Blaulicht
Zweifacher Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Diebstahl einer Geldbombe weitere Meldungen
Zweifacher Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte
Emden — Am 07.08.2022 um 02:32 Uhr kommt es am Neuen Markt vor einer Diskothek zu einer Körperverletzung. Dabei schlägt eine 19-jährige Frau aus Emden einem 23-jährigen Mann aus Leer in das Gesicht. Aufgrund der Aggressivität der Frau soll diese dem polizeilichen Gewahrsam zugeführt werden. Während der Verbringung schlägt und tritt sie diverse Male nach den Beamten. Nachdem sich ihr Gemütszustand zwischenzeitlich wieder beruhigt hatte, kommt es auf der Dienststelle des Polizeikommissariats zu einer erneuten Widerstandshandlung, indem die Frau erneut nach den Beamten schlägt und tritt. Bei beiden Widerstandshandlungen werden die Beamten nicht verletzt. Die Frau hat sich nun in drei Strafverfahren zu verantworten.
Fahren unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln
Bunde — Am 06.08.20222 gegen 20:35 Uhr befuhr ein 25-jähriger Mann aus Weener mit einem Pkw die Ahornstraße in Bunde. Im Rahmen einer Kontrolle ergab ein Test eine Beeinflussung durch Amphetamin. Aus diesem Grund wurde eine Blutentnahme durchgeführt und dem Fahrzeugführer die Weiterfahrt untersagt. Weiterhin wurde ein Straf- und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen diesen eingeleitet.
Jemgum — Ebenfalls am 06.08.2022 kontrollierten Beamte gegen 20:50 Uhr in Soltborg einen 21-jährigen Mann aus Meppen auf einem Kleinkraftrad. Ein Test ergab eine Beeinflussung durch THC. Auch hier wurde eine Blutentnahme durchgeführt und dem Fahrzeugführer die Weiterfahrt untersagt. Ebenso wurde ein Straf- und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen diesen eingeleitet.
Verkehrsunfall infolge Trunkenheit
Emden — Am 07.08.2022 um 04:30 Uhr kam es in der Hauptstraße zu einem Verkehrsunfall. Eine 25-jährige Emderin befuhr mit ihrem Pkw die Hauptstraße in Richtung Twixlum und touchierte dabei zunächst einen am Seitenrand abgestellten Pkw. Dadurch verlor sie die Kontrolle über das Fahrzeug, kollidierte mit einem weiteren Pkw am Seitenrand und überschlug sich mit ihrem Pkw. Vor Ort wird durch die Beamten ein Atemalkoholgehalt von 1,83 Promille festgestellt. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt und ein Strafverfahren eingeleitet.

Schlemmerroute Ostfriesland / Augustfehn
Verkehrsunfallflucht
Leer — Am 05.08.2022 in der Zeit von 09:15 Uhr bis 19:00 Uhr kam es auf einem Parkplatz bei einem Verbrauchermarkt im Osseweg zu einer Verkehrsunfallflucht. Dabei wurde der Pkw durch die 22-jährige Geschädigte aus Wiesmoor ordnungsgemäß auf dem Parkplatz abgestellt. Als diese gegen 19:00 Uhr zu ihrem Pkw zurückkehrte wurde eine verkratzte und verbeulte Beifahrertür festgestellt. Zeugen, die Angaben zum Unfall tätigen können, werden gebeten sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
Verkehrsunfall — Pkw überschlägt sich
Bunde — Am 06.08.20222 um 18:03 Uhr befuhr ein 63-jähriger Mann aus Dänemark mit einem Pkw die A31 in Fahrtrichtung Emden. In Höhe des Parkplatzes Rheiderland kam dieser nach rechts von der Fahrbahn ab und fuhr auf die dort beginnende Außenschutzplanke auf. Dadurch hob das Fahrzeug ab und überschlug sich. Durch den Unfall wurden die vier Insassen leicht verletzt. Zur Unfallaufnahme musste die A31 zeitweise halbseitig gesperrt werden.
Fund eines Artilleriezünders
Leer — Am 06.08.2022 um 12:50 Uhr meldet ein 49-jähriger Leeraner den Fund einer Granate in der Cirksenastraße. Diese habe er bei Gartenarbeiten festgestellt. Nach Besichtigung des Objektes wird festgestellt, dass es sich um einen Artilleriezünder handelt. Dieser wird durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst entgegengenommen und fachgerecht entsorgt.
Diebstahl einer Geldbombe
Moormerland — Am 06.08.2022 in der Zeit zwischen 06:00 Uhr und 06:05 Uhr kommt es in der Dr.-von-Jhering-Straße in Höhe eines dortigen Bäckers zu einem Diebstahl. Durch einen Mitarbeiter der Bäckerei wird während des Entladens eine Geldbombe mit einem mittleren dreistelligen Betrag abgelegt. Diese wird durch eine bislang unbekannte Täterschaft entwendet. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
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Dreister Ladendiebstahl in Ostfriesland
Ostfriesland – Ladendiebstähle auf Rekordniveau: Einzelhandel warnt vor dramatischer Entwicklung
Der Einzelhandel in Deutschland – und damit auch in Ostfriesland – steht vor einer wachsenden Herausforderung: Ladendiebstähle nehmen zu, werden professioneller und verursachen Schäden in Milliardenhöhe. Ein aktueller Fall aus Norden zeigt, wie dreist Täter inzwischen vorgehen. Doch die Zahlen des Handelsverbands Deutschland (HDE) und die EHI‑Studie zu Inventurdifferenzen machen deutlich: Der Vorfall ist kein Einzelfall, sondern Teil einer besorgniserregenden Entwicklung.
Dreister Diebstahl im Aldi-Markt Norden
Am Samstagabend — 30.05.2026, gegen 19.35 Uhr, betraten vier Personen (2x weiblich, 2x männlich, 18–30 Jahre) den Aldi-Markt im Norder Tor. Während einer der Täter das Personal ablenkte, nutzten die anderen die Gelegenheit und füllten einen Einkaufswagen randvoll mit Lebensmitteln. Anschließend verließ die Gruppe den Markt, ohne zu bezahlen.
Eine aufmerksame Zeugin bemerkte den Vorgang, verfolgte die Täter und informierte die Polizei. Die Beamten konnten die Gruppe in unmittelbarer Nähe stellen. Der Schaden: rund 300 Euro. Ein Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.
Der Fall steht exemplarisch für eine Entwicklung, die längst nicht mehr nur Supermärkte betrifft. Modegeschäfte, Drogerien, Baumärkte, Elektronikmärkte – der gesamte Einzelhandel ist betroffen.
Zahlen und Fakten: Die Lage ist ernster, als viele glauben
Die aktuellen Daten des Handelsverbands Deutschland (HDE) zeichnen ein klares Bild.
Einfacher Ladendiebstahl – 357.651 Fälle im Jahr 2025
Der HDE meldet für 2025 insgesamt 357.651 Fälle von einfachem Ladendiebstahl. Das entspricht zwar einem Rückgang von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, doch Entwarnung gibt es nicht:
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Die Zahl bleibt extrem hoch.
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Die Dunkelziffer liegt bei über 90 Prozent.
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Viele Diebstähle werden nicht bemerkt, nicht gemeldet oder nicht verfolgt.
Damit dürfte die tatsächliche Zahl der Diebstähle in die Millionen gehen.
Schwerer Ladendiebstahl – 25.445 Fälle im Jahr 2025
Schwerer Ladendiebstahl liegt vor, wenn Täter:
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Waffen oder gefährliche Werkzeuge mitführen
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als Bande agieren
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gewaltsam vorgehen
Mit 25.445 Fällen bleibt diese Kategorie auf Rekordniveau. Nach dem Höchststand 2023 (27.452 Fälle) liegen auch die Werte für 2024 und 2025 im negativen Spitzenbereich.
Der HDE spricht von einer besorgniserregenden Entwicklung, die sich zunehmend professionalisiert.
Milliardenschäden: Die EHI‑Studie zeigt das ganze Ausmaß
Die EHI‑Studie zu Inventurdifferenzen im Einzelhandel liefert erschreckende Zahlen:
Inventurdifferenzen: 0,67 % des Nettoumsatzes
Ein Anstieg um rund 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Schäden durch Diebstähle: 2,82 Milliarden Euro
Verursacht durch Kundendiebstähle.
Schäden durch Mitarbeiter: 910 Millionen Euro
Schäden durch Lieferanten & Servicekräfte: 370 Millionen Euro
Investitionen in Sicherheit: 1,55 Milliarden Euro jährlich
Für:
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Kameras
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Sicherheitspersonal
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Warensicherung
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Präventionsmaßnahmen
Trotz dieser Investitionen steigen die Verluste weiter.
Warum die ehrlichen Kunden am Ende zahlen
Die steigenden Verluste haben direkte Folgen:
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höhere Preise
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weniger Personal
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mehr Sicherheitsmaßnahmen
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längere Wartezeiten
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sinkende Produktvielfalt
Der Handel betont: Die Kosten tragen am Ende die ehrlichen Kunden.
Ein gesellschaftliches Problem – nicht nur ein polizeiliches
Die Gründe für die Entwicklung sind vielfältig:
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steigende Lebenshaltungskosten
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sinkende Hemmschwellen
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organisierte Banden
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fehlendes Personal
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überlastete Justiz
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geringe Strafen
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hohe Dunkelziffer
Viele Händler berichten, dass Täter immer selbstbewusster auftreten – und dass selbst erwischte Diebe kaum Konsequenzen fürchten.
Der Einzelhandel steht unter Druck
Der Fall aus Norden ist nur ein Beispiel von vielen. Die Zahlen des HDE und die EHI‑Studie zeigen: Ladendiebstahl ist längst ein strukturelles Problem, das den Handel jährlich Milliarden kostet und die gesamte Branche belastet.
Während Täter immer dreister werden, wächst der Druck auf die Unternehmen – und damit auf die ehrlichen Kunden, die die Verluste über höhere Preise mittragen müssen.
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Weener — Feuerwehr setzt auf innovative Hochwasser-Abwehr
Neuer Hochwasserschutz: Feuerwehr-Führungskräfte der Kreisbereitschaft Süd in Weener geschult
Weener – Der Katastrophenschutz in Niedersachsen setzt beim Hochwasserschutz auf Innovation statt auf Muskelkraft: Um für künftige Hochwasserlagen optimal gerüstet zu sein, wurden heute die Führungskräfte der Kreisbereitschaft Süd auf dem Gelände des Bauhofs in Weener intensiv im Umgang mit dem modernen „NOAQ Flood Fighting System“ geschult.
Effiziente Alternative zum Sandsack
Das mobile Schutzsystem markiert einen deutlichen Fortschritt in der Deichverteidigung und beim Objektschutz. Anstatt wie bisher auf das arbeitsintensive und kräftezehrende Schleppen von Tausenden Sandsäcken angewiesen zu sein, bietet das System eine schnelle und hocheffiziente Lösung.
Unter der Leitung der erfahrenen Ausbilder Holger Bleicher, Ewald Spengel, Ralf Ecken, Jens Buß und Ingo Jelting lernten die anwesenden Zug- und Gruppenführer der Kreisbereitschaft Süd den sicheren Aufbau und die taktische Anwendung der mobilen Wände.
Stabilität durch das eigene Gewicht des Wassers
Das Prinzip des „Flood Fighting Systems“ ist ebenso einfach wie genial: Die Elemente werden am Boden verankert. Sobald das Hochwasser ansteigt, nutzt das System den anstehenden Wasserdruck, um sich selbst zu stabilisieren. Das Gewicht des Wassers sorgt somit für den nötigen Halt und eine dichte Abdichtung gegen gefährdete Bereiche. Der Vorteil für die Einsatzkräfte liegt auf der Hand: Die notwendige Zeit und der körperliche Einsatz bis zur vollen Schutzwirkung werden massiv reduziert.
Strategische Stationierung im Landkreis
Damit die Schutzwände im Ernstfall keine langen Anfahrtswege haben, sind sie strategisch auf verschiedene Standorte im Landkreis Leer verteilt. Allein am Bauhof in Weener sind zwei Gebinde mit insgesamt 14 Elementen stationiert, die im Alarmfall sofort abrufbereit sind.
„Mit dieser Ausbildung investiert die Kreisfeuerwehr weiter konsequent in den modernen Katastrophenschutz“, betonte Kreisbrandmeister Ernst Berends anlässlich der Übung. Ziel sei es, die Region auch bei sich ändernden klimatischen Bedingungen effektiv und zeitnah vor Hochwassergefahren schützen zu können.
Foto: Kreisfeuerwehr Leer
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Mehr Sicherheit in Aurichs Innenstadt
Pilotprojekt „Gemeinsame Streifen“: Mehr Sicherheit und Ordnung in Aurichs Innenstadt
Die Stadt Aurich und die Polizeiinspektion Aurich/Wittmund haben ein neues gemeinsames Sicherheitskonzept gestartet. Unter dem offiziellen Projektnamen „Gemeinsame Streifen sorgen für Sicherheit und Ordnung in der Innenstadt“ begann am 28. Mai 2026 die erste gemeinsame Fußstreife von Ordnungsamt und Polizei – bei bestem Frühlingswetter und mit viel Aufmerksamkeit in der Auricher Innenstadt.
Ein neuer Weg der Zusammenarbeit
Mit dem Pilotprojekt gehen beide Behörden einen modernen, partnerschaftlichen Ansatz. Ziel ist es,
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wertvolle Praxiserfahrungen zu sammeln,
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behördenübergreifende Abläufe zu optimieren,
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und die sichtbare Präsenz im öffentlichen Raum deutlich zu erhöhen.
Die gemeinsame Streife soll nicht nur kontrollieren, sondern vor allem präventiv wirken und die Innenstadt als sicheren, geordneten und lebenswerten Raum stärken.
Bürgernähe im Mittelpunkt
Die gemischten Teams aus Polizei und Ordnungsamt verstehen sich als direkte, unkomplizierte Ansprechpartner für die Menschen vor Ort. Schon während des ersten Streifengangs zeigte sich eine durchweg positive Resonanz:
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Bürgerinnen und Bürger stellten Fragen zu Verkehrsregelungen,
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erkundigten sich nach Lieferzeiten in der Fußgängerzone,
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oder nutzten die Gelegenheit, allgemeine städtische Anliegen direkt anzusprechen.
Der persönliche Austausch wurde von vielen als niedrigschwellig und hilfreich wahrgenommen – ein zentrales Ziel des Projekts.
Verkehrsüberwachung als klarer Schwerpunkt
Neben der Bürgernähe liegt ein deutlicher Fokus auf der Verkehrsüberwachung. Die gemeinsamen Teams achten insbesondere auf:
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die Einhaltung der geltenden Verkehrsregeln,
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die Überprüfung der vorgeschriebenen Lieferzeiten,
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und die Vermeidung von Gefahrensituationen in der Innenstadt.
Durch die gebündelten Kompetenzen beider Behörden können Verstöße sofort vor Ort geahndet werden. Das sorgt für mehr Effizienz und erhöht die Sicherheit für Fußgänger, Radfahrer und Lieferverkehr gleichermaßen.
Ein starkes Zeichen für eine lebenswerte Innenstadt
Mit dem Pilotprojekt setzen Stadt und Polizei ein klares Signal: Aurichs Innenstadt soll sicherer, geordneter und attraktiver werden.
Nach Abschluss der Testphase werden alle gewonnenen Erkenntnisse detailliert ausgewertet. Die Ergebnisse sollen als Grundlage dienen, um die Kooperation weiter auszubauen und die gemeinsame Präsenz langfristig optimal zu gestalten.
Damit könnte das Pilotprojekt „Gemeinsame Streifen“ zum dauerhaften Bestandteil des städtischen Sicherheitskonzepts werden – und möglicherweise auch als Vorbild für andere Kommunen dienen.
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