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Bun­des­wett­be­werb „Jugend musi­ziert 2022“: Schü­le­rin­nen der Kreis­mu­sik­schu­le Leer erfolgreich

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Die Sän­ge­rin­nen erhiel­ten einen zwei­ten und einen drit­ten Preis

Drei Schü­le­rin­nen der Kreis­mu­sik­schu­le Leer haben jetzt in der Kate­go­rie “Gesang (Pop)” in ihrer jewei­li­gen Alters­klas­se am 59. Bun­des­wett­be­werb “Jugend musi­ziert 2022” teil­ge­nom­men. Dabei erlang­te Jan­ne Gre­be (15 Jah­re aus Hesel) einen zwei­ten Preis und Mila Sophie Bou­mann (17 Jah­re aus Hesel) einen drit­ten Preis. Erfolg­reich teil­ge­nom­men hat Ali­na Laß (20 Jah­re aus Rhau­der­fehn). “Wir freu­en uns über den Erfolg und sind sehr stolz auf unse­re Schü­le­rin­nen”, teilt die Kreis­mu­sik­schu­le mit.
 
Die drei Sän­ge­rin­nen haben sich zunächst mit einer wei­te­ren Teil­neh­me­rin der Kreis­mu­sik­schu­le Leer beim Regio­nal­wett­be­werb durch­ge­setzt und konn­ten sich anschlie­ßend mit drei ers­ten Prei­sen beim Lan­des­wett­be­werb für den Bun­des­ent­scheid qua­li­fi­zie­ren. Betreut wur­den sie dabei von ihrer Gesangs­leh­re­rin Ange­la Hem­ken-Kötzsch. Musi­ka­li­sche Unter­stüt­zung beka­men die drei Sän­ge­rin außer­dem durch die Musik­schul­lehr­kräf­te See­un Choi (Kla­vier) und Tho­mas Stan Hem­ken (Gitar­re).
 
Der 59. Bun­des­wett­be­werb “Jugend musi­ziert 2022” wur­de vom 2. bis 9. Juni 2022 in Olden­burg ver­an­stal­tet. Beim Regio­nal- und Lan­des­wett­be­werb wur­den die Teil­nah­me­bei­trä­ge als Video eingereicht.
 
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen gibt es unter www.jugend-musiziert.org.
 

Erfah­rungs­be­rich­te der drei Teilnehmerinnen:

 

Jan­ne Gre­be, 2. Preis (15 Jah­re, Alters­stu­fe IV)

“Für mich war ‘Jugend musi­ziert’ eine tol­le Erfah­rung. Ich habe mehr Ansporn bekom­men zu üben und kann die Aus­sa­gen und Tipps der Jury nun anwen­den, um mich zu ver­bes­sern. Außer­dem war es sehr inter­es­sant, ande­re gesang­li­che Talen­te aus ganz Deutsch­land ken­nen­zu­ler­nen. All­ge­mein war es sehr schön, nach den gan­zen Ein­schrän­kun­gen auf­grund der Coro­na Pan­de­mie mal wie­der auf der Büh­ne zu stehen.”
 
 

Mila Sophie Bou­mann, 3. Preis (17 Jah­re, Alters­stu­fe V)

“Nach mona­te­lan­gem Üben waren wir in Olden­burg zum Bun­des­wett­be­werb von ‘Jugend musi­ziert’. Mit 50 ande­ren Teil­neh­mern star­te­te dann der Wett­be­werb. Im Gegen­satz zum Regio­nal­wett­be­werb fand die­ser in Prä­senz statt und ich war sehr aufgeregt.
Doch durch die erprob­te Rou­ti­ne ging der Auf­tritt schnell vor­bei und bei einem Bera­tungs­ge­spräch konn­te die Jury uns dann noch Tipps geben. Letzt­end­lich war es eine super Mög­lich­keit, auch mal auf grö­ße­ren Büh­nen ste­hen zu kön­nen und ein­fach mal zu sehen, was ande­re Jugend­li­che im sel­ben Alter so drauf haben.”
 

Ali­na Laß, erfolg­rei­che Teil­nah­me (20 Jah­re, Alters­stu­fe VI)

“Der ‘Jugend musiziert’-Wettbewerb war ein tol­ler Mei­len­stein in mei­ner musi­ka­li­schen Lauf­bahn. Es war eine tol­le Mög­lich­keit, sein Talent vor einer fach­kun­di­gen Jury prä­sen­tie­ren zu dür­fen und eine Bewertung/ Beur­tei­lung zu erhal­ten. Dadurch konn­te man für sich sel­ber sehr vie­le Resul­ta­te schlie­ßen, an wel­chem Punkt man gesang­lich steht und was man noch ver­bes­sern oder ergän­zen könn­te. Die Bewer­tung im Bereich Per­for­mance und Stimm­tech­nik als auch die Bewer­tung des eige­nen Songs war für mich sehr interessant.
Lei­der konn­ten wir auf­grund von Coro­na beim Regio­nal­wett­be­werb als auch dem Lan­des­wett­be­werb nicht live per­for­men. Daher wur­de der Gesang mit der Instru­men­tal­be­glei­tung der Musi­ker per Video auf­ge­zeich­net und zur Bewer­tung abgeschickt.
 
 
Die Pro­ben mit den Musi­kern Tho­mas Hem­ken und See­un Choi haben sehr viel Spaß gemacht und oft sind neue Ideen entstanden.
Bis zum Tag der Auf­zeich­nung habe ich sehr viel zu Hau­se geübt. Denn das regel­mä­ßi­ge Üben gibt mir Sicher­heit auf der Büh­ne. Das betrifft nicht nur die Tech­nik beim Sin­gen, son­dern auch die Per­for­mance. Das Wich­tigs­te ist aber immer noch das Gefühl beim Sin­gen — und vor allem Spaß zu haben, auf der Büh­ne gemein­sam krea­tiv zu sein. Beson­ders toll fand ich, dass wir als Teil­neh­mer einen eige­nen Song prä­sen­tie­ren durf­ten, um so auch das eige­ne musi­ka­li­sche Schaf­fen zu zei­gen. Für den Text habe ich mich meis­tens an ruhi­ge Orte ganz allei­ne bege­ben und mei­ne Gedan­ken auf­ge­schrie­ben, wel­che ich dann mit einer Melo­die zu einem Song zu ver­fasst habe.
 
Ich bin mit kei­ner bestimm­ten Erwar­tungs­hal­tung in den Wett­be­werb gegan­gen, son­dern mit sehr viel Vor­freu­de auf das, was kommt. Beim Regio­nal­wett­be­werb erziel­te ich den 1. Preis mit 23 Punk­ten, was mich sehr stolz gemacht hat. Beim Lan­des­wett­be­werb erziel­te ich auch den 1. Preis mit ins­ge­samt 24 Punk­ten. Das war ein tol­ler Erfolg für mich und es gab eine tol­le Reso­nanz der Juro­ren, wel­che wir per Video Chat erhal­ten haben.
Nun kam der Bun­des­wett­be­werb immer näher und man wur­de von Tag zu Tag ner­vö­ser. Am Tag des Wett­be­wer­bes habe ich die Stim­mung als sehr gelas­sen und posi­tiv emp­fun­den. Alle Mit­ar­bei­ter vor Ort waren sehr lieb. Ich sang mich gemein­sam mit mei­ner Gesangs­leh­re­rin Ange­la Hem­ken ein und übte zuvor noch ein­mal ein paar Lie­der mit den Musi­kern. Das gab mir noch ein­mal sehr viel Sicher­heit. Danach ging es zum Sound­check auf die Büh­ne eines Thea­ters in Olden­burg. Ganz oben saßen die Juro­ren und unten per­form­te ich mei­ne ins­ge­samt 5 Songs. Die Auf­re­gung vor dem Beginn des Auf­trit­tes war sehr groß bei mir. Jedoch leg­te sich die­se, als ich anfing zu sin­gen. Es war ein tol­les Gefühl, dort zu sin­gen und die­se Erfah­rung wer­de ich nie vergessen.
 
Danach folg­te ein Gespräch mit der Fach­ju­ry. Dort wur­de bespro­chen, wie der Ein­druck der Jury war und was sie gut, aber auch nicht so gut fan­den. Dabei wur­den mir auch Tipps an die Hand gege­ben, auf wel­che The­ma­ti­ken ich mei­nen Fokus legen soll­te und was ich noch trai­nie­ren kann. Die­ses Gespräch war sehr wert­voll für mich, da ich nun im per­sön­li­chen Aus­tausch eine Beur­tei­lung mei­ner Live-Per­for­man­ceer­lan­gen konn­te. Beim Bun­des­wett­be­werb nahm ich mit gro­ßem Erfolg Teil und erziel­te 19 Punkte.
Abschlie­ßend war es toll, ein Teil von einem so gro­ßen Wett­be­werb sein zu dür­fen und somit sein Kön­nen unter Beweis zu stel­len. Ich konn­te sehr viel für mich als Sän­ger mit­neh­men und zudem eine Wett­be­werbs­si­tua­ti­on ken­nen­ler­nen können.”

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Frei­tag der 13. ist Rauch­mel­der­tag: Feu­er­weh­ren mah­nen zur Vorsorge

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Frei­tag der 13. ist Rauch­mel­der­tag: Ein Appell, der Leben rettet

OSTFRIESLAND. Der kom­men­de Frei­tag der 13. ist weit mehr als ein Datum für Aber­glau­be – er ist der offi­zi­el­le “Rauch­mel­der­tag”. Aus­ge­ru­fen vom Deut­schen Feu­er­wehr­ver­band, nut­zen der Ost­frie­si­sche Feu­er­wehr­ver­band und die Ost­frie­si­sche Land­schaft­li­che Brand­kas­se die­sen Tag für einen ein­dring­li­chen Appell: „Rauch­mel­der ret­ten Leben!“ Die Aktua­li­tät die­ses The­mas ist unge­bro­chen, wie jüngs­te Ereig­nis­se in Ost­fries­land dras­tisch vor Augen führen.

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Stil­le Lebens­ret­ter in der Nacht

Allein im letz­ten Quar­tal haben Rauch­mel­der in Nor­den, War­singsfehn und Aurich schla­fen­de Bewoh­ner recht­zei­tig geweckt und so Schlim­me­res ver­hin­dert. Die­se Vor­fäl­le sind nur die Spit­ze des Eis­bergs, da vie­le erfolg­rei­che Alar­mie­run­gen ohne Feu­er­wehr­ein­satz gar nicht sta­tis­tisch erfasst wer­den. Seit 29 Jah­ren wer­ben der Feu­er­wehr­ver­band und die Brand­kas­se gemein­sam für die Instal­la­ti­on die­ser klei­nen, aber wir­kungs­vol­len Gerä­te. „Rund 200 Men­schen­le­ben wur­den hier dank des Alarms der Rauch­mel­der geret­tet!“, betont Fried­helm Tan­nen, Prä­si­dent des Feu­er­wehr­ver­bands Ost­fries­land e.V.

Gesetz­li­che Pflicht und geteil­te Verantwortung

Dank der lang­jäh­ri­gen ost­frie­si­schen Initia­ti­ve gibt es mitt­ler­wei­le in allen 16 Bun­des­län­dern eine gesetz­li­che Pflicht, Häu­ser und Woh­nun­gen mit Rauch­mel­dern aus­zu­stat­ten. Für den Ein­bau ist grund­sätz­lich der Gebäu­de-Eigen­tü­mer ver­ant­wort­lich. Tammo Keck von der Brand­kas­se erklärt jedoch: „Für die Sicher­stel­lung der Betriebs­be­reit­schaft in ver­mie­te­ten Woh­nun­gen ist der Mie­ter ver­ant­wort­lich.“ Dies beinhal­tet ins­be­son­de­re den regel­mä­ßi­gen Bat­te­rie­wech­sel und die Funk­ti­ons­prü­fung. Eine aus­drück­li­che Rege­lung im Miet­ver­trag kann die­se Auf­ga­ben auf den Mie­ter über­tra­gen. Ein beson­de­res Augen­merk gilt Feri­en­häu­sern und ‑woh­nun­gen, wo die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Mel­der auf­grund der unre­gel­mä­ßi­gen Nut­zung beson­ders wich­tig ist.

Die töd­li­che Gefahr des Brandrauchs

Die Flam­men sind sel­ten die häu­figs­te Todes­ur­sa­che bei Brän­den. „Der gif­ti­ge Rauch ist es“, warnt Signe Foetz­ki, Pres­se­spre­che­rin der Brand­kas­se. Nachts ist die Gefahr am größ­ten, da der Geruchs­sinn im Schlaf aus­ge­schal­tet ist. Das Koh­len­mon­oxid im Rauch wirkt betäu­bend. „Schon nach ein paar Atem­zü­gen im gif­ti­gen Brand­rauch ist man bewusst­los, etwa zehn Atem­zü­ge sind töd­lich“, so Foetz­ki wei­ter. Es blei­ben oft nur Minu­ten, manch­mal Sekun­den, um sich in Sicher­heit zu bringen.

Viel­fäl­ti­ge Aus­füh­run­gen und Zertifizierungen

Warn­mel­der sind in unter­schied­li­chen Aus­füh­run­gen erhält­lich, von Ein­zel­mel­dern über funk­ver­netz­te Sys­te­me bis hin zu Model­len mit Tele­fon­kar­ten-Alar­mie­rung. Für Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen gibt es akus­ti­sche Mel­der für Gehör­lo­se oder sol­che mit Vibra­ti­ons­alarm und Blitz­lam­pen. Bei der Aus­wahl soll­te auf Zer­ti­fi­zie­run­gen geach­tet wer­den. „Das VdS-Prüf­zei­chen, die DIN EN 14604, das CE-Zei­chen und das rela­tiv neue Zer­ti­fi­zie­rungs­zei­chen ‚Q‘ mit einer inte­grier­ten Flam­me“ sind ent­schei­den­de Kri­te­ri­en für ein gutes Pro­dukt, erklärt Fried­helm Tannen.

Mon­ta­ge und Ver­hal­ten im Ernstfall

Die Mon­ta­ge von Rauch­mel­dern ist unkom­pli­ziert. Sie soll­ten grund­sätz­lich immer an der Zim­mer­de­cke mon­tiert wer­den, da Rauch nach oben steigt. Falls es den­noch brennt, gilt: Ruhe bewah­ren, Mit­be­woh­ner war­nen, Fens­ter und Türen schlie­ßen, kei­ne Auf­zü­ge benut­zen, das Haus umge­hend ver­las­sen und den Not­ruf 112 abset­zen. Der Rauch­mel­der­tag am Frei­tag den 13. ist eine wich­ti­ge Erin­ne­rung dar­an, dass Vor­sor­ge Leben ret­ten kann.

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SPD-Poli­ti­ker Blo­em besucht Jem­gu­mer Tisch­le­rei: Hand­werk als Wirtschaftsmacht

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„Wirt­schafts­macht Num­mer eins“: Nico Blo­em wür­digt Jem­gu­mer Handwerkstradition

JEMGUM. Gro­ße Wor­te für das regio­na­le Hand­werk: Bei sei­nem Besuch der renom­mier­ten Tisch­le­rei Baartz in Jem­gum unter­strich der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Nico Blo­em (Wee­ner) die immense Bedeu­tung die­ses Wirt­schafts­zweigs. „Unser Hand­werk ist die Wirt­schafts­macht Num­mer eins“, beton­te Blo­em und stell­te damit die zen­tra­le Rol­le von Hand­werks­be­trie­ben für die Stär­ke und Zukunfts­fä­hig­keit der Regi­on heraus.

Aner­ken­nung für her­aus­ra­gen­de Leis­tun­gen und Nachwuchsförderung

Ein beson­de­rer Fokus des Besuchs lag auf der Wür­di­gung des 20-jäh­ri­gen Hau­ke Tie­rel. Nach sei­ner erfolg­rei­chen Aus­bil­dung bei Baartz erziel­te er den Lan­des­sieg und qua­li­fi­zier­te sich für die Bun­des­meis­ter­schaf­ten im Deut­schen Tisch­ler­hand­werk. „Sei­ne Leis­tung zeigt, wie viel Talent, Enga­ge­ment und Zukunft in unse­rem Hand­werk steckt“, lob­te Blo­em. „Er lebt das Hand­werk.“ Tie­rel wird dem Unter­neh­men auch nach sei­ner Aus­bil­dung erhal­ten blei­ben, was Blo­em als posi­ti­ves Signal für die Fach­kräf­te­si­che­rung in der Regi­on wer­te­te. An dem Ter­min nahm auch Uwe Flink, SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der im Rat der Gemein­de Jem­gum, teil.

Spe­zia­li­sie­rung auf Denk­mal­schutz und his­to­ri­sche Bausubstanz

Die Tisch­le­rei Baartz, ein Tra­di­ti­ons­be­trieb seit 1931, hat sich unter der Lei­tung von Fir­men­chef Johan­nes Baartz auf hoch­wer­ti­ge Restau­rie­rungs­ar­bei­ten und den Denk­mal­schutz spe­zia­li­siert. Ein Schwer­punkt liegt dabei auf Kir­chen­sa­nie­run­gen. „Wir müs­sen die Vor­ge­hens­wei­se unse­rer ehe­ma­li­gen Kol­le­gen lesen. Das ist sehr reiz­voll“, erklär­te Baartz. Er äußer­te gro­ßen Respekt vor dem Kön­nen frü­he­rer Gene­ra­tio­nen, die ohne moder­ne tech­ni­sche Hilfs­mit­tel beein­dru­cken­de Wer­ke geschaf­fen hätten.

Erfolg­rei­che Posi­tio­nie­rung und Her­aus­for­de­run­gen durch Bürokratie

Mit vier Gesel­len und zwei Aus­zu­bil­den­den sieht sich der Betrieb, der Kun­den in ganz Ost­fries­land und dar­über hin­aus bedient, gut auf­ge­stellt. „Wir kön­nen zufrie­den sein“, so Baartz. Kri­tik äußer­te er jedoch an der zuneh­men­den Doku­men­ta­ti­on und den gesetz­li­chen Vor­ga­ben, die er als „Bevor­mun­dung“ empfindet.

Poli­ti­scher Rücken­wind für den Bürokratieabbau

Nico Blo­em zeig­te sich beein­druckt von der Qua­li­tät der Arbeit bei Baartz und bezeich­ne­te den Betrieb als „Aus­hän­ge­schild der Regi­on“. Hand­werks­be­trie­be stün­den für Arbeits­plät­ze und eine star­ke Zukunft. Zum The­ma Büro­kra­tie erklär­te er, dass die­ses The­ma in Han­no­ver prä­sent sei und mit der Ände­rung der Bau­ord­nung bereits Fort­schrit­te erzielt wor­den sei­en. „Aber das war nur ein ers­ter Schritt, wir müs­sen beim Büro­kra­tie-Abbau sicht­bar Tem­po machen“, so der Landtagsabgeordnete.

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Bun­des­wei­te Schwer­punkt­prü­fung: Zoll kon­trol­liert Bau­stel­len in der Region

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Bun­des­wei­te Schwer­punkt­prü­fung: Zoll nimmt das Bau­ge­wer­be ins Visier

OLDENBURG / OSTFRIESLAND. Die Finanz­kon­trol­le Schwarz­ar­beit (FKS) hat im Rah­men einer bun­des­wei­ten kon­zer­tier­ten Akti­on eine umfas­sen­de Über­prü­fung der Bau­bran­che durch­ge­führt. Auch im Nord­wes­ten war der Zoll mit einem Groß­auf­ge­bot im Ein­satz, um Schwarz­ar­beit, ille­ga­ler Beschäf­ti­gung und dem Miss­brauch von Sozi­al­leis­tun­gen entgegenzuwirken.

Groß­ein­satz in Olden­burg und dem Land­kreis Aurich

Das Haupt­zoll­amt Olden­burg betei­lig­te sich mit ins­ge­samt 51 Ein­satz­kräf­ten der Stand­or­te Emden und Olden­burg an der risi­ko­ori­en­tier­ten Schwer­punkt­prü­fung. Im Fokus stan­den dabei meh­re­re Bau­stel­len im Stadt­ge­biet von Olden­burg sowie im Land­kreis Aurich.

Die Beam­ten kon­trol­lier­ten vor Ort, ob Arbeit­ge­ber ihren Mel­de­pflich­ten zur Sozi­al­ver­si­che­rung nach­ge­kom­men sind, ob der gesetz­li­che Min­dest­lohn gezahlt wird und ob aus­län­di­sche Arbeits­kräf­te über die erfor­der­li­chen Arbeits­ge­neh­mi­gun­gen ver­fü­gen. Ins­ge­samt wur­den 44 Arbeit­neh­mer zu ihren Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­sen befragt. In zwei Fäl­len wur­de zudem unmit­tel­bar mit der Prü­fung der Geschäfts­un­ter­la­gen in den jewei­li­gen Betrie­ben begonnen.

Ers­te Bilanz: Zahl­rei­che Verdachtsfälle

Die vor­läu­fi­gen Ergeb­nis­se der Kon­trol­len unter­strei­chen die Not­wen­dig­keit der Maß­nah­men. Bei den Befra­gun­gen und ers­ten Sich­tun­gen erga­ben sich in 35 Fäl­len Anhalts­punk­te, die auf Unre­gel­mä­ßig­kei­ten schlie­ßen las­sen. Die­se Ver­dachts­mo­men­te müs­sen nun durch die FKS im Detail aus­er­mit­telt wer­den. Die Schwer­punk­te der wei­te­ren Unter­su­chun­gen lie­gen auf:

  • Bei­trags­vor­ent­hal­tung: Mög­li­che Unter­schla­gung von Sozialversicherungsbeiträgen.

  • Leis­tungs­miss­brauch: Unbe­rech­tig­ter Bezug von Sozi­al­leis­tun­gen trotz Erwerbstätigkeit.

  • Min­dest­lohn­ver­stö­ße: Prü­fung der Ein­hal­tung des gesetz­li­chen Min­dest­lohns, der seit dem 1. Janu­ar 2026 bei 13,90 Euro pro Stun­de liegt.

  • Ille­ga­le Aus­län­der­be­schäf­ti­gung: Über­prü­fung von Auf­ent­halts­ti­teln und Arbeitserlaubnissen.

Hohe volks­wirt­schaft­li­che Relevanz

Der Zoll legt auf­grund der enor­men volks­wirt­schaft­li­chen Bedeu­tung einen beson­de­ren Fokus auf das Bau­ge­wer­be. Wie mas­siv die Aus­wir­kun­gen sind, zei­gen die Zah­len des Vor­jah­res: Im Jahr 2025 wur­den im Bau­haupt- und Neben­ge­wer­be bun­des­weit über 10.000 Straf­ver­fah­ren sowie knapp 7.900 Ord­nungs­wid­rig­keits­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. Rund 60 Pro­zent der gesam­ten durch die FKS fest­ge­stell­ten Scha­dens­sum­me ent­fie­len im Jahr 2025 auf die­se Branche.

Sol­che kon­zer­tier­ten Prü­fun­gen die­nen laut Zoll nicht nur der Auf­de­ckung von Ver­stö­ßen, son­dern sol­len auch die gesell­schaft­li­che Akzep­tanz von Schwarz­ar­beit sen­ken und für fai­re Wett­be­werbs­be­din­gun­gen auf dem Arbeits­markt sorgen.

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Mit SEO erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men vom Lese­r­ECHO-Por­tal profitieren

Erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men mit SEO durchstarten Die Digi­ta­li­sie­rung macht es für Unter­neh­men immer ein­fa­cher, über Län­der­gren­zen hin­weg...

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Fir­men­events in Ost­fries­land & Ems­land: Per­fekt pla­nen und erfolg­reich umsetzen

Fir­men­events pla­nen in Ost­fries­land und Ems­land: Wich­ti­ge Tipps und krea­ti­ve Ideen Ein gelun­ge­nes Fir­men­event kann die Mar­ken­be­kannt­heit stei­gern, Kun­den bin­den und...

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Mar­ke­ting: Geschäfts­er­öff­nung: So wird Ihr Event zum unver­gess­li­chen Erlebnis!

Per­fek­te Pla­nung für Ihre Geschäfts­er­öff­nung, Fir­mener­wei­te­rung oder Ihr Firmenjubiläum Eine erfolg­rei­che Geschäfts­er­öff­nung, eine Erwei­te­rung oder ein Fir­men­ju­bi­lä­um sind idea­le Anläs­se,...

Veranstaltung

Vor­trag in Leer the­ma­ti­siert die Unan­tast­bar­keit der Menschenwürde

Die Men­schen­wür­de – für immer unan­tast­bar? Ein Abend zum Mit­re­den in Leer  LEER – „Die Wür­de des Men­schen ist unan­tast­bar.“ Die­ser...

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His­to­ri­sche Spu­ren­su­che bei Kri­mi­füh­rung am Muse­ums­ha­fen Leer

Mör­der­jagd im his­to­ri­schen Leer: Kri­mi­füh­rung „Mord am Hafen“ Wer ermor­de­te den Ehe­mann der Wit­we Gesche Mein­ders? Tau­chen Sie ein in das...

Veranstaltung

Lions Musik­preis: Jun­ge Kla­vier­ta­len­te in der Even­burg Leer

Kla­vier­kunst in der Even­burg: Lions Musik­preis sucht Publikumsliebling Der Lions Musik­preis kehrt zurück und stellt in die­sem Jahr ein beson­ders...

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Gar­ten­Ta­geN­ord 2026 laden zur Sai­son­er­oeff­nung nach Wues­t­ing ein

Bei­trags­bild: Gar­ten­Ta­geN­ord — Hol­ler Land­stra­ße 2 — 27798 Hude/Wüsting   Gar­ten­Ta­geN­ord 2026: Inspi­ra­tio­nen für die Grü­ne Oase in Wüsting  ...

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Par­ty-Duo „Die Fid­gets“ sorgt für Stim­mung in Niedersachsen

Die Fid­gets: Par­ty-Power aus Han­no­ver erobert Niedersachsen Leer/Hannover – Wenn in Nie­der­sach­sens Par­ty­hoch­bur­gen die Stim­mung ihren Höhe­punkt erreicht, ste­cken oft...

Veranstaltung

Digi­ta­ler Schutz: VHS Leer klärt über Online-Betrug auf

Sicher im Netz: VHS Leer klärt über Online-Betrug auf Die Digi­ta­li­sie­rung bie­tet unzäh­li­ge Mög­lich­kei­ten, birgt jedoch auch wach­sen­de Gefah­ren. Betrü­ge­ri­sche...

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Knei­pen­fes­ti­val Leer Live: DJ-Beats und Saxo­fon im 360 Grad

DJ Casa & Tobi­as Leon Hacker: Ein ein­ge­spiel­tes Team In der Müh­len­stra­ße 36–38 erwar­tet die Besu­cher von 21:00 bis 24:00 Uhr...

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The Air­let­tes prä­sen­tie­ren Swing-Inter­pre­ta­tio­nen der Neun­zi­ger­jah­re in Leer

Kon­zert­ab­sa­ge „The Air­let­tes“ im Spar­kas­sen­Fo­rum Leer Leer, 1. März 2026 – Das für Mitt­woch, den 4. März 2026, im Spar­kas­sen­Fo­rum Leer...

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Balls­ha­ker brin­gen die AC/DC Expe­ri­ence zum Knei­pen­fes­ti­val Leer Live!

Das Knei­pen­fes­ti­val „Leer Live!“ ver­wan­delt die Innen­stadt am 7. März 2026 erneut in eine musi­ka­li­sche Erleb­nis­mei­le mit ins­ge­samt 12 Kon­zer­ten...

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Rock-For­ma­ti­on Accu­ra­cy gas­tiert beim Knei­pen­fes­ti­val Leer Live im Celona

Leer Live! 2026: Rock-Power im Celo­na – „Accu­ra­cy“ ver­spricht 100 % schla­ger­freie Zone Die Leera­ner Innen­stadt ver­wan­delt sich am 7. März...