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CDU Ostfriesland fordert Zukunft für VW Emden und zweiten Marinehafen
CDU-Bezirksvorsitzender Ulf Thiele forderte in seiner Rede beim Bezirksparteitag im Fährhaus in Emden die Entwicklung eines „Ostfrieslandplans 2.0“. Dieser solle vor allem als Innovationsstrategie für die Region dienen und erneuerbare Energien, Industrie, Mittelstand, maritime Wirtschaft sowie die Hochschule Emden/Leer stärker miteinander verknüpfen.
CDU Ostfriesland beschließt Zukunftsprogramm für Landwirtschaft, Industrie und Häfen
Bezirksparteitag in Emden: CDU fordert klare Zukunftsperspektive für VW Emden, einen zweiten Marinehafen an der Ems und einen „Ostfrieslandplan 2.0“
Emden, 15. August 2026. Die CDU Ostfriesland hat auf ihrem Bezirksparteitag in Emden zentrale politische Leitlinien für die kommenden Jahre beschlossen. Unter dem Motto „Ganz klar für Ostfriesland“ verabschiedeten die Delegierten am Sonnabend im Fährhaus am Emder Borkumkai ein umfangreiches Arbeitsprogramm für die Region.
Im Mittelpunkt standen die Zukunft der Landwirtschaft, die Sicherung industrieller Arbeitsplätze, die Entwicklung der ostfriesischen Häfen, erneuerbare Energien und Wasserstoff sowie der Ausbau der Infrastruktur und die Stärkung der Kommunen und des ländlichen Raumes.
Als Gäste diskutierten unter anderem der Präsident des Landvolks Niedersachsen und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, Dr. Holger Hennies, sowie der Generalsekretär der CDU Niedersachsen und agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Marco Mohrmann, mit den Delegierten. Auch die politische Lage vor der Kommunalwahl am 13. September spielte eine wichtige Rolle.
Landvolkpräsident Hennies fordert mehr Planungssicherheit für die Landwirtschaft
Dr. Holger Hennies verwies auf die besondere Bedeutung Niedersachsens als Agrarland. Die landwirtschaftlichen Betriebe seien leistungsfähig und innovativ, stünden gleichzeitig aber zunehmend unter wirtschaftlichem Druck.
Hohe Produktionskosten, wachsende Auflagen und fehlende Planungssicherheit würden Investitionen erschweren und damit die Zukunft vieler Familienbetriebe gefährden.
„Unsere Landwirtschaft braucht nicht immer neue Auflagen, sondern verlässliche Rahmenbedingungen, unter denen unsere Betriebe wettbewerbsfähig produzieren und investieren können. Wer heimische Lebensmittelproduktion will, muss den Familienbetrieben auch eine wirtschaftliche Zukunft ermöglichen“, sagte Hennies.
In der anschließenden Diskussion bestand nach Angaben der CDU breite Übereinstimmung darüber, dass Landwirtschaft, Natur- und Klimaschutz nicht gegeneinander ausgespielt werden dürften. Gefordert wurden praxistaugliche Lösungen, Planungssicherheit und eine stärkere Orientierung am Verursacherprinzip.
Mohrmann: Arbeit müsse sich wieder stärker lohnen
Dr. Marco Mohrmann forderte sowohl in der agrarpolitischen Diskussion als auch in seiner Rede zur politischen Lage einen grundlegenden Kurswechsel. Niedersachsen müsse seine wirtschaftlichen Stärken wieder stärker in den Mittelpunkt stellen. Unternehmen, Landwirtschaft und Beschäftigte sollten von unnötigen Belastungen entlastet werden.
Mit Blick auf die Landwirtschaft erklärte Mohrmann: „Wir müssen wieder dafür sorgen, dass diejenigen, die Lebensmittel erzeugen, investieren und Arbeitsplätze sichern, nicht durch immer neue Kosten und Auflagen ausgebremst werden. Landwirtschaft braucht unternehmerische Freiheit, Verlässlichkeit und faire Wettbewerbsbedingungen.“
Mit Blick auf die Kommunalwahlen stellte Mohrmann zudem das Thema Leistungsgerechtigkeit in den Mittelpunkt. Menschen, die arbeiten und mit ihren Steuern und Sozialabgaben zur Finanzierung des Gemeinwesens beitragen, müssten am Monatsende spürbar mehr von ihrem Einkommen behalten können.
Die CDU müsse insbesondere auf kommunaler Ebene zeigen, dass sie konkrete Probleme lösen könne, wirtschaftliche Vernunft mit sozialer Verantwortung verbinde und Städten, Gemeinden und Landkreisen wieder größere eigene Handlungsspielräume verschaffe.
CDU fordert langfristige Perspektive für VW-Werk in Emden
Der CDU-Bezirksvorsitzende Ulf Thiele MdL stellte die Zukunft des Industriestandortes Emden besonders heraus. Das Volkswagen-Werk sei von großer Bedeutung für die Stadt, aber auch für Beschäftigung, Kaufkraft, Zulieferer und die wirtschaftliche Stabilität der gesamten Region.
Thiele forderte den VW-Konzern auf, bestehende Vereinbarungen einzuhalten. Wenn die Beschäftigten und die Werkleitung in Emden ihren Teil der vereinbarten Kostenziele erfüllten, müsse auch der Volkswagen-Vorstand zu seinen Zusagen stehen.
„Der Tiguan gehört dann wie zugesagt nach Emden. Und für mich ist ebenso klar: Auch das künftige Nachfolgemodell des ID.7 muss in Emden gebaut werden“, sagte Thiele.
Die Forderung wurde auch in den beschlossenen Leitantrag aufgenommen. Die CDU Ostfriesland erwartet demnach ausdrücklich Vertragstreue des VW-Vorstandes und bei Erreichen der vereinbarten Einsparziele die zugesagte Produktion des ID. Tiguan am Standort Emden.
Emden soll zweiter Marinehafenstandort werden
Eine weitere zentrale Forderung betrifft die maritime Bedeutung Emdens. Thiele sprach sich dafür aus, den Emder Hafen neben Wilhelmshaven zu einem Marinehafenstandort der Deutschen Marine auszubauen.
Emden verfüge über geeignete Flächen, maritime Kompetenz, Hafeninfrastruktur und eine strategisch günstige Lage. Angesichts der veränderten Sicherheitslage in Europa seien zusätzliche maritime Fähigkeiten und belastbare Hafenstrukturen notwendig.
Auch diese Forderung wurde in den Leitantrag aufgenommen. Die Bundesregierung soll demnach die verfügbaren Außenhafenflächen Emdens, insbesondere am Rysumer Nacken, als strategischen Marinehafenstandort der Deutschen Marine neben Wilhelmshaven entwickeln. Gleichzeitig soll die Produktion von Defence-Gütern im ostfriesischen Mittelstand gestärkt werden.

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„Ostfrieslandplan 2.0“ soll Innovation und Arbeitsplätze schaffen
Mit dem Leitantrag „Ganz klar für Ostfriesland – Starker ländlicher Raum, verlässliche Infrastruktur und wirtschaftliche Dynamik“ verabschiedete die CDU ein umfangreiches politisches Arbeitsprogramm.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Idee eines „Ostfrieslandplans 2.0“. Dahinter steht eine neue Innovationsstrategie, die die unterschiedlichen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Stärken der Region stärker miteinander verbinden soll.
Genannt werden insbesondere erneuerbare Energien und Wasserstoff, die maritime Wirtschaft, die Automobilindustrie, der Mittelstand sowie die Hochschule Emden/Leer.
Nach den Vorstellungen der CDU soll Ostfriesland stärker als Modellregion für Innovation entwickelt werden. Geplant beziehungsweise gefordert werden unter anderem ein intensiverer Technologie- und Wissenstransfer zwischen Hochschule und Mittelstand, bessere Bedingungen für Unternehmensgründungen und Start-ups sowie neue Finanzierungsinstrumente.
Der Leitantrag sieht unter anderem Reallabore für Wasserstoffspeicher und Netzstabilisierung, Technologietransfer-Gutscheine für kleine und mittlere Unternehmen sowie einen regionalen Risikokapital-Gründerfonds vor.
„Wir brauchen jetzt einen Ostfrieslandplan 2.0. Er muss vor allem eine Innovationsstrategie für unsere Region sein“, erklärte Thiele. Ziel müsse es sein, aus der vorhandenen erneuerbaren Energie neue Innovationen, Investitionen, Wertschöpfung und sichere Arbeitsplätze entstehen zu lassen.
Das von der CDU formulierte Leitmotiv lautet dabei: „Industrie folgt der Energie.“ Der in Ostfriesland erzeugte Strom soll stärker vor Ort für industrielle Produktion, Wasserstoffwirtschaft und neue Arbeitsplätze genutzt werden.
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Landwirtschaft, Energie und Infrastruktur als weitere Schwerpunkte
In der Landwirtschaft bekennt sich die CDU zu den bäuerlichen Familienbetrieben. Gefordert werden weniger Bürokratie, mehr Planungssicherheit und faire Bedingungen für regionale Lebensmittel. Außerdem spricht sich die Partei für ein aktives Wolfsmanagement und einen kooperativen Moorschutz anstelle dirigistischer Vorgaben aus.
Beim Wirtschaftsstandort setzt die CDU auf die Sicherung des industriellen Dreiecks aus VW Emden, Enercon und Meyer Werft. Gleichzeitig sollen neue Wertschöpfungsmöglichkeiten rund um erneuerbare Energien und Wasserstoff entstehen.
Für den Emder Hafen fordert die Partei neben der Fahrrinnenanpassung der Außenems neue Großschiffsliegeplätze sowie einen vom Land finanzierten Hafenpakt. Der Masterplan Ems müsse ökologische Sanierung und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verbinden.
Weitere Forderungen betreffen den Lückenschluss der A20 und die B210n, den Ausbau von Schiene, Glasfaser und Mobilfunk sowie eine zukunftsfeste medizinische Versorgung. Auch die Hochschule und die berufliche Bildung sollen gestärkt und die Unterrichtsversorgung verbessert werden.
Zudem fordert die CDU größere finanzielle Handlungsspielräume für Städte, Gemeinden und Landkreise.
„Dieser Leitantrag ist kein Wunschzettel, sondern unser politischer Arbeitsauftrag für Ostfriesland“, sagte Thiele. Ostfriesland solle nicht Zuschauer des Wandels sein, sondern von den Veränderungen wirtschaftlich profitieren.
CDU legt Zukunftsplan für die ostfriesische Küstenfischerei vor
Mit einem weiteren Beschluss stellte sich der Bezirksparteitag hinter die ostfriesische Küstenfischerei. Gefordert wird ein ergebnisoffener Fischereidialog auf Grundlage transparenter wissenschaftlicher und sozioökonomischer Daten.
Dabei soll die wirtschaftliche Existenz der Fischereibetriebe stärker berücksichtigt werden. Bereits bestehende Fischereiverbotszonen sollen auf die europäischen Flächenziele angerechnet werden. Gleichzeitig fordert die CDU gesicherte Durchfahrtsrechte und praxistaugliche, dynamische Schutzgebiete.
Statt eines reinen Flottenabbaus verlangt die Partei einen verbindlichen Transformationsfahrplan. Dieser soll die Betriebe stabilisieren, die Modernisierung von Flotte und Häfen ermöglichen und langfristig eine ökologisch wie wirtschaftlich tragfähige Küstenfischerei sichern.
Dafür soll nach dem Beschluss ein mehrjähriges Investitionsprogramm von Bund und Land mit einem Finanzrahmen zwischen 90 und 135 Millionen Euro aufgelegt werden.
Zusätzlich fordert die CDU ein verbindliches Fischereihafen- und Standortkonzept. Im Beschluss heißt es: „Die Küstenfischerei gehört zu Ostfriesland wie die Deiche und das Meer.“
Ausbildung auf den Ostfriesischen Inseln soll verbessert werden
Auch die besonderen Bedingungen für Auszubildende auf den Ostfriesischen Inseln waren Thema des Parteitages.
Die CDU fordert, den Blockunterricht für wichtige Ausbildungsberufe auszubauen. Ab dem Schuljahr 2027/28 sollen die Ausbildungsgänge Hotelfachfrau/Hotelfachmann sowie Restaurantfachfrau/Restaurantfachmann für alle Ausbildungsjahre an der BBS Borkum eingerichtet werden.
Ergänzend soll geprüft und gefördert werden, ob theoretische Ausbildungsinhalte teilweise im Distanzunterricht vermittelt werden können.
Damit sollen Reisezeiten und Kosten reduziert, mehr praktische Ausbildungszeit in den Betrieben ermöglicht und die Nachwuchsgewinnung für Gastronomie und Hotellerie auf den Inseln verbessert werden.
Kommunalwahl am 13. September im Blick
Mit Blick auf die Kommunalwahl am 13. September stellte der Bezirksparteitag außerdem die Bedeutung der kommunalen Ebene heraus.
Die CDU würdigte die Arbeit der ehrenamtlichen Kommunalpolitiker und fordert eine bessere finanzielle Ausstattung der Städte, Gemeinden und Landkreise. Bund und Land müssten für übertragene Aufgaben auch die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen.
Das Konnexitätsprinzip – vereinfacht: „Wer die Musik bestellt, bezahlt“ – müsse konsequent angewendet werden.
Thiele fasste den Anspruch der CDU Ostfriesland am Ende des Parteitages zusammen: „Wir haben heute deutlich gemacht, wofür die CDU Ostfriesland steht: für wirtschaftliche Stärke statt schleichenden Strukturverlust, für eine Landwirtschaft mit Zukunft, für sichere Arbeitsplätze, starke Häfen und Kommunen, die wieder handeln können.“
Die Partei wolle die anstehenden Veränderungen nicht lediglich begleiten, sondern aktiv aus Ostfriesland heraus gestalten. Das zentrale Motto des Bezirksparteitages lautete entsprechend: „Ganz klar für Ostfriesland.“
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Kreistagswahl im Landkreis Leer 2026: Diese 54 Politiker ziehen in den Kreistag ein
Frauenpower im Kreistag: Auf dem Foto zu sehen sind Melanie Nonte, Gitta Connemann und Grietje Oldigs-Nannen. Alle drei CDU-Politikerinnen konnten bei der Kreistagswahl beachtliche Stimmergebnisse erzielen und bleiben weiterhin im Kreistag des Landkreises Leer aktiv. Foto: Ingo Tonsor @LeserECHO
Vorläufiges Ergebnis der Kreistagswahl im Landkreis Leer am 13.09.2026
Landkreis Leer, 14. September 2026, 15:41 Uhr: Das vorläufige Ergebnis der Kreistagswahl im Landkreis Leer vom 13. September 2026 liegt vor. Besonders deutlich konnten einige bekannte Politikerinnen und Politiker bei der Wahl punkten.
Die meisten Stimmen unter den gewählten Kreistagskandidaten erhielt Nico Bloem (SPD) im Wahlbereich IV mit 8.315 Stimmen. Auf Platz zwei folgt Matthias Groote (SPD), der im Wahlbereich V 6.776 Stimmen erreichte. Ebenfalls besonders viele Stimmen erhielt Ulf Thiele (CDU) im Wahlbereich III mit 5.103 Stimmen.
Auch Jannik Körte (AfD) erzielte im Wahlbereich V mit 4.254 Stimmen ein starkes Ergebnis. Bei der CDU kam Dieter Baumann im Wahlbereich II auf 3.930 Stimmen, während Gitta Connemann im Wahlbereich I 3.697 Stimmen erreichte.
Weitere besonders hohe persönliche Ergebnisse erzielten Jens de Vries (SPD) mit 1.950 Stimmen, Anja Troff-Schaffarzyk (SPD) mit 2.148 Stimmen, Michael Kolkmann (AfD) mit 2.267 Stimmen sowie Tammo Lenger (GRÜNE) mit 1.849 Stimmen.
Insgesamt sind 263 von 263 Ergebnissen eingegangen. Für den Kreistag des Landkreises Leer wurden 54 Sitze vergeben.
Wahlbeteiligung bei 65,07 Prozent
Im Landkreis Leer waren bei der Kreistagswahl 139.384 Menschen wahlberechtigt. Insgesamt gingen 90.696 Wählerinnen und Wähler zur Wahl. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 65,07 Prozent.
Von den abgegebenen Stimmzetteln waren 2.141 ungültig, was einem Anteil von 2,36 Prozent entspricht. Insgesamt wurden 88.555 gültige Stimmzettel gezählt. Die Zahl der gültigen Stimmen lag bei 259.977.
| Ergebnis | Zahl |
|---|---|
| Wahlberechtigte | 139.384 |
| Wählerinnen und Wähler | 90.696 |
| Wahlbeteiligung | 65,07 % |
| Ungültige Stimmzettel | 2.141 |
| Anteil ungültiger Stimmzettel | 2,36 % |
| Gültige Stimmzettel | 88.555 |
| Anteil gültiger Stimmzettel | 97,64 % |
| Gültige Stimmen | 259.977 |
Die gewählten Kandidatinnen und Kandidaten
SPD
- Serhat Özdemir – Wahlbereich I, direkt – 1.737 Stimmen
- Florian Stoye – Wahlbereich I, Listenplatz 1 – 924 Stimmen
- Ruth Scheffler – Wahlbereich I, Listenplatz 2 – 394 Stimmen
- Jens de Vries – Wahlbereich II, direkt – 1.950 Stimmen
- Ingo Brinker – Wahlbereich II, direkt – 913 Stimmen
- Svenja Rastedt – Wahlbereich II, Listenplatz 1 – 763 Stimmen
- Anja Troff-Schaffarzyk – Wahlbereich III, direkt – 2.148 Stimmen
- Sascha Laaken – Wahlbereich III, Listenplatz 2 – 1.702 Stimmen
- Nico Bloem – Wahlbereich IV, direkt – 8.315 Stimmen
- Markus Stanggassinger – Wahlbereich IV, direkt – 1.595 Stimmen
- Helmut Geuken – Wahlbereich IV, direkt – 1.348 Stimmen
- Lukas Enno Oltrop – Wahlbereich IV, direkt – 981 Stimmen
- Lea Timmer – Wahlbereich IV, Listenplatz 3 – 825 Stimmen
- Matthias Groote – Wahlbereich V, direkt – 6.776 Stimmen
- Laura Kruse – Wahlbereich V, direkt – 1.426 Stimmen
- Dr. Keno Borde – Wahlbereich V, direkt – 979 Stimmen
- Geert Hüser – Wahlbereich V, Listenplatz 2 – 580 Stimmen
CDU
- Gitta Connemann – Wahlbereich I, direkt – 3.697 Stimmen
- Grietje Oldigs-Nannen – Wahlbereich I, Listenplatz 2 – 801 Stimmen
- Dieter Baumann – Wahlbereich II, direkt – 3.930 Stimmen
- Gerd Dählmann – Wahlbereich II, direkt – 1.552 Stimmen
- Melanie Nonte – Wahlbereich II, Listenplatz 1 – 817 Stimmen
- Ulf Thiele – Wahlbereich III, direkt – 5.103 Stimmen
- Johann Sandersfeld – Wahlbereich III, direkt – 1.433 Stimmen
- Rainer Jürgens – Wahlbereich III, direkt – 1.227 Stimmen
- Simone Erdmann – Wahlbereich III, Listenplatz 2 – 530 Stimmen
- Reinhard Schüür – Wahlbereich IV, direkt – 1.312 Stimmen
- Hildegard Hinderks – Wahlbereich IV, Listenplatz 1 – 1.304 Stimmen
- Silke Kuhlemann – Wahlbereich V, direkt – 1.332 Stimmen
- Tim Lauterbach – Wahlbereich V, Listenplatz 2 – 207 Stimmen
GRÜNE
- Engeline Kramer – Wahlbereich I, direkt – 766 Stimmen
- Micha Halfwassen – Wahlbereich I, Listenplatz 2 – 481 Stimmen
- Rainer Kottke – Wahlbereich II, Listenplatz 1 – 317 Stimmen
- Dieter Ertwiens-Buchwald – Wahlbereich III, Listenplatz 1 – 604 Stimmen
- Dr. Walter Eberlei – Wahlbereich IV, direkt – 772 Stimmen
- Tammo Lenger – Wahlbereich V, Listenplatz 1 – 1.849 Stimmen
AfD Niedersachsen
- Arno Arndt – Wahlbereich I, Listenplatz 1 – 643 Stimmen
- Jörn Marschner – Wahlbereich II, direkt – 1.721 Stimmen
- Julijana Eggert – Wahlbereich II, Listenplatz 2 – 406 Stimmen
- Rolf-Dieter Hohmann – Wahlbereich III, direkt – 1.443 Stimmen
- Erhard Eggert – Wahlbereich III, Listenplatz 1 – 759 Stimmen
- Michael Kolkmann – Wahlbereich IV, direkt – 2.267 Stimmen
- Maria Pirrung – Wahlbereich IV, Listenplatz 2 – 671 Stimmen
- Jannik Körte – Wahlbereich V, direkt – 4.254 Stimmen
- Max Klimpel – Wahlbereich V, Listenplatz 1 – 611 Stimmen
- Lars Grünwald – Wahlbereich V, Listenplatz 3 – 1.211 Stimmen
MOIN Landkreis Leer
- Claus Garrels – Wahlbereich III, direkt – 1.465 Stimmen
- Andreas Meinders – Wahlbereich V, direkt – 1.760 Stimmen
BSW Niedersachsen
- Günter Däuber – Wahlbereich II, Listenplatz 1 – 345 Stimmen
Die Linke
- Gulhat Demir – Wahlbereich I, Listenplatz 1 – 546 Stimmen
- Nicole Zirngast – Wahlbereich II, Listenplatz 1 – 567 Stimmen
- Laura Rödiger – Wahlbereich V, Listenplatz 1 – 1.020 Stimmen
MWG
- Torsten Bruns – Wahlbereich II, direkt – 947 Stimmen
Damit liegt das vorläufige Ergebnis der Kreistagswahl vom 13. September 2026 im Landkreis Leer vor. Sämtliche 263 von 263 Ergebnissen sind eingegangen.
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Nordgeorgsfehnkanal: 31,8 Kilometer Geschichte, Schleusen und Freizeit auf Ostfrieslands Wasserstraße
Die MS „Ella“ auf dem Nordgeorgsfehnkanal. Das Foto wurde von Hans-Albert Dirks aufgenommen.
Nordgeorgsfehnkanal: Historische Wasserstraße zwischen Jümme und Ems-Jade-Kanal
Der Nordgeorgsfehnkanal (NGFK) ist eine der bedeutenden historischen Wasserstraßen Ostfrieslands. Auf einer Länge von 31,8 Kilometern verbindet er die Jümme bei Stickhausen mit dem Ems-Jade-Kanal bei Marcardsmoor nördlich von Wiesmoor. Heute ist der Kanal vor allem für Sportbootfahrer, Kanuten, Ausflugsschiffe und Angler von Bedeutung. Ursprünglich wurde er jedoch vor allem für die Entwässerung der Moorgebiete und den Transport von Torf und Kohle gebaut.
31,8 Kilometer Wasserstraße mit acht Schleusen
Der Nordgeorgsfehnkanal ist rund 13 Meter breit und ermöglicht einen Tiefgang von bis zu 1,4 Metern. Die zulässige Durchfahrtshöhe beträgt grundsätzlich etwa 2,2 Meter. Entlang der Strecke befinden sich insgesamt acht Schleusen, außerdem 15 feste und zehn bewegliche Brücken.
Der Kanal befindet sich im Eigentum des Landes Niedersachsen und wird vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) betrieben.
Der endgültige Ausbau des Nordgeorgsfehnkanals wurde 1916 abgeschlossen. Der Kanal zweigt bei Kilometer 42,400 in Marcardsmoor vom Ems-Jade-Kanal ab und stellt auf einer Strecke von 31,8 Kilometern die Verbindung zum Leda-Jümme-Gebiet her.
Geschichte reicht bis in die 1820er-Jahre zurück
Die Geschichte des Nordgeorgsfehnkanals reicht deutlich weiter zurück als bis zu seiner endgültigen Fertigstellung.
Der südliche Abschnitt wurde bereits in den 1820er-Jahren gebaut. Er führte von der Jümme bei Stickhausen durch das Moorgebiet bis nach Nordgeorgsfehn. Dieser Teil war bis 1829 fertiggestellt und wurde zunächst als „Stickhauser Kanal“ bezeichnet.
Die weiteren Abschnitte wurden anschließend nicht in einem zusammenhängenden Bauprojekt errichtet. Die Verlängerung über Remels bis nach Neudorf in der Gemeinde Uplengen sowie später der weitere Ausbau bis zum Ems-Jade-Kanal wurden jeweils in kleineren Teilstücken geplant.
Insbesondere die Moorkolonisten waren am Ausbau beteiligt. Zwischen 1906 und 1916 entstand schließlich der Abschnitt bis zum Ems-Jade-Kanal bei Marcardsmoor nördlich von Wiesmoor. Die schrittweise Umsetzung führte dazu, dass sich die Fertigstellung des gesamten Kanals über viele Jahrzehnte hinzog.
Vom Tidebereich bei Stickhausen bis in die Höhenlage bei Wiesmoor
Der Nordgeorgsfehnkanal beginnt nordöstlich von Stickhausen an der Jümme. Der südwestliche Abschnitt zwischen der Jümme und der Schleuse bei Nordgeorgsfehn steht unter dem Einfluss der Tide.
In diesem Bereich bewegt sich der Wasserstand zwischen einem mittleren Tideniedrigwasser von NN +0,30 Meter und einem mittleren Tidehochwasser von NN +1,20 Meter.
Von Nordgeorgsfehn aus steigt der Wasserspiegel deutlich an. Bis zur Schleuse „NGDFK VI Wiesmoor Zentrum“ erreicht er NN +9,00 Meter. Anschließend fällt der Wasserstand wieder ab. Bei der Schleuse „NGDFK VII Wiesmoor Nord“ liegt der Kanal schließlich auf dem Niveau des Ems-Jade-Kanals bei NN +5,70 Metern.
Eine Besonderheit ist die achte Schleuse „NGDFK VIII Marcardsmoor“. Dort besteht kein Höhenunterschied. Die Schleuse dient ausschließlich der Sicherheit und ist deshalb stets geöffnet.
Früher Torf und Kohle, heute Sportboote und Kanus
Der Ausbau des Nordgeorgsfehnkanals hatte ursprünglich vor allem zwei wichtige Aufgaben: Zum einen sollte er die großen Hochmoorgebiete im südlichen Landkreis Wittmund entwässern, zum anderen sollte er die Verkehrsanbindung der Moorkolonien verbessern, die insbesondere um 1900 im Raum Wiesmoor entstanden.
Der Kanal wurde deshalb auch für den Gütertransport genutzt. Vor allem Torf und Kohle wurden über die Wasserstraße transportiert. Die Kohle diente unter anderem der Versorgung des Kraftwerks in Wiesmoor.
Mit dem Strukturwandel verlor die Wasserstraße ihre Bedeutung für den gewerblichen Güterverkehr. Die Frachtschifffahrt wurde 1962 eingestellt.
Seitdem steht die Freizeitnutzung im Mittelpunkt. Der Nordgeorgsfehnkanal wird von Sportbooten, Kanuten und Ausflugsschiffen genutzt. Außerdem ist er ein beliebtes Angelgewässer.
Der Kanal stellt für die Freizeitschifffahrt eine interessante Verbindung zwischen Weser, Ems und Jade her.
Bedeutung für die Wasserwirtschaft
Neben Schifffahrt und Freizeit hat der Nordgeorgsfehnkanal bis heute eine wichtige wasserwirtschaftliche Funktion.
Eine besondere Aufgabe ist die sogenannte Tauchtiefenbewirtschaftung. Wasser, das durch Pumpwerke an den fünf südlichen Schleusen gewonnen wird, fließt in Richtung Ems-Jade-Kanal. Dort trägt es zur Niedrigwasseraufhöhung bei.
Damit ist der Nordgeorgsfehnkanal nicht nur eine historische Verkehrsverbindung, sondern weiterhin Bestandteil der regionalen Wasserbewirtschaftung.

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Hinweise für Sportbootfahrer
Wer den Nordgeorgsfehnkanal mit einem Sportboot befahren möchte, muss einige Besonderheiten beachten.
Die Schleusen können nur nach vorheriger Anmeldung passiert werden. Dafür stehen die Telefonnummern 04956/1207 und 0170/2291417 zur Verfügung. Die Anmeldung sollte nach Möglichkeit zwei Werktage vor dem geplanten Fahrtantritt erfolgen.
Besondere Aufmerksamkeit ist im südlichen Kanalabschnitt zwischen Stickhausen und Brückenfehn erforderlich. Dieser Bereich steht unter Tideeinfluss.
Die Straßen- und Eisenbahnbrücke in Stickhausen haben bei mittlerem Tideniedrigwasser eine Durchfahrtshöhe von etwa 2,65 Metern. Die tatsächliche Durchfahrtshöhe hängt jedoch vom jeweiligen Ablaufen des Tideniedrigwassers ab.
Mit der Tide richtig planen
Für Sportbootfahrer ist deshalb eine genaue Planung der Fahrtzeiten wichtig.
Wer von Stickhausen in Richtung Wiesmoor unterwegs ist, sollte die Brücken möglichst mit dem letzten Ebbestrom unterqueren. Anschließend empfiehlt es sich, am Warteanleger des NLWKN hinter der Eisenbahnbrücke auf die Flut zu warten.
Eine unmittelbare Weiterfahrt ist in der Regel nicht möglich, weil der Kanal in Richtung Brückenfehn bei Niedrigwasser teilweise nur etwa 30 Zentimeter Wasser führt.
In der Gegenrichtung – also von Wiesmoor kommend – sollten Sportbootfahrer mit dem Hochwasser in Brückenfehn ablegen. Am Warteanleger des NLWKN vor der Eisenbahnbrücke in Stickhausen kann anschließend auf das Niedrigwasser gewartet werden.
Beliebtes Ziel für Freizeit und Angeln
Heute ist der Nordgeorgsfehnkanal vor allem ein ruhiges Revier für die Freizeit auf dem Wasser. Neben Sportbootfahrern nutzen auch Kanuten die historische Wasserstraße. Ausflugsschiffe verkehren ebenfalls auf dem Kanal.
Auch für Angler ist die Strecke interessant. Der Nordgeorgsfehnkanal wird als Angelgewässer genutzt. Gastkarten sind beispielsweise bei der Tourist Information oder beim Camping- und Bungalowpark Ottermeer erhältlich.
So verbindet der Nordgeorgsfehnkanal heute Geschichte, Wasserwirtschaft und Freizeitnutzung. Was einst als Infrastruktur für die Entwässerung der Moore und den Transport von Torf und Kohle entstand, ist inzwischen eine wichtige Wasserverbindung für die Freizeitschifffahrt in Ostfriesland.
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Kommunalwahl in Ostfriesland: CDU bleibt zweitstärkste Kraft – Thiele dankt Kandidaten und Helfern
Ulf Thiele bei der Analyse der Wahlergebnisse im Mariko in Leer. Der Vorsitzende der CDU Ostfriesland kündigte nach der Kommunalwahl eine sorgfältige und selbstkritische Auswertung der Ergebnisse an. Zugleich dankte er den Kandidatinnen und Kandidaten sowie den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz. Foto: Ingo Tonsor
CDU Ostfriesland zieht Bilanz nach Kommunalwahl 2026: Thiele dankt Kandidaten und Ehrenamtlichen
Ulf Thiele: „Dank an alle, die Verantwortung für ihre Heimat übernehmen“ – CDU gratuliert OB Kruithoff sowie den Landräten Heymann und Groote – Respekt für Olaf Bade im Landkreis Leer – Union bleibt zweitstärkste politische Kraft in Ostfriesland
Ostfriesland. Nach den Kommunalwahlen in Niedersachsen hat der Vorsitzende der CDU Ostfriesland, Ulf Thiele MdL, auf Grundlage der vorläufigen amtlichen Endergebnisse eine erste Bilanz gezogen. Thiele gratulierte den gewählten Hauptverwaltungsbeamten, dankte allen Kandidatinnen und Kandidaten für ihren Einsatz und kündigte zugleich eine sorgfältige und selbstkritische Auswertung der Ergebnisse der CDU bei den Kreistags- und Ratswahlen an.
Tim Kruithoff mit 68,72 Prozent als Oberbürgermeister von Emden wiedergewählt
Besonders hob Ulf Thiele den Wahlerfolg von Tim Kruithoff in Emden hervor. Der parteilose und unabhängige Oberbürgermeister wurde mit 68,72 Prozent der Stimmen gegen sieben Mitbewerberinnen und Mitbewerber wiedergewählt.
Die CDU Emden hatte bereits im November 2024 einstimmig beschlossen, Kruithoff für eine zweite Amtszeit zu unterstützen.
Thiele bezeichnete das Ergebnis als herausragend. „Tim Kruithoff hat mit 68,72 Prozent gegen sieben Mitbewerberinnen und Mitbewerber ein herausragendes Ergebnis erzielt“, erklärte der CDU-Ostfriesland-Vorsitzende.
Das Ergebnis sei insbesondere vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen Emdens bemerkenswert. Dabei bewege vor allem die Zukunft des Volkswagen-Standortes viele Menschen in der Stadt.
Kruithoff habe einen sehr engagierten Wahlkampf geführt und zugleich während seiner ersten Amtszeit nach Einschätzung Thieles wichtige Akzente gesetzt. Er habe die Stadt vorangebracht, die Verwaltung hervorragend organisiert und Emden nach außen überzeugend vertreten.
„Dieses klare Votum der Emderinnen und Emder ist eine starke Bestätigung seiner Arbeit und ein großer persönlicher Erfolg“, so Thiele.
Matthias Groote als Landrat im Landkreis Leer bestätigt
Auch im Landkreis Leer ist die Landratswahl entschieden. Matthias Groote (SPD) wurde als Landrat wiedergewählt.
Ulf Thiele gratulierte Groote ebenso wie den weiteren gewählten Hauptverwaltungsbeamten im Namen der CDU Ostfriesland und wünschte ihnen für ihre weitere Arbeit eine glückliche Hand und viel Erfolg im Interesse der Menschen in ihren Kommunen.
Besondere Anerkennung sprach Thiele dem unabhängigen Landratskandidaten Olaf Bade aus, der von der CDU und Wählergemeinschaften unterstützt worden war.
Groote erreichte nach dem vorläufigen Ergebnis gut 51,7 Prozent und entging damit denkbar knapp einer Stichwahl. Olaf Bade kam bei seiner ersten Kandidatur aus dem Stand auf mehr als 40 Prozent der Stimmen.
„Angesichts einer erst sehr kurzfristig begonnenen Kandidatur und eines Wahlkampfes praktisch ohne längeren Vorlauf ist das ein wirklich sehr respektables und gutes Ergebnis“, erklärte Thiele.
Thiele dankt Olaf Bade für intensiven Wahlkampf
Bade habe innerhalb weniger Wochen mit außerordentlichem persönlichem Einsatz einen intensiven Wahlkampf geführt.
„Olaf Bade hat sich mit unfassbar viel Energie in diese Aufgabe gestürzt, war überall im Landkreis unterwegs und hat in kürzester Zeit sehr viele Menschen erreicht und überzeugt“, sagte Thiele.
Dafür wolle er Bade persönlich und im Namen der CDU Ostfriesland ausdrücklich danken.
Das Ergebnis zeige, welches Potenzial in seiner Kandidatur gelegen habe. „Mehr als 40 Prozent aus dem Stand sind unter diesen Voraussetzungen eine bemerkenswerte Leistung“, so Thiele.

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Landratswahl im Landkreis Aurich geht in die Stichwahl
Im Landkreis Aurich ist die Entscheidung über das Landratsamt dagegen noch nicht gefallen. Dort wird der Landrat in einer Stichwahl zwischen Olaf Wiltfang (SPD) und Detlev Krüger (FREIE WÄHLER) bestimmt.
Auch der CDU-Landratskandidatin Dr. Edith Ulferts sprach Ulf Thiele ausdrücklich seinen Dank aus.
„Edith Ulferts hat mit großem persönlichen Engagement für ihre Vorstellungen von der Zukunft des Landkreises Aurich geworben. Auch ihr und ihrem gesamten Wahlkampfteam gilt mein herzlicher Dank“, erklärte Thiele.
Dass es für den Einzug in die Stichwahl nicht gereicht habe, sei enttäuschend. Das schmälere jedoch keineswegs den Einsatz, den Ulferts und ihr Team in den vergangenen Wochen geleistet hätten.
CDU bleibt zweitstärkste politische Kraft in Ostfriesland
Bei den Wahlen zu den drei Kreistagen und zum Rat der Stadt Emden ergibt sich nach Einschätzung der CDU Ostfriesland auf Grundlage der vorläufigen amtlichen Endergebnisse ein klares politisches Bild.
Die CDU bleibt zweitstärkste politische Kraft in Ostfriesland. Mit dem eigenen Ergebnis könne und dürfe die Union allerdings nicht zufrieden sein.
„Wir haben gegenüber der Kommunalwahl 2021 Stimmenanteile verloren. Das werden wir sehr genau und ohne Beschönigung analysieren“, kündigte Ulf Thiele an.
Dabei müssten sowohl die regional unterschiedlichen Entwicklungen als auch gemeinsame Trends betrachtet werden.
Bundespolitische Stimmung beeinflusst Kommunalwahl
Nach Einschätzung Thieles haben auch bundespolitische Entwicklungen die Kommunalwahl überlagert.
„Die Verschiebungen zeigen sich in ähnlicher Weise in sehr unterschiedlichen Kommunen und betreffen nicht nur die CDU. Das spricht dafür, dass neben den kommunalen Themen die bundespolitische Stimmung Einfluss auf die Wahlentscheidung hatte“, erklärte der CDU-Landespolitiker.
Das entbinde die CDU jedoch nicht davon, das eigene Abschneiden kritisch zu betrachten und daraus die richtigen Konsequenzen für die kommunalpolitische Arbeit zu ziehen.
Dank an Kandidaten und ehrenamtliche Helfer
Besonders dankte Thiele den zahlreichen Menschen, die für die CDU bei den Kommunalwahlen angetreten waren.
Sein Dank gelte allen Frauen und Männern, die auf CDU-Listen für die Kreistage, den Rat der Stadt Emden sowie für Stadt‑, Gemeinde- und Samtgemeinderäte kandidiert hatten. Ebenso dankte er den Kandidatinnen und Kandidaten für Bürgermeister- und Landratsämter.
„Sie haben Gesicht gezeigt, Verantwortung übernommen und sich einem demokratischen Wettbewerb gestellt“, so Thiele.
Der Wahlkampf sei unter nicht einfachen politischen Rahmenbedingungen mit großem persönlichem Einsatz geführt worden.
Thiele würdigte dabei ausdrücklich auch die Arbeit der Orts‑, Gemeinde‑, Stadt- und Kreisverbände sowie der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.
Sie seien an Haustüren und Wahlkampfständen unterwegs gewesen, hätten Veranstaltungen organisiert, Plakate aufgehängt und wieder abgenommen, Gespräche geführt und bis zuletzt um das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler geworben.
„Dieser überwältigende ehrenamtliche Einsatz verdient meinen größten Respekt und meinen herzlichen Dank“, erklärte Thiele.
Dank gilt auch Kandidaten anderer demokratischer Parteien
Der Dank des CDU-Vorsitzenden beschränkt sich ausdrücklich nicht auf die eigene Partei.
„Kommunale Demokratie lebt davon, dass Menschen bereit sind, einen erheblichen Teil ihrer Freizeit für ihre Stadt, ihre Gemeinde oder ihren Landkreis einzusetzen“, betonte Thiele.
Deshalb danke er auch den Kandidatinnen und Kandidaten der anderen demokratischen Parteien und Wählergemeinschaften, die sich zur Wahl gestellt hätten und in den kommenden fünf Jahren Verantwortung übernehmen würden.
Thiele kritisiert fehlende Kandidaten der AfD für errungene Mandate
Mit Sorge betrachtet Ulf Thiele eine konkrete Folge der starken Stimmenzuwächse der AfD. In mehreren Städten und Gemeinden in Ostfriesland könne die Partei nach den vorläufigen amtlichen Endergebnissen nicht alle Mandate besetzen, die ihr aufgrund ihres Wahlergebnisses zustehen.
„Die personelle Aufstellung der AfD in Ostfriesland ist offenkundig deutlich schwächer als ihre Wahlergebnisse“, erklärte Thiele.
Dies führe dazu, dass die AfD in verschiedenen Städten und Gemeinden errungene Sitze nicht besetzen könne.
Nach Einschätzung Thieles sei die Konsequenz nicht nur eine kleinere kommunale Vertretung. Gleichzeitig seien dadurch weniger ehrenamtlich engagierte Menschen in den Räten und deren Gremien vertreten, die sich um konkrete Anliegen der Bürger kümmern und gemeinsam über die Entwicklung ihrer Kommune beraten könnten.
Andere Kandidatinnen und Kandidaten, die zur Mitarbeit bereit seien, könnten diese unbesetzten Sitze nicht übernehmen.
„Eine derart defizitäre personelle Aufstellung schwächt deshalb am Ende das ehrenamtliche kommunale Engagement insgesamt“, so Thiele.
CDU Ostfriesland kündigt genaue Analyse der Wahlergebnisse an
Mit dem Vorliegen der vorläufigen amtlichen Endergebnisse beginnt für die CDU Ostfriesland nun die detaillierte Analyse der Kommunalwahlergebnisse.
Dabei sollen sowohl die regional unterschiedlichen Entwicklungen als auch gemeinsame Trends betrachtet werden.
„Wir werden nichts schönreden. Aber wir haben auch keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen“, erklärte Ulf Thiele abschließend.
Die CDU bleibe eine starke kommunalpolitische Kraft in Ostfriesland. Vor allem verfüge die Union über viele engagierte Frauen und Männer, die bereit seien, vor Ort Verantwortung zu übernehmen.
„Ihnen gilt heute mein Dank. Und ab morgen geht es darum, das Vertrauen, das uns die Menschen gegeben haben, durch gute und verlässliche kommunalpolitische Arbeit zu rechtfertigen – und dort Vertrauen zurückzugewinnen, wo wir es bei dieser Wahl verloren haben“, so Thiele.
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