News

Hor­nis­sen und Wes­pen sind fried­li­cher als all­ge­mein gedacht

Veröffentlicht

am

Foto: Hel­ge May

Kein Grund zur Panik

Hor­nis­sen und Wes­pen sind fried­li­cher als all­ge­mein gedacht

Ob der Som­mer früh oder spät in die Gän­ge kommt, auf eines ist Ver­lass: Zu Kuchen oder Eis im Frei­en gesel­len sich schnell unge­be­te­ne Gäs­te. Der NABU gibt Tipps für den rich­ti­gen Umgang mit Wes­pen, Hor­nis­sen und Co.

Wer drau­ßen Obst­ku­chen, Saft und Eis genießt, lockt mit den süßen Spei­sen unge­be­te­ne Gäs­te an — Wes­pen. Der Ärger ist vor­pro­gram­miert – eini­ge schla­gen nach den hung­ri­gen gelb-schwar­zen Flie­gern und erzäh­len Hor­ror­ge­schich­ten. Nach wie vor hal­ten vie­le Men­schen Wes­pen und Hor­nis­sen für gefähr­lich. Die Lis­te der Vor­ur­tei­le ist lang.

Auf­klä­rung ist auch heu­te noch drin­gend not­wen­dig, denn kaum eine Tier­grup­pe ruft so hef­ti­ge Reak­tio­nen her­vor wie die­se unter dem wis­sen­schaft­li­chen Begriff Haut­flüg­ler zusam­men­ge­fass­ten Insek­ten. „Die Tat­sa­che, dass nur weni­ge Men­schen mit der Lebens­wei­se von Wes­pen oder Hor­nis­sen ver­traut sind, hat zur Bil­dung von Mythen und Vor­ur­tei­len bei­getra­gen“, erklärt NABU-Exper­tin Mela­nie von Orlow.

Durch eine bes­se­re Ein­schät­zung zum Teil bekann­ter Situa­tio­nen kön­nen selbst Hor­nis­sen und Men­schen fried­li­che Nach­barn wer­den. So ist es im Som­mer rat­sam, süße Nah­rungs­mit­tel im Frei­en abzu­de­cken. Außer­dem ist es sinn­voll, nicht nach anflie­gen­den Tie­ren zu schlagen.

Angst­schweiß kann übri­gens Angrif­fe aus­lö­sen. Dabei flie­gen nur zwei der acht in Deutsch­land hei­mi­schen Wes­pen­ar­ten auf Cola, Steak und Kuchen. Die Gemei­ne Wes­pe und die Deut­sche Wes­pe haben den Wes­pen ins­ge­samt einen schlech­ten Ruf ein­ge­brockt. Die Leid­tra­gen­den sind die Hor­nis­sen und die im Frei­en, in Büschen oder unter Vor­dä­chern nis­ten­den Lang­kopf­wes­pen, deren Nes­ter oft „vor­sorg­lich“ aus­ge­räu­chert werden.

So gehen Sie mit Wes­pen rich­tig um

NABU-Tipps zum gedeih­li­chen Miteinander

  • Am Kaf­fee­tisch und beim Gril­len: Wes­pen ste­chen sobald sie sich bedroht füh­len. Ver­mei­den Sie des­halb hef­ti­ge Bewe­gun­gen.
  • Auch das Weg­pus­ten der Tie­re ist nicht rat­sam: Das im Atem ent­hal­te­ne Koh­len­di­oxid gilt im Wes­pen­nest als Alarmsignal.
  • Nur zwei der acht hei­mi­schen Wes­pen­ar­ten ste­hen auf Süß­spei­sen und Fleisch / Wurst, näm­lich Deut­sche Wes­pe und Gemei­ne Wes­pe. Es ist sinn­voll, Nah­rungs­mit­tel im Frei­en abzu­de­cken und Res­te weg­zu­räu­men. Nach dem Essen soll­te bei Kin­dern der Mund abge­wischt wer­den, um die Wes­pen nicht anzulocken.
  • Um von den unge­lieb­ten Tisch­gäs­ten gänz­lich in Ruhe gelas­sen zu wer­den, emp­fiehlt sich eine Ablenk­füt­te­rung. Die Schü­le­rin­nen Mai­ke Sie­ler und Hen­ri­ke Wei­de­mann fan­den bei einem Expe­ri­ment für „Jugend forscht“ her­aus, dass sich über­rei­fe Wein­trau­ben dazu am bes­ten eig­nen. Fünf bis zehn Meter vom Ort des eigent­li­chen Gesche­hens ent­fernt auf­ge­stellt, hal­ten die Früch­te die Wes­pen in Schach. Vor­sicht: Unver­dünn­te Mar­me­la­de oder rei­ner Honig wir­ken als Ablen­kung weni­ger gut. Sie machen die Tie­re aggres­siv. Vom Kauf von mit süßem Saft oder Bier gefüll­ten Wes­pen­fal­len rät der NABU ganz ab. Die Tie­re ster­ben in der Flüs­sig­keit einen qual­vol­len Tod. Zudem gehen nur alte Tie­re in die Fal­le. Das akti­ve Volk wird nicht dezimiert.
  • Wes­pen kön­nen von Gerü­chen wie Par­fum, Cremes, Holz­mö­bel­po­li­tur oder ähn­li­chen Düf­ten ange­zo­gen wer­den. Außer­dem flie­gen Sie ger­ne auf bun­te Kleidung.
  • Sobald man doch ein­mal gesto­chen wur­de, hilft es, eine hal­bier­te Zwie­bel auf den Stich zu drü­cken. Durch die äthä­ri­schen Öle und Ver­duns­tungs­käl­te wird der Schmerz und die Schwel­lung gelindert.

Am und im Haus

  • Um Wes­pen, Bie­nen und ande­re Insek­ten aus dem Haus zu hal­ten, emp­fiehlt es sich, Flie­gen­ga­ze an Fens­tern und Türen anzu­brin­gen, ins­be­son­de­re an Küchen‑, Bad- und Kinderzimmerfenstern.
  • Haben sich trotz aller Vor­keh­run­gen Wes­pen ins Haus ver­irrt, wird ein Glas über das Insekt gestülpt und vor­sich­tig ein Stück Papier als Boden unter­ge­scho­ben, um das Tier wie­der nach drau­ßen zu bringen.
  • Wes­pen­nes­ter am Haus dür­fen nicht ein­fach ein­ge­schlos­sen wer­den, da sich die Tie­re dann einen ande­ren Aus­gang suchen und so ins Haus gelan­gen kön­nen. Am ver­schlos­se­nen Ein­flug­loch müs­sen Sie dann mit aggres­si­ven Wes­pen rechnen.
  • Bleibt man auf einer Distanz von zwei bis drei Metern zum Nest und ver­sperrt die Flug­bahn der Wes­pen nicht, füh­len sie sich nicht bedroht.
  • Obst recht­zei­tig abern­ten und auf­sam­meln. Blatt­läu­sen mit bio­lo­gi­schen Maß­nah­men vor­beu­gen bezie­hungs­wei­se die­se bekämp­fen, da die süßen Aus­schei­dun­gen der Läu­se Wes­pen anziehen.
  • Als ein­zi­ge Wes­pen­art flie­gen Hor­nis­sen auch bei Nacht – dem­entspre­chend kön­nen sie sich dann an Par­ty­be­leuch­tun­gen, erleuch­te­ten Fens­tern oder Haus­ein­gangs­be­leuch­tun­gen sam­meln. Hier soll­te man die Gele­gen­heit beim Schop­fe packen, unnö­ti­ge Licht­ver­schmut­zung zu been­den oder zumin­dest zu begren­zen: Haus- und Weg­be­leuch­tun­gen soll­ten mit Bewe­gungs­mel­dern ver­se­hen sein, um wirk­lich nur bei Bedarf zur Ver­fü­gung zu ste­hen. Dau­er­haf­te Beleuch­tun­gen soll­ten mög­lichst schwach aus­fal­len, bei­spiels­wei­se durch Ver­wen­dung von LED-Strah­lern. Unnö­tig sind Licht­quel­len, die ihr Licht unge­rich­tet abstrah­len, wie Kugel­leuch­ten oder Leuch­ten mit Reflek­to­ren­schirm. Sie soll­ten bes­ser gegen ziel­ge­rich­te­te Punkt­strah­ler ersetzt wer­den. Wer sich an der Licht­far­be nicht stört, soll­te Natri­um­dampf­lam­pen wäh­len, deren Licht­spek­trum für nächt­li­che Insek­ten schlecht wahr­nehm­bar ist. Am bes­ten aber ist es, Licht­quel­len wann immer mög­lich abzu­schal­ten oder erst in Betrieb zu neh­men, wenn das Fens­ter geschlos­sen ist – das gilt auch für den Fernseher.
  • Wes­pen kön­nen Holz­ver­scha­lun­gen oder Holz­ver­klei­dun­gen leicht beschä­di­gen, da sie das Holz als Grund­stoff zum Bau ihrer Nes­ter ver­wen­den. Wenn Sie sicher gehen möch­ten, dass Ihre Holz­ver­klei­dun­gen intakt blei­ben, soll­ten Sie die­se mit umwelt­freund­li­chen Lacken und Far­ben regel­mä­ßig pflegen.
  • Nach den ers­ten Frost­näch­ten im Herbst gehen die Wes­pen ein. Man kann das Nest dann gefahr­los ent­fer­nen. Es emp­fiehlt sich, die Stel­le gut zu säu­bern, denn Wes­pen ori­en­tie­ren sich am Geruch. Woh­nungs­su­chen­de Köni­gin­nen könn­ten sonst im nächs­ten Jahr wie­der an der Stel­le ein­fin­den, an der es „nach Wes­pe riecht“.
  • Falls sich Wes­pen an ungüns­ti­ger Stel­le ange­sie­delt haben, wen­den Sie sich an Fach­kun­di­ge vor Ort für eine Bera­tung. Manch­mal gibt es sogar die Mög­lich­keit, ein pro­ble­ma­ti­sches Nest scho­nend umsie­deln zu las­sen anstatt es gleich dem Schäd­lings­be­kämp­fer zu über­las­sen. Falls eine Abtö­tung unum­gäng­lich ist, wen­den Sie sich an öko­lo­gisch arbei­ten­de Schäd­lings­be­kämp­fer, die sich zum Bei­spiel am Berufs­ver­band­sie­gel des vFöS (Ver­ein zur För­de­rung der öko­lo­gi­schen Schäd­lings­be­kämp­fung) erken­nen las­sen. Las­sen Sie sich immer erklä­ren und zei­gen, wel­che Mit­tel der Schäd­lings­be­kämp­fer ein­set­zen will. Ins­be­son­de­re bei der Abtö­tung von Wes­pen­nes­tern in Roll­la­den­käs­ten kann es zu einer unnö­ti­gen Raum­luft­kon­ta­mi­na­ti­on kom­men, wenn unge­eig­ne­te Mit­tel ein­ge­setzt werden.
  • Übri­gens besteht kein grund­sätz­li­cher Anspruch des Nach­barns auf Ent­fer­nung des Nes­tes. Man haf­tet also nicht für das Nest und sei­ne Fol­gen, es sei denn, man hat es gezielt und bewusst dort angesiedelt.
  • Die meis­ten Wes­pen­ar­ten sind kurz­zy­klisch und ab Ende August wie­der ver­schwun­den. Die Nes­ter, die dann noch aktiv sind und wach­sen, sind Nes­ter der Deut­schen oder der Gemei­nen Wes­pe. Gene­rell kann man sagen, dass alle Arten, deren Nes­ter man sieht – also frei­hän­gend im Gebüsch oder unter dem Schup­pen­dach – den „unpro­ble­ma­ti­schen“ Arten zuzu­ord­nen sind, die früh­zei­tig ver­schwin­den und die auch kei­ne Bau­schä­den verursachen.
  • Wes­pen­nes­ter in Roll­la­den­käs­ten oder unter Dach­zie­geln sind in der Regel Nes­ter von Kurz­kopf­wes­pen. Die­se kön­nen, müs­sen aber nicht Schä­den an der Bau­sub­stanz anrich­ten. Ach­ten Sie auf das Aus­tra­gen von Mate­ri­al, wie Däm­mung bei­spiels­wei­se. Ein knab­bern­des Geräusch ist dahin­ge­gen kein Hin­weis auf Nage­tä­tig­keit: Wie bei Hor­nis­sen bet­teln die Lar­ven mit Kratz­ge­räu­schen an den Zell­wän­den; zudem klin­gen die Lauf­ge­räu­sche der Tie­re auf den Waben wie Nagen. Aller­dings kann es beson­ders im Herbst dazu kom­men, dass die Wes­pen die Wär­me suchen und in Innen­räu­me kom­men.
  • Hor­nis­sen machen kei­ne unmit­tel­ba­ren Bau­schä­den durch Bena­gen, wie das zum Bei­spiel Wes­pen tun kön­nen. Aller­dings koten sie unter­halb des Nes­tes flüs­sig ab, dies kann Schä­den am Bau­werk, wie Ver­fär­bung oder Gerü­che ver­ur­sa­chen. Sofern mög­lich, bie­tet sich das Unter­stel­len eines Eimers oder Wan­ne mit Kat­zen­streu an – zumin­dest soll­te man unter dem Nest Befind­li­ches ent­fer­nen oder abdecken.
  • Hor­nis­sen genie­ßen durch die Bun­des­ar­ten­schutz­ver­ord­nung beson­de­ren Schutz. Wer­den Nes­ter ohne Geneh­mi­gung zer­stört oder umge­sie­delt, kann es zu hohen Geld­bu­ßen kom­men. Ist die Umsied­lung eines Hor­nis­sen­nes­tes not­wen­dig und nur eine Zer­stö­rung sinn­voll, bean­tra­gen Sie dies bit­te bei Ihrer Stadt oder Gemein­de. Auf jeden Fall soll­ten Sie einen Exper­ten zu Hil­fe bitten.

Anzei­ge:

PKW-Ver­mie­tung

Alle Miet­wa­gen unter­lie­gen der stän­di­gen Kon­trol­le und War­tung durch unse­re Fach­werk­statt. Sie star­ten mit einem tip­top gepfleg­ten Auto mit dem siche­ren Gefühl: Der Wagen ist rund­um okay. Die­se Garan­tie geben wir Ihnen, unkom­pli­ziert in der Abwick­lung und mit viel Ser­vice inklusive.

Ihre Ansprech­part­ner für:

Aurich, Emden, Leer, Olden­burg und Wiesmoor 

Hier kli­cken

Auto­ver­mie­tung Leer und Ost­fries­land / Oldenburg

News

Rau­chen, Ziga­ret­ten und Vapes wer­den teu­rer – bis zu 14 Euro für eine Schachtel?

Veröffentlicht

am

Bun­des­tag beschließt Erhö­hung der Tabak­steu­er: Ziga­ret­ten könn­ten bis 2030 deut­lich teu­rer werden

Der Deut­sche Bun­des­tag hat am 15. Okto­ber 2026 eine Erhö­hung der Tabak­steu­er beschlos­sen. Die Abga­ben auf Ziga­ret­ten und wei­te­re Tabak­pro­duk­te sol­len über vier Jah­re hin­weg schritt­wei­se stei­gen. Nach den über­ar­bei­te­ten Plä­nen der Regie­rungs­ko­ali­ti­on wer­den für 2027 zusätz­li­che Steu­er­ein­nah­men von rund 1,5 Mil­li­ar­den Euro erwar­tet. Auch die durch­schnitt­li­chen Ver­kaufs­prei­se für Ziga­ret­ten dürf­ten in den kom­men­den Jah­ren deut­lich steigen.

Bun­des­tag stimmt für höhe­re Tabaksteuer

Am Don­ners­tag, 15. Okto­ber 2026, hat der Deut­sche Bun­des­tag nach einer rund 20-minü­ti­gen Aus­spra­che dem Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zur Ände­rung des Tabak­steu­er­ge­set­zes zuge­stimmt. Grund­la­ge war die vom Finanz­aus­schuss geän­der­te Fas­sung des Gesetzentwurfs.

Für die Geset­zes­än­de­rung stimm­ten die Frak­tio­nen von CDU/CSU und SPD. Dage­gen votier­ten die AfD, Bünd­nis 90/Die Grü­nen, die Links­frak­ti­on sowie zwei Abge­ord­ne­te aus den Rei­hen der Union.

Mit der beschlos­se­nen Neu­re­ge­lung soll die Tabak­steu­er über einen Zeit­raum von vier Jah­ren regel­mä­ßig ange­ho­ben wer­den. Betrof­fen sind nicht nur klas­si­sche Ziga­ret­ten, son­dern auch zahl­rei­che wei­te­re Tabak­pro­duk­te und Ersatzprodukte.

Ziga­ret­ten­prei­se: Die­se Ent­wick­lun­gen wer­den bis 2030 erwartet

Wie stark sich die Steu­er­än­de­run­gen auf die Prei­se aus­wir­ken könn­ten, ver­deut­li­chen die im Gesetz­ent­wurf genann­ten gewich­te­ten durch­schnitt­li­chen Klein­ver­kaufs­prei­se für eine Packung mit 20 Zigaretten.

Jahr Gewich­te­ter durch­schnitt­li­cher Kleinverkaufspreis
2027 8,77 Euro
2028 9,56 Euro
2029 10,42 Euro
2030 11,36 Euro

Damit wür­de der zugrun­de geleg­te durch­schnitt­li­che Ver­kaufs­preis von 8,77 Euro im Jahr 2027 auf 11,36 Euro im Jahr 2030 stei­gen. Das ent­spricht einer Zunah­me um 2,59 Euro inner­halb des betrach­te­ten Zeitraums.

Wich­tig ist dabei: Es han­delt sich um die im Gesetz­ent­wurf genann­ten gewich­te­ten durch­schnitt­li­chen Klein­ver­kaufs­prei­se. Die tat­säch­li­chen Prei­se ein­zel­ner Ziga­ret­ten­mar­ken kön­nen davon abwei­chen. Auch die kon­kre­te Preis­ent­wick­lung im Han­del hängt von den jewei­li­gen Her­stel­lern und Anbie­tern ab.

Auch Fein­schnitt, Pfei­fen­ta­bak und Was­ser­pfei­fen­ta­bak betroffen

Die geplan­te Steu­er­erhö­hung beschränkt sich nicht auf Ziga­ret­ten. Auch ande­re Pro­duk­te sol­len künf­tig stär­ker besteu­ert wer­den. Dazu gehören:

  • Fein­schnitt und ande­re Tabakwaren

  • Pfei­fen­ta­bak

  • erhitz­ter Tabak

  • Was­ser­pfei­fen­ta­bak

  • Sub­sti­tu­te für Tabakwaren

Die Ände­run­gen betref­fen damit unter­schied­li­che Pro­dukt­grup­pen des Tabak­mark­tes. Für Zigar­ren, Ziga­ril­los, Pfei­fen­ta­bak und Was­ser­pfei­fen­ta­bak sol­len die neu­en Steu­er­ta­ri­fe aller­dings erst ab dem 1. März 2027 gelten.

Bun­des­re­gie­rung nennt Haus­halts­kon­so­li­die­rung und Gesund­heits­schutz als Ziele

Die Bun­des­re­gie­rung begrün­det die Steu­er­erhö­hung sowohl mit der Haus­halts­la­ge als auch mit gesund­heits­po­li­ti­schen Zielen.

Bereits mit dem Eck­wer­te­be­schluss vom 29. April 2026 hat­te sich die Bun­des­re­gie­rung dar­auf ver­stän­digt, den Hand­lungs­be­darf im Bun­des­haus­halt zu ver­rin­gern. Die Erhö­hung der Tabak­steu­er ist Teil der ver­ein­bar­ten Maß­nah­men zur Kon­so­li­die­rung der öffent­li­chen Finanzen.

Dar­über hin­aus soll die Neu­re­ge­lung zum Schutz der öffent­li­chen Gesund­heit bei­tra­gen. Nach der Begrün­dung des Gesetz­ent­wurfs steht die Ände­rung im Ein­klang mit den Nach­hal­tig­keits­zie­len der Bun­des­re­gie­rung, die Rau­cher­quo­te bei Jugend­li­chen und Erwach­se­nen zu senken.

Höhe­re Prei­se sol­len damit neben zusätz­li­chen Ein­nah­men für den Staat auch einen Bei­trag zur Ver­rin­ge­rung des Tabak­kon­sums leisten.

Deut­lich höhe­re Steu­er­ein­nah­men nach Ände­run­gen im Finanzausschuss

Im par­la­men­ta­ri­schen Ver­fah­ren wur­den die finan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen des Geset­zes noch­mals ver­än­dert. Der Finanz­aus­schuss hat­te dem Gesetz­ent­wurf am Mitt­woch, 14. Okto­ber 2026, in geän­der­ter Fas­sung zuge­stimmt. Die Ände­run­gen gin­gen auf die Koali­ti­ons­frak­tio­nen zurück.

Nach den ursprüng­li­chen Berech­nun­gen der Bun­des­re­gie­rung soll­ten die Steu­er­mehr­ein­nah­men im kom­men­den Jahr 756 Mil­lio­nen Euro betra­gen. Bis 2030 wur­de mit zusätz­li­chen Ein­nah­men von 3,589 Mil­li­ar­den Euro gerechnet.

Durch die Ände­run­gen im Finanz­aus­schuss stei­gen die erwar­te­ten Mehr­ein­nah­men deutlich:

Jahr Erwar­te­te Steu­er­mehr­ein­nah­men nach der Ausschussänderung
2027 1,5 Mil­li­ar­den Euro
2030 4,461 Mil­li­ar­den Euro

Für 2027 wer­den damit rund 750 Mil­lio­nen Euro mehr erwar­tet als im ursprüng­li­chen Gesetz­ent­wurf. Für 2030 liegt die neue Pro­gno­se um 872 Mil­lio­nen Euro über der ursprüng­li­chen Berechnung.

Die Beträ­ge sind Pro­gno­sen zu den erwar­te­ten zusätz­li­chen Steu­er­ein­nah­men und kei­ne bereits erziel­ten Einnahmen.

 

Anzeige 

Bun­des­rat hat­te kei­ne Einwände

Auch die Län­der hat­ten sich mit dem Gesetz­ent­wurf befasst. Der Bun­des­rat erhob nach sei­ner Stel­lung­nah­me kei­ne Ein­wän­de gegen den ursprüng­li­chen Gesetz­ent­wurf der Bundesregierung.

Die end­gül­ti­ge par­la­men­ta­ri­sche Ent­schei­dung traf der Bun­des­tag am 15. Okto­ber 2026 mit der Zustim­mung zur über­ar­bei­te­ten Fassung.

Grü­nen-Antrag zur Ver­mei­dung steu­er­li­cher Aus­weich­be­we­gun­gen scheitert

Neben dem Gesetz­ent­wurf lag dem Bun­des­tag ein Ent­schlie­ßungs­an­trag der Frak­ti­on Bünd­nis 90/Die Grü­nen vor. Dar­in for­der­ten die Grü­nen unter ande­rem, die Steu­er­sät­ze für Ziga­ret­ten, Fein­schnitt und ande­re Tabak­wa­ren bes­ser auf­ein­an­der abzustimmen.

Damit soll­te ver­hin­dert wer­den, dass Ver­brau­cher aus steu­er­li­chen Grün­den auf güns­ti­ge­re Pro­dukt­grup­pen ausweichen.

Der Ent­schlie­ßungs­an­trag fand kei­ne Mehr­heit. CDU/CSU, AfD und SPD stimm­ten dage­gen. Die Links­frak­ti­on ent­hielt sich.

Haus­halts­aus­schuss prüf­te Finanzierbarkeit

Im Zusam­men­hang mit der Geset­zes­än­de­rung lag dem Bun­des­tag außer­dem ein Bericht des Haus­halts­aus­schus­ses gemäß Para­graf 96 der Geschäfts­ord­nung des Bun­des­ta­ges zur Finan­zier­bar­keit vor.

Der Bericht war Teil der par­la­men­ta­ri­schen Prü­fung der finan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen der Neuregelung.

Tabak­steu­er steigt über meh­re­re Jahre

Mit dem Beschluss vom 15. Okto­ber 2026 hat der Bun­des­tag den Weg für eine schritt­wei­se Erhö­hung der Tabak­steu­er geeb­net. Die Neu­re­ge­lung soll zusätz­li­che Ein­nah­men für den Bun­des­haus­halt brin­gen und zugleich gesund­heits­po­li­ti­sche Zie­le unterstützen.

Für Ver­brau­cher bedeu­tet die geplan­te Ent­wick­lung, dass Ziga­ret­ten und wei­te­re Tabak­pro­duk­te in den kom­men­den Jah­ren teu­rer wer­den könn­ten. Beson­ders deut­lich wird dies bei den im Gesetz­ent­wurf aus­ge­wie­se­nen durch­schnitt­li­chen Ver­kaufs­prei­sen für eine Packung mit 20 Ziga­ret­ten: Sie stei­gen von 8,77 Euro im Jahr 2027 auf 11,36 Euro im Jahr 2030.

Quel­le: Deut­scher Bun­des­tag, Beschluss zur Ände­rung des Tabak­steu­er­ge­set­zes vom 15. Okto­ber 2026; Gesetz­ent­wurf und Bericht des Finanzausschusses.

Anzeige 
Weiterlesen

News

Zucker­steu­er ab Juli 2027: Limo­na­de, Eis­tee und Ener­gy­drinks könn­ten teu­rer werden

Veröffentlicht

am

Zucker­steu­er ab Juli 2027: Wel­che Geträn­ke in Deutsch­land teu­rer wer­den könnten

Wer im Super­markt regel­mä­ßig zu Limo­na­de, Eis­tee oder Ener­gy­drinks greift, muss sich womög­lich auf höhe­re Prei­se ein­stel­len. Das Bun­des­ka­bi­nett hat am 14. Okto­ber 2026 den Ent­wurf für eine Zucker­ge­trän­ke­steu­er auf den Weg gebracht. Die Abga­be soll ab dem 1. Juli 2027 grei­fen, sofern das wei­te­re Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren wie geplant verläuft.

Die Bun­des­re­gie­rung ver­folgt mit dem Vor­ha­ben zwei Haupt­zie­le: Einer­seits soll der Zucker­kon­sum der Bevöl­ke­rung sin­ken, um gesund­heit­li­che Fol­ge­schä­den ein­zu­däm­men. Ande­rer­seits sol­len die Steu­er­ein­nah­men dazu bei­tra­gen, die Finanz­la­ge der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung zu stabilisieren.

Wie hoch fällt die Zucker­steu­er aus?

Die Höhe der geplan­ten Abga­be rich­tet sich nach der Zucker­men­ge im jewei­li­gen Getränk. Vor­ge­se­hen sind zwei gestaf­fel­te Steuerstufen:

  • 26 Cent pro Liter: bei einem Zucker­ge­halt von 5 bis unter 8 Gramm pro 100 Milliliter.

  • 32 Cent pro Liter: ab einem Zucker­ge­halt von min­des­tens 8 Gramm pro 100 Milliliter.

Geträn­ke mit einem beson­ders hohen Zucker­an­teil wer­den somit stär­ker belas­tet. For­mal han­delt es sich um eine Ver­brauch­steu­er. Her­stel­ler und Han­del ent­schei­den zwar selbst über ihre Ver­kaufs­prei­se, es ist jedoch davon aus­zu­ge­hen, dass die Steu­er zumin­dest teil­wei­se auf die Kun­den umge­legt wird.

Was bedeu­tet das kon­kret für den Einkauf?

Aus­wir­kun­gen auf die Laden­prei­se zei­gen sich erst, wenn die Unter­neh­men die Steu­er an die Ver­brau­cher wei­ter­rei­chen. Behält der Han­del die Sum­me eins zu eins ein, erge­ben sich fol­gen­de Zusatzkosten:

  • 0,5 Liter: 13 Cent Zusatz­be­las­tung (bei 26 Cent/l) bzw. 16 Cent (bei 32 Cent/l)

  • 1,0 Liter: 26 Cent Zusatz­be­las­tung (bei 26 Cent/l) bzw. 32 Cent (bei 32 Cent/l)

  • 1,5 Liter: 39 Cent Zusatz­be­las­tung (bei 26 Cent/l) bzw. 48 Cent (bei 32 Cent/l)

  • 2,0 Liter: 52 Cent Zusatz­be­las­tung (bei 26 Cent/l) bzw. 64 Cent (bei 32 Cent/l)

Bei die­sen Wer­ten han­delt es sich um eine rein rech­ne­ri­sche Mehr­be­las­tung und nicht um fes­te End­prei­se im Supermarkt.

Wel­che Geträn­ke sind betroffen?

Die geplan­te Abga­be zielt auf gesüß­te Geträn­ke ab, die die vor­ge­ge­be­nen Zucker-Schwel­len­wer­te errei­chen. Unter die Rege­lung fal­len unter anderem:

  • Klas­si­sche Limo­na­den und Colagetränke

  • Gesüß­te Eistees

  • Ener­gy­drinks mit ent­spre­chen­dem Zuckergehalt

  • Frucht­nek­tare und Frucht­saft­ge­trän­ke mit zuge­setz­tem Zucker

  • Zucker­hal­ti­ge Geträn­ke­si­rups und Kon­zen­tra­te zur Mischung

Maß­geb­lich für die Besteue­rung ist nicht der Name des Pro­dukts, son­dern der tat­säch­li­che Zucker­ge­halt sowie die recht­li­che Ein­ord­nung. Daher fällt nicht jedes Frucht­ge­tränk auto­ma­tisch unter die glei­che Steuerstufe.

Wel­che Aus­nah­men sind vorgesehen?

Nach den Plä­nen der Bun­des­re­gie­rung sind bestimm­te Pro­dukt­ka­te­go­rien von der Abga­be befreit:

  • Rei­ne Frucht- und Gemü­se­säf­te sowie ent­spre­chen­de Konzentrate

  • Unge­süß­te Fruchtsaftschorlen

  • Milch, Hafer- und Reis­drinks sowie dar­aus her­ge­stell­te Mischgetränke

  • Geträn­ke, die aus­schließ­lich mit Süßungs­mit­teln statt Zucker gesüßt sind

  • Alko­ho­li­sche Geträn­ke, die bereits eige­nen Steu­ern unterliegen

  • Alko­hol­freie Alter­na­ti­ven auf die­ser Basis

Die­se Aus­nah­men stel­len sicher, dass die Steu­er ziel­ge­rich­tet wirkt. Die end­gül­ti­ge steu­er­li­che Bewer­tung hängt jedoch vom fina­len Geset­zes­text ab.

Aus wel­chen Grün­den kommt die Steuer?

Die Bun­des­re­gie­rung begrün­det den Schritt vor allem mit den gesund­heit­li­chen Risi­ken eines hohen Zucker­kon­sums. Über­mä­ßi­ger Ver­zehr begüns­tigt Über­ge­wicht, Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen, Kari­es und Diabetes.

Die Maß­nah­me soll ins­be­son­de­re Kin­der und Jugend­li­che schüt­zen, rich­tet sich aber eben­so an Erwach­se­ne. Zudem ent­steht für die Geträn­ke­indus­trie ein Anreiz, Rezep­tu­ren anzu­pas­sen und den Zucker­ge­halt zu senken.

Hohe Gesund­heits­kos­ten entlasten

Nach Regie­rungs­an­ga­ben ver­ur­sa­chen Krank­hei­ten infol­ge hoher Zucker­men­gen jähr­lich Behand­lungs­kos­ten von mehr als zwei Mil­li­ar­den Euro. Die­se Sum­me belas­tet das gesam­te Gesundheitssystem.

Ein gerin­ge­rer Zucker­kon­sum soll die­se Aus­ga­ben lang­fris­tig sen­ken und die Bei­trag­sät­ze der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen sta­bi­li­sie­ren. Die erwar­te­ten Ein­nah­men sol­len zudem genutzt wer­den, um eine Sen­kung des Bun­des­zu­schus­ses an den Gesund­heits­fonds abzufedern.

Son­der­re­geln für klei­ne Hersteller

Für klei­ne­re Geträn­ke­pro­du­zen­ten sind geson­der­te Bestim­mun­gen vor­ge­se­hen. Im wei­te­ren Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren muss noch geklärt wer­den, ab wann und unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen klei­ne­re Betrie­be von der Abga­be befreit wer­den können.

Wie ist der aktu­el­le Stand des Gesetzes?

Der Beschluss des Bun­des­ka­bi­netts vom 14. Okto­ber 2026 ist der ers­te Schritt im Ver­fah­ren. Das Vor­ha­ben wird nun von den Regie­rungs­frak­tio­nen in den Deut­schen Bun­des­tag ein­ge­bracht und dort bera­ten. Erst nach dem voll­stän­di­gen Durch­lauf aller par­la­men­ta­ri­schen Gre­mi­en wird die Rege­lung rechts­kräf­tig. Als Start­ter­min ist der 1. Juli 2027 vorgesehen.

Aus­blick

Die geplan­te Steu­er soll den Ver­zehr stark gesüß­ter Geträn­ke ein­däm­men und die Finan­zen der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ent­las­ten. Ob das Vor­ha­ben lang­fris­tig zu einer bes­se­ren Gesund­heit der Bevöl­ke­rung führt, zeigt sich erst nach der Ein­füh­rung. Schon jetzt lohnt sich für Ver­brau­cher der Blick auf die Nähr­wert­ta­bel­le auf der Rück­sei­te der Ver­pa­ckung, um den Zucker­ge­halt ver­schie­de­ner Pro­duk­te zu vergleichen.

Anzeige 
Weiterlesen

News

Alko­hol­ver­bot an Bahn­hö­fen: Deut­sche Bahn führt neue Regel ein

Veröffentlicht

am

Ab heu­te gilt das Alko­hol­ver­bot an allen Bahn­hö­fen der Deut­schen Bahn

Deut­sche Bahn führt Alko­hol­kon­sum­ver­bot an rund 5.700 Bahn­hö­fen ein – 79 Pro­zent Zustim­mung in einer Umfrage

Deutsch­land – Ab heu­te, Don­ners­tag, 15. Okto­ber 2026, gilt an sämt­li­chen Bahn­hö­fen der Deut­schen Bahn (DB) ein Alko­hol­kon­sum­ver­bot. Damit will das Unter­neh­men für mehr Sicher­heit und Sau­ber­keit sor­gen und das Umfeld für Rei­sen­de sowie Mit­ar­bei­ten­de ange­neh­mer gestal­ten. Nach Anga­ben der Deut­schen Bahn zei­gen die bis­he­ri­gen Erfah­run­gen an zahl­rei­chen Sta­tio­nen posi­ti­ve Ergebnisse.

Weni­ger Müll und Kon­flik­te durch Alkoholverbot

An knapp 40 gro­ßen Bahn­hö­fen galt das Alko­hol­kon­sum­ver­bot bereits vor der bun­des­wei­ten Ein­füh­rung. Dort habe sich gezeigt, dass die Rege­lung zu weni­ger Müll, rück­läu­fi­gen Kon­flik­ten und einem ins­ge­samt ange­neh­me­ren Umfeld beitrage.

Auch in der Bevöl­ke­rung fin­det die Maß­nah­me brei­te Unter­stüt­zung. Einer aktu­el­len reprä­sen­ta­ti­ven Umfra­ge zufol­ge spre­chen sich rund 80 Pro­zent der Befrag­ten für alko­hol­freie Bahn­hö­fe aus. Die Deut­sche Bahn nennt eine Zustim­mung von 79 Pro­zent. Auch die Mie­ter in den Bahn­hö­fen unter­stüt­zen nach Unter­neh­mens­an­ga­ben die Bemü­hun­gen um mehr Sicher­heit in den öffent­li­chen Bereichen.

Was Rei­sen­de jetzt beach­ten müssen

Das Alko­hol­kon­sum­ver­bot ist ab dem 15. Okto­ber 2026 Bestand­teil der Haus­ord­nung der Deut­schen Bahn. Ent­spre­chen­de Hin­wei­se fin­den Rei­sen­de auf Aus­hän­gen in den Bahn­hö­fen sowie online unter www.bahnhof.de/hausordnung.

Die neue Rege­lung gibt den Sicher­heits­kräf­ten der Deut­schen Bahn eine kla­re Hand­ha­be, um gegen Ver­stö­ße vor­zu­ge­hen. Bei ihren regu­lä­ren Kon­troll­gän­gen sol­len die Mit­ar­bei­ten­den der DB Sicher­heit aktiv Per­so­nen anspre­chen, die gegen das Ver­bot verstoßen.

Bei wie­der­hol­ten Ver­stö­ßen kann die Deut­sche Bahn ein Haus­ver­bot aussprechen.

Gas­tro­no­mie und ver­schlos­se­ne Geträn­ke blei­ben erlaubt

Das Ver­bot gilt nicht unein­ge­schränkt für sämt­li­che alko­ho­li­schen Geträn­ke. Die Gas­tro­no­mie an den Bahn­hö­fen ist aus­drück­lich von der Rege­lung aus­ge­nom­men. Rei­sen­de dür­fen außer­dem wei­ter­hin ver­schlos­se­ne alko­ho­li­sche Geträn­ke im Gepäck mit­füh­ren oder sol­che Geträn­ke aus Ein­käu­fen transportieren.

Ent­schei­dend ist damit der Alko­hol­kon­sum im Bahn­hof und nicht allein das Mit­füh­ren ent­spre­chen­der Getränke.

Die­se Bahn­hö­fe waren bereits alkoholfrei

Meh­re­re gro­ße Bahn­hö­fe in Deutsch­land haben das Alko­hol­kon­sum­ver­bot bereits vor dem bun­des­wei­ten Start ein­ge­führt. Dazu gehö­ren unter anderem:

  • Köln Haupt­bahn­hof

  • Hei­del­berg Hauptbahnhof

  • Mün­chen Hauptbahnhof

  • Ham­burg Hauptbahnhof

Zuletzt kamen zum 1. Sep­tem­ber 2026 der Ber­li­ner Haupt­bahn­hof, Ber­lin Gesund­brun­nen, der Kie­ler Haupt­bahn­hof und der Braun­schwei­ger Haupt­bahn­hof hinzu.

Die Deut­sche Bahn bewer­tet die bis­he­ri­gen Erfah­run­gen mit dem Alko­hol­kon­sum­ver­bot durch­weg posi­tiv. Mit der Aus­wei­tung auf das gesam­te Netz soll die Rege­lung nun bun­des­weit für ein­heit­li­che Ver­hält­nis­se sorgen.

Alko­hol­ver­bot gilt an rund 5.700 Bahnhöfen

Nach Anga­ben der Deut­schen Bahn umfasst die neue Rege­lung ins­ge­samt rund 5.700 Bahn­hö­fe und Sta­tio­nen. Dazu zäh­len etwa 5.400 Bahn­hö­fe der DB Infra­GO AG sowie rund 300 Sta­tio­nen der DB Regio­Netz GmbH.

Mit dem bun­des­wei­ten Alko­hol­kon­sum­ver­bot setzt die Deut­sche Bahn auf stren­ge­re Regeln in öffent­li­chen Bahn­hofs­be­rei­chen. Ziel ist es, Kon­flik­te zu redu­zie­ren, die Sau­ber­keit zu ver­bes­sern und das Sicher­heits­ge­fühl der Rei­sen­den und Beschäf­tig­ten zu stärken.

Anzeige 
Weiterlesen

Anzei­gen

Anzei­gen

auch inter­es­sant:

Lokal

Mehr Sicher­heit für Rad­fah­rer in Ost­fries­land: 1.500 reflek­tie­ren­de Helm­müt­zen wer­den kos­ten­los verteilt

(v.l.n.r.): Die Vor­sit­zen­den der ost­frie­si­schen Ver­kehrs­wach­ten Hajo Reer­s­he­mi­us (Nor­den), Karl-Heinz Krä­mer (Aurich), Hans-Gün­ter Jel­ting (Leer), Sascha Nowak (Witt­mund) und Bert­hold...

News

Rau­chen, Ziga­ret­ten und Vapes wer­den teu­rer – bis zu 14 Euro für eine Schachtel?

Bun­des­tag beschließt Erhö­hung der Tabak­steu­er: Ziga­ret­ten könn­ten bis 2030 deut­lich teu­rer werden Der Deut­sche Bun­des­tag hat am 15. Okto­ber 2026...

Blaulicht

VW Golf in Leer zer­kratzt – vier Leicht­ver­letz­te bei Unfall in Moormerland

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 16.10.2026       Leer — VW Golf zer­kratzt — Zeu­gen gesucht ...

Lokal

Gal­li­markt Leer 2026: 3.262,96 Euro Spen­de für das Sozia­le Kaufhaus

Gal­li­markt Leer: Scheck über 3.262,96 Euro für das Sozia­le Kaufhaus Leer – Der Gal­li­markt in Leer ist nicht nur das...

News

Zucker­steu­er ab Juli 2027: Limo­na­de, Eis­tee und Ener­gy­drinks könn­ten teu­rer werden

Zucker­steu­er ab Juli 2027: Wel­che Geträn­ke in Deutsch­land teu­rer wer­den könnten Wer im Super­markt regel­mä­ßig zu Limo­na­de, Eis­tee oder Ener­gy­drinks...

News

Alko­hol­ver­bot an Bahn­hö­fen: Deut­sche Bahn führt neue Regel ein

Ab heu­te gilt das Alko­hol­ver­bot an allen Bahn­hö­fen der Deut­schen Bahn Deut­sche Bahn führt Alko­hol­kon­sum­ver­bot an rund 5.700 Bahn­hö­fen ein –...

Lokal

Droh­nen in Leer: Flug­schau und Bar­camp zei­gen neue Ein­satz­mög­lich­kei­ten in Ostfriesland

Droh­nen in Ost­fries­land: Flug­schau und Bar­camp zei­gen neue Ein­satz­mög­lich­kei­ten in Leer Von der Land­wirt­schaft über die Ret­tungs­ket­te bis zur pro­fes­sio­nel­len Luft­bild­ver­mes­sung:...

Blaulicht

Ran­da­le im Gal­li­markt-Fest­zelt, Woh­nungs­brand und Verletzte

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 15.10.2026       + Emden — Geld­bör­se in Tanz­lo­kal entwendet + Am...

Blaulicht

Taschen­dieb­stäh­le in Leer, Unfall in Emden und Drogenkontrollen

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 14.10.2026   + Emden — E‑Scooterfahrerin unter Drogeneinfluss + Am 13.10.2026 kon­trol­lier­ten Poli­zei­be­am­te...

Lokal

His­to­ri­sches Pfer­de­ka­rus­sell auf dem Gal­li­markt Leer: 16 Holz­pfer­de und über 120 Jah­re Tradition

Nost­al­gie auf dem Gal­li­markt: Das his­to­ri­sche Pfer­de­ka­rus­sell der Fami­lie Böltes Seit 1904 dreht sich das Pfer­de­ka­rus­sell der Schau­stel­ler­fa­mi­lie Böl­tes und...

Lokal

Wich­ti­ge Fra­gen im Alter? Der Senio­ren- und Pfle­ge­stütz­punkt kommt zu Ihnen!

Gut bera­ten im Alter: Der Senio­ren- und Pfle­ge­stütz­punkt des Land­krei­ses Leer direkt vor Ort Das Älter­wer­den und ins­be­son­de­re das The­ma Pfle­ge...

Lokal

Gal­li­markt Leer 2026: So läuft die tra­di­tio­nel­le Eröff­nung mit Herol­den und Fass­an­stich ab

Gal­li­markt­er­öff­nung 2022 auf der Rat­haus­trep­pe: Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst und sei­ne Frau mit Tre­vor Heeks, umringt von den Leera­ner Herol­den, Land­rat...

Lokal

B 70 bei Leer: Leda­brü­cke am 20. und 21. Okto­ber wegen Bau­werks­prü­fung gesperrt

B 70 bei Leer: Leda­brü­cke am 20. und 21. Okto­ber jeweils von 9 bis 16 Uhr gesperrt Die Leda­brü­cke an...

Blaulicht

Dieb­stahl­se­rie am Emder Bahn­hof, Unfall auf der A28 bei Fils­um und Zeu­gen­auf­ruf aus Weener

POL-LER: Pres­se­mel­dun­gen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden für Mon­tag den 12.10.2026     Emden — Dieb­stahl von Fahrradsätteln Im Zeit­raum zwi­schen Frei­tag,...

auch inter­es­sant:

Anzeige

Erfolg­rei­ches und pie­tät­vol­les Mar­ke­ting für Bestatter

Wie Sie im hoch­wer­ti­gen Umfeld des Lese­r­ECHO-Ver­lags Ver­trau­en auf­bau­en und Reich­wei­te erzielen Die Wahl des pas­sen­den Wer­be­um­felds stellt für Bestat­tungs­un­ter­neh­men...

Anzeige

Reich­wei­ten­stark kom­mu­ni­zie­ren: Ver­net­zung von Face­book und Por­ta­len ohne Paywalls

War­um Ver­net­zung hohe Reich­wei­te schafft – Face­book & Online‑Portale im Zusammenspiel In einer Zeit, in der Auf­merk­sam­keit die wich­tigs­te Wäh­rung...

Anzeige

Regio­na­les Sto­rytel­ling stärkt digi­ta­le Sichtbarkeit

Regio­na­les Sto­rytel­ling – wie Online‑Marketing wirk­lich funktioniert In einer Zeit, in der Sicht­bar­keit alles bedeu­tet, ent­schei­det sich Erfolg im Netz...

Anzeige

Lese­r­ECHO — Medi­en­haus für IHR Mar­ke­ting in Ost­fries­land und Emsland

Wer­bung im Medi­en­haus LeserECHO Ihre Reich­wei­te in Ost­fries­land & dem Ems­land – Print, Online, Social Media & SEO aus einer Hand...

Anzeige

Face­book­sei­te Stadt und Land­kreis Leer

Ob Stadt oder Land­kreis Leer – die Even­burg ist das Sym­bol unse­rer Hei­mat. Auf der Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“ infor­mie­ren wir...

Marketing

Frei­er Zugang zu regio­na­len News: Lese­r­ECHO-Ver­lag for­ciert media­le Teilhabe

Medi­en für alle: Lese­r­ECHO-Ver­lag stärkt regio­na­le Teil­ha­be durch kos­ten­freie Newsportale In einer Zeit, in der Infor­ma­tio­nen zuneh­mend hin­ter Bezahl­schran­ken ver­schwin­den,...

Marketing

Online-Anzei­gen rich­tig gestal­ten: Smart­phone & Tablet im Fokus

Online-Anzei­gen: Das rich­ti­ge For­mat für Smart­phone & Tablet In der heu­ti­gen digi­ta­len Welt grei­fen immer mehr Nut­zer über Smart­phones und...

Anzeige

BauWoLe.de – Das star­ke Bran­chen­ver­zeich­nis für Hand­wer­ker & Händler

BauWoLe.de – Das star­ke Bran­chen­ver­zeich­nis für Hand­wer­ker & Händ­ler aus Ost­fries­land und dem Emsland Regio­nal. Exklu­siv. Effi­zi­ent.Wer als Hand­werks­be­trieb oder...

Lokal

Rit­ter Rost kommt nach Leer: Fami­li­en­kon­zert mit Jörg Hil­bert und 200 Kindern

Rit­ter Rost kommt nach Leer: Fami­li­en­kon­zert mit Jörg Hil­bert und 200 Kin­dern im Thea­ter an der Blinke Leer – Ein...

Veranstaltung

Herbst­kon­zert in Papen­burg: Nie­der­säch­si­sches Jugend­sin­fo­nie­or­ches­ter spielt am 16. Okto­ber in der Alten Werft

Herbst­kon­zert des Nie­der­säch­si­schen Jugend­sin­fo­nie­or­ches­ters am 16. Okto­ber 2026 in Papenburg 75 musi­ka­lisch beson­ders begab­te Jugend­li­che, gro­ße Wer­ke der Spät­ro­man­tik und...

Veranstaltung

Shan­ty­nach­mit­tag in Süd­brook­mer­land: Shan­ty-Män­ner­chor Moor­dorf singt am Gro­ßen Meer

Shan­ty­nach­mit­tag im Haus am Meer: Shan­ty-Män­ner­chor Moor­dorf zu Gast am Gro­ßen Meer Mari­ti­mer Nach­mit­tag in Süd­brook­mer­land am 17. Okto­ber – See­manns­lie­der,...

Veranstaltung

Wil­helms­ha­ven Sai­ling-CUP 2026: Tra­di­ti­ons­seg­le­r­und mari­ti­mes Programm

Wil­helms­ha­ven Sai­ling-CUP 2026: Tra­di­ti­ons­seg­ler, Regat­ten und mari­ti­mes Pro­gramm am Bontekai Wil­helms­ha­ven. Vom 2. bis 4. Okto­ber 2026 steht Wil­helms­ha­ven ganz...

Veranstaltung

Digi­ta­li­sie­rung im Bau­ge­wer­be: Pra­xis­na­he Lösun­gen und KI am 28. Okto­ber in Leer

Digi­ta­li­sie­rung im Bau­ge­wer­be: Pra­xis­na­he Lösun­gen und aktu­el­le Ent­wick­lun­gen im Fokus Ver­an­stal­tung am 28. Okto­ber 2026 im Spar­kas­sen­Fo­rum Leer – kur­ze Fach­bei­trä­ge,...

Veranstaltung

„Mac­beth“ in Leer: Shake­speares Tra­gö­die am 25. Sep­tem­ber im Thea­ter an der Blinke

„Mac­beth“ im Thea­ter an der Blin­ke in Leer Lan­des­büh­ne Nie­der­sach­sen Nord bringt Wil­liam Shake­speares Tra­gö­die nach Leer Leer – Ein Klas­si­ker der...

Veranstaltung

Wein­ge­nuss am Gro­ßen Meer: Wein­pro­be mit Wein­kis­te Ost­fries­land in Südbrookmerland

Wein­ge­nuss am Gro­ßen Meer: Edle Trop­fen und pri­ckeln­de Sek­te in Südbrookmerland Süd­brook­mer­land – Am Sams­tag, 19. Sep­tem­ber 2026, steht das...

Veranstaltung

Weih­nachts­kon­voi Moorm­er­land 2026: 125 fest­lich geschmück­te Fahr­zeu­ge für den guten Zweck

Luft­auf­nah­me vom Weih­nachts­markt in Moorm­er­land aus dem ver­gan­ge­nen Jahr. Die ein­drucks­vol­le Droh­nen­auf­nah­me stammt von Rolf-Die­ter Boots­mann von Luft­bli­cke Nord­west. Weih­nachts­kon­voi...

Veranstaltung

Wein­fest an der Hengst­for­der Müh­le 2026: Wein, Musik und Genuss in Apen

Wein­fest an der Hengst­for­der Müh­le: Zwei genuss­vol­le Aben­de in Apen Wein­fest 2026 in Apen-Hengst­for­de: Am 11. und 12. Sep­tem­ber ver­wan­delt sich...

Veranstaltung

Fest der Kul­tu­ren in Leer am 6. Sep­tem­ber 2026 mit Musik, Tanz und Sonnenschein

25. Fest der Kul­tu­ren in Leer: Ein bun­tes Jubi­lä­um der Begegnung Am Sonn­tag, 6. Sep­tem­ber 2026, von 11 bis 18...

Anzei­gen