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„Zukunft Volks­wa­gen“: Emden bleibt Schlüs­sel­stand­ort für Elektromobilität

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Der Stand­ort Emden bleibt ein zen­tra­ler Bau­stein in Volks­wa­gens Stra­te­gie für die Elek­tro­mo­bi­li­tät. Mit der Pro­duk­ti­on des ID.7 (Limou­si­ne und Tou­rer) sowie des ID.4 nach dem Face­lift sichert sich das Werk lang­fris­tig eine Schlüs­sel­rol­le. Die­se Ent­schei­dung ist Teil der Ver­ein­ba­rung „Zukunft Volks­wa­gen“, die den Kon­zern fit für die Zukunft macht und gleich­zei­tig Arbeits­plät­ze in der neu­en Regi­on stärkt.

Eini­gung erzielt: Die Volks­wa­gen AG stellt sich stra­te­gisch und wett­be­werbs­fä­hig für die Zukunft auf

Die Volks­wa­gen AG, eines der welt­weit füh­ren­den Unter­neh­men der Auto­mo­bil­bran­che, hat nach inten­si­ven Ver­hand­lun­gen mit der IG Metall und dem Betriebs­rat eine zukunfts­wei­sen­de Ver­ein­ba­rung unter dem Titel „Zukunft Volks­wa­gen“ getrof­fen. Die umfas­sen­de Eini­gung ziel­ge­rich­tet dar­auf ab, die Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten, Kos­ten­struk­tu­ren und die tech­no­lo­gi­sche Aus­rich­tung des Kon­zerns neu zu gestal­ten, um lang­fris­tig wett­be­werbs­fä­hig zu blei­ben und als Vor­rei­ter nach­hal­ti­ger Mobi­li­tät welt­weit Maß­stä­be zu setzen.

Die zen­tra­len Ver­ein­ba­run­gen umfas­sen eine erheb­li­che Redu­zie­rung der Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten, eine Neu­aus­rich­tung der deut­schen Wer­ke, eine signi­fi­kan­te Kos­ten­sen­kung sowie eine sozi­al­ver­träg­li­che Beschäf­ti­gungs­si­che­rung. Die­se Maß­nah­men sol­len die Mar­ke Volks­wa­gen Pkw bis 2030 zur welt­weit tech­no­lo­gisch füh­ren­den Volu­men­mar­ke machen und die wirt­schaft­li­che Sta­bi­li­tät der Volks­wa­gen AG sichern.


Schlüs­sel­ver­ein­ba­run­gen der „Zukunft Volkswagen“-Strategie

1. Volks­wa­gen Pkw: Tech­no­lo­gi­scher Vor­rei­ter bis 2030

Das erklär­te Ziel der Eini­gung ist es, die Mar­ke Volks­wa­gen Pkw bis 2030 zum glo­bal tech­no­lo­gisch füh­ren­den Volu­men­her­stel­ler zu ent­wi­ckeln. Die­ser Anspruch erstreckt sich auf inno­va­ti­ve Antrie­be, moderns­te Pro­duk­ti­ons­me­tho­den und eine umfas­sen­de Digi­ta­li­sie­rung ent­lang der gesam­ten Wertschöpfungskette.

Um die­ses Ziel zu errei­chen, wer­den umfang­rei­che Inves­ti­tio­nen in For­schung und Ent­wick­lung sowie in die Moder­ni­sie­rung der Wer­ke getä­tigt. Gleich­zei­tig schafft die Ver­ein­ba­rung die wirt­schaft­li­chen Vor­aus­set­zun­gen, um wett­be­werbs­fä­hig zu blei­ben und nach­hal­ti­ges Wachs­tum zu gewährleisten.


2. Kos­ten­op­ti­mie­rung: Mehr als 15 Mil­li­ar­den Euro pro Jahr

Ein zen­tra­ler Bestand­teil der Ver­ein­ba­rung ist die nach­hal­ti­ge Sen­kung der Kos­ten. Bis 2030 sol­len mehr als 15 Mil­li­ar­den Euro pro Jahr ein­ge­spart wer­den. Die größ­ten High­lights kom­men aus den Bereichen:

  • Arbeits­kos­ten: Eine jähr­li­che Redu­zie­rung um 1,5 Mil­li­ar­den Euro.
  • Struk­tu­rel­le Maß­nah­men: Redu­zie­rung von Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten und Opti­mie­rung der Werksauslastung.
  • Effi­zi­enz­stei­ge­run­gen: wich­tig bei Ent­wick­lungs- und Produktionskosten.

Die­se Maß­nah­men ermög­li­chen eine wett­be­werbs­fä­hi­ge Kos­ten­struk­tur und sichern gleich­zei­tig die Zukunft der deut­schen Produktionsstandorte.


3. Kapa­zi­täts­an­pas­sun­gen: 734.000 Ein­hei­ten weniger

Die tech­ni­schen Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten der deut­schen Wer­ke wer­den um 734.000 Ein­hei­ten redu­ziert. Die­ser Schritt ist eine Reak­ti­on auf den rück­läu­fi­gen Auto­mo­bil­markt in Euro­pa und den wach­sen­den inter­na­tio­na­len Wett­be­werb. Die Anpas­sung schafft Spiel­raum für Inves­ti­tio­nen in neue Tech­no­lo­gien und Produkte.


4. Sozi­al­ver­träg­li­cher Stel­len­ab­bau und Beschäftigungssicherung

Die Ver­ein­ba­rung sieht einen sozi­al­ver­träg­li­chen Abbau von mehr als 35.000 Stel­len bis 2030 an den deut­schen Stand­or­ten vor. Im Gegen­zug wur­de eine ver­län­ger­te Beschäf­ti­gungs­si­che­rung für die ver­blei­ben­de Beleg­schaft bis Ende 2030 ver­ein­bart. Die­se Maß­nah­men wer­den durch frei­wil­li­ge Pro­gram­me, Vor­ru­he­stands­re­ge­lun­gen und natür­li­che Fluk­tua­ti­on umge­setzt, um Här­ten für die Mit­ar­bei­ten­den zu vermeiden.


Werks­spe­zi­fi­sche Maß­nah­men: Neu­aus­rich­tung der deut­schen Standorte

Wolfs­burg

  • Pro­duk­ti­on:
    • Wolfs­burg wird durch die Pro­duk­ti­on von ID.3 und CUPRA gebo­ren für die Zukunft gestärkt.
    • Die Golf-Pro­duk­ti­on wird ab 2027 nach Pue­bla, Mexi­ko, ver­legt, wodurch die Kapa­zi­tä­ten in Wolfs­burg auf zwei Mon­ta­ge­li­ni­en kon­zen­triert werden.
    • Zukünf­ti­ge Model­le wie der elek­tri­sche Golf und ein wei­te­res Elek­tro­fahr­zeug auf der SSP-Platt­form sichern den Stand­ort langfristig.
  • Tech­ni­sche Entwicklung:
    • Bis 2030 wer­den rund 4.000 Stel­len abge­baut. Gleich­zei­tig wird die Tech­ni­sche Ent­wick­lung neu struk­tu­riert, um effi­zi­en­ter zu arbei­ten und die Inno­va­ti­ons­kraft zu stärken.

Emden

  • Der Stand­ort Emden bleibt wich­ti­ger Pro­duk­ti­ons­stand­ort für die Model­le ID.7 (Limou­si­ne und Tou­rer) sowie den ID.4.

Osna­brück

  • Die Fer­ti­gung des T‑Roc Cabrio wird bis 2027 fort­ge­führt. Anschlie­ßend wird der Stand­ort für neue Nut­zun­gen geprüft.

Zwi­ckau

  • Zwi­ckau bleibt Pro­duk­ti­ons­stand­ort für den Audi Q4 e‑tron und des­sen Sportback-Version.
  • Ab 2027 wird die Fahr­zeug­pro­duk­ti­on auf eine Linie redu­ziert. Zudem wird der Stand­ort um Geschäfts­fel­der im Bereich „Cir­cu­lar Eco­no­my“ erweitert.

Dres­den

  • Die Fahr­zeug­fer­ti­gung in der Glä­ser­nen Manu­fak­tur wird Ende 2025 ein­ge­stellt. Alter­na­ti­ven, ein­schließ­lich Koope­ra­tio­nen mit Drit­ten, wer­den geprüft.

Volks­wa­gen Nutz­fahr­zeu­ge: Fokus auf Zukunftsprodukte

Das Werk Han­no­ver bleibt der zen­tra­le Stand­ort für den ID.Buzz und den Mul­ti­van. Par­al­lel wer­den Maß­nah­men zur Redu­zie­rung der Fabrik­kos­ten umge­setzt, um Mit­tel für zukünf­ti­ge Inves­ti­tio­nen in elek­tri­sche und nach­hal­ti­ge Mobi­li­täts­lö­sun­gen freizusetzen.


Volks­wa­gen Group Com­pon­ents: Effi­zi­enz und Skaleneffekte

Die Kom­po­nen­ten­wer­ke der Volks­wa­gen AG in Kas­sel, Braun­schweig, Salz­git­ter, Han­no­ver, Wolfs­burg und Chem­nitz wer­den eben­falls neu ausgerichtet:

  • Ziel ist eine Effi­zi­enz­stei­ge­rung von bis zu 3 Mil­li­ar­den Euro bis 2030.
  • Die Arbeits­kos­ten sol­len um 500 Mil­lio­nen Euro jähr­lich gesenkt werden.
  • Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten wer­den durch fle­xi­ble­re Arbeits­zeit­mo­del­le an die Nach­fra­ge angepasst.

der Ver­ant­wort­li­chen

  • Oli­ver Blu­me, Vor­stands­vor­sit­zen­der Volks­wa­gen AG:

    „Die­se Eini­gung ist ein Mei­len­stein für die Zukunft von Volks­wa­gen. Wir sichern unse­re Wett­be­werbs­fä­hig­keit und zei­gen unser kla­res Bekennt­nis zum Stand­ort Deutschland.“

  • Gun­nar Kili­an, Konzernpersonalvorstand:

    „Es war unser Ziel, eine nach­hal­ti­ge und zukunfts­ori­en­tier­te Ver­ein­ba­rung zu schaf­fen, die sowohl den wirt­schaft­li­chen Anfor­de­run­gen als auch den Bedürf­nis­sen der Beleg­schaft gerecht wird.“

  • Tho­mas Schä­fer, CEO der Mar­ke Volks­wa­gen Pkw:

    „Die beschlos­se­nen Maß­nah­men sind die Basis, um Volks­wa­gen bis 2030 zum füh­ren­den Volu­men­her­stel­ler zu machen.“


 

Mit der Ver­ein­ba­rung „Zukunft Volks­wa­gen“ hat die Volks­wa­gen AG eine kla­re Stra­te­gie für die kom­men­den Jah­re for­mu­liert. Sie setzt auf Kos­ten­op­ti­mie­rung, tech­no­lo­gi­sche Inno­va­ti­on und eine sozi­al­ver­träg­li­che Umset­zung von Kapa­zi­täts- und Stel­len­an­pas­sun­gen. Die Maß­nah­men stär­ken nicht nur die Mar­ke Volks­wa­gen Pkw, son­dern sichern auch die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des gesam­ten Kon­zerns und die Zukunft der Stand­or­te in Deutschland.


 

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Neue Hand­lungs­hil­fe für rechts­si­che­re ver­kaufs­of­fe­ne Sonn­ta­ge in Niedersachsen

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Sonn­tags­öff­nung ohne Risi­ko: Land ver­öf­fent­licht neu­en Leit­fa­den für Kommunen 

HANNOVER / REGION – Ein ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag ist für vie­le Städ­te und Gemein­den ein High­light, oft ver­bun­den mit Märk­ten oder Fes­ten. Doch in der Ver­gan­gen­heit ende­ten kom­mu­na­le Pla­nun­gen nicht sel­ten vor Gericht. Um Kom­mu­nen und dem Ein­zel­han­del künf­tig mehr Pla­nungs- und Rechts­si­cher­heit zu geben, hat das nie­der­säch­si­sche Sozi­al­mi­nis­te­ri­um nun eine detail­lier­te Hand­lungs­hil­fe veröffentlicht.

Hin­ter­grund der Initia­ti­ve sind zahl­rei­che Kla­gen gegen kom­mu­na­le Fest­set­zun­gen von ver­kaufs­of­fe­nen Sonn­ta­gen. In der Fol­ge muss­ten geplan­te Öff­nun­gen teils extrem kurz­fris­tig abge­sagt wer­den, was für Händ­ler und Orga­ni­sa­to­ren erheb­li­che wirt­schaft­li­che Schä­den bedeu­te­te. Der neue Leit­fa­den stellt nun aus­führ­lich dar, unter wel­chen stren­gen recht­li­chen Bedin­gun­gen Ver­kaufs­stel­len an Sonn- und Fei­er­ta­gen öff­nen dür­fen, um sol­che Sze­na­ri­en zu verhindern.

Balan­ce zwi­schen Han­del und Arbeitnehmerschutz

Nie­der­sach­sens Staats­se­kre­tä­rin für Sozia­les, Arbeit, Gesund­heit und Gleich­stel­lung, Dr. Chris­ti­ne Arbo­gast, betont die Bedeu­tung kla­rer Regeln: „Die Laden­öff­nungs­zei­ten an Sonn- und Fei­er­ta­gen sind in Nie­der­sach­sen klar durch das Nie­der­säch­si­sche Gesetz über Laden­öff­nungs- und Ver­kaufs­zei­ten gere­gelt.“ Einer­seits bie­te es dem Ein­zel­han­del die Mög­lich­keit, sich kun­den- und markt­ori­en­tiert auf­zu­stel­len, ande­rer­seits müss­ten die Rech­te der Beschäf­tig­ten durch Ein­schrän­kun­gen an Sonn- und Fei­er­ta­gen geschützt werden.

„Mit der nun ver­öf­fent­lich­ten Hand­lungs­hil­fe möch­ten wir genau die­ses Bewusst­sein flä­chen­de­ckend schär­fen und den Kom­mu­nen eine ver­läss­li­che Grund­la­ge für ihre Pla­nun­gen geben“, so Arbo­gast weiter.

Wer pro­fi­tiert von dem Leitfaden?

Der Leit­fa­den rich­tet sich in ers­ter Linie an:

  • Gewer­be- und Ord­nungs­äm­ter der Kommunen

  • Antrag­stel­ler von Sonn­tags­öff­nun­gen (z. B. Stand­ort- und Werbegemeinschaften)

  • Han­dels- und Gewerbevereine

  • Ein­zel­ne Handelsbetriebe

Ziel ist es, Anträ­ge von vorn­her­ein rechts­si­cher zu gestal­ten und den büro­kra­ti­schen Pro­zess zu ver­ein­fa­chen. Eine voll­stän­di­ge Ver­si­on der Hand­lungs­hil­fe steht ab sofort auf der Web­site des nie­der­säch­si­schen Sozi­al­mi­nis­te­ri­ums zum Down­load bereit.

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Papen­burg erhält Anschluss an das bun­des­wei­te Wasserstoff-Kernnetz

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BU: V. l. n. r.: Hart­mut Moor­kamp (Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter), Hel­mut Wil­kens (Bür­ger­meis­ter der Samt­ge­mein­de Lathen), Marc-André Burg­dorf (Land­rat des Land­krei­ses Ems­land), Her­mann Wocken (Bür­ger­meis­ter der Samt­ge­mein­de Dör­pen) und Chris­ti­an Str­entzsch (Lei­ter des Geschäfts­be­rei­ches Stadt­ent­wick­lung – Stadt Papen­burg) freu­en sich über die Anbin­dung des Land­krei­ses an das Was­ser­stoff-Kern­netz. Bild­quel­le: Stadt Papenburg

Papen­burg erhält Anschluss an das Wasserstoff-Kernnetz

Die Stadt Papen­burg wird an das ent­ste­hen­de Was­ser­stoff-Kern­netz ange­bun­den. Damit erhält der Wirt­schafts­stand­ort direk­ten Zugang zu einer zen­tra­len Infra­struk­tur der Ener­gie­wen­de. Der Land­kreis Ems­land treibt gemein­sam mit Part­nern den Auf­bau der Was­ser­stoff­trans­port­lei­tung „Nord­see-Ruhr-Link III“ vor­an. Zu den Part­nern gehö­ren ins­be­son­de­re der Fern­lei­tungs­netz­be­trei­ber Open Grid Euro­pe (OGE) sowie das Land Nie­der­sach­sen. Ent­lang der Lei­tung ent­ste­hen meh­re­re Anschluss­stel­len. Eine davon ist in Papen­burg vorgesehen.

Die geplan­te Infra­struk­tur ermög­licht es, Was­ser­stoff von der Nord­see­küs­te in Rich­tung Ruhr­ge­biet zu trans­por­tie­ren. Über soge­nann­te Abzwei­ge kön­nen Städ­te und Unter­neh­men ent­lang der Stre­cke direkt an das Netz ange­schlos­sen wer­den. Für Papen­burg eröff­net sich damit die Per­spek­ti­ve, künf­tig kli­ma­freund­li­chen Was­ser­stoff als Ener­gie­trä­ger zu nutzen.

Mit dem Anschluss ver­bes­sert Papen­burg sei­ne Vor­aus­set­zun­gen für neue Inves­ti­tio­nen und inno­va­ti­ve Tech­no­lo­gien. Beson­ders ener­gie­in­ten­si­ve Bran­chen kön­nen künf­tig von der Nut­zung von Was­ser­stoff pro­fi­tie­ren. Gleich­zei­tig stärkt die Infra­struk­tur die Rol­le des Ems­lands als wich­ti­gen Stand­ort der Was­ser­stoff­wirt­schaft in Deutschland.

Der Auf­bau des Was­ser­stoff-Kern­net­zes gilt als zen­tra­le Vor­aus­set­zung für die kli­ma­neu­tra­le Trans­for­ma­ti­on von Indus­trie und Wirt­schaft. Mit der geplan­ten Anbin­dung posi­tio­niert sich Papen­burg früh­zei­tig in die­sem Zukunftsmarkt.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu dem Pro­jekt fin­den sich auf der Web­sei­te des Land­krei­ses Ems­land:
https://www.emsland.de/buerger-behoerde/aktuell/pressemitteilungen/wirtschaftsfaktor-wasserstoff-landkreis-nimmt-vorreiterrolle.html

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Gesetz­li­che Prüf­pflicht für pri­va­te Brü­cken und Ingenieurbauwerke

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Sicher­heit von Inge­nieur­bau­wer­ken: Pri­va­te Eigen­tü­mer unter­lie­gen stren­ger Prüfpflicht

Wer eine Brü­cke oder eine Stütz­wand auf sei­nem Grund­stück besitzt, trägt eine hohe Ver­ant­wor­tung. Die Gemein­de Wes­t­ov­er­le­din­gen weist aktu­ell dar­auf hin, dass für sol­che pri­va­ten Inge­nieur­bau­wer­ke, die an den öffent­li­chen Raum angren­zen, eine gesetz­li­che Sorg­falts­pflicht zur Über­wa­chung der Stand­si­cher­heit besteht.

Grund­la­ge für die­se Ver­pflich­tung ist die im Janu­ar 2026 neu gefass­te Norm DIN 1076. Die­se regelt detail­liert, wie Bau­wer­ke über­wacht wer­den müs­sen, um die Ver­kehrs­si­cher­heit und Dau­er­haf­tig­keit zu gewähr­leis­ten. Die Gemein­de wur­de durch ein Fach­bü­ro aus Apen, wel­ches aktu­ell Bau­pro­jek­te in der Regi­on betreut, expli­zit auf die Rele­vanz die­ser Prüf­pflicht auf­merk­sam gemacht.

Wann besteht eine Prüfpflicht?

Die Pflicht zur regel­mä­ßi­gen Über­wa­chung greift immer dann, wenn das Bau­werk einen funk­tio­na­len Über­gang zum öffent­li­chen Raum dar­stellt und nicht durch Bar­rie­ren wie Tore gegen Fremd­nut­zung gesi­chert ist. Betrof­fen sind insbesondere:

  • Brü­cken: Mit einer lich­ten Wei­te von über 2 Metern.

  • Stütz­wän­de: Ab einer Höhen­dif­fe­renz von 1,50 Metern.

Da ein Ver­sa­gen sol­cher Kon­struk­tio­nen unmit­tel­bar Men­schen­le­ben bedro­hen oder die Sicher­heit angren­zen­der Ver­kehrs­flä­chen mas­siv beein­träch­ti­gen kann, ist die Ein­hal­tung der Inter­val­le zwin­gend erforderlich.

Die Prüf­in­ter­val­le nach der neu­en Norm

Die DIN 1076 schreibt für Eigen­tü­mer einen fes­ten Rhyth­mus vor, um Schä­den recht­zei­tig zu erken­nen und hohe Instand­set­zungs­kos­ten zu vermeiden:

  1. Haupt­prü­fung (alle 6 Jah­re): Eine umfas­sen­de Unter­su­chung durch einen erfah­re­nen und sach­kun­di­gen Inge­nieur vor Ort. Dabei wer­den sta­ti­sche und kon­struk­ti­ve Ver­hält­nis­se sowie die Mate­ria­li­en fach­ge­recht beurteilt.

  2. Ein­fa­che Prü­fung (alle 3 Jah­re): Die­se fin­det jeweils drei Jah­re nach einer Haupt­prü­fung statt und muss eben­falls durch einen qua­li­fi­zier­ten Inge­nieur durch­ge­führt werden.

  3. Jähr­li­che Besich­ti­gung: Zwi­schen den Inge­nieur­prü­fun­gen ist eine jähr­li­che Sicht­prü­fung vor­ge­schrie­ben. Die­se dient dem Auf­fin­den offen­sicht­li­cher Män­gel und kann vom Eigen­tü­mer selbst oder einer ein­ge­wie­se­nen sach­kun­di­gen Per­son durch­ge­führt werden.

Doku­men­ta­ti­on im Bauwerksbuch

Sämt­li­che Ergeb­nis­se, Berich­te und Pro­to­kol­le die­ser Prü­fun­gen müs­sen dau­er­haft im soge­nann­ten Bau­werks­buch vor­ge­hal­ten wer­den. Dies dient im Scha­dens­fall auch als Nach­weis über die Erfül­lung der gesetz­li­chen Sorgfaltspflicht.

Durch die regel­mä­ßi­ge Kon­trol­le wird sicher­ge­stellt, dass Män­gel bewer­tet wer­den, bevor die Ver­kehrs­si­cher­heit gefähr­det ist. Pri­va­te Eigen­tü­mer soll­ten daher prü­fen, ob ihre Bau­wer­ke unter die­se Rege­lung fal­len, um recht­li­che Kon­se­quen­zen zu vermeiden.

Bei­trags­bild: KI — Symbolfoto

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Fir­men­events pla­nen in Ost­fries­land und Ems­land: Wich­ti­ge Tipps und krea­ti­ve Ideen Ein gelun­ge­nes Fir­men­event kann die Mar­ken­be­kannt­heit stei­gern, Kun­den bin­den und...

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Mar­ke­ting: Geschäfts­er­öff­nung: So wird Ihr Event zum unver­gess­li­chen Erlebnis!

Per­fek­te Pla­nung für Ihre Geschäfts­er­öff­nung, Fir­mener­wei­te­rung oder Ihr Firmenjubiläum Eine erfolg­rei­che Geschäfts­er­öff­nung, eine Erwei­te­rung oder ein Fir­men­ju­bi­lä­um sind idea­le Anläs­se,...

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His­to­ri­sche Spu­ren­su­che bei Kri­mi­füh­rung am Muse­ums­ha­fen Leer

Mör­der­jagd im his­to­ri­schen Leer: Kri­mi­füh­rung „Mord am Hafen“ Wer ermor­de­te den Ehe­mann der Wit­we Gesche Mein­ders? Tau­chen Sie ein in das...

Veranstaltung

Lions Musik­preis: Jun­ge Kla­vier­ta­len­te in der Even­burg Leer

Kla­vier­kunst in der Even­burg: Lions Musik­preis sucht Publikumsliebling Der Lions Musik­preis kehrt zurück und stellt in die­sem Jahr ein beson­ders...

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Gar­ten­Ta­geN­ord 2026 laden zur Sai­son­er­oeff­nung nach Wues­t­ing ein

Bei­trags­bild: Gar­ten­Ta­geN­ord — Hol­ler Land­stra­ße 2 — 27798 Hude/Wüsting   Gar­ten­Ta­geN­ord 2026: Inspi­ra­tio­nen für die Grü­ne Oase in Wüsting  ...

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Par­ty-Duo „Die Fid­gets“ sorgt für Stim­mung in Niedersachsen

Die Fid­gets: Par­ty-Power aus Han­no­ver erobert Niedersachsen Leer/Hannover – Wenn in Nie­der­sach­sens Par­ty­hoch­bur­gen die Stim­mung ihren Höhe­punkt erreicht, ste­cken oft...

Veranstaltung

Digi­ta­ler Schutz: VHS Leer klärt über Online-Betrug auf

Sicher im Netz: VHS Leer klärt über Online-Betrug auf Die Digi­ta­li­sie­rung bie­tet unzäh­li­ge Mög­lich­kei­ten, birgt jedoch auch wach­sen­de Gefah­ren. Betrü­ge­ri­sche...

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Knei­pen­fes­ti­val Leer Live: DJ-Beats und Saxo­fon im 360 Grad

DJ Casa & Tobi­as Leon Hacker: Ein ein­ge­spiel­tes Team In der Müh­len­stra­ße 36–38 erwar­tet die Besu­cher von 21:00 bis 24:00 Uhr...

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The Air­let­tes prä­sen­tie­ren Swing-Inter­pre­ta­tio­nen der Neun­zi­ger­jah­re in Leer

Kon­zert­ab­sa­ge „The Air­let­tes“ im Spar­kas­sen­Fo­rum Leer Leer, 1. März 2026 – Das für Mitt­woch, den 4. März 2026, im Spar­kas­sen­Fo­rum Leer...

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Balls­ha­ker brin­gen die AC/DC Expe­ri­ence zum Knei­pen­fes­ti­val Leer Live!

Das Knei­pen­fes­ti­val „Leer Live!“ ver­wan­delt die Innen­stadt am 7. März 2026 erneut in eine musi­ka­li­sche Erleb­nis­mei­le mit ins­ge­samt 12 Kon­zer­ten...

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Rock-For­ma­ti­on Accu­ra­cy gas­tiert beim Knei­pen­fes­ti­val Leer Live im Celona

Leer Live! 2026: Rock-Power im Celo­na – „Accu­ra­cy“ ver­spricht 100 % schla­ger­freie Zone Die Leera­ner Innen­stadt ver­wan­delt sich am 7. März...

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Acht Auto­häu­ser prä­sen­tie­ren Trends auf der Leera­ner Auto­schau 2026

Acht Auto­häu­ser, ein Ziel: Die Leera­ner Auto­schau 2026 lädt zum Ent­de­cken ein Am Sonn­tag, den 1. März 2026, ver­wan­delt sich Leer...