrom­nacht: Stadt Leer erin­nert an die Opfer der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Verbrechen

Gedenk­ver­an­stal­tung am 9. Novem­ber 2026 mit Kranz­nie­der­le­gung, Bei­trä­gen von Schü­le­rin­nen und Schü­lern und anschlie­ßen­dem Got­tes­dienst – geän­der­ter Ablauf in die­sem Jahr

Am 9. Novem­ber 2026 jährt sich die Reichs­po­grom­nacht zum 88. Mal. In ganz Deutsch­land wur­den in der Nacht vom 9. auf den 10. Novem­ber 1938 auf Anord­nung des NS-Regimes Syn­ago­gen in Brand gesetzt, jüdi­sche Geschäf­te und Woh­nun­gen gestürmt und zer­stört. Zahl­rei­che jüdi­sche Men­schen wur­den ermor­det, miss­han­delt und ver­folgt. Tau­sen­de ver­lo­ren ihre Exis­tenz­grund­la­ge. Die­sen Ver­bre­chen ging seit 1933 eine zuneh­men­de Aus­gren­zung, Ent­rech­tung und men­schen­ver­ach­ten­de Drang­sa­lie­rung der jüdi­schen Bevöl­ke­rung voraus.

Auch in Leer hin­ter­lie­ßen die natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ver­bre­chen tie­fe und bis heu­te unver­ges­se­ne Spu­ren. In der Nacht vom 9. auf den 10. Novem­ber 1938 wur­de die damals impo­san­te Syn­ago­ge an der Heis­fel­der Stra­ße von Leera­ner Bür­gern in Brand gesetzt.

Die jüdi­sche Bevöl­ke­rung wur­de unter bru­ta­ler Gewalt aus ihren Häu­sern geholt und durch die Stadt zum Vieh­hof auf der Nes­se getrie­ben. Dort muss­ten die Men­schen, ein­ge­sperrt wie Vieh, die Nacht in einem Stall ver­brin­gen. Die Ereig­nis­se waren Teil der sys­te­ma­ti­schen Ver­fol­gung der jüdi­schen Bevöl­ke­rung durch das natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Regime, die schließ­lich im Holo­caust ihren grau­sa­men Höhe­punkt fand.

Gedenk­ver­an­stal­tung mit ver­än­der­tem Ablauf

An die schreck­li­chen Ereig­nis­se und die Opfer des Holo­caust erin­nert die Stadt Leer gemein­sam mit der Arbeits­ge­mein­schaft Christ­li­cher Kir­chen in Leer und der Gesell­schaft für Christ­lich-Jüdi­sche Zusam­men­ar­beit in Ost­fries­land e. V. am Mon­tag, 9. Novem­ber 2026.

Der Ablauf der dies­jäh­ri­gen Gedenk­ver­an­stal­tung wur­de gegen­über den Vor­jah­ren geändert.

Den Auf­takt bil­det um 18 Uhr eine Gedenk­ver­an­stal­tung auf dem Syn­ago­gen­ge­denk­platz an der Heis­fel­der Stra­ße / Ecke Ubbo-Emmi­us-Stra­ße (Bum­mert). Dort fin­det eine Kranz­nie­der­le­gung statt. Außer­dem gestal­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler des Teletta-Groß-Gym­na­si­ums und des Ubbo-Emmi­us-Gym­na­si­ums die Ver­an­stal­tung mit eige­nen Beiträgen.

Im Anschluss folgt um 19 Uhr ein Got­tes­dienst in der Bap­tis­ten­kir­che Leer, Ubbo-Emmi­us-Stra­ße 2. Die Pre­digt hält Pas­tor Jür­gen Woi­the von der Evan­ge­lisch-metho­dis­ti­schen Kir­che Leer.

Die Kol­lek­te des Got­tes­diens­tes ist für die Jüdi­sche Gemein­de zu Olden­burg bestimmt.

Gemein­sam erin­nern und Ver­ant­wor­tung übernehmen

Die Gedenk­ver­an­stal­tung soll an die Opfer der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Gewalt­herr­schaft erin­nern und zugleich die Bedeu­tung von Erin­ne­rung, Mensch­lich­keit und Ver­ant­wor­tung für die Gegen­wart und Zukunft verdeutlichen.

Alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sind herz­lich ein­ge­la­den, an der Gedenk­ver­an­stal­tung teil­zu­neh­men und gemein­sam ein Zei­chen gegen das Ver­ges­sen zu setzen.

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Win­ter-Öff­nungs­zei­ten der Wert­stoff­hö­fe im Land­kreis Leer: Ab 4. Novem­ber gel­ten neue Zeiten

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Win­ter-Öff­nungs­zei­ten der Wert­stoff­hö­fe im Land­kreis Leer: Ab 4. Novem­ber gel­ten geän­der­te Zeiten

Ab Mitt­woch, 4. Novem­ber 2026, gel­ten auf meh­re­ren Wert­stoff­hö­fen im Land­kreis Leer wie­der die Win­ter-Öff­nungs­zei­ten. Betrof­fen sind die exter­nen Wert­stoff­hö­fe in Hesel, Jüm­me, Moorm­er­land, Uple­n­gen und Wee­ner. Ins­be­son­de­re an den Frei­ta­gen müs­sen sich Bür­ge­rin­nen und Bür­ger auf kür­ze­re Öff­nungs­zei­ten einstellen.

Wert­stoff­hö­fe in Hesel, Jüm­me, Moorm­er­land, Uple­n­gen und Weener

Auf den fünf exter­nen Wert­stoff­hö­fen gel­ten ab dem 4. Novem­ber fol­gen­de Öffnungszeiten:

  • Frei­tag: 13 bis 17 Uhr (bis­her bis 18 Uhr)

  • Sams­tag: 8 bis 13 Uhr (unver­än­dert)

Damit schlie­ßen die Wert­stoff­hö­fe frei­tags künf­tig eine Stun­de frü­her. Die Öff­nungs­zei­ten am Sams­tag blei­ben dage­gen unverändert.

Letz­te Mitt­woch­s­öff­nung in Neer­moor am 11. November

Eine wei­te­re Ände­rung betrifft den Wert­stoff­hof in Moorm­er­land am Borg­ward­ring 74 in Neer­moor. Am Mitt­woch, 11. Novem­ber 2026, öff­net der Stand­ort zum letz­ten Mal in die­ser Sai­son an einem Mittwochnachmittag.

Bür­ger kön­nen an die­sem Tag noch ein­mal zwi­schen 13 und 17 Uhr Abfäl­le und Wert­stof­fe anlie­fern. Anschlie­ßend bleibt der Wert­stoff­hof in Moorm­er­land mitt­wochs geschlossen.

Öff­nungs­zei­ten in Brei­ner­moor und auf Bor­kum blei­ben unverändert

Kei­ne Ände­run­gen gibt es bei den Öff­nungs­zei­ten des Wert­stoff­ho­fes im Ent­sor­gungs­zen­trum Brei­ner­moor sowie bei der Abfall­um­schlag­an­la­ge auf Borkum.

Für das Ent­sor­gungs­zen­trum Brei­ner­moor gel­ten wei­ter­hin fol­gen­de Zeiten:

  • Mon­tag bis Frei­tag: 9 bis 12.30 Uhr und 13 bis 16.30 Uhr

  • Sams­tag: 8 bis 13 Uhr

Die Abfall­um­schlag­an­la­ge auf Bor­kum ist wei­ter­hin zu fol­gen­den Zei­ten geöffnet:

  • Mon­tag bis Frei­tag: 8 bis 13 Uhr und 14 bis 16.30 Uhr

Fra­gen zu den Win­ter-Öff­nungs­zei­ten der Wertstoffhöfe?

Bei wei­te­ren Fra­gen zu den Öff­nungs­zei­ten, zur Abfall­ent­sor­gung oder zu den Anlie­fe­rungs­mög­lich­kei­ten hilft die Abfall­be­ra­tung weiter.

Die Bera­tung ist über die kos­ten­lo­se Ser­vice-Num­mer 0800 — 9 25 24 23 sowie per E‑Mail an abfallberatung@all-leer.de erreichbar.

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Fäh­re Ditz­um-Pet­kum: Win­ter­fahr­plan ab 2. Novem­ber 2026 – die­se Ände­run­gen gel­ten jetzt

Fäh­re Ditz­um-Pet­kum: Win­ter­sai­son beginnt am 2. Novem­ber 2026 – geän­der­te Fahr­zei­ten beachten Ditzum/Petkum. Für die Ems­fäh­re zwi­schen Ditz­um und Pet­kum...

News

Ren­te nach 45 Bei­trags­jah­ren: NGG for­dert abschlags­frei­en Ruhestand

NGG for­dert abschlags­freie Ren­te nach 45 Bei­trags­jah­ren: 1.270 Beschäf­tig­te gehen im Kreis Leer jähr­lich in den Ruhestand Land­kreis Leer –...

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