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Zukunft der Arbeit: CDU Ostfriesland berät über Grundsicherung und Fachkräfte
Der Bezirksvorstand der CDU Ostfriesland mit dem Vorsitzenden Ulf Thiele MdL (5. v. r.) diskutierte mit Bernd Leiß (Jobcenter Emden, 6. v.r.) und Wolfgang Kottland (7. v. r.) über die Zukunft der Grundsicherung und neue Wege der beruflichen Validierung. Im Hintergrund die Präsentation zum Thema Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Foto: CDU Ostfriesland
Sozial- und Bildungssysteme im Wandel: Bezirksvorstand berät in Emden über Reformen am Arbeitsmarkt, neue Regeln beim Bürgergeld und Chancen für Fachkräfte ohne Berufsabschluss
EMDEN. Die aktuellen Entwicklungen und Reformen am Arbeitsmarkt standen im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Bezirksvorstandes der CDU Ostfriesland. Im Grand Café am Markt in Emden beriet das Gremium unter der Leitung des Bezirksvorsitzenden Ulf Thiele MdL über die Praxis der neuen Grundsicherung sowie über innovative Wege zur Feststellung beruflicher Kompetenzen. Als Experten für die Themenschwerpunkte begrüßte Thiele den Geschäftsführer des Jobcenters Emden, Bernd Leiß, sowie das Bezirksvorstandsmitglied Wolfgang Kottland.
Fokus Eingliederung: Die Reform der Grundsicherung in der Praxis
Bernd Leiß gab dem Vorstand einen detaillierten Einblick in die praktischen Auswirkungen des 13. SGB II-Änderungsgesetzes (Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität der Bürgergeld-Beratung und der Intensivierung der Arbeitsmarktintegration). In seinem Vortrag „Informationen und Austausch zur neuen Grundsicherung – Schwerpunkt: Eingliederung“ beleuchtete der Jobcenter-Chef die Neuregelungen des Bundesgesetzgebers zur Stärkung der Arbeitsvermittlung.
Dabei ging Leiß auf die angepassten Regeln bei Meldeversäumnissen und Pflichtverletzungen ein, die infolge des Urteils des Bundesverfassungsgerichts neu justiert wurden. Er unterstrich die Bedeutung eines kooperativen Ansatzes, stellte jedoch auch klar, dass bei anhaltender Verweigerungshaltung notwendige Konsequenzen bis hin zum vollständigen Wegfall des Regelbedarfs greifen können.
Gleichzeitig eröffne das Gesetz neue rechtliche Spielräume bei der Förderung, etwa durch eine vereinfachte Vergabe von Gutscheinen für Aktivierungs- und Eingliederungsmaßnahmen. „Das Ziel ist eine passgenauere und intensivere Unterstützung, um Menschen nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu物件integrations“, erklärte Leiß. Die lokalen Herausforderungen verdeutlichte er am Beispiel des Jobcenters Emden, das derzeit rund 3.500 erwerbsfähige Leistungsberechtigte betreut.
Berufliche Handlungsfähigkeit validieren: Neue Chancen ohne formalen Abschluss
Im zweiten Teil der Sitzung stellte Bezirksvorstandsmitglied Wolfgang Kottland, der für ein Institut für berufliche Qualifizierung tätig und im Verband Deutscher Privatschulverbände e.V. (VDP) aktiv ist, die Möglichkeiten des neuen Berufsbildungsvalidierungs- und ‑digitalisierungsgesetzes (BVaDiG) vor. Unter dem Titel „Validierung beruflicher Handlungsfähigkeit“ zeigte er auf, wie Menschen ohne formalen Berufsabschluss ihre langjährige Berufserfahrung offiziell anerkennen lassen können.
Das Gesetz ermöglicht seit Januar 2025 die Feststellung der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs – unabhängig davon, wie die Kenntnisse erworben wurden. „Dies ist ein wichtiger Schritt, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und Menschen neue berufliche Perspektiven zu eröffnen, deren Kompetenzen bisher im System unsichtbar waren“, betonte Kottland.
Das Validierungsverfahren basiert auf einzelnen Berufsbildpositionen und führt zu Zertifikaten über eine vollständige, überwiegende oder teilweise Vergleichbarkeit. Zur Reduzierung von Hürden verwies Kottland auf Finanzierungsmöglichkeiten über das Vermittlungsbudget der Bundesagentur für Arbeit und zeigte auf, dass auch die Erfahrungen aus dem Projekt ValiKom Transfer der IHK bereits positive Ergebnisse liefern.
Wichtige Impulse für die Zukunftsfähigkeit Ostfrieslands
Der CDU-Bezirksvorstand nutzte die Ausführungen für eine eingehende Diskussion mit den Gästen. Der Bezirksvorsitzende Ulf Thiele MdL fasste die Ergebnisse des Austauschs zusammen: „Die Modernisierung unserer Sozial- und Bildungssysteme ist entscheidend auch für die Zukunftsfähigkeit Ostfrieslands. Wir müssen alle Potenziale heben – sowohl durch eine aktivierende Arbeitsmarktpolitik als auch durch die Anerkennung informell erworbener Kompetenzen.“
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Bildungsinstitut Gesundheit am Klinikum Leer erneut rezertifiziert
(v.l.n.r.): Dr. Katrin Witzschel (Auditorin), Susanne Weiss (Schulleitung BIG), Imke Biel (Qualitätsmanagementbeauftragte und Pädagogin), Jeanette Janetschek (Fachbereichsleitung Pflege), Nicole Keil (Ausbildungskoordinatorin), André Münx (Auditor), Hanno Kronshagen (Fachbereichsleitung Physiotherapie), Nadira Pölking (Qualitätsmanagement), Peter Katzenberg (Fachbereichsleitung OTA/ATA).
Bildungsinstitut Gesundheit am Klinikum Leer erneut rezertifiziert
Leer/Ostfriesland, 22. September 2026. Das Bildungsinstitut Gesundheit (BIG) am Klinikum Leer hat erneut seine hohe Ausbildungsqualität unter Beweis gestellt. Im Rahmen eines zweitägigen Audits wurde das Bildungsinstitut erfolgreich nach der international anerkannten Norm DIN EN ISO 9001:2015 rezertifiziert. Gleichzeitig erhielt das BIG die Zulassung nach der AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung).
Ausbildungsqualität am Bildungsinstitut Gesundheit umfassend geprüft
Im Rahmen der jährlichen Begutachtung nahmen zwei Auditoren die Organisation und Dokumentation des Bildungsinstituts umfassend unter die Lupe. Im Mittelpunkt standen dabei die verschiedenen Ausbildungsgänge des BIG.
Geprüft wurden die Ausbildungen zum beziehungsweise zur Pflegefachmann/-frau, Physiotherapeuten/in, Operationstechnischen Assistenten/in (OTA) sowie Anästhesietechnischen Assistenten/in (ATA).
Zu den überprüften Bereichen gehörten unter anderem die Einhaltung der formalen Zugangsvoraussetzungen und die korrekte Führung der Klassenbücher. Darüber hinaus wurde kontrolliert, ob regelmäßige Evaluationen durchgeführt werden.
Auch die Zusammenarbeit des Bildungsinstituts mit den einzelnen Bereichen und seinen Kooperationspartnern war Bestandteil der Begutachtung.
Positives Ergebnis bestätigt Engagement des Teams
Für das BIG ist die erneute erfolgreiche Rezertifizierung eine Bestätigung der geleisteten Arbeit. Besonders erfreulich ist dabei, dass in diesem Jahr zwei neue Prüfer die Begutachtung durchgeführt haben.
„In diesem Jahr konnten wir die zwei neuen Prüfer von uns überzeugen, das freut uns sehr. Das positive Ergebnis bestätigt das Engagement des gesamten Teams“, sagt Schulleiterin Susanne Weiss.
Die erneute Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2015 und die Zulassung nach AZAV unterstreichen damit die qualitätsorientierte Organisation des Bildungsinstituts Gesundheit am Klinikum Leer.
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Kostenlose Schnupperstunde in Leer: Trommeln und Percussion am 30. September 2026
Trommeln und Percussion: Kostenlose Schnupperstunde in Leer
Leer – Wer schon immer einmal verschiedene Trommel- und Percussioninstrumente ausprobieren wollte, hat am Mittwoch, 30. September 2026, in Leer die Gelegenheit dazu. Die Gruppe „African Deichdrums“ lädt gemeinsam mit der Kreismusikschule Leer zu einer kostenlosen Schnupperstunde ein.
Die Veranstaltung findet im Gebäude „Alte Rentei“ der Kreismusikschule Leer, Am Schlosspark 22 in Leer, statt. Von 19.15 bis 20 Uhr können sich Interessierte an den Instrumenten ausprobieren und erste Erfahrungen im Bereich Trommeln und Percussion sammeln.
Das Angebot richtet sich an Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Teilnahme an der Schnupperstunde ist kostenlos. Interessierte werden gebeten, sich vorab per E‑Mail unter kreismusikschule@lkleer.de anzumelden.
Termin: Mittwoch, 30. September 2026
Zeit: 19.15 bis 20 Uhr
Ort: Alte Rentei der Kreismusikschule Leer, Am Schlosspark 22, Leer
Teilnehmer: Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene
Kosten: kostenlos
Anmeldung: kreismusikschule@lkleer.de

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Westoverledingen: Fehler auf Wahlschein zur Bürgermeister-Stichwahl – Briefwahl bleibt gültig
Fehlendes Kreuz auf Wahlschein sorgt für Irritation bei Briefwahl zur Stichwahl in Westoverledingen
Westoverledingen – Bei den Briefwahl-Unterlagen für die bevorstehende Bürgermeister-Stichwahl in Westoverledingen ist ein Fehler auf den Wahlscheinen festgestellt worden. Die Gemeinde weist darauf hin, dass das fehlende Kreuz keinen Einfluss auf die Gültigkeit der Briefwahl hat.
Der Wahlausschuss hatte am 15. September das Ergebnis der Kommunalwahl festgestellt. Gleichzeitig wurde entschieden, dass für die Wahl des Bürgermeisters am 27. September 2026 eine Stichwahl erforderlich ist.
Die Gemeinde bearbeitete daraufhin bereits am folgenden Tag alle bis dahin eingegangenen Briefwahlanträge für die Stichwahl. Insgesamt handelt es sich um rund 3.150 Anträge. Die Briefwahlunterlagen wurden am Donnerstag versandt, damit den Briefwählerinnen und Briefwählern ausreichend Zeit bleibt, die Unterlagen auszufüllen und wieder an die Gemeinde zurückzusenden.
Erst nach dem Versand wurde festgestellt, dass sich auf dem Wahlschein ein Fehler befindet. Fälschlicherweise wurde nicht das vorgesehene Feld für die Briefwahl angekreuzt. Stattdessen ist das darunterliegende Feld für die Berechtigung zur Wahl „in einem beliebigen Wahlbezirk des Wahlgebietes“ markiert.

Briefwahl bleibt gültig
Die Wahlleitung stellt ausdrücklich klar, dass Wahlbriefe nicht wegen des fehlenden Kreuzes aussortiert werden. Die Wahlbriefe werden unabhängig von dieser Kennzeichnung zugelassen und gewertet, sofern alle übrigen Voraussetzungen erfüllt sind.
Für die korrekte Durchführung der Briefwahl verweist die Wahlleitung insbesondere auf die den Unterlagen beigefügte „Anleitung zur Briefwahl“. Die Briefwähler müssen daher trotz des fehlerhaften Kreuzes nicht persönlich in einem Wahllokal erscheinen. Sie können ihre Stimme wie vorgesehen per Briefwahl abgeben.
Die Wahlleitung bittet für die entstandene Irritation um Entschuldigung.
Weitere Fragen zur Briefwahl oder zur Wahl allgemein können an die Gemeinde beziehungsweise die Wahlleitung gerichtet werden. Dafür steht insbesondere die E‑Mail-Adresse Briefwahl@westoverledingen.de zur Verfügung.
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