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„Zukunft Volkswagen“: Emden bleibt Schlüsselstandort für Elektromobilität
Der Standort Emden bleibt ein zentraler Baustein in Volkswagens Strategie für die Elektromobilität. Mit der Produktion des ID.7 (Limousine und Tourer) sowie des ID.4 nach dem Facelift sichert sich das Werk langfristig eine Schlüsselrolle. Diese Entscheidung ist Teil der Vereinbarung „Zukunft Volkswagen“, die den Konzern fit für die Zukunft macht und gleichzeitig Arbeitsplätze in der neuen Region stärkt.
Einigung erzielt: Die Volkswagen AG stellt sich strategisch und wettbewerbsfähig für die Zukunft auf
Die Volkswagen AG, eines der weltweit führenden Unternehmen der Automobilbranche, hat nach intensiven Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat eine zukunftsweisende Vereinbarung unter dem Titel „Zukunft Volkswagen“ getroffen. Die umfassende Einigung zielgerichtet darauf ab, die Produktionskapazitäten, Kostenstrukturen und die technologische Ausrichtung des Konzerns neu zu gestalten, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben und als Vorreiter nachhaltiger Mobilität weltweit Maßstäbe zu setzen.
Die zentralen Vereinbarungen umfassen eine erhebliche Reduzierung der Produktionskapazitäten, eine Neuausrichtung der deutschen Werke, eine signifikante Kostensenkung sowie eine sozialverträgliche Beschäftigungssicherung. Diese Maßnahmen sollen die Marke Volkswagen Pkw bis 2030 zur weltweit technologisch führenden Volumenmarke machen und die wirtschaftliche Stabilität der Volkswagen AG sichern.
Schlüsselvereinbarungen der „Zukunft Volkswagen“-Strategie
1. Volkswagen Pkw: Technologischer Vorreiter bis 2030
Das erklärte Ziel der Einigung ist es, die Marke Volkswagen Pkw bis 2030 zum global technologisch führenden Volumenhersteller zu entwickeln. Dieser Anspruch erstreckt sich auf innovative Antriebe, modernste Produktionsmethoden und eine umfassende Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Um dieses Ziel zu erreichen, werden umfangreiche Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die Modernisierung der Werke getätigt. Gleichzeitig schafft die Vereinbarung die wirtschaftlichen Voraussetzungen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten.
2. Kostenoptimierung: Mehr als 15 Milliarden Euro pro Jahr
Ein zentraler Bestandteil der Vereinbarung ist die nachhaltige Senkung der Kosten. Bis 2030 sollen mehr als 15 Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden. Die größten Highlights kommen aus den Bereichen:
- Arbeitskosten: Eine jährliche Reduzierung um 1,5 Milliarden Euro.
- Strukturelle Maßnahmen: Reduzierung von Produktionskapazitäten und Optimierung der Werksauslastung.
- Effizienzsteigerungen: wichtig bei Entwicklungs- und Produktionskosten.
Diese Maßnahmen ermöglichen eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur und sichern gleichzeitig die Zukunft der deutschen Produktionsstandorte.
3. Kapazitätsanpassungen: 734.000 Einheiten weniger
Die technischen Produktionskapazitäten der deutschen Werke werden um 734.000 Einheiten reduziert. Dieser Schritt ist eine Reaktion auf den rückläufigen Automobilmarkt in Europa und den wachsenden internationalen Wettbewerb. Die Anpassung schafft Spielraum für Investitionen in neue Technologien und Produkte.
4. Sozialverträglicher Stellenabbau und Beschäftigungssicherung
Die Vereinbarung sieht einen sozialverträglichen Abbau von mehr als 35.000 Stellen bis 2030 an den deutschen Standorten vor. Im Gegenzug wurde eine verlängerte Beschäftigungssicherung für die verbleibende Belegschaft bis Ende 2030 vereinbart. Diese Maßnahmen werden durch freiwillige Programme, Vorruhestandsregelungen und natürliche Fluktuation umgesetzt, um Härten für die Mitarbeitenden zu vermeiden.
Werksspezifische Maßnahmen: Neuausrichtung der deutschen Standorte
Wolfsburg
- Produktion:
- Wolfsburg wird durch die Produktion von ID.3 und CUPRA geboren für die Zukunft gestärkt.
- Die Golf-Produktion wird ab 2027 nach Puebla, Mexiko, verlegt, wodurch die Kapazitäten in Wolfsburg auf zwei Montagelinien konzentriert werden.
- Zukünftige Modelle wie der elektrische Golf und ein weiteres Elektrofahrzeug auf der SSP-Plattform sichern den Standort langfristig.
- Technische Entwicklung:
- Bis 2030 werden rund 4.000 Stellen abgebaut. Gleichzeitig wird die Technische Entwicklung neu strukturiert, um effizienter zu arbeiten und die Innovationskraft zu stärken.
Emden
- Der Standort Emden bleibt wichtiger Produktionsstandort für die Modelle ID.7 (Limousine und Tourer) sowie den ID.4.
Osnabrück
- Die Fertigung des T‑Roc Cabrio wird bis 2027 fortgeführt. Anschließend wird der Standort für neue Nutzungen geprüft.
Zwickau
- Zwickau bleibt Produktionsstandort für den Audi Q4 e‑tron und dessen Sportback-Version.
- Ab 2027 wird die Fahrzeugproduktion auf eine Linie reduziert. Zudem wird der Standort um Geschäftsfelder im Bereich „Circular Economy“ erweitert.
Dresden
- Die Fahrzeugfertigung in der Gläsernen Manufaktur wird Ende 2025 eingestellt. Alternativen, einschließlich Kooperationen mit Dritten, werden geprüft.
Volkswagen Nutzfahrzeuge: Fokus auf Zukunftsprodukte
Das Werk Hannover bleibt der zentrale Standort für den ID.Buzz und den Multivan. Parallel werden Maßnahmen zur Reduzierung der Fabrikkosten umgesetzt, um Mittel für zukünftige Investitionen in elektrische und nachhaltige Mobilitätslösungen freizusetzen.
Volkswagen Group Components: Effizienz und Skaleneffekte
Die Komponentenwerke der Volkswagen AG in Kassel, Braunschweig, Salzgitter, Hannover, Wolfsburg und Chemnitz werden ebenfalls neu ausgerichtet:
- Ziel ist eine Effizienzsteigerung von bis zu 3 Milliarden Euro bis 2030.
- Die Arbeitskosten sollen um 500 Millionen Euro jährlich gesenkt werden.
- Produktionskapazitäten werden durch flexiblere Arbeitszeitmodelle an die Nachfrage angepasst.
der Verantwortlichen
-
Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender Volkswagen AG:
„Diese Einigung ist ein Meilenstein für die Zukunft von Volkswagen. Wir sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit und zeigen unser klares Bekenntnis zum Standort Deutschland.“
-
Gunnar Kilian, Konzernpersonalvorstand:
„Es war unser Ziel, eine nachhaltige und zukunftsorientierte Vereinbarung zu schaffen, die sowohl den wirtschaftlichen Anforderungen als auch den Bedürfnissen der Belegschaft gerecht wird.“
-
Thomas Schäfer, CEO der Marke Volkswagen Pkw:
„Die beschlossenen Maßnahmen sind die Basis, um Volkswagen bis 2030 zum führenden Volumenhersteller zu machen.“
Mit der Vereinbarung „Zukunft Volkswagen“ hat die Volkswagen AG eine klare Strategie für die kommenden Jahre formuliert. Sie setzt auf Kostenoptimierung, technologische Innovation und eine sozialverträgliche Umsetzung von Kapazitäts- und Stellenanpassungen. Die Maßnahmen stärken nicht nur die Marke Volkswagen Pkw, sondern sichern auch die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Konzerns und die Zukunft der Standorte in Deutschland.
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Wärmepumpen in Ostfriesland gefragt: Woortmann in Flachsmeer mit vollen Auftragsbüchern
Im Gespräch (von links): Nico Bloem, Friedhelm Wortmann, Prokurist Ubbo Höneke und Ernst-Ingo Lind. Bild: privat
Nachfrage nach Wärmepumpen steigt deutlich: Handwerksbetrieb Woortmann in Flachsmeer gut ausgelastet
Westoverledingen/Flachsmeer – Die Nachfrage nach Wärmepumpen zieht deutlich an. Immer mehr Menschen entscheiden sich beim Einbau einer neuen Heizung für diese Technologie. Das berichtete Friedhelm Wortmann, Chef des Handwerksbetriebs „Woortmann Heizung – Bäder – Elektro“ in Flachsmeer, beim Besuch des SPD-Landtagsabgeordneten Nico Bloem im Rahmen seiner Sommerreise. Begleitet wurde Bloem vom Kreistagsabgeordneten und SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Ernst-Ingo Lind.
„Wer sich eine neue Heizung anschafft, wählt jetzt immer häufiger die Wärmepumpe“, erklärte Friedhelm Wortmann. Sein 1990 gegründeter Betrieb ist im Raum Leer und Papenburg tätig und derzeit gut ausgelastet. Die Auftragsbücher sind voll, insgesamt 25 Männer und Frauen haben bei Woortmann einen Arbeitsplatz.
Heizung, Bäder und Elektro aus einer Hand
Ein Markenzeichen des Unternehmens ist das breite Angebot. „Wir bieten alles an. Wenn jemand ein Swimmingpool auf einem Schornstein haben möchte, dann machen wir das“, sagte Wortmann mit einem Augenzwinkern.
Auch mit der Ausbildungssituation zeigt sich der Firmenchef zufrieden. Derzeit beschäftigt der Betrieb drei Auszubildende. Dennoch sieht Wortmann Herausforderungen für das Handwerk und die gesamte Baubranche.
„Es wird zu viel gebremst. Wenn Unsicherheiten da sind, zögern die Kunden eben“, kritisierte der Unternehmer. Gerade bei Investitionen in neue Heizungen und Gebäudetechnik könnten unklare Rahmenbedingungen dazu führen, dass Entscheidungen hinausgezögert werden.

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Handwerk wünscht sich neuen Schwung beim Neubau
Wie viele Handwerksunternehmen in der Region hofft auch Friedhelm Wortmann darauf, dass der Neubausektor in Ostfriesland wieder stärker in Schwung kommt. Eine Belebung der Bautätigkeit würde nach seiner Einschätzung auch dem regionalen Handwerk zugutekommen.
Nico Bloem verwies in diesem Zusammenhang auf den Bauturbo und neue Bauordnungen, die das Bauen insgesamt erleichtern sollen. Ziel sei es, Hemmnisse abzubauen und Bauvorhaben schneller auf den Weg zu bringen.
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Bloem: „Es muss eine klare Linie in der Energiepolitik geben“
Der SPD-Landtagsabgeordnete bedankte sich bei Friedhelm Wortmann für den Einblick in den Betrieb und die offenen Worte. „Die kleinen und mittleren Handwerksunternehmen tragen unsere Wirtschaft und damit auch unsere Gesellschaft“, betonte Bloem.
Die Kritik des Unternehmers könne er gut nachvollziehen und teile diese ebenfalls. „Es darf keine Verunsicherungen geben. Es muss eine klare Linie in der Energiepolitik geben“, so der Landtagsabgeordnete.
Dazu gehöre seiner Meinung nach auch, dass die Anschaffung von Wärmepumpen weiterhin gefördert werden müsse. Gerade für Handwerksbetriebe seien verlässliche politische Rahmenbedingungen wichtig, damit Unternehmen und Kunden langfristig planen könnten.
Auch die Entwicklung des Betriebs Woortmann würdigte Bloem: „Woortmann hat sich über Jahre einen hervorragenden Ruf in der Region erarbeitet – und ich freue mich natürlich über jede Nachricht, dass der Laden läuft“, sagte der Landtagsabgeordnete.
Der Besuch machte deutlich, welche Themen das regionale Handwerk derzeit beschäftigen: eine steigende Nachfrage nach Wärmepumpen und moderner Heiztechnik, volle Auftragsbücher, Fachkräfte- und Ausbildungsfragen sowie der Wunsch nach verlässlichen Rahmenbedingungen und mehr Dynamik im Neubau.
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Jugendfeuerwehren in Folmhusen: Holterfehn gewinnt Jugendnachmittag
Die Sieger der Jugendfeuerwehr Holterfehn freuen sich über den ersten Platz beim Jugendnachmittag in Folmhusen. Foto: Jugendfeuerwehr Folmhusen
Jugendfeuerwehren zeigen Teamgeist und Einsatz in Folmhusen
Spannender Jugendnachmittag mit sieben Gruppen – Holterfehn sichert sich den ersten Platz
FOLMHUSEN. Teamarbeit, Geschicklichkeit und Schnelligkeit standen am Samstagnachmittag in Folmhusen im Mittelpunkt. Beim diesjährigen Jugendnachmittag der Jugendfeuerwehren traten insgesamt sieben Gruppen in einem gemeinsamen Wettbewerb gegeneinander an.
An verschiedenen Stationen mussten die Nachwuchsfeuerwehrleute unterschiedliche Aufgaben bewältigen. Dabei waren nicht nur Geschick und Schnelligkeit gefragt, sondern vor allem auch eine gute Zusammenarbeit innerhalb der Gruppen. Die Jugendlichen zeigten großen Einsatz und sorgten damit für einen abwechslungsreichen und spannenden Nachmittag.
Am Ende durfte sich die Jugendfeuerwehr Holterfehn über den Sieg freuen. Sie setzte sich gegen die Konkurrenz durch und belegte den ersten Platz. Rang zwei ging an die Jugendfeuerwehr Westrhauderfehn, gefolgt von Völlenerfehn auf dem dritten Platz.

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Die Platzierungen im Überblick
- Holterfehn
- Westrhauderfehn
- Völlenerfehn
- Völlenerkönigsfehn
- Flachsmeer 1
- Folmhusen
- Flachsmeer 2
Bei der anschließenden Siegerehrung wurden die Leistungen der Jugendlichen entsprechend gewürdigt. Die drei erstplatzierten Gruppen erhielten jeweils einen Pokal. Doch auch für alle anderen Teilnehmer gab es eine Belohnung: Jede teilnehmende Jugendfeuerwehr durfte sich über eine große Packung Haribo freuen.
Im Mittelpunkt des Jugendnachmittags stand jedoch nicht allein der Wettbewerb. Die Veranstaltung bot den Nachwuchsfeuerwehrleuten vor allem die Gelegenheit, Gemeinschaft, Teamgeist und Kameradschaft über die Grenzen der einzelnen Ortsfeuerwehren hinweg zu erleben.
Solche Veranstaltungen sind ein wichtiger Bestandteil der Jugendarbeit der Feuerwehr. Sie verbinden Spiel und Wettbewerb mit wichtigen Erfahrungen, die auch für den späteren Feuerwehrdienst von Bedeutung sind: gemeinsam anpacken, sich aufeinander verlassen und als Team Lösungen finden.
Quelle: Markus Bruns, Gemeindefeuerwehrpressewart, Freiwillige Feuerwehr Westoverledingen
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Ulf Thiele vermittelt 11,7 Millionen Euro Förderung: Neue Gewerbeflächen in Leer
Der Landtagsabgeordnete Ulf Thiele (CDU) hatte großen Anteil an der Erweiterung des Leeraner Gewerbegebietes Benzstraße. Gemeinsam mit Bürgermeister Claus-Peter Horst und zahlreichen Ehrengästen durchschnitt er das rote Band. Nach der Vermittlung einer Landesförderung konnte der moorige Boden ausgetauscht werden.
Foto: Jürgen Eden/Wahlkreisbüro Ulf Thiele
Neue Gewerbeflächen an der Benzstraße in Leer eröffnet – 11,7 Millionen Euro Förderung ermöglichen Erschließung
Leer. Nach langer Vorbereitung ist ein wichtiger Schritt für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Leer geschafft: Die rund 12,5 Hektar große Gewerbefläche an der Benzstraße direkt an der A31 ist offiziell eröffnet und freigegeben. Die neuen, verkehrsgünstig gelegenen Gewerbeflächen sollen Unternehmen Raum für Neuansiedlungen, Investitionen und Betriebserweiterungen bieten.
Die Erschließung des Areals war allerdings mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Der Untergrund besteht aus Moorboden, wodurch die Arbeiten besonders aufwendig und kostenintensiv wurden. Eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung spielte deshalb die Unterstützung des Landes Niedersachsen. Im Jahr 2022 wurde eine Förderung von rund 11,7 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) ermöglicht.
Eine wichtige Rolle bei der Vermittlung der Förderung spielte der CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele. Er hatte sich intensiv für die Entwicklung der Gewerbefläche eingesetzt und dabei insbesondere den Austausch zwischen der Stadt Leer und dem damals CDU-geführten niedersächsischen Wirtschaftsministerium unterstützt.
Thiele: „Wichtiger Schritt für die wirtschaftliche Zukunft Leers“
Bei der offiziellen Eröffnung machte Ulf Thiele deutlich, welche Bedeutung die neuen Gewerbeflächen für die Stadt haben.
„Eine wirtschaftlich starke Stadt braucht Platz für Unternehmen, die investieren, sich ansiedeln oder ihren bestehenden Betrieb erweitern wollen. Genau dieser Platz hat Leer über viele Jahre gefehlt. Deshalb ist es ein wichtiger Schritt für die wirtschaftliche Zukunft unserer Kreisstadt, dass die Stadt jetzt endlich wieder eigene Gewerbeflächen anbieten kann“, erklärte Thiele.
Ohne die öffentliche Förderung wäre die Erschließung nach seiner Einschätzung kaum zu wirtschaftlich vertretbaren Grundstückspreisen möglich gewesen. Die schwierigen Bodenverhältnisse hätten die Kosten erheblich in die Höhe getrieben.
In den Gesprächen mit der Stadt sei seinerzeit deutlich geworden, dass ohne entsprechende Unterstützung Grundstückspreise von etwa 200 Euro pro Quadratmeter hätten kalkuliert werden müssen. Ein solches Preisniveau sei zwar in Metropolregionen denkbar, für eine kleinere Stadt wie Leer jedoch kaum realisierbar.
Unterstützung durch Althusmann und Lindner
Vor dem Durchschneiden des roten Bandes erinnerte Ulf Thiele ausdrücklich an den damaligen niedersächsischen Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann sowie seinen damaligen Staatssekretär Dr. Berend Lindner.
„Bernd Althusmann hat die politische Unterstützung für das Vorhaben gegeben und damit eine entscheidende Voraussetzung für die Realisierung geschaffen. Und ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie intensiv Berend Lindner als Staatssekretär im Hintergrund daran mitgewirkt hat, die offenen Fragen zu klären und den Weg für einen erfolgreichen Förderantrag freizumachen. Dafür bin ich beiden bis heute sehr dankbar“, sagte Thiele.
Auch er selbst habe sich seinerzeit intensiv dafür eingesetzt, die Stadt Leer und das Wirtschaftsministerium zusammenzubringen.
„Mir war wichtig, dass aus dem lange bestehenden Bedarf endlich ein realisierbares Projekt wird“, so Thiele.
Er habe an verschiedenen Stellen die Gespräche unterstützt und dafür geworben, gemeinsam eine tragfähige Lösung für die schwierige Erschließung zu finden.
„Dass dies gelungen ist, zeigt, was möglich ist, wenn Kommune und Land gemeinsam an einem Strang ziehen“, betonte der Landtagsabgeordnete.
GRW-Förderung bringt auch Einschränkungen mit sich
Die Förderung des Landes hat allerdings nicht nur Vorteile. Durch die Förderbedingungen der GRW-Förderung gelten bestimmte Vorgaben für die Vermarktung der neuen Gewerbeflächen.
Die Grundstücke sollen vorrangig Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, die die entsprechenden GRW-Förderkriterien erfüllen. Das bedeutet gleichzeitig, dass bestimmte überwiegend regional tätige Gewerke und Branchen auf den neu erschlossenen Flächen nicht oder nur eingeschränkt berücksichtigt werden können.
Thiele bezeichnete dies als „Kehrseite“ der Förderung.
„Das ist die Kehrseite der Förderung, die die Erschließung dieses schwierigen Geländes wirtschaftlich überhaupt erst möglich gemacht hat. Gerade deshalb müssen wir bei der weiteren Gewerbeflächenentwicklung auch diejenigen heimischen Unternehmen im Blick behalten, die aufgrund der Förderbedingungen hier nicht zum Zuge kommen können“, erklärte er.
Weitere Gewerbeflächen an der Benzstraße bereits in Planung
Mit der Eröffnung der neuen Fläche soll die Gewerbeentwicklung in Leer jedoch nicht beendet sein. Im Gegenteil: Bereits eine weitere Erweiterung des Gewerbegebietes ist im Rahmen des Bebauungsplans Nr. 236 in Planung.
Thiele sieht deshalb einen direkten Zusammenhang zwischen dem jetzt fertiggestellten Abschnitt und der weiteren Entwicklung des Gewerbestandortes.
„Der heutige Tag ist für mich deshalb nicht der Schlusspunkt der Gewerbeflächenentwicklung an der Benzstraße. Mit der Erschließung des B‑Plans 205 wird zugleich eine wichtige infrastrukturelle Grundlage für die weitere Entwicklung dieses Gewerbestandortes geschaffen. Jetzt kommt es darauf an, diesen Weg konsequent fortzusetzen“, sagte Thiele.
Gerade bei der nächsten Erweiterung bestehe die Möglichkeit, Finanzierung und Vermarktung so zu gestalten, dass auch Unternehmen eine Perspektive bekommen, die aufgrund der GRW-Vorgaben im jetzt erschlossenen Abschnitt nicht oder nur eingeschränkt berücksichtigt werden können.
Heimische Unternehmen sollen ebenfalls wachsen können
Aus Sicht des Landtagsabgeordneten sollten insbesondere die bereits in Leer ansässigen Handwerks- und Gewerbebetriebe bei der weiteren Planung berücksichtigt werden.
„Gerade unsere heimischen Handwerks- und Gewerbebetriebe brauchen Erweiterungsmöglichkeiten. Wer seit vielen Jahren in Leer Arbeitsplätze schafft, junge Menschen ausbildet, investiert und Gewerbesteuer zahlt, muss auch die Chance bekommen, in Leer weiter zu wachsen“, erklärte Thiele.
Bei der nächsten Erweiterung müsse deshalb von Beginn an darauf geachtet werden, möglichst große Handlungsspielräume für diese Betriebe zu erhalten.
„Neue Ansiedlungen und Wachstum des heimischen Mittelstandes gehören zusammen“, so Thiele.
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Gewerbeflächen sind strategisch wichtig für den Wirtschaftsstandort Leer
Für die Stadt Leer hat die kontinuierliche Entwicklung neuer Gewerbeflächen eine strategische Bedeutung. Als Kreisstadt und wirtschaftliches Zentrum der Region müsse Leer dauerhaft über ein ausreichendes und möglichst vielfältiges Angebot an Gewerbegrundstücken verfügen.
Die neue Fläche an der Benzstraße bietet dabei einen besonderen Standortvorteil: Sie liegt verkehrsgünstig an der A31 und schafft damit attraktive Voraussetzungen für Unternehmen, die auf eine gute Verkehrsanbindung angewiesen sind.
Thiele sieht in der Landesförderung deshalb nicht nur einen Beitrag zur aktuellen Erschließung.
„Die Landesförderung hat nicht nur dazu beigetragen, dass wir heute diese neuen Gewerbeflächen eröffnen können. Mit der jetzt geschaffenen Erschließung entsteht zugleich eine wesentliche Grundlage für die weitere Entwicklung des Standortes. Diese Chance sollten wir nutzen“, erklärte er.
„Ein guter Tag für den Wirtschaftsstandort Leer“
Bei der offiziellen Eröffnung durchschnitten Ulf Thiele, Bürgermeister Claus-Peter Horst und zahlreiche weitere Ehrengäste gemeinsam das rote Band.
Für Thiele ist die Eröffnung zugleich ein persönlicher Abschluss eines langen politischen Einsatzes für das Projekt.
„Dass Leer endlich wieder eigene Gewerbeflächen anbieten und damit wirtschaftlich weiterwachsen kann, war mir von Anfang an ein großes Anliegen. Ich freue mich deshalb sehr über die heutige Eröffnung. Sie ist ein guter Tag für den Wirtschaftsstandort Leer – und zugleich der Auftrag, bei der weiteren Gewerbeflächenentwicklung jetzt konsequent den nächsten Schritt zu gehen“, so Thiele abschließend.
Damit steht der Stadt Leer nun ein rund 12,5 Hektar großes neues Gewerbeareal zur Verfügung. Die Erschließung des schwierigen Mooruntergrunds konnte dank der umfangreichen Landesförderung realisiert werden. Gleichzeitig soll die bereits geplante weitere Entwicklung des Gewerbestandortes dafür sorgen, dass künftig auch heimische Unternehmen ausreichend Möglichkeiten für Wachstum und Erweiterungen erhalten.
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