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SPD-Parteitag: Die Potenziale Ostfrieslands erschließen

SPD-Parteitag: Die Potenziale Ostfrieslands erschließen
Jemgum – Auf einem außerordentlichen Parteitag der SPD im Kreis Leer am Sonnabend in Jemgum haben die SPD-Bundestagsabgeordneten Anja Troff-Schaffarzyk (Remels) und Johann Saathoff (Pewsum) dazu aufgerufen, die Potenziale Ostfrieslands vor allem bei der Gestaltung der Energiezukunft noch stärker zu erschließen. Sie nannten vor allem den Ausbau der erneuerbaren Energien, aber auch die zukünftige Wasserstoffwirtschaft und den dazugehörigen Netzausbau. „Wir werden darauf achten, dass bei der Klimapolitik die Bedürfnisse der Menschen beachtet werden“, meinten Troff-Schaffarzyk und Saathoff vor knapp 70 Delegierten und vielen Gästen im Jemgumer Rathaus.
Bei dem außerordentlichen Parteitag standen keine Wahlen auf dem Programm. Vielmehr war es das Anliegen der SPD im Kreis Leer, sich inhaltlich auf mehreren Gebieten noch stärker zu positionieren. In den 23 Anträgen ging es unter anderem um eine Ausbildungsgarantie, um die Verbesserung der digitalen Versorgung der Schulen, um den Ausbau der Berufsorientierung an Schulen, um ein Sondervermögen für den Neubau von Schulen, um den verstärkten Ausbau der Windenergie und der erneuerbaren Energien insgesamt sowie um weitere Verbesserungen im Öffentlichen Personen-Nahverkehr für Auszubildende.
Der SPD-Landtagsabgeordnete Nico Bloem (Weener) stellte die Initiative der Landesregierung, die Produktion von Solaranlagen wieder nach Niedersachsen zu holen, in den Mittelpunkt. Landrat Matthias Groote ging bei seinem Grußwort vor allem auf die Pläne des Landkreises für den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur ein.
Die drei SPD-Abgeordneten betonten, dass die Regierungen auf Landes- und Bundesebene durchaus stolz auf das Erreichte sein dürfen. „Wir befinden uns in einem aktiven Multikrisenstatus. Das darf man nie vergessen“, meinte Saathoff., der gleichzeitig Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium ist.
„Mit diesem inhaltlichen Parteitag haben wir in engagierten Diskussionen inhaltlich Pflöcke eingerammt. Die zahlreichen Anträge und die vielen Diskussionen zeigen auch, dass unsere Partei lebt. Das ist für uns Rückenwind, um neue Mitglieder zu gewinnen und die Stellung als führende politische Kraft im Landkreis Leer weiter auszubauen“, meinte Troff-Schaffarzyk.
Das Foto zeigt die SPD-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Anja Troff-Schaffarzyk sowie den Bundestagsabgeordneten und parlamentarischen Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Johann Saathoff, und die Delegierten und Gäste.
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Balkonkraftwerke aus dem Landkreis Leer — Eine nachhaltige und kosteneffiziente Stromversorgung für Privatpersonen!

Balkonkraftwerke aus Ostfriesland: Langlebige und hochwertige Lösung für Stromkostensenkung
Im Landkreis Leer gibt es eine Sonderaktion, die sich für den Verkauf von Mini-Solarkraftwerken / Balkonkraftwerken einsetzt. Zusammen mit dem Elektro-Meisterbetrieb von Michael Gerbrand aus Flachsmeer und dem LeserECHO-Verlag wurden bereits über 100 solcher Anlagen in der Region Ostfriesland und dem nördlichen Emsland verkauft.
Das Gesamtpaket enthält hochwertige Komponenten wie einen 600 Watt Wechselrichter von APsystems mit bis zu 20 Jahren Garantie und der Möglichkeit eines kostenlosen Upgrades auf 730 Watt, wenn die 600 Watt-Grenze politisch fallen sollte. Der Wechselrichter verfügt über einen NA-Schutz, der bei der Anmeldung bei EWE-Netz erforderlich ist. Die beiden dazugehörigen Solarmodule haben eine Leistung von je 370 Watt und eine lineare Leistungsgarantie von 25 Jahren. Alle erforderlichen Datenblätter und Zertifikate werden beim Kauf mitgeliefert und müssen online übermittelt werden, da sie bei der Anmeldung der Mini-Solaranlage bei EWE-Netz hochgeladen werden müssen. Das Gesamtpaket beinhaltet auch alle benötigten Kabel und Stecker. Die Anlage kann von jeder Privatperson angeschlossen werden, und es ist keine Beauftragung von Handwerkern wie Elektrikern erforderlich. Der Preis für das Gesamtpaket beträgt 821,93 Euro, da in 2023 die Mehrwertsteuer auf Balkonkraftwerke erlassen wurde.
Zusätzlich können spezielle Halterungssysteme aus pulverbeschichtetem Stahl erworben werden, die passend zu den Solarmodulen in Anthrazit gehalten sind. Das Balkonkraftwerk ist langlebig und hochwertig und kann dazu beitragen, die Stromkosten je nach Stromverbrauch, Stromtarif und Aufbauort um bis zu 350 Euro pro Jahr zu senken.

Balkonkraftwerk ( Vorführgerät ) an der Fassade vom Medienhaus LeserECHO
Für Interessierte werden regelmäßige Informationsveranstaltungen zum Thema Mini-Solarkraftwerke / Balkonkraftwerke vom LeserECHO-Verlag zusammen mit Elektromeister Michael Gerbrand aus Flachsmeer am Verlagsgebäude des LeserECHO-Verlags (Ihrener Str. 182, 26810 Ihren / Westoverledingen) durchgeführt. Anhand einer aufgebauten Musteranlage können sich die Teilnehmer genau anschauen, wie ein solches Kraftwerk aufgebaut ist. Es besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und die einzelnen Komponenten genau zu begutachten. Darüber hinaus wird der komplette Aufbau einer solchen Mini-Solaranlage / Balkonkraftwerk vorgeführt.
Wenn Sie an einer kostenlosen Informationsveranstaltung teilnehmen möchten, können Sie gerne eine E‑Mail an info@leserecho.de senden.


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Raum für Wachstum: Stadt Leer erschließt neue Gewerbeflächen an der Benzstraße


Spatenstich für neues Gewerbegebiet an der Benzstraße: Leer schafft Raum für Zukunft
Leer – Nüttermoor. Mit einem symbolischen Spatenstich hat die Stadt Leer den offiziellen Startschuss für das neue Gewerbegebiet Benzstraße gegeben. Auf rund 12,6 Hektar Fläche entsteht im Stadtteil Nüttermoor – nördlich der A31 – ein zukunftsorientierter Wirtschaftsstandort, der Unternehmen aus verschiedensten Branchen neue Perspektiven eröffnet.
Politische Unterstützung für Leers Wachstum
Beim feierlichen Auftakt am heutigen Tag griffen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Stadt, Land und Bund gemeinsam zum Spaten: Bürgermeister Claus-Peter Horst, MdL Ulf Thiele, MdB Gitta Connemann, MdB Anja Troff-Schaffarzyk sowie die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates setzten das sichtbare Zeichen für den Beginn der Erschließungsarbeiten.
In seiner Rede betonte Bürgermeister Horst die Bedeutung des Projekts für die Stadtentwicklung und dankte insbesondere den Landes- und Bundesvertreter*innen für ihre tatkräftige Unterstützung auf dem Weg bis hierhin.
13 Grundstücke – flexible Nutzungsmöglichkeiten
Die Planungen sehen insgesamt 13 Grundstücke vor, wobei die genaue Anzahl der zukünftigen Unternehmen variabel bleibt – je nach individuellem Flächenbedarf der Interessenten. Das Bewerbungsverfahren für die erste Planungsphase ist derzeit noch geöffnet. Unternehmen, die sich für einen Standort in Leer interessieren, können sich direkt an die Stadtverwaltung wenden oder die Unterlagen bequem über die städtische Website herunterladen.
Nächste Phase bereits in Vorbereitung
Noch während die ersten Erdarbeiten laufen, richtet sich der Blick bereits auf die Zukunft: Die Entwicklung des restlichen Areals soll in einer zweiten Planungsphase nahtlos folgen. Dank der bereits erfolgten Änderung des Flächennutzungsplans und dem angestoßenen Bauleitplanverfahren sind dafür alle planerischen Voraussetzungen geschaffen.
Standort mit strategischen Vorteilen
Die Nachfrage nach Gewerbeflächen im Stadtgebiet ist weiterhin hoch – und das aus gutem Grund. Die unmittelbare Nähe zur A31 sowie zum Flugplatz Leer-Papenburg machen den Standort besonders attraktiv. Unternehmen profitieren von einer exzellenten Infrastruktur und kurzen Wegen. Auch das Land Niedersachsen ist von dem Projekt überzeugt: Bereits 2022 stellte es Fördermittel in Höhe von knapp 11,7 Millionen Euro zur Verfügung.
Fertigstellung bis Frühjahr 2026 geplant
Die Stadt Leer setzt auf eine zügige Umsetzung: Die Erschließung der ersten Flächen soll laut aktueller Planung bis zum Frühjahr 2026 abgeschlossen sein. Dann könnten die ersten Unternehmen bereits mit dem Bau ihrer Betriebsstätten beginnen – und der neue Wirtschaftsstandort an der Benzstraße mit Leben gefüllt werden.
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Plytenberg wird zur Eier-Arena: Osterspaß für die ganze Familie

Traditioneller Eier-Vierkampf auf dem Plytenberg: Ostermontag voller Spiel und Spaß
Von der Redaktion – Leer.
Am Ostermontag, dem 21. April, heißt es in Leer wieder: Bahn frei für hartgekochte Eier! Trotz aller Diskussionen um Eierknappheit wird auch in diesem Jahr die altehrwürdige Tradition fortgesetzt – mit dem beliebten Eier-Vierkampf auf dem Plytenberg. Bereits zum zwölften Mal laden der Heimatverein, das Heimatmuseum und die Stadt Leer zu den außergewöhnlichen Osterspielen auf die höchste Erhebung der Stadt ein.
Vier Disziplinen – Ein Ziel: Eier-Meister oder Eier-Meisterin werden
Die Veranstaltung beginnt um 12 Uhr. Dann verwandelt sich der historische Erdhügel in eine fröhliche Wettkampfarena. Der sogenannte Eier-Vierkampf besteht aus gleich vier Disziplinen:
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Eiertrullern (Eiertrüllen): Wer bringt sein Ei am weitesten und elegantesten den Berg hinunter?
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Eierbicken: Die wohl bekannteste Disziplin – hier wird hart gegen hart gespielt.
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Eiersmieten: Kraft und Technik sind gefragt, wenn es heißt, das Ei möglichst weit zu schleudern.
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Eierloop: Ein Hindernisparcours der besonderen Art – mit Ei, versteht sich.
Nur wer in allen Disziplinen überzeugt, darf sich am Ende mit reichlich Ostereiern belohnen.
Frühlingslieder, Spiegeleier und süße Belohnungen
Bevor der Wettkampf beginnt, gibt es eine musikalische Einstimmung: Gemeinsam werden oben auf dem Plytenberg traditionelle Frühlingslieder gesungen – ein Moment der Gemeinschaft und Vorfreude. Christine und Roland Bauer sorgen auch in diesem Jahr für das leibliche Wohl. Neben Spiegeleiern für Groß und Klein werden Süßigkeiten sowie kalte und warme Getränke angeboten.
Ein großzügiger Spender hat erneut eine große Menge bunt gefärbter Ostereier zur Verfügung gestellt. Dennoch bitten die Veranstalter alle Besucherinnen und Besucher, zusätzlich hartgekochte Eier von zu Hause mitzubringen – der Bedarf an „Spielgeräten“ ist erfahrungsgemäß hoch.
Schlechtwetter-Alternative: Klottje-Huus als Ausweichquartier
Im vergangenen Jahr mussten die Osterspiele wetterbedingt leider abgesagt werden – zum ersten Mal in ihrer Geschichte. Damit das nicht erneut geschieht, haben sich die Organisatoren in diesem Jahr gut vorbereitet: Sollte das Wetter nicht mitspielen, wird die Veranstaltung in kleinerem Rahmen ins Klottje-Huus in Leer verlegt.
Prominente Unterstützung und junge Gäste
Auch die Lokalprominenz zeigt Flagge. Das offizielle Foto vom Plytenberg zeigt (hinten von links): Bürgermeister Claus-Peter Horst, Günter Podlich, Anke Schlingmann, Daniela Akkermann, Gunda Winterboer, Dr. Manfred Pühl und Oliver Freise – allesamt engagierte Vertreter des Heimatmuseums und ‑vereins. Mit dabei sind außerdem mehrere Kinder, die im Rahmen des Zukunftstags das Heimatmuseum besuchen durften und so schon früh die Tradition kennenlernen.
Tradition! Der Eier-Vierkampf auf dem Plytenberg ist mehr als nur ein Spiel – er ist gelebte Tradition, geselliges Miteinander und fröhlicher Osterbrauch zugleich. Wer also am Ostermontag noch keine Pläne hat, sollte sich diesen besonderen Tag im Kalender markieren. Eier nicht vergessen!
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Zukunft der Leeraner Innenstadt: Neue Ideen und moderate Mieten!

Bürgermeister Claus-Peter Horst (links) und Stadtentwicklungsexperte Klaus Mensing präsentieren ihre Ideen zur Zukunft der Innenstadt vor mehr als 140 Gästen im Festsaal des Rathauses.
Moderate Mieten und neue Ideen: Expertenforum zur Zukunft der Leeraner Innenstadt
Leer. Wie soll die Innenstadt der Zukunft aussehen? Um diese Frage zu diskutieren, kamen auf Einladung der Stadt Leer mehr als 140 Eigentümer und Geschäftstreibende am Mittwochabend im Festsaal des Rathauses zusammen. Im Mittelpunkt des ersten “Forum Innenstadt” stand der renommierte Stadtentwicklungsexperte Klaus Mensing, der seine Vision für eine lebendige und multifunktionale City präsentierte.
Bereits bei einem vorherigen Rundgang durch Leer zeigte sich Mensing beeindruckt von der kleinen Hafencity und der belebten Meile mit der Nordbar. Doch es gab auch kritische Töne: “Es gibt Ecken, da brummt das Geschäft, in anderen ist es eher ruhig. Und es gibt Bereiche, an denen dringend etwas passieren muss.”
Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg
Eine erfolgreiche Innenstadtentwicklung erfordert eine enge Zusammenarbeit der drei zentralen Akteure: Eigentümer, Geschäftsleute und die Stadtverwaltung. Mensing betonte, dass der Einzelhandel keinesfalls “tot” sei. Laut einem Gutachten aus 2024 sind die drei wichtigsten Besuchsanlässe in niedersächsischen Innenstädten weiterhin Shopping, Gastronomie sowie das Bummeln und Treffen mit Menschen. Allerdings müssten Innenstädte künftig noch multifunktionaler und erlebnisorientierter werden.
Neue Frequenzpartner könnten dabei helfen, mehr Menschen in die City zu locken. Neben klassischem Einzelhandel gewinnen Gesundheitsdienstleistungen, Bildungsangebote oder Handwerksbetriebe mit gläsernen Werkstätten zunehmend an Bedeutung. Auch die Konkurrenz durch Online-Handel sieht Mensing nicht als Bedrohung, sondern als Herausforderung: “Es geht nicht darum, mit Amazon & Co. zu konkurrieren, sondern die eigenen Stärken auszuspielen. Offline-Kompetenzen machen den Unterschied.” Gleichzeitig seien digitale Tools essenziell, um analoge Erlebnisse in der Stadt zu unterstützen.
Chancen in Leerstand und moderaten Mieten
Leerstehende Geschäftsflächen seien weniger ein Problem als vielmehr eine Chance für neue, belebende Nutzungen. Hier appellierte Mensing an die Eigentümer, mit moderateren Mieten neuen Formaten, wie beispielsweise Pop-up-Stores, eine Chance zu geben. “Eine niedrige Startmiete kann den Standort und die Immobilie langfristig aufwerten”, so Mensing.
Seine Empfehlung für Leer: Strategische Leitfragen klären. Welche Geschäfte gibt es 2027 noch? Welche könnten hinzukommen? Welche Zielgruppen nutzen die Innenstadt zukünftig? Welche neuen Konzepte würden die Frequenz erhöhen? In diesem Zusammenhang sollten Eigentümer und Stadtverwaltung Gespräche über Mietreduzierungen, Umbaumaßnahmen oder potenzielle Verkäufe führen.
Große Zustimmung und neue Impulse
Bürgermeister Claus-Peter Horst hatte das Forum ins Leben gerufen, um alle Beteiligten miteinander in den Dialog zu bringen – ein Vorhaben, das vollends aufging. In der anschließenden Diskussionsrunde gab es zahlreiche positive Wortmeldungen. Das große Potenzial der Altstadt wurde hervorgehoben, ebenso der Wunsch nach mehr Grünflächen, besseren Vernetzungsmöglichkeiten und gezielter Unterstützung für Geschäftsleute.
Jan-Wilhelm Dörries von der Werbegemeinschaft nutzte die Gelegenheit, um für mehr Beteiligung an den regelmäßigen “After-Work-Treffen” zu werben, die dem Austausch und der Vernetzung dienen. Bürgermeister Horst schlug vor, das Forum fortzusetzen und in kleineren Runden konkrete Themen gezielt anzugehen. Viele Anwesende signalisierten ihre Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit – ein starkes Zeichen für den Willen zur positiven Gestaltung der Leeraner Innenstadt.
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