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Ulf Thiele besucht Wein Wolff: Ostfriesische Spirituosen treffen auf neue EU-Bürokratie
(von links) Geschäftsführer und Sommelier Jan Wolff, Landtagsabgeordneten Ulf Thiele und Destillateur Stefan Mennenga. Foto: Wahlkreisbüro Ulf Thiele
Thiele bei Wein Wolff: Ostfriesische Tradition, neue Ideen – und zu viel Bürokratie
Leer, 26. August 2026. Wie entstehen neue Spirituosen, die zur Region und zum Geschmack der Menschen in Ostfriesland passen? Dieser Frage ist der CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele bei einem Besuch des Leeraner Traditionsunternehmens Wein Wolff nachgegangen. Gemeinsam mit Geschäftsführer und Sommelier Jan Wolff sowie Destillateur Stefan Mennenga sprach Thiele über die Entwicklung neuer Produkte, regionale Geschmacksunterschiede und die Verbindung von jahrhundertealter Erfahrung mit neuen Ideen.
Dabei blieb es nicht bei der Theorie. Stefan Mennenga, der bei Wein Wolff neue Spirituosen entwickelt und bestehende Rezepturen weiterführt, gab Einblicke in die Arbeit mit Kräuterauszügen, Aromadestillaten und unterschiedlichen Ansätzen. Auch eine Verkostung gehörte zum Besuch.
„Hier steckt unglaublich viel Erfahrung, handwerkliches Können und Gespür für die Region in jeder Flasche. Besonders spannend fand ich, wie genau Jan Wolff und Stefan Mennenga wissen, welche Geschmacksrichtungen in Ostfriesland gefragt sind – und dass sich die Vorlieben teilweise sogar von Ort zu Ort unterscheiden“, sagte Thiele.
Spirituosen mit Geschichte und neuen Ideen
Die Herstellung eigener Spirituosen gehört seit Generationen zum Unternehmen. Einige Rezepturen werden bereits seit mehr als 100 Jahren verwendet und innerhalb der Familie weitergegeben. Gleichzeitig entstehen immer wieder neue Produkte und Produktlinien, die traditionelle ostfriesische Geschmacksrichtungen mit modernen Ideen verbinden.
Für Thiele zeigt sich darin, dass Tradition und Innovation kein Widerspruch sein müssen: „Wer seine Wurzeln kennt, kann daraus auch etwas Neues entwickeln.“
Wie tief diese Wurzeln reichen, wurde beim anschließenden Rundgang mit Jan Wolff durch das historische Haus Samson deutlich. Das Gebäude in der Leeraner Altstadt stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert. Neben dem Stammgeschäft und der Verwaltung befindet sich dort ein Museum mit einer umfangreichen Sammlung ostfriesischer Wohnkultur.
Seit 2007 befinden sich das Haus Samson und die Sammlung im Besitz der Hilke und Fritz Wolff Stiftung. Die weitläufigen, teilweise rund 400 Jahre alten Kellergewölbe unter den Häusern in der Rathausstraße werden bis heute zur Lagerung von Wein genutzt.
Wein Wolff: Seit 1800 in Leer
Die Geschichte des Unternehmens reicht bis in das Jahr 1800 zurück. Heute führt Jan Wolff den Familienbetrieb bereits in siebter Generation. Mehr als 1.000 verschiedene Weine gehören zum Sortiment. Hinzu kommen zahlreiche ostfriesische Spirituosen, die direkt in Leer hergestellt werden.
Produktion, Handel, Filialgeschäft und Online-Versand greifen dabei ineinander. Gerade diese Verbindung aus traditionsreichem Familienunternehmen und modernem Mittelstand war für Thiele ein wichtiger Anlass, neben den Produkten auch über die aktuellen Herausforderungen für Unternehmen zu sprechen.
Neue EU-Regeln sorgen für zusätzliche Belastungen
Im Gespräch mit Jan Wolff ging es deshalb ausführlich um die zunehmenden Anforderungen durch europäische Regelungen für Handel und Online-Versand. Besonders im Mittelpunkt standen die EmpCo-Richtlinie gegen Greenwashing und die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR).
„Die EmpCo-Richtlinie gegen Greenwashing und die neue EU-Verpackungsverordnung stellen kleine Unternehmen, den Mittelstand und Versandhändler vor erhebliche zusätzliche Anforderungen. Mehr Verbraucherschutz und weniger Verpackungsmüll sind grundsätzlich richtige Ziele. Entscheidend ist jedoch, dass die Umsetzung rechtssicher, praxistauglich und mittelstandsfreundlich erfolgt“, erklärte Thiele.
Gerade kleine Betriebe und Online-Händler benötigten klare Regeln statt neuer Bürokratiefallen. „Wer Nachhaltigkeit ehrlich kommuniziert oder Waren ins EU-Ausland liefert, darf nicht durch unklare Vorgaben, zusätzliche Registrierungspflichten und Abmahnrisiken ausgebremst werden.“
EmpCo-Richtlinie: Strengere Vorgaben für Nachhaltigkeitswerbung
Mit der Umsetzung der EmpCo-Richtlinie (EU) 2024/825 werden die Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen deutlich verschärft. Die neuen Regelungen sind ab dem 27. September 2026 anzuwenden.
Allgemeine Umweltaussagen wie „klimafreundlich“, „grün“ oder „nachhaltig“ werden künftig nur noch unter deutlich strengeren Voraussetzungen zulässig sein. Unternehmen müssen deshalb ihre Werbung, Produktinformationen, Verpackungen und Online-Auftritte überprüfen und gegebenenfalls anpassen.
Aus Sicht Thieles ist insbesondere problematisch, dass für bereits produzierte Verpackungen und Warenbestände keine ausreichende rechtssichere Aufbrauch- oder Abverkaufsfrist vorgesehen ist.
„Es kann nicht nachhaltig sein, rechtmäßig produzierte Verpackungen oder sogar Waren vernichten zu müssen, nur weil sich zwischenzeitlich die gesetzlichen Anforderungen geändert haben. Deshalb unterstütze ich die Forderung nach einer mindestens einjährigen Abverkaufsfrist für vorhandene Bestände“, sagte Thiele.
Zudem müsse sichergestellt werden, dass etablierte unabhängige Verbrauchertests und seriöse Standards nicht unbeabsichtigt unter pauschale Verbote fallen oder neue Abmahnrisiken entstehen.
EU-Verpackungsverordnung bringt neue Pflichten für Online-Händler
Eine weitere Herausforderung sieht Thiele in der EU-Verpackungsverordnung (PPWR), die seit dem 12. August 2026 gilt. Insbesondere der grenzüberschreitende Versand bringt zusätzliche Pflichten mit sich.
Wer verpackte Waren unmittelbar an Endverbraucher in anderen EU-Mitgliedstaaten liefert, muss dort grundsätzlich die jeweiligen Vorgaben der erweiterten Herstellerverantwortung erfüllen und einen Bevollmächtigten benennen. Damit können zusätzliche Registrierungs‑, Melde- und Kostenpflichten verbunden sein.
Für kleine Online-Händler kann dieser Aufwand im Verhältnis zu wenigen Lieferungen in einzelne EU-Staaten erheblich sein. Im schlimmsten Fall könnte dadurch ein wirtschaftlicher Anreiz entstehen, Kunden in anderen Mitgliedstaaten gar nicht mehr zu beliefern.
„Wenn kleinere Online-Händler ihren Versand in andere EU-Staaten einstellen, weil sich einige wenige Pakete wegen der damit verbundenen Bürokratie nicht mehr rechnen, läuft etwas grundsätzlich falsch. Das widerspricht dem Gedanken des europäischen Binnenmarktes“, bekräftigte Thiele.
Er fordert deshalb eine schnelle mittelstandsfreundliche Korrektur. Dazu gehörten insbesondere eine deutlich einfachere Regelung der Bevollmächtigtenpflicht sowie sinnvolle Ausnahmen und Erleichterungen für kleine Unternehmen und geringe Versandmengen.
Thiele sucht direkt den Kontakt nach Brüssel
Im Anschluss an das Gespräch nahm Ulf Thiele direkt Kontakt mit den Abgeordneten des Europäischen Parlaments Jens Gieseke aus dem Emsland und David McAllister aus dem Landkreis Cuxhaven auf.
Beide versicherten, dass sich die Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europäischen Parlament und auch sie persönlich für eine schnelle Lösung einsetzen wollen. Ziel sei es, die von der Kommission in Kraft gesetzte Richtlinie schnellstmöglich außer Kraft zu setzen und anschließend mittelstandsfreundlich zu überarbeiten.
Die Folgewirkungen der jetzt in Kraft gesetzten EmpCo-Richtlinie seien nicht im Sinne der EVP-Fraktion und entsprächen nicht den politischen Vorgaben des Europäischen Parlaments.
„Solchen Betrieben sollten wir den Rücken freihalten“
Für Ulf Thiele hat der Besuch bei Wein Wolff damit zwei Seiten des erfolgreichen Mittelstands sichtbar gemacht: auf der einen Seite jahrhundertealte Tradition, handwerkliches Können und regionale Verbundenheit, auf der anderen Seite Innovation, neue Produkte und moderne Vertriebswege.
„Hier wird seit mehr als zwei Jahrhunderten unternehmerische Tradition bewahrt und gleichzeitig ständig etwas Neues entwickelt. Genau solchen Betrieben sollten wir den Rücken freihalten. Europa muss ihnen den Zugang zum Binnenmarkt erleichtern – und darf ihn nicht mit neuer Bürokratie erschweren“, erklärte Thiele abschließend.
Wie und wo entstehen bei Wein Wolff eigentlich die vielen Kreationen neuer Spirituosen? Der Landtagsabgeordnete Ulf Thiele (CDU) schaute hinter die Kulissen des ostfriesischen Traditionsunternehmens in der Leeraner Altstadt. Neue europäische Vorgaben erschweren allerdings den Handel im Binnenmarkt.
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Gallimarkt 2026 in Leer: Besucherrekord und positive Bilanz
Gallimarkt 2026 in Leer: Besucherstärkster Gallimarkt seit vielen Jahren
Positive Bilanz zum Gallimarkt-Finale: Mehr Familien, hohe Besucherzahlen und wenige Zwischenfälle. Polizei, DRK und Stadt ziehen ein positives Fazit zum fünftägigen Volksfest in Leer.
Leer – Der 518. Gallimarkt in Leer geht an diesem Sonntag in seine letzten Stunden. Bis 23 Uhr läuft das traditionelle Volksfest in der ostfriesischen Ledastadt. Bereits am Nachmittag haben die Verantwortlichen der beteiligten Organisationen bei der täglichen Lagebesprechung im Rathaus ein vorläufiges und überaus positives Abschlussresümee gezogen. Ihr Fazit: Der Gallimarkt 2026 war ein herausragender Markt und zählt zu den besucherstärksten Veranstaltungen der vergangenen Jahre.
Gallimarkt 2026 lockt wieder mehr Familien nach Leer
Marktmeister Michael Meyer und Schausteller-Chef Timo von Halle sprachen übereinstimmend von einem „herausragenden Markt“. Besonders erfreulich sei, dass es gelungen sei, wieder deutlich mehr Familien auf den Gallimarkt zu locken als in den Vorjahren.
Meyer und von Halle gingen davon aus, dass die Besucherzahl des Vorjahres von 550.000 im Laufe des Sonntags übertroffen werde. Damit wäre der aktuelle Gallimarkt der besucherstärkste seit vielen Jahren – und das, obwohl es zeitweise Regenwetter gab.
Besonders stark waren nach Einschätzung der Verantwortlichen der Auftakt am Mittwoch, der Donnerstag und der Sonnabend. Lediglich am Freitag fiel die Resonanz wetterbedingt etwas schwächer aus.
Bürgermeister lobt friedlichen Verlauf des Gallimarktes
Bürgermeister Claus-Peter Horst freute sich über die überaus gelungene „Fünfte Jahreszeit“ in Leer. Erneut habe das traditionsreiche Volksfest zahlreiche Menschen in die Stadt an der Leda gelockt.
Besonders wichtig sei, dass der Gallimarkt an allen fünf Tagen friedlich verlaufen sei und es keine nennenswerten Zwischenfälle gegeben habe. Horst sprach allen engagierten Kräften seinen Dank aus. Ein besonderes Lob richtete er an die Sicherheitskräfte, die maßgeblich dazu beigetragen hätten, diesen außergewöhnlichen Gallimarkt zu ermöglichen.
Polizei registriert 23 Straftaten in fünf Tagen
Auch die Polizei zog eine positive Bilanz. Nach ihren Angaben blieb die Zahl der registrierten Straftaten mit insgesamt 23 überschaubar. Darunter waren zwölf Körperverletzungen und vier Beleidigungen.
Das entspricht weniger als fünf Straftaten pro Tag. Angesichts der hohen Besucherzahlen sei dies ein „verschwindend geringer Wert“.
Die Zahlen unterstreichen aus Sicht der Verantwortlichen den insgesamt friedlichen Verlauf des fünftägigen Volksfestes. Trotz des großen Besucherandrangs kam es demnach zu keinen nennenswerten Zwischenfällen.
DRK behandelt 112 Besucher auf dem Gallimarkt
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) berichtete von insgesamt 112 Besuchern, die während des Gallimarktes medizinisch behandelt werden mussten. Damit lag die Zahl der Behandlungen unter dem Wert des Vorjahres.
Ein größerer Teil der Einsätze war nach Angaben des DRK auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen. Darüber hinaus mussten unter anderem einige kleinere chirurgische Verletzungen versorgt werden, beispielsweise nach Stürzen.
Die Zahl der Personen, die zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden mussten, lag im einstelligen Bereich. Auch dieser Wert war im Vergleich zu anderen Veranstaltungen und angesichts des großen Besucheraufkommens vergleichsweise niedrig.
350 Verwarnungen wegen Falschparkens – 25 Fahrzeuge abgeschleppt
Neben der Sicherheit auf dem Veranstaltungsgelände beschäftigte auch die Verkehrssituation rund um den Gallimarkt die Verantwortlichen.
Insgesamt wurden 350 Verwarnungen wegen Falschparkens ausgesprochen. Darüber hinaus mussten 25 Fahrzeuge abgeschleppt werden. Die Zahl der abgeschleppten Fahrzeuge lag damit deutlich unter den Werten der Vorjahre.
Weniger Wildpinkler als im Vorjahr
Noch nicht abschließend bekannt war die genaue Zahl der Personen, die während des Gallimarktes unerlaubt urinierten. Nach Einschätzung der Verantwortlichen waren es jedoch weniger als im Vorjahr. Damals waren rund 70 entsprechende Fälle bekannt geworden.
Verstöße wurden mit einer Anzeige und der Einleitung eines Bußgeldverfahrens geahndet.
Positive Gesamtbilanz zum Gallimarkt-Finale
Der Gallimarkt 2026 überzeugte nach dem vorläufigen Abschlussresümee durch hohe Besucherzahlen, mehr Familien auf dem Festgelände und einen insgesamt friedlichen Verlauf. Die starken Besuchertage am Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend trugen maßgeblich zur positiven Einschätzung bei. Auch die vergleichsweise niedrigen Zahlen bei Straftaten, medizinischen Behandlungen und abgeschleppten Fahrzeugen flossen in die Bilanz ein.
Auch die breiteren Hauptgänge machten sich nach Einschätzung von Marktmeister Michael Meyer bemerkbar. Sie boten mehr Bewegungsfläche und trugen dazu bei, Staus selbst am besucherstarken Sonnabend erheblich zu verringern.
Mit dem Abschluss am Sonntag um 23 Uhr endet für Leer eine intensive fünftägige Gallimarkt-Woche. Die Verantwortlichen zeigten sich bereits am Nachmittag zufrieden mit dem Verlauf des traditionsreichen Volksfestes und rechneten damit, dass die Besucherzahl des Vorjahres von 550.000 übertroffen wird.

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Gallimarkt Leer 2026: Begeisterter Applaus und Hupkonzert nach spektakulärem Feuerwerk
Ein beeindruckendes Farbenmeer am Nachthimmel über Leer: Das Gallimarkt-Feuerwerk erleuchtete den Himmel über dem Museumshafen mit kraftvollen Leuchteffekten und spektakulären Feuerwerksbildern. Foto: Nael Fotografie & Fotostudio
Gallimarkt Leer 2026: Begeisterter Applaus und Hupkonzert nach spektakulärem Feuerwerk
Leer – Ein farbenprächtiger Himmel, beeindruckende Fächereffekte und ein Finale mit einer rasanten Folge von Feuerwerksschüssen: Das große Gallimarkt-Feuerwerk am Freitagabend begeisterte zahlreiche Besucher in Leer. Als die letzten Effekte am Himmel verglühten, gab es kräftigen Applaus. Für einen besonderen Abschluss sorgten anschließend die Boote im Museumshafen, deren Besatzungen mit einem regelrechten Hupkonzert auf das Spektakel reagierten.
Pyrotechnik der Extraklasse am Himmel über Leer
Pünktlich um 22 Uhr richteten sich die Blicke der Besucher auf den Himmel. Rund 15 Minuten lang präsentierte das Team von Semmer Feuerwerk aus Langwedel bei Verden an der Aller eine abwechslungsreiche Show mit zahlreichen Farben, Formen und aufeinander abgestimmten Effekten.
Besonders eindrucksvoll waren die breit aufgefächerten Bilder, die sich über den Nachthimmel verteilten. Immer wieder folgten auf große Leuchteffekte schnelle Salven, die das Feuerwerk dynamisch erscheinen ließen. Das Finale setzte schließlich noch einmal einen besonderen Akzent und sorgte für einen entsprechend lauten und farbenprächtigen Abschluss.
Der Applaus unmittelbar nach den letzten Schüssen zeigte, wie gut die Darbietung beim Publikum ankam. Kurz darauf meldeten sich auch die Boote im Hafen zu Wort: Mit ihren Schiffshupen verabschiedeten sie das Feuerwerk auf ihre ganz eigene Weise.

Hochwertige Zylinderbomben aus Italien und Portugal
Bereits vor dem Feuerwerk hatte Geschäftsführer Semmer einen Einblick in die eingesetzte Pyrotechnik gegeben. Zu den besonderen Höhepunkten gehörten hochwertige Zylinderbomben aus Italien und Portugal. Diese zählen zu den aufwendigeren Feuerwerkskörpern und ermöglichen besonders vielseitige Effekte.
Bei sogenannten Mehrschlagbomben können innerhalb eines einzigen Feuerwerkskörpers mehrere unterschiedliche Effekte nacheinander sichtbar werden. Je nach Ausführung sind bis zu sechs Effektfolgen möglich. Dadurch entstehen am Himmel abwechslungsreiche Bilder, bei denen sich Farben und Formen innerhalb kurzer Zeit verändern.
Auch die Menge der eingesetzten Pyrotechnik war beachtlich. Knapp 20 Feuerwerksbatterien sowie weitere Feuerwerkskörper, darunter römische Lichter und große Abschusskörper, kamen zum Einsatz. Insgesamt rechnete Semmer mit mehreren Tausend Schüssen. Eine der verwendeten Batterien kann nach seinen Angaben rund 300 Schüsse innerhalb von sieben Sekunden abgeben.
Für das Finale wurden mehrere Abschusspositionen miteinander kombiniert. Dadurch konnten die Effekte in unterschiedlichen Richtungen und breiten Fächerformen am Himmel erscheinen.

Semmer Feuerwerk gestaltet das Spektakel seit 2018
Verantwortlich für das Feuerwerk war erneut Semmer Feuerwerk aus Langwedel bei Verden an der Aller. Das Unternehmen gestaltet das Gallimarkt-Feuerwerk bereits seit 2018 und war damit zum achten Mal für die pyrotechnische Inszenierung in Leer im Einsatz.
Die Vorbereitungen hatten am Freitag bereits am Vormittag begonnen. Geschäftsführer Semmer war nach eigenen Angaben gegen 10 Uhr vor Ort, weitere Mitarbeiter kamen später mit Material und Anhänger hinzu. Das Team wollte den Aufbau möglichst vor dem einsetzenden Regen abschließen. Dieses Ziel wurde erreicht.
Gezündet wurden die Feuerwerkskörper über ein elektrisches System. Dabei werden die einzelnen Effekte über Empfänger und einen Sender ausgelöst. Da die tatsächlichen Abläufe und Verzögerungen einzelner Effekte leicht variieren können, wird die Dauer eines solchen Feuerwerks grundsätzlich nur ungefähr angegeben.
Die Schausteller finanzieren das Gallimarkt-Feuerwerk gemeinsam
Eine wichtige Frage ist auch, wer ein solches Feuerwerk finanziert. Beim Gallimarkt wird das Spektakel von den Schaustellern getragen. Die Kosten werden über eine Umlage finanziert, die im Zusammenhang mit den Standgebühren von den teilnehmenden Schaustellern mitgetragen wird.
Damit ist das Feuerwerk eine Gemeinschaftsleistung der Schausteller, die den Gallimarkt mit ihren Fahrgeschäften, Buden und gastronomischen Angeboten gestalten. Das Spektakel ist nicht nur ein Höhepunkt für die Besucher, sondern auch ein fester Bestandteil des Volksfestes.
Der gemeinsame finanzielle Beitrag ermöglicht es, den Besuchern ein aufwendiges Feuerwerk mit hochwertigen Effekten und einem großen Finale zu präsentieren.
Applaus und Schiffshupen als Abschluss
Nach rund einer Viertelstunde war das Feuerwerk beendet. Doch der Schlussakkord kam nicht allein vom Himmel: Der kräftige Applaus der Besucher und das anschließende Hupkonzert der Boote im Hafen verliehen dem Abend einen besonderen Abschluss.
So wurde das Gallimarkt-Feuerwerk am Freitagabend zu einem eindrucksvollen Gemeinschaftserlebnis – getragen von der Arbeit der Pyrotechniker, dem Engagement der Schausteller und der Begeisterung des Publikums.
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Mehr Sicherheit für Radfahrer in Ostfriesland: 1.500 reflektierende Helmmützen werden kostenlos verteilt
(v.l.n.r.): Die Vorsitzenden der ostfriesischen Verkehrswachten Hajo Reershemius (Norden), Karl-Heinz Krämer (Aurich), Hans-Günter Jelting (Leer), Sascha Nowak (Wittmund) und Berthold Tuitjer (Emden) appellieren mit Signe Foetzki (Pressesprecherin der Brandkasse) an alle Radfahrer „Reflektierende Fahrradhelme retten Leben!“
Mehr Sicherheit für Radfahrer in Ostfriesland: 1.500 reflektierende Helmmützen werden verteilt
Ostfriesische Verkehrswachten und Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse starten gemeinsames Präventionsprojekt – kostenlose Fahrradhelmabdeckungen sollen in der dunklen Jahreszeit für bessere Sichtbarkeit sorgen.
Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt die Bedeutung einer guten Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Um Radfahrer besser zu schützen, starten die ostfriesischen Verkehrswachten gemeinsam mit der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse ein neues Präventionsprojekt. Insgesamt 1.500 reflektierende Fahrradhelmabdeckungen, sogenannte „Helmmützen“, im Wert von rund 3.200 Euro werden kostenlos in ganz Ostfriesland verteilt.
Die auffälligen Abdeckungen bestehen aus leuchtendem und reflektierendem Material. Sie sollen dazu beitragen, dass Fahrradfahrer bei Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen von anderen Verkehrsteilnehmern früher wahrgenommen werden.
1.500 reflektierende Helmmützen für mehr Sicherheit
Immer wieder kommt es zu Fahrradunfällen, bei denen die Betroffenen Kopfverletzungen oder noch schwerere Verletzungen erleiden. Bei Verkehrsunfällen gehören Kopfverletzungen zu den besonders gravierenden Folgen. Deshalb sprechen sich die Verkehrswachten und die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse ausdrücklich dafür aus, beim Fahrradfahren einen Schutzhelm zu tragen.
Mit den reflektierenden Helmabdeckungen soll nun ein weiterer Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet werden.
„Hiermit starten wir ein neues Projekt“, erklärt Sascha Nowak, Gebietsbeauftragter der ostfriesischen Verkehrswachten. Gerade mit Blick auf die dunkle Jahreszeit werde man nicht müde, alle Verkehrsteilnehmenden auf das Prinzip „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ hinzuweisen.
Die zunächst 1.500 beschafften Helmmützen haben einen Gesamtwert von rund 3.200 Euro. Die Verkehrswachten wollen sie bei praxisnahen Aktionen, beispielsweise bei Fahrrad- und Pedelec-Trainings, kostenlos zur Verfügung stellen.
Ermöglicht wird die Verteilung in ganz Ostfriesland durch die finanzielle Unterstützung der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse.
Schutzhelme können schwere Kopfverletzungen reduzieren
Signe Foetzki, Pressesprecherin der Brandkasse, unterstreicht die Bedeutung eines geeigneten Schutzhelms. Ihr Appell richtet sich sowohl an Fahrradfahrer als auch an Fahrer von E‑Scootern.
Ein Helm könne einen Unfall zwar nicht verhindern, das Risiko schwerer Kopfverletzungen jedoch deutlich reduzieren. Beim Aufprall wirke er wie ein Airbag und könne bis zu zwei Drittel der Schlagenergie absorbieren.
Auch die Gestaltung der Helmabdeckungen spielte bei der Entscheidung für das Projekt eine wichtige Rolle. Das Angebot soll Menschen unterschiedlichen Alters erreichen. Dank eines flexiblen Gummizugs lassen sich die Abdeckungen an verschiedene Helmgrößen anpassen.
Damit sollen möglichst viele Fahrradfahrer von der zusätzlichen Sichtbarkeit profitieren können.
Verkehrswacht will Menschen aus der „nächtlichen Unsichtbarkeit“ holen
Hajo Reershemius, Vorsitzender der Norder Verkehrswacht, sieht das neue Projekt als konsequente Ergänzung der klassischen Präventionsarbeit.
Gefahren frühzeitig zu erkennen, Verkehrsteilnehmende zu sensibilisieren und mit einfachen, wirkungsvollen Maßnahmen für mehr Sicherheit zu sorgen – das seien zentrale Aufgaben der Verkehrswachten.
Zwar gibt es für Radfahrer in Deutschland keine allgemeine gesetzliche Helmtragepflicht und keine allgemeine Bekleidungsvorschrift, die reflektierende Kleidung vorschreibt. Dennoch wollen die Initiatoren dafür werben, die eigene Sicherheit durch sichtbare Kleidung und reflektierende Ausrüstung zu erhöhen.
Insbesondere bei Dunkelheit können Radfahrer für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer schwer erkennbar sein. Die reflektierenden Helmmützen sollen helfen, diese „nächtliche Unsichtbarkeit“ zu verringern.
Brandkasse unterstützt die Aktion: „Nu süchst Du mi!“
Die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse sagte ihre Unterstützung zu, nachdem die Verkehrswachten ihre Idee vorgestellt hatten.
Signe Foetzki macht zugleich deutlich, dass die 1.500 Helmabdeckungen den tatsächlichen Bedarf nicht vollständig decken können. Dennoch solle die Aktion ein positives Zeichen setzen und möglichst viele Menschen für das Thema sensibilisieren.
Die Botschaft der Brandkasse lautet: „Sicherheit durch Sichtbarkeit!“ Mit einem Augenzwinkern wird sie auf Plattdeutsch ergänzt: „Nu süchst Du mi!“
Der humorvolle Spruch bringt den Kern der Aktion auf den Punkt: Wer im Straßenverkehr rechtzeitig gesehen wird, kann dazu beitragen, gefährliche Situationen zu vermeiden.
Verkehrswachten appellieren an alle Verkehrsteilnehmer
Sascha Nowak richtet seinen Appell an sämtliche Verkehrsteilnehmenden. Gerade in der dunklen Jahreszeit könne leuchtende und optimal reflektierende Kleidung einen wichtigen Beitrag zur eigenen Sicherheit leisten.
Zwar sei der Trend zu mehr Sichtbarkeit zunehmend erkennbar, vielerorts seien jedoch weiterhin Menschen ohne leuchtende oder reflektierende Gegenstände im Straßenverkehr unterwegs.
Die Empfehlung der Verkehrswachten lautet deshalb: Möglichst einen gut sichtbaren Helm tragen, auf helle und reflektierende Kleidung achten und damit auch für andere Verkehrsteilnehmer ein Vorbild sein.
Die kostenlose Verteilung der Helmmützen bei Fahrrad- und Pedelec-Trainings soll diese Botschaft in ganz Ostfriesland unterstützen.
Ansprechpartner der Verkehrswachten in Ostfriesland
Interessierte können sich an die jeweiligen Ansprechpartner vor Ort wenden:
-
Aurich: info@verkehrswacht-aurich.de
-
Wittmund: info@verkehrswacht.wittmund.de
-
Norden: verkehrswacht-norden@ewe.net
Mit 1.500 kostenlosen, reflektierenden Fahrradhelmabdeckungen setzen die ostfriesischen Verkehrswachten und die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse ein Zeichen für mehr Sicherheit auf den Straßen. Gerade in der dunklen Jahreszeit gilt: Gute Sichtbarkeit und ein Schutzhelm können helfen, Unfallfolgen zu verringern.
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